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Ibandronsäure (Bonviva): Nebenwirkungen und Wirkung
Ibandronsäure ist ein verschreibungspflichtiges Bisphosphonat zur Behandlung der Osteoporose bei Frauen nach den Wechseljahren mit erhöhtem Risiko für Knochenbrüche, als Tablette einmal im Monat oder als Spritze in die Vene alle 3 Monate. Häufig sind Kopfschmerzen, grippeähnliche Beschwerden, Magen-Darm-Beschwerden und Hautausschlag; die Tablette muss nüchtern, aufrecht und nur mit Wasser eingenommen werden. Starke Schmerzen beim Schlucken, Kieferbeschwerden, Schwellungen im Gesicht oder neue Schmerzen in Oberschenkel oder Leiste melden Sie umgehend ärztlich.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Kopfschmerzen[1, 2, 3, 4]
- Häufig: Bei der Tablette: Sodbrennen (Reflux), Schmerzen beim Schlucken, Magen- oder Bauchschmerzen (möglicherweise durch eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt), Magenverstimmung, Übelkeit, Durchfall[1, 2]
- Häufig: Bei der Tablette: Muskelkrämpfe, Steifheit in Gelenken und Gliedmaßen; laut Fachinformation auch Gelenk- und Muskelschmerzen[1, 2]
- Häufig: Grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Schüttelfrost und Zittern, Unwohlsein sowie Knochen-, Muskel- und Gelenkschmerzen; laut Fachinformation meist nach der ersten Dosis, kurz und leicht bis mäßig[1, 2, 3, 4]
- Häufig: Hautausschlag[1, 2, 3, 4]
- Häufig: Bei der Spritze: Magen- oder Bauchschmerzen (möglicherweise durch eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt), Magenverstimmung, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung[3, 4]
- Häufig: Bei der Spritze: Schmerzen in Muskeln, Gelenken oder im Rücken[3, 4]
- Häufig: Bei der Spritze: Müdigkeit und Erschöpfung[3, 4]
Wofür wird Ibandronsäure eingesetzt?
Ibandronsäure gehört zu den Bisphosphonaten und ist verschreibungspflichtig [1, 2, 5]. Zugelassen ist sie zur Behandlung der Osteoporose bei Frauen nach den Wechseljahren mit erhöhtem Risiko für Knochenbrüche. Gezeigt wurde eine Abnahme von Wirbelbrüchen; eine Wirkung auf Oberschenkelhalsbrüche ist nicht belegt [1, 2, 3, 4]. Bonviva gibt es als Filmtablette zur Einnahme einmal im Monat und als Injektionslösung in einer Fertigspritze, die alle 3 Monate in die Vene gespritzt wird [1, 3].
Die Packungsbeilage beschreibt Osteoporose als Ausdünnung und Schwächung der Knochen, die häufig bei Frauen nach den Wechseljahren vorkommt; in den Wechseljahren stellen die Eierstöcke die Bildung des Hormons Östrogen ein, das hilft, die Knochen gesund zu erhalten. Weitere Risikofaktoren für Knochenbrüche sind ein Mangel an Calcium und Vitamin D in der Nahrung, Rauchen oder zu viel Alkohol, Bewegungsmangel und Osteoporose in der Familie. Eine ausgewogene, calcium- und vitamin-D-reiche Ernährung, Bewegung und der Verzicht auf Rauchen und zu viel Alkohol unterstützen laut Packungsbeilage den Behandlungserfolg [1].
Wie wirkt Ibandronsäure?
Ibandronsäure wirkt gezielt auf das Knochengewebe und hemmt die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten), ohne die Knochenbildung direkt zu beeinflussen. Bei Frauen nach den Wechseljahren sinkt so der erhöhte Knochenumbau; die Knochenmasse nimmt zu, und Knochenbrüche werden seltener [2]. Laut Packungsbeilage wird bei den meisten Frauen der weitere Knochenverlust gestoppt, auch wenn sie keinen Unterschied sehen oder spüren [1].
Aus der Tablette wird nur etwa 0,6 Prozent des Wirkstoffs aufgenommen; zusammen mit einem Frühstück sinkt die Aufnahme um 90 Prozent. Eine Einnahme 60 Minuten vor der ersten Mahlzeit verringert sie dagegen nicht bedeutsam [2]. Etwa 40 bis 50 Prozent des Wirkstoffs im Blut werden in den Knochen eingelagert, der Rest wird unverändert über die Nieren ausgeschieden [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilagen von Tablette und Spritze eine Häufigkeit angeben; Angaben, die nur für die Tablette oder nur für die Spritze gelten, sind gekennzeichnet. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2, 3, 4]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Am häufigsten berichtet wurden laut Fachinformation Gelenkschmerzen und grippeähnliche Beschwerden; sie treten meist im Zusammenhang mit der ersten Dosis auf, sind kurz und gehen im Verlauf der weiteren Behandlung ohne zusätzliche Maßnahmen zurück [2]. Zu den schwerwiegendsten Nebenwirkungen zählt die Fachinformation schwere allergische Reaktionen, atypische Oberschenkelbrüche, das Absterben von Kieferknochen, Reizungen des Magen-Darm-Trakts und Augenentzündungen [2]. Mehr zu Brüchen unter Medikamenten lesen Sie unter Knochenschwund und Knochenbrüche durch Medikamente.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Magen und DarmBei der Tablette: Sodbrennen (Reflux), Schmerzen beim Schlucken, Magen- oder Bauchschmerzen (möglicherweise durch eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt), Magenverstimmung, Übelkeit, Durchfall[1, 2]Mehr dazu: Sodbrennen und VerdauungsbeschwerdenBauchschmerzenÜbelkeitDurchfall
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei der Tablette: Muskelkrämpfe, Steifheit in Gelenken und Gliedmaßen; laut Fachinformation auch Gelenk- und Muskelschmerzen[1, 2]Mehr dazu: MuskelschmerzenGelenkschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenGrippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Schüttelfrost und Zittern, Unwohlsein sowie Knochen-, Muskel- und Gelenkschmerzen; laut Fachinformation meist nach der ersten Dosis, kurz und leicht bis mäßig[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: FieberMuskelschmerzenGelenkschmerzen
- HautHautausschlag[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: Hautausschlag
- Magen und DarmBei der Spritze: Magen- oder Bauchschmerzen (möglicherweise durch eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt), Magenverstimmung, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung[3, 4]Mehr dazu: BauchschmerzenSodbrennen und VerdauungsbeschwerdenÜbelkeitDurchfallVerstopfung
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei der Spritze: Schmerzen in Muskeln, Gelenken oder im Rücken[3, 4]Mehr dazu: MuskelschmerzenGelenkschmerzenRückenschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenBei der Spritze: Müdigkeit und Erschöpfung[3, 4]Mehr dazu: Müdigkeit
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Magen und DarmBei der Tablette: Schwere Entzündung der Speiseröhre, auch mit Geschwüren oder Verengung, mit starken Schmerzen im Brustkorb oder beim Schlucken, starker Übelkeit oder Erbrechen und Schluckbeschwerden[1, 2]Mehr dazu: Sodbrennen und VerdauungsbeschwerdenErbrechen
- Magen und DarmBei der Tablette: Blähungen[1, 2]Mehr dazu: Blähungen
- NervensystemBei der Tablette: Schwindel[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei der Tablette: Rückenschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Rückenschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenBei der Tablette: Müdigkeit und Erschöpfung[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- ImmunsystemAsthmaanfälle (Verschlimmerung eines Asthmas)[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: Atemnot
- Stoffwechsel und ErnährungZu niedriger Calcium-Spiegel im Blut (Hypokalzämie) mit Muskelkrämpfen oder Spasmen und/oder Kribbeln in den Fingern oder um den Mund[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: MuskelschmerzenKribbeln und Taubheitsgefühl
- Gefäße und KreislaufBei der Spritze: Venenentzündung (Phlebitis, Thrombophlebitis)[3, 4]
- Allgemeine BeschwerdenBei der Spritze: Schmerzen oder Verletzungen an der Injektionsstelle, Schwächegefühl (Asthenie)[3, 4]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei der Spritze: Knochenschmerzen[3, 4]
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemAllergische Reaktion mit Juckreiz und Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Rachen mit Atembeschwerden; laut Fachinformation Überempfindlichkeitsreaktionen, Angioödem und Gesichtsschwellung[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: Allergische ReaktionenJuckreizSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnot
- HautNesselsucht (Urtikaria)[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: Nesselsucht
- AugenAnhaltende Augenschmerzen und Augenentzündungen[1, 2, 3, 4]
- Muskeln, Knochen und GelenkeUngewöhnliche (atypische) Brüche des Oberschenkelknochens; neu auftretende Schmerzen, Schwäche oder Beschwerden in Oberschenkel, Hüfte oder Leiste können ein frühes Anzeichen sein[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche
- Magen und DarmBei der Tablette: Entzündung des Zwölffingerdarms (Duodenitis) mit Bauchschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Bauchschmerzen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- Muskeln, Knochen und GelenkeAbsterben von Knochengewebe des Kiefers (Kieferknochennekrose), erkennbar etwa an Schmerzen oder Entzündungen in Mund oder Kiefer; kann auch noch nach dem Ende der Behandlung auftreten[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: Zahnschäden
- Ohr und GleichgewichtSchädigung der Knochen im äußeren Gehörgang mit möglichen Anzeichen wie Ohrenschmerzen, Ausfluss aus dem Ohr und/oder einer Ohrinfektion[1, 2, 3, 4]
- ImmunsystemSchwerwiegende, möglicherweise lebensbedrohliche allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion, Schock)[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- HautSchwere Hautreaktionen; laut Fachinformation Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme und blasenbildende Hautentzündung (Dermatitis bullosa)[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: Schwere Hautreaktionen
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Muskeln, Knochen und GelenkeUngewöhnliche (atypische) Brüche anderer langer Knochen, z. B. von Elle (Unterarm) und Schienbein, bei Langzeitbehandlung; manche Betroffene haben vorher Schmerzen im Bereich des späteren Bruchs[1, 2, 3, 4]Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Bei diesen schwerwiegenden Nebenwirkungen benötigen Sie laut Packungsbeilage möglicherweise sofort eine medizinische Notfallbehandlung [1, 3]. Beschwerden der Speiseröhre können vor allem dann auftreten, wenn die Tablette nicht mit einem vollen Glas Wasser eingenommen wurde oder wenn Sie sich innerhalb einer Stunde danach hingelegt haben [1]. Nach Gabe in die Vene wurden schwere, auch tödliche allergische Reaktionen berichtet; deshalb muss bei der Injektion eine Notfallausrüstung bereitstehen [4].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Speiseröhre und Magen: Die Einnahmeregeln sollen dazu beitragen, dass die Tablette rasch in den Magen gelangt und eine Reizung der Speiseröhre weniger wahrscheinlich wird: aufrecht, mit einem vollen Glas Wasser, und danach eine Stunde nicht hinlegen [1]. Laut Fachinformation scheint das Risiko für schwere Beschwerden der Speiseröhre größer zu sein, wenn die Einnahmeregeln nicht eingehalten werden oder die Einnahme trotz Beschwerden fortgesetzt wird [2].
Kiefer und Zähne: Achten Sie während der Behandlung auf gute Mundhygiene mit regelmäßigem Zähneputzen, lassen Sie regelmäßig Zahnkontrollen machen und achten Sie darauf, dass eine Zahnprothese gut sitzt. Vor einem zahnärztlichen Eingriff informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und sagen Sie Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt, dass Sie Ibandronsäure erhalten [1, 3]. Mehr dazu unter Zahnschäden durch Medikamente.
Grippeähnliche Beschwerden: Beeinträchtigen sie Sie stark oder halten sie länger als ein paar Tage an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal [1, 3]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie anwenden, kürzlich angewendet haben oder anwenden wollen [1, 3]. Bei der Tablette sind vor allem Ergänzungsmittel mit Calcium, Magnesium, Eisen oder Aluminium wichtig, außerdem Schmerz- und Entzündungsmittel wie Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen [1]. Ibandronsäure wird nicht verstoffwechselt und hemmt laut Fachinformation die wichtigsten Leberenzyme nicht; Wechselwirkungen über den Stoffwechsel gelten daher als unwahrscheinlich [2, 4].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Ergänzungsmittel und andere Arzneimittel zum Einnehmen mit Calcium, Magnesium, Eisen oder Aluminium, z. B. Mittel gegen Sodbrennen (Antazida) | Können die Aufnahme und Wirkung der Tablette beeinflussen[1, 2] | Nach der Tablette 1 Stunde warten, bevor Sie andere Arzneimittel einnehmen; laut Fachinformation mindestens 6 Stunden vorher und 1 Stunde danach keine anderen Arzneimittel zum Einnehmen |
| Acetylsalicylsäure und andere nichtsteroidale Entzündungshemmer (z. B. Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen) | Können Magen und Darm reizen; Ibandronsäure-Tabletten können das ebenfalls[1, 2] | Besonders vorsichtig sein; laut Fachinformation ist bei gleichzeitiger Anwendung Vorsicht geboten |
| Nahrung und Getränke außer Wasser, auch calciumreiches Wasser, Milch oder Fruchtsaft | Die Tablette ist dann weniger wirksam; laut Fachinformation sinkt die Aufnahme mit einem Frühstück um 90 Prozent[1, 2] | Nur mit Wasser einnehmen und danach 1 Stunde nichts essen oder trinken (außer Wasser) |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Ibandronsäure nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Ein zu niedriger Calcium-Spiegel muss vor Beginn der Behandlung behoben werden; andere Störungen des Knochen- und Mineralstoffwechsels wie ein Vitamin-D-Mangel sollten ebenfalls behandelt werden [1, 2, 3, 4]. Haben Sie Nierenprobleme, sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; bei stark eingeschränkter Nierenfunktion wird Ibandronsäure laut Fachinformation nicht empfohlen [1, 2, 3, 4].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Ibandronsäure oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2, 3, 4]
- Zu niedriger Calcium-Spiegel im Blut (Hypokalzämie), jetzt oder früher[1, 2, 3, 4]
- Tabletten: bestimmte Probleme mit der Speiseröhre wie eine Einengung oder Schluckschwierigkeiten (laut Fachinformation Missbildungen wie eine Stenose oder Achalasie, die die Entleerung der Speiseröhre verzögern)[1, 2]
- Tabletten: Unfähigkeit, mindestens eine Stunde (60 Minuten) lang zu stehen oder aufrecht zu sitzen[1, 2]
- Frauen, die noch Kinder bekommen können; Schwangerschaft und Stillzeit[1, 3]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren[1, 3]
Besondere Vorsicht bei
- Störungen des Mineralstoffwechsels wie Vitamin-D-Mangel; laut Fachinformation muss eine bestehende Hypokalzämie vor Beginn behoben werden, andere Störungen des Knochen- und Mineralstoffwechsels sollten ebenfalls behandelt werden; eine ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D ist wichtig[1, 2, 3, 4]
- Eingeschränkte Nierenfunktion, Nierenversagen oder Dialyse: Laut Fachinformation wird Ibandronsäure bei einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min (Spritze: auch bei einem Serumkreatinin über 200 µmol/l) wegen begrenzter Erfahrung nicht empfohlen; bei der Spritze sollten Patientinnen mit Begleiterkrankungen oder mit Arzneimitteln, die Nebenwirkungen an den Nieren haben können, während der Behandlung regelmäßig überwacht werden[1, 2, 3, 4]
- Tabletten: Probleme beim Schlucken oder mit der Verdauung; laut Fachinformation Vorsicht bei aktiven Problemen im oberen Magen-Darm-Trakt wie Barrett-Ösophagus, Schluckstörungen, Magenschleimhaut- oder Zwölffingerdarmentzündung oder Geschwüren[1, 2]
- Kiefer und Zähne: Vor Beginn das medizinische Fachpersonal informieren über Probleme mit Mund oder Zähnen, ein geplantes Ziehen eines Zahnes, fehlende regelmäßige Zahnkontrollen, Rauchen, frühere Behandlung mit Bisphosphonaten, Kortison (z. B. Prednisolon oder Dexamethason) oder eine Krebserkrankung. Während der Behandlung auf gute Mundhygiene und regelmäßige Zahnkontrollen achten; eine Zahnprothese sollte gut sitzen; Zahnärztin oder Zahnarzt über die Behandlung informieren[1, 2, 3, 4]
- Laut Fachinformation sollte der Beginn der Behandlung bei nicht verheilten offenen Wunden im Mund verschoben werden; bei Risikofaktoren werden vorher eine zahnärztliche Untersuchung und Vorsorgebehandlung empfohlen[2, 4]
- Ohrbeschwerden: Laut Fachinformation wurde unter Bisphosphonaten vor allem bei Langzeitbehandlung über Knochennekrosen des äußeren Gehörgangs berichtet; mögliche Risikofaktoren sind Kortison, Chemotherapie sowie Infektionen oder Verletzungen[2, 4]
- Atypische Brüche: Laut Fachinformation treten atypische Oberschenkelbrüche häufig beidseitig auf; nach einem solchen Bruch sollte auch der andere Oberschenkel untersucht werden. Schmerzen in Oberschenkel, Hüfte oder Leiste sollten während der Behandlung immer gemeldet werden[2, 4]
- Spritze: Herzprobleme, bei denen die Ärztin oder der Arzt empfohlen hat, die tägliche Trinkmenge einzuschränken[3, 4]
- Spritze: Während der Behandlung sollen Calcium- und Vitamin-D-Ergänzungsmittel eingenommen werden; ist das nicht möglich, die Ärztin oder den Arzt informieren[3, 4]
- Tabletten: Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern, die Tabletten enthalten Lactose[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilagen und Fachinformationen zu Alltag, Schwangerschaft, Stillzeit und Einnahme sagen [1, 2, 3, 4]. Eine Seite des Beratungszentrums Embryotox zu Ibandronsäure gibt es nicht; Ibandronsäure ist nur für Frauen nach den Wechseljahren bestimmt [1, 3].
Schwangerschaft
Ibandronsäure ist nur für Frauen nach den Wechseljahren bestimmt und darf nicht von Frauen angewendet werden, die noch Kinder bekommen können. Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Laut Fachinformation liegen keine ausreichenden Daten vor; Studien mit Ratten haben einige schädigende Wirkungen auf die Fortpflanzung gezeigt, das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Nicht in der Stillzeit anwenden. Laut Fachinformation ist nicht bekannt, ob Ibandronsäure in die Muttermilch übergeht; bei säugenden Ratten wurden nach Gabe in die Vene geringe Mengen in der Milch gefunden.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Die Packungsbeilage nennt zu viel Alkohol als einen Faktor, der das Risiko für Knochenbrüche erhöhen kann; zu einer gesunden Lebensweise während der Behandlung gehört, nicht zu viel Alkohol zu trinken.[1]
Autofahren und Maschinen
Es wird erwartet, dass Ibandronsäure keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen hat.[1, 2]
Einnahme
Tabletten: eine Tablette einmal im Monat an einem Tag, den Sie sich leicht merken können (dasselbe Datum oder derselbe Wochentag jeden Monat). Die Tablette frühestens 6 Stunden nach dem letzten Essen oder Trinken (außer Wasser) einnehmen, morgens nach dem Aufstehen, bevor Sie etwas essen oder trinken.[1, 2]
Tabletten: im Sitzen oder Stehen mit einem vollen Glas Wasser (mindestens 180 ml) im Ganzen schlucken, nicht kauen oder zerdrücken und nicht im Mund zergehen lassen; nicht mit calciumreichem Wasser, Fruchtsaft oder anderen Getränken. Bei Bedenken wegen eines hohen Calciumgehalts im Leitungswasser (hartes Wasser) wird mineralarmes Flaschenwasser empfohlen. In der Stunde danach nicht hinlegen, nichts essen, nichts trinken (außer Wasser) und keine anderen Arzneimittel einnehmen.[1, 2]
Tabletten vergessen: Am Morgen des gewählten Tages vergessen, später am Tag keine Tablette mehr einnehmen. Ist die nächste Einnahme nur 1 bis 7 Tage entfernt, bis dahin warten; ist es länger als 7 Tage, am nächsten Morgen eine Tablette einnehmen und dann wie geplant weitermachen. Nie zwei Tabletten in derselben Woche einnehmen.[1, 2]
Spritze: alle 3 Monate in die Vene, verabreicht von einer Ärztin, einem Arzt oder geschultem Fachpersonal, nicht selbst spritzen. Eine vergessene Injektion so bald wie möglich nachholen; danach wieder alle 3 Monate ab dem Datum der letzten Injektion.[3, 4]
Absetzen
Nehmen bzw. erhalten Sie Ibandronsäure regelmäßig, solange Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es verschreibt; die Spritze wirkt laut Packungsbeilage nur so lange gegen Osteoporose, wie die Behandlung fortgesetzt wird. Nach 5 Jahren Behandlung sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber, ob sie fortgesetzt werden soll.[1, 3]
Laut Fachinformation ist die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung bei Osteoporose nicht festgelegt; sie sollte regelmäßig individuell beurteilt werden, insbesondere nach 5 oder mehr Jahren. Bei Verdacht auf einen atypischen Oberschenkelbruch sollte ein Absetzen erwogen werden; bei einer Kieferknochennekrose ist eine vorübergehende Unterbrechung in Betracht zu ziehen.[2, 4]
Überdosierung
Tabletten: Wurden versehentlich zu viele eingenommen, trinken Sie ein volles Glas Milch und nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt auf. Lösen Sie kein Erbrechen aus und legen Sie sich nicht hin, weil die Speiseröhre verletzt werden könnte. Spritze: Eine zu große Menge kann zu niedrigen Calcium-, Phosphor- oder Magnesiumspiegeln führen, die die Ärztin oder der Arzt behandeln kann.[1, 3]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilagen nennen für die Tablette eine Einnahme einmal im Monat und für die Spritze eine Injektion alle 3 Monate; die Fachinformationen ergänzen Angaben bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion und für ältere Menschen [1, 2, 3, 4]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Ihre Behandlung legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Wählen Sie für die Tablette einen Tag im Monat, den Sie sich leicht merken können: dasselbe Datum oder denselben Wochentag [1]. Nehmen Sie sie morgens nach dem Aufstehen nüchtern ein, frühestens 6 Stunden nach dem letzten Essen oder Trinken außer Wasser, und schlucken Sie sie im Sitzen oder Stehen mit einem vollen Glas Wasser von mindestens 180 ml [1, 2]. In der folgenden Stunde legen Sie sich nicht hin, essen und trinken nichts außer Wasser und nehmen keine anderen Arzneimittel ein [1]. Die Spritze erhalten Sie alle 3 Monate von einer Ärztin, einem Arzt oder geschultem Fachpersonal in die Vene; geben Sie sie sich nicht selbst [3].
Behandeln Sie die Osteoporose regelmäßig weiter, solange Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es verschreibt; nach 5 Jahren besprechen Sie, ob die Behandlung fortgesetzt wird [1, 3]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Ibandronsäure
Grundlage dieser Seite sind die Packungsbeilagen und Fachinformationen von Bonviva 150 mg Filmtabletten und Bonviva 3 mg Injektionslösung aus der Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur [1, 2, 3, 4]. Mehr zu verwandten Wirkstoffen auf der Seite Osteoporosemittel, etwa Alendronsäure und Risedronsäure.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Bonviva 150 mg Filmtabletten | Atnahs Pharma Netherlands B.V. | Tablette einmal im Monat; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Bonviva 3 mg Injektionslösung | Atnahs Pharma Netherlands B.V. | Fertigspritze, Injektion in die Vene alle 3 Monate; eigene Packungsbeilage |
| Ibandronsäure-ratiopharm | ratiopharm GmbH | 150 mg Filmtabletten oder 3 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze |
| Ibandronsäure STADA | STADAPHARM GmbH | eigene Packungsbeilage |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Bonviva (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Bonviva 150 mg Filmtabletten. Atnahs Pharma Netherlands B.V.. Stand 04/2024. abgerufen am 11.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Bonviva (EPAR), Anhang I: Fachinformation Bonviva 150 mg Filmtabletten, und Anhang II. Atnahs Pharma Netherlands B.V.. Stand 04/2024. abgerufen am 11.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Bonviva (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Bonviva 3 mg Injektionslösung. Atnahs Pharma Netherlands B.V.. Stand 04/2024. abgerufen am 11.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Bonviva (EPAR), Anhang I: Fachinformation Bonviva 3 mg Injektionslösung. Atnahs Pharma Netherlands B.V.. Stand 04/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Ibandronsäure. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen der Bonviva-Tablette und der Spritze?
Die Tablette wird einmal im Monat geschluckt; ihre Einnahmeregeln sind laut Packungsbeilage genau zu befolgen. Die Spritze wird alle 3 Monate von einer Ärztin, einem Arzt oder geschultem Fachpersonal in die Vene gegeben; dazu sollen Calcium und Vitamin D ergänzt werden. Viele Nebenwirkungen nennen beide Packungsbeilagen mit derselben Häufigkeit; nur bei der Spritze genannt sind etwa Venenentzündungen, Beschwerden an der Einstichstelle und Verstopfung, nur bei der Tablette etwa Beschwerden der Speiseröhre.
Warum muss ich die Tablette nüchtern und aufrecht einnehmen?
Zusammen mit Nahrung ist Ibandronsäure laut Packungsbeilage weniger wirksam; laut Fachinformation sinkt die Aufnahme mit einem Frühstück um 90 Prozent. Deshalb nehmen Sie die Tablette frühestens 6 Stunden nach dem letzten Essen oder Trinken (außer Wasser), morgens nach dem Aufstehen, mit einem vollen Glas Wasser. Damit sie rasch in den Magen gelangt und eine Reizung der Speiseröhre weniger wahrscheinlich wird, bleiben Sie danach 1 Stunde aufrecht und essen und trinken nichts außer Wasser.
Was tun, wenn ich die Monatstablette vergessen habe?
Haben Sie die Tablette am Morgen des gewählten Tages vergessen, nehmen Sie später am Tag keine mehr ein. Ist die nächste Einnahme nur 1 bis 7 Tage entfernt, warten Sie bis dahin; ist es länger als 7 Tage, nehmen Sie am nächsten Morgen eine Tablette und bleiben danach bei Ihren geplanten Tagen. Nehmen Sie nie zwei Tabletten in derselben Woche.
Kann Ibandronsäure den Kieferknochen schädigen?
Sehr selten, also bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten, wurde über ein Absterben von Kieferknochen berichtet; das kann auch noch nach dem Ende der Behandlung auftreten. Achten Sie auf gute Mundhygiene, gehen Sie regelmäßig zur Zahnkontrolle und informieren Sie Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt über die Behandlung. Lockere Zähne, Schmerzen, Schwellungen, nicht heilende Wunden oder Sekret im Mund melden Sie umgehend Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und der Zahnarztpraxis.
Sind grippeähnliche Beschwerden nach Ibandronsäure normal?
Grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Schüttelfrost, Zittern, Unwohlsein sowie Knochen-, Muskel- und Gelenkschmerzen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen. Laut Fachinformation treten sie meist nach der ersten Dosis auf, sind kurz und leicht bis mäßig und gehen im Verlauf der weiteren Behandlung ohne zusätzliche Maßnahmen zurück. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn sie Sie stark beeinträchtigen oder länger als ein paar Tage anhalten.
Wie lange nimmt man Ibandronsäure?
Sie nehmen oder erhalten Ibandronsäure regelmäßig, solange Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es verschreibt. Nach 5 Jahren sollten Sie besprechen, ob die Behandlung fortgesetzt wird. Laut Fachinformation ist die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung nicht festgelegt und sollte regelmäßig individuell beurteilt werden.
Darf ich Calcium-Tabletten zusammen mit Ibandronsäure nehmen?
Nicht gleichzeitig mit der Tablette: Ergänzungsmittel mit Calcium, Magnesium, Eisen oder Aluminium können die Wirkung beeinflussen. Warten Sie nach der Monatstablette 1 Stunde, bevor Sie andere Arzneimittel einschließlich Calcium- oder Vitaminpräparaten einnehmen. Bei der Spritze sollen Sie Calcium und Vitamin D wie ärztlich empfohlen ergänzen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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