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Zahnschäden und Zahnfleischprobleme durch Medikamente

Laut Packungsbeilagen und Fachinformationen können Mittel gegen Knochenschwund wie Alendronsäure, Ibandronsäure und Denosumab selten bis sehr selten den Kieferknochen schädigen (Kieferosteonekrose); Ciclosporin, Valproinsäure und einige Calciumkanalblocker wie Nifedipin können das Zahnfleisch wuchern lassen, Antibiotika der Tetracyclin-Gruppe wie Doxycyclin Zähne verfärben, und Mundtrockenheit durch Medikamente wie Tiotropium kann bei längerer Dauer zu Karies führen. Bei Alendronsäure, Ibandronsäure und Denosumab sind laut Packungsbeilagen gute Mundhygiene, regelmäßige zahnärztliche Kontrollen und der Hinweis an die Zahnarztpraxis wichtig. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Frau Ende fünfzig mit kurzem silberblondem Haar sitzt am hellen Küchentisch und legt nachdenklich eine Hand an Wange und Kiefer
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Einige Medikamente können Zähne, Zahnfleisch oder den Kieferknochen angreifen. Am bekanntesten ist die Schädigung des Kieferknochens (Kieferosteonekrose) unter Mitteln gegen Knochenschwund wie Alendronsäure und Denosumab: Die Packungsbeilagen nennen Schmerzen im Mund oder Kiefer, Schwellungen, wunde Stellen und einen sich lockernden Zahn als mögliche Anzeichen [1, 3]. Andere Mittel können das Zahnfleisch übermäßig wachsen lassen; das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nennt dafür zum Beispiel Mittel, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva), und Medikamente gegen Gefäß- und Herzkrankheiten [19]. Antibiotika aus der Gruppe der Tetracycline können Zähne verfärben, wenn sie während der Zahnentwicklung angewendet werden [13]. Mundtrockenheit, wie sie unter Mitteln mit anticholinerger Wirkung beobachtet wurde, kann bei längerer Dauer zu Karies führen [17].

Welche Medikamente Zahnschäden auslösen können

Die Beispiele stammen aus Packungsbeilagen und Fachinformationen; jede Häufigkeit gilt für den genannten Wirkstoff.

Mittel gegen Knochenschwund: Schädigung des Kieferknochens

Alendronsäure, Denosumab und Ibandronsäure werden unter anderem zur Behandlung der Osteoporose eingesetzt [2, 3, 4]. Ihre Produktinformationen nennen eine Kieferosteonekrose mit unterschiedlicher Häufigkeit:

  • Alendronsäure: In der Packungsbeilage ist eine Schädigung des Knochens am Kiefer (Osteonekrose) als selten eingestuft (bis zu 1 von 1.000 Behandelten); sie tritt im Allgemeinen in Verbindung mit verzögerter Wundheilung und Infektionen auf, oft nach dem Ziehen von Zähnen [1]. Laut Fachinformation wurde sie bei Krebspatientinnen und -patienten berichtet, deren Behandlung vorwiegend Bisphosphonate über die Vene enthielt, und auch bei Osteoporose unter Bisphosphonaten zum Einnehmen [2].
  • Denosumab: Bei Osteoporose (Präparat Prolia) ist die Kieferosteonekrose laut Packungsbeilage selten. Das Risiko steigt bei längerer Behandlung; nach 10 Jahren kann sie bis zu 1 von 200 Behandelten betreffen [3]. Bei Krebspatientinnen und -patienten, die Denosumab als Präparat Xgeva erhalten, tritt sie laut Rote-Hand-Brief vom 30. Juli 2015 häufig auf (bei bis zu 1 von 10 Personen) [5, 6].
  • Ibandronsäure: Nach der Markteinführung wurde bei Osteoporose sehr selten über Kieferknochennekrosen berichtet (bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten) [4].

Als Risikofaktoren nennt die Fachinformation von Alendronsäure die Stärke des Bisphosphonats, die Art der Anwendung und die Gesamtdosis, Krebs, Chemo- und Strahlentherapie, Kortikosteroide, Angiogenese-Hemmer und Rauchen sowie Zahnerkrankungen in der Vorgeschichte, schlechte Mundhygiene, Parodontitis, invasive zahnärztliche Eingriffe und schlecht angepassten Zahnersatz [2]. Laut Rote-Hand-Brief zu Prolia vom 3. September 2014 gehören auch eine Vorbehandlung mit Bisphosphonaten und ein höheres Alter dazu [5]. Unter Bisphosphonaten und Denosumab wurde außerdem über ein Absterben von Knochen im äußeren Gehörgang berichtet, bei Bisphosphonaten hauptsächlich bei Langzeitbehandlung [2, 3]. Mehr zu diesen Mitteln: Osteoporosemittel.

Zahnfleischwucherungen

Wächst das Zahnfleisch übermäßig, erschwert das laut IQWiG die Mundhygiene und fördert Zahnfleischentzündungen [19]. Die Produktinformationen nennen Zahnfleischwucherungen (Gingivahyperplasie) unter anderem bei diesen Wirkstoffen:

  • Ciclosporin, ein Mittel, das das Immunsystem unterdrückt [8]: Die Packungsbeilage stuft ein übermäßiges Wachstum des Zahnfleischs, das die Zähne bedeckt, als häufig ein (bis zu 1 von 10 Behandelten) [7]. Zusammen mit Nifedipin kann es laut Fachinformation häufiger zu Zahnfleischwucherungen kommen als unter Ciclosporin allein [8].
  • Valproinsäure: Die Fachinformation stuft Zahnfleischerkrankungen, hauptsächlich Zahnfleischwucherungen, als häufig ein; die Packungsbeilage nennt Zahnfleischerkrankungen, insbesondere übermäßiges Wachstum des Zahnfleischs [11, 12]. Mehr unter Antiepileptika.
  • Calciumkanalblocker (Blutdrucksenker): Bei Nifedipin ist eine Zahnfleischwucherung laut Packungsbeilage selten (bis zu 1 von 1.000 Behandelten) [9]. Bei Amlodipin nennt die Packungsbeilage Schwellungen des Zahnfleischs und Zahnfleischbluten als sehr selten [10]. Für weitere Calciumkanalblocker wie Felodipin, Lercanidipin, Nitrendipin und Verapamil zeigt die zweite Tabelle die Angaben.

Zahnverfärbungen

Bei Wirkstoffen der Tetracyclin-Gruppe wie Doxycyclin kann es laut Fachinformation bei Anwendung während der Zahnentwicklung (in der letzten Hälfte der Schwangerschaft, im Säuglingsalter und bei Kindern bis 8 Jahre) zu bleibenden gelb-grau-braunen Zahnverfärbungen kommen [13]. Sie treten häufiger bei Langzeitbehandlungen auf, wurden aber auch nach wiederholten Kurzzeitbehandlungen beobachtet; auch Defekte des Zahnschmelzes (Schmelzhypoplasien) wurden berichtet [13]. Bleibende Zahnverfärbungen mit Schmelzdefekten bei Anwendung während der Zahnentwicklung sind in der Fachinformation als gelegentlich eingestuft, umkehrbare Verfärbungen der Oberfläche bleibender Zähne mit nicht bekannter Häufigkeit [13]. Wegen des Risikos für Zahnverfärbungen darf Doxycyclin bei Kindern unter 8 Jahren nur angewendet werden, wenn bei schwerwiegenden oder lebensbedrohlichen Erkrankungen der erwartete Nutzen das Risiko überwiegt und keine angemessenen anderen Behandlungen zur Verfügung stehen [13]. Mehr dazu: Medikamente bei Kindern.

Auch andere Antibiotika nennen Verfärbungen: Bei Erythromycin-Saft ist eine Verfärbung der Zähne, die durch intensive Reinigung wieder entfernt werden kann, als sehr selten eingestuft [14]. Die Packungsbeilage von Clarithromycin nennt eine Verfärbung von Zähnen und Zunge [22]. Zahnverfärbungen durch Cefaclor-Saft sind laut Fachinformation normalerweise durch intensive Mundhygiene während der Behandlung zu vermeiden [15].

Karies und weitere Zahnprobleme

Medikamente können den Mund austrocknen. Laut Packungsbeilage von Tiotropium, einem Mittel zum Inhalieren bei COPD, kann das Arzneimittel die normale Speichelproduktion verringern; hält die Mundtrockenheit länger an, kann es zu Karies führen [16]. Die Fachinformation führt Karies unter den Nebenwirkungen auf und erklärt, dass Mundtrockenheit, wie sie unter Mitteln mit anticholinerger Wirkung beobachtet wurde, bei längerer Dauer zum Auftreten von Karies führen kann [17]. Mehr dazu: Mundtrockenheit durch Medikamente und Asthma- und COPD-Medikamente.

Zuckerhaltige Säfte können ebenfalls eine Rolle spielen: Die Fachinformationen eines Erythromycin- und eines Cefaclor-Safts weisen darauf hin, dass der Saft schädlich für die Zähne sein kann (Karies); der Erythromycin-Saft enthält Haushaltszucker (Saccharose) [14, 15]. Weitere Beispiele: Die Packungsbeilage von Oxycodon nennt Zahnveränderungen und Zahnfleischbluten als selten und Karies mit nicht bekannter Häufigkeit [18]. Bei Gabapentin stehen Probleme mit den Zähnen und Zahnfleischentzündung unter den häufigen Nebenwirkungen [23].

Die erste Tabelle zeigt die Wirkstoffe, deren Produktinformation Zahnschäden wie Verfärbungen, Karies oder eine Schädigung des Kieferknochens nennt:

Zahnschäden als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
GabapentinHäufigProbleme mit den Zähnen, Zahnfleischentzündung
DoxycyclinGelegentlichBleibende Zahnverfärbungen mit Schmelzdefekten bei Anwendung während der Zahnbildung · Umkehrbare Verfärbungen der Oberfläche bleibender Zähne; Zahnschmelzdefekte (Hypoplasien)
SertralinGelegentlichZahnerkrankung
AlendronsäureSeltenSchädigung des Kieferknochens (Osteonekrose des Kiefers): Schmerzen in Mund und/oder Kiefer, Schwellungen oder wunde Mundschleimhaut, Taubheits- oder Schweregefühl im Kiefer oder Lockerung eines Zahnes; im Allgemeinen…
DenosumabSeltenSchädigung des Kieferknochens (Kieferosteonekrose): Schmerzen im Mundraum und/oder Kiefer, Schwellungen oder nicht heilende wunde Stellen im Mundraum oder Kiefer, Ausfluss, Taubheit oder Schweregefühl im Kiefer oder…
OxycodonSeltenZahnveränderungen und Zahnfleischbluten · Karies
ErythromycinSehr seltenVerfärbung der Zähne, die sich durch intensive Reinigung wieder entfernen lässt
IbandronsäureSehr seltenAbsterben von Knochengewebe des Kiefers (Kieferknochennekrose), erkennbar etwa an Schmerzen oder Entzündungen in Mund oder Kiefer; kann auch noch nach dem Ende der Behandlung auftreten
MorphinSehr seltenDarmverschluss, Bauchschmerzen, Zahnerkrankungen, ein ursächlicher Zusammenhang mit der Morphin-Behandlung lässt sich dabei jedoch nicht herstellen
CefaclorNicht bekanntZahnverfärbungen
ClarithromycinNicht bekanntVerfärbung von Zähnen und Zunge
ColestyraminNicht bekanntKaries
Levodopa/BenserazidNicht bekanntVerfärbungen von Speichel, Zunge, Zähnen und Mundschleimhaut
RisedronsäureNicht bekanntAbsterben von Knochengewebe des Kiefers (Osteonekrose des Kiefers), einhergehend mit verzögerter Heilung und Infektion, oft nach dem Ziehen eines Zahnes
TiotropiumNicht bekanntZahnverfall (Karies)

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (15 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Zahnfleischwucherungen und Schwellungen des Zahnfleischs zeigt die zweite Tabelle:

Zahnfleischwucherungen als Nebenwirkung: Angaben aus der Produktinformation
WirkstoffHäufigkeitAngabe in der Produktinformation
CiclosporinHäufigÜbermäßiges Wachstum des Zahnfleischs, das die Zähne bedeckt (Gingivahyperplasie)
ValproinsäureHäufigZahnfleischerkrankungen, vor allem übermäßiges Wachstum des Zahnfleisches (Gingivahyperplasie); Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
NitrendipinGelegentlichZahnfleischveränderungen (Zahnfleischwucherung, Gingiva-Hyperplasie)
NifedipinSeltenZahnfleischwucherung (Gingivahyperplasie)
AmlodipinSehr seltenSchwellung des Zahnfleischs (Gingivahyperplasie), Zahnfleischbluten
FelodipinSehr seltenZahnfleischentzündung mit geschwollenem Zahnfleisch (laut Fachinformation Gingivitis und Gingivahyperplasie)
LercanidipinNicht bekanntZahnfleischschwellungen (Zahnfleischhypertrophie)
VerapamilNicht bekanntBauchbeschwerden, Zahnfleischwucherung (Gingivahyperplasie), Darmverschluss (Ileus)

Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website bereits mit geprüftem Datensatz beschrieben sind (8 von 358). Auch andere Arzneimittel können diese Beschwerde auslösen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Was die Häufigkeitsklassen bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Woran Sie Zahnschäden durch ein Medikament erkennen

Schädigung des Kieferknochens

Bei einer Kieferosteonekrose stirbt Knochengewebe im Kiefer ab: Laut Rote-Hand-Brief vom 3. September 2014 wird der Kieferknochen nekrotisch, liegt frei und ist nach 8 Wochen nicht abgeheilt [5]. Mögliche Anzeichen sind laut den Packungsbeilagen Schmerzen im Mund oder Kiefer, Schwellungen, wunde oder nicht heilende Stellen im Mundraum, Ausfluss, ein Taubheits- oder Schweregefühl im Kiefer und ein sich lockernder Zahn [1, 3]. Bei Ibandronsäure nennt die Packungsbeilage Schmerzen oder Entzündungen in Mund oder Kiefer als mögliche frühe Anzeichen [4].

Bei Denosumab steigt das Risiko mit der Dauer der Behandlung, und eine Kieferosteonekrose kann laut den Packungsbeilagen von Denosumab und Ibandronsäure auch noch nach dem Ende der Behandlung auftreten [3, 4]. Bei Alendronsäure tritt sie laut Packungsbeilage oft nach dem Ziehen von Zähnen auf [1]. Ohrenschmerzen, Ausfluss aus dem Ohr oder eine Ohreninfektion können laut derselben Packungsbeilage Anzeichen einer Schädigung der Knochen im Ohr sein [1].

Zahnfleisch

Eine Zahnfleischwucherung beschreibt die Packungsbeilage von Ciclosporin als übermäßiges Wachstum des Zahnfleischs, das die Zähne bedeckt [7]. Eine Zahnfleischentzündung zeigt sich laut IQWiG durch gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch und Zahnfleischbluten beim Zähneputzen; meist verursacht sie keine Schmerzen und bleibt deshalb lange unbemerkt [19]. Bei einer fortgeschrittenen Parodontitis können sich die Zähne verschieben, anfangen zu wackeln oder beim Kauen wehtun [19]. Eine Möglichkeit, Zahnfleischentzündungen zu erkennen, sind laut IQWiG zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen [19].

Verfärbungen und Karies

Die bleibenden Verfärbungen durch Tetracycline beschreibt die Fachinformation von Doxycyclin als gelb-grau-braun [13]. Karies zeigt sich laut IQWiG zunächst durch weißliche oder bräunliche Flecken auf den Zähnen; schreitet sie fort, entstehen Löcher, und die Zähne werden empfindlich und schmerzen, besonders bei kalten oder süßen Speisen und Getränken [20].

Ob Ihr Medikament Zähne, Zahnfleisch oder Kiefer betreffen kann, lesen Sie in der Packungsbeilage nach: Bei Alendronsäure etwa stehen die Hinweise zur Zahngesundheit in Abschnitt 2 bei den Warnhinweisen und die Nebenwirkungen in Abschnitt 4 [1]. Wie die Häufigkeiten gemeint sind, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Warum Medikamente Zähne und Zahnfleisch schädigen können

Kieferknochen: Bisphosphonate und Denosumab bremsen den Knochenabbau. Alendronsäure hemmt laut Fachinformation den Knochenabbau durch knochenabbauende Zellen (Osteoklasten) [2]. Denosumab bindet an das Eiweiß RANKL und hemmt so Bildung, Funktion und Überleben der Osteoklasten [3]. Eine Langzeitbehandlung mit solchen Mitteln kann laut Fachinformation von Denosumab wegen einer deutlichen Unterdrückung des Knochenumbaus zu einem erhöhten Risiko unter anderem für Kieferosteonekrosen beitragen [3]. Die genaue Ursache ist laut Rote-Hand-Brief vom 3. September 2014 nicht eindeutig geklärt [5]. Entwickelt sich unter einem Bisphosphonat eine Kieferosteonekrose, kann ein kieferchirurgischer Eingriff sie laut Fachinformation von Alendronsäure verschlechtern [2].

Speichel und Zucker: Karies entsteht laut IQWiG, wenn Bakterien im Zahnbelag Zucker zersetzen und daraus Säure bilden, die den Zahnschmelz angreift [20]. Verringert ein Medikament die Speichelproduktion, kann anhaltende Mundtrockenheit laut Packungsbeilage und Fachinformation von Tiotropium zu Karies führen [16, 17]. Zuckerhaltige Säfte nennen die Fachinformationen von Erythromycin- und Cefaclor-Saft als mögliches Risiko für die Zähne [14, 15].

Zahnfleisch und Zahnentwicklung: Wuchert das Zahnfleisch, ist es schwerer zu reinigen; das fördert laut IQWiG Zahnfleischentzündungen [19]. Unter Ciclosporin zusammen mit Nifedipin kann es laut Fachinformation häufiger zu Zahnfleischwucherungen kommen als unter Ciclosporin allein [8]. Die bleibenden Verfärbungen durch Tetracycline hängen laut Fachinformation von Doxycyclin mit der Anwendung während der Zahnentwicklung zusammen [13].

Was Sie tun können

Älterer Mann mit grauem Haar sitzt im Behandlungsstuhl einer hellen Zahnarztpraxis und spricht mit einer Zahnärztin
Bild: KI-generiert

Nicht eigenmächtig absetzen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Ob bei einer Kieferosteonekrose die Behandlung unterbrochen wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt: Laut Fachinformation von Ibandronsäure ist eine vorübergehende Unterbrechung in Betracht zu ziehen, bis der Zustand behoben ist [4]. Mehr dazu: Medikamente absetzen.

Vor Beginn einer Behandlung gegen Knochenschwund. Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt laut Packungsbeilage von Alendronsäure unter anderem mit, wenn Sie schlechte Zähne oder eine Zahnfleischerkrankung haben, Ihnen ein Zahn gezogen werden soll, Sie nicht regelmäßig zum Zahnarzt gehen, Sie Krebs haben, Kortisonpräparate einnehmen oder rauchen [1]. Möglicherweise wird Ihnen vor der Behandlung eine zahnärztliche Kontrolluntersuchung empfohlen [1, 3]. Zu Denosumab erhalten Sie laut Packungsbeilage eine Patientenerinnerungskarte mit wichtigen Sicherheitsinformationen; für Xgeva wurde sie mit dem Rote-Hand-Brief vom 30. Juli 2015 eingeführt [3, 6]. Auch für Ibandronsäure sieht die EMA-Produktinformation eine Erinnerungskarte zu Kieferosteonekrosen vor [4].

Während der Behandlung. Pflegen Sie Ihre Zähne sorgfältig und lassen Sie regelmäßig zahnärztliche Kontrollen durchführen [1, 3]. Wenn Sie Zahnprothesen tragen, sollten sie laut Packungsbeilage von Prolia richtig passen [3]. Informieren Sie Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt über die Behandlung, wenn Sie in zahnärztlicher Behandlung sind, ein Eingriff geplant ist oder ein Zahn gezogen werden soll, und Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über die zahnärztliche Behandlung [1, 3]. Rauchen kann laut Packungsbeilage von Prolia das Risiko für Zahnprobleme erhöhen [3]. Mehr dazu: Medikamente vor der OP und Medikamente und Rauchen.

Zahnfleisch pflegen. Zahnbelag lässt sich laut IQWiG durch gründliche Mundhygiene entfernen: durch regelmäßiges Zähneputzen, Zahnzwischenraum-Bürstchen und Zahnseide; Zahnstein kann nur in einer Zahnarztpraxis entfernt werden [19]. Wer gesetzlich krankenversichert ist, hat laut IQWiG zweimal pro Jahr Anspruch auf eine zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung [19]. Beeinträchtigt Sie unter Ciclosporin eine Nebenwirkung wie das übermäßige Wachstum des Zahnfleischs erheblich, sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [7].

Bei Mundtrockenheit und Säften. Bei Tiotropium rät die Packungsbeilage zu gründlicher Zahnhygiene: den Mund ausspülen und regelmäßig die Zähne putzen [16]. Karies vorbeugen lässt sich laut IQWiG unter anderem durch regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, weniger zuckerhaltige Lebensmittel und regelmäßige zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen [20]. Verfärbungen durch Cefaclor-Saft lassen sich laut Fachinformation normalerweise durch intensive Mundhygiene während der Behandlung vermeiden [15].

Vor Eingriffen Bescheid geben. Bei Valproinsäure muss laut Packungsbeilage vor jedem operativen oder zahnärztlichen Eingriff, zum Beispiel dem Ziehen eines Zahns, die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt über die Einnahme informiert werden, damit die Blutgerinnung kontrolliert werden kann; das Mittel kann die Blutungsneigung erhöhen [11].

Nebenwirkung melden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei Nebenwirkungen, die dort nicht angegeben sind; Sie können sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Über das Risiko der Kieferosteonekrose unter Denosumab informierte die Amgen GmbH in Abstimmung mit der EMA und dem Paul-Ehrlich-Institut mit Rote-Hand-Briefen [5, 6]; mehr dazu im Ratgeber Rote-Hand-Briefe und Rückrufe.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Bemerken Sie unter Denosumab Probleme im Mund oder mit den Zähnen, etwa lockere Zähne, Schmerzen oder Schwellungen, nicht heilende wunde Stellen oder Ausfluss, sollen Sie laut Packungsbeilage unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt kontaktieren, auch nach dem Ende der Behandlung [3]. Bei Ibandronsäure gilt laut Packungsbeilage dasselbe: umgehend Arzt und Zahnarzt informieren [4]. Die Packungsbeilage von Alendronsäure bittet Sie, sich bei solchen Beschwerden an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Zahnarztpraxis zu wenden [1]. Laut Packungsbeilage von Prolia ist es wichtig, eine Kieferosteonekrose möglichst zu verhindern, weil sie schmerzhaft und schwierig zu behandeln sein kann [3].

Schwellungen, besonders im Gesicht, im Mund, an der Zunge oder im Hals, können Zeichen einer schweren allergischen Reaktion (Angioödem) sein; die Packungsbeilage von Clarithromycin nennt sie unter den Nebenwirkungen, bei denen Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren sollen [22]. Schwere Atemnot und starke, nicht stillbare Blutungen sind Fälle für den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 [21]. Mehr dazu: Arzneimittelallergie und Blutungen und Blutbildveränderungen.

Andere Ursachen

Nicht jeder Zahnschaden unter einem Medikament kommt vom Medikament. Karies entsteht laut IQWiG meist, wenn drei Faktoren zusammenkommen: Zahnbelag, schlechte Mundhygiene und häufiger Zuckerkonsum [20]. Kinder sind besonders anfällig, weil der Zahnschmelz der Milchzähne empfindlicher ist als der bleibender Zähne [20]. Bei Erwachsenen ist Karies laut IQWiG häufiger: Im Alter von 35 bis 44 Jahren sind durchschnittlich etwa elf Zähne von Karies befallen, gefüllt, überkront oder fehlen [20]. Mehr dazu: Zahnschmerzen.

Die häufigste Ursache für entzündetes Zahnfleisch sind laut IQWiG bakterielle Zahnbeläge (Plaque) [19]. Zahnfleischentzündungen und Parodontitis kommen häufiger bei Raucherinnen und Rauchern, bei Menschen mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und bei Schwangeren vor [19]. Eine Zahnfleischentzündung kann von selbst zurückgehen, sich aber auch ausweiten und zu einer Parodontitis werden; schreitet diese fort, wird auch der Kieferknochen um die Zähne angegriffen, und die Zähne können sich lockern [19]. Mehr dazu: Zahnfleischentzündung. Welche Ursache vorliegt, klärt Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Alendronsäure STADA® 70 mg Tabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 11/2021. abgerufen am 12.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Alendronsäure STADA® Tabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 12/2021. abgerufen am 12.10.2026
  3. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Prolia (Denosumab), Anhang I: Fachinformation, Anhang II und Anhang III B: Packungsbeilage Prolia 60 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze. Amgen Europe B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  4. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Bonviva (Ibandronsäure), Anhang I: Fachinformation, Anhang II und Anhang III B: Packungsbeilage Bonviva 150 mg Filmtabletten. Atnahs Pharma Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 04/2024. abgerufen am 12.10.2026
  5. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: Prolia® 60 mg (Denosumab), wichtige aktualisierte Informationen, um die Risiken für das Auftreten von Kieferosteonekrosen und Hypokalzämien zu minimieren. Amgen GmbH in Abstimmung mit der EMA und dem Paul-Ehrlich-Institut. Stand 03.09.2014. abgerufen am 12.10.2026
  6. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: XGEVA® 120 mg Injektionslösung (Denosumab) und das Risiko einer Kieferosteonekrose; neue Kontraindikation und Einführung einer Patientenerinnerungskarte. Amgen GmbH in Abstimmung mit der EMA und dem Paul-Ehrlich-Institut. Stand 30.07.2015. abgerufen am 12.10.2026
  7. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ciclosporin Pro 100 mg Weichkapseln. TEVA GmbH. Stand 09/2024. abgerufen am 12.10.2026
  8. Fachinformation Fachinformation Ciclosporin Pro 25 mg/50 mg/100 mg Weichkapseln und 100 mg/ml Lösung zum Einnehmen. TEVA GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 12.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nifedipin AbZ 20 mg Retardtabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 10/2020. abgerufen am 12.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amlodipin-ratiopharm® 5 mg N Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2022. abgerufen am 12.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Valproat-ratiopharm® chrono 300 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  12. Fachinformation Fachinformation Valproat-ratiopharm® chrono 300 mg/500 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
  13. Fachinformation Fachinformation Doxy-M-ratiopharm® 100 mg / 200 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 12.10.2026
  14. Fachinformation Fachinformation InfectoMycin 200 Saft / 400 Saft / 600 Saft (Erythromycin). INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 12.10.2026
  15. Fachinformation Fachinformation INFECTOCEF 250 Saft / INFECTOCEF 500 Saft (Cefaclor). INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 12.10.2026
  16. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Braltus 10 Mikrogramm Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation (Tiotropium). TEVA GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 12.10.2026
  17. Fachinformation Fachinformation Braltus 10 Mikrogramm Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation (Tiotropium). TEVA GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 12.10.2026
  18. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Oxycodon-HCl-ratiopharm® 10 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2025. abgerufen am 12.10.2026
  19. Zahnfleischentzündung und Parodontitis. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 23.08.2023. abgerufen am 12.10.2026
  20. Karies. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 23.08.2023. abgerufen am 12.10.2026
  21. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
  22. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Clarithromycin STADA® 500 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 03/2021. abgerufen am 12.10.2026
  23. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Gabapentin-ratiopharm® 100 mg / 300 mg / 400 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 12/2025. abgerufen am 12.10.2026

Häufige Fragen

Welche Medikamente können die Zähne schädigen?

Die Produktinformationen nennen verschiedene Schäden: Mittel gegen Knochenschwund wie Alendronsäure, Ibandronsäure und Denosumab können den Kieferknochen schädigen, Ciclosporin, Valproinsäure und einige Calciumkanalblocker wie Nifedipin können das Zahnfleisch wuchern lassen, und Doxycyclin kann bei Anwendung während der Zahnentwicklung Zähne bleibend verfärben. Laut Fachinformation von Tiotropium kann Mundtrockenheit bei längerer Dauer zu Karies führen. Die beiden Tabellen auf dieser Seite zeigen, welche Wirkstoffe mit Steckbrief Zahnschäden oder Zahnfleischwucherungen nennen. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Was ist eine Kieferosteonekrose?

Bei einer Kieferosteonekrose stirbt Knochengewebe im Kiefer ab. Laut Rote-Hand-Brief zu Denosumab vom 3. September 2014 wird der Kieferknochen dabei nekrotisch, liegt frei und ist nach 8 Wochen nicht abgeheilt. Mögliche Anzeichen sind laut Packungsbeilagen Schmerzen im Mund oder Kiefer, Schwellungen, wunde oder nicht heilende Stellen, Ausfluss, ein Taubheits- oder Schweregefühl im Kiefer und lockere Zähne. Die Packungsbeilage von Prolia beschreibt sie als schmerzhaften Zustand, der schwierig zu behandeln sein kann.

Muss ich meiner Zahnarztpraxis sagen, dass ich ein Mittel gegen Osteoporose nehme?

Ja. Die Packungsbeilagen von Alendronsäure und Denosumab bitten Sie, Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt über die Behandlung zu informieren, wenn Sie in zahnärztlicher Behandlung sind, ein Eingriff geplant ist oder ein Zahn gezogen werden soll. Vor Beginn der Behandlung sollen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt Probleme mit Zähnen oder Zahnfleisch mitteilen. Möglicherweise wird eine zahnärztliche Untersuchung empfohlen. Zu Denosumab gehört eine Patientenerinnerungskarte mit diesen Hinweisen.

Welche Medikamente lassen das Zahnfleisch wachsen?

Laut IQWiG können bestimmte Medikamente zu einem übermäßigen Wachstum des Zahnfleischs führen, zum Beispiel Mittel, die das Immunsystem unterdrücken, und Medikamente gegen Gefäß- und Herzkrankheiten. Die Packungsbeilage von Ciclosporin stuft das übermäßige Wachstum des Zahnfleischs als häufig ein, die Fachinformation von Valproinsäure ebenso Zahnfleischerkrankungen, hauptsächlich Zahnfleischwucherungen. Bei Calciumkanalblockern wie Nifedipin (selten) oder Amlodipin (sehr selten) nennen die Packungsbeilagen Zahnfleischwucherungen bzw. Schwellungen des Zahnfleischs.

Können Antibiotika die Zähne verfärben?

Ja, einige. Bei Wirkstoffen der Tetracyclin-Gruppe wie Doxycyclin kann es laut Fachinformation während der Zahnentwicklung (in der letzten Hälfte der Schwangerschaft, im Säuglingsalter und bei Kindern bis 8 Jahre) zu bleibenden gelb-grau-braunen Zahnverfärbungen kommen. Doxycyclin darf deshalb bei Kindern unter 8 Jahren nur bei schwerwiegenden oder lebensbedrohlichen Erkrankungen angewendet werden, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt und es keine angemessene andere Behandlung gibt. Eine sehr selten auftretende Verfärbung durch Erythromycin-Saft kann sich durch intensive Reinigung wieder entfernen lassen. Verfärbungen durch Cefaclor-Saft sind laut Fachinformation normalerweise durch intensive Mundhygiene während der Behandlung zu vermeiden.

Kann Mundtrockenheit durch Medikamente Karies verursachen?

Das ist möglich. Laut Fachinformation von Tiotropium kann Mundtrockenheit, wie sie unter Mitteln mit anticholinerger Wirkung beobachtet wurde, bei längerer Dauer zum Auftreten von Karies führen. Die Packungsbeilage rät deshalb zu gründlicher Zahnhygiene: den Mund ausspülen und regelmäßig die Zähne putzen. Mehr dazu auf der Seite Mundtrockenheit durch Medikamente.

Soll ich das Medikament absetzen, wenn meine Zähne Probleme machen?

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei Anzeichen einer Kieferosteonekrose unter Denosumab oder Ibandronsäure wenden Sie sich laut Packungsbeilagen unverzüglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und Ihre Zahnarztpraxis, unter Alendronsäure an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Zahnarztpraxis. Ob die Behandlung unterbrochen wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Die Fachinformation von Ibandronsäure nennt eine vorübergehende Unterbrechung als Möglichkeit, bis der Zustand behoben ist.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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