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Ciclosporin: Nebenwirkungen und Wirkung
Ciclosporin ist ein verschreibungspflichtiges Immunsuppressivum zum Einnehmen: Es wird nach Organ-, Knochenmark- oder Stammzelltransplantationen und bei schweren Autoimmunerkrankungen wie Uveitis, Psoriasis, atopischer Dermatitis, rheumatoider Arthritis und nephrotischem Syndrom eingesetzt. Sehr häufig sind Nierenprobleme, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Zittern, vermehrter Haarwuchs und hohe Blutfette. Die Ärztin oder der Arzt kontrolliert regelmäßig den Ciclosporin-Spiegel im Blut, den Blutdruck, Leber- und Nierenfunktion sowie die Blutfette. Grapefruit und Johanniskraut sind tabu, und viele andere Arzneimittel können den Ciclosporin-Spiegel verändern.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Nierenprobleme (laut Fachinformation Nierenfunktionsstörung)[1, 2]
- Sehr häufig: Bluthochdruck[1, 2]
- Sehr häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
- Sehr häufig: Nicht kontrollierbares Zittern (Tremor)[1, 2]
- Sehr häufig: Übermäßiges Haarwachstum im Gesicht und am Körper (Hirsutismus)[1, 2]
- Sehr häufig: Hohe Blutfettwerte[1, 2]
- Häufig: Krampfanfälle[1, 2]
- Häufig: Leberprobleme (laut Fachinformation anormale Leberfunktion)[1, 2]
- Häufig: Hoher Blutzuckerspiegel[1, 2]
- Häufig: Müdigkeit[1, 2]
- Häufig: Appetitmangel[1, 2]
- Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Bauchbeschwerden oder Bauchschmerzen, Durchfall[1, 2]
- Häufig: Übermäßiges Haarwachstum (Hypertrichose)[1, 2]
- Häufig: Akne[1, 2]
- Häufig: Hitzewallungen (laut Fachinformation Flush)[1, 2]
- Häufig: Fieber[1, 2]
- Häufig: Weniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie)[1, 2]
- Häufig: Taubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesie)[1, 2]
- Häufig: Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe[1, 2]
- Häufig: Magengeschwür[1, 2]
- Häufig: Übermäßiges Wachstum des Zahnfleischs, das die Zähne bedeckt (Gingivahyperplasie)[1, 2]
- Häufig: Hohe Harnsäure- oder Kaliumwerte im Blut, verminderte Magnesiumwerte[1, 2]
Wofür wird Ciclosporin eingesetzt?
Ciclosporin gehört zu den Immunsuppressiva, also zu Arzneimitteln, die die Immunreaktionen des Körpers vermindern [1]. Diese Seite beschreibt Ciclosporin zum Einnehmen. Laut Packungsbeilage wird es nach einer Organ-, Knochenmark- oder Stammzelltransplantation angewendet, um das Immunsystem zu kontrollieren und eine Abstoßung zu verhindern. Außerdem wird es bei bestimmten Autoimmunerkrankungen eingesetzt, bei denen das Immunsystem Zellen des eigenen Körpers angreift: bei Augenentzündungen, die das Sehvermögen gefährden können (endogene Uveitis, auch Behçet-Uveitis), bei schweren Fällen von atopischer Dermatitis (Neurodermitis) und Psoriasis, bei schwerer rheumatoider Arthritis und beim nephrotischen Syndrom, einer Nierenerkrankung [1].
Die Fachinformation grenzt die Anwendungsgebiete genauer ab, etwa bei Psoriasis auf Fälle, in denen eine herkömmliche Behandlung nicht geeignet oder nicht wirksam ist [2]. Ciclosporin wird nur von Ärztinnen und Ärzten mit Erfahrung bei Transplantationen beziehungsweise Autoimmunerkrankungen verschrieben, und die Hinweise unterscheiden sich je nachdem, ob Sie es nach einer Transplantation oder wegen einer Autoimmunerkrankung einnehmen [1]. Laut Embryotox gibt es neben Zubereitungen zum Einnehmen und für die Vene auch Augentropfen mit Ciclosporin [3]. Die Augentropfen IKERVIS sind laut ihrer EMA-Produktinformation zur Behandlung einer schweren Entzündung der Hornhaut (Keratitis) bei Erwachsenen mit trockenen Augen zugelassen, wenn sich die Beschwerden trotz Tränenersatzmitteln nicht gebessert haben [4]. Für Augentropfen gilt deren eigene Packungsbeilage. Mehr dazu auf der Seite Trockene Augen.
Wie wirkt Ciclosporin?
Nach einer Transplantation verhindert Ciclosporin eine Abstoßung, indem es die Entwicklung bestimmter Zellen blockiert, die das transplantierte Gewebe angreifen würden; bei Autoimmunerkrankungen blockiert es die gegen den eigenen Körper gerichtete Immunreaktion [1]. Laut Fachinformation ist Ciclosporin ein sogenannter Calcineurin-Inhibitor: Es hemmt in bestimmten weißen Blutkörperchen, den T-Lymphozyten, die Bildung und Freisetzung von Botenstoffen wie Interleukin 2. Nach den vorliegenden Daten wirkt es vermutlich spezifisch und umkehrbar auf Lymphozyten; die Blutbildung unterdrückt es nicht [2].
Die Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) schwankt laut Fachinformation stark: von 6,3 Stunden bei Gesunden bis 20,4 Stunden bei schwerer Lebererkrankung; bei Menschen mit transplantierter Niere beträgt sie ungefähr 11 Stunden [2]. Die Ärztin oder der Arzt überwacht den Ciclosporin-Spiegel im Blut, vor allem nach einer Transplantation [1]; laut Fachinformation gelten routinemäßige Spiegelkontrollen bei Transplantierten als wichtige Sicherheitsmaßnahme [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Laut Fachinformation sind viele Nebenwirkungen dosisabhängig und gehen nach einer Dosisverringerung zurück. Das Spektrum ist bei allen Anwendungsgebieten im Wesentlichen gleich; nach einer Transplantation treten Nebenwirkungen wegen der höheren Anfangsdosen und der längeren Erhaltungsbehandlung aber häufiger und normalerweise auch stärker auf [2]. Wie alle Mittel, die auf das Immunsystem wirken, kann Ciclosporin die Abwehr von Infektionen beeinträchtigen und Tumor- und andere Krebserkrankungen verursachen, vor allem der Haut [1]. Mehr dazu unter Nierenschäden durch Medikamente und Blutdruckanstieg durch Medikamente.
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Nieren und HarnwegeNierenprobleme (laut Fachinformation Nierenfunktionsstörung)[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
- Gefäße und KreislaufBluthochdruck[1, 2]Mehr dazu: Blutdruckanstieg
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- NervensystemNicht kontrollierbares Zittern (Tremor)[1, 2]Mehr dazu: Zittern
- HautÜbermäßiges Haarwachstum im Gesicht und am Körper (Hirsutismus)[1, 2]
- Stoffwechsel und ErnährungHohe Blutfettwerte[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Blutfette
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemKrampfanfälle[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
- Leber und GalleLeberprobleme (laut Fachinformation anormale Leberfunktion)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Stoffwechsel und ErnährungHoher Blutzuckerspiegel[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker
- Allgemeine BeschwerdenMüdigkeit[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- Stoffwechsel und ErnährungAppetitmangel[1, 2]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- Magen und DarmÜbelkeit, Erbrechen, Bauchbeschwerden oder Bauchschmerzen, Durchfall[1, 2]Mehr dazu: ÜbelkeitErbrechenBauchschmerzenDurchfall
- HautÜbermäßiges Haarwachstum (Hypertrichose)[1, 2]
- HautAkne[1, 2]Mehr dazu: Akne
- Gefäße und KreislaufHitzewallungen (laut Fachinformation Flush)[1, 2]Mehr dazu: Hitzewallungen
- Allgemeine BeschwerdenFieber[1, 2]Mehr dazu: Fieber
- Blut und LymphsystemWeniger weiße Blutkörperchen (Leukopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- NervensystemTaubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesie)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschmerzen, Muskelkrämpfe[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Magen und DarmMagengeschwür[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und Geschwüre
- Magen und DarmÜbermäßiges Wachstum des Zahnfleischs, das die Zähne bedeckt (Gingivahyperplasie)[1, 2]Mehr dazu: Zahnfleischwucherungen
- Stoffwechsel und ErnährungHohe Harnsäure- oder Kaliumwerte im Blut, verminderte Magnesiumwerte[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Harnsäure und GichtVeränderter KaliumspiegelNährstoffmangel
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- NervensystemZeichen einer Erkrankung des Gehirns (laut Fachinformation Enzephalopathie einschließlich PRES) wie plötzliche Krampfanfälle, geistige Verwirrung, Schlaflosigkeit, Orientierungslosigkeit, Sehstörungen, Bewusstlosigkeit, Schwächegefühl in den Gliedmaßen, beeinträchtigte Bewegungen[1, 2]Mehr dazu: KrampfanfälleVerwirrtheitSchlafstörungenSehstörungen
- HautHautausschlag (laut Fachinformation allergischer Ausschlag)[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
- Allgemeine BeschwerdenAllgemeine Schwellungen (Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- Allgemeine BeschwerdenGewichtszunahme[1, 2]Mehr dazu: Gewichtszunahme
- Blut und LymphsystemWeniger rote Blutkörperchen (Anämie), weniger Blutplättchen (Thrombozytopenie), was das Blutungsrisiko erhöhen kann[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsBlutungen und blaue Flecken
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- NervensystemNervenschäden mit Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Fingern und Zehen (laut Fachinformation motorische Polyneuropathie)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- Magen und DarmEntzündung der Bauchspeicheldrüse mit starken Oberbauchschmerzen (Pankreatitis)[1, 2]Mehr dazu: BauchspeicheldrüsenentzündungBauchschmerzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschwäche, Verlust der Muskelkraft, Schmerzen in den Muskeln der Beine, Hände oder überall im Körper (laut Fachinformation Myopathie)[1, 2]Mehr dazu: MuskelschwächeMuskelschmerzen
- Blut und LymphsystemZerstörung roter Blutkörperchen mit Nierenproblemen, etwa mit Schwellungen von Gesicht, Bauch, Händen oder Füßen, weniger Wasserlassen, Atembeschwerden, Brustschmerzen, Krampfanfällen oder Bewusstlosigkeit (laut Fachinformation hämolytisch-urämisches Syndrom)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsNierenfunktionsstörungenWassereinlagerungen
- Geschlechtsorgane und BrustMenstruationsstörungen; Brustvergrößerung bei Männern (Gynäkomastie)[1, 2]Mehr dazu: ZyklusstörungenBrustspannen und Brustvergrößerung
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- NervensystemSchwellung an der Rückseite des Auges (Papillenödem), die mit einem Anstieg des Drucks im Kopf und Sehstörungen verbunden sein kann[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Leber und GalleSchwere Leberprobleme mit oder ohne Gelbfärbung von Augen oder Haut, Übelkeit, Appetitmangel, dunkler Urin, Schwellung von Gesicht, Füßen, Händen oder des ganzen Körpers (laut Fachinformation Leberschäden einschließlich Leberversagen, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Blut und LymphsystemBlutungen unter der Haut oder violette Hautflecken, plötzliche Blutungen ohne erkennbare Ursache (laut Fachinformation thrombotische Mikroangiopathie, thrombotisch-thrombozytopenische Purpura)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue FleckenVeränderungen des Blutbilds
- NervensystemMigräne oder schwere Kopfschmerzen, oft mit Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeSchmerzen in Beinen und Füßen[1, 2]
- Ohr und GleichgewichtEingeschränktes Hörvermögen (laut Fachinformation bei hohen Ciclosporin-Konzentrationen berichtet)[1, 2]Mehr dazu: Ohrgeräusche
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Bei diesen Anzeichen, die die Packungsbeilage als mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen nennt, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Laut Fachinformation wurden bei Leberschäden und bei Infektionen wie einer PML auch Fälle mit tödlichem Ausgang berichtet [2].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Kontrollen wahrnehmen: Die Ärztin oder der Arzt überwacht die Ciclosporin-Konzentration im Blut, den Blutdruck, die Leber- und Nierenfunktion und die Blutfette [1]. Entwickeln Sie Bluthochdruck, kann sie oder er ein Mittel zur Blutdrucksenkung verschreiben; bei niedrigem Magnesium sind Magnesiumpräparate möglich [1]. Laut Fachinformation ist es ratsam, die Blutfette vor Beginn und nach dem ersten Behandlungsmonat zu messen [2].
Sonnenschutz: Wegen des erhöhten Risikos für Hautkrebs schränken Sie direktes Sonnenlicht und UV-Strahlen ein, tragen schützende Kleidung und verwenden häufig ein Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor [1]. Bei Psoriasis oder atopischer Dermatitis vermeiden Sie während der Behandlung UVB-Bestrahlung und Lichttherapie [1].
Zahnfleisch, Haare, Magen: Zahnfleischwucherungen, vermehrter Haarwuchs, Übelkeit und Durchfall sind häufig [1]. Beeinträchtigt Sie eine Nebenwirkung erheblich, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; ändern Sie die Dosis nicht selbst [1]. Mehr unter Zahnschäden und Zahnfleischwucherungen. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder kürzlich eingenommen haben [1]. Viele Mittel können den Ciclosporin-Spiegel erhöhen oder senken; beim Beginnen oder Beenden solcher Mittel wird der Spiegel unter Umständen gemessen [1]. Produkte mit Johanniskraut sowie Dabigatranetexilat, Bosentan und Aliskiren dürfen Sie nicht zusammen mit Ciclosporin einnehmen [1, 2]. Grapefruit und Grapefruitsaft sind ebenfalls tabu; mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Grapefruit [1, 2]. Mittel wie Tacrolimus, Methotrexat oder Schmerzmittel wie Diclofenac können die Nieren zusätzlich belasten [1, 2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Johanniskraut | Senkt den Ciclosporin-Spiegel, die Wirkung kann nachlassen[1, 2] | Nicht zusammen einnehmen |
| Dabigatranetexilat, Bosentan, Aliskiren | Laut Fachinformation können diese Mittel im Blut ansteigen, mit schweren oder lebensbedrohlichen Folgen; Bosentan senkt zugleich den Ciclosporin-Spiegel[1, 2] | Nicht zusammen einnehmen |
| Grapefruit und Grapefruitsaft | Laut Packungsbeilage kann die Wirkung von Ciclosporin beeinträchtigt werden; laut Fachinformation wurde eine höhere Aufnahme ins Blut berichtet[1, 2] | Nicht zusammen einnehmen |
| Mittel, die den Ciclosporin-Spiegel erhöhen können, z. B. Erythromycin, Azithromycin, Voriconazol, Itraconazol, Diltiazem, Nicardipin, Verapamil, Amiodaron, Metoclopramid, die Pille, Danazol, Allopurinol, Cholinsäure, HIV-Proteasehemmer, Imatinib, Colchicin, Telaprevir, Cannabidiol | Mehr Ciclosporin im Blut; laut Fachinformation bei Erythromycin manchmal mit Nierenschädigung[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; der Ciclosporin-Spiegel wird beim Beginnen oder Beenden solcher Mittel unter Umständen gemessen |
| Mittel, die den Ciclosporin-Spiegel senken können, z. B. Barbiturate, Carbamazepin, Phenytoin, Octreotid, Tuberkulosemittel, Orlistat, Ticlopidin, Terbinafin | Weniger Ciclosporin im Blut, die Wirkung kann nachlassen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; Spiegelkontrolle möglich |
| Mittel, die die Nieren belasten können, z. B. Gentamicin, Tobramycin, Ciprofloxacin, Amphotericin B, Trimethoprim, Melphalan, Magensäureblocker vom Typ H2-Blocker, Tacrolimus, NSAR wie Diclofenac, Fibrate; laut Fachinformation auch Methotrexat | Höheres Risiko für Nierenschäden[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation enge Überwachung der Nierenfunktion; die gleichzeitige Anwendung mit Tacrolimus sollte vermieden werden |
| Mittel, die den Kaliumspiegel beeinflussen: kaliumhaltige Mittel, Kaliumpräparate, kaliumsparende Entwässerungsmittel und einige Blutdrucksenker (laut Fachinformation ACE-Hemmer und Sartane) | Kaliumwert im Blut kann laut Fachinformation signifikant steigen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation Kalium kontrollieren |
| Nifedipin | Zahnfleisch kann anschwellen und die Zähne überwachsen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Statine (Cholesterinsenker), Digoxin, Colchicin, Etoposid, Repaglinid, Everolimus, Sirolimus, Ambrisentan, Anthrazykline wie Doxorubicin | Laut Fachinformation können die Spiegel dieser Mittel steigen; bei Repaglinid höheres Risiko für Unterzuckerung[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation Dosis von Statinen verringern oder bestimmte Statine meiden |
| Mycophenolat (Immunsuppressivum), Eltrombopag | Laut Fachinformation können die Spiegel dieser Mittel sinken[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Lebendimpfstoffe | Impfungen können während der Behandlung weniger wirksam sein[1, 2] | Laut Fachinformation abgeschwächte Lebendimpfstoffe vermeiden; jede Impfung vorher ärztlich besprechen |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Ciclosporin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Wenden Sie Ciclosporin wegen einer Autoimmunerkrankung an (nicht nach einer Transplantation), darf es bei Nierenproblemen (außer beim nephrotischen Syndrom), bei nicht ausreichend behandelten Infektionen, bei Krebserkrankungen und bei nicht ausreichend behandeltem Bluthochdruck nicht eingenommen werden [1, 2]. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie alkoholbedingte Probleme, Epilepsie, Leberprobleme oder eine Hepatitis C haben oder schwanger sind oder stillen [1].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Ciclosporin, gegen Rizinusöl (Macrogolglycerolhydroxystearat) oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme von Produkten mit Johanniskraut[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme von Dabigatranetexilat (Blutverdünner), Bosentan oder Aliskiren (blutdrucksenkende Mittel)[1, 2]
- Bei Anwendung außerhalb von Transplantationen (Uveitis, atopische Dermatitis, rheumatoide Arthritis, nephrotisches Syndrom; laut Fachinformation auch Psoriasis): Nierenprobleme (außer beim nephrotischen Syndrom), nicht ausreichend behandelte Infektion, Krebserkrankung, nicht ausreichend behandelter Bluthochdruck[1, 2]
- Kinder: nicht zur Behandlung anderer Erkrankungen als nach Transplantation, außer beim nephrotischen Syndrom[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Vor und während der Behandlung die Ärztin oder den Arzt sofort informieren bei Infektionszeichen, Leber- oder Nierenproblemen, neu auftretendem Bluthochdruck, niedrigem Magnesium- oder hohem Kaliumspiegel, Gicht oder einer anstehenden Impfung[1, 2]
- Regelmäßige Kontrollen: Die Ärztin oder der Arzt überwacht die Ciclosporin-Konzentration im Blut (vor allem nach Transplantation), den Blutdruck vor und während der Behandlung, Leber- und Nierenfunktion sowie die Blutfette. Laut Fachinformation sind vor Beginn einer Behandlung außerhalb von Transplantationen mindestens zwei Messungen der Nierenfunktion nötig[1, 2]
- Sonne und UV-Licht: Ciclosporin erhöht das Risiko für Krebserkrankungen, vor allem der Haut und des Lymphsystems. Schränken Sie direktes Sonnenlicht und UV-Strahlen ein, tragen Sie schützende Kleidung und verwenden Sie häufig ein Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor. Bei Psoriasis oder atopischer Dermatitis keine UVB-Bestrahlung oder Lichttherapie während der Behandlung[1, 2]
- Alkoholbedingte Probleme, Epilepsie, Leberprobleme, Schwangerschaft, Stillzeit oder Anwendung bei einem Kind: vorher mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen, weil das Arzneimittel Alkohol (Ethanol) enthält[1, 2]
- Behçet-Uveitis: Die Ärztin oder der Arzt überwacht besonders genau, ob neurologische Beschwerden auftreten, etwa Vergesslichkeit, Persönlichkeitsveränderungen, Kribbeln oder Schwäche in den Gliedmaßen, Gehstörungen oder Sehstörungen[1, 2]
- Ältere Menschen ab 65 Jahren: nur begrenzte Erfahrung; die Nierenfunktion wird überwacht. Bei Psoriasis oder atopischer Dermatitis nur, wenn die Erkrankung besonders schwer ist[1, 2]
- Hepatitis C: vorher mitteilen; unter einer Behandlung der Hepatitis C kann sich die Leberfunktion und damit der Ciclosporin-Spiegel verändern[1, 2]
- Wechsel zwischen Ciclosporin-Präparaten zum Einnehmen nur auf ärztliche Anordnung: Danach werden Sie für kurze Zeit genauer überwacht, weil sich die Aufnahme ins Blut ändern kann[1]
- Hilfsstoffe: Macrogolglycerolhydroxystearat (Rizinusöl) kann Magenverstimmung und Durchfall hervorrufen. Die Kapseln enthalten Sorbitol; laut Fachinformation dürfen Menschen mit erblicher Fructoseintoleranz das Arzneimittel nicht einnehmen[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité schätzen die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit unterschiedlich ein; die Karten nennen alle Angaben mit ihrer Quelle [1, 2, 3]. Besprechen Sie eine geplante oder bestehende Schwangerschaft immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1].
Schwangerschaft
Die Erfahrung mit Ciclosporin in der Schwangerschaft ist beschränkt; im Allgemeinen sollte es in der Schwangerschaft nicht verwendet werden. Ist es für Sie notwendig, bespricht die Ärztin oder der Arzt mit Ihnen Nutzen und mögliche Risiken. Laut Fachinformation besteht bei Schwangeren, die nach einer Transplantation Immunsuppressiva einschließlich Ciclosporin erhalten, ein Risiko für eine Frühgeburt; der Alkoholgehalt ist zu berücksichtigen.[1, 2]
Laut Fachinformation wurde berichtet, dass Fehlgeburten und schwere Geburtsfehler nach Daten aus Transplantationsregistern ähnlich häufig sind wie in der Allgemeinbevölkerung; eine direkte Wirkung auf Bluthochdruck, Präeklampsie, Infektionen oder Diabetes der Mutter lässt sich nicht ausschließen.[2]
Embryotox schätzt den Erfahrungsumfang als sehr hoch ein: Mehr als 3.000 ausgewertete Schwangerschaften ergaben keine Hinweise auf eine fehlbildende Wirkung. Laut Embryotox darf Ciclosporin nach Abwägung von Nutzen und Risiken in der gesamten Schwangerschaft verordnet werden; eine stabil eingestellte Patientin sollte nicht umgestellt werden. Empfohlen werden regelmäßige Spiegelkontrollen, Kontrollen des Wachstums des Kindes per Ultraschall und Blutdruckkontrollen bei der Schwangeren. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Stillen wird während der Behandlung nicht empfohlen: Ciclosporin geht in die Muttermilch über und könnte sich auf das Kind auswirken. Laut Fachinformation war es bei den meisten gestillten Säuglingen im Blut nicht nachweisbar, in einigen wenigen Fällen aber in Konzentrationen von nachweisbar bis therapeutisch; langfristige Risiken sind unbekannt.[1, 2]
Laut Embryotox sollte eine stabil auf Ciclosporin eingestellte Patientin nicht wegen des Stillens umgestellt werden; die Kinderärztin oder der Kinderarzt sollte über die Medikation informiert sein. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Die Weichkapseln enthalten eine geringe Menge Alkohol (Ethanol), laut Packungsbeilage ohne wahrnehmbare Auswirkungen. Hatten oder haben Sie alkoholbedingte Probleme, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1]
Autofahren und Maschinen
Nach der Einnahme können Sie sich schläfrig oder desorientiert fühlen oder verschwommen sehen. Seien Sie beim Fahren und Bedienen von Maschinen vorsichtig, bis Sie wissen, wie Ciclosporin auf Sie wirkt; auch der Alkoholgehalt könnte die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Laut Fachinformation kann Ciclosporin einen mäßigen Einfluss haben.[1, 2]
Einnahme
Immer zur gleichen Tageszeit einnehmen, besonders wichtig nach einer Transplantation. Die Tagesdosis wird in zwei getrennten Einzeldosen eingenommen; die Kapseln im Ganzen mit reichlich Wasser schlucken. Nicht mit Grapefruit oder Grapefruitsaft einnehmen. Wie lange Sie Ciclosporin einnehmen, sagt Ihnen die Ärztin oder der Arzt; bei schweren Hautausschlägen dauert die Behandlung üblicherweise 8 Wochen.[1]
Dosis vergessen: sofort einnehmen, sobald Sie daran denken; ist es fast Zeit für die nächste Dosis, die vergessene auslassen. Nicht die doppelte Menge einnehmen.[1]
Absetzen
Brechen Sie die Einnahme nicht ab, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ordnet es an, auch dann nicht, wenn Sie sich besser fühlen. Ein Abbruch kann das Risiko einer Abstoßung des Transplantats erhöhen.[1]
Überdosierung
Haben Sie versehentlich zu viel eingenommen, verständigen Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses; möglicherweise brauchen Sie eine Behandlung. Laut Fachinformation ist die Erfahrung mit einer akuten Überdosierung beschränkt; bei einigen wenigen Menschen wurden nach der Einnahme Erbrechen, Benommenheit, Kopfschmerzen, Herzrasen und eine mäßig schwere, umkehrbare Beeinträchtigung der Nierenfunktion beschrieben.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt für jedes Anwendungsgebiet die übliche Tagesdosis je Kilogramm Körpergewicht, verteilt auf zwei Einzeldosen [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Die Ärztin oder der Arzt stellt die Dosis genau auf Ihre Bedürfnisse ein; eine zu hohe Dosis kann die Nieren beeinträchtigen [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Ciclosporin immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein, immer zur gleichen Tageszeit und aufgeteilt auf zwei Einzeldosen; schlucken Sie die Kapseln im Ganzen mit reichlich Wasser [1]. Haben Sie eine Dosis vergessen, nehmen Sie sie, sobald Sie daran denken; ist es fast Zeit für die nächste, lassen Sie sie aus [1]. Wechseln Sie nicht selbst zwischen verschiedenen Ciclosporin-Präparaten; nach einer ärztlich angeordneten Umstellung werden Sie für kurze Zeit genauer überwacht [1].
Brechen Sie die Einnahme nicht ab, auch dann nicht, wenn Sie sich besser fühlen, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ordnet es an. Nach einer Transplantation kann ein Abbruch das Risiko einer Abstoßung erhöhen [1]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Ciclosporin
Ciclosporin zum Einnehmen gibt es als Weichkapseln in verschiedenen Stärken und als Lösung zum Einnehmen [1, 2]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage (Stand September 2024) und Fachinformation (Stand November 2025) von Ciclosporin Pro [1, 2]. Für Augentropfen und für jedes andere Präparat gilt die eigene Packungsbeilage.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Ciclosporin Pro | TEVA GmbH | Weichkapseln mit 25, 50 oder 100 mg und Lösung zum Einnehmen; Grundlage dieser Seite (100-mg-Weichkapseln) |
| Sandimmun Optoral | Novartis Pharma GmbH | Weichkapseln mit 10, 25, 50 oder 100 mg und Lösung zum Einnehmen; Originalpräparat |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ciclosporin Pro 100 mg Weichkapseln (PDF-Version 6). TEVA GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Ciclosporin Pro 25 mg/50 mg/100 mg Weichkapseln und 100 mg/ml Lösung zum Einnehmen (Version 10). TEVA GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 11.10.2026
- Embryotox Embryotox: Ciclosporin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation IKERVIS 1 mg/ml Augentropfen, Emulsion (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitt 4.1. Santen Oy (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
Häufige Fragen
Welche Nebenwirkungen hat Ciclosporin am häufigsten?
Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Behandelten) sind Nierenprobleme, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Zittern, vermehrtes Haarwachstum im Gesicht und am Körper und hohe Blutfettwerte. Laut Fachinformation sind viele Nebenwirkungen dosisabhängig; nach einer Transplantation treten sie wegen der höheren Anfangsdosen und der längeren Behandlung häufiger und normalerweise auch stärker auf als bei anderen Anwendungsgebieten.
Warum werden unter Ciclosporin so oft Blut und Blutdruck kontrolliert?
Ciclosporin kann die Nieren und die Leber belasten und den Blutdruck, die Blutfette und den Kaliumwert erhöhen. Deshalb überwacht die Ärztin oder der Arzt die Ciclosporin-Konzentration im Blut (vor allem nach einer Transplantation), den Blutdruck, die Leber- und Nierenfunktion und die Blutfette. Eine zu hohe Dosis kann laut Packungsbeilage die Nieren beeinträchtigen.
Darf ich unter Ciclosporin Grapefruitsaft trinken?
Nein. Laut Packungsbeilage dürfen Sie Ciclosporin nicht mit Grapefruit oder Grapefruitsaft einnehmen, weil dadurch die Wirkung von Ciclosporin beeinträchtigt werden kann. Laut Fachinformation wurde berichtet, dass Grapefruit die Menge an Ciclosporin erhöht, die ins Blut gelangt. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Grapefruit.
Darf ich Johanniskraut zusammen mit Ciclosporin nehmen?
Nein. Produkte mit Johanniskraut dürfen Sie nicht zusammen mit Ciclosporin einnehmen, weil sie den Ciclosporin-Spiegel senken und die Wirkung abschwächen können. Auch viele andere Arzneimittel können den Spiegel verändern oder zusätzlich die Nieren belasten. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke deshalb über alle Mittel, die Sie einnehmen.
Warum soll ich mich unter Ciclosporin vor der Sonne schützen?
Ciclosporin unterdrückt das Immunsystem und erhöht damit das Risiko für Krebserkrankungen, vor allem der Haut und des Lymphsystems. Schränken Sie deshalb direktes Sonnenlicht und UV-Strahlen ein, tragen Sie schützende Kleidung und verwenden Sie häufig ein Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor. Bei Psoriasis oder atopischer Dermatitis sollen Sie während der Behandlung keine UVB-Bestrahlung oder Lichttherapie erhalten.
Kann Ciclosporin das Zahnfleisch verändern?
Ja. Ein übermäßiges Wachstum des Zahnfleischs, das die Zähne bedecken kann, gehört zu den häufigen Nebenwirkungen. Wird zusätzlich Nifedipin eingenommen, kann es laut Packungsbeilage zu Zahnfleischschwellungen kommen, und das Zahnfleisch kann die Zähne überwachsen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie Veränderungen bemerken.
Gibt es Ciclosporin auch als Augentropfen?
Ja, laut Embryotox gibt es neben Zubereitungen zum Einnehmen und für die Vene auch Augentropfen mit Ciclosporin. Diese Seite beschreibt Ciclosporin zum Einnehmen; für Augentropfen gelten eine eigene Packungsbeilage und eigene Angaben zu Nebenwirkungen. Die Dosis der Kapseln laut Packungsbeilage steht im Abschnitt Dosierung.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Behandlungen Narkose: NebenwirkungenDirekt nach Operationen gehören Benommenheit, Übelkeit und Kreislaufprobleme laut IQWiG zu den häufigsten Nebenwirkungen.