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Dydrogesteron (Duphaston): Nebenwirkungen und Wirkung

Dydrogesteron ist ein verschreibungspflichtiges Gestagen, unter anderem enthalten in Duphaston. Zugelassen ist es zur Behandlung von Zyklusunregelmäßigkeiten bei Progesteronmangel und zur Ergänzung einer Östrogenbehandlung in der Hormonersatztherapie bei Frauen, deren Gebärmutter nicht entfernt wurde; zur Anwendung in der Schwangerschaft ist Duphaston 10 mg nicht zugelassen. Häufig sind Kopfschmerzen oder Migräne, Übelkeit, Blutungsstörungen und Brustschmerzen; bei migräneartigen oder ungewohnt starken Kopfschmerzen oder akuten Sehstörungen ist die Behandlung laut Fachinformation sofort abzubrechen.

Frau Anfang fünfzig geht mit ihrem Hund durch einen sonnigen Park im Herbst
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Kopfschmerzen, Migräne[1]
  • Häufig: Übelkeit[1]
  • Häufig: Blutungsstörungen, darunter Zwischenblutungen (Metrorrhagie), starke Monatsblutungen (Menorrhagie), seltene oder ausbleibende Blutungen (Oligo-/Amenorrhoe), schmerzhafte Monatsblutungen (Dysmenorrhoe) und unregelmäßige Menstruationsblutungen[1]
  • Häufig: Schmerzen oder Empfindlichkeit der Brüste[1]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Dydrogesteron eingesetzt?

Dydrogesteron ist ein verschreibungspflichtiges Gestagen zum Einnehmen. Laut Fachinformation wird Duphaston 10 mg bei Frauen mit Progesteronmangelzuständen zur Behandlung von Zyklusunregelmäßigkeiten angewendet [1]. Außerdem dient es in der Hormonersatztherapie zur Ergänzung einer Östrogenbehandlung bei Frauen, deren Gebärmutter nicht entfernt wurde und die Beschwerden durch die natürlich einsetzende oder operativ herbeigeführte Menopause haben; dabei wirkt es dem Einfluss des Östrogens auf die Gebärmutterschleimhaut entgegen [1]. Mehr zum Hintergrund lesen Sie unter Wechseljahre und Hormonersatztherapie.

Zur Anwendung in der Schwangerschaft ist Duphaston 10 mg laut Fachinformation nicht zugelassen [1]. Wird es zur Behandlung unregelmäßiger Blutungen verordnet, sollte deren Ursache vorher ärztlich abgeklärt sein [1]. Alle Angaben auf dieser Seite stammen aus der Fachinformation von Duphaston 10 mg mit 10 mg Dydrogesteron je Filmtablette [1].

Wie wirkt Dydrogesteron?

Dydrogesteron gehört zu den Gestagenen; die Fachinformation bezeichnet es als Retroprogesteron. Es bewirkt eine volle sekretorische Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut, die sich unter Östrogeneinfluss aufgebaut hat, und reduziert so deutlich das unter Östrogeneinfluss erhöhte Risiko für eine übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) und für Gebärmutterschleimhautkrebs [1]. Östrogene, androgene, anabole oder kortikoide Wirkungen hat es laut Fachinformation nicht [1].

Nach der Einnahme wird Dydrogesteron schnell aufgenommen und rasch in seinen wirksamen Hauptabbaustoff 20α-Dihydrodydrogesteron (DHD) umgewandelt; dessen Konzentration im Blut ist etwa 1,5 Stunden nach der Einnahme am höchsten. Die mittleren Halbwertszeiten liegen bei 5 bis 7 Stunden für Dydrogesteron und 14 bis 17 Stunden für DHD; nach 72 Stunden ist die Ausscheidung abgeschlossen [1].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Fachinformation eine Häufigkeit angibt; sie stammen aus klinischen Studien ohne gleichzeitige Östrogenanwendung und aus Spontanberichten. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000 [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Laut Fachinformation können Beschwerden auftreten, wie sie auch in der frühen Phase einer Schwangerschaft vorkommen: Appetitlosigkeit, Magendruck, Brechreiz, Ödeme und Gewichtszunahme, nervöse Unruhe, Schwindel, Verschlechterung der Stimmung und Wadenkrämpfe; sie verschwinden, wenn die Behandlung abgesetzt wird [1]. Bei Jugendlichen wird ein ähnliches Nebenwirkungsprofil wie bei Erwachsenen erwartet [1]. In Kombination mit einem Östrogen werden außerdem Brustkrebs, Endometriumhyperplasie, Gebärmutterschleimhaut- und Eierstockkrebs, Blutgerinnsel in den Venen, Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit und Schlaganfall durch einen Gefäßverschluss (ischämischer Schlaganfall) mit der Behandlung in Verbindung gebracht [1]. Mehr dazu unter Zyklusstörungen und Kopfschmerzen.

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • NervensystemKopfschmerzen, Migräne[1]Mehr dazu: Kopfschmerzen
  • Magen und DarmÜbelkeit[1]Mehr dazu: Übelkeit
  • Geschlechtsorgane und BrustBlutungsstörungen, darunter Zwischenblutungen (Metrorrhagie), starke Monatsblutungen (Menorrhagie), seltene oder ausbleibende Blutungen (Oligo-/Amenorrhoe), schmerzhafte Monatsblutungen (Dysmenorrhoe) und unregelmäßige Menstruationsblutungen[1]Mehr dazu: Zyklusstörungen
  • Geschlechtsorgane und BrustSchmerzen oder Empfindlichkeit der Brüste[1]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Laut Fachinformation ist die Behandlung außerdem abzubrechen, wenn eine Gegenanzeige auftritt [1]. In der Hormonersatztherapie ist das Risiko für Blutgerinnsel in den Venen 1,3- bis 3-fach erhöht, vor allem im ersten Jahr; entwickelt sich eine solche Thrombose, muss das Arzneimittel abgesetzt werden [1]. Mehr dazu unter Thromboserisiko.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Fünfzigern im ruhigen Gespräch mit einer Ärztin an einem runden Tisch in einem hellen Praxisraum mit Pflanzen
Bild: KI-generiert

Blutungen: Durchbruch- und Schmierblutungen können in den ersten Behandlungsmonaten auftreten. Kommen sie erst einige Zeit später hinzu oder halten sie nach dem Ende der Behandlung an, muss die Ursache ermittelt werden; unter Umständen ist eine Gewebeentnahme aus der Gebärmutterschleimhaut nötig, um eine bösartige Erkrankung auszuschließen [1].

Kontrollen in der Hormonersatztherapie: Vor Beginn erhebt die Ärztin oder der Arzt Ihre Krankengeschichte und die Ihrer Familie und untersucht Sie; während der Behandlung werden regelmäßige Kontrollen empfohlen, deren Häufigkeit und Art sich nach Ihrem Risiko richten. Nutzen und Risiken sollten mindestens jährlich abgewogen werden, und Sie sollten darüber aufgeklärt werden, welche Veränderungen der Brüste Sie mitteilen müssen [1]. Entwickelt sich unter der Behandlung ein bleibender, klinisch bedeutsamer Bluthochdruck, ist es laut Fachinformation ratsam, Dydrogesteron abzusetzen und den Bluthochdruck zu behandeln [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Dydrogesteron und sein wirksamer Abbaustoff werden unter anderem über das Enzym CYP3A4 abgebaut. Mittel, die bestimmte Leberenzyme anregen, können den Abbau beschleunigen und so die Wirkung vermindern [1]. Laut Fachinformation zeigten Laborstudien (In-vitro-Studien), dass Dydrogesteron und sein wirksamer Abbaustoff diese Enzyme in klinisch relevanten Konzentrationen weder hemmen noch anregen [1]. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel und pflanzlichen Mittel, die Sie einnehmen.

Wechselwirkungen von Dydrogesteron
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Mittel, die bestimmte Leberenzyme (CYP) anregen: Antiepileptika wie Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin; Antiinfektiva wie Rifampicin, Rifabutin, Nevirapin, Efavirenz; pflanzliche Zubereitungen mit Johanniskraut, Salbei oder Ginkgo bilobaDydrogesteron kann schneller abgebaut werden; das kann zu einer verminderten Wirkung führen[1]Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren
Ritonavir und Nelfinavir (HIV-Mittel)Haben zusammen mit Steroidhormonen enzymanregende Eigenschaften und können den Abbau von Dydrogesteron erhöhen[1]Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren
Östrogenpräparat (Hormonersatztherapie)Bei gemeinsamer Anwendung gelten auch die Warnhinweise, Vorsichtsmaßnahmen und Gegenanzeigen des Östrogenpräparats[1]Produktinformation beider Präparate beachten

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Dydrogesteron nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Wird Dydrogesteron zusammen mit einem Östrogen angewendet, gelten zusätzlich die Gegenanzeigen und Warnhinweise des Östrogenpräparats [1]. Für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren sind Sicherheit und Wirksamkeit laut Fachinformation bisher nicht belegt [1].

Nicht einnehmen bei

  • Überempfindlichkeit gegen Dydrogesteron oder einen der sonstigen Bestandteile[1]
  • Bekannte gestagenabhängige Tumoren oder ein entsprechender Verdacht[1]
  • Meningeom, auch in der Vorgeschichte[1]
  • Vaginale Blutungen ungeklärter Ursache[1]
  • Schwere akute und chronische Lebererkrankungen sowie Störungen im Stoffwechsel der Gallenfarbstoffe (z. B. Dubin-Johnson- oder Rotor-Syndrom)[1]
  • Vorausgegangene oder bestehende Lebertumoren[1]
  • Thrombophlebitis und thromboembolische Erkrankungen[1]
  • Bei Kombination mit einem Östrogen zusätzlich die Gegenanzeigen des Östrogenpräparats; eine Hormonersatztherapie ist bei bekannter Thrombophilie kontraindiziert[1]

Besondere Vorsicht bei

  • Unregelmäßige Blutungen: Vor der Behandlung sollte ihre Ursache abgeklärt sein[1]
  • Porphyrie, Depression, krankhafte Leberwerte durch eine akute oder chronische Lebererkrankung, Gelbsucht und/oder Juckreiz durch Gallestau (cholestatischer Ikterus und/oder Pruritus), auch wenn sie früher bestanden oder sich während einer Schwangerschaft oder einer früheren Hormonbehandlung verschlechtert haben: engmaschige Überwachung, da diese Zustände wieder auftreten oder sich verschlechtern können; ein Abbruch der Behandlung sollte erwogen werden[1]
  • Bluthochdruck: Dydrogesteron scheint im Allgemeinen keinen Einfluss auf den Blutdruck bei Frauen mit normalem Blutdruck zu haben; entwickelt sich unter der Behandlung ein bleibender, klinisch bedeutsamer Bluthochdruck, ist es ratsam, das Mittel abzusetzen und den Bluthochdruck zu behandeln[1]
  • Schlaganfall, auch in der Vorgeschichte: Vorsicht bei höheren Dosen[1]
  • Meningeom: Im Zusammenhang mit Dydrogesteron wurde über das Auftreten einzelner und mehrerer Meningeome berichtet; Patientinnen sollten auf Anzeichen überwacht werden. Wird ein Meningeom festgestellt, müssen alle Dydrogesteron-haltigen Behandlungen abgebrochen werden; nach dem Abbruch wurde ein Schrumpfen des Tumors beobachtet[1]
  • Hormonersatztherapie zusammen mit einem Östrogen: Nutzen und Risiken mindestens jährlich abwägen; von der Behandlungsdauer abhängig erhöhtes Brustkrebsrisiko, leicht erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs, 1,3- bis 3-fach erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel in den Venen (vor allem im ersten Jahr), bis zu 1,5-fach erhöhtes Schlaganfallrisiko, geringfügig erhöhtes relatives Risiko einer koronaren Herzkrankheit unter kombinierter Behandlung; bei längerer Ruhigstellung nach einer geplanten Operation wird empfohlen, die Hormonersatztherapie 4 bis 6 Wochen vorher auszusetzen[1]
  • Jugendliche von 12 bis 18 Jahren: Sicherheit und Wirksamkeit sind bisher nicht belegt; vor der ersten Monatsblutung gibt es keinen relevanten Anwendungsbereich[1]
  • Seltene erbliche Galactose-Unverträglichkeit, völliger Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption: Die Tabletten enthalten Lactose; laut Fachinformation sollten Betroffene Duphaston 10 mg nicht einnehmen[1]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was die Fachinformation zu Schwangerschaft, Stillzeit, Straßenverkehr, Einnahme und Absetzen sagt [1]. Einen eigenen Hinweis zu Alkohol enthält sie nicht. Mehr zur Stillzeit lesen Sie im Ratgeber Medikamente in der Stillzeit.

Schwangerschaft

Duphaston 10 mg ist zur Anwendung in der Schwangerschaft nicht zugelassen. Laut Fachinformation waren schätzungsweise mehr als 10 Millionen Schwangerschaften Dydrogesteron ausgesetzt, ohne dass es bisher Hinweise auf schädliche Auswirkungen gibt. Für einige Gestagene wurde ein Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Hypospadien berichtet; wegen Störfaktoren lässt sich der Risikobeitrag nicht endgültig beurteilen. Klinische Studien mit einer begrenzten Zahl früh in der Schwangerschaft behandelter Frauen zeigten keinerlei Risikoerhöhung.[1]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Zur Ausscheidung von Dydrogesteron in die Muttermilch liegen keine Daten vor; andere Gestagene gehen in kleinen Mengen in die Muttermilch über, ob ein Risiko für das gestillte Kind besteht, ist nicht bekannt. Dydrogesteron sollte daher in der Stillzeit nicht eingenommen werden.[1]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Dydrogesteron hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen: Es kann selten eine leichte Schläfrigkeit und/oder Schwindel verursachen, besonders in den ersten Stunden nach der Einnahme. Fahrzeuge oder Maschinen sollten daher nur mit Vorsicht bedient werden.[1]

Einnahme

Bei täglicher Einnahme von 1 Filmtablette wird empfohlen, sie immer zur gleichen Tageszeit einzunehmen, z. B. immer morgens oder immer abends; bei 2 Filmtabletten täglich eine morgens und eine abends. Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen für ein erleichtertes Schlucken, nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.[1]

Absetzen

Laut Fachinformation können unter Dydrogesteron Beschwerden wie in der frühen Phase einer Schwangerschaft auftreten (Appetitlosigkeit, Magendruck, Brechreiz, Ödeme und Gewichtszunahme, nervöse Unruhe, Schwindel, Verschlechterung der Stimmung, Wadenkrämpfe); sie verschwinden, wenn die Behandlung abgesetzt wird. Sprechen Sie vor dem Absetzen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1]

Überdosierung

Die verfügbaren Daten zur Überdosierung beim Menschen sind begrenzt. Ein spezifisches Gegenmittel gibt es nicht; die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden. Bei Verdacht auf eine Überdosierung wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1]

Dosierung laut Fachinformation

Die Fachinformation nennt für beide Anwendungsgebiete eigene Einnahmeschemata; Behandlungsschema und Dauer richten sich nach der Stärke der Beschwerden und dem Ansprechen auf die Behandlung [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Laut Fachinformation wird bei einer Filmtablette am Tag empfohlen, sie immer zur gleichen Tageszeit einzunehmen, zum Beispiel immer morgens oder immer abends; bei zwei Filmtabletten am Tag eine morgens und eine abends. Die Bruchkerbe dient nur dazu, die Tablette zum leichteren Schlucken zu teilen, nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen [1].

Besprechen Sie das Absetzen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Bei einer geplanten Operation mit längerer Ruhigstellung wird in der Hormonersatztherapie empfohlen, die Behandlung 4 bis 6 Wochen vorher auszusetzen und erst bei vollständiger Mobilisierung wieder aufzunehmen [1]. Zur Überdosierung liegen beim Menschen nur begrenzte Daten vor; ein spezifisches Gegenmittel gibt es nicht [1]. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Präparate mit Dydrogesteron

Grundlage dieser Seite ist die Fachinformation von Duphaston 10 mg Filmtabletten [1]. Andere Gestagene wie Progesteron oder Dienogest sind eigene Wirkstoffe mit eigener Packungsbeilage; für das Östrogen in der Hormonersatztherapie, etwa Estradiol, gilt dessen eigene Produktinformation.

Präparate mit Dydrogesteron
PräparatAnbieterHinweis
DuphastonTheramex Ireland Limitedverschreibungspflichtig; Filmtabletten mit 10 mg Dydrogesteron; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Fachinformation Fachinformation Duphaston 10 mg. Theramex Ireland Limited. Stand 09/2025. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wofür wird Dydrogesteron eingesetzt?

Laut Fachinformation wird Duphaston 10 mg bei Frauen mit Progesteronmangelzuständen zur Behandlung von Zyklusunregelmäßigkeiten angewendet. Außerdem ergänzt es in der Hormonersatztherapie eine Östrogenbehandlung bei Frauen, deren Gebärmutter nicht entfernt wurde und die Beschwerden durch die natürliche oder operativ herbeigeführte Menopause haben. Dort wirkt es dem Einfluss des Östrogens auf die Gebärmutterschleimhaut entgegen.

Darf ich Dydrogesteron in der Schwangerschaft nehmen?

Duphaston 10 mg ist laut Fachinformation zur Anwendung in der Schwangerschaft nicht zugelassen. Die Fachinformation berichtet, dass schätzungsweise mehr als 10 Millionen Schwangerschaften Dydrogesteron ausgesetzt waren und es bisher keine Hinweise auf schädliche Auswirkungen gibt. Für einige Gestagene wurde ein Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Hypospadien berichtet, der sich wegen Störfaktoren nicht endgültig beurteilen lässt. Ob und wie Sie in einer Schwangerschaft behandelt werden, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Macht Dydrogesteron müde?

Schläfrigkeit ist eine seltene Nebenwirkung, Schwindel eine gelegentliche. Laut Fachinformation kann Dydrogesteron selten eine leichte Schläfrigkeit und/oder Schwindel verursachen, besonders in den ersten Stunden nach der Einnahme. Fahrzeuge und Maschinen sollten Sie deshalb nur mit Vorsicht bedienen.

Was hat Dydrogesteron mit Meningeomen zu tun?

Im Zusammenhang mit Dydrogesteron wurde über das Auftreten einzelner und mehrerer Meningeome berichtet; eine Größenzunahme gestagenabhängiger Tumoren wie eines Meningeoms ist eine seltene Nebenwirkung. Bei einem Meningeom, auch in der Vorgeschichte, darf Dydrogesteron nicht angewendet werden. Wird ein Meningeom festgestellt, müssen alle Dydrogesteron-haltigen Behandlungen abgebrochen werden; danach wurde ein Schrumpfen des Tumors beobachtet.

Macht Dydrogesteron dick?

Gewichtszunahme ist eine gelegentliche Nebenwirkung, betrifft also bis zu 1 von 100 Behandelten; Ödeme sind selten. Laut Fachinformation können Beschwerden wie in der frühen Schwangerschaft auftreten, darunter Ödeme und Gewichtszunahme; sie verschwinden, wenn die Behandlung abgesetzt wird. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie solche Veränderungen bemerken.

Warum braucht man in der Hormonersatztherapie ein Gestagen?

Bei Frauen mit Gebärmutter erhöht eine längerfristige Behandlung nur mit Östrogen das Risiko für eine übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut und für Gebärmutterschleimhautkrebs. Laut Fachinformation gleicht die zusätzliche Gabe eines Gestagens wie Dydrogesteron für mindestens 12 Tage pro Monat bzw. 28-Tage-Zyklus dieses zusätzliche Risiko aus.

Was tun bei Zwischenblutungen unter Dydrogesteron?

Durchbruch- und Schmierblutungen können in den ersten Behandlungsmonaten auftreten. Treten sie erst einige Zeit später auf oder halten sie nach dem Ende der Behandlung an, muss die Ursache ärztlich ermittelt werden; unter Umständen ist eine Gewebeentnahme aus der Gebärmutterschleimhaut nötig. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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