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Anastrozol: Nebenwirkungen und Wirkung
Anastrozol ist ein verschreibungspflichtiger Aromatasehemmer zur Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren; er senkt die Östrogenmenge im Körper. Sehr häufig sind Hitzewallungen, Gelenkschmerzen und -steifheit, Gelenkentzündung, Kopfschmerzen, Übelkeit, Hautausschlag, Schwäche, Depression und Knochenschwund. Bei einer sehr schwerwiegenden Hautreaktion mit Geschwüren und Blasen oder einer allergischen Schwellung des Rachens, die Schluck- oder Atembeschwerden verursachen kann, stoppen Sie die Einnahme und holen dringend ärztliche Hilfe.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Depression[1, 2]
- Sehr häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
- Sehr häufig: Hitzewallungen[1, 2]
- Sehr häufig: Übelkeit[1, 2]
- Sehr häufig: Hautausschlag[1, 2]
- Sehr häufig: Gelenkschmerzen und Gelenksteifheit[1, 2]
- Sehr häufig: Entzündung der Gelenke (Arthritis)[1, 2]
- Sehr häufig: Schwächegefühl (Asthenie)[1, 2]
- Sehr häufig: Knochenschwund (Osteoporose)[1, 2]
- Häufig: Appetitlosigkeit[1, 2]
- Häufig: Erhöhte oder hohe Cholesterinwerte im Blut (im Bluttest)[1, 2]
- Häufig: Schläfrigkeit (Somnolenz)[1, 2]
- Häufig: Karpaltunnelsyndrom: Kribbeln, Schmerzen, Kältegefühl und Schwäche in Teilen der Hand[1, 2]
- Häufig: Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl der Haut; Geschmacksverlust oder beeinträchtigter Geschmackssinn[1, 2]
- Häufig: Durchfall[1, 2]
- Häufig: Erbrechen[1, 2]
- Häufig: Veränderungen in Bluttests, die die Leberfunktion zeigen (laut Fachinformation erhöhte alkalische Phosphatase, ALT und AST)[1, 2]
- Häufig: Dünner werdendes Haar (Haarausfall)[1, 2]
- Häufig: Allergische Reaktionen, die Gesicht, Lippen oder Zunge betreffen können[1, 2]
- Häufig: Knochenschmerzen[1, 2]
- Häufig: Muskelschmerzen[1, 2]
- Häufig: Trockene Scheide[1, 2]
- Häufig: Blutungen aus der Scheide, gewöhnlich in den ersten Wochen der Behandlung[1, 2]
Wofür wird Anastrozol eingesetzt?
Anastrozol ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der Aromatasehemmer. Laut Packungsbeilage wird er zur Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren angewendet [1]. Die Fachinformation grenzt das genauer ein: Zugelassen ist Anastrozol bei hormonrezeptorpositivem Brustkrebs von Frauen nach der Menopause, und zwar bei fortgeschrittener Erkrankung und als begleitende (adjuvante) Behandlung von invasivem Brustkrebs im Frühstadium, auch nach 2 bis 3 Jahren adjuvanter Behandlung mit Tamoxifen [2]. Einen Überblick über diese Behandlungsform gibt die Seite Brustkrebs: Antihormontherapie.
Vor den Wechseljahren sollte Anastrozol laut Fachinformation nicht angewendet werden; ist unklar, ob die Menopause eingetreten ist, sollte das mit Hormonwerten im Blut nachgewiesen werden [2]. Haben Sie noch Ihre Menstruation, klären Sie das vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1].
Wie wirkt Anastrozol?
Anastrozol senkt die Menge des Hormons Östrogen, die der Körper bildet. Dazu hemmt es ein körpereigenes Enzym, die Aromatase [1]. Laut Fachinformation ist Anastrozol ein nicht-steroidaler Aromatasehemmer; bei Frauen nach der Menopause entsteht das Östrogen Östradiol hauptsächlich mithilfe dieses Enzyms im sogenannten peripheren Gewebe. Anastrozol selbst hat keine gestagene, androgene oder östrogene Wirkung [2].
Die Halbwertszeit im Blut (die Zeit, in der sich die Menge halbiert) beträgt laut Fachinformation 40 bis 50 Stunden [2]. Weil die Östrogenmenge sinkt, kann laut Packungsbeilage auch der Mineralgehalt der Knochen abnehmen [1].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Soweit nicht anders angegeben, stammen die Häufigkeiten der Fachinformation aus einer großen Studie mit 9.366 Frauen nach der Menopause mit operablem Brustkrebs, die 5 Jahre lang behandelt wurden. Am häufigsten berichtet wurden Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Übelkeit, Ausschlag, Gelenkschmerzen und -steifheit, Gelenkentzündung und Schwäche [2]. Mehr dazu unter Hitzewallungen durch Medikamente und Knochenschwund und Knochenbrüche.
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- PsycheDepression[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Gefäße und KreislaufHitzewallungen[1, 2]Mehr dazu: Hitzewallungen
- Magen und DarmÜbelkeit[1, 2]Mehr dazu: Übelkeit
- HautHautausschlag[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen und Gelenksteifheit[1, 2]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeEntzündung der Gelenke (Arthritis)[1, 2]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenSchwächegefühl (Asthenie)[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
- Muskeln, Knochen und GelenkeKnochenschwund (Osteoporose)[1, 2]Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungAppetitlosigkeit[1, 2]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- Stoffwechsel und ErnährungErhöhte oder hohe Cholesterinwerte im Blut (im Bluttest)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Blutfette
- NervensystemSchläfrigkeit (Somnolenz)[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- NervensystemKarpaltunnelsyndrom: Kribbeln, Schmerzen, Kältegefühl und Schwäche in Teilen der Hand[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- NervensystemKribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl der Haut; Geschmacksverlust oder beeinträchtigter Geschmackssinn[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und TaubheitsgefühlGeschmacksstörungen
- Magen und DarmDurchfall[1, 2]Mehr dazu: Durchfall
- Magen und DarmErbrechen[1, 2]Mehr dazu: Erbrechen
- Leber und GalleVeränderungen in Bluttests, die die Leberfunktion zeigen (laut Fachinformation erhöhte alkalische Phosphatase, ALT und AST)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautDünner werdendes Haar (Haarausfall)[1, 2]Mehr dazu: Haarausfall
- HautAllergische Reaktionen, die Gesicht, Lippen oder Zunge betreffen können[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- Muskeln, Knochen und GelenkeKnochenschmerzen[1, 2]
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Geschlechtsorgane und BrustTrockene Scheide[1, 2]
- Geschlechtsorgane und BrustBlutungen aus der Scheide, gewöhnlich in den ersten Wochen der Behandlung[1, 2]Mehr dazu: Zyklusstörungen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Leber und GalleVeränderungen spezieller Leberwerte im Bluttest (Gamma-GT und Bilirubin)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Leber und GalleEntzündung der Leber (Hepatitis)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautAusschlag oder Nesselsucht (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagNesselsucht
- Muskeln, Knochen und GelenkeSchnellender Finger: Finger oder Daumen bleibt in gebeugter Stellung stehen[1, 2]
- Stoffwechsel und ErnährungErhöhter Kalziumspiegel im Blut (laut Fachinformation mit oder ohne Erhöhung des Parathormons)[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- HautSeltene Hautentzündung, die rote Flecken oder Blasen einschließen kann (Erythema multiforme)[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
- HautHautausschlag durch Überempfindlichkeit, allergisch oder allergieartig (laut Fachinformation anaphylaktoide Reaktionen)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagAllergische Reaktionen
- HautEntzündung der kleinen Blutgefäße mit roter oder violetter Verfärbung der Haut (kutane Vaskulitis); sehr selten mit Gelenk-, Magen- und Nierenschmerzen (Purpura Schoenlein-Henoch)[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- HautSehr schwerwiegende Hautreaktion mit Geschwüren und Blasen auf der Haut (Stevens-Johnson-Syndrom)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
- HautAllergische Reaktion mit Schwellung des Rachens, die Schluck- oder Atembeschwerden verursachen kann (Angioödem)[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAllergische ReaktionenAtemnot
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- AugenTrockenes Auge[1, 2]
- HautLichenoider Ausschlag: kleine, rote oder violette, juckende Erhebungen auf der Haut[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagJuckreiz
- Muskeln, Knochen und GelenkeSehnenentzündung (Tendinitis)[1, 2]Mehr dazu: Sehnenentzündung und Sehnenriss
- Muskeln, Knochen und GelenkeSehnenriss[1, 2]Mehr dazu: Sehnenentzündung und Sehnenriss
- NervensystemGedächtnisstörungen (laut Fachinformation eingeschränktes Erinnerungsvermögen)[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Eine sehr schwerwiegende Hautreaktion mit Geschwüren und Blasen (Stevens-Johnson-Syndrom) und allergische Reaktionen mit Schwellung des Rachens (Angioödem) sind sehr selten; treten sie auf, stoppen Sie die Einnahme und begeben sich dringend in ärztliche Behandlung [1]. Gelegentlich steigt der Kalziumspiegel im Blut; treten Übelkeit, Erbrechen oder Durst auf, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder das medizinische Fachpersonal, da eventuell Ihre Blutwerte überprüft werden müssen [1].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Knochen: Anastrozol kann den Mineralgehalt der Knochen senken; die Knochen können an Stärke verlieren und wahrscheinlich schneller brechen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt beobachtet diese Risiken nach den Behandlungsrichtlinien für die Knochengesundheit von Frauen nach der Menopause; sprechen Sie mit ihr oder ihm über Risiken und Behandlungsmöglichkeiten [1]. Laut Fachinformation sollten Frauen mit Osteoporose oder erhöhtem Osteoporose-Risiko die Knochendichte zu Beginn und regelmäßig während der Behandlung messen lassen; wenn angezeigt, sollte eine Osteoporose-Behandlung oder -Vorbeugung begonnen und sorgfältig überwacht werden [2]. Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 68 Monaten lag in der großen Studie die Rate an Knochenbrüchen unter Anastrozol bei 22 pro 1.000 Patientenjahre, unter Tamoxifen bei 15 pro 1.000 Patientenjahre; laut Fachinformation ist die unter Anastrozol beobachtete Rate ähnlich wie der Referenzbereich für gleichaltrige Frauen nach der Menopause. Ob die beobachteten Raten an Knochenbrüchen und Osteoporose eine schützende Wirkung von Tamoxifen, eine eigene Wirkung von Anastrozol oder beides widerspiegeln, wurde laut Fachinformation nicht untersucht [2].
Gelenke und Muskeln: Gelenkschmerzen und -steifheit gehören zu den sehr häufigen, Knochen- und Muskelschmerzen zu den häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Belasten Sie die Beschwerden, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, statt die Einnahme selbst abzubrechen [1]. Mehr unter Muskelschmerzen durch Medikamente und Sehnenschäden.
Blutungen aus der Scheide: Sie treten gewöhnlich in den ersten Wochen auf; halten sie an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen; Anastrozol kann die Wirkung anderer Mittel verändern und umgekehrt [1]. Nehmen Sie Anastrozol nicht zusammen mit Tamoxifen oder ähnlichen Brustkrebsmitteln und nicht mit östrogenhaltigen Arzneimitteln, etwa zur Hormonersatztherapie [1]. Laut Fachinformation sind über bestimmte Enzyme (CYP-Enzyme) vermittelte, klinisch bedeutsame Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln dagegen unwahrscheinlich [2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Tamoxifen und andere selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren (Brustkrebsmittel) | Anastrozol kann dann nicht mehr richtig wirken[1, 2] | Nicht zusammen einnehmen |
| Östrogenhaltige Arzneimittel, z. B. zur Hormonersatztherapie | Laut Fachinformation kann sich die Wirkung von Anastrozol verringern[1, 2] | Nicht zusammen einnehmen |
| LHRH-Analoga wie Gonadorelin, Buserelin, Goserelin, Leuprorelin oder Triptorelin | Laut Fachinformation gibt es keine Daten, die eine gemeinsame Anwendung unterstützen[1, 2] | Mit der Ärztin, dem Arzt oder der Apotheke sprechen |
| Bisphosphonate (Mittel gegen Knochenschwund) | Laut Fachinformation gab es keine klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke trotzdem über alle Arzneimittel informieren |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Anastrozol nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
In Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern und Jugendlichen darf Anastrozol nicht angewendet werden [1, 2]. Klären Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob Sie noch Ihre Menstruation haben, ob Sie jemals eine Osteoporose hatten und ob Leber- oder Nierenfunktionsstörungen bestehen [1].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Noch bestehende Menstruation, Wechseljahre noch nicht eingetreten: vorher mit der Ärztin oder dem Arzt klären. Laut Fachinformation sollte Anastrozol vor der Menopause nicht angewendet werden; ist unklar, ob die Menopause eingetreten ist, sollte sie mit Hormonwerten im Blut nachgewiesen werden[1, 2]
- Knochen: Anastrozol senkt die Östrogenmenge im Körper und kann dadurch den Mineralgehalt der Knochen senken; die Knochen können an Stärke verlieren und wahrscheinlich schneller brechen. Laut Fachinformation sollten Frauen mit Osteoporose oder erhöhtem Osteoporose-Risiko die Knochendichte zu Beginn und regelmäßig während der Behandlung überprüfen lassen[1, 2]
- Leber- oder Nierenfunktionsstörungen: vorher mitteilen. Laut Fachinformation ist bei mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung und bei schwerer Nierenfunktionsstörung Vorsicht geboten[1, 2]
- Krankenhausaufenthalt: Informieren Sie das medizinische Personal, dass Sie mit Anastrozol behandelt werden[1]
- Doping: Die Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen[1, 2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Zu Alkohol enthalten Packungsbeilage und Fachinformation keine eigenen Hinweise. Werden Sie während der Behandlung schwanger, brechen Sie die Einnahme ab und sprechen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Eine Seite des Beratungszentrums Embryotox zu Anastrozol gibt es nicht. Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation sagen [1, 2].
Schwangerschaft
Anastrozol darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Werden Sie während der Behandlung schwanger, brechen Sie die Einnahme ab und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Laut Fachinformation liegen keine Erfahrungen bei Schwangeren vor; Tierversuche haben eine Schädigung der Fortpflanzung gezeigt.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Anastrozol darf in der Stillzeit nicht eingenommen werden; laut Fachinformation liegen keine Erfahrungen vor.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit oder beim Bedienen von Maschinen ist unwahrscheinlich. Einige Frauen fühlen sich jedoch gelegentlich schwach oder schläfrig; dann fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat. Laut Fachinformation sollte man in diesem Fall nur mit Vorsicht fahren oder Maschinen bedienen.[1, 2]
Einnahme
Versuchen Sie, die Tablette jeden Tag zur selben Zeit einzunehmen; unzerkaut mit Wasser schlucken, unabhängig von den Mahlzeiten. Die Behandlung ist eine Langzeittherapie, die mehrere Jahre dauern kann.[1]
Einnahme vergessen: die nächste Tablette wie gewohnt einnehmen, nicht die doppelte Menge (zwei Tabletten zur selben Zeit).[1]
Absetzen
Brechen Sie die Einnahme nicht ab, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt es.[1]
Überdosierung
Haben Sie zu viele Tabletten eingenommen, benachrichtigen Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Fachinformation gibt es kaum Erfahrungen mit einer versehentlichen Überdosierung und kein spezielles Gegenmittel.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage nennt die übliche Dosis; die Fachinformation ergänzt die empfohlene Behandlungsdauer bei Brustkrebs im Frühstadium und Hinweise für eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis und Dauer für Sie richtig sind, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Anastrozol immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein. Versuchen Sie, die Tablette jeden Tag zur selben Zeit einzunehmen, und schlucken Sie sie unabhängig von den Mahlzeiten unzerkaut mit Wasser [1]. Haben Sie eine Tablette vergessen, nehmen Sie die nächste wie gewohnt; nehmen Sie nicht zwei Tabletten auf einmal [1].
Die Behandlung ist eine Langzeittherapie, die mehrere Jahre dauern kann. Brechen Sie die Einnahme nicht ab, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt es [1]. Müssen Sie ins Krankenhaus, sagen Sie dem Personal, dass Sie Anastrozol einnehmen [1]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Anastrozol
Anastrozol-ratiopharm gibt es als Filmtabletten mit 1 mg. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Anastrozol-ratiopharm 1 mg Filmtabletten mit Stand Juni 2025 [1, 2]. Für andere Präparate gilt jeweils die eigene Packungsbeilage.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Anastrozol-ratiopharm | ratiopharm GmbH | Filmtabletten mit 1 mg; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Anastrozol-ratiopharm 1 mg Filmtabletten (PDF-Version 4). ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Anastrozol-ratiopharm 1 mg Filmtabletten (Version 6). ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Welche Nebenwirkungen hat Anastrozol am häufigsten?
Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Behandelten) sind Depression, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Übelkeit, Hautausschlag, Gelenkschmerzen und Gelenksteifheit, Gelenkentzündung, Schwächegefühl und Knochenschwund (Osteoporose). Laut Fachinformation wurden Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Übelkeit, Ausschlag, Gelenkbeschwerden und Schwäche am häufigsten berichtet.
Verursacht Anastrozol Gelenkschmerzen?
Ja. Gelenkschmerzen und Gelenksteifheit sowie Gelenkentzündungen gehören zu den sehr häufigen Nebenwirkungen; Knochen- und Muskelschmerzen sind häufig. Gelegentlich tritt ein schnellender Finger auf, mit nicht bekannter Häufigkeit eine Sehnenentzündung oder ein Sehnenriss. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn die Beschwerden Sie belasten, und brechen Sie die Einnahme nicht eigenmächtig ab.
Schadet Anastrozol den Knochen?
Anastrozol senkt die Östrogenmenge im Körper und kann dadurch den Mineralgehalt der Knochen senken; die Knochen können an Stärke verlieren und wahrscheinlich schneller brechen. Osteoporose gehört zu den sehr häufigen Nebenwirkungen. Laut Fachinformation sollten Frauen mit Osteoporose oder erhöhtem Risiko die Knochendichte zu Beginn und regelmäßig während der Behandlung überprüfen lassen.
Wie lange muss man Anastrozol nehmen?
Laut Packungsbeilage ist die Behandlung eine Langzeittherapie, die mehrere Jahre dauern kann; Sie nehmen Anastrozol so lange ein, wie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es empfiehlt. Für die begleitende Behandlung von Brustkrebs im Frühstadium nennt die Fachinformation eine empfohlene Dauer von 5 Jahren. Die Dosis laut Packungsbeilage steht im Abschnitt Dosierung.
Darf ich Anastrozol zusammen mit einer Hormonersatztherapie nehmen?
Nein. Östrogenhaltige Arzneimittel, etwa zur Hormonersatztherapie, sollen Sie laut Packungsbeilage nicht zusammen mit Anastrozol einnehmen; laut Fachinformation kann sich sonst die Wirkung von Anastrozol verringern. Dasselbe gilt für Tamoxifen und ähnliche Brustkrebsmittel.
Macht Anastrozol müde?
Schwächegefühl ist sehr häufig, Schläfrigkeit häufig. Eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit ist laut Packungsbeilage unwahrscheinlich; fühlen Sie sich aber schwach oder schläfrig, fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat. Laut Fachinformation sollte man dann nur mit Vorsicht fahren.
Ist eine Blutung aus der Scheide unter Anastrozol normal?
Blutungen aus der Scheide gehören zu den häufigen Nebenwirkungen und treten gewöhnlich in den ersten Wochen der Behandlung auf. Halten die Blutungen an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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