MedikamenteDetailfrage
Progesteron absetzen
Bei den Kapseln zum Einnehmen sagt Ihnen laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, wie lange Sie Progesteron einnehmen; brechen Sie die Behandlung nicht vorzeitig ab. Bei der Hormonersatzbehandlung in den Wechseljahren folgt auf die Einnahmephase laut Packungsbeilage ungefähr eine Woche ohne Hormonersatzbehandlung, in der Entzugsblutungen auftreten können. Für die Vaginalkapseln Utrogest Luteal nennt deren Packungsbeilage feste Zeiträume bei einer künstlichen Befruchtung und zur Vorbeugung einer Frühgeburt; ein plötzliches Absetzen kann laut dieser Packungsbeilage Angstgefühle, Stimmungsschwankungen und eine erhöhte Empfindlichkeit für Krampfanfälle hervorrufen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Wie lange Sie Progesteron als Kapseln zum Einnehmen anwenden, sagt Ihnen laut deren Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihr Arzt; brechen Sie die Behandlung nicht vorzeitig ab [1]. Was beim Beenden gilt, hängt vom Präparat und vom Anwendungsgebiet ab. Die Kapseln zum Einnehmen (Utrogest) werden bei Zyklusstörungen durch Progesteronmangel und als Zusatz zu einer Östrogenbehandlung bei Frauen nach den Wechseljahren eingesetzt, die noch eine Gebärmutter haben [1, 2]. Die Vaginalkapseln Utrogest Luteal werden bei einer künstlichen Befruchtung und zur Vorbeugung einer Frühgeburt bei Frauen mit einer Einlingsschwangerschaft und kurzem Gebärmutterhals angewendet [3].
Beschwerden durch das Absetzen nennen Packungsbeilage und Fachinformation der Kapseln zum Einnehmen nicht [1, 2]. Bei der Hormonersatzbehandlung in den Wechseljahren folgt auf die Einnahmephase ungefähr eine Woche ohne Hormonersatzbehandlung, in der Entzugsblutungen auftreten können [1, 2]. Die Packungsbeilage der Vaginalkapseln Utrogest Luteal beschreibt, dass ein plötzliches Absetzen der Progesteron-Behandlung Angstgefühle, Stimmungsschwankungen und eine erhöhte Empfindlichkeit für Krampfanfälle hervorrufen kann [3].
Was Packungsbeilage und Fachinformation zum Absetzen sagen
Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation der Kapseln zum Einnehmen Utrogest 100 mg (Stand Januar 2023) sowie Packungsbeilage und Fachinformation der Vaginalkapseln Utrogest Luteal 200 mg (Stand Februar 2026) [1, 2, 3, 11]. Andere Präparate mit Progesteron haben eigene Packungsbeilagen; maßgeblich ist immer die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Kapseln zum Einnehmen bei Zyklusstörungen
Liegt das Progesteron, das die Eierstöcke in der zweiten Zyklushälfte bilden, unter dem Normalwert, können die Kapseln zur Behandlung von Unregelmäßigkeiten der Monatsblutung angewendet werden [1]. Eingenommen werden sie laut Packungsbeilage über einen Zeitraum von 10 Tagen pro Zyklus, üblicherweise vom 17. bis einschließlich 26. Tag [1]. Wie lange und in welchem Rhythmus Sie Progesteron einnehmen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Kapseln zum Einnehmen in den Wechseljahren
Nach den Wechseljahren dienen die Kapseln als Zusatz zu einer Östrogenbehandlung bei Frauen, die noch eine Gebärmutter haben [1, 2]. Diesen Frauen wird laut Packungsbeilage nicht empfohlen, ausschließlich Östrogene einzunehmen [1]. Die Fachinformation erklärt den Hintergrund: Bei Frauen nach den Wechseljahren fördern Östrogene das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut, und die alleinige Gabe von Östrogenen erhöht das Risiko für eine übermäßige Verdickung der Schleimhaut (Endometriumhyperplasie) oder für Gebärmutterschleimhautkrebs. Die zusätzliche Gabe von Progesteron verringert das durch Östrogene bedingte Risiko für eine Endometriumhyperplasie bei Frauen mit Gebärmutter deutlich [2].
Progesteron wird hier laut Packungsbeilage zusätzlich an mindestens 12 bis 14 Tagen pro Monat eingenommen, in den letzten zwei Wochen des jeweiligen Behandlungszyklus. Darauf folgt ungefähr eine Woche ohne Hormonersatzbehandlung, in der Entzugsblutungen auftreten können [1, 2]. Die Dauer legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1]. Wenden Sie Progesteron zusammen mit einem Östrogen an, lesen Sie laut Packungsbeilage auch in der Packungsbeilage des Östrogenpräparats nach, etwa von Estradiol, wann Sie es nicht anwenden dürfen [1]. Mehr zur Behandlung unter Hormonersatztherapie und Wechseljahresbeschwerden.
Vaginalkapseln Utrogest Luteal bei künstlicher Befruchtung und zur Vorbeugung einer Frühgeburt
Utrogest Luteal wird bei Frauen angewendet, die im Rahmen einer künstlichen Befruchtung (assistierte Reproduktionstherapie) zusätzliches Progesteron benötigen. Das zweite Anwendungsgebiet ist die Verhinderung einer Frühgeburt bei Frauen mit einer Einlingsschwangerschaft, die einen kurzen Gebärmutterhals haben oder die in der Vergangenheit eine spontane Frühgeburt hatten und einen kurzen Gebärmutterhals haben [3]. Für beide Anwendungsgebiete nennen Packungsbeilage und Fachinformation feste Zeiträume [3, 11]:
- Künstliche Befruchtung: Die Anwendung beginnt mit der Injektion des Hormons Choriongonadotropin (hCG) und dauert mindestens bis zur 7. Schwangerschaftswoche, aber nicht länger als bis zur 12. Schwangerschaftswoche. Zu diesem Zweck darf Utrogest Luteal nur während der ersten 3 Monate einer Schwangerschaft und ausschließlich in der Scheide angewendet werden [3, 11].
- Vorbeugung einer Frühgeburt: Die Anwendung erfolgt laut Packungsbeilage von der 20. bis zur 34. Schwangerschaftswoche [3]. Vorher sollte die Ärztin oder der Arzt mit Ihnen Risiken und Nutzen der verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten besprechen; Sie und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sollten gemeinsam entscheiden, welche Behandlung am besten geeignet ist [3].
Die Dauer legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [3]. Möchten Sie die Behandlung mit den Vaginalkapseln beenden oder haben Sie sie beendet, fragen Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat [3]. Was Packungsbeilagen, Fachinformation und Embryotox zur Anwendung in der Schwangerschaft sagen, steht auf der Seite Progesteron in der Schwangerschaft.
Wann die Ärztin oder der Arzt die Behandlung beendet
In diesen Situationen sehen Packungsbeilagen und Fachinformationen vor, die Behandlung abzusetzen oder abzubrechen [2, 3, 11]. Was für Sie gilt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt; Warnzeichen, bei denen Sie selbst sofort handeln, stehen im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen.
- Augenerkrankungen, Blutgerinnsel, schwere Kopfschmerzen: Wegen Stoffwechsel- und Thromboserisiken, die sich nicht vollständig ausschließen lassen, sollte die Einnahme der Kapseln laut Fachinformation bei Augenerkrankungen wie verschlechtertem Sehen oder Doppeltsehen, bei Blutgerinnseln (Thromboembolien oder Thrombosen), gleich an welcher Stelle, und bei schweren Kopfschmerzen abgesetzt werden [2].
- Fehlgeburt: Glauben Sie, eine Fehlgeburt gehabt zu haben, müssen Sie laut Packungsbeilage der Vaginalkapseln mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen, da die Anwendung dann abgebrochen werden muss [3]. Wird ein verhaltener Abort festgestellt (der Embryo ist in der Gebärmutter gestorben), muss die Behandlung laut Fachinformation abgebrochen werden [3, 11].
- Blasensprung: Kommt es während der Behandlung zu einem Blasensprung, muss die Behandlung mit den Vaginalkapseln laut Fachinformation abgebrochen werden [11]. Laut Packungsbeilage kann in diesem Fall ein unmittelbares Risiko für Sie und Ihr Baby bestehen [3].
- Herz, Gefäße und Blutgerinnsel: Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen des Gehirns, Blutgerinnsel in Arterien oder Venen, eine Lungenembolie, eine Venenentzündung mit Gerinnselbildung (Thrombophlebitis) oder ein Blutgerinnsel in der Netzhaut sollte die Behandlung mit den Vaginalkapseln laut Fachinformation ebenfalls abgebrochen werden [11].
- Depression: Frauen mit Depressionen in der Vorgeschichte müssen laut Fachinformation der Vaginalkapseln sorgfältig überwacht werden; verschlimmern sich die Beschwerden, ist ein Absetzen in Betracht zu ziehen [11]. Mehr dazu: Depressive Verstimmung durch Medikamente.
Welche Beschwerden beim Absetzen auftreten können
Packungsbeilage und Fachinformation der Kapseln zum Einnehmen nennen keine Beschwerden, die durch das Absetzen entstehen [1, 2]. Sie beschreiben aber Blutungen in den Einnahmepausen und nach dem Ende der Behandlung.
Entzugsblutung und andere Blutungen
Laut Fachinformation kann es bei Frauen mit Gebärmutter in der ersten Zeit der Behandlung zu regelmäßigen, periodenähnlichen Abbruchblutungen kommen. Mit zunehmender Rückbildung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumatrophie) können sie im Verlauf einer Langzeitbehandlung nachlassen oder ganz ausbleiben. Kommt es nicht zu diesen Blutungen, ist durch geeignete Maßnahmen eine Endometriumhyperplasie auszuschließen [2].
Änderungen der Monatsblutung oder Blutungen zu anderen Zeiten als die Entzugsblutung sind laut Packungsbeilage häufige Nebenwirkungen, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann dann das Einnahmeschema ändern [1]. Durchbruch- und Schmierblutungen können laut Fachinformation während der ersten Monate der Behandlung auftreten. Treten solche Blutungen erst einige Zeit später auf oder halten sie nach dem Ende der Behandlung an, muss die Ursache ermittelt werden; unter Umständen wird dafür eine Gewebeprobe der Gebärmutterschleimhaut entnommen, um eine bösartige Erkrankung auszuschließen [2]. Halten unerwartete Blutungen oder Schmierblutungen länger an oder treten sie am Ende oder nach der Behandlungsperiode auf, fragen Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat [1]. Mehr dazu: Zyklusstörungen durch Medikamente.
Bleibt die Monatsblutung während der Behandlung aus, sollten Sie laut Packungsbeilage sicherstellen, dass Sie nicht schwanger sind. Die Kapseln zum Einnehmen sind unter den empfohlenen Bedingungen kein Verhütungsmittel [1, 2].
Beschwerden nach plötzlichem Absetzen der Vaginalkapseln
Laut Packungsbeilage von Utrogest Luteal kann ein plötzliches Absetzen der Progesteron-Behandlung Angstgefühle, Stimmungsschwankungen und eine erhöhte Empfindlichkeit für Krampfanfälle hervorrufen. Wie häufig das vorkommt, gibt sie nicht an [3]. Mehr dazu: Unruhe und Angst durch Medikamente und Krampfanfälle durch Medikamente.
Wechseljahrsbeschwerden nach dem Ende einer Hormonbehandlung
Was nach dem Absetzen einer Hormonbehandlung in den Wechseljahren passiert, ist laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bislang nicht klar zu beantworten und unterscheidet sich möglicherweise von Frau zu Frau. Es kann sein, dass eine langfristige Einnahme die Phase der hormonellen Umstellung überbrückt und danach keine Beschwerden mehr auftreten. Bei anderen Frauen kann die Behandlung die Umstellung hinausschieben, sodass nach dem Absetzen wieder Beschwerden auftreten [12]. Diese Angaben des IQWiG gelten für Hormonbehandlungen in den Wechseljahren allgemein, nicht eigens für Progesteron [12].
Wie Ärztinnen und Ärzte beim Absetzen vorgehen

Ein Schema zum Ausschleichen nennen die Packungsbeilagen und Fachinformationen von Utrogest und Utrogest Luteal nicht [1, 2, 3, 11]. Wann die Behandlung endet, richtet sich nach dem Anwendungsgebiet; die Dauer legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1, 3].
Bei Beschwerden unter der Einnahme: Laut Fachinformation der Kapseln zum Einnehmen kann die übliche Dosis für manche Frauen zu hoch sein, besonders bei anhaltend oder wiederkehrend schwankender körpereigener Progesteronbildung, bei besonderer Empfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder bei zu niedrigen Estradiolwerten im Blut. Für diese Fälle sieht die Fachinformation vor, bei Schläfrigkeit oder vorübergehendem Schwindel die Dosis zu verringern oder die Kapseln abends vor dem Schlafengehen zu geben, die Behandlung später im Zyklus zu beginnen, wenn der Zyklus verkürzt ist oder Schmierblutungen auftreten, und zu überprüfen, ob die Estradiolwerte ausreichen [2]. Ob eine solche Änderung für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Bei einer Hormonbehandlung in den Wechseljahren: Für Hormonbehandlungen gegen Wechseljahrsbeschwerden allgemein schreibt das IQWiG, dass eine langfristige Behandlung wegen ihrer Risiken heute nicht mehr empfohlen wird; entscheidet man sich für Hormone, sollten sie so kurz wie möglich und in möglichst niedriger Dosierung eingenommen werden [12]. Vor Beginn und regelmäßig während einer Hormontherapie in den Wechseljahren sollten Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen, ob eine Untersuchung der Brust und des Unterleibs durchzuführen ist [1].
Bei künstlicher Befruchtung und Vorbeugung einer Frühgeburt: Hier geben Packungsbeilage und Fachinformation die Zeiträume vor, in denen die Vaginalkapseln angewendet werden [3, 11]. In regelmäßigen, von ihr oder ihm festgelegten Abständen überprüft die Ärztin oder der Arzt außerdem, ob eine weitere Behandlung notwendig ist [3].
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben
Kapseln zum Einnehmen: Nehmen Sie die Dosis ein, sobald Sie daran denken. Liegt dieser Zeitpunkt kurz vor der nächsten Einnahme, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein [1].
Vaginalkapseln: Wenden Sie nicht die doppelte Menge an. Setzen Sie die Behandlung nach dem verordneten Schema fort und informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [3].
Was Sie tun können
Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Auch die Packungsbeilage der Vaginalkapseln bittet, vor dem Beenden Ärztin, Arzt oder Apotheke um Rat zu fragen [3]. Diese Fragen helfen, das Gespräch vorzubereiten:
- Wofür nehme ich Progesteron, und wie lange ist die Behandlung geplant?
- An welchen Tagen nehme ich die Kapseln, und wann ist eine Blutung zu erwarten?
- Wende ich zusätzlich ein Östrogen an, und was gilt dafür, wenn Progesteron endet?
- Welche Blutungen nach dem Ende der Behandlung sollte ich abklären lassen?
- Bei künstlicher Befruchtung oder in der Schwangerschaft: Bis zu welcher Woche ist die Anwendung vorgesehen, und wann sprechen wir über das Ende?
- Worauf soll ich nach der letzten Anwendung achten, etwa bei Stimmung, Angst oder Zeichen eines Blutgerinnsels?
- Lässt sich bei Beschwerden wie Müdigkeit oder Schwindel das Einnahmeschema ändern?
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei Beschwerden, die nicht in der Packungsbeilage stehen. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1, 3]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Kapseln zum Einnehmen: Steht in der Liste unten "Einnahme sofort abbrechen", sieht die Packungsbeilage genau das vor [1]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Vaginalkapseln: Informieren Sie laut Packungsbeilage unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Zeichen während der Behandlung oder auch erst einige Tage nach der letzten Anwendung bemerken [3]:
- Schmerzen in den Waden oder in der Brust, plötzliche Atemnot oder Bluthusten; das wäre ein möglicher Hinweis auf ein Blutgerinnsel in den Beinen, im Herzen oder in der Lunge [3]
- schwere Kopfschmerzen oder Erbrechen, Schwindel, Schwächegefühl, Seh- oder Sprachstörungen, Schwäche oder Taubheit in einem Arm oder Bein; das wäre ein möglicher Hinweis auf ein Blutgerinnsel im Gehirn oder in den Augen [3]
- eine Verschlechterung einer Depression [3]
Platzt die Fruchtblase während der Anwendung, müssen Sie laut Packungsbeilage so schnell wie möglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen. In seltenen Fällen kann die Anwendung im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel zu Leberproblemen führen; wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie Juckreiz bemerken, der ein Anzeichen dafür sein kann [3]. Mehr zu Blutgerinnseln: Thromboserisiko durch Medikamente.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Utrogest 100 mg Weichkapseln. Besins Healthcare Germany GmbH. Stand 01/2023. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Utrogest 100 mg / 200 mg Weichkapseln. Besins Healthcare Germany GmbH. Stand 01/2023. abgerufen am 10.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Utrogest Luteal 200 mg Weichkapseln zur vaginalen Anwendung. Besins Healthcare Germany GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 16.10.2026
- Embryotox Embryotox: Progesteron. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 16.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Utrogest Luteal 200 mg Weichkapseln zur vaginalen Anwendung. Besins Healthcare Germany GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 16.10.2026
- Hormontherapie gegen Wechseljahrsbeschwerden. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 02.01.2023. abgerufen am 16.10.2026
Häufige Fragen
Kann ich Progesteron einfach absetzen?
Laut Packungsbeilage der Kapseln zum Einnehmen sagt Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, wie lange Sie Progesteron einnehmen sollen, und Sie sollen die Behandlung nicht vorzeitig abbrechen. Bei den Vaginalkapseln Utrogest Luteal bittet die Packungsbeilage, vor dem Beenden Ärztin, Arzt oder Apotheke um Rat zu fragen; ein plötzliches Absetzen kann laut dieser Packungsbeilage Angstgefühle, Stimmungsschwankungen und eine erhöhte Empfindlichkeit für Krampfanfälle hervorrufen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Wann kommt die Periode nach dem Absetzen von Progesteron?
Einen festen Zeitpunkt für die Blutung nach dem Absetzen nennen die Packungsbeilagen nicht. Bei der Hormonersatzbehandlung in den Wechseljahren folgt auf die Einnahmephase laut Packungsbeilage ungefähr eine Woche ohne Hormonersatzbehandlung, in der Entzugsblutungen auftreten können. Laut Fachinformation können diese periodenähnlichen Blutungen bei längerer Behandlung nachlassen oder ganz ausbleiben; bleiben sie aus, ist eine übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut auszuschließen. Bleibt die Monatsblutung während der Behandlung aus, sollten Sie laut Packungsbeilage sicherstellen, dass Sie nicht schwanger sind.
Darf ich Progesteron in der Frühschwangerschaft absetzen, etwa in der 12. Woche?
Ob und wann die Behandlung in der Frühschwangerschaft endet, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt; laut Packungsbeilage von Utrogest Luteal fragen Sie vor dem Beenden um Rat. Bei einer künstlichen Befruchtung werden diese Vaginalkapseln laut Packungsbeilage ab der Injektion des Hormons Choriongonadotropin mindestens bis zur 7. und nicht länger als bis zur 12. Schwangerschaftswoche angewendet. Zur Vorbeugung einer Frühgeburt sieht die Packungsbeilage die Anwendung von der 20. bis zur 34. Schwangerschaftswoche vor. Was die Quellen zur Schwangerschaft sagen, steht auf der Seite Progesteron in der Schwangerschaft.
Kann das Absetzen von Progesteron eine Fehlgeburt auslösen?
Darauf geben Packungsbeilagen, Fachinformationen und Embryotox keine Antwort. Glauben Sie, eine Fehlgeburt gehabt zu haben, sprechen Sie laut Packungsbeilage der Vaginalkapseln mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, denn die Anwendung muss dann abgebrochen werden. Haben Sie Blutungen aus der Scheide, sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Ob und wann die Behandlung endet, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Was passiert, wenn ich Progesteron in den Wechseljahren absetze?
Frauen nach den Wechseljahren, die noch eine Gebärmutter haben, wird laut Packungsbeilage nicht empfohlen, ausschließlich Östrogene einzunehmen; laut Fachinformation erhöht die alleinige Gabe von Östrogenen das Risiko für eine übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut oder für Gebärmutterschleimhautkrebs. Was nach dem Ende einer Hormonbehandlung in den Wechseljahren allgemein mit den Beschwerden geschieht, ist laut IQWiG bislang nicht klar zu beantworten: Es kann sein, dass danach keine Beschwerden mehr auftreten; bei anderen Frauen können sie wiederkommen. Besprechen Sie das Ende der Behandlung mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.
Welche Beschwerden können nach dem Absetzen von Progesteron auftreten?
Packungsbeilage und Fachinformation der Kapseln zum Einnehmen nennen keine Beschwerden durch das Absetzen. In der Woche ohne Hormonersatzbehandlung können Entzugsblutungen auftreten; halten unerwartete Blutungen länger an oder treten sie am Ende oder nach der Behandlung auf, fragen Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat. Für die Vaginalkapseln Utrogest Luteal nennt deren Packungsbeilage nach einem plötzlichen Absetzen Angstgefühle, Stimmungsschwankungen und eine erhöhte Empfindlichkeit für Krampfanfälle.
Progesteron absetzen oder ausschleichen?
Ein Schema zum Ausschleichen nennen die Packungsbeilagen und Fachinformationen von Utrogest und Utrogest Luteal nicht. Die Packungsbeilage von Utrogest Luteal weist darauf hin, dass ein plötzliches Absetzen Beschwerden hervorrufen kann, und bittet, vor dem Beenden Ärztin, Arzt oder Apotheke um Rat zu fragen. Wie die Behandlung bei Ihnen endet, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Muss ich Progesteron bei Nebenwirkungen absetzen?
Bei Zeichen eines Schlaganfalls oder Blutgerinnsels, plötzlichen schweren Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Gelbsucht sieht die Packungsbeilage der Kapseln zum Einnehmen vor, die Einnahme sofort abzubrechen; holen Sie dann sofort ärztliche Hilfe. Bei den Vaginalkapseln Utrogest Luteal informieren Sie laut Packungsbeilage unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie Zeichen eines Blutgerinnsels oder eine Verschlechterung einer Depression bemerken. Bei Änderungen der Monatsblutung kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt laut Packungsbeilage das Einnahmeschema ändern. Schläfrigkeit und Schwindel können laut Fachinformation durch die Einnahme vor dem Schlafengehen vermieden werden. Sprechen Sie bei Nebenwirkungen mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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