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Wechseljahresbeschwerden
In den Wechseljahren bilden die Eierstöcke allmählich weniger Östrogen; das kann Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und eine trockene Scheide auslösen; Hitzewallungen und Schweißausbrüche lassen laut IQWiG bei fast allen Frauen mit der Zeit von selbst nach. Am wirksamsten ist laut IQWiG eine Hormonbehandlung mit Östrogen, bei Frauen mit Gebärmutter zusammen mit einem Gestagen; laut Fachinformation sollte sie nur bei Beschwerden begonnen werden, die die Lebensqualität beeinträchtigen, mit der niedrigsten wirksamen Dosis für die kürzestmögliche Zeit. Gegen Beschwerden der Scheide gibt es örtlich wirkende Hormone, gegen moderate bis schwere Hitzewallungen in Verbindung mit der Menopause auch das hormonfreie Fezolinetant. Unter einer Hormonbehandlung brauchen Sie bei Anzeichen eines Blutgerinnsels, unerwarteten Blutungen oder Veränderungen der Brust ärztliche Hilfe.

In den Wechseljahren (Klimakterium) bilden die Eierstöcke allmählich weniger weibliche Geschlechtshormone. Das kann Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen auslösen; nur wenige Frauen haben über längere Zeit starke Beschwerden [1, 5]. Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Stimmungsschwankungen lassen auch ohne Behandlung bei fast allen Frauen mit der Zeit nach [1]. Am wirksamsten ist laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) eine Hormonbehandlung mit Östrogen, bei Frauen mit Gebärmutter zusammen mit einem Gestagen. Weil sie nicht ohne Risiko ist, eignet sie sich nur für kurze Zeit [1, 2].
Was sind die Wechseljahre?
Ab etwa Mitte 40 verringert der Körper allmählich die Produktion des Geschlechtshormons Östrogen. Die Monatsblutungen werden unregelmäßig und bleiben schließlich ganz aus. Die allerletzte Regelblutung heißt Menopause; im Durchschnitt tritt sie mit 51 Jahren ein, danach kann eine Frau nicht mehr schwanger werden [1, 5]. Die Wechseljahre sind keine Krankheit: Dass der Hormonspiegel im mittleren Alter sinkt, ist normal [1].
Die Menopause lässt sich nur im Nachhinein feststellen. Als Faustregel gilt: Ist die Regelblutung zwölf Monate ganz ausgeblieben, war die letzte Blutung sehr wahrscheinlich die Menopause. Tritt sie vor dem 40. Lebensjahr ein, gilt sie als vorzeitig. Die 1 oder 2 Jahre vor der letzten Regelblutung heißen Prämenopause, die Zeit danach Postmenopause; insgesamt dauert der Übergang einige Jahre [1].
Bei jüngeren Frauen können die Wechseljahre auch als Folge einer Behandlung einsetzen, etwa nach der Entfernung oder Bestrahlung beider Eierstöcke im Rahmen einer Krebstherapie. Diese sogenannte induzierte Menopause löst meist ähnliche Beschwerden aus wie die natürliche [1]. Auch eine Hormontherapie bei Brustkrebs führt laut IQWiG zu einem Östrogenmangel; dadurch können die Wechseljahre früher eintreten oder bei älteren Frauen erneut Beschwerden auftreten [7]. Mehr dazu: Brustkrebs: Antihormontherapie.
Symptome
Ob, wie oft und wie stark Beschwerden auftreten, ist von Frau zu Frau sehr verschieden [1]. Am häufigsten sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche; bis zu zwei Drittel aller Frauen haben diese Beschwerden [5]. Viele empfinden eine Hitzewallung als plötzliche heiße Welle, die meist von Brust, Nacken und Gesicht ausgeht und sich im ganzen Körper ausbreitet. Die Haut kann fleckig und rot werden, manche Frauen spüren gleichzeitig starkes Herzklopfen, das normalerweise nichts mit einer Herzerkrankung zu tun hat. Eine Hitzewallung dauert im Durchschnitt etwa drei Minuten, danach stellt sich manchmal ein Frösteln ein [4]. Nachts stören Hitzewallungen und Schweißausbrüche oft den Schlaf, was tagsüber zu Müdigkeit und Konzentrationsproblemen führen kann [4]. Ohne Behandlung verschwinden sie nach etwa vier bis fünf Jahren von selbst, bei wenigen Frauen dauern sie länger [1, 5].
Nach der Menopause ist die Scheidenschleimhaut meist dünner und weniger feucht [1, 5]. Etwa 3 von 10 Frauen haben ab der Zeit kurz vor der Menopause Beschwerden, weil ihre Scheidenschleimhaut empfindlicher und trockener ist als früher. Das kann sich durch Juckreiz äußern, Infektionen begünstigen und Geschlechtsverkehr ohne Gleitmittel unangenehm oder schmerzhaft machen [4]. Wegen der hormonellen Veränderungen kann es auch häufiger zu Blasenentzündungen kommen [1].
Die Umstellung kann außerdem zu Ein- oder Durchschlafproblemen, Stimmungsschwankungen oder depressiven Verstimmungen führen. Manche Frauen haben weniger Lust auf Sex, viele nehmen etwas an Gewicht zu [1, 5]. Konzentrations- und Gedächtnisstörungen oder Rückenschmerzen sind laut IQWiG aber eher keine direkte Folge der Hormonumstellung; sie können viele andere Gründe haben [4]. Mehr dazu: Schlafstörungen und Depression.
Mit dem sinkenden Östrogenspiegel steigt das Risiko für Osteoporose, denn das Hormon schützt die Knochen; ihre Stabilität hängt allerdings nicht allein von der Hormonmenge ab [1]. Dass Frauen nach den Wechseljahren ein höheres Herzinfarktrisiko haben als vorher, liegt laut IQWiG wahrscheinlich am zunehmenden Alter [1].
Ursachen und Risikofaktoren
In den fruchtbaren Jahren bilden die Eierstöcke die Hormone Östrogen und Progesteron. Mit Beginn der Wechseljahre verringern sie ihre Hormonproduktion allmählich, und es kommt seltener zu einem Eisprung; mit dem letzten Eisprung bleibt auch die Monatsblutung aus [1]. Warum es dabei so häufig zu Hitzewallungen kommt, ist nicht geklärt. Vermutlich führt der sinkende Östrogenspiegel zu Schwankungen im Wärmehaushalt [1]. Ausgelöst werden Hitzewallungen wahrscheinlich im Gehirn, wo die Körpertemperatur geregelt wird: Es kann eine vorübergehende Erweiterung der Blutgefäße in der Haut veranlassen, damit der Körper mehr Wärme abgibt [4].
Das Alter, in dem die Menopause eintritt, ist wahrscheinlich erblich bedingt; bei Müttern und Töchtern liegt es ungefähr gleich. Es gibt Hinweise, dass die Wechseljahre bei Frauen mit vielen Kindern und bei starken Raucherinnen früher einsetzen. Über- und Untergewicht oder die Zykluslänge könnten den Beginn ebenfalls beeinflussen [1].
Im Verdacht, Hitzewallungen zu fördern, stehen laut IQWiG eine zu warme Umgebung oder Kleidung, starker Kaffee oder Tee, scharfe Gewürze, Alkohol, Stress, Nervosität und bestimmte Medikamente [4]. Welche Medikamente Hitzewallungen als Nebenwirkung nennen, steht auf der Seite Hitzewallungen durch Medikamente.
Diagnose
Wer genauer wissen möchte, ob die Wechseljahre begonnen haben, kann in der Frauenarztpraxis die Geschlechtshormone im Blut bestimmen lassen. Typisch ist, dass der Östrogenspiegel zurückgeht und der Körper mehr follikelstimulierendes Hormon (FSH) bildet [5]. Einen praktischen Nutzen hat die Untersuchung laut IQWiG allerdings nicht: Das Ergebnis sagt nichts darüber aus, ob eine Frau noch schwanger werden kann, wie lange sie noch verhüten muss oder ob eine Behandlung sinnvoll ist [1, 5].
Vor Beginn einer Hormonersatzbehandlung ist laut Fachinformation eine vollständige Eigen- und Familienanamnese zu erheben; die körperliche Untersuchung einschließlich Unterleib und Brust sollte sich danach und nach den Gegenanzeigen und Warnhinweisen richten [9].
Behandlung ohne Medikamente
Oft ist laut IQWiG keine Behandlung nötig oder sinnvoll. Zu wissen, dass Hitzewallungen und Schweißausbrüche bei fast allen Frauen mit der Zeit nachlassen und schließlich von selbst weggehen, kann helfen, auch unangenehme Phasen besser zu überstehen [3]. Auch bei starken Hitzewallungen ist es eine Möglichkeit, das Abklingen abzuwarten [6].
Bewegung und Entspannung: Zur Wirkung körperlicher Aktivität gibt es laut IQWiG nur wenige und kleine Studien; sie konnten bislang nicht zeigen, dass körperliche Aktivität typische Beschwerden wie Hitzewallungen lindert. Zügiges Gehen und leichtes Muskeltraining verbessern aber Muskelkraft und Beweglichkeit, stärken die Knochen und helfen, ein normales Gewicht zu halten [3]. Entspannungstechniken, Atemtraining, Meditation oder Yoga lindern Hitzewallungen wahrscheinlich nicht, können aber vielleicht das Wohlbefinden verbessern und zu einem erholsamen Schlaf beitragen [1].
Ernährung: Für die meisten Ernährungsratschläge in den Wechseljahren gibt es keine zuverlässige wissenschaftliche Grundlage. Ob sich der Verzicht auf starken Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol, Schokolade, Salz oder scharfe Gewürze lohnt, ist unklar. Frauen reagieren unterschiedlich auf mögliche Auslöser; man kann ausprobieren, ob bestimmte Lebensmittel die Beschwerden verändern [3].
Trockene Scheide: Hormonfreie Gleitmittel, Cremes und Pflanzenöle befeuchten die Scheidenschleimhaut [1, 5].
Behandlung mit Medikamenten

Bei starken Beschwerden ist es laut IQWiG sinnvoll, die Vor- und Nachteile einer Hormontherapie zusammen mit der Ärztin oder dem Arzt sorgfältig abzuwägen. Wer sich für Hormone entscheidet, sollte sie so kurz wie möglich und in möglichst niedriger Dosierung anwenden [2]. Laut Fachinformation von Estradiol sollte eine Hormonersatzbehandlung nur bei Beschwerden nach der Menopause begonnen werden, welche die Lebensqualität beeinträchtigen. Nutzen und Risiken sollten mindestens jährlich abgewogen werden, und die Behandlung sollte nur so lange fortgeführt werden, wie der Nutzen die Risiken überwiegt [9]. Der Risikobewertungsausschuss der Europäischen Arzneimittel-Agentur hat die Vorgabe der niedrigsten wirksamen Dosis für die kürzestmögliche Zeit bekräftigt, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 15.05.2020 mitteilte [15]. Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind oder waren, sollten laut IQWiG keine Hormonpräparate einnehmen [2].
| Wirkstoffgruppe | Beispiel | Wie sie wirken | Häufige Nebenwirkungen |
|---|---|---|---|
| Östrogene (im ganzen Körper wirkend) | Estradiol | Ersetzt die nach der Menopause fehlende Östrogenbildung und mindert die damit verbundenen Beschwerden; als Spray auf der Haut gelangt der Wirkstoff ins Blut [8, 9] | Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten: Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen, Übelkeit, Ausschlag, Juckreiz, unregelmäßige Blutungen aus Gebärmutter oder Scheide einschließlich Schmierblutungen, schmerzempfindliche Brust, Brustschmerzen, Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme [8] |
| Gestagene (zusätzlich bei Frauen mit Gebärmutter) | Progesteron | Wandelt die unter Östrogen aufgebaute Gebärmutterschleimhaut in eine sekretorische Form um; zusätzlich zum Östrogen gegeben, verringert es das durch Östrogen erhöhte Risiko einer übermäßigen Verdickung der Schleimhaut (Endometriumhyperplasie) deutlich [10] | Häufig: Kopfschmerzen, unregelmäßige Monatsblutungen, Ausbleiben der Blutung (Amenorrhoe), Zwischenblutungen (Metrorrhagie) [10] |
| Östrogene zur Anwendung in der Scheide | Estriol (Vaginalcreme) | Mindert örtlich die durch Östrogenmangel bedingten Beschwerden der Scheide: Entzündliche Veränderungen bilden sich zurück, und die natürliche Scheidenflora (Döderlein-Flora) kann sich wieder einstellen [11] | Die Fachinformation nennt keine häufigen Nebenwirkungen; gelegentlich, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten, unter anderem Blutdruckerhöhung, Übelkeit, Brustschmerzen während der ersten Wochen, Schmierblutungen sowie Reizungen der Scheide mit Hitzegefühl, Juckreiz, Brennen und Rötungen [11] |
Mehr zu den Wirkstoffen, auch zu Dydrogesteron: Hormonersatztherapie und Behandlung mit Hormonen.
Östrogen allein oder mit Gestagen
Am häufigsten werden Präparate mit Östrogen und Gestagen angewendet. Bei Frauen mit Gebärmutter erhöht eine längerfristige Behandlung nur mit Östrogen laut Fachinformation das Risiko für eine übermäßige Verdickung (Endometriumhyperplasie) und für Krebs der Gebärmutterschleimhaut [9]; Gestagene können laut IQWiG vor solchen Wucherungen schützen. Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde, nehmen gewöhnlich ein Präparat nur mit Östrogen [2]. Laut Fachinformation gleicht ein Gestagen, das an einer dort festgelegten Mindestzahl von Tagen je Zyklus oder durchgehend zusammen mit dem Östrogen gegeben wird, das zusätzliche Risiko der reinen Östrogenbehandlung aus [9]. Hormonpräparate, die im ganzen Körper wirken, gibt es als Tabletten, Kapseln, Pflaster, Gel, Nasenspray oder Spritze [2, 5], Estradiol außerdem als Spray für die Haut [8].
Tibolon ist laut IQWiG ein künstliches Hormon mit östrogen- und gestagenähnlichen Wirkungen, das in Deutschland relativ selten verschrieben wird [2].
Sogenannte bioidentische oder natürliche Hormone haben die gleiche biochemische Struktur wie menschliche Hormone. Sie sind laut IQWiG weder natürlicher noch sicherer als synthetisch hergestellte Hormone [2].
Hormone für die Scheide
Gegen Beschwerden der Scheidenschleimhaut gibt es örtlich wirkende Hormonpräparate wie Cremes, Zäpfchen oder Ringe. Sie bauen die dünner und trockener gewordene Schleimhaut wieder auf, und in der Regel kann dabei auf ein Gestagen verzichtet werden [1, 2]. Estriol-Vaginalcreme ist laut Fachinformation bei durch Östrogenmangel bedingten Beschwerden wie Juckreiz, Brennen und trockener Scheide, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Entzündungen von Scheide und äußerem Genitale zugelassen; die Zugabe eines Gestagens wird dafür nicht empfohlen [11]. Die Risiken einer im ganzen Körper wirkenden Hormonersatzbehandlung gelten für Estriol in der Scheide in geringerem Ausmaß [11]. Auch bei einer örtlichen Behandlung können Schmierblutungen und Brustspannen auftreten [2].
Nach einem Rote-Hand-Brief des Zulassungsinhabers Dr. August Wolff vom 20.02.2020 ist die Behandlung mit der Estradiol-Creme Linoladiol N (100 Mikrogramm Estradiol pro Gramm Creme) wegen fehlender Daten zur Langzeitsicherheit auf einen einmaligen Behandlungszeitraum von bis zu 4 Wochen zu begrenzen. Bei Anwendung in der Scheide erreicht Estradiol im Blut Werte über dem normalen Bereich nach der Menopause; das kann mit Risiken verbunden sein, die für Hormonersatzbehandlungen zum Einnehmen oder über die Haut bekannt sind. Bei Frauen, die mit solchen Arzneimitteln behandelt werden, sollte die Creme nicht angewendet werden [16].
Weitere Mittel
Fezolinetant ist seit Dezember 2023 für Frauen mit mäßigen bis schweren Hitzewallungen in den Wechseljahren zugelassen [6]. Der hormonfreie Wirkstoff blockiert laut Fachinformation die Bindung des Botenstoffs Neurokinin B an bestimmten Nervenzellen; man geht davon aus, dass dadurch das Gleichgewicht ihrer Aktivität im Wärmeregulationszentrum des Gehirns wiederhergestellt wird [12]. Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, sind laut Packungsbeilage Durchfall, Schlafschwierigkeiten, Magenschmerzen und erhöhte Werte bestimmter Leberenzyme [12]. Nach einem Rote-Hand-Brief vom 13.01.2025 sind unter Fezolinetant schwerwiegende Leberschädigungen aufgetreten. Vor Beginn der Behandlung sind deshalb Leberfunktionstests durchzuführen, in den ersten drei Monaten monatlich, danach nach ärztlichem Ermessen und bei Anzeichen einer Leberschädigung [14]. Die gleichzeitige Anwendung mit einer Östrogen-Hormonersatzbehandlung, ausgenommen örtliche Präparate für die Scheide, wird laut Fachinformation nicht empfohlen; bei bekannter oder vermuteter Schwangerschaft darf Fezolinetant nicht angewendet werden [12].
Elinzanetant ist ein nicht hormonelles Arzneimittel. Es ist laut Fachinformation zur Behandlung moderater bis schwerer Hitzewallungen und Schweißausbrüche (vasomotorische Symptome) zugelassen, die mit der Menopause assoziiert sind oder durch eine adjuvante endokrine Therapie bei Brustkrebs verursacht wurden, also durch antihormonelle Arzneimittel wie Tamoxifen oder Anastrozol nach einer Krebsbehandlung [13]. Bei Hitzewallungen in Verbindung mit den Wechseljahren sind laut Packungsbeilage Bauchschmerzen, Durchfall, Schwindelgefühl, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Muskelspasmen, Hautausschlag und Schläfrigkeit häufig [13]. Die gleichzeitige Anwendung mit einer Hormonersatzbehandlung mit Östrogenen wird laut Fachinformation nicht empfohlen, örtliche Präparate für die Scheide können verwendet werden; bei bekannter oder vermuteter Schwangerschaft darf Elinzanetant nicht angewendet werden [13].
Manchmal werden auch die Hormone Testosteron und DHEA oder verschiedene Antidepressiva eingesetzt. Ob sie Wechseljahresbeschwerden lindern, ist laut IQWiG nicht nachgewiesen. Sie haben zum Teil erhebliche Nebenwirkungen, und die meisten sind dafür nicht zugelassen [1, 5]. Mehr dazu im Ratgeber Off-Label-Use.
Pflanzliche Mittel
Viele Frauen probieren pflanzliche Präparate aus; angeboten werden sie oft als Nahrungsergänzungsmittel. Für keines dieser Mittel gibt es laut IQWiG bislang einen überzeugenden Nachweis, dass es Wechseljahresbeschwerden lindert; manche haben Nebenwirkungen oder vertragen sich nicht mit anderen Medikamenten. Vor der Einnahme ist ärztlicher Rat wichtig [1, 3].
- Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa): Einige Extrakte sind in Deutschland als pflanzliche Arzneimittel zugelassen und können bei einigen Frauen Wechseljahresbeschwerden lindern. Als Nebenwirkungen nennt das IQWiG Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Hautrötung. Bei Anzeichen einer Leberschädigung wie Müdigkeit, Appetitverlust, Gelbfärbung von Haut oder Augen, auffällig dunklem Urin, Oberbauchbeschwerden und Übelkeit empfiehlt die Europäische Arzneimittel-Agentur, die Einnahme sofort zu beenden und zum Arzt zu gehen. Abgeraten wird von der gleichzeitigen Einnahme mit Östrogenen und bei Brustkrebs [3].
- Soja-Isoflavone (pflanzliche Östrogene): Es gibt schwache Hinweise, dass sie Häufigkeit und Stärke von Hitzewallungen etwas verringern können. Bei längerer Einnahme und hoher Dosierung ist mit Nebenwirkungen zu rechnen; in Studien traten häufiger Magen-Darm-Beschwerden auf [3].
- Rotklee: Es gibt keinen Beleg, dass Nahrungsergänzungsmittel aus Rotklee gegen Hitzewallungen helfen; mögliche Nebenwirkungen sind nicht ausreichend untersucht [3].
Wann Hormone nicht infrage kommen
Nicht angewendet werden darf eine Östrogenbehandlung laut Fachinformation unter anderem bei bestehendem oder früherem Brustkrebs, östrogenabhängigen bösartigen Tumoren, nicht abgeklärten Blutungen im Genitalbereich, früheren oder bestehenden Blutgerinnseln in den Venen, bekannten Gerinnungsstörungen, bestehenden oder kurz zurückliegenden Gefäßverschlüssen in den Arterien wie Angina pectoris oder Herzinfarkt, Lebererkrankungen mit nicht normalisierten Leberwerten und Porphyrie [9]. Engmaschig überwacht werden sollten unter anderem Frauen mit Myomen, Endometriose, Bluthochdruck, Diabetes, Migräne oder Epilepsie [9].
Nebenwirkungen der Medikamente
In den ersten Monaten einer Hormonbehandlung können Schmierblutungen, Brustspannen und Übelkeit auftreten [1, 5]. Wird Estradiol-Spray mit einem Gestagen kombiniert, das nur an bestimmten Tagen des Zyklus gegeben wird, tritt laut Packungsbeilage einmal monatlich eine Blutung auf (Entzugsblutung) [8]. Treten Durchbruch- oder Schmierblutungen erst einige Zeit später auf oder halten sie nach dem Ende der Behandlung an, muss laut Fachinformation die Ursache ermittelt werden, unter Umständen mit einer Gewebeprobe der Gebärmutterschleimhaut [9]. Progesteron kann nach dem Einnehmen Schläfrigkeit oder vorübergehenden Schwindel verursachen, vor allem bei gleichzeitigem Östrogenmangel; laut Fachinformation lässt sich das durch die Einnahme vor dem Schlafengehen vermeiden [10]. Mehr dazu: Zyklusstörungen und Brustspannen.
Blutgerinnsel und Schlaganfall: Eine im ganzen Körper wirkende Hormonersatzbehandlung ist laut Fachinformation mit einem 1,3- bis 3-fach erhöhten Risiko für Blutgerinnsel in den Venen verbunden, also für tiefe Venenthrombosen oder Lungenembolien; im ersten Behandlungsjahr ist ein solches Ereignis wahrscheinlicher als später. Das Risiko für einen Schlaganfall durch eine Durchblutungsstörung (ischämischer Schlaganfall) ist bis zu 1,5-fach erhöht. Weil das Grundrisiko mit dem Alter steigt, nimmt das Gesamtrisiko mit zunehmendem Alter zu [9]. Bei längerer Ruhigstellung nach einer geplanten Operation empfiehlt die Fachinformation, die Hormonersatzbehandlung 4 bis 6 Wochen vor dem Eingriff auszusetzen [9]; sprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Mehr dazu: Thromboserisiko, Thrombose und Schlaganfall.
Brustkrebs: Laut Fachinformation gibt es Belege für ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei einer Hormonersatzbehandlung mit Östrogen und Gestagen oder nur mit Östrogen; das Risiko hängt von der Dauer der Behandlung ab [9]. Nach dem Ende der Behandlung nimmt das zusätzliche Risiko mit der Zeit ab, kann nach mehr als fünf Jahren Anwendung aber zehn Jahre oder länger bestehen bleiben, wie das BfArM am 15.05.2020 mitteilte [8, 15]. Bei niedrig dosierten Östrogenen in der Scheide gibt es für Frauen ohne frühere Brustkrebserkrankung danach keine Evidenz für einen Anstieg des Brustkrebsrisikos [15]. Untersuchen Sie Ihre Brüste regelmäßig und gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt, wenn Sie Veränderungen bemerken [8].
Gedächtnis: Bei Frauen, die bei Beginn einer Hormonersatzbehandlung älter als 65 Jahre waren, gibt es laut Fachinformation Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für eine wahrscheinliche Demenz [9].
Fezolinetant: Müdigkeit, juckende Haut, Gelbfärbung von Haut und Augen, dunkler Urin, heller Stuhl, Übelkeit oder Erbrechen, Appetitverlust und Magenschmerzen können laut Packungsbeilage auf eine Leberschädigung hinweisen; informieren Sie dann umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [12]. Mehr dazu: Leberwerte.
Absetzen: Nach dem Absetzen der Hormone kehren die Beschwerden oft zurück [1]. Was dabei genau geschieht, ist laut IQWiG nicht klar und unterscheidet sich möglicherweise von Frau zu Frau [2]. Wie lange Sie Estradiol-Spray anwenden, besprechen Sie laut Packungsbeilage alle 3 bis 6 Monate mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [8]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Nebenwirkungen können Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt, Ihrer Apotheke oder direkt dem BfArM melden [8]; wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Leben mit den Wechseljahren
Verhütung: Bis zur Menopause kann eine Frau schwanger werden, und Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden schützen nicht vor einer Schwangerschaft [1]. Liegt die letzte Monatsblutung weniger als 12 Monate zurück oder sind Sie jünger als 50 Jahre, kann laut Packungsbeilage von Estradiol-Spray eine zusätzliche Verhütung erforderlich sein [8].
Kontrollen: Während einer Hormonersatzbehandlung sollten Sie sich laut BfArM regelmäßig untersuchen lassen, einschließlich eines Brustscreenings nach den aktuellen Empfehlungen, und ärztliche Hilfe suchen, wenn Sie Veränderungen an Ihren Brüsten feststellen [15].
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Unter einer Hormonersatzbehandlung benötigen Sie laut Packungsbeilage von Estradiol-Spray unverzüglich medizinische Betreuung bei plötzlich auftretenden Brustschmerzen, Brustschmerzen, die in einen Arm oder in den Hals ausstrahlen, Atemnot, schmerzhafter Schwellung und Rötung der Beine, Gelbfärbung von Augen und Gesichtshaut, unerwarteten Blutungen oder Schmierblutungen nach längerer Anwendung oder nach dem Ende der Behandlung, Veränderungen der Brust, schmerzhaften Monatsblutungen, Schwindel- und Schwächegefühl, Sprach- oder Sehstörungen und unklaren migräneartigen Kopfschmerzen [8].
Schwere Atemnot, starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden und Bewusstlosigkeit nennt die Kassenärztliche Bundesvereinigung als Fälle für den Notruf 112. Sind die Praxen geschlossen und kann eine Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [17].
Quellen
- Wechseljahrsbeschwerden. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 02.01.2023. abgerufen am 17.10.2026
- Hormontherapie gegen Wechseljahrsbeschwerden. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 02.01.2023. abgerufen am 17.10.2026
- Wechseljahrsbeschwerden selbst lindern. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 02.01.2023. abgerufen am 17.10.2026
- Wohlbefinden in den Wechseljahren. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 02.01.2023. abgerufen am 17.10.2026
- Behörde Wechseljahre: Beschwerden und Behandlung. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 03.02.2023. abgerufen am 17.10.2026
- Fezolinetant (Veoza) bei Hitzewallungen in den Wechseljahren. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 11.03.2025. abgerufen am 17.10.2026
- Elinzanetant (Lynkuet) bei Wechseljahresbeschwerden nach Brustkrebstherapie. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 28.07.2026. abgerufen am 17.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lenzetto 1,53 mg/Sprühstoß transdermales Spray, Lösung (Estradiol). Gedeon Richter Plc. / Gedeon Richter Pharma GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 17.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Lenzetto 1,53 mg/Sprühstoß transdermales Spray, Lösung (Estradiol). Gedeon Richter Plc. / Gedeon Richter Pharma GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 17.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Utrogest 100 mg / 200 mg Weichkapseln (Progesteron). Besins Healthcare Germany GmbH. Stand 01/2023. abgerufen am 17.10.2026
- Fachinformation Fachinformation OeKolp-Creme 1 mg/g Vaginalcreme (Estriol). Besins Healthcare Germany GmbH. Stand 05/2024. abgerufen am 17.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Veoza (Fezolinetant), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Astellas Pharma Europe B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand EMA, aktualisiert am 21.04.2026. abgerufen am 17.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Lynkuet (Elinzanetant), Anhang I: Fachinformation und Anhang III B: Packungsbeilage. Bayer AG (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand EMA, aktualisiert am 01.07.2026. abgerufen am 17.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Veoza (Fezolinetant): Risiko für arzneimittelbedingten Leberschaden und neue Empfehlungen zur Überprüfung der Leberfunktion vor und während der Behandlung. Astellas Pharma GmbH in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 13.01.2025. abgerufen am 17.10.2026
- Behörde Hormonersatztherapie: PRAC schließt die Überprüfung neuer Informationen über das bekannte Brustkrebsrisiko ab. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 15.05.2020. abgerufen am 17.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Linoladiol N (Estradiol): Risiken in Verbindung mit einer systemischen Exposition. Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM; veröffentlicht vom BfArM. Stand 20.02.2020. abgerufen am 17.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 17.10.2026
Häufige Fragen
Was hilft gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren?
Am wirksamsten gegen Hitzewallungen und Schweißausbrüche ist laut IQWiG eine Hormonbehandlung mit Östrogen, bei Frauen mit Gebärmutter zusammen mit einem Gestagen. Weil sie nicht ohne Risiko ist, eignet sie sich nur für kurze Zeit, und die Vor- und Nachteile sollten zusammen mit der Ärztin oder dem Arzt abgewogen werden. Seit Dezember 2023 ist außerdem Fezolinetant als hormonfreies Mittel gegen moderate bis schwere Hitzewallungen in Verbindung mit der Menopause zugelassen. Auch ohne Behandlung lassen Hitzewallungen bei fast allen Frauen mit der Zeit nach; als mögliche Verstärker nennt das IQWiG unter anderem eine zu warme Umgebung, starken Kaffee oder Tee, scharfe Gewürze, Alkohol und Stress.
Wie lange dauern Wechseljahresbeschwerden?
Das ist sehr verschieden. Hitzewallungen und Schweißausbrüche bestehen laut gesund.bund.de meistens länger als ein Jahr und verschwinden ohne Behandlung nach etwa vier bis fünf Jahren von selbst; bei wenigen Frauen dauern sie länger. Der gesamte Übergang zieht sich über einige Jahre. Nach dem Absetzen einer Hormonbehandlung können die Beschwerden zurückkehren.
Welche Risiken hat eine Hormonersatztherapie?
Eine im ganzen Körper wirkende Hormonersatzbehandlung ist laut Fachinformation mit einem 1,3- bis 3-fach erhöhten Risiko für Blutgerinnsel in den Venen und einem bis zu 1,5-fach erhöhten Risiko für einen ischämischen Schlaganfall verbunden. Das Brustkrebsrisiko steigt mit der Dauer der Behandlung und kann nach mehr als fünf Jahren Anwendung zehn Jahre oder länger erhöht bleiben, wie das BfArM am 15.05.2020 mitteilte. In den ersten Monaten können Schmierblutungen, Brustspannen und Übelkeit auftreten. Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind oder waren, sollten laut IQWiG keine Hormonpräparate einnehmen.
Gibt es Mittel ohne Hormone gegen Hitzewallungen?
Ja. Fezolinetant ist seit Dezember 2023 zur Behandlung moderater bis schwerer Hitzewallungen und nächtlicher Schweißausbrüche zugelassen, die mit der Menopause assoziiert sind; nach einem Rote-Hand-Brief vom 13.01.2025 müssen wegen des Risikos schwerwiegender Leberschäden vor und während der Behandlung die Leberwerte kontrolliert werden. Elinzanetant ist laut Fachinformation zur Behandlung moderater bis schwerer Hitzewallungen und Schweißausbrüche zugelassen, die mit der Menopause assoziiert sind oder durch eine antihormonelle Behandlung nach Brustkrebs (adjuvante endokrine Therapie) verursacht wurden. Ob Antidepressiva oder die Hormone Testosteron und DHEA Wechseljahresbeschwerden lindern, ist laut IQWiG nicht nachgewiesen; die meisten sind dafür nicht zugelassen.
Helfen pflanzliche Mittel wie Traubensilberkerze oder Soja?
Für keines der pflanzlichen Mittel gibt es laut IQWiG bislang einen überzeugenden Nachweis, dass es Wechseljahresbeschwerden lindert. Einige Präparate mit Traubensilberkerze sind als pflanzliche Arzneimittel zugelassen und können bei einigen Frauen helfen; bei Anzeichen einer Leberschädigung wie Gelbfärbung von Haut oder Augen oder dunklem Urin empfiehlt die Europäische Arzneimittel-Agentur, die Einnahme sofort zu beenden und zum Arzt zu gehen. Für Soja-Isoflavone gibt es schwache Hinweise auf eine leichte Wirkung, für Rotklee keinen Beleg. Fragen Sie vor der Einnahme ärztlich nach, auch wegen möglicher Wechselwirkungen.
Was hilft gegen Scheidentrockenheit in den Wechseljahren?
Örtlich wirkende Hormonpräparate wie Cremes, Zäpfchen oder Ringe bauen laut IQWiG die dünner und trockener gewordene Scheidenschleimhaut wieder auf; dabei kann in der Regel auf ein Gestagen verzichtet werden. Estriol-Vaginalcreme ist laut Fachinformation bei durch Östrogenmangel bedingten Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, trockener Scheide und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr zugelassen. Hormonfreie Alternativen sind Gleitmittel, Cremes und Pflanzenöle.
Kann ich in den Wechseljahren noch schwanger werden?
Ja, bis zur Menopause ist das möglich. Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden schützen laut IQWiG nicht vor einer Schwangerschaft. Liegt die letzte Monatsblutung weniger als 12 Monate zurück oder sind Sie jünger als 50 Jahre, kann laut Packungsbeilage von Estradiol-Spray eine zusätzliche Verhütung erforderlich sein. Fragen Sie dazu Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Sollte ich meine Hormonwerte bestimmen lassen?
Möglich ist es, einen praktischen Nutzen hat es laut IQWiG aber nicht: Das Ergebnis sagt nichts darüber aus, ob eine Frau noch schwanger werden kann, wie lange sie noch verhüten muss oder ob eine Behandlung ihrer Beschwerden sinnvoll ist.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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