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Abführmittel und Mittel gegen Durchfall
Abführmittel (Laxanzien) wie Macrogol, Lactulose, Bisacodyl und Natriumpicosulfat erleichtern bei Verstopfung die Darmentleerung, indem sie Wasser im Darm halten oder die Darmbewegung anregen. Mittel gegen Durchfall wie Loperamid hemmen die Darmbewegung. Saccharomyces boulardii ist eine medizinische Trockenhefe. Zu den Nebenwirkungen der hier beschriebenen Abführmittel gehören laut Packungsbeilagen unter anderem Durchfall und Bauchschmerzen, bei Lactulose und Macrogol auch Blähungen, bei Loperamid unter anderem Verstopfung, Kopfschmerzen und Schwindel. Ohne ärztliche Abklärung sollten Abführmittel laut Packungsbeilagen nicht täglich oder über längere Zeit eingenommen werden.

Abführmittel (Laxanzien) erleichtern bei Verstopfung die Darmentleerung, Mittel gegen Durchfall (Antidiarrhoika) wie Loperamid bremsen die Darmbewegung [2, 6, 10]. Einzelheiten zu jedem Wirkstoff stehen auf den verlinkten Wirkstoffseiten.
Was sind Abführmittel und Mittel gegen Durchfall?
Die Packungsbeilagen von Bisacodyl und Natriumpicosulfat bezeichnen sie als stimulierende Laxanzien, die Fachinformationen von Macrogol und Lactulose als osmotisch wirkende Laxanzien [2, 3, 4, 6].
Loperamid ist laut Fachinformation ein Antidiarrhoikum aus der Gruppe der Motilitätshemmer (ATC-Code A07DA03) [10].
Wie Abführmittel und Mittel gegen Durchfall wirken
Osmotische Abführmittel: Macrogol und Lactulose
Nach gesund.bund.de, dem Gesundheitsportal des Bundesgesundheitsministeriums, ziehen Präparate wie Macrogol oder Lactulose Wasser in den Darm; dadurch steigt das Stuhlvolumen, und die Darmbewegungen werden angeregt [19]. Macrogol 3350 wird laut Fachinformation im Magen-Darm-Trakt so gut wie nicht aufgenommen; der aufgeweichte Stuhl wird besser weitertransportiert [2]. Lactulose ist ein Zucker aus Galactose und Fructose, den die Dünndarmschleimhaut nicht spaltet; im Dickdarm bauen Bakterien ihn vor allem zu Milch- und Essigsäure ab, das Volumen des Darminhalts nimmt zu [6]. Die abführende Wirkung kann laut Packungsbeilage nach 2 bis 10 Stunden eintreten, es können aber auch 1 bis 2 Tage bis zum ersten Stuhlgang vergehen [5].
Stimulierende Abführmittel: Bisacodyl und Natriumpicosulfat
Bisacodyl und Natriumpicosulfat werden laut Embryotox im Darm zum gleichen wirksamen Stoff umgewandelt, bei Natriumpicosulfat durch Darmbakterien. Dieser regt die Bewegung des Dickdarms an, hemmt die Aufnahme von Wasser und steigert die Abgabe von Wasser und Salzen in den Darm; der Stuhl wird weicher [14, 15]. Bisacodyl-Dragées sind laut Packungsbeilage magensaftresistente Tabletten, die nicht mit Milch eingenommen werden sollen, damit der Wirkstoff nicht vorzeitig freigesetzt wird [3]. Die Darmentleerung erfolgt laut Packungsbeilagen bei Bisacodyl nach etwa 6 bis 12 Stunden, bei Natriumpicosulfat normalerweise nach 10 bis 12 Stunden [3, 4]. Weil solche Wirkstoffe direkt die Darmbewegungen anregen, kann es nach gesund.bund.de manchmal zu Bauchkrämpfen und Durchfall kommen [19].
Loperamid
Loperamid bindet an Opioid-Rezeptoren in der Darmwand. Dadurch werden weniger Botenstoffe freigesetzt, die vorantreibenden Darmbewegungen nehmen ab, und der Darminhalt braucht länger für die Passage; außerdem steigt die Spannung des Schließmuskels am After [10]. Nur etwa 0,3 Prozent des Wirkstoffs gelangen in den Blutkreislauf, und bei Erwachsenen tritt Loperamid in der Regel nur in sehr geringem Maß ins Gehirn über [8].
Saccharomyces boulardii
Saccharomyces boulardii ist eine Trockenhefe, die im medizinischen Sprachgebrauch so bezeichnet wird [11]. Nach der Gesundheitsinformation des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sollen solche Hefepräparate die Ausscheidung der Erreger beschleunigen und die Wiederherstellung der natürlichen Darmflora unterstützen; aussagekräftige Studien, um Nutzen und Schaden ausreichend beurteilen zu können, gibt es laut IQWiG nicht [18].
Wofür die Mittel eingesetzt werden
Abführmittel bei Verstopfung
Gibt es keine Hinweise auf eine andere Erkrankung, kommen nach gesund.bund.de zunächst Basismaßnahmen infrage, etwa eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Trinken und Bewegung; reichen sie nicht aus, kommen Abführmittel zum Einsatz [19]. Zugelassen sind laut Packungsbeilagen und Fachinformationen [1, 3, 4, 5, 6]:
- Macrogol (Pulver mit Salzen): Behandlung der chronischen Verstopfung bei Jugendlichen ab 12 Jahren, Erwachsenen und älteren Menschen [1].
- Lactulose (Sirup): Verstopfung, die durch ballaststoffreiche Kost und andere allgemeine Maßnahmen nicht ausreichend beeinflusst werden kann; Erkrankungen, die einen erleichterten Stuhlgang erfordern, zum Beispiel Hämorrhoiden; außerdem eine Störung der Gehirnfunktion bei chronischer Lebererkrankung (portokavale Enzephalopathie) [5, 6].
- Bisacodyl (Dragées): Verstopfung, Erkrankungen, die eine erleichterte Darmentleerung erfordern, und Darmentleerung vor Untersuchungen und Behandlungen am Darm [3].
- Natriumpicosulfat (Tropfen): Verstopfung und Erkrankungen, die eine erleichterte Stuhlentleerung erfordern [4].
Die hier zugrunde liegenden Macrogol- und Lactulose-Präparate sind laut Fachinformation apothekenpflichtig [2, 6]. Mehr zur Darmentleerung vor einer Darmspiegelung im Ratgeber Medikamente vor Untersuchungen.
Mittel gegen Durchfall
Wer Durchfall hat, verliert Flüssigkeit und Salze (Elektrolyte). Diesen Verlust auszugleichen, ist laut IQWiG das Wichtigste. Akuter Durchfall bei Jugendlichen und Erwachsenen muss nach dem IQWiG nicht besonders behandelt werden; bei kleinen Kindern, alten Menschen und starkem Durchfall ist eine Rehydratationslösung aus Apotheke oder Drogerie sinnvoll [18]. Auch laut Fachinformation von Loperamid ist der Ersatz von Flüssigkeit und Salzen die wichtigste Maßnahme, insbesondere bei Kindern [10].
- Loperamid behandelt nur das Beschwerdebild Durchfall, nicht die Ursache [10]. Die rezeptfreien Filmtabletten sind zur Behandlung akuter Durchfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zugelassen; eine Behandlung über 2 Tage hinaus darf nur auf ärztliche Verordnung und unter Verlaufsbeobachtung erfolgen [9, 10]. Die verschreibungspflichtigen 2-mg-Filmtabletten (für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren) sind zur symptomatischen Behandlung von Durchfällen zugelassen, wenn keine Behandlung der Ursache zur Verfügung steht; eine langfristige Anwendung bedarf der ärztlichen Verlaufsbeobachtung [7, 8].
- Saccharomyces boulardii (Kapseln): Beschwerden bei akuten Durchfallerkrankungen, Vorbeugung und Behandlung von Reisedurchfällen, Durchfälle unter Sondenernährung und begleitende Behandlung länger bestehender Formen der Akne [11].
Mehr unter Durchfall und Magen-Darm-Grippe sowie im Ratgeber Reiseapotheke.
Altersgrenzen laut Packungsbeilage
| Wirkstoff | Was die Packungsbeilage zu Kindern sagt |
|---|---|
| Macrogol (mit Salzen) | Für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen; für diese Altersgruppe gibt es andere Präparate [1] |
| Lactulose | Kindern unter 14 Jahren nicht ohne vorherige ärztliche Rücksprache geben; Abführmittel bei Kindern, Neugeborenen und Babys nur in Ausnahmefällen und unter medizinischer Aufsicht [5] |
| Bisacodyl | Bei Kindern unter 2 Jahren nicht anwenden; bei Kindern nur auf ärztliche Anweisung [3] |
| Natriumpicosulfat | Sollte bei Kindern unter 4 Jahren nicht angewendet werden [4] |
| Loperamid | Kinder unter 2 Jahren dürfen nicht behandelt werden. Rezeptfreie Präparate erst ab 12 Jahren; Kinder von 2 bis 12 Jahren nur auf ärztliche Verordnung. Die verschreibungspflichtigen 2-mg-Filmtabletten sind ab 6 Jahren vorgesehen [7, 9, 10] |
| Saccharomyces boulardii | Für Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene; Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren nie selbst behandeln, Durchfälle in diesem Alter erfordern die Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt [11] |
Die Anwendung von Abführmitteln bei Kindern sollte laut Fachinformation von Lactulose die Ausnahme bleiben und medizinisch überwacht werden [6]. Mehr im Ratgeber Medikamente bei Kindern.
Wirkstoffe der Gruppe
Diese Abführmittel und Mittel gegen Durchfall sind auf dieser Website mit einem geprüften Wirkstoff-Steckbrief beschrieben:
- Bisacodylz. B. DulcoLax Dragées, Bisacodyl STADAVerstopfung, Darmentleerung vor Untersuchungen
- Lactulosez. B. Lactulose-ratiopharm Sirup, Lactulose AbZVerstopfung, erleichterter Stuhlgang, portokavale Enzephalopathie
- Loperamidz. B. Imodium, Lopedium, Loperamid-ratiopharm 2 mg FilmtablettenDurchfall
- Macrogolz. B. Laxofalk, Macrogol Aristo plus Elektrolyte, Macrogol HEXAL plus ElektrolyteChronische Verstopfung
- Natriumpicosulfatz. B. Laxoberal Abführ-Tropfen, Laxoberal Abführ-Tabletten, DulcoLax NP TropfenVerstopfung
- Saccharomyces boulardiiz. B. Perenterol forte 250 mg KapselnAkuter Durchfall, Reisedurchfall, Durchfall unter Sondenernährung, begleitend bei Akne
Das IQWiG nennt neben Loperamid den Wirkstoff Racecadotril, der für Kinder verschreibungspflichtig ist [18].
Typische Nebenwirkungen
Die vollständige Liste steht in der Packungsbeilage Ihres Präparats und auf den Wirkstoffseiten. Wie die Produktinformationen ausgewählte Nebenwirkungen einstufen, zeigt die Tabelle; bei Macrogol gibt die Fachinformation für alle Nebenwirkungen an, dass die Häufigkeit nicht bekannt ist [2]. Was die Angaben bedeuten, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
| Wirkstoff | Durchfall | Verstopfung | Bauchschmerzen | Übelkeit | Blähungen | Schwindel |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bisacodyl | Häufig | nicht genannt | Häufig | Häufig | nicht genannt | Gelegentlich |
| Lactulose | Sehr häufig | nicht genannt | Häufig | Häufig | Häufig | nicht genannt |
| Loperamid | nicht genannt | Häufig | Gelegentlich | Häufig | Häufig | Häufig |
| Macrogol | Nicht bekannt | nicht genannt | Nicht bekannt | Nicht bekannt | Nicht bekannt | nicht genannt |
| Natriumpicosulfat | Sehr häufig | nicht genannt | Häufig | Gelegentlich | nicht genannt | Gelegentlich |
| Saccharomyces boulardii | nicht genannt | Nicht bekannt | nicht genannt | nicht genannt | Nicht bekannt | nicht genannt |
Angaben aus der Packungsbeilage bzw. Fachinformation des jeweiligen Wirkstoffs; die Quellen stehen auf der Wirkstoffseite. "nicht genannt" heißt: Die Wirkstoffseite führt diese Beschwerde nicht als eigene Nebenwirkung auf. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats. Zeilen, die in der Produktinformation gesondert für Kinder oder Jugendliche aufgeführt sind, sind nicht berücksichtigt; sie stehen auf der Wirkstoffseite. Die Tabelle umfasst nur Wirkstoffe, die auf dieser Website mit geprüftem Datensatz beschrieben sind.
Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen unter Abführmitteln
Durchfall ist in den Packungsbeilagen von Natriumpicosulfat und Lactulose als sehr häufig eingestuft, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten; bei Bisacodyl sind Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit als häufig eingestuft, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten [3, 4, 5]. Bei Macrogol sprechen leichte Durchfälle laut Fachinformation gewöhnlich auf eine Verringerung der Dosis an [2]. Zu Beginn einer Behandlung mit Lactulose können Blähungen auftreten, die in der Regel nach einigen Tagen verschwinden [5]. Ändern Sie die Dosis nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Mehr unter Durchfall und Blähungen.
Verlust von Wasser und Salzen
Bei unsachgemäßer Anwendung (zu lange und zu hoch dosiert) kann es laut den Packungsbeilagen von Bisacodyl und Natriumpicosulfat zum Verlust von Wasser, Kalium und anderen Salzen kommen; das kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, besonders zusammen mit Entwässerungsmitteln oder Kortison [3, 4]. Bei Lactulose sind Störungen des Salzhaushalts durch Durchfall als gelegentlich eingestuft [5, 6]. Bei Macrogol muss die Einnahme laut Fachinformation sofort beendet werden, wenn Zeichen einer Verschiebung im Flüssigkeits- und Salzhaushalt auftreten, etwa Schwellungen, Atemnot, zunehmende Müdigkeit oder Austrocknung [2]. Die Flüssigkeit der zubereiteten Macrogol-Lösung ersetzt laut Fachinformation nicht die übliche tägliche Flüssigkeitszufuhr [2]. Mehr unter Veränderter Kaliumspiegel.
Schwindel und kurze Bewusstlosigkeit
Bei Bisacodyl und Natriumpicosulfat wurde über Schwindelanfälle und kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkopen) berichtet; nach den Fallberichten gehen sie vermutlich auf den Abführvorgang selbst, das Pressen oder Kreislaufreaktionen bei Unterleibsschmerzen zurück [3, 4]. Bei Loperamid kann es durch den Durchfall oder als Folge der Einnahme zu Müdigkeit, Schwindel und Schläfrigkeit kommen; laut Packungsbeilagen ist deshalb im Straßenverkehr und bei der Arbeit mit Maschinen Vorsicht angeraten [7, 9]. Mehr unter Schwindel und im Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Verstopfung und Darmverschluss unter Loperamid
Verstopfung ist in der Packungsbeilage von Loperamid als häufig eingestuft, ein Darmverschluss (Ileus) und eine Erweiterung des Dickdarms (Megacolon) als selten [7]. Bei Verstopfung, einem aufgetriebenen Leib oder einem Darmverschluss muss Loperamid sofort abgesetzt werden [7, 9, 10]. Bei Menschen mit AIDS und einer infektiösen Dickdarmentzündung gibt es Einzelberichte über Verstopfung mit erhöhtem Risiko für eine gefährliche Dickdarmerweiterung; dort wird die Behandlung bei ersten Anzeichen eines aufgetriebenen Leibes beendet [10]. Mehr unter Verstopfung.
Loperamid: Herzrhythmusstörungen nach Überdosierung
Im Zusammenhang mit Überdosierungen von Loperamid wurde laut Fachinformation über Herzrhythmusstörungen berichtet, darunter eine Verlängerung der QT-Zeit und des QRS-Komplexes im EKG und Torsade de pointes; einige Fälle verliefen tödlich. Eine Überdosierung kann außerdem ein vorhandenes Brugada-Syndrom, eine bestimmte Herzrhythmusstörung, erst sichtbar machen [10]. Den Hinweis auf die QRS-Verlängerung hatte der Ausschuss für Risikobewertung (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur nach einer Überprüfung von Literatur und Spontanmeldungen empfohlen; die Koordinierungsgruppe der Mitgliedstaaten (CMDh) stimmte im Januar 2019 zu [17]. Bei Menschen mit Opioidabhängigkeit sind Missbrauch und Fehlanwendung von Loperamid als Opioidersatz beschrieben worden [8]. Die empfohlene Dosis und Behandlungsdauer dürfen nicht überschritten werden [9, 10]. Mehr unter QT-Verlängerung.
Allergische Reaktionen
Allergische Reaktionen führen die Produktinformationen aller sechs Wirkstoffe auf, bei Macrogol, Natriumpicosulfat, Lactulose und Saccharomyces boulardii ohne bekannte Häufigkeit; bei Bisacodyl sind Überempfindlichkeitsreaktionen und bei Loperamid schwere allergische Reaktionen als selten eingestuft [2, 3, 4, 5, 7, 11]. Bei Saccharomyces boulardii sieht die Packungsbeilage vor, das Mittel bei einer Schwellung der Schleimhaut im Gesicht (Quincke-Ödem), Atemnot oder Anzeichen eines allergischen Schocks abzusetzen und sofort eine Ärztin oder einen Arzt zu informieren [11]. Mehr unter Arzneimittelallergie.
Hefe im Blut bei geschwächter Abwehr
Das Eindringen von Hefen in den Blutkreislauf (Fungämie) ist in der Packungsbeilage von Saccharomyces boulardii als sehr selten eingestuft, also bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten; außerdem nennt sie eine schwere Blutvergiftung (Sepsis) ohne bekannte Häufigkeit [11]. Bei einem zentralen Venenkatheter sowie bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder im Krankenhaus wegen einer schweren Erkrankung darf das Mittel nicht eingenommen werden [11]. Auch das IQWiG rät schwer Kranken und Menschen mit sehr geschwächtem Immunsystem von Hefetabletten ab, weil nicht auszuschließen ist, dass die Hefen selbst eine Infektion auslösen [18].
Wichtige Wechselwirkungen

| Zusammen mit | Was passieren kann |
|---|---|
| Entwässerungsmittel (Diuretika) und Kortison (bei Bisacodyl, Natriumpicosulfat und Lactulose; Diuretika auch bei Macrogol) | Bei übermäßigem Gebrauch von Bisacodyl oder Natriumpicosulfat höheres Risiko für Verschiebungen von Kalium und anderen Salzen; bei Lactulose kann sich der Kaliumverlust durch diese Mittel verstärken, bei Macrogol sollte bei Durchfall eine Kontrolle der Blutsalze erwogen werden [2, 3, 4, 6] |
| Herzwirksame Glykoside wie Digitoxin (bei Bisacodyl, Natriumpicosulfat, Lactulose) | Bei übermäßigem Gebrauch von Bisacodyl oder Natriumpicosulfat kann die Empfindlichkeit für diese Mittel durch Verschiebungen der Blutsalze steigen; bei Lactulose kann ihre Wirkung durch Kaliummangel verstärkt werden [3, 4, 6] |
| Andere Arzneimittel zum Einnehmen, z. B. Mittel gegen Epilepsie (bei Macrogol) | Ihre Aufnahme kann vorübergehend verringert sein; vereinzelt wurde über eine verringerte Wirksamkeit berichtet. Andere Arzneimittel eine Stunde vor, während und eine Stunde nach Macrogol nicht einnehmen [2] |
| Stärkehaltige Verdickungsmittel bei Schluckbeschwerden (bei Macrogol) | Macrogol wirkt dem Verdicken entgegen; Getränke werden flüssiger [2] |
| Neutralisierende Magenmittel (Antazida) und Milch (bei Bisacodyl) | Der Wirkstoff kann vorzeitig freigesetzt werden; ein Magenmittel frühestens eine halbe Stunde nach Bisacodyl, die Dragées nicht mit Milch einnehmen [3] |
| Antibiotika (bei Natriumpicosulfat) | Die abführende Wirkung kann verloren gehen [4] |
| Andere Abführmittel (bei Bisacodyl) | Die Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt können sich verstärken [3] |
| Chinidin, Ritonavir, Itraconazol, Ketoconazol und Gemfibrozil (bei Loperamid) | Höhere Loperamid-Spiegel im Blut [9, 10] |
| Desmopressin zum Einnehmen (bei Loperamid) | Höhere Desmopressin-Spiegel; Desmopressin kann zu stark wirken [7, 9, 10] |
| Mittel gegen Pilze, die im Magen-Darm-Trakt wirken (bei Saccharomyces boulardii) | Das Behandlungsergebnis kann beeinträchtigt werden; nicht gleichzeitig einnehmen [11] |
| Alkohol (bei Saccharomyces boulardii) | Laut Packungsbeilage darf das Mittel nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden [11] |
Die Liste ist nicht vollständig. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, bevor Sie ein neues Mittel dazunehmen, auch ein rezeptfreies. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen; den Überblick behalten Sie mit dem Medikationsplan.
Wann die Mittel nicht oder nur mit Vorsicht angewendet werden
Verstopfung zusammen mit Bauchschmerzen, Erbrechen oder Fieber kann laut den Packungsbeilagen von Bisacodyl und Natriumpicosulfat Anzeichen einer ernsten Erkrankung sein, etwa eines Darmverschlusses oder einer akuten Entzündung im Bauchraum; dann dürfen diese Mittel nicht eingenommen werden, und Sie sollten unverzüglich ärztlichen Rat suchen [3, 4]. Weitere Gegenanzeigen sind unter anderem [2, 4, 6, 10, 11]:
- Macrogol: Durchbruch oder Verschluss des Darms und schwere entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und toxisches Megakolon [2].
- Lactulose: Darmverschluss, Darmdurchbruch oder ein Risiko dafür [6].
- Natriumpicosulfat: Darmverengung oder Darmverschluss, starke akute Bauchschmerzen, akut entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen und ein erheblicher Flüssigkeitsmangel [4].
- Loperamid (rezeptfrei): Durchfall mit Fieber und/oder blutigem Stuhl, Durchfall während oder nach einer Antibiotika-Einnahme, bakterielle Darmentzündungen durch in die Darmwand eindringende Erreger wie Salmonellen, ein akuter Schub einer Colitis ulcerosa, chronische Durchfallerkrankungen sowie Zustände, bei denen eine Verlangsamung der Darmtätigkeit vermieden werden muss [10].
- Saccharomyces boulardii: zentraler Venenkatheter, geschwächtes Immunsystem oder Krankenhausaufenthalt wegen einer schweren Erkrankung [11].
Nach dem IQWiG sollten Sie bei Durchfall ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, wenn nach 48 Stunden keine Besserung eintritt, bei hohem Fieber, Blut oder Schleim im Stuhl und starken Schmerzen; Schwindel und Kreislaufprobleme können auf einen zu großen Verlust an Flüssigkeit und Salzen hinweisen [18]. Bei einer Lebererkrankung darf rezeptfreies Loperamid nur auf ärztliche Verordnung angewendet werden [10].
Schwangerschaft und Stillzeit
Macrogol und Lactulose können laut Embryotox, dem Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité, in allen Stadien der Schwangerschaft eingesetzt werden; Embryotox stuft beide als Medikament der Wahl ein, verlangt aber eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiko [12, 13]. Auch laut ihren Fachinformationen können Macrogol- und Lactulose-Präparate in der Schwangerschaft angewendet werden [2, 6]. Für Bisacodyl und Natriumpicosulfat schreibt Embryotox: Ist eine medikamentöse Behandlung der Verstopfung in der Schwangerschaft nötig, sollten Lactulose und Macrogol bevorzugt werden; sind sie nicht wirksam, ist auch eine kurzfristige Anwendung von Bisacodyl bzw. Natriumpicosulfat akzeptabel [14, 15]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Laut Packungsbeilage sollte auf Natriumpicosulfat in der Schwangerschaft möglichst verzichtet werden; Bisacodyl soll nur nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt angewendet werden [3, 4].
Loperamid sollten Sie laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nicht einnehmen [7, 9]. Embryotox schreibt, dass ein akuter Durchfall nur selten mehr als diätetische Maßnahmen erfordert; ist eine medikamentöse Hemmung der Darmbewegung nötig, sollte danach Loperamid gewählt werden, eine Langzeitbehandlung in der Schwangerschaft aber vermieden werden [16]. Saccharomyces boulardii sollte laut Packungsbeilage in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, weil experimentelle Untersuchungen fehlen [11].
In der Stillzeit zählt Embryotox Macrogol und Lactulose zu den Abführmitteln der Wahl; unter Bisacodyl und Natriumpicosulfat kann laut Embryotox ohne Einschränkungen gestillt werden [12, 13, 14, 15]. Laut Packungsbeilage sollten Sie Loperamid in der Stillzeit nicht einnehmen; reichen diätetische Maßnahmen nicht aus, darf es laut Embryotox auch in der Stillzeit vorübergehend genommen werden [9, 16]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Daueranwendung und Absetzen
Wie andere Abführmittel sollten Bisacodyl und Natriumpicosulfat laut Packungsbeilage ohne ärztliche Abklärung der Ursache der Verstopfung nicht täglich oder über längere Zeit eingenommen werden; bei chronischer Verstopfung fragen Sie vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [3, 4]. Laut diesen Packungsbeilagen können Abführmittel allgemein bei chronischer Überdosierung zu chronischem Durchfall, Bauchschmerzen, erniedrigten Kaliumwerten, einer übermäßigen Ausschüttung des Hormons Aldosteron und Nierensteinen führen [3, 4]. Stimulierende Abführmittel tragen laut Packungsbeilagen nicht zur Gewichtsabnahme bei [3, 4].
Wird Natriumpicosulfat abgesetzt, können die Beschwerden wiederkehren; nach langfristiger Anwendung bei chronischer Verstopfung kann das mit einer Verschlimmerung der Verstopfung verbunden sein [4]. Bei Macrogol wird, wie bei allen Abführmitteln, ein andauernder Gebrauch laut Fachinformation normalerweise nicht empfohlen; eine langfristige Anwendung kann aber bei schwerer chronischer Verstopfung oder bei Verstopfung durch Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder Arzneimittel wie Opioide nötig sein [2]. Ohne ärztlichen Rat sollte die Anwendung laut Packungsbeilage normalerweise nicht länger als 2 Wochen dauern [1]. Mehr im Ratgeber Medikamente absetzen.
Unterschied zu Opioid-Schmerzmitteln
Loperamid wirkt über Opioid-Rezeptoren, allerdings hauptsächlich örtlich im Darm; wegen der geringen Aufnahme ins Blut ist eine Wirkung im Gehirn laut Embryotox normalerweise zu vernachlässigen [16]. Opioide gegen Schmerzen können dagegen selbst eine Verstopfung auslösen: Die Fachinformation von Macrogol nennt verstopfende Arzneimittel, vor allem Opioide, als einen Grund, warum eine längerfristige Anwendung von Macrogol nötig sein kann [2]. Bei Menschen mit Opioidabhängigkeit sind Missbrauch und Fehlanwendung von Loperamid als Opioidersatz beschrieben worden [8]. Bei Menschen, die Loperamid in übermäßig hohen Dosen, falsch oder missbräuchlich angewendet hatten, wurden nach dem Absetzen Entzugserscheinungen beobachtet [10]. Mehr unter Absetz- und Entzugserscheinungen.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Macrogol-ratiopharm® Balance Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Macrogol-ratiopharm® Balance Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation DulcoLax® Dragées 5 mg magensaftresistente Tabletten. A. Nattermann & Cie. GmbH. Stand 02/2025. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Laxoberal® Abführ-Tropfen 7,5 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung. A. Nattermann & Cie. GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lactulose-ratiopharm® Sirup 66,7 g/100 ml. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Lactulose-ratiopharm® Sirup. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Loperamid-ratiopharm® 2 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 03/2022. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Loperamid-ratiopharm® 2 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 03/2022. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Loperamid-ratiopharm® akut 2 mg Filmtabletten (apothekenpflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Loperamid-ratiopharm® akut 2 mg Filmtabletten (apothekenpflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 12.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Perenterol® forte 250 mg Kapseln. Biocodex (Zulassungsinhaber); MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG (Hersteller und Mitvertreiber). Stand 08/2024. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Macrogol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Lactulose. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Bisacodyl. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Natriumpicosulfat. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Embryotox Embryotox: Loperamid. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Loperamid, Loperamid/Simeticon: Wissenschaftliche Schlussfolgerungen und Gründe für die Änderung der Bedingungen der Genehmigungen für das Inverkehrbringen (PSUSA/00010665/201805, CMDh-Stellungnahme). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), PRAC und CMDh. Stand CMDh-Sitzung Januar 2019. abgerufen am 12.10.2026
- Durchfall. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.02.2023. abgerufen am 12.10.2026
- Behörde Verstopfung bei Erwachsenen. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 02.10.2023. abgerufen am 12.10.2026
Häufige Fragen
Welche Arten von Abführmitteln gibt es?
Osmotisch wirkende Abführmittel wie Macrogol und Lactulose ziehen Wasser in den Darm; dadurch steigt das Stuhlvolumen, und die Darmbewegungen werden angeregt. Stimulierende Abführmittel wie Bisacodyl und Natriumpicosulfat ziehen ebenfalls Wasser in den Darm, regen aber zusätzlich direkt die Darmbewegung an.
Darf ich Abführmittel dauerhaft nehmen?
Ohne ärztliche Abklärung der Ursache nicht. Laut den Packungsbeilagen von Bisacodyl und Natriumpicosulfat sollten sie wie andere Abführmittel nicht täglich oder über längere Zeit eingenommen werden; chronische Überdosierung kann unter anderem zu chronischem Durchfall und Kaliummangel führen. Bei schwerer chronischer Verstopfung oder bei Verstopfung durch Opioide kann eine langfristige Anwendung von Macrogol laut Fachinformation nötig sein. Das entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Helfen Abführmittel beim Abnehmen?
Für stimulierende Abführmittel wie Bisacodyl und Natriumpicosulfat sagen die Packungsbeilagen ausdrücklich, dass sie nicht zur Gewichtsabnahme beitragen. Natriumpicosulfat verringert die Kalorienaufnahme im Darm nicht und kann bei einer solchen Anwendung schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen.
Wie lange darf ich Loperamid ohne Rezept nehmen?
Laut Packungsbeilage des rezeptfreien Präparats höchstens 2 Tage, und nur ab 12 Jahren. Besteht der Durchfall danach weiter, setzen Sie das Mittel ab und suchen eine Ärztin oder einen Arzt auf. Die empfohlene Dosis und Dauer dürfen nicht überschritten werden, weil schwere Verstopfungen auftreten können; nach Überdosierungen wurden außerdem schwerwiegende Herzprobleme beobachtet.
Ab welchem Alter dürfen Kinder Abführmittel oder Loperamid bekommen?
Das hängt vom Präparat ab. Bisacodyl-Dragées dürfen laut Packungsbeilage Kinder unter 2 Jahren nicht bekommen, Natriumpicosulfat-Tropfen sollten unter 4 Jahren nicht angewendet werden, Lactulose sollten Kinder unter 14 Jahren nicht ohne ärztliche Rücksprache erhalten. Loperamid dürfen Kinder unter 2 Jahren nicht erhalten; rezeptfreie Präparate sind erst ab 12 Jahren vorgesehen. Abführmittel sollten bei Kindern laut Fachinformation von Lactulose die Ausnahme bleiben und medizinisch überwacht werden.
Was ist bei Durchfall am wichtigsten?
Laut IQWiG ist es am wichtigsten, verlorene Flüssigkeit und Salze zu ersetzen. Bei kleinen Kindern, alten Menschen und starkem Durchfall ist eine Rehydratationslösung aus Apotheke oder Drogerie sinnvoll. Ärztliche Hilfe brauchen Sie unter anderem, wenn nach 48 Stunden keine Besserung eintritt, bei hohem Fieber, Blut oder Schleim im Stuhl und starken Schmerzen.
Welches Abführmittel ist in der Schwangerschaft geeignet?
Das entscheiden Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Laut Embryotox können Macrogol und Lactulose in allen Stadien der Schwangerschaft eingesetzt werden. Für Bisacodyl und Natriumpicosulfat schreibt Embryotox, dass Lactulose und Macrogol bevorzugt werden sollten und eine kurzfristige Anwendung akzeptabel ist, wenn diese nicht wirken. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Warum kann man nach einem Abführmittel ohnmächtig werden?
Bei Bisacodyl und Natriumpicosulfat wurde über Schwindelanfälle und kurzzeitige Bewusstlosigkeit berichtet. Nach den Fallberichten gehen sie vermutlich auf den Abführvorgang selbst, das Pressen oder Kreislaufreaktionen bei Unterleibsschmerzen zurück. Versuchen Sie laut Packungsbeilage von Natriumpicosulfat nicht, durch starkes Pressen einen Stuhlgang zu erzwingen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Wirkstoffgruppen ADHS-MedikamenteADHS-Medikamente werden im Rahmen einer umfassenden Behandlung eingesetzt.
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Wirkstoffgruppen GLP-1-Rezeptoragonisten (inkl. Tirzepatid)GLP-1-Agonisten wie Semaglutid ahmen ein Darmhormon nach.
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Wirkstoffgruppen Antihistaminika (Allergiemittel)Antihistaminika wie Cetirizin und Loratadin lindern allergische Beschwerden.
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Impfungen Keuchhusten-Impfung: Nebenwirkungen und ReaktionenGegen Keuchhusten wird in Deutschland mit Kombinationsimpfstoffen geimpft.