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Leflunomid: Nebenwirkungen und Wirkung

Leflunomid ist ein verschreibungspflichtiges Basistherapeutikum für Erwachsene mit aktiver rheumatoider Arthritis oder aktiver Psoriasis-Arthritis. Häufig sind Durchfall, Übelkeit, Haarausfall, Hautausschlag, eine leichte Blutdruckerhöhung und erhöhte Leberwerte. Blutbild, Leber und Blutdruck werden vor und während der Behandlung regelmäßig kontrolliert. In der Schwangerschaft darf Leflunomid nicht eingenommen werden, und weil es sehr lange im Körper bleibt, ist vor einer geplanten Schwangerschaft ein Auswaschverfahren oder eine lange Wartezeit nötig.

Frau in den Fünfzigern sitzt an einem hellen Küchentisch und öffnet mit beiden Händen langsam ein Glas mit Marmelade
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Geringe Senkung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)[1, 2]
  • Häufig: Leichte allergische Reaktionen[1, 2]
  • Häufig: Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust (im Allgemeinen unbedeutend)[1, 2]
  • Häufig: Müdigkeit (Asthenie)[1, 2]
  • Häufig: Kopfschmerzen und Schwindel[1, 2]
  • Häufig: Ungewöhnliche Hautempfindungen wie Kribbeln (Parästhesie)[1, 2]
  • Häufig: Schädigung der Nervenbahnen in Armen oder Beinen (periphere Neuropathie)[1, 2]
  • Häufig: Leichte Erhöhung des Blutdrucks[1, 2]
  • Häufig: Dickdarmentzündung (Kolitis), laut Fachinformation auch mikroskopische Kolitis wie lymphozytäre oder kollagene Kolitis[1, 2]
  • Häufig: Durchfall[1, 2]
  • Häufig: Übelkeit und Erbrechen[1, 2]
  • Häufig: Entzündung der Mundschleimhaut oder Geschwüre im Mund (zum Beispiel aphthöse Stomatitis)[1, 2]
  • Häufig: Bauchschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Erhöhte Leberwerte (Transaminasen, vor allem ALT, seltener Gamma-GT, alkalische Phosphatase und Bilirubin)[1, 2]
  • Häufig: Verstärkter Haarausfall[1, 2]
  • Häufig: Ekzem, trockene Haut, Hautausschlag und Juckreiz[1, 2]
  • Häufig: Sehnenscheidenentzündung: Schmerzen durch eine Entzündung der Hülle, die die Sehnen umgibt, gewöhnlich an Händen oder Füßen[1, 2]
  • Häufig: Erhöhung eines bestimmten Blutwerts (Kreatin-Phosphokinase, CK)[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Leflunomid eingesetzt?

Leflunomid gehört zu den Antirheumatika. Es ist ein sogenanntes Basistherapeutikum (englisch abgekürzt DMARD): ein Mittel, das in den Verlauf einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung eingreift [1, 2]. Zugelassen ist es für Erwachsene mit aktiver rheumatoider Arthritis und mit aktiver Psoriasis-Arthritis [1, 2]. Zu den Beschwerden der rheumatoiden Arthritis zählen laut Packungsbeilage entzündete, geschwollene und schmerzende Gelenke mit eingeschränkter Beweglichkeit; bei der Psoriasis-Arthritis kommen rote, schuppige Hautflecken hinzu [1].

Laut Fachinformation darf die Behandlung nur von Fachärztinnen und Fachärzten mit Erfahrung in der Behandlung dieser Erkrankungen eingeleitet und überwacht werden [2]. Kurz vorher oder gleichzeitig angewendete Mittel, die Leber oder Blutbildung schädigen können, wie Methotrexat, können das Risiko schwerer Nebenwirkungen erhöhen; deshalb wägt die Ärztin oder der Arzt Nutzen und Risiken vor Beginn sorgfältig ab [2]. Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird Leflunomid nicht empfohlen [1, 2].

Wie wirkt Leflunomid?

Im Körper wird Leflunomid rasch und fast vollständig in seinen wirksamen Abbaustoff umgewandelt, der als A771726 oder Teriflunomid bezeichnet wird. Dieser hemmt das Enzym Dihydroorotatdehydrogenase und bremst so die Vermehrung von Zellen [2]. Die Fachinformation ordnet Leflunomid den selektiven Immunsuppressiva zu, also Mitteln, die gezielt die Abwehrreaktionen des Körpers dämpfen [2].

Die Wirkung setzt langsam ein: Bis Sie eine Besserung spüren, kann es laut Packungsbeilage etwa 4 Wochen oder länger dauern, und bei manchen Behandelten bessert sich der Zustand noch nach 4 bis 6 Monaten weiter [1]. Der wirksame Abbaustoff hat eine sehr lange Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) von etwa 2 Wochen. Ohne beschleunigte Ausscheidung ist er erst etwa 2 Jahre nach Behandlungsende so weit abgebaut, dass er unter dem Grenzwert der Fachinformation liegt [2]. Das ist wichtig für Nebenwirkungen nach dem Absetzen, für einen Wechsel des Medikaments und für die Familienplanung [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Laut Packungsbeilage kann Leflunomid gelegentlich Probleme mit Blut, Leber, Lunge oder den Nerven in Armen und Beinen verursachen, schwere allergische Reaktionen hervorrufen und die Gefahr einer schweren Infektion erhöhen [1]. Wie andere Immunsuppressiva kann Leflunomid die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen; laut Fachinformation kann insgesamt die Häufigkeit von Infektionen zunehmen, insbesondere von Schnupfen, Bronchitis und Lungenentzündung [2]. Außerdem ist laut Fachinformation bei Anwendung mancher Immunsuppressiva das Risiko für bösartige Erkrankungen erhöht, insbesondere die Gefahr lymphoproliferativer Veränderungen (krankhafte Vermehrung von Zellen des Lymphsystems) [2]. Mehr dazu unter Infektanfälligkeit durch Medikamente und erhöhte Leberwerte.

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • InfektionenSchwere Infektionen einschließlich Blutvergiftung (Sepsis), die tödlich verlaufen können[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Blut und LymphsystemMehr Eosinophile, eine Art der weißen Blutkörperchen (Eosinophilie); Verringerung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, laut Fachinformation unter 2 G/l); Verringerung aller Blutzellen (Panzytopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • Stoffwechsel und ErnährungErhöhung eines bestimmten Blutwerts (Lactat-Dehydrogenase, LDH)[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
  • HerzStarke Erhöhung des Blutdrucks[1, 2]Mehr dazu: Blutdruckanstieg
  • AtemwegeEntzündliche Lungenerkrankung (interstitielle Lungenerkrankung, auch interstitielle Pneumonitis), die laut Fachinformation tödlich verlaufen kann[1, 2]
  • Leber und GalleLeberentzündung (Hepatitis) oder Gelbsucht, laut Fachinformation auch Gallestau (Cholestase)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • Blut und LymphsystemDeutliche Abnahme bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • ImmunsystemSchwere allergische Reaktionen (anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen)[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
  • ImmunsystemEntzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), auch nekrotisierende Vaskulitis der Haut[1, 2]
  • Magen und DarmEntzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)[1, 2]Mehr dazu: Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Leber und GalleSchwere Leberschäden wie Leberversagen oder Absterben von Lebergewebe (akute Lebernekrose), möglicherweise mit tödlichem Verlauf[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
  • HautSchwere, unter Umständen lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • Nieren und HarnwegeNierenversagen[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
  • Stoffwechsel und ErnährungAbsinken der Harnsäurespiegel im Blut (Hypourikämie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
  • AtemwegeLungenhochdruck (pulmonale Hypertonie); laut Fachinformation auch Lungenknötchen[1, 2]
  • Geschlechtsorgane und BrustUnfruchtbarkeit bei Männern, die sich nach dem Ende der Einnahme zurückbildet (laut Fachinformation geringe, umkehrbare Verringerung von Spermienkonzentration, Gesamtspermienzahl und schneller, vorwärtsgerichteter Beweglichkeit der Spermien)[1, 2]
  • HautKutaner Lupus erythematodes: Ausschlag und Rötung an Hautstellen, die dem Licht ausgesetzt sind[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
  • HautNeu auftretende oder verschlechterte Schuppenflechte (Psoriasis), laut Fachinformation auch Psoriasis pustulosa[1, 2]Mehr dazu: Schuppenflechte
  • HautArzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
  • HautHautgeschwüre: runde, offene Wunden in der Haut, durch die das darunterliegende Gewebe sichtbar ist (Hautulkus)[1, 2]

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion oder bei Hautausschlägen oder Geschwüren im Mund beenden Sie die Einnahme und benachrichtigen sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Laut Fachinformation traten schwere Leberschäden, darunter tödlich verlaufene Fälle, meist in den ersten 6 Monaten der Behandlung auf [2]. Bei schweren Nebenwirkungen wird Leflunomid abgesetzt und mit einem Auswaschverfahren schnell aus dem Körper entfernt [2].

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Fünfzigern im ruhigen Gespräch mit einer Ärztin an einem Schreibtisch in einer hellen Praxis
Bild: KI-generiert

Kontrolltermine einhalten: Vor und während der Behandlung untersucht die Ärztin oder der Arzt regelmäßig Ihr Blut, um Blutkörperchen und Leber zu überprüfen, und misst den Blutdruck [1]. Laut Fachinformation werden Leberwert und Blutbild vor Beginn, in den ersten 6 Monaten alle 2 Wochen und danach alle 8 Wochen kontrolliert [2]. Steigt der Leberwert an, kann die Ärztin oder der Arzt eine niedrigere Dosis erwägen; bei stärkerem oder anhaltendem Anstieg muss Leflunomid abgesetzt und ausgewaschen werden [2]. Mehr zum Thema lesen Sie unter Blutdruckanstieg durch Medikamente.

Magen und Darm: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1]. Leiden Sie an ungeklärtem, anhaltendem Durchfall, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; eventuell sind zusätzliche Untersuchungen nötig. Die Fachinformation nennt in diesem Zusammenhang Dickdarmentzündungen (Kolitis), auch mikroskopische Kolitis [1, 2]. Hinweise zum Umgang mit Durchfall finden Sie unter Durchfall durch Medikamente.

Haut und Haare: Haarausfall, Ekzeme, trockene Haut, Ausschlag und Juckreiz sind häufig [1]. Ein Hautausschlag kann aber auch der Beginn einer schweren Hautreaktion sein; beenden Sie deshalb bei Ausschlag oder Geschwüren im Mund die Einnahme und melden Sie sich sofort ärztlich [1]. Bildet sich während der Behandlung ein Hautgeschwür, sprechen Sie ebenfalls mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, auch rezeptfreie [1]. Die Kombination mit anderen Rheumamitteln wie Malariamitteln, Gold, D-Penicillamin, Azathioprin oder Methotrexat ist nicht empfehlenswert, weil sich Schäden an Leber und Blutbildung verstärken können [1, 2]. Schmerz- und Entzündungsmittel aus der Gruppe der NSAR und Kortison dürfen dagegen weiter angewendet werden [1, 2]. Colestyramin und Aktivkohle senken den Spiegel von Leflunomid deutlich; sie werden deshalb nur gezielt zum Auswaschen eingesetzt [1, 2].

Wechselwirkungen von Leflunomid
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Andere Rheumamittel wie Malariamittel (Chloroquin, Hydroxychloroquin), Gold (gespritzt oder zum Einnehmen), D-Penicillamin, Azathioprin und andere Immunsuppressiva wie MethotrexatLaut Fachinformation sich verstärkende Schäden an Leber oder Blutbildung möglich; das Risiko einer solchen Kombination, vor allem auf Dauer, ist nicht bekannt[1, 2]Kombination nicht empfehlenswert
Teriflunomid (Mittel gegen Multiple Sklerose)Leflunomid ist die Ausgangssubstanz von Teriflunomid[1, 2]Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
Warfarin und andere Blutverdünner vom Cumarin-TypFälle von verlängerter Gerinnungszeit (Prothrombinzeit) berichtet; in einer Studie mit dem wirksamen Abbaustoff lag der INR-Höchstwert dagegen um 25 Prozent niedriger als unter Warfarin allein[1, 2]Engmaschige Kontrolle des INR-Werts empfohlen
Colestyramin (Cholesterinsenker) oder AktivkohleSenken den Blutspiegel des wirksamen Abbaustoffs rasch und deutlich[1, 2]Während der Behandlung nicht anwenden, außer gezielt zum Auswaschen
Mittel, die über das Enzym CYP2C8 abgebaut werden, wie Repaglinid, Pioglitazon, Rosiglitazon (gegen Diabetes) oder Paclitaxel (gegen Krebs); laut Packungsbeilage auch NateglinidDiese Mittel können im Blut ansteigen[1, 2]Überwachung empfohlen
Mittel, die über das Enzym CYP1A2 abgebaut werden, wie Duloxetin, Alosetron, Theophyllin oder TizanidinIhre Wirksamkeit könnte nachlassen[1, 2]Mit Vorsicht anwenden
Rosuvastatin (Cholesterinsenker)In einer Studie mit dem wirksamen Abbaustoff stieg die Rosuvastatin-Menge im Blut (AUC) auf das 2,51-Fache[1, 2]Laut Fachinformation sollte die Rosuvastatin-Dosis 10 mg einmal täglich nicht überschreiten
Andere Statine (Simvastatin, Atorvastatin, Pravastatin) und weitere Mittel wie Sulfasalazin, Methotrexat, Topotecan, Daunorubicin, Doxorubicin oder NateglinidDiese Mittel können im Blut ansteigen[1, 2]Laut Fachinformation mit Vorsicht anwenden, auf Zeichen einer zu starken Wirkung achten und eine Dosisverringerung erwägen
Cefaclor, Benzylpenicillin (Penicillin G), Ciprofloxacin, Indometacin, Ketoprofen, Furosemid, Zidovudin; laut Fachinformation auch Cimetidin und MethotrexatSpiegel dieser Mittel können steigen; laut Fachinformation stieg in einer Studie mit dem wirksamen Abbaustoff bei Cefaclor der Spitzenspiegel auf das 1,43-Fache und die Gesamtmenge im Blut (AUC) auf das 1,54-Fache[1, 2]Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung
Pille mit Ethinylestradiol und LevonorgestrelHormonspiegel steigen; eine nachteilige Wirkung auf die Verhütung wird nicht erwartet. Während eines Auswaschverfahrens mit Colestyramin oder Aktivkohle ist der Schutz durch die Pille nicht gesichert[1, 2]Art der Pille beachten; während des Auswaschens laut Fachinformation andere Verhütungsmethoden anwenden
LebendimpfstoffeKeine Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit von Impfungen während der Behandlung[1, 2]Impfung mit abgeschwächten Lebendimpfstoffen nicht empfohlen, auch eine gewisse Zeit nach Behandlungsende nicht (lange Halbwertszeit); vor jeder Impfung ärztlichen Rat einholen
NSAR (Schmerz- und Entzündungsmittel) und KortisonWer sie bereits anwendet, darf sie auch während der Behandlung mit Leflunomid weiter anwenden[1, 2]Ärztin, Arzt oder Apotheke trotzdem über alle Arzneimittel informieren

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Leflunomid nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Leflunomid darf unter anderem bei Leberbeschwerden, mittleren bis schweren Nierenleiden, schweren Infektionen, Störungen des Immunsystems oder des Knochenmarks sowie in Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden [1, 2]. Hatten Sie schon einmal eine Lungenentzündung im Sinne einer interstitiellen Lungenerkrankung oder eine Tuberkulose, sagen Sie das vor Beginn Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Leflunomid, besonders, wenn dabei eine schwere Hautreaktion auftrat, etwa ein Stevens-Johnson-Syndrom, gegen Teriflunomid oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Leberbeschwerden jeder Art (laut Fachinformation eingeschränkte Leberfunktion)[1, 2]
  • Mittleres bis schweres Nierenleiden[1, 2]
  • Stark erniedrigte Eiweißmenge im Blut (schwere Hypoproteinämie, laut Fachinformation zum Beispiel bei nephrotischem Syndrom)[1, 2]
  • Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen, zum Beispiel Aids (laut Fachinformation schwerer Immundefekt)[1, 2]
  • Störungen der Knochenmarksfunktion oder verminderte Zahl roter oder weißer Blutkörperchen oder Blutplättchen (laut Fachinformation, wenn sie eine andere Ursache als die rheumatoide Arthritis oder Psoriasis-Arthritis haben)[1, 2]
  • Schwere Infektion[1, 2]
  • Schwangerschaft oder Verdacht auf eine Schwangerschaft; Stillzeit[1, 2]
  • Frauen im gebärfähigen Alter ohne zuverlässigen Empfängnisschutz, während der Behandlung und laut Fachinformation auch danach, solange der Blutspiegel des wirksamen Abbaustoffs über 0,02 mg/l liegt; vor Beginn muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Regelmäßige Kontrollen: Die Ärztin oder der Arzt untersucht vor und während der Behandlung regelmäßig das Blut, um Blutkörperchen und Leber zu überprüfen, laut Fachinformation vor Beginn, in den ersten 6 Monaten alle 2 Wochen und danach alle 8 Wochen, und misst regelmäßig den Blutdruck[1, 2]
  • Interstitielle Lungenerkrankung (Lungenentzündung) in der Vorgeschichte: laut Fachinformation möglicherweise höheres Risiko für eine interstitielle Lungenerkrankung und einen Lungenhochdruck[1, 2]
  • Tuberkulose in der Vorgeschichte oder enger Kontakt zu einem Menschen mit Tuberkulose: Die Ärztin oder der Arzt kann Tests durchführen; laut Fachinformation sollten alle Behandelten vor Beginn auf aktive und inaktive Tuberkulose untersucht werden[1, 2]
  • Infektionen: Leflunomid kann die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen, auch für opportunistische Infektionen; laut Fachinformation wurden bei Behandlung mit Leflunomid und anderen Immunsuppressiva Einzelfälle einer progressiven multifokalen Leukoenzephalopathie (PML), einer schweren Gehirninfektion, berichtet[1, 2]
  • Männer mit Kinderwunsch: Während der Behandlung soll ein zuverlässiger Empfängnisschutz angewendet werden. Vor einer Zeugung kann die Ärztin oder der Arzt empfehlen, Leflunomid abzusetzen und die Ausscheidung mit bestimmten Arzneimitteln zu beschleunigen; nach einer Blutkontrolle sollten mindestens 3 weitere Monate vergehen[1, 2]
  • Größere Operation, kürzlich erfolgte Operation oder noch nicht verheilte Wunde: Leflunomid kann die Wundheilung beeinträchtigen; laut Fachinformation kann eine Unterbrechung rund um die Operation erwogen werden[1, 2]
  • Ungeklärter chronischer Durchfall: mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen; eventuell sind zusätzliche Untersuchungen nötig[1, 2]
  • Geplante Bestimmung des Kalziumspiegels: Es können falsch niedrige Werte gemessen werden[1, 2]
  • Ältere Menschen über 60 Jahre mit Diabetes und gleichzeitiger Behandlung mit nervenschädigenden Mitteln: laut Fachinformation möglicherweise höheres Risiko für eine periphere Neuropathie[2]
  • Wechsel auf ein anderes Basistherapeutikum (z. B. Methotrexat): Wegen der langen Verweildauer im Körper kann das Risiko zusätzlicher Nebenwirkungen auch lange nach dem Absetzen erhöht sein, wenn kein Auswaschverfahren durchgeführt wird[2]
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Einnahme nicht empfohlen[1, 2]
  • Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und danach zuverlässig verhüten, laut Fachinformation bis zu 2 Jahre oder, nach einem Auswaschverfahren, bis zu 11 Tage nach der Behandlung [1, 2]. Setzt die Monatsblutung verspätet ein oder vermuten Sie aus anderem Grund eine Schwangerschaft, wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1, 2]. Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Alltag, Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 2, 3].

Schwangerschaft

Nehmen Sie Leflunomid nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein: Das Risiko schwerwiegender Fehlbildungen beim Kind ist erhöht. Frauen im gebärfähigen Alter dürfen Leflunomid nur mit zuverlässigem Empfängnisschutz einnehmen.[1, 2]

Vor einer geplanten Schwangerschaft muss Leflunomid vollständig ausgeschieden sein; das kann bis zu 2 Jahre dauern. Mit bestimmten Arzneimitteln lässt sich die Zeit auf wenige Wochen verkürzen. Eine Blutuntersuchung sollte bestätigen, dass Leflunomid ausreichend ausgeschieden ist; danach sollten Sie laut Packungsbeilage noch mindestens einen weiteren Monat warten. Laut Fachinformation dauert das Auswaschen mit Colestyramin oder Aktivkohle 11 Tage; danach sind zwei Bluttests im Abstand von mindestens 14 Tagen und eine Wartezeit von 1½ Monaten zwischen der ersten Messung unter 0,02 mg/l und der Befruchtung erforderlich.[1, 2]

Vermuten Sie während der Behandlung oder in den 2 Jahren danach eine Schwangerschaft, wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, um einen Schwangerschaftstest machen zu lassen. Bestätigt sich die Schwangerschaft, kann die Ärztin oder der Arzt Arzneimittel vorschlagen, die Leflunomid schnell ausscheiden; das kann das Risiko für das Kind verringern.[1, 2]

Embryotox schätzt den Erfahrungsumfang als mittel ein: Publikationen zu über 180 im ersten Schwangerschaftsdrittel behandelten Schwangerschaften zeigten bisher weder ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko noch ein bestimmtes Fehlbildungsmuster; bei einem Großteil wurde das Mittel jedoch nach Bekanntwerden der Schwangerschaft umgehend abgesetzt und ausgewaschen. Laut Embryotox soll Leflunomid in der Schwangerschaft nicht angewendet werden; bei Kinderwunsch soll vor der Schwangerschaft auf ein besser erprobtes Basistherapeutikum umgestellt werden. Nach einer Anwendung in der Schwangerschaft sieht Embryotox eine Umstellung, ein Auswaschen und eine weiterführende Ultraschalluntersuchung vor. Als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox Sulfasalazin, Prednisolon, Azathioprin und TNF-alpha-Hemmer. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Nehmen Sie Leflunomid nicht ein, wenn Sie stillen: Leflunomid geht in die Muttermilch über. Laut Fachinformation zeigen Tierversuche den Übergang in die Muttermilch, stillende Frauen dürfen kein Leflunomid erhalten.[1, 2]

Laut Embryotox gibt es keine Daten zur Anwendung in der Stillzeit; eine Stillende sollte auf ein besser untersuchtes Basistherapeutikum eingestellt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Während der Behandlung sollten Sie keinen Alkohol trinken: Alkohol kann die Wahrscheinlichkeit für eine Leberschädigung erhöhen.[1, 2]

Autofahren und Maschinen

Leflunomid kann Schwindel hervorrufen, der die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit herabsetzen kann. Wenn Sie davon betroffen sind, setzen Sie sich nicht ans Steuer und bedienen Sie keine Maschinen.[1, 2]

Einnahme

Die Tablette unzerkaut mit viel Wasser schlucken, zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon. Leflunomid wird normalerweise über einen längeren Zeitraum eingenommen.[1, 2]

Dosis vergessen: nehmen, sobald Sie es bemerken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Nicht die doppelte Menge einnehmen.[1]

Absetzen

Weil der wirksame Abbaustoff lange im Körper bleibt, können schwere Nebenwirkungen wie Leber- oder Blutschäden oder allergische Reaktionen auch nach dem Ende der Behandlung auftreten. Dann oder wenn Leflunomid aus anderen Gründen schnell ausgeschieden werden muss, wird laut Fachinformation ein Auswaschverfahren mit Colestyramin oder Aktivkohle durchgeführt, das normalerweise 11 Tage dauert.[2]

Überdosierung

Haben Sie zu viel eingenommen, setzen Sie sich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt in Verbindung und nehmen Sie möglichst die Tabletten oder die Schachtel mit. Laut Fachinformation traten in den meisten gemeldeten Fällen keine Nebenwirkungen auf; sonst entsprachen sie den bekannten Nebenwirkungen: Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, erhöhte Leberwerte, Blutarmut, weniger weiße Blutkörperchen, Juckreiz und Ausschlag. Empfohlen wird Colestyramin oder Kohle, um die Ausscheidung zu beschleunigen.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation

Die Packungsbeilage nennt eine Anfangsdosis für die ersten drei Tage und danach eine Erhaltungsdosis, die sich nach Erkrankung und Schwere richtet; die Fachinformation ergänzt Angaben für ältere Menschen und eine leichte Nierenfunktionsstörung [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie Leflunomid immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit viel Wasser; Sie können sie zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon einnehmen [1]. Haben Sie eine Dosis vergessen, holen Sie sie nach, sobald Sie es bemerken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge [1].

Weil der wirksame Abbaustoff so lange im Körper bleibt, können Nebenwirkungen auch nach dem Absetzen auftreten. Ein Wechsel auf ein anderes Basistherapeutikum ohne Auswaschverfahren kann noch lange danach das Risiko zusätzlicher Nebenwirkungen erhöhen [2]. Das Auswaschverfahren mit Colestyramin oder Aktivkohle dauert laut Fachinformation normalerweise 11 Tage [2]. Vor einer größeren Operation informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, denn Leflunomid kann die Wundheilung beeinträchtigen [1]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Präparate mit Leflunomid

Leflunomid gibt es als Filmtabletten in verschiedenen Stärken, als Originalpräparat Arava und unter weiteren Namen. Grundlage dieser Seite ist die EMA-Produktinformation von Arava mit Stand September 2026 [1, 2]. Für andere Präparate gilt jeweils die eigene Packungsbeilage.

Präparate mit Leflunomid
PräparatAnbieterHinweis
AravaSanofi-Aventis Deutschland GmbHFilmtabletten mit 10 mg, 20 mg oder 100 mg; Originalpräparat; Grundlage dieser Seite
Leflunomid medacmedac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbHFilmtabletten; verschreibungspflichtig
Leflunomid ZentivaZentiva k.s.Filmtabletten; verschreibungspflichtig

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Arava (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Arava 10 mg Filmtabletten (gleichlautend für 20 mg und 100 mg). Sanofi-Aventis Deutschland GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 11.10.2026
  2. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Arava (EPAR), Anhang I: Fachinformation Arava 10 mg/20 mg/100 mg Filmtabletten, und Anhang II. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 11.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Leflunomid. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat Leflunomid am häufigsten?

Häufig (bei bis zu 1 von 10 Behandelten) treten unter anderem Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Entzündungen der Mundschleimhaut, Kopfschmerzen, Schwindel, Kribbeln, eine leichte Blutdruckerhöhung, verstärkter Haarausfall, Hautausschlag, Juckreiz und erhöhte Leberwerte auf. Auch eine geringe Senkung der weißen Blutkörperchen gehört dazu.

Bekommt man von Leflunomid Haarausfall?

Verstärkter Haarausfall gehört laut Packungsbeilage zu den häufigen Nebenwirkungen und kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen. Belastet Sie der Haarausfall, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, statt Leflunomid selbst abzusetzen.

Darf ich während der Behandlung mit Leflunomid Alkohol trinken?

Die Packungsbeilage empfiehlt, während der Behandlung keinen Alkohol zu trinken, weil Alkohol die Wahrscheinlichkeit für eine Leberschädigung erhöhen kann. Auch die Fachinformation rät wegen möglicher sich addierender leberschädigender Wirkungen dazu, während der Behandlung Alkohol zu meiden.

Wie lange dauert es, bis Leflunomid wirkt?

Laut Packungsbeilage kann es etwa 4 Wochen oder länger dauern, bis Sie eine Besserung spüren; bei manchen Behandelten bessert sich der Zustand noch nach 4 bis 6 Monaten weiter. Leflunomid wird normalerweise über einen längeren Zeitraum eingenommen. Die Dosis laut Packungsbeilage steht im Abschnitt Dosierung.

Was muss ich bei Kinderwunsch beachten?

Leflunomid darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, weil es das Risiko schwerer Fehlbildungen erhöht. Vor einer geplanten Schwangerschaft muss es vollständig ausgeschieden sein. Ohne Auswaschverfahren kann das bis zu 2 Jahre dauern, mit bestimmten Arzneimitteln wenige Wochen. Ein Bluttest sollte das bestätigen; danach sollten Sie laut Packungsbeilage noch mindestens einen weiteren Monat warten. Auch Männer mit Kinderwunsch sollten mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt sprechen: Nach Absetzen, Auswaschen und Blutkontrolle sollten mindestens 3 weitere Monate vergehen.

Warum sind unter Leflunomid regelmäßige Blutuntersuchungen nötig?

Leflunomid kann Blutbild und Leber verändern; laut Fachinformation wurde in seltenen Fällen über schwere Leberschäden berichtet. Leberwert ALT und Blutbild werden laut Fachinformation vor Beginn, in den ersten 6 Monaten alle 2 Wochen und danach alle 8 Wochen kontrolliert. Außerdem wird regelmäßig der Blutdruck gemessen, weil Leflunomid ihn erhöhen kann.

Darf ich mich unter Leflunomid impfen lassen?

Holen Sie vor jeder Impfung ärztlichen Rat ein. Bestimmte Impfungen sollten während der Behandlung und eine gewisse Zeit danach nicht erfolgen; laut Fachinformation wird die Impfung mit abgeschwächten Lebendimpfstoffen nicht empfohlen, und nach dem Absetzen ist die lange Halbwertszeit zu berücksichtigen.

Was passiert, wenn ich Leflunomid absetze?

Der wirksame Abbaustoff bleibt lange im Körper; Nebenwirkungen können deshalb auch nach dem Ende der Behandlung auftreten. Muss Leflunomid schnell ausgeschieden werden, etwa bei schweren Nebenwirkungen oder vor einer Schwangerschaft, wird ein Auswaschverfahren mit Colestyramin oder Aktivkohle durchgeführt. Setzen Sie Leflunomid nicht eigenmächtig ab, sondern besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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