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Rituximab: Nebenwirkungen und Wirkung

Rituximab ist ein verschreibungspflichtiger Antikörper, der als Infusion gegeben wird. Eingesetzt wird er bei bestimmten Lymphomen, chronischer lymphatischer Leukämie, rheumatoider Arthritis, zwei Formen der Gefäßentzündung (GPA und MPA) und Pemphigus vulgaris. Welche Nebenwirkungen wie häufig sind, hängt vom Anwendungsgebiet ab; sehr häufig sind unter anderem Infusionsreaktionen und Infektionen. Melden Sie Beschwerden während der Infusion sofort und Infektzeichen, Gedächtnis-, Seh- oder Gehstörungen umgehend Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Frau in den Sechzigern mit hellem Haar und Strickjacke sitzt ruhig in einem Sessel am Fenster eines hellen Raums und blickt hinaus
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: bakterielle oder virale Infektionen, Entzündung der Bronchien (Bronchitis)[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: geringe Zahl weißer Blutkörperchen, mit oder ohne Fieber; geringe Zahl an Blutplättchen[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Übelkeit[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: kahle Stellen auf der Kopfhaut (Haarausfall)[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Schüttelfrost[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Kopfschmerzen[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: verminderte Immunabwehr durch niedrigere Spiegel schützender Antikörper im Blut (Immunglobuline vom Typ IgG)[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Infektionen des Blutes wie Blutvergiftung (Sepsis), Lungenentzündung, Gürtelrose, Erkältungen, Infektionen der Bronchien, Pilzinfektionen, Infektionen unbekannten Ursprungs, Nasennebenhöhlenentzündung, Hepatitis B[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: geringe Zahl roter Blutkörperchen (Anämie), geringe Zahl aller Blutzellen (Panzytopenie)[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit)[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: hohe Blutzuckerwerte, Gewichtsverlust, Schwellungen im Gesicht und am Körper, erhöhte Werte des Enzyms Laktatdehydrogenase (LDH), erniedrigte Kalziumwerte im Blut[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheitsgefühl, Kribbeln, Stechen, Brennen oder "Insektenlaufen", verminderter Tastsinn[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Unruhe, Einschlafschwierigkeiten[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: starke Rötung von Gesicht und Haut durch eine Erweiterung der Blutgefäße[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Schwindelgefühl, Angstgefühle[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: vermehrte Tränenbildung, Störung der Tränenbildung, Bindehautentzündung (Konjunktivitis)[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Ohrgeräusche (Tinnitus), Ohrenschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Herzerkrankungen wie Herzinfarkt, unregelmäßiger oder schneller Herzschlag[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: hoher oder niedriger Blutdruck, Blutdruckabfall vor allem beim Aufstehen[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Engegefühl in der Lunge mit Kurzatmigkeit (Bronchospasmus), Entzündung oder Reizung in Lunge, Rachen oder Nasennebenhöhlen, Atemnot, laufende Nase[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Reizung oder Geschwüre in Rachen und Mund, Schluckbeschwerden, Verstopfung, Verdauungsstörungen[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Essstörungen, zu wenig Nahrungsaufnahme mit möglichem Gewichtsverlust[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Nesselsucht, verstärktes Schwitzen, Nachtschweiß[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Muskelprobleme wie erhöhte Muskelspannung, Gelenk- und Muskelschmerzen, Rücken- und Nackenschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Tumorschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: allgemeines Unwohlsein oder Unbehagen, Müdigkeit (Fatigue), Zittern, Anzeichen einer Grippe[1, 2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Versagen mehrerer Organe (Multiorganversagen)[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion; Schwellung von Haut und Schleimhäuten (Angioödem)[2]
  • Sehr häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Juckreiz (Pruritus), Hautausschlag (Exanthem)[2]
  • Sehr häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Fieber, Schwäche (Asthenie)[2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Infektion mit Fieber (febrile Infektion)[2]
  • Häufig: Bei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Schmerzen in der Brust, vermehrter Husten[2]
  • Sehr häufig: Bei rheumatoider Arthritis: Infektionen wie Lungenentzündung (bakterielle Infektion); Schmerzen beim Wasserlassen (Harnwegsinfekt)[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei rheumatoider Arthritis: allergische Reaktionen, meist während einer Infusion, aber noch bis zu 24 Stunden danach möglich[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei rheumatoider Arthritis: Blutdruckveränderungen, Übelkeit, Ausschlag, Fieber, Juckreiz, laufende oder verstopfte Nase und Niesen, Zittern, schneller Herzschlag und Müdigkeit (Fatigue)[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei rheumatoider Arthritis: Kopfschmerzen[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei rheumatoider Arthritis: veränderte Laborwerte, darunter weniger schützende Eiweiße im Blut (Immunglobuline)[1, 2]
  • Häufig: Bei rheumatoider Arthritis: Infektionen wie Entzündung der Bronchien (Bronchitis); Nebenhöhlenentzündung mit Druckgefühl oder pochendem Schmerz an Nase, Wangen und Augen[1, 2]
  • Häufig: Bei rheumatoider Arthritis: Schmerzen im Bauchraum, Erbrechen und Durchfall[1, 2]
  • Häufig: Bei rheumatoider Arthritis: Atemprobleme[1, 2]
  • Häufig: Bei rheumatoider Arthritis: Fußpilz[1, 2]
  • Häufig: Bei rheumatoider Arthritis: hohe Cholesterinwerte im Blut[1, 2]
  • Häufig: Bei rheumatoider Arthritis: ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Kribbeln, Stechen oder Brennen, Ischiasbeschwerden, Migräne, Benommenheit[1, 2]
  • Häufig: Bei rheumatoider Arthritis: Haarausfall[1, 2]
  • Häufig: Bei rheumatoider Arthritis: Angstgefühl, Depression[1, 2]
  • Häufig: Bei rheumatoider Arthritis: Verdauungsstörungen, Durchfall, Sodbrennen, Reizung oder Geschwüre in Rachen und Mund[1, 2]
  • Häufig: Bei rheumatoider Arthritis: Schmerzen im Bauch, im Rücken, in Muskeln oder Gelenken[1, 2]
  • Häufig: Bei rheumatoider Arthritis laut Fachinformation: Gelenkverschleiß (Osteoarthritis), Schleimbeutelentzündung (Bursitis)[2]
  • Sehr häufig: Bei GPA oder MPA: Infektionen, etwa im Brustraum, der Harnwege (Schmerzen beim Wasserlassen), Erkältungen und Herpes-Infektionen[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei GPA oder MPA: allergische Reaktionen, meist während einer Infusion, aber auch bis zu 24 Stunden danach[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei GPA oder MPA: Durchfall[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei GPA oder MPA: Husten oder Kurzatmigkeit; Nasenbluten[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei GPA oder MPA: erhöhter Blutdruck[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei GPA oder MPA: schmerzende Gelenke oder Rückenschmerzen; Muskelzuckungen oder Muskelzittern[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei GPA oder MPA: Schwindelgefühl; Zittern, häufig der Hände (Tremor)[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei GPA oder MPA: Schlafschwierigkeiten (Insomnie)[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei GPA oder MPA: Schwellungen an Händen oder Knöcheln[1, 2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA: Verdauungsstörungen, Verstopfung[1, 2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA: Hautausschläge einschließlich Akne oder Flecken auf der Haut[1, 2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA: Erröten mit Hitzegefühl oder Hautrötung[1, 2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA: Fieber[1, 2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA: verstopfte oder laufende Nase[1, 2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA: Muskelverspannung oder Muskelschmerzen; Schmerzen in Muskeln, Händen oder Füßen[1, 2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA: niedrige Zahl roter Blutkörperchen (Anämie) und niedrige Zahl an Blutplättchen[1, 2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA: Anstieg des Kaliums im Blut[1, 2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA: Änderungen des Herzrhythmus oder schneller Herzschlag[1, 2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA laut Fachinformation: Zytokin-Freisetzungs-Syndrom[2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA laut Fachinformation: Muskelschwäche[2]
  • Häufig: Bei GPA oder MPA laut Fachinformation: grippeähnliche Erkrankung[2]
  • Sehr häufig: Bei Pemphigus vulgaris: allergische Reaktionen, meist während einer Infusion, aber auch bis zu 24 Stunden danach[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Pemphigus vulgaris: Kopfschmerzen[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Pemphigus vulgaris: Infektionen, darunter Entzündungen im Brustraum[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Pemphigus vulgaris: anhaltende Depression[1, 2]
  • Sehr häufig: Bei Pemphigus vulgaris: Haarausfall[1, 2]
  • Häufig: Bei Pemphigus vulgaris: Infektionen wie Erkältung, Herpes-Infektionen, Augeninfektionen, Pilzinfektionen im Mund und Harnwegsinfektionen (Schmerzen beim Wasserlassen)[1, 2]
  • Häufig: Bei Pemphigus vulgaris: Stimmungsschwankungen, darunter Reizbarkeit und Depression[1, 2]
  • Häufig: Bei Pemphigus vulgaris: Hauterkrankungen wie Juckreiz, Nesselsucht und gutartige Knoten unter der Haut[1, 2]
  • Häufig: Bei Pemphigus vulgaris: Müdigkeit (Fatigue) und Schwindelgefühl; Fieber[1, 2]
  • Häufig: Bei Pemphigus vulgaris: Gelenk- oder Rückenschmerzen, Muskelschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Bei Pemphigus vulgaris: Bauchschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Bei Pemphigus vulgaris: schnellerer Herzschlag als normal[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Rituximab eingesetzt?

Rituximab ist ein verschreibungspflichtiges biologisches Arzneimittel, das als Infusion in eine Vene gegeben wird [1, 2]. Laut Packungsbeilage kann es bei Erwachsenen und teils auch bei Kindern bei diesen Erkrankungen eingesetzt werden [1]:

  • Non-Hodgkin-Lymphom: eine Erkrankung des lymphatischen Gewebes, die bestimmte weiße Blutkörperchen betrifft, die B-Lymphozyten. Bei Erwachsenen allein, zusammen mit einer Chemotherapie oder als Erhaltungstherapie; bei Kindern und Jugendlichen ab 6 Monaten zusammen mit einer Chemotherapie [1, 2].
  • Chronische lymphatische Leukämie (CLL): bei Erwachsenen zusammen mit einer Chemotherapie [1, 2].
  • Rheumatoide Arthritis: bei Erwachsenen mit schwerer aktiver Erkrankung, zusammen mit Methotrexat, wenn andere Basistherapeutika einschließlich TNF-Hemmern nicht ausreichend gewirkt haben oder nicht vertragen wurden [1, 2].
  • Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und mikroskopische Polyangiitis (MPA): zwei Formen einer Entzündung der Blutgefäße, die vor allem Lunge und Nieren betreffen; zusammen mit Kortison bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren [1, 2].
  • Pemphigus vulgaris: eine Autoimmunerkrankung mit schmerzhaften Blasen auf Haut und Schleimhäuten, mäßig bis schwer, bei Erwachsenen [1, 2].

Welche Form der Erkrankung genau infrage kommt, regelt die Fachinformation im Einzelnen; beim Lymphom zum Beispiel die Art und das Stadium [2]. Die Entscheidung über die Behandlung trifft das behandelnde Team.

Wie wirkt Rituximab?

Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper, also ein bestimmter Eiweißtyp. Er bindet an die Oberfläche der B-Lymphozyten; das führt zum Absterben dieser Zellen [1]. Laut Fachinformation bindet Rituximab an ein bestimmtes Oberflächenmerkmal namens CD20, das auf Vorstufen und reifen B-Lymphozyten vorkommt [2]. Weil B-Zellen eine wichtige Rolle für die Abwehr spielen, steigt nach der Behandlung das Risiko für Infektionen [1, 2].

Die durchschnittliche Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) lag laut Fachinformation bei rheumatoider Arthritis bei 20,8 Tagen und bei chronischer lymphatischer Leukämie bei 32 Tagen [2]. Wegen der langen Verweildauer bei verminderten B-Zellen gilt die Verhütung laut Fachinformation auch über das Behandlungsende hinaus [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Packungsbeilage und Fachinformation nennen die Nebenwirkungen getrennt nach Anwendungsgebiet. Die Liste unten übernimmt diese Trennung: Jeder Eintrag beginnt mit dem Anwendungsgebiet, für das die Häufigkeit gilt; PML und die Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten gelten für alle. Einträge nur aus der Fachinformation sind gekennzeichnet. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Laut Packungsbeilage sind die meisten Nebenwirkungen leicht bis mäßig; einige können schwerwiegend sein und eine Behandlung erfordern, in seltenen Fällen verliefen einige davon tödlich [1]. Wenn Sie Rituximab zusammen mit anderen Arzneimitteln erhalten, können manche Nebenwirkungen durch diese bedingt sein [1]. Bei Kindern und Jugendlichen mit Non-Hodgkin-Lymphom oder mit GPA oder MPA waren die Nebenwirkungen im Allgemeinen mit denen bei Erwachsenen vergleichbar [1]. Mehr dazu unter Infektanfälligkeit durch Medikamente.

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • InfektionenBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Infektionen des Blutes wie Blutvergiftung (Sepsis), Lungenentzündung, Gürtelrose, Erkältungen, Infektionen der Bronchien, Pilzinfektionen, Infektionen unbekannten Ursprungs, Nasennebenhöhlenentzündung, Hepatitis B[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte InfektanfälligkeitPilzinfektionen
  • Blut und LymphsystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: geringe Zahl roter Blutkörperchen (Anämie), geringe Zahl aller Blutzellen (Panzytopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • ImmunsystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit)[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
  • Stoffwechsel und ErnährungBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: hohe Blutzuckerwerte, Gewichtsverlust, Schwellungen im Gesicht und am Körper, erhöhte Werte des Enzyms Laktatdehydrogenase (LDH), erniedrigte Kalziumwerte im Blut[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter BlutzuckerGewichtsabnahmeWassereinlagerungenVeränderte Laborwerte
  • NervensystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheitsgefühl, Kribbeln, Stechen, Brennen oder "Insektenlaufen", verminderter Tastsinn[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
  • PsycheBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Unruhe, Einschlafschwierigkeiten[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und NervositätSchlafstörungen
  • Gefäße und KreislaufBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: starke Rötung von Gesicht und Haut durch eine Erweiterung der Blutgefäße[1, 2]Mehr dazu: Hitzewallungen
  • NervensystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Schwindelgefühl, Angstgefühle[1, 2]Mehr dazu: SchwindelAngst
  • AugenBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: vermehrte Tränenbildung, Störung der Tränenbildung, Bindehautentzündung (Konjunktivitis)[1, 2]
  • Ohr und GleichgewichtBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Ohrgeräusche (Tinnitus), Ohrenschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Ohrgeräusche
  • HerzBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Herzerkrankungen wie Herzinfarkt, unregelmäßiger oder schneller Herzschlag[1, 2]Mehr dazu: HerzrhythmusstörungenHerzrasen
  • Gefäße und KreislaufBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: hoher oder niedriger Blutdruck, Blutdruckabfall vor allem beim Aufstehen[1, 2]Mehr dazu: BlutdruckanstiegNiedriger Blutdruck
  • AtemwegeBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Engegefühl in der Lunge mit Kurzatmigkeit (Bronchospasmus), Entzündung oder Reizung in Lunge, Rachen oder Nasennebenhöhlen, Atemnot, laufende Nase[1, 2]Mehr dazu: AtemnotVerstopfte Nase
  • Magen und DarmBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Reizung oder Geschwüre in Rachen und Mund, Schluckbeschwerden, Verstopfung, Verdauungsstörungen[1, 2]Mehr dazu: ErbrechenDurchfallBauchschmerzenVerstopfungSodbrennen und Verdauungsbeschwerden
  • Stoffwechsel und ErnährungBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Essstörungen, zu wenig Nahrungsaufnahme mit möglichem Gewichtsverlust[1, 2]Mehr dazu: AppetitlosigkeitGewichtsabnahme
  • HautBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Nesselsucht, verstärktes Schwitzen, Nachtschweiß[1, 2]Mehr dazu: NesselsuchtVermehrtes Schwitzen
  • Muskeln, Knochen und GelenkeBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Muskelprobleme wie erhöhte Muskelspannung, Gelenk- und Muskelschmerzen, Rücken- und Nackenschmerzen[1, 2]Mehr dazu: GelenkschmerzenMuskelschmerzenRückenschmerzen
  • Allgemeine BeschwerdenBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Tumorschmerzen[1, 2]
  • Allgemeine BeschwerdenBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: allgemeines Unwohlsein oder Unbehagen, Müdigkeit (Fatigue), Zittern, Anzeichen einer Grippe[1, 2]Mehr dazu: MüdigkeitZittern
  • Allgemeine BeschwerdenBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Versagen mehrerer Organe (Multiorganversagen)[1, 2]
  • InfektionenBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Infektion mit Fieber (febrile Infektion)[2]Mehr dazu: Erhöhte InfektanfälligkeitFieber
  • AtemwegeBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Schmerzen in der Brust, vermehrter Husten[2]Mehr dazu: Reizhusten
  • InfektionenBei rheumatoider Arthritis: Infektionen wie Entzündung der Bronchien (Bronchitis); Nebenhöhlenentzündung mit Druckgefühl oder pochendem Schmerz an Nase, Wangen und Augen[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Magen und DarmBei rheumatoider Arthritis: Schmerzen im Bauchraum, Erbrechen und Durchfall[1, 2]Mehr dazu: BauchschmerzenErbrechenDurchfall
  • AtemwegeBei rheumatoider Arthritis: Atemprobleme[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
  • InfektionenBei rheumatoider Arthritis: Fußpilz[1, 2]Mehr dazu: Pilzinfektionen
  • Stoffwechsel und ErnährungBei rheumatoider Arthritis: hohe Cholesterinwerte im Blut[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Blutfette
  • NervensystemBei rheumatoider Arthritis: ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Kribbeln, Stechen oder Brennen, Ischiasbeschwerden, Migräne, Benommenheit[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und TaubheitsgefühlKopfschmerzenMüdigkeit
  • HautBei rheumatoider Arthritis: Haarausfall[1, 2]Mehr dazu: Haarausfall
  • PsycheBei rheumatoider Arthritis: Angstgefühl, Depression[1, 2]Mehr dazu: AngstDepressive Verstimmung
  • Magen und DarmBei rheumatoider Arthritis: Verdauungsstörungen, Durchfall, Sodbrennen, Reizung oder Geschwüre in Rachen und Mund[1, 2]Mehr dazu: Sodbrennen und VerdauungsbeschwerdenDurchfall
  • Muskeln, Knochen und GelenkeBei rheumatoider Arthritis: Schmerzen im Bauch, im Rücken, in Muskeln oder Gelenken[1, 2]Mehr dazu: BauchschmerzenRückenschmerzenMuskelschmerzenGelenkschmerzen
  • Muskeln, Knochen und GelenkeBei rheumatoider Arthritis laut Fachinformation: Gelenkverschleiß (Osteoarthritis), Schleimbeutelentzündung (Bursitis)[2]
  • Magen und DarmBei GPA oder MPA: Verdauungsstörungen, Verstopfung[1, 2]Mehr dazu: Sodbrennen und VerdauungsbeschwerdenVerstopfung
  • HautBei GPA oder MPA: Hautausschläge einschließlich Akne oder Flecken auf der Haut[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagAkne
  • Gefäße und KreislaufBei GPA oder MPA: Erröten mit Hitzegefühl oder Hautrötung[1, 2]Mehr dazu: Hitzewallungen
  • Allgemeine BeschwerdenBei GPA oder MPA: Fieber[1, 2]Mehr dazu: Fieber
  • AtemwegeBei GPA oder MPA: verstopfte oder laufende Nase[1, 2]Mehr dazu: Verstopfte Nase
  • Muskeln, Knochen und GelenkeBei GPA oder MPA: Muskelverspannung oder Muskelschmerzen; Schmerzen in Muskeln, Händen oder Füßen[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
  • Blut und LymphsystemBei GPA oder MPA: niedrige Zahl roter Blutkörperchen (Anämie) und niedrige Zahl an Blutplättchen[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • Stoffwechsel und ErnährungBei GPA oder MPA: Anstieg des Kaliums im Blut[1, 2]Mehr dazu: Veränderter Kaliumspiegel
  • HerzBei GPA oder MPA: Änderungen des Herzrhythmus oder schneller Herzschlag[1, 2]Mehr dazu: HerzrhythmusstörungenHerzrasen
  • ImmunsystemBei GPA oder MPA laut Fachinformation: Zytokin-Freisetzungs-Syndrom[2]
  • Muskeln, Knochen und GelenkeBei GPA oder MPA laut Fachinformation: Muskelschwäche[2]Mehr dazu: Muskelschwäche
  • Allgemeine BeschwerdenBei GPA oder MPA laut Fachinformation: grippeähnliche Erkrankung[2]
  • InfektionenBei Pemphigus vulgaris: Infektionen wie Erkältung, Herpes-Infektionen, Augeninfektionen, Pilzinfektionen im Mund und Harnwegsinfektionen (Schmerzen beim Wasserlassen)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte InfektanfälligkeitPilzinfektionen
  • PsycheBei Pemphigus vulgaris: Stimmungsschwankungen, darunter Reizbarkeit und Depression[1, 2]Mehr dazu: Aggressivität und ReizbarkeitDepressive Verstimmung
  • HautBei Pemphigus vulgaris: Hauterkrankungen wie Juckreiz, Nesselsucht und gutartige Knoten unter der Haut[1, 2]Mehr dazu: JuckreizNesselsucht
  • Allgemeine BeschwerdenBei Pemphigus vulgaris: Müdigkeit (Fatigue) und Schwindelgefühl; Fieber[1, 2]Mehr dazu: MüdigkeitSchwindelFieber
  • Muskeln, Knochen und GelenkeBei Pemphigus vulgaris: Gelenk- oder Rückenschmerzen, Muskelschmerzen[1, 2]Mehr dazu: GelenkschmerzenRückenschmerzenMuskelschmerzen
  • Magen und DarmBei Pemphigus vulgaris: Bauchschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Bauchschmerzen
  • HerzBei Pemphigus vulgaris: schnellerer Herzschlag als normal[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Blut und LymphsystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Gerinnungsstörungen, verringerte Bildung und verstärkter Abbau roter Blutkörperchen (aplastische hämolytische Anämie), geschwollene oder vergrößerte Lymphknoten[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsBlutungen und blaue Flecken
  • PsycheBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: gedrückte Stimmung, Verlust von Interesse und Freude an alltäglichen Tätigkeiten, Nervosität[1, 2]Mehr dazu: Depressive VerstimmungUnruhe und Nervosität
  • NervensystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: veränderter Geschmack[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
  • HerzBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Herzprobleme wie verlangsamter Herzschlag oder Schmerzen in der Brust (Angina pectoris)[1, 2]Mehr dazu: Verlangsamter Herzschlag
  • AtemwegeBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Asthma; Sauerstoffmangel, bei dem die Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
  • Magen und DarmBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Vergrößerung des Bauchraums[1, 2]
  • AtemwegeBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Erkrankung der kleinsten Atemwege (Bronchiolitis obliterans), Lungenerkrankung[2]
  • Allgemeine BeschwerdenBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Schmerzen an der Infusionsstelle[2]
  • Allgemeine BeschwerdenBei rheumatoider Arthritis: übermäßige Flüssigkeitsansammlung in Gesicht und Körper[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
  • AtemwegeBei rheumatoider Arthritis: Entzündung, Reizung oder Engegefühl in Lunge und Rachen, Husten[1, 2]Mehr dazu: Reizhusten
  • HautBei rheumatoider Arthritis: Hautreaktionen wie Nesselsucht, Juckreiz und Ausschlag[1, 2]Mehr dazu: NesselsuchtJuckreizHautausschlag
  • ImmunsystemBei rheumatoider Arthritis: allergische Reaktionen mit Keuchen oder Kurzatmigkeit, Schwellung von Gesicht und Zunge, Kollaps[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnot

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • InfektionenBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: schwerwiegende Virusinfektion, Lungenentzündung durch Pneumocystis jirovecii[2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
  • ImmunsystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie)[2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
  • HerzBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: schwere Herzerkrankungen[2]
  • AtemwegeBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Erkrankung des Lungengewebes (interstitielle Lungenerkrankung), auch mit tödlichem Verlauf[2]
  • Blut und LymphsystemBei rheumatoider Arthritis: verringerte Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutrophile), die Infektionen bekämpfen; einige Infektionen können schwer sein[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsErhöhte Infektanfälligkeit
  • HerzBei rheumatoider Arthritis laut Fachinformation: Schmerzen in der Brust (Angina pectoris), Vorhofflimmern, Herzversagen, Herzinfarkt[2]Mehr dazu: HerzrhythmusstörungenHerzschwäche

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • InfektionenProgressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML): eine schwerwiegende Gehirnentzündung, die tödlich verlaufen kann[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Stoffwechsel und ErnährungBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: zeitweise Erhöhung bestimmter Antikörper im Blut (Immunglobuline vom Typ IgM); Störungen der Blutchemie durch den Abbau absterbender Krebszellen[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
  • NervensystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Nervenschäden in Armen und Beinen, Gesichtslähmung[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
  • HerzBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Herzschwäche (Herzinsuffizienz)[1, 2]Mehr dazu: Herzschwäche
  • Gefäße und KreislaufBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Entzündungen von Blutgefäßen, auch solche, die zu Hautveränderungen führen[1, 2]
  • AtemwegeBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Atemversagen[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
  • Magen und DarmBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Verletzung der Darmwand (Perforation)[1, 2]
  • Nieren und HarnwegeBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Nierenversagen[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
  • AugenBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: schwerer Sehverlust[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • HautBei Non-Hodgkin-Lymphom, CLL, rheumatoider Arthritis, GPA oder MPA: schwere, lebensbedrohliche Hauterkrankungen mit Blasenbildung, Rötung, oft mit Blasen, auf der Haut oder den Schleimhäuten etwa im Mund, im Genitalbereich oder an den Augenlidern, möglicherweise mit Fieber[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
  • ImmunsystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Zytokin-Freisetzungs-Syndrom, Serumkrankheit[2]
  • ImmunsystemBei rheumatoider Arthritis: einige Wochen nach der Infusion auftretende allergieähnliche Beschwerden wie Ausschlag, Juckreiz, Gelenkschmerzen, geschwollene Lymphdrüsen und Fieber[1, 2]Mehr dazu: JuckreizHautausschlagGelenkschmerzenFieber
  • HerzBei rheumatoider Arthritis laut Fachinformation: Vorhofflattern[2]Mehr dazu: Herzrhythmusstörungen
  • InfektionenBei rheumatoider Arthritis laut Fachinformation: erneutes Auftreten einer Hepatitis-B-Infektion (Reaktivierung)[2]Mehr dazu: Erhöhte InfektanfälligkeitLeberschäden und erhöhte Leberwerte
  • InfektionenBei GPA oder MPA: erneutes Auftreten einer Hepatitis-B-Infektion[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte InfektanfälligkeitLeberschäden und erhöhte Leberwerte

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • InfektionenInfektion oder Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten (enterovirale Meningoenzephalitis), die tödlich verlaufen kann, in allen Anwendungsgebieten[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Blut und LymphsystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: verzögert auftretende Verminderung der weißen Blutkörperchen[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • Blut und LymphsystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: sofortige Abnahme der Blutplättchen durch die Infusion; sie kann sich zurückbilden, in seltenen Fällen aber tödlich verlaufen[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • Ohr und GleichgewichtBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL: Gehörverlust, Verlust anderer Sinne[1, 2]Mehr dazu: Ohrgeräusche
  • AtemwegeBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Veränderungen im Lungengewebe (Lungeninfiltrate)[2]
  • NervensystemBei Non-Hodgkin-Lymphom oder CLL laut Fachinformation: Schädigung von Hirnnerven (kraniale Neuropathie)[2]
  • InfektionenBei rheumatoider Arthritis, GPA, MPA oder Pemphigus vulgaris: schwerwiegende Virusinfektion[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Infusionsreaktionen sind nach der zweiten Infusion weniger wahrscheinlich; sind sie schwerwiegend, kann die Ärztin oder der Arzt die Behandlung abbrechen [1]. Bei rheumatoider Arthritis, GPA, MPA und Pemphigus vulgaris stehen die Hinweise zu Infektionen auch im Patientenpass; tragen Sie ihn bei sich und zeigen Sie ihn Ihrem Partner oder Ihrer Pflegeperson [1]. Laut Fachinformation sollte Behandelten empfohlen werden, Partner oder Pflegeperson über die Behandlung zu informieren, weil diese Anzeichen einer PML bemerken können, die Betroffene selbst nicht wahrnehmen [2].

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Ältere Frau und ihr Partner sitzen gemeinsam an einem hellen Küchentisch und sprechen ruhig miteinander
Bild: KI-generiert

Während der Infusion: Sie werden während der Gabe engmaschig überwacht und erhalten vorher Arzneimittel, die Nebenwirkungen vorbeugen oder vermindern sollen [1]. Treten Beschwerden auf, wird die Infusion verlangsamt oder unterbrochen; möglicherweise erhalten Sie zusätzlich ein Antiallergikum oder Paracetamol. Sobald es Ihnen besser geht, kann die Infusion fortgesetzt werden [1]. Nehmen Sie Blutdrucksenker ein, kann die Ärztin oder der Arzt Sie bitten, diese 12 Stunden vor der Infusion auszusetzen, weil der Blutdruck während der Gabe abfallen kann [1, 2].

Infektionen: Melden Sie Fieber, Husten, Halsschmerzen, brennende Schmerzen beim Wasserlassen, Schwäche oder allgemeines Unwohlsein sofort [1]. Laut Fachinformation sollten Infektzeichen nach der Behandlung rasch abgeklärt werden, und vor jedem weiteren Zyklus wird das Infektionsrisiko erneut geprüft [2]. Vor Beginn soll bei allen Behandelten ein Test auf Hepatitis B erfolgen [2].

Haut und Allgemeinbefinden: Haarausfall, Müdigkeit, Juckreiz und Hautausschläge kommen je nach Anwendungsgebiet häufig oder sehr häufig vor [1]. Rötungen mit Blasen auf Haut oder Schleimhäuten melden Sie sofort [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihr Behandlungsteam über alle Arzneimittel, auch rezeptfreie und pflanzliche; Rituximab und andere Arzneimittel können sich gegenseitig in ihrer Wirkungsweise beeinflussen [1]. Sprechen Sie besonders über Blutdrucksenker und über Mittel, die das Immunsystem beeinträchtigen, etwa eine frühere Chemotherapie oder Immunsuppressiva [1]. Bei rheumatoider Arthritis ist laut Fachinformation die gleichzeitige Anwendung mit anderen Rheumamitteln als Methotrexat nicht empfohlen [2]. Wem die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung gegen Gürtelrose empfiehlt, steht auf der Seite Gürtelrose-Impfung.

Wechselwirkungen von Rituximab
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Blutdrucksenkende MittelWährend der Infusion kann der Blutdruck abfallen[1, 2]Möglicherweise sollen Sie diese Mittel 12 Stunden vor der Infusion nicht mehr einnehmen, Anweisung der Ärztin oder des Arztes folgen
Mittel, die das Immunsystem beeinträchtigen, etwa Chemotherapie oder Immunsuppressiva (auch früher angewendet)Rituximab und andere Arzneimittel können sich gegenseitig in ihrer Wirkungsweise beeinflussen[1]Vorher mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen
Lebendimpfstoffe gegen VirenLaut Fachinformation ist die Sicherheit nicht untersucht[1, 2]Während der Behandlung und bei verminderten B-Zellen nicht empfohlen
Andere monoklonale Antikörper zur Untersuchung oder BehandlungLaut Fachinformation sind bei Antikörpern gegen Maus-Eiweiß oder gegen den Wirkstoff allergische oder Überempfindlichkeitsreaktionen möglich[2]Ärztin oder Arzt informieren
Andere Rheumamittel (bei rheumatoider Arthritis) sowie Biologika oder Basistherapeutika nach RituximabLaut Fachinformation sind andere Kombinationen als mit Methotrexat nicht empfohlen; nach Rituximab angewendete Biologika und Basistherapeutika erfordern eine engmaschige Überwachung auf Infektionen[2]Behandlungsplan der Ärztin oder des Arztes folgen
Methotrexat, Fludarabin, CyclophosphamidLaut Fachinformation hatte Methotrexat bei rheumatoider Arthritis keinen Einfluss auf die Verarbeitung von Rituximab im Körper; bei CLL scheint Rituximab die Verarbeitung von Fludarabin und Cyclophosphamid nicht zu beeinflussen, und diese zeigten keine sichtbaren Auswirkungen auf die Verarbeitung von Rituximab[2]Werden in den Anwendungsgebieten zusammen mit Rituximab eingesetzt

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Rituximab nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte

Bei einer aktiven schweren Infektion und bei stark geschwächtem Immunsystem darf Rituximab nicht angewendet werden; bei rheumatoider Arthritis, GPA, MPA und Pemphigus vulgaris auch nicht bei schwerer Herzschwäche oder schwerer, nicht kontrollierter Herzerkrankung [1, 2]. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie eine Hepatitis B haben oder hatten oder wenn eine Herzerkrankung oder Atembeschwerden bekannt sind [1].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Rituximab, gegen andere ähnliche Eiweiße oder einen der sonstigen Bestandteile; laut Fachinformation auch gegen Eiweiße von Mäusen[1, 2]
  • Aktive, schwere Infektion (laut Fachinformation etwa Tuberkulose, Blutvergiftung oder opportunistische Infektionen)[1, 2]
  • Stark geschwächtes Immunsystem[1, 2]
  • Laut Fachinformation: aktive Hepatitis-B-Erkrankung[2]
  • Bei rheumatoider Arthritis, GPA, MPA oder Pemphigus vulgaris: schwere Herzschwäche oder schwere, nicht kontrollierte Herzerkrankung[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Hepatitis B, aktiv oder zurückliegend: Rituximab könnte eine zurückliegende Hepatitis B wieder aktivieren, was in sehr seltenen Fällen tödlich verlaufen kann. Bei zurückliegender Infektion wird sorgfältig auf Anzeichen einer aktiven Hepatitis B untersucht. Laut Fachinformation soll bei allen Behandelten vor Beginn ein Test auf Hepatitis B erfolgen; bei positivem Test soll vor Behandlungsbeginn eine Fachärztin oder ein Facharzt für Lebererkrankungen aufgesucht werden[1, 2]
  • Herzerkrankung wie Angina pectoris, unregelmäßiger Herzschlag oder Herzschwäche oder bekannte Atembeschwerden: Die Ärztin oder der Arzt muss Sie möglicherweise besonders überwachen[1, 2]
  • Bei rheumatoider Arthritis, GPA, MPA oder Pemphigus vulgaris: Infektionen, auch leichte wie eine Erkältung, vorher mitteilen, Rituximab sollte erst gegeben werden, wenn die Infektion abgeklungen ist; auch häufige oder schwere Infektionen in der Vorgeschichte angeben[1, 2]
  • Patientenpass: Bei rheumatoider Arthritis, GPA, MPA oder Pemphigus vulgaris erhalten Sie einen Patientenpass mit Informationen zu Infektionen; tragen Sie ihn bei sich und zeigen Sie ihn Ihrem Partner oder Ihrer Pflegeperson[1, 2]
  • Impfungen: Einige Impfstoffe dürfen nicht zusammen mit Rituximab oder einige Monate danach angewendet werden; die Ärztin oder der Arzt prüft vor Beginn, ob Sie Impfungen erhalten sollen, auch Reiseimpfungen ansprechen. Laut Fachinformation sollten die Impfungen bei rheumatoider Arthritis, GPA, MPA und Pemphigus vulgaris mindestens 4 Wochen vor der ersten Gabe abgeschlossen sein; Impfungen mit inaktivierten Impfstoffen sind möglich, wirken aber möglicherweise schwächer[1, 2]
  • Laborkontrollen: Laut Fachinformation wird empfohlen, den Spiegel der Immunglobuline vor Beginn zu bestimmen; bei Lymphom und CLL sollten regelmäßig Blutbilder gemacht werden, bei den Autoimmunerkrankungen ist die Zahl der Neutrophilen vor jedem Zyklus und bis zu 6 Monate nach der Behandlung zu bestimmen[2]
  • Rheumatoide Arthritis ohne vorherige Behandlung mit Methotrexat: laut Fachinformation nicht empfohlen[2]
  • Kinder und Jugendliche: Rituximab kann bei Non-Hodgkin-Lymphom ab 6 Monaten und bei GPA oder MPA ab 2 Jahren angewendet werden; zu anderen Erkrankungen gibt es nur wenige Informationen[1, 2]
  • Der Hilfsstoff Polysorbat 80 kann allergische Reaktionen hervorrufen; das Arzneimittel enthält außerdem Natrium (Kochsalz)[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Zu Alkohol enthalten Packungsbeilage und Fachinformation keine eigenen Hinweise. Rituximab kann über die Plazenta auf das Kind übergehen. Wenn Sie schwanger werden können, müssen Sie und Ihr Partner während der Behandlung und 12 Monate nach der letzten Gabe wirksam verhüten [1]. Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité sagen [1, 2, 3].

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit, ob Sie schwanger sind oder werden möchten: Rituximab kann über die Plazenta auf das Kind übergehen und es beeinträchtigen. Wenn Sie schwanger werden können, müssen Sie und Ihr Partner während der Behandlung und 12 Monate nach der letzten Behandlung wirksam verhüten.[1, 2]

Laut Fachinformation wurde bei einigen Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft Rituximab erhielten, eine vorübergehende Verminderung der B-Zellen und Lymphozyten berichtet; Rituximab sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen das Risiko überwiegt.[2]

Embryotox schätzt den Erfahrungsumfang als gering ein: Zu etwa 35 Schwangerschaften mit Behandlung im ersten Schwangerschaftsdrittel gibt es Fallberichte und kleine Fallserien; größere Studien für eine abschließende Bewertung fehlen. Nach Behandlung im zweiten oder letzten Drittel zeigte sich bei Neugeborenen ein deutlich erhöhtes Risiko für eine vorübergehende, bis zu sechs Monate dauernde, vollständige Verminderung der B-Zellen sowie für weitere Blutbildveränderungen wie verminderte Blutplättchen oder Neutrophile. Laut Embryotox kann Rituximab, wenn es nach sorgfältiger Prüfung besser untersuchter Alternativen therapeutische Vorteile bietet, nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung in allen Phasen der Schwangerschaft eingesetzt werden, in der zweiten Schwangerschaftshälfte besonders kritisch geprüft. Nach einer Behandlung im zweiten oder letzten Drittel sollte beim Neugeborenen ein Differenzialblutbild mit Bestimmung der B-Zellen erfolgen; während einer relevanten B-Zell-Verminderung sollten keine Lebendimpfungen gegeben werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Rituximab geht in sehr kleinen Mengen in die Muttermilch über. Weil die Langzeitfolgen für gestillte Kinder nicht bekannt sind, wird empfohlen, während der Behandlung und 6 Monate danach nicht zu stillen; laut Fachinformation liegt die relative Dosis für den Säugling unter 0,4 Prozent.[1, 2]

Laut Embryotox ist das Stillen während einer Behandlung mit Rituximab akzeptabel, wenn keine besser untersuchten Alternativen zur Verfügung stehen; wurde in der Schwangerschaft nicht behandelt, sollte die erste Gabe frühestens zwei Wochen nach der Entbindung erfolgen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Es ist nicht bekannt, ob Rituximab die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Laut Fachinformation lassen Wirkung und Nebenwirkungen keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss erwarten.[1, 2]

Einnahme

Rituximab wird als Infusion (Tropf) in eine Vene gegeben, durch eine Ärztin, einen Arzt oder Fachpersonal mit Erfahrung in dieser Behandlung, die Sie dabei engmaschig überwachen. Vor jeder Gabe erhalten Sie Arzneimittel, die Nebenwirkungen vorbeugen oder vermindern sollen (Prämedikation).[1]

Absetzen

Sind die Infusionsreaktionen schwerwiegend, kann die Ärztin oder der Arzt entscheiden, die Behandlung abzubrechen. Laut Fachinformation wird Rituximab bei einer PML dauerhaft abgesetzt, ebenso bei einer schweren Hautreaktion wie dem Stevens-Johnson-Syndrom, wenn ein Zusammenhang mit Rituximab vermutet wird.[1, 2]

Überdosierung

Laut Fachinformation gibt es nur begrenzte Erfahrungen mit höheren Dosen als zugelassen. Bei einer Überdosierung wird die Infusion sofort abgebrochen und engmaschig überwacht.[2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage beschreibt für jedes Anwendungsgebiet, wie oft und in welchen Abständen Rituximab gegeben wird; die Menge je Gabe nennt sie nicht [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Dosis und Behandlungsplan legt Ihr Behandlungsteam fest und kann sie je nach Ansprechen ändern [1].

Anwendung und Absetzen

Rituximab erhalten Sie immer als Infusion (Tropf) in eine Vene, gegeben von einer Ärztin, einem Arzt oder Fachpersonal mit Erfahrung in dieser Behandlung [1]. Vor jeder Gabe bekommen Sie Arzneimittel zur Vorbeugung von Nebenwirkungen [1]. Bei der GPA und MPA wird vor Beginn normalerweise Kortison gespritzt [1].

Über eine Unterbrechung oder das Ende der Behandlung entscheidet die Ärztin oder der Arzt; nach schwerwiegenden Infusionsreaktionen kann die Behandlung abgebrochen werden [1]. Laut Fachinformation wird Rituximab bei einer PML dauerhaft abgesetzt, ebenso bei einer schweren Hautreaktion, wenn ein Zusammenhang mit Rituximab vermutet wird [2].

Präparate mit Rituximab

Neben dem Originalpräparat MabThera gibt es weitere Präparate mit Rituximab; laut Embryotox kann Rituximab in die Vene oder unter die Haut gegeben werden [3]. Grundlage dieser Seite ist die EMA-Produktinformation der MabThera-Infusion mit Stand August 2026 [1, 2]. Für die Form zum Spritzen unter die Haut und für jedes andere Präparat gilt die eigene Packungsbeilage. Laut Fachinformation müssen bei biologischen Arzneimitteln Name und Chargenbezeichnung des angewendeten Präparats dokumentiert werden [2].

Präparate mit Rituximab
PräparatAnbieterHinweis
MabTheraRoche Registration GmbHKonzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (100 mg und 500 mg): Grundlage dieser Seite; außerdem Injektionslösung zum Spritzen unter die Haut
RixathonSandoz GmbHBiosimilar
RuxiencePfizer Europe MA EEIGBiosimilar
TruximaCelltrion Healthcare Hungary Kft.Biosimilar

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation MabThera (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage MabThera 100 mg/500 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Roche Registration GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 11.10.2026
  2. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation MabThera (EPAR), Anhang I: Fachinformation MabThera 100 mg/500 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, und Anhang II. Roche Registration GmbH (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 11.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Rituximab. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Welche Nebenwirkungen hat Rituximab?

Das hängt vom Anwendungsgebiet ab; die Packungsbeilage führt getrennte Listen. Sehr häufig sind bei Lymphomen und CLL zum Beispiel Infektionen, weniger weiße Blutkörperchen und Blutplättchen, Übelkeit, Haarausfall, Schüttelfrost und Kopfschmerzen, bei rheumatoider Arthritis unter anderem Infektionen, allergische Reaktionen rund um die Infusion und Kopfschmerzen. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht bis mäßig, einige können aber schwerwiegend sein und eine Behandlung erfordern.

Was passiert bei einer Infusionsreaktion?

Während der Infusion oder in den ersten 24 Stunden können Fieber, Kältegefühl und Schüttelfrost auftreten, seltener zum Beispiel Juckreiz, Übelkeit, Atembeschwerden, Schwellungen von Zunge oder Hals oder ein schneller Herzschlag. Sagen Sie das sofort der Person, die Ihnen die Infusion gibt; die Infusion wird dann verlangsamt oder unterbrochen. Nach der zweiten Infusion sind solche Reaktionen weniger wahrscheinlich.

Warum bekomme ich vor jeder Infusion andere Medikamente?

Vor jeder Gabe erhalten Sie laut Packungsbeilage Arzneimittel, die möglichen Nebenwirkungen vorbeugen oder sie vermindern sollen (Prämedikation). Welche das sind, legt Ihr Behandlungsteam fest.

Erhöht Rituximab das Infektionsrisiko?

Ja. Die Zellen, die Rituximab angreift, helfen bei der Abwehr von Infektionen. Während der Behandlung können Sie anfälliger für Infektionen werden, oft für Erkältungen, aber auch für Lungenentzündungen, Harnwegsinfektionen und schwerwiegende Virusinfektionen. Sehr selten ist eine schwerwiegende Gehirnentzündung (PML). Melden Sie Infektzeichen, Gedächtnis-, Denk- oder Gehstörungen und Sehverlust sofort Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich mich unter Rituximab impfen lassen?

Einige Impfstoffe dürfen nicht zusammen mit Rituximab oder einige Monate danach angewendet werden. Die Ärztin oder der Arzt prüft vor Beginn, ob Sie Impfungen erhalten sollen; sprechen Sie auch geplante Reiseimpfungen an. Laut Fachinformation werden Lebendimpfstoffe gegen Viren während der Behandlung nicht empfohlen, inaktivierte Impfstoffe sind möglich, wirken aber möglicherweise schwächer.

Wie lange muss ich nach Rituximab verhüten, und darf ich stillen?

Wenn Sie schwanger werden können, müssen Sie und Ihr Partner während der Behandlung und 12 Monate nach der letzten Gabe wirksam verhüten. Laut Packungsbeilage sollten Sie während der Behandlung und 6 Monate danach nicht stillen, weil die Langzeitfolgen für gestillte Kinder nicht bekannt sind. Embryotox hält das Stillen für akzeptabel, wenn keine besser untersuchten Alternativen zur Verfügung stehen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie oft bekommt man Rituximab bei rheumatoider Arthritis?

Laut Packungsbeilage besteht ein Behandlungszyklus aus zwei Infusionen im Abstand von zwei Wochen; weitere Zyklen sind möglich. Ob und wann Sie weitere Dosen erhalten, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nach Ihren Beschwerden; das kann auch erst nach Monaten sein. Die Abläufe für alle Anwendungsgebiete stehen im Abschnitt Dosierung.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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