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Zahnschmerzen

Zahnschmerzen können unter anderem von Karies, einer Entzündung im Zahninneren, Zahnfleischerkrankungen oder Weisheitszähnen ausgehen; die Ursache behandelt die Zahnarztpraxis. Zur kurzzeitigen Linderung ist rezeptfreies Ibuprofen laut Packungsbeilage auch bei Zahnschmerzen zugelassen, Paracetamol bei leichten bis mäßig starken Schmerzen; Paracetamol nehmen Sie ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage ein. Acetylsalicylsäure (ASS) ist laut IQWiG vor und nach einer Operation wie dem Entfernen von Weisheitszähnen nicht geeignet, weil sie die Blutungsgefahr erhöht. Bei starken Zahnschmerzen außerhalb der Sprechzeiten hilft der zahnärztliche Notdienst, bei Lebensgefahr der Notruf 112.

Frau Ende dreißig mit kastanienbraunem Haar sitzt in einem senfgelben Pullover auf einem hellgrauen Sofa und hält ein in ein blaues Tuch gewickeltes Kühlkissen an die Wange
Bild: KI-generiert

Zahnschmerzen können unter anderem von Karies, einer Entzündung im Zahninneren, entzündetem Zahnfleisch oder von Weisheitszähnen ausgehen [1, 2, 4, 5]. Die Ursache behandelt die Zahnarztpraxis, je nach Befund mit einer Füllung, einer Wurzelkanalbehandlung oder dem Ziehen des Zahns [1, 2]. Bis dahin ist rezeptfreies Ibuprofen laut Packungsbeilage zur kurzzeitigen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen wie Zahnschmerzen zugelassen, Paracetamol zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen [9, 11]. Paracetamol nehmen Sie ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage ein [11].

Was passiert bei Zahnschmerzen?

Jede Zahnwurzel hat laut Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) mindestens einen Kanal. Er ist mit Gewebe gefüllt, dem Zahnmark (Pulpa), in dem der Zahnnerv und feinste Blutgefäße liegen [5]. Dringen Bakterien in dieses Gewebe ein, entsteht eine Entzündung: Die Gefäße dehnen sich aus, finden in dem engen Raum kaum Platz und drücken auf den Nerv. Dadurch können heftige Schmerzen entstehen [5].

Bei Karies zeigen sich laut Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zunächst weißliche oder bräunliche Flecken, später Löcher an der Zahnoberfläche. Werden tiefere Zahnschichten angegriffen, schädigt Karies auch Zahnnerven und Zahnwurzeln. Die Zähne werden empfindlich und schmerzen, besonders beim Essen oder Trinken von Kaltem oder Süßem [1]. Bei Erwachsenen ist Karies häufiger als bei Kindern: Bei Menschen von 35 bis 44 Jahren sind laut IQWiG durchschnittlich etwa elf Zähne von Karies befallen, gefüllt, überkront oder fehlen [1].

Ursachen: Karies, Zahnwurzel, Zahnfleisch, Weisheitszähne

Karies: Meist entsteht Karies, wenn Zahnbelag, schlechte Mundhygiene und häufiger Zuckerkonsum zusammenkommen. Bakterien im Zahnbelag zersetzen Zucker aus Essensresten, dabei entsteht Säure, die den Zahnschmelz angreift und den Zahn allmählich zerstört, wenn er nicht gereinigt oder behandelt wird [1].

Entzündung im Zahninneren: Muss die Zahnwurzel behandelt werden, ist laut KZBV meistens Karies schuld; die Bakterien sind bis in die Kanälchen der Zahnwurzel vorgedrungen. Auch nach Unfällen, bei denen Teile eines Zahns abgebrochen sind, ist oft eine Wurzelkanalbehandlung nötig [5]. Wird eine Entzündung des Zahnmarks nicht rechtzeitig behandelt, kann sie sich innerhalb weniger Stunden bis zu ein paar Tagen über den Kieferknochen bis ins Weichgewebe ausbreiten; es entsteht eine "dicke Backe" (Abszess). Im schlimmsten Fall können die Bakterien von dort zum Herzen oder ins Gehirn wandern und zu schweren Erkrankungen führen [5].

Zahnfleisch und Zahnhalteapparat: Eine Zahnfleischentzündung verursacht laut IQWiG meist keine Schmerzen. Bei einer Parodontitis, einer Entzündung des Zahnhalteapparats, können dagegen empfindliche Zahnhälse, schmerzendes Zahnfleisch und Mundgeruch auftreten; bei fortgeschrittener Parodontitis können sich Zähne verschieben, wackeln oder beim Kauen wehtun [4]. Mehr dazu: Zahnfleischentzündung.

Weisheitszähne: Nicht oder nur teilweise durchgebrochene Weisheitszähne verursachen laut IQWiG oft keine Probleme. Sie können aber zu Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen am Zahnfleisch führen, benachbarte Zähne beschädigen und das Risiko für Karies erhöhen [2].

Schmerzen, die nicht vom Zahn kommen: Menschen mit einer Trigeminusneuralgie suchen laut gesund.bund.de häufig zuerst eine Zahnarztpraxis auf, weil sie das Gefühl haben, der Schmerz komme aus dem Mund. Auslöser der Schmerzanfälle können schon Kauen oder Zähneputzen sein [6].

Medikamente als Ursache: Bestimmte Medikamente können laut IQWiG das Zahnfleisch übermäßig wachsen lassen, zum Beispiel Mittel, die das Immunsystem unterdrücken, oder Medikamente gegen Gefäß- und Herzkrankheiten. Das erschwert die Mundhygiene und fördert Zahnfleischentzündungen [4]. Welche Medikamente Zähne, Zahnfleisch oder Kieferknochen angreifen können, steht auf der Seite Zahnschäden durch Medikamente; über Mundtrockenheit informiert die Seite Mundtrockenheit durch Medikamente.

Diagnose

Um Karies festzustellen, reicht der Zahnärztin oder dem Zahnarzt laut IQWiG meist ein genauer Blick auf die Zähne. Zusätzlich kann ein Röntgenbild zeigen, wie weit die Karies fortgeschritten ist und ob sie zum Beispiel zwischen den Zähnen oder unter Füllungen sitzt [1]. Bei Beschwerden durch Weisheitszähne wird nach den Beschwerden gefragt, Mundhöhle und Kiefer werden untersucht und mit einer Röntgenaufnahme wird geprüft, wie die Weisheitszähne liegen [2].

Sagen Sie in der Zahnarztpraxis, welche Medikamente Sie nehmen, besonders vor einem Eingriff. Die Packungsbeilagen von Ibuprofen und ASS verlangen, vor operativen Eingriffen über ihre Einnahme zu informieren [9, 13]. Hilfreich ist ein aktueller Medikationsplan.

Behandlung ohne Medikamente: was in der Zahnarztpraxis geschieht

Bei beginnender Karies kann es laut IQWiG ausreichen, die Zähne regelmäßig mit fluoridhaltiger Zahnpasta zu putzen und in der Zahnarztpraxis Fluorid auftragen zu lassen. Karieslöcher werden ausgebohrt und mit Füllungen aus Kunststoff (Komposit), Amalgam, Keramik oder Edelmetall versorgt. Ist der Zahn stärker beschädigt, kann eine Teilkrone oder Krone ihn erhalten. Sind die Zahnnerven betroffen, wird meist eine Wurzelkanalbehandlung vorgeschlagen; manchmal muss ein Zahn auch entfernt werden [1].

Führen Weisheitszähne zu Komplikationen, müssen sie normalerweise gezogen werden; dafür genügt in der Regel ein ambulanter kieferchirurgischer Eingriff mit örtlicher Betäubung. Fachleute empfehlen eine Entfernung heute meist nur, wenn Probleme auftreten oder absehbar sind [2].

Nach dem Entfernen eines Weisheitszahns: Bei den meisten Menschen sind Mundbereich und Wange nach der Operation geschwollen, viele haben direkt nach dem Eingriff Schmerzen, die bald abklingen [3]. Um die Schwellung zu mindern, kann die Wange in den ersten Tagen mit einem Kühlpack gekühlt werden. Rauchen sowie heiße Getränke oder Fruchtsäfte können in den ersten Tagen die Wundheilung stören; stilles Wasser oder lauwarmer Kamillen- oder Salbeitee eignen sich laut IQWiG besser, ebenso nicht zu heiße Speisen, die sich mit der Zunge zerkleinern lassen, etwa Kartoffelpüree, Fisch oder Nudeln. Auf Sport und Saunagänge verzichtet man in den Tagen danach besser, auch wenn man sich schon wieder gut fühlt [3]. Löst sich der Blutpfropfen, der die Wunde verschließt, zu früh, liegt der Knochen frei; diese "trockene Alveole" ist schmerzhaft, kann aber gut behandelt werden [3].

Behandlung mit Medikamenten

Mann Mitte fünfzig mit kurzem grauem Haar sitzt in einem hellen Behandlungsstuhl einer Zahnarztpraxis und spricht ruhig mit einer Zahnärztin mit zurückgebundenem blondem Haar
Bild: KI-generiert

Ibuprofen und Paracetamol sind zur symptomatischen Behandlung zugelassen, sie lindern also die Beschwerden [9, 11]. Laut IQWiG können beide die Schmerzen nach einem Eingriff wie dem Entfernen von Weisheitszähnen lindern; manchmal werden schon vor dem Eingriff schmerzlindernde Mittel gegeben [3]. Antiseptische Mundwasser oder Gele können laut IQWiG helfen, Wundinfektionen nach dem Eingriff vorzubeugen [3].

Medikamente bei Zahnschmerzen im Überblick
WirkstoffgruppeBeispieleWie sie wirkenHäufige Nebenwirkungen
Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR)Ibuprofen, rezeptfrei unter anderem bei Zahnschmerzen [9]Erwies sich in tierexperimentellen Entzündungsmodellen über die Hemmung der Prostaglandinbildung als wirksam; beim Menschen verringert Ibuprofen entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber [10]Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt [9]
Schmerz- und Fiebermittel (Nichtopioid-Analgetika)Paracetamol, rezeptfrei bei leichten bis mäßig starken Schmerzen [11]Wie Paracetamol Schmerzen und Fieber senkt, ist nicht eindeutig geklärt; nachgewiesen ist eine ausgeprägte Hemmung der Prostaglandinbildung im Gehirn, außerhalb des Gehirns nur eine schwache [12]Keine häufigen Nebenwirkungen genannt; selten: leichter Anstieg bestimmter Leberenzyme [11]
Antiseptische MundspüllösungenChlorhexidin (ohne eigene Wirkstoffseite), zum Beispiel Dynexidin Forte, rezeptfrei; laut Packungsbeilage nicht bei offenen Wunden und Geschwüren in der Mundhöhle [14]Antiseptikum für Haut und Schleimhaut [15]; vermindert Bakterien in der Mundhöhle [14]Selten: kurzzeitig gestörtes Geschmacksempfinden, vorübergehendes Taubheitsgefühl der Zunge, vorübergehende Verfärbungen von Zunge, Zähnen und Füllungen [14]
Antibiotika (nur in bestimmten Fällen)Amoxicillin (zugelassen unter anderem für Zahnabszesse mit ausgedehnter Weichteilentzündung) [16]; Clindamycin (unter anderem für Infektionen des Zahn- und Kieferbereichs) [18]Amoxicillin hemmt Enzyme, die Bakterien zum Aufbau ihrer Zellwand brauchen [16]; Clindamycin hemmt die Herstellung von Eiweißen in den Bakterien [19]Amoxicillin häufig: Hautausschlag, Übelkeit, Durchfall [17]; Clindamycin sehr häufig: Reizung und Entzündung der Speiseröhre, Mundschleimhautentzündung, Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit [18]

Häufig heißt bei bis zu 1 von 10 Behandelten, sehr häufig bei mehr als 1 von 10, selten bei bis zu 1 von 1.000 [9, 11, 18]. Jede Angabe gilt für den genannten Wirkstoff und das genannte Präparat; alle Nebenwirkungen mit Häufigkeit stehen auf den verlinkten Wirkstoffseiten. Mit dem Werkzeug Häufigkeit übersetzen lassen sich die Angaben einordnen.

Ibuprofen und Paracetamol in der Selbstbehandlung

Rezeptfreies Ibuprofen ist laut Packungsbeilage zur kurzzeitigen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen wie Kopf-, Zahn- und Regelschmerzen zugelassen [9]. Brauchen Erwachsene es länger als 4 Tage gegen Schmerzen oder Kinder und Jugendliche länger als 3 Tage oder werden die Beschwerden schlimmer, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden [9]. Tabletten mit 400 mg sind laut Packungsbeilage für Kinder unter 20 kg (unter 6 Jahren) in der Regel nicht geeignet [9]. Nicht eingenommen werden darf Ibuprofen unter anderem bei Asthmaanfällen oder Schwellungen nach ASS oder anderen NSAR in der Vorgeschichte, bei bestehenden oder wiederholten Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, bei Hirnblutungen oder anderen aktiven Blutungen, bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, schwerer Herzschwäche und im letzten Drittel der Schwangerschaft [9].

Ibuprofen kann laut Packungsbeilage Anzeichen einer Infektion wie Fieber und Schmerzen verdecken. Dadurch kann sich eine angemessene Behandlung der Infektion verzögern. Halten die Infektionszeichen während der Einnahme an oder werden sie schlimmer, holen Sie unverzüglich ärztlichen Rat ein [9].

Paracetamol nehmen Sie laut Packungsbeilage ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage ein. Verschlimmern sich die Beschwerden, tritt nach 3 Tagen keine Besserung ein oder haben Sie hohes Fieber, gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt [11]. Paracetamol darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden, und andere gleichzeitig angewendete Arzneimittel sollen kein Paracetamol enthalten, damit es nicht zu einer Überdosierung kommt [11]. Vor der Einnahme sprechen Sie unter anderem bei chronischer Alkoholkrankheit, eingeschränkter Leberfunktion, vorgeschädigter Niere oder einem Körpergewicht unter 50 kg mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [11].

Wie viel Sie laut Packungsbeilage nehmen dürfen, steht auf den Wirkstoffseiten unter Dosierung von Ibuprofen und Dosierung von Paracetamol [9, 11]. Mehr im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.

Acetylsalicylsäure (ASS) vor und nach Eingriffen

Rezeptfreie Schmerztabletten mit Acetylsalicylsäure wie ASS-ratiopharm sind laut Packungsbeilage für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren unter anderem bei Zahnschmerzen zugelassen; ohne ärztliche Verordnung nehmen Sie sie nicht länger als 3 bis 4 Tage gegen Schmerzen ein [13]. Vor und nach einer Operation wie dem Entfernen von Weisheitszähnen ist ASS laut IQWiG nicht geeignet, weil es die Blutungsgefahr erhöht [3]. Laut Packungsbeilage erhöht Acetylsalicylsäure schon in geringen Dosen das Risiko von Blutungen, auch wenn die Einnahme bereits mehrere Tage zurückliegt. Ist ein Eingriff geplant, auch ein kleiner, informieren Sie die Zahnarztpraxis [13]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente vor der OP.

Mundspüllösungen mit Chlorhexidin

Chlorhexidin ist ein Antiseptikum, das unter anderem in Mundspüllösungen und Mundgelen enthalten ist [15]. Die Mundspüllösung Dynexidin Forte wird laut Packungsbeilage vorübergehend angewendet, um Bakterien in der Mundhöhle zu vermindern, unterstützend zur mechanischen Reinigung bei bakteriell bedingten Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut, nach chirurgischen Eingriffen am Zahnhalteapparat und wenn die Mundhygiene eingeschränkt ist [14]. Nicht angewendet werden darf sie laut Packungsbeilage unter anderem bei offenen Wunden und Geschwüren in der Mundhöhle (Ulzerationen) und bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren. Ohne ärztliche oder zahnärztliche Empfehlung sollte sie nicht länger als 6 Wochen angewendet werden [14]. Seifen und andere anionische Stoffe, die in der Regel auch in Zahnpasta enthalten sind, vermindern laut Packungsbeilage ihre Wirkung [14]. Ob nach einem Eingriff eine solche Spülung infrage kommt, besprechen Sie mit der Zahnarztpraxis.

Antibiotika nur in bestimmten Fällen

Nach dem Entfernen von Weisheitszähnen ist es laut IQWiG normalerweise nicht notwendig, Antibiotika einzunehmen, außer man hat ein besonders hohes Risiko für eine Infektion [3]. Breitet sich eine Entzündung des Zahnmarks bis ins Weichgewebe aus, entsteht laut KZBV ein Abszess [5]. Für Zahnabszesse mit ausgedehnter Weichteilentzündung (Cellulitis) ist zum Beispiel Amoxicillin zugelassen; die Fachinformation verweist dabei auf die offiziellen Richtlinien zur Anwendung von Antibiotika [16]. Clindamycin ist unter anderem für Infektionen des Zahn- und Kieferbereichs zugelassen; bei schweren Krankheitsbildern sollte die Behandlung als Infusion beginnen [18]. Ob und welches Antibiotikum infrage kommt, entscheidet die Zahnärztin oder der Zahnarzt. Mehr im Ratgeber Antibiotika richtig einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Laut Embryotox gehört Paracetamol bei Schmerzen, die mit Medikamenten behandelt werden müssen, in jeder Phase der Schwangerschaft zu den Schmerzmitteln der Wahl; es darf aber nicht unkritisch und ohne ärztlichen Rat tagelang oder über mehrere Wochen eingenommen werden [20]. Laut Packungsbeilage kann Paracetamol in der Schwangerschaft falls erforderlich eingenommen werden, in der geringstmöglichen Dosis und für den kürzestmöglichen Zeitraum [11]. Ibuprofen zählt Embryotox in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft zu den Schmerzmitteln der Wahl; ab der 28. Schwangerschaftswoche dürfen Ibuprofen und andere NSAR laut Embryotox nicht angewendet werden [21]. Laut Packungsbeilage darf Ibuprofen in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft nicht eingenommen werden; in den ersten 6 Monaten sollten Sie es nur nehmen, wenn es absolut notwendig ist und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es empfiehlt [9]. In der Stillzeit ist bei kurzfristiger Einnahme von Ibuprofen in der empfohlenen Dosis laut Packungsbeilage eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich; bei Paracetamol ist sie laut Packungsbeilage ebenfalls in der Regel nicht erforderlich [9, 11]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Nebenwirkungen der Medikamente

Ibuprofen: Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, sind laut Packungsbeilage Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung [9]. Mehr dazu: Magenbeschwerden durch Medikamente. Bei Hautausschlag mit Juckreiz, Asthmaanfällen, Sehstörungen oder Zeichen einer Magen-Darm-Blutung wie stärkeren Oberbauchschmerzen, Blut im Stuhl, schwarzem Stuhl oder Bluterbrechen nehmen Sie Ibuprofen laut Packungsbeilage nicht weiter ein und begeben sich sofort in ärztliche Behandlung; das gilt auch bei Atemproblemen, Schwellungen im Gesichts- und Halsbereich oder Schmerzen im Brustkorb [9]. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen können mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall einhergehen, insbesondere in hohen Dosen; überschreiten Sie die empfohlene Dosis und Behandlungsdauer nicht [9].

Paracetamol: Selten, also bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten, steigen laut Packungsbeilage bestimmte Leberenzyme leicht an; sehr selten kommt es zu allergischen Reaktionen bis zum Schock, zu einer Verengung der Atemwege bei empfindlichen Menschen, zu schweren Hautreaktionen oder zu Veränderungen des Blutbilds [11]. Wurde mehr Paracetamol eingenommen als empfohlen, rufen Sie die nächst erreichbare Ärztin oder den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe; Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden auf [11]. Mehr dazu: Erhöhte Leberwerte durch Medikamente.

Chlorhexidin: Laut Packungsbeilage von Dynexidin Forte kann es selten zu kurzzeitig gestörtem Geschmacksempfinden, einem vorübergehenden Taubheitsgefühl der Zunge und vorübergehenden Verfärbungen von Zunge, Zähnen und Füllungen kommen; mit nicht bekannter Häufigkeit treten Überempfindlichkeitsreaktionen, oberflächliche, nicht blutende Abschilferungen der Mundschleimhaut und anaphylaktische Reaktionen bis zum Schock auf [14]. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erinnerte am 27.09.2013 daran, dass Chlorhexidin schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen kann; der größte Teil der gemeldeten Fälle trat bei chlorhexidinhaltigen Mundspüllösungen auf. Wer schon einmal überempfindlich reagiert hat, muss laut BfArM darauf hingewiesen werden, alle chlorhexidinhaltigen Arzneimittel und anderen chlorhexidinhaltigen Produkte zu meiden [15]. Mehr dazu: Geschmacksstörungen durch Medikamente und Arzneimittelallergie.

Antibiotika: Unter Amoxicillin sind laut Packungsbeilage Hautausschlag, Übelkeit und Durchfall häufig [17]. Unter Clindamycin ist eine durch die Antibiotikabehandlung ausgelöste Darmentzündung (pseudomembranöse Enterokolitis) häufig; sie zeigt sich unter anderem durch schwere, anhaltende Durchfälle und kann lebensbedrohlich sein [18]. Durchfälle durch das Bakterium Clostridioides difficile wurden laut Fachinformation unter fast allen Antibiotika berichtet, auch unter Clindamycin; sie können bis zu 2 Monate nach der Behandlung auftreten und reichen von leichtem Durchfall bis zu einer tödlich verlaufenden Darmentzündung [19]. Kommt es während der Behandlung mit Clindamycin oder bis zu 2 Monate danach zu schweren, anhaltenden Durchfällen, nehmen Sie laut Packungsbeilage umgehend Kontakt mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt auf; Mittel, die die Darmbewegung hemmen, dürfen dann nicht eingenommen werden [18]. Mehr dazu: Durchfall durch Medikamente.

Haben Sie ein Medikament als Auslöser von Beschwerden im Verdacht, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Zahnarztpraxis. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Nebenwirkungen können Sie auch direkt dem BfArM melden [9]; wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Vorbeugen: Zähne gesund halten

Das Risiko für Karies sinkt laut IQWiG, wenn Kinder und Erwachsene ihre Zähne regelmäßig mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen; Zahnärztinnen und Zahnärzte empfehlen, mindestens zweimal täglich nach den Mahlzeiten zu putzen [1]. Wer weniger zuckerhaltige Lebensmittel isst, verringert das Kariesrisiko; viel Zucker steckt zum Beispiel in Limonaden, Süßigkeiten, Fruchtsäften und Ketchup [1]. Regelmäßige zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen schützen ebenfalls, weil Karies dabei früh entdeckt und behandelt werden kann [1].

Zahnbelag am Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch lässt sich laut IQWiG durch gründliche Mundhygiene entfernen: regelmäßiges Zähneputzen und die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnzwischenraum-Bürstchen oder Zahnseide [4]. Gesetzlich Krankenversicherte haben zweimal im Jahr Anspruch auf eine zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung [4].

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Bei starken Zahnschmerzen oder anderen zahnmedizinischen Notfällen außerhalb der Sprechzeiten können Sie sich laut gesund.bund.de an den zahnärztlichen Notdienst wenden; Zahnarztpraxen im Notdienst finden Sie in einer Übersicht der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung [7]. Eine "dicke Backe" kann laut KZBV auf einen Abszess hinweisen, bei dem sich die Entzündung über den Kieferknochen bis ins Weichgewebe ausgebreitet hat [5].

Kehren nach dem Entfernen eines Weisheitszahns die Schmerzen nach 4 bis 5 Tagen zurück, werden stärker und gehen mit Schwellungen oder Mundgeruch einher, weist das laut IQWiG auf eine Infektion der Wunde hin [3]. Treten unter Ibuprofen Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz oder Fieber neu auf oder verschlimmern sie sich, sollte laut Packungsbeilage unverzüglich eine Ärztin oder ein Arzt zu Rate gezogen werden [9].

Den Notruf 112 wählen Sie laut gesund.bund.de, wenn Lebensgefahr besteht oder bleibende Schäden nicht ausgeschlossen werden können; sind Sie unsicher, wählen Sie im Zweifel den Notruf [7]. Als Beispiele für den Notruf nennt die Kassenärztliche Bundesvereinigung unter anderem schwere Atemnot, starke, nicht stillbare Blutungen, Bewusstlosigkeit und akute, anhaltende stärkste Schmerzzustände [8].

Quellen

  1. Karies. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 23.08.2023. abgerufen am 18.10.2026
  2. Weisheitszähne. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 23.08.2023. abgerufen am 18.10.2026
  3. Weisheitszähne entfernen: Ja oder nein?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 23.08.2023. abgerufen am 18.10.2026
  4. Zahnfleischentzündung und Parodontitis. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 23.08.2023. abgerufen am 18.10.2026
  5. Wann ist eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich?. Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV). Stand 11/2023. abgerufen am 18.10.2026
  6. Behörde Trigeminusneuralgie: Ursachen und Therapie. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 21.10.2021. abgerufen am 18.10.2026
  7. Behörde Nummern für den Notfall (Abschnitte Notruf und Zahnärztlicher Notdienst). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 06.10.2025. abgerufen am 18.10.2026
  8. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
  10. Fachinformation Fachinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Paracetamol-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 18.10.2026
  12. Fachinformation Fachinformation Paracetamol-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 18.10.2026
  13. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation ASS-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 18.10.2026
  14. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Dynexidin Forte 0,2 % Lösung (Chlorhexidinbis(D-gluconat)). Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH. Stand 03/2021. abgerufen am 18.10.2026
  15. Behörde Chlorhexidin: Anaphylaktische Reaktionen (Risikoinformation). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 27.09.2013. abgerufen am 18.10.2026
  16. Fachinformation Fachinformation Amoxicillin-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 18.10.2026
  17. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Amoxicillin-ratiopharm 1000 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 18.10.2026
  18. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Clindamycin-ratiopharm 300 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 18.10.2026
  19. Fachinformation Fachinformation Clindamycin-ratiopharm 300 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 18.10.2026
  20. Embryotox Embryotox: Paracetamol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 18.10.2026
  21. Embryotox Embryotox: Ibuprofen. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 18.10.2026

Häufige Fragen

Was hilft gegen Zahnschmerzen?

Gegen die Ursache hilft die Behandlung in der Zahnarztpraxis, zum Beispiel eine Füllung, eine Wurzelkanalbehandlung oder das Ziehen eines Zahns. Zur kurzzeitigen Linderung ist rezeptfreies Ibuprofen laut Packungsbeilage unter anderem bei Zahnschmerzen zugelassen, Paracetamol bei leichten bis mäßig starken Schmerzen. Laut IQWiG können sowohl Ibuprofen als auch Paracetamol die Schmerzen nach einem Eingriff wie dem Entfernen von Weisheitszähnen lindern. Wie viel Sie laut Packungsbeilage nehmen dürfen, steht auf den Seiten Ibuprofen und Paracetamol.

Ibuprofen oder Paracetamol bei Zahnschmerzen?

Beide sind rezeptfrei erhältlich. Ibuprofen gehört zu den entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAR); laut Fachinformation verringert es entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber. Bei Paracetamol ist laut Fachinformation nicht eindeutig geklärt, wie es Schmerzen und Fieber senkt. Ibuprofen darf unter anderem bei bestehenden oder wiederholt aufgetretenen Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, aktiven Blutungen, schwerer Herzschwäche und im letzten Drittel der Schwangerschaft nicht eingenommen werden; Paracetamol darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden. Welches Mittel für Sie passt, klären Sie mit Ihrer Apotheke, Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr im Ratgeber Ibuprofen oder Paracetamol.

Wie lange darf ich Schmerzmittel ohne Zahnarzt nehmen?

Paracetamol nehmen Sie laut Packungsbeilage ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage ein. Brauchen Erwachsene Ibuprofen länger als 4 Tage gegen Schmerzen oder Kinder und Jugendliche länger als 3 Tage oder werden die Beschwerden schlimmer, sollte laut Packungsbeilage ärztlicher Rat eingeholt werden. ASS nehmen Sie laut Packungsbeilage nicht länger als 3 bis 4 Tage gegen Schmerzen ein, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat es verordnet.

Darf ich vor dem Zahnarzttermin ASS nehmen?

Laut IQWiG ist ASS vor und nach einer Operation wie dem Entfernen von Weisheitszähnen nicht geeignet, weil es die Blutungsgefahr erhöht. Laut Packungsbeilage erhöht Acetylsalicylsäure schon in geringen Dosen das Blutungsrisiko, auch wenn die Einnahme bereits mehrere Tage zurückliegt; informieren Sie die Zahnarztpraxis vor jedem Eingriff, auch vor kleinen. Auch bei Ibuprofen ist vor operativen Eingriffen laut Packungsbeilage die Ärztin, der Arzt oder die Zahnarztpraxis zu fragen bzw. zu informieren. Nehmen Sie ASS auf ärztliche Verordnung zum Schutz von Herz und Gefäßen, sagen Sie das der Zahnarztpraxis. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Brauche ich bei Zahnschmerzen ein Antibiotikum?

Nach dem Entfernen von Weisheitszähnen ist es laut IQWiG normalerweise nicht notwendig, Antibiotika einzunehmen, außer man hat ein besonders hohes Risiko für eine Infektion. Breitet sich eine Entzündung von der Zahnwurzel über den Kieferknochen bis ins Weichgewebe aus, entsteht laut KZBV eine "dicke Backe" (Abszess). Für Zahnabszesse mit ausgedehnter Weichteilentzündung ist zum Beispiel Amoxicillin zugelassen, für Infektionen des Zahn- und Kieferbereichs Clindamycin. Ob und welches Antibiotikum infrage kommt, entscheidet die Zahnärztin oder der Zahnarzt.

Was hilft in der Schwangerschaft gegen Zahnschmerzen?

Laut Embryotox gehört Paracetamol bei Schmerzen, die mit Medikamenten behandelt werden müssen, in jeder Phase der Schwangerschaft zu den Schmerzmitteln der Wahl; es darf aber nicht unkritisch und ohne ärztlichen Rat tagelang oder über mehrere Wochen eingenommen werden. Ibuprofen zählt Embryotox in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft zu den Schmerzmitteln der Wahl, ab der 28. Schwangerschaftswoche dürfen Ibuprofen und andere NSAR nicht angewendet werden. Laut Packungsbeilage sollten Sie Ibuprofen in den ersten 6 Monaten nur nehmen, wenn es absolut notwendig ist und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es empfiehlt. Fragen Sie vor jeder Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke und lassen Sie die Zahnschmerzen zahnärztlich abklären.

Wann muss ich mit Zahnschmerzen zum Notdienst?

Bei starken Zahnschmerzen oder anderen zahnmedizinischen Notfällen außerhalb der Sprechzeiten können Sie sich laut gesund.bund.de an den zahnärztlichen Notdienst wenden; Praxen im Notdienst nennt eine Übersicht der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Eine dicke Backe kann laut KZBV auf einen Abszess hinweisen. Kehren nach dem Entfernen eines Weisheitszahns die Schmerzen nach 4 bis 5 Tagen zurück, werden stärker und kommen Schwellungen oder Mundgeruch dazu, weist das laut IQWiG auf eine Infektion der Wunde hin. Bei Lebensgefahr, etwa schwerer Atemnot, rufen Sie den Notruf 112.

Was hilft nach dem Ziehen eines Weisheitszahns?

Laut IQWiG kann die Wange in den ersten Tagen mit einem Kühlpack gekühlt werden, um die Schwellung zu mindern. Rauchen, heiße Getränke und Fruchtsäfte können in den ersten Tagen die Wundheilung stören; besser eignen sich stilles Wasser oder lauwarmer Kamillen- oder Salbeitee und Speisen, die sich mit der Zunge zerkleinern lassen. Auf Sport und Saunagänge verzichtet man in den Tagen nach der Operation besser. Gegen die Schmerzen können laut IQWiG Ibuprofen oder Paracetamol helfen; ASS ist vor und nach einer Operation nicht geeignet.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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