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Nifedipin: Nebenwirkungen und Wirkung
Nifedipin ist ein verschreibungspflichtiger Calciumantagonist zur Behandlung von Angina pectoris und Bluthochdruck. Sehr häufig sind Kopfschmerzen und Wassereinlagerungen, häufig Schwindel, Herzklopfen, Gesichtsrötung und Verstopfung. Vor allem zu Beginn der Behandlung können Angina-pectoris-Anfälle auftreten. Grapefruitsaft kann die blutdrucksenkende Wirkung verstärken und sollte im zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung gemieden werden.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
- Häufig: Schwindel, Benommenheit, Schwächegefühl[1, 2]
- Häufig: Herzklopfen (Palpitationen)[1, 2]
- Sehr häufig: Gewebeschwellung durch Flüssigkeitsansammlung (periphere Ödeme)[1, 2]
- Häufig: Erweiterung der Blutgefäße, zum Beispiel Gesichtsrötung (Flush)[1, 2]
- Häufig: Verstopfung, Übelkeit[1, 2]
- Häufig: Schmerzhafte Schwellung und Rötung von Armen und Beinen (Erythromelalgie), insbesondere zu Beginn der Behandlung[1, 2]
- Häufig: Schwitzen[1, 2]
- Häufig: Allgemeines Unwohlsein[1, 2]
Wofür wird Nifedipin eingesetzt?
Nifedipin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der Calciumantagonisten [1, 2]. Retardtabletten mit Nifedipin werden laut Packungsbeilage angewendet bei Beschwerden wie Schmerzen oder Engegefühl in der Brust, wenn der Herzmuskel nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird (Angina pectoris). Das gilt für die Angina pectoris bei Belastung (chronisch stabile Angina pectoris) und für die Form, die durch eine Verkrampfung der Herzkranzgefäße entsteht (vasospastische Angina pectoris, auch Prinzmetal-Angina) [1, 2]. Mehr zur Erkrankung lesen Sie unter Koronare Herzkrankheit.
Außerdem werden die Retardtabletten bei Bluthochdruck eingesetzt, der keine organische Ursache hat (essentielle Hypertonie) [1, 2]. Retardtabletten sind eine Darreichungsform mit verzögerter Wirkstofffreigabe [2]. Daneben gibt es schnell freisetzende Tropfen mit eigener Packungsbeilage: Sie sind zusätzlich für die Bluthochdruckkrise zugelassen. Bei Bluthochdruck oder chronischer Angina pectoris haben sich unter schnell freisetzenden Darreichungsformen Hinweise auf einen dosisabhängigen Anstieg von Komplikationen des Herz-Kreislauf-Systems, etwa Herzinfarkten, und eine erhöhte Sterblichkeit ergeben; dort sind die Tropfen deshalb nur dann einzusetzen, wenn andere Arzneimittel nicht angezeigt sind [4]. Die Angaben auf dieser Seite beziehen sich auf die Retardtabletten.
Wie wirkt Nifedipin?
Nifedipin hemmt den Einstrom von Calcium durch die sogenannten langsamen Calciumkanäle in die Zellen. Es wirkt vor allem an den glatten Muskelzellen der Herzkranzarterien und der Blutgefäße, die im Körper den Widerstand für den Blutfluss bestimmen. Die Gefäße entspannen und weiten sich (Vasodilatation), der Gefäßwiderstand sinkt und damit der Blutdruck [2]. Am Herzen erweitert Nifedipin vor allem die großen Herzkranzarterien, wodurch die Durchblutung des Herzmuskels verbessert werden kann. Auf den Herzmuskel selbst hat es in üblichen Dosen praktisch keine direkte Wirkung [2].
Zu Beginn der Behandlung kann der Körper die Gefäßerweiterung reflektorisch mit einem schnelleren Herzschlag und einer höheren Pumpleistung beantworten; bei Langzeitbehandlung kehrt die Pumpleistung auf den Ausgangswert zurück [2]. Nifedipin wird in der Leber fast vollständig abgebaut, und zwar unter Beteiligung eines bestimmten Enzymsystems (Cytochrom P450 3A4). Deshalb können andere Arzneimittel und Grapefruitsaft, die dieses Enzymsystem beeinflussen, die Wirkung verändern [1, 2]. Bei schnell freisetzenden Zubereitungen liegt die Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) bei 1,7 bis 3,4 Stunden [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" weniger als 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Sehr häufig sind Kopfschmerzen und Gewebeschwellungen durch Flüssigkeitsansammlung, also Wassereinlagerungen. Häufig sind Schwindel, Benommenheit, Herzklopfen, eine Erweiterung der Blutgefäße, zum Beispiel mit Gesichtsrötung, Verstopfung, Übelkeit, Schwitzen und eine schmerzhafte Rötung und Schwellung von Armen und Beinen (Erythromelalgie), insbesondere zu Beginn der Behandlung [1, 2]. Selten wuchert das Zahnfleisch (Gingivahyperplasie); mehr dazu unter Zahnschäden [1, 2].
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Gefäße und KreislaufGewebeschwellung durch Flüssigkeitsansammlung (periphere Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemSchwindel, Benommenheit, Schwächegefühl[1, 2]Mehr dazu: SchwindelMüdigkeitSchwäche (Asthenie)
- HerzHerzklopfen (Palpitationen)[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- Gefäße und KreislaufErweiterung der Blutgefäße, zum Beispiel Gesichtsrötung (Flush)[1, 2]Mehr dazu: Hitzewallungen
- Magen und DarmVerstopfung, Übelkeit[1, 2]Mehr dazu: VerstopfungÜbelkeit
- HautSchmerzhafte Schwellung und Rötung von Armen und Beinen (Erythromelalgie), insbesondere zu Beginn der Behandlung[1, 2]
- HautSchwitzen[1, 2]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
- Allgemeine BeschwerdenAllgemeines Unwohlsein[1, 2]
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- ImmunsystemAllergische Reaktionen, allergisch bedingte Gewebeschwellung, Schwellung von Gesicht und Schleimhaut in Mund und Rachen (Angioödem) einschließlich Kehlkopfschwellung, die lebensbedrohlich verlaufen kann[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
- ImmunsystemJuckreiz (Pruritus), Hautausschlag (Exanthem)[1, 2]Mehr dazu: JuckreizHautausschlag
- PsycheAngstreaktionen, Schlafstörungen[1, 2]Mehr dazu: AngstSchlafstörungen
- NervensystemMigräne[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- NervensystemMuskelzittern (Tremor)[1, 2]Mehr dazu: Zittern
- NervensystemMissempfindungen wie Kribbeln oder pelziges Gefühl, unter Umständen auch schmerzhaft (Par- und Dysästhesie)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- NervensystemSchläfrigkeit oder Müdigkeit, Nervosität[1, 2]Mehr dazu: MüdigkeitUnruhe und Nervosität
- AugenSehstörungen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- HerzErhöhte Pulsfrequenz (Tachykardie)[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- HerzSchmerzen im Brustraum (Angina pectoris): Vor allem zu Beginn der Behandlung können Angina-pectoris-Anfälle auftreten, bei bestehender Angina pectoris können Häufigkeit, Dauer und Schwere der Anfälle zunehmen; vereinzelt wurde ein Herzinfarkt beschrieben[1, 2]
- Gefäße und KreislaufBlutdruckabfall (Hypotonie), kurz andauernde Ohnmacht (Synkope)[1, 2]Mehr dazu: Niedriger Blutdruck
- AtemwegeNasenbluten, verstopfte Nase, Atemnot[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue FleckenVerstopfte NaseAtemnot
- Magen und DarmSchmerzen im Magen-Darm-Bereich und Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen, Mundtrockenheit[1, 2]Mehr dazu: BauchschmerzenSodbrennen und VerdauungsbeschwerdenBlähungenMundtrockenheit
- Leber und GalleVorübergehender Anstieg der Leberenzymwerte[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautHautrötung mit Wärmegefühl (Erythem)[1, 2]
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelkrämpfe, geschwollene Gelenke, Muskelschmerzen (Myalgie)[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Nieren und HarnwegeVermehrter Harndrang und vermehrte tägliche Urinausscheidung (Polyurie)[1, 2]Mehr dazu: Häufiges Wasserlassen
- Nieren und HarnwegeSchmerzhafter Harndrang mit erschwertem Wasserlassen (Dysurie)[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
- Nieren und HarnwegeBei eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) vorübergehende Verschlechterung der Nierenfunktion möglich[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
- Geschlechtsorgane und BrustErektionsstörungen (erektile Dysfunktion)[1, 2]Mehr dazu: Erektionsstörungen
- Allgemeine BeschwerdenUnspezifische Schmerzen, Schüttelfrost[1, 2]
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemBlutbildveränderungen: weniger rote und weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen (Anämie, Leukopenie, Thrombopenie), Haut- und Schleimhautblutungen bei verminderter Blutplättchenzahl (thrombozytopenische Purpura)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsBlutungen und blaue Flecken
- ImmunsystemNesselsucht (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: Nesselsucht
- Stoffwechsel und ErnährungErhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker
- Magen und DarmZahnfleischwucherung (Gingivahyperplasie)[1, 2]Mehr dazu: Zahnfleischwucherungen
- Magen und DarmAppetitlosigkeit, Völlegefühl, Aufstoßen[1, 2]Mehr dazu: AppetitlosigkeitBlähungen
- Leber und GalleGelbsucht (Ikterus)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautAllergische Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensitivität)[1, 2]Mehr dazu: Lichtempfindlichkeit der Haut
- HautTastbare, kleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhaut (palpable Purpura)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Geschlechtsorgane und BrustVergrößerung der männlichen Brust (Gynäkomastie), die sich nach dem Absetzen zurückbildet[1, 2]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemHochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- HerzHerzinfarkt[1, 2]
- HautSchuppende Hautentzündung (exfoliative Dermatitis)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- ImmunsystemAkute allergische Allgemeinreaktionen, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können (anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen)[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- NervensystemHerabgesetzte Empfindung von Berührungsreizen (Hypästhesie)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- AugenAugenschmerzen[1, 2]
- AtemwegeKurzatmigkeit[1]Mehr dazu: Atemnot
- AtemwegeFlüssigkeit in der Lunge (Lungenödem); die Fälle wurden bei Anwendung als wehenhemmendes Mittel (Tokolytikum) in der Schwangerschaft berichtet[2]Mehr dazu: Atemnot
- Magen und DarmErbrechen, Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis)[1, 2]Mehr dazu: Erbrechen
- HautSchwerwiegende und lebensbedrohliche Hautveränderungen mit Ablösung und Blasenbildung der Oberhaut (Syndrom der verbrühten Haut, toxische epidermale Nekrolyse)[1, 2]Mehr dazu: Schwere Hautreaktionen
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen (Arthralgie)[1, 2]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Gelegentlich können insbesondere zu Beginn der Behandlung Angina-pectoris-Anfälle auftreten; bei bestehender Angina pectoris können Häufigkeit, Dauer und Schwere der Anfälle zunehmen, vereinzelt ist ein Herzinfarkt beschrieben worden [1, 2]. Eine Schwellung von Gesicht, Mund, Rachen oder Kehlkopf (Angioödem) kann lebensbedrohlich verlaufen [1, 2]. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Mehr zu Brustschmerzen und Herzinfarkt lesen Sie unter Herzinfarkt.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Einnahme nach den Mahlzeiten: Die Packungsbeilage sieht vor, die Retardtabletten nach den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen, am besten morgens und abends und möglichst immer zur selben Uhrzeit. Teilen Sie die Tabletten nicht: Der Wirkstoff ist lichtempfindlich, und der Lichtschutz des Überzugs ginge verloren [1, 2].
Grapefruit meiden: Grapefruitsaft kann den Blutspiegel von Nifedipin erhöhen und die blutdrucksenkende Wirkung verstärken, noch mindestens 3 Tage nach dem letzten Glas. Nehmen Sie Nifedipin nicht mit Grapefruitsaft ein und meiden Sie Grapefruit im zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Grapefruit.
Schwindel und niedriger Blutdruck: Häufig treten Schwindel und Benommenheit auf, gelegentlich ein Blutdruckabfall und eine kurz andauernde Ohnmacht [1, 2]. Das Reaktionsvermögen kann beeinträchtigt sein, in verstärktem Maß zu Behandlungsbeginn, bei Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie zusammen mit Alkohol [1, 2]. Mehr dazu unter Niedriger Blutdruck.
Weitere Beschwerden: Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen oder Zahnfleischveränderungen besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; setzen Sie Nifedipin nicht eigenmächtig ab [1]. Die Behandlung bei Menschen mit niedrigem Blutdruck, einer nicht ausreichend behandelten Herzschwäche oder unter Dialyse bei starkem Bluthochdruck und verminderter Blutmenge bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle [1, 2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Weil Nifedipin über das Enzymsystem Cytochrom P450 3A4 abgebaut wird, können Mittel, die dieses System hemmen, die Wirkungen und Nebenwirkungen verstärken, etwa bestimmte Antibiotika wie Erythromycin und bestimmte Mittel gegen Pilzerkrankungen und gegen HIV. Dann sollte der Blutdruck überwacht und, falls erforderlich, eine niedrigere Nifedipin-Dosis erwogen werden [1, 2]. Rifampicin, ein Mittel gegen Tuberkulose, beschleunigt den Abbau so stark, dass keine wirksamen Blutspiegel erreicht werden; beide Mittel dürfen nicht zusammen angewendet werden [1, 2].
Nifedipin kann die Wirkung anderer Blutdrucksenker verstärken, etwa von Entwässerungsmitteln, Betablockern, ACE-Hemmern und Sartanen, und auch die blutdrucksenkende Wirkung von PDE-5-Hemmern gegen Erektionsstörungen wie Sildenafil [1, 2]. Zusammen mit Betablockern können gelegentlich Zeichen einer Herzleistungsschwäche auftreten [1, 2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose) | Nifedipin wird beschleunigt abgebaut; wirksame Blutspiegel werden nicht erreicht[1, 2] | Gleichzeitige Anwendung nicht erlaubt |
| Mittel, die das Enzym CYP3A4 hemmen: bestimmte Antibiotika (z. B. Erythromycin), Anti-HIV-Mittel (z. B. Ritonavir), bestimmte Mittel gegen Pilzerkrankungen (z. B. Ketoconazol), Fluoxetin, Nefazodon, Quinupristin/Dalfopristin, Valproinsäure, Cimetidin | Stärkere Wirkungen und mehr Nebenwirkungen von Nifedipin möglich[1, 2] | Blutdruck überwachen; falls erforderlich, wird eine niedrigere Nifedipin-Dosis erwogen |
| Trizyklische Antidepressiva, gefäßerweiternde Mittel (Vasodilatatoren), Cisaprid | Wirkungen und Nebenwirkungen von Nifedipin können verstärkt werden[1, 2] | Blutdruck überwachen; falls erforderlich, wird eine niedrigere Nifedipin-Dosis erwogen |
| Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital (Mittel gegen Epilepsie) | Wirkung von Nifedipin kann abgeschwächt werden[1, 2] | Bei Phenytoin wird die Reaktion auf Nifedipin beobachtet und gegebenenfalls eine Erhöhung der Nifedipin-Dosis erwogen; nach dem Ende der Phenytoin-Behandlung kann erneut eine Dosisanpassung nötig sein |
| Andere Blutdrucksenker: Entwässerungsmittel (Diuretika), Betablocker, ACE-Hemmer, Sartane, andere Calciumantagonisten, Alpha-Blocker, Alpha-Methyldopa; außerdem PDE-5-Hemmer (Mittel gegen Erektionsstörungen) | Blutdrucksenkende Wirkung kann verstärkt werden[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Betablocker | Gelegentlich Zeichen einer Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) oder deren Verschlechterung[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt überwacht den Behandlungsverlauf sorgfältig |
| Digoxin, Theophyllin | Blutspiegel dieser Mittel kann ansteigen[1, 2] | Auf Zeichen einer Digoxin-Überdosierung achten; falls nötig, verringert die Ärztin oder der Arzt die Digoxin-Dosis nach Bestimmung des Blutspiegels |
| Chinidin (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen) | In Einzelfällen sinkt der Chinidinspiegel unter Nifedipin und steigt nach dem Absetzen von Nifedipin deutlich an; in anderen Fällen stieg der Nifedipinspiegel durch Chinidin[1, 2] | Chinidinspiegel und Blutdruck sorgfältig kontrollieren; gegebenenfalls Nifedipin-Dosis verringern |
| Tacrolimus (gegen Abstoßung nach Transplantationen) | Erhöhte Tacrolimus-Blutspiegel möglich[1, 2] | Regelmäßige Kontrolle der Tacrolimus-Blutspiegel; Tacrolimus-Dosis im Einzelfall verringern |
| Vincristin (Mittel gegen Tumoren) | Vincristin wird langsamer ausgeschieden, seine Nebenwirkungen können zunehmen[1, 2] | Eine niedrigere Vincristin-Dosis kann nötig sein |
| Cephalosporine (Antibiotika, z. B. Cefixim) | Höhere Cephalosporin-Konzentration im Blut[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Magnesiumsulfat in die Vene | Übermäßiger Blutdruckabfall möglich; in der Schwangerschaft kann er Mutter und ungeborenes Kind schädigen[1, 2] | Blutdruck sorgfältig überwachen |
| Grapefruit und Grapefruitsaft | Blutspiegel von Nifedipin kann steigen und die blutdrucksenkende Wirkung sich verstärken; der Effekt hält mindestens 3 Tage nach dem letzten Grapefruitsaft an[1, 2] | Nicht mit Grapefruitsaft einnehmen; Grapefruit im zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung meiden |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Nifedipin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Bei einem Schock, einer höhergradigen Verengung der Aortenklappe, bei Brustschmerzen schon in Ruhe (instabile Angina pectoris) und in den ersten 4 Wochen nach einem akuten Herzinfarkt darf Nifedipin nicht eingenommen werden [1, 2]. Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist unter anderem bei stark erniedrigtem Blutdruck (systolisch unter 90 mmHg) und bei einer nicht ausreichend behandelten Herzschwäche nötig; mehr dazu unter Herzinsuffizienz [1, 2]. Die Retardtabletten enthalten Lactose [1, 2].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Nifedipin oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Schock (Herz-Kreislauf-Schock)[1, 2]
- Höhergradige Verengung der Aortenklappe (Aortenstenose)[1, 2]
- Instabile Angina pectoris, also Beschwerden wie Schmerzen oder Engegefühl in der Brust schon in Ruhe[1, 2]
- Akuter Herzinfarkt innerhalb der letzten 4 Wochen[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme von Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose)[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Niedriger Blutdruck (systolisch unter 90 mmHg): regelmäßige ärztliche Kontrolle nötig[1, 2]
- Nicht ausreichend behandelte Herzmuskelschwäche (dekompensierte Herzinsuffizienz)[1, 2]
- Dialyse bei starkem Bluthochdruck und verminderter Blutmenge: Ein deutlicher Blutdruckabfall kann auftreten[1, 2]
- Schwangerschaft und Stillzeit[1, 2]
- Schwere Durchblutungsstörungen des Gehirns (cerebrovasculäre Erkrankung): Behandlung mit einer niedrigeren Dosis[1, 2]
- Eingeschränkte Leberfunktion: sorgfältige Überwachung, gegebenenfalls ist eine Dosisverringerung notwendig[1, 2]
- Ältere Menschen: Bei der Dauerbehandlung kann eine geringere Dosis erforderlich sein[1, 2]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Anwendung nicht empfohlen, da es nur begrenzte Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit gibt[1, 2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Retardtabletten enthalten Lactose[1, 2]
- Kinderwunsch bei Männern: Nifedipin kann in Einzelfällen die Spermienfunktion beeinträchtigen; bleiben wiederholte künstliche Befruchtungen erfolglos, sollte Nifedipin als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Zur Schwangerschaft und Stillzeit weichen die Angaben voneinander ab: Packungsbeilage und Fachinformation raten von der Anwendung in der Schwangerschaft ab und empfehlen bei Retardtabletten ein Abstillen, während das Beratungszentrum Embryotox Nifedipin in der gesamten Schwangerschaft zur Blutdrucksenkung für einsetzbar hält und in der Stillzeit zu den Calciumantagonisten der Wahl zählt [1, 2, 3]. Die Karten nennen beide Einschätzungen; sprechen Sie vor einer Schwangerschaft mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Eine schädliche Wirkung auf das ungeborene Kind und den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Laut Packungsbeilage sollten Sie Nifedipin deshalb nicht während der Schwangerschaft anwenden. Jede Anwendung in der Schwangerschaft sollte erst nach sehr sorgfältiger individueller Abwägung von Nutzen und Risiko erfolgen und nur infrage kommen, wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten nicht infrage kommen oder sich als unwirksam erwiesen haben.[1, 2]
Laut Fachinformation ist aus der klinischen Erfahrung kein spezifisches Risiko vor der Geburt erkennbar; berichtet wurde aber über mehr Fälle von Sauerstoffmangel rund um die Geburt (perinatale Asphyxie), Kaiserschnitt, Frühgeburt und Wachstumsverzögerung im Mutterleib. Ob das am Bluthochdruck, an seiner Behandlung oder am Wirkstoff liegt, ist unklar. Bei Anwendung als wehenhemmendes Mittel wurden akute Lungenödeme beobachtet.[2]
Laut Embryotox kann Nifedipin in der gesamten Schwangerschaft zur Blutdrucksenkung eingesetzt werden; im ersten Schwangerschaftsdrittel sind dort bei ausreichender Wirksamkeit und Verträglichkeit Alpha-Methyldopa und Metoprolol wegen des größeren Erfahrungsumfangs vorzuziehen. Die bisher vorliegenden Daten beim Menschen ergaben kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Nifedipin geht in die Muttermilch über. Laut Packungsbeilage sollten Sie abstillen, wenn eine Behandlung in der Stillzeit notwendig ist, weil keine Erfahrungen über mögliche Auswirkungen auf den Säugling vorliegen; die Fachinformation empfiehlt für Zubereitungen mit verzögerter Wirkstofffreigabe ein Abstillen.[1, 2]
Laut Embryotox kann unter Nifedipin uneingeschränkt gestillt werden; Embryotox zählt Nifedipin zu den Calciumantagonisten der Wahl in der Stillzeit.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Zusammen mit Alkohol kann das Reaktionsvermögen verstärkt beeinträchtigt sein.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Durch individuell unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt ist, verstärkt bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.[1, 2]
Einnahme
Nach den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) einnehmen, am besten morgens und abends und möglichst immer zur selben Uhrzeit. Zwischen den Einzeldosen werden 12 Stunden Abstand empfohlen, jedoch nicht weniger als 4 Stunden. Nicht mit Grapefruitsaft einnehmen.[1, 2]
Die Retardtabletten nicht teilen: Der Wirkstoff ist lichtempfindlich, und der Lichtschutz durch den Überzug wäre sonst nicht mehr gewährleistet.[1, 2]
Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge einnehmen.[1]
Absetzen
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht, ohne es vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt abgesprochen zu haben. Das Beenden der Behandlung sollte, insbesondere bei hoher Dosierung, schrittweise erfolgen.[1, 2]
Überdosierung
Eine Überdosierung kann zu starkem Blutdruckabfall, verlangsamtem oder beschleunigtem Herzschlag, Bewusstseinstrübung bis zu tiefer Bewusstlosigkeit, erhöhtem Blutzucker, Minderdurchblutung wichtiger Organe und einem Schock durch Herzversagen mit Flüssigkeit in der Lunge (Lungenödem) führen. Verständigen Sie bei Verdacht sofort eine Ärztin, einen Arzt oder den Notarzt.[1]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage der Retardtabletten nennt eine übliche Dosis für Erwachsene, die je nach Krankheitsbild einschleichend erreicht werden sollte, und Hinweise für bestimmte Patientengruppen [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Für die schnell freisetzenden Tropfen gelten eigene Angaben in deren Packungsbeilage [1, 4].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Nifedipin immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein. Zwischen zwei Einnahmen werden 12 Stunden Abstand empfohlen, jedoch nicht weniger als 4 Stunden. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge. Die Dauer der Einnahme bestimmt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt; sprechen Sie mit ihr oder ihm, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist [1].
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht ohne vorherige Absprache. Das Beenden sollte, insbesondere bei hoher Dosierung, schrittweise erfolgen [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente absetzen. Bei Verdacht auf eine Überdosierung verständigen Sie sofort eine Ärztin, einen Arzt oder den Notarzt [1]; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Nifedipin
Nifedipin gibt es als Retardtabletten und als schnell freisetzende Tropfen; beide Formen haben eigene Packungsbeilagen mit teils unterschiedlichen Anwendungsgebieten [1, 4]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Nifedipin AbZ Retardtabletten [1, 2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Nifedipin AbZ 20 mg Retardtabletten | AbZ-Pharma GmbH | verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Nifedipin-ratiopharm 20 mg/ml Tropfen | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; schnell freisetzend, eigene Packungsbeilage mit abweichenden Anwendungsgebieten |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nifedipin AbZ 20 mg Retardtabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 10/2020. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Nifedipin AbZ 20 mg Retardtabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 10/2020. abgerufen am 11.10.2026
- Embryotox Embryotox: Nifedipin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Nifedipin-ratiopharm 20 mg/ml Tropfen (schnell freisetzend). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wofür wird Nifedipin eingesetzt?
Nifedipin-Retardtabletten sind zugelassen zur Behandlung von Bluthochdruck ohne organische Ursache und von Angina pectoris, also Schmerzen oder Engegefühl in der Brust bei unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels, sowohl bei Belastung als auch durch Gefäßverkrampfung. Schnell freisetzende Tropfen sind zusätzlich für die Bluthochdruckkrise zugelassen; bei Bluthochdruck und chronischer Angina pectoris sind sie nur dann einzusetzen, wenn andere Arzneimittel nicht angezeigt sind.
Sind geschwollene Beine unter Nifedipin eine Nebenwirkung?
Ja. Gewebeschwellungen durch Flüssigkeitsansammlung (periphere Ödeme) gehören laut Packungsbeilage zu den sehr häufigen Nebenwirkungen und können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen. Häufig ist außerdem eine schmerzhafte Schwellung und Rötung von Armen und Beinen (Erythromelalgie), insbesondere zu Beginn der Behandlung. Setzen Sie Nifedipin nicht eigenmächtig ab, sondern sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Darf ich Grapefruitsaft trinken, wenn ich Nifedipin nehme?
Nein. Grapefruitsaft hemmt den Abbau von Nifedipin; der Blutspiegel kann steigen und die blutdrucksenkende Wirkung sich verstärken. Der Effekt hält mindestens 3 Tage nach dem letzten Grapefruitsaft an. Nifedipin darf deshalb nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden, und Grapefruit sollte im zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung gemieden werden.
Kann Nifedipin Kopfschmerzen auslösen?
Ja. Kopfschmerzen sind die einzige Nebenwirkung des Nervensystems, die die Packungsbeilage als sehr häufig einstuft, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten. Gelegentlich, bei bis zu 1 von 100, kommt es zu Migräne. Halten die Beschwerden an oder belasten sie Sie, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Darf ich Nifedipin in der Schwangerschaft und Stillzeit nehmen?
Laut Packungsbeilage sollten Sie Nifedipin nicht während der Schwangerschaft anwenden; jede Anwendung kommt erst nach sehr sorgfältiger Abwägung infrage. In der Stillzeit sollten Sie laut Packungsbeilage abstillen, wenn eine Behandlung nötig ist. Das Beratungszentrum Embryotox schätzt das anders ein: Dort kann Nifedipin in der gesamten Schwangerschaft zur Blutdrucksenkung eingesetzt werden und gehört in der Stillzeit zu den Calciumantagonisten der Wahl. Im ersten Schwangerschaftsdrittel sind dort bei gegebener Wirksamkeit und Verträglichkeit Alpha-Methyldopa und Metoprolol vorzuziehen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Darf ich Nifedipin zusammen mit Potenzmitteln wie Sildenafil nehmen?
PDE-5-Hemmer, zu denen Mittel gegen Erektionsstörungen wie Sildenafil gehören, können die blutdrucksenkende Wirkung von Nifedipin verstärken. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen.
Kann ich Nifedipin einfach absetzen?
Nein. Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht, ohne es vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt abgesprochen zu haben. Das Beenden sollte, insbesondere bei hoher Dosierung, schrittweise erfolgen.
Darf ich mit Nifedipin Auto fahren?
Das Reaktionsvermögen kann so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt ist. Das gilt verstärkt zu Behandlungsbeginn, bei Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie zusammen mit Alkohol. Schwindel und Benommenheit gehören laut Packungsbeilage zu den häufigen Nebenwirkungen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Wirkstoffgruppen Calciumkanalblocker (Calciumantagonisten)Calciumkanalblocker wie Amlodipin und Nifedipin erweitern die Blutgefäße.