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Magen-Darm-Grippe

Eine Magen-Darm-Grippe ist eine ansteckende Magen-Darm-Infektion, in Deutschland am häufigsten durch Noroviren; Säuglinge und kleine Kinder stecken sich oft auch mit Rotaviren an. Gegen die Viren selbst gibt es keine Medikamente: Laut Leitlinie soll eine akute infektiöse Gastroenteritis vor allem mit ausreichend Flüssigkeit und Salzen behandelt werden, Mittel gegen Erbrechen können bei Erwachsenen kurzfristig zum Einsatz kommen. Ärztlich behandelt werden sollten vor allem Kleinkinder, Schwangere, ältere und geschwächte Menschen; bei Schwindel oder Kreislaufproblemen ist laut IQWiG rasche ärztliche Hilfe nötig.

Mann Mitte dreißig mit kurzem braunem Haar liegt im grauen Kapuzenpullover unter einer Wolldecke auf dem Sofa und trinkt aus einem Glas Wasser
Bild: KI-generiert

Eine Magen-Darm-Grippe ist eine ansteckende Magen-Darm-Infektion. In Deutschland lösen sie am häufigsten Noroviren aus, Säuglinge und kleine Kinder stecken sich oft auch mit Rotaviren an [1, 7]. Die Beschwerden verschwinden in der Regel nach ein paar Tagen wieder [7]. Medikamente, die direkt gegen die Viren wirken, gibt es nicht. Am wichtigsten ist, den Verlust von Flüssigkeit und Salzen auszugleichen [1, 8].

Was ist eine Magen-Darm-Grippe?

Gemeint ist eine akute Magen-Darm-Infektion, auch Gastroenteritis genannt. Brechdurchfälle werden laut BIÖG durch Viren und Bakterien verursacht, selten durch Parasiten; Noro- und Rotaviren sind für einen Großteil der Magen-Darm-Infektionen verantwortlich [2].

Noroviren sind in Deutschland die häufigste Ursache für Magen-Darm-Infektionen. Kinder unter 5 Jahren und Menschen über 70 Jahre sind besonders oft betroffen [1]. Infektionen kommen das ganze Jahr über vor, gehäuft zwischen Oktober und März [1]. Eine Impfung gegen Noroviren gibt es bislang nicht [1, 7].

Rotaviren gehören zu den häufigsten Ursachen für Magen-Darm-Erkrankungen bei Kleinkindern. Fast alle Kinder haben bis zum Alter von 5 Jahren schon eine Infektion durchgemacht. Der Schutz danach hält nicht lebenslang, deshalb kann man sich mehrfach anstecken [4]. Meistens erkranken Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren, bei ihnen sind schwere Verläufe häufiger; Erwachsene erkranken meistens milder, häufig sogar ohne Krankheitszeichen [4].

Symptome und Verlauf

Eine Norovirus-Infektion beginnt plötzlich mit schwallartigem, heftigem Erbrechen und starkem Durchfall. In manchen Fällen tritt nur Erbrechen oder nur Durchfall auf [1]. Man fühlt sich in der Regel sehr krank und geschwächt; häufig kommen Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopf- und Muskelschmerzen dazu. Die Körpertemperatur kann leicht erhöht sein, meist kommt es aber nicht zu hohem Fieber [1]. Zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden liegen 6 Stunden bis 2 Tage, die Beschwerden klingen in der Regel nach ein bis zwei Tagen ab [1].

Bei Rotaviren vergehen nach der Ansteckung in der Regel 1 bis 3 Tage, bis wässrige, teilweise blutige Durchfälle und Bauchschmerzen einsetzen; Fieber und Erbrechen können hinzukommen. Die Beschwerden dauern etwa 2 bis 6 Tage [5].

Die starken Brechdurchfälle können laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) rasch zu einem Flüssigkeitsmangel führen, der sich durch ein ausgeprägtes Schwächegefühl oder Schwindel bemerkbar machen kann [3]. Kinder unter 5 Jahren und ältere Menschen über 70 Jahre reagieren besonders empfindlich auf den Flüssigkeitsverlust [1]. Welche Zeichen auf einen starken Flüssigkeitsverlust hindeuten, steht auf der Seite Durchfall.

Ursachen und Ansteckung

Frau Anfang vierzig mit kinnlangem rotblondem Haar in einer senfgelben Strickjacke wäscht sich an einem Küchenwaschbecken gründlich die Hände mit Seife
Bild: KI-generiert

Noroviren werden in den meisten Fällen von Mensch zu Mensch übertragen. Erkrankte scheiden die Viren über Stuhl und Erbrochenes aus; man schätzt, dass schon 10 bis 100 Viruspartikel für eine Ansteckung ausreichen [1]. Die Viren können über die Hände in den Mund gelangen, etwa nach dem Anfassen verunreinigter Türklinken. Auch virushaltige Tröpfchen, die beim Erbrechen entstehen, können anstecken [1]. Rohe Lebensmittel wie Salate, Obst (auch tiefgekühlte Beeren), Krabben oder Muscheln sowie verunreinigtes Wasser oder andere Getränke können ebenfalls Noroviren übertragen [3].

Rotaviren werden meistens über eine Schmierinfektion weitergegeben: Kleinste Stuhlreste gelangen über die Hände in den Mund. Anstecken kann man sich auch über verunreinigte Gegenstände wie Spielsachen, Türgriffe oder Toiletten, denn die Viren überleben in der Umwelt mehrere Tage [4, 5].

Wie lange ansteckend? Während der akuten Erkrankung sind Menschen mit Noroviren hoch ansteckend. Das Virus kann aber noch 7 bis 14 Tage, in Ausnahmefällen sogar über Wochen nach der akuten Erkrankung mit dem Stuhl ausgeschieden werden [1]. Rotaviren werden in der Regel bis zu 8 Tage ausgeschieden, in Einzelfällen länger [5].

Andere Ursachen: Bei Erwachsenen sind auch bakterielle Magen-Darm-Infektionen verbreitet, meistens durch verunreinigte oder verdorbene Lebensmittel. Am häufigsten löst Campylobacter sie aus; auch Salmonellen werden meist über rohe Lebensmittel übertragen [7]. Insbesondere Antibiotika lösen laut IQWiG manchmal Durchfall aus, weil sie die normale Darmflora angreifen [6]. Mehr dazu: Durchfall durch Medikamente und Übelkeit und Erbrechen durch Medikamente.

Diagnose

Um Noroviren nachzuweisen, wird in der Regel eine Stuhlprobe untersucht. Besonders wichtig ist der Nachweis, wenn Fälle in Gemeinschaftseinrichtungen, Krankenhäusern und Altenheimen auftreten. Außerhalb solcher Einrichtungen ist er nicht immer erforderlich, sollte aber zum Beispiel in schweren Fällen oder bei Menschen mit Vorerkrankungen erfolgen [1]. Laut S2k-Leitlinie Gastrointestinale Infektionen der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS, Version 2.0 vom November 2023) soll eine Erregerdiagnostik nur durchgeführt werden, wenn sich aus dem Ergebnis erwartungsgemäß medizinische, organisatorische oder melderechtliche Konsequenzen ergeben (starke Empfehlung). Bei Norovirus-Ausbrüchen sollte die Diagnose weiterer Fälle rein klinisch gestellt werden (Empfehlung) [8].

Bestätigte Infektionen mit Noroviren müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden, laut IQWiG auch nachgewiesene Infektionen mit Rotaviren [1, 6]. Bei Kindern unter sechs Jahren, die eine Kita oder einen Kindergarten besuchen, ist eine Magen-Darm-Infektion generell meldepflichtig [6].

Behandlung ohne Medikamente

Gegen Noro- und Rotaviren gibt es keine ursächliche Behandlung, es werden nur die Beschwerden gelindert [1, 4]. Laut Leitlinie soll eine akute infektiöse Gastroenteritis vor allem mit ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyten (Salzen) behandelt werden (starke Empfehlung). Bei nachgewiesenen Noro- oder Rotaviren ist danach keine spezifische Therapie außer dem Flüssigkeitsersatz notwendig [8].

Trinken: Weil bei Durchfall und Erbrechen viel Flüssigkeit verloren gehen kann, sollte man sehr viel trinken [1]. Elektrolyt-Ersatzlösungen aus Apotheke oder Drogerie können nötig werden, um den Verlust von Salzen auszugleichen; sie enthalten Salze, Mineralstoffe und Traubenzucker [1]. Das BIÖG nennt vor allem leicht gesalzenen Tee oder Brühe, in kleinen Schlucken getrunken, um ein erneutes Erbrechen zu vermeiden [2]. Cola ist laut gesund.bund.de bei Durchfall und Erbrechen kein geeignetes Getränk, weil der viele Zucker und die Säure den Darm zusätzlich reizen können; besser sind Tee, Wasser und verdünnte Fruchtsäfte [1].

Essen: Erkrankte dürfen grundsätzlich alles essen, was sie möchten, und sollten dabei ausreichend Salz zu sich nehmen [1]. Bei einer akuten Gastroenteritis ohne Austrocknung sollten laut Leitlinie keine besonderen Diätvorschriften empfohlen werden (Empfehlung) [8]. Das BIÖG rät, feste Nahrung erst nach dem Ende des Erbrechens dazuzunehmen, und nennt als gut geeignet zum Beispiel Salzstangen, Zwieback, gekochte Haferflocken, zerdrückte Banane oder Möhrenbrei [2].

Säuglinge und Kleinkinder: Achten Sie laut BIÖG vor allem bei ihnen auf genügend Flüssigkeit, am besten in kleinen Portionen; gestillte Säuglinge können weiter gestillt werden. Ist der Wasserverlust zu hoch, müssen die Kinder im Krankenhaus behandelt werden [4]. Bei der Durchfallbehandlung von Säuglingen und Kleinkindern ist laut Packungsbeilage einer Trinklösung in jedem Fall eine Ärztin oder ein Arzt hinzuzuziehen [15].

Behandlung mit Medikamenten

Zur Linderung der Beschwerden nennt die Leitlinie der DGVS den Ersatz von Flüssigkeit und Salzen, auch mit Trinklösungen, und für Erwachsene Mittel gegen Erbrechen und Loperamid. Probiotika, Kohle und pflanzliche Durchfallmittel sollen dagegen nicht eingesetzt werden [8].

Medikamente bei Magen-Darm-Grippe: Beispiele mit eigener Wirkstoffseite
WirkstoffgruppeBeispieleWie sie wirkenHäufige Nebenwirkungen
Trinklösungen mit Salzen und Traubenzucker (orale Rehydratationslösungen)Pulver zum Auflösen in Wasser, etwa mit Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Glucose und Citrat; laut Packungsbeilage zur Salz- und Flüssigkeitszufuhr bei Durchfallerkrankungen [15]Behandeln einen Flüssigkeitsmangel durch Ausgleich der Salz- und Wasserverluste; sie enthalten Salze (Elektrolyte) und Glucose [15]Übelkeit und Erbrechen als Folge einer durch Kalium bedingten Magenreizung, Häufigkeit nicht bekannt [15]
Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (Antiemetika), laut Leitlinie bei Erwachsenen kurzfristigMetoclopramid (verschreibungspflichtig) [10]Hemmt im Gehirn Rezeptoren für die Botenstoffe Dopamin und Serotonin, unter anderem am Brechzentrum im Hirnstamm; beschleunigt außerdem Magenentleerung und Dünndarmpassage [10]Sehr häufig: Schläfrigkeit; häufig: Depression, unkontrollierbare Bewegungen, Parkinson-ähnliche Beschwerden, Ruhelosigkeit, Abnahme des Blutdrucks (besonders bei Gabe in die Vene), Durchfall, Schwächegefühl [9]
Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen aus der Gruppe der H1-AntihistaminikaDimenhydrinat (Tabletten apothekenpflichtig) [12]Verdrängt den Botenstoff Histamin von seinen H1-Rezeptoren; die Wirkung gegen Erbrechen und die dämpfende Wirkung sind deutlich ausgeprägt [12]Häufig: Schläfrigkeit und Benommenheit [11]
Mittel, die die Darmbewegung hemmen (Mittel gegen Durchfall)Loperamid (rezeptfreie Präparate ab 12 Jahren) [13]Bindet an den Opiatrezeptor in der Darmwand; die vorantreibende Darmbewegung (Peristaltik) nimmt ab, der Darminhalt braucht länger für die Passage [14]Häufig: Verstopfung, Übelkeit, Blähungen, Schwindel, Kopfschmerzen [13]

Sehr häufig heißt bei mehr als 1 von 10 Behandelten, häufig bei bis zu 1 von 10. "Nicht bekannt" bedeutet, dass sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen lässt [9, 11, 15]. Mehr dazu: Beipackzettel verstehen.

Trinklösungen

Laut IQWiG ist eine solche Rehydratationslösung aus Apotheke oder Drogerie bei kleinen Kindern, alten Menschen und bei starkem Durchfall sinnvoll [6]. Oralpädon 240 wird laut Packungsbeilage zur Salz- und Flüssigkeitszufuhr bei Durchfallerkrankungen angewendet; bei gleichzeitiger Übelkeit oder Erbrechen wird die Lösung in kleinen Schlucken getrunken. Kinder und Erwachsene nehmen die Lösung laut Packungsbeilage bis zum Abklingen des Durchfalls ein, höchstens jedoch 36 Stunden; dauert der Durchfall länger, ist erneut die Ärztin oder der Arzt aufzusuchen. Bei Säuglingen und Kleinkindern bestimmt die Ärztin oder der Arzt die Dauer [15]. Nicht eingenommen werden darf die Lösung unter anderem bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei unstillbarem Erbrechen; Menschen mit Diabetes sollten sie nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden [15].

Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen

Laut Leitlinie können Antiemetika im Erwachsenenalter kurzfristig zum Einsatz kommen (Empfehlung offen). Im Kindesalter sollen sie nicht zur Behandlung der akuten Gastroenteritis verwendet werden (starke Empfehlung) [8]. Kontrollierte Studien bei Erwachsenen mit Erbrechen gibt es danach nicht; zusätzlich zur Flüssigkeitsgabe über den Mund kann ein Mittel gegen Erbrechen versucht werden, als Beispiel nennt die Leitlinie unter anderem Metoclopramid. Es soll nur kurzfristig und vorübergehend eingesetzt werden, und seine anregende Wirkung auf Magen und Darm kann begleitende Durchfälle möglicherweise verstärken [8].

Metoclopramid (MCP) ist verschreibungspflichtig [10]. Bei Erwachsenen wird es unter anderem zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt, bei Kindern und Jugendlichen nur zur Vorbeugung von verzögert auftretender Übelkeit und verzögert auftretendem Erbrechen nach einer Chemotherapie, wenn andere Behandlungen versagen oder nicht infrage kommen. Kinder unter 1 Jahr dürfen es nicht erhalten [9]. Die maximale empfohlene Behandlungsdauer beträgt laut Packungsbeilage 5 Tage [9]. Nach einem Beschluss der Europäischen Kommission vom 20.12.2013 wurden Zulassungen oberhalb bestimmter Wirkstoffgrenzwerte widerrufen und die Fach- und Gebrauchsinformationen der übrigen Präparate geändert; das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) setzte das mit Bescheid vom 09.04.2014 um. Laut Zusammenfassung des BfArM stammen daher der Ausschluss von Kindern unter 1 Jahr, die Beschränkung bei Kindern und Jugendlichen auf Zweitlinienanwendungen und die maximale empfohlene Behandlungsdauer von 5 Tagen. Hintergrund ist danach das Risiko schwerer neurologischer Nebenwirkungen wie akuter extrapyramidaler Symptome (unwillkürliche Bewegungen) und irreversibler Spätdyskinesie; das Risiko einer akuten Dystonie ist bei hohen Dosen erhöht und bei Kindern höher als bei Erwachsenen [16].

Dimenhydrinat-Tabletten sind apothekenpflichtig und unter anderem zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen zugelassen [11, 12]. Kinder bis einschließlich 5 Jahren dürfen sie laut Packungsbeilage nicht einnehmen; ohne ärztliche Rücksprache sollen sie nur wenige Tage eingenommen werden [11]. Laut Leitlinie wird Dimenhydrinat in Deutschland traditionell gegen Erbrechen verwendet. Wegen des vermutlich geringen Nutzens, der dämpfenden Wirkung, die das Essen zusätzlich erschweren kann, und einer möglichen giftigen Wirkung sollte es danach in der ärztlichen Behandlung nicht bei Kindern mit einer banalen akuten Gastroenteritis eingesetzt werden [8]. Dimenhydrinat- und diphenhydraminhaltige Mittel gegen Erbrechen zum Einnehmen oder als Zäpfchen sollen bei Kindern unter drei Jahren laut BfArM nur nach strenger Indikationsstellung und sorgfältiger Beachtung der Dosierung angewendet werden [18]. Die Höchstmenge laut Packungsbeilage steht unter Dimenhydrinat: Dosierung, alle Mittel gegen Übelkeit auf der Seite Übelkeit und Erbrechen.

Loperamid

Rezeptfreie Präparate mit Loperamid wie Loperamid-ratiopharm akut sind laut Packungsbeilage zur Behandlung akuter Durchfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zugelassen, sofern keine Behandlung der Ursache zur Verfügung steht. Ohne ärztlichen Rat nehmen Sie es nicht länger als 2 Tage ein; bei Durchfall mit Fieber und/oder blutigem Stuhl und von Kindern unter 12 Jahren darf es nicht eingenommen werden [13]. Laut Leitlinie kann Loperamid bei Erwachsenen mit akuter Gastroenteritis ohne Fieber und ohne Blut im Stuhl für weniger als 48 Stunden verwendet werden (Empfehlung offen); in der ärztlichen Behandlung soll es bei akuter Gastroenteritis im Kindesalter nicht eingesetzt werden (starke Empfehlung) [8]. Das BIÖG hält stopfende Lebensmittel oder Medikamente bei Brechdurchfall nicht für sinnvoll, weil mit dem Durchfall Erreger und Gifte ausgeschieden werden; sie können den Krankheitsverlauf danach unter Umständen sogar verlängern [2]. Alle Gegenanzeigen und die Regeln für Kinder stehen auf der Seite Durchfall, die Dosis laut Packungsbeilage unter Loperamid: Dosierung.

Probiotika, Kohle und Antibiotika

Probiotika sollen laut Leitlinie bei akuter Gastroenteritis nicht eingesetzt werden. Andere erhältliche Durchfallmittel wie pflanzliche Mittel (Uzara, getrocknetes Apfelpulver), Tannin, Kohle, Heilerde oder Myrrhe sollen bei akuter infektiöser Gastroenteritis ebenfalls nicht eingesetzt werden (jeweils starke Empfehlung) [8].

Antibiotika sind gegen Noroviren unwirksam, ebenso gegen andere Krankheiten, die Viren verursachen [3, 4]. Laut Leitlinie soll bei unkomplizierter akuter infektiöser Gastroenteritis in der Regel keine antibiotische Behandlung erfolgen, auch nicht bei geschwächter Abwehr (starke Empfehlung) [8]. Mehr im Ratgeber Antibiotika richtig einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere sollten bei einer Norovirus-Infektion laut gesund.bund.de ärztlich behandelt werden [1]. Dimenhydrinat-Tabletten dürfen laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, weil Dimenhydrinat vorzeitig Wehen auslösen kann; auch in der Stillzeit dürfen sie nicht eingenommen werden [11]. Metoclopramid kann laut Packungsbeilage falls notwendig in der Schwangerschaft eingenommen werden, darüber entscheidet die Ärztin oder der Arzt; in der Stillzeit wird es nicht empfohlen [9]. Loperamid sollten Sie laut Packungsbeilage in Schwangerschaft und Stillzeit nicht einnehmen [13]. Bei einer Durchfallerkrankung in Schwangerschaft oder Stillzeit sieht die Packungsbeilage einer Trinklösung vor, in jedem Fall die Ärztin oder den Arzt zu befragen [15]. Mehr in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Nebenwirkungen der Medikamente

Metoclopramid: Unkontrollierbare Bewegungen, häufig unter Einbeziehung von Kopf oder Nacken, können bei Kindern und jungen Erwachsenen und besonders bei hohen Dosierungen auftreten, normalerweise zu Beginn der Behandlung und selbst nach einer einzigen Anwendung. Dann brechen Sie die Behandlung laut Packungsbeilage ab und sprechen unverzüglich mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder der Apotheke; ebenso bei hohem Fieber, hohem Blutdruck, Krämpfen, Schweißausbruch und vermehrter Speichelbildung oder bei Zeichen einer allergischen Reaktion [9]. Zwischen zwei Einnahmen müssen mindestens 6 Stunden liegen, auch wenn Sie erbrochen haben [9]. Metoclopramid kann die Aufnahme der Anti-Baby-Pille aus dem Darm vermindern; die Packungsbeilage empfiehlt dann zusätzliche Verhütungsmaßnahmen [9]. Mehr dazu: Parkinson-Symptome durch Medikamente.

Dimenhydrinat: Die Packungsbeilage mit Stand September 2026 warnt vor schweren Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom), denen mitunter Fieber und grippeähnliche Beschwerden vorausgehen. Bei rötlichen, nicht erhabenen, zielscheibenartigen oder kreisförmigen Flecken am Rumpf, häufig mit Blasenbildung in der Mitte, bei Abschälen der Haut oder Geschwüren in Mund, Rachen und Nase, an den Genitalien und Augen brechen Sie die Einnahme ab und begeben sich unverzüglich in ärztliche Behandlung [11]. Wer nach einer früheren Einnahme schon einmal einen schweren Hautausschlag oder Abschälung der Haut, Blasenbildung und/oder wunde Stellen im Mund hatte, darf das Mittel laut Packungsbeilage nicht einnehmen. Bei einer psychotischen Erkrankung oder Missbrauch und/oder Abhängigkeit in der Vorgeschichte sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und nehmen Sie nicht mehr als die empfohlene Dosis ein [11]. Laut Fachinformation wurden Fälle von Missbrauch berichtet, hauptsächlich bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen [12]. Auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch kann Dimenhydrinat das Reaktionsvermögen so verändern, dass die Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigt ist, verstärkt zusammen mit Alkohol [11]. Bei längerer Behandlung ist eine Medikamentenabhängigkeit nicht auszuschließen [11]. Mehr dazu: Müdigkeit und schwere Hautreaktionen.

Loperamid: Bei Verstopfung, aufgetriebenem Leib oder Darmverschluss muss es laut Packungsbeilage sofort abgesetzt werden [13]. Oberbauchschmerzen, in den Rücken ausstrahlende Bauchschmerzen, ein druckempfindlicher Bauch, Fieber, schneller Puls, Übelkeit oder Erbrechen können Zeichen einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse sein; dann brechen Sie die Anwendung ab und holen umgehend ärztliche Hilfe [13]. Bei Menschen, die zu viel Loperamid eingenommen hatten, wurden schwerwiegende Herzprobleme beobachtet, unter anderem ein schneller oder unregelmäßiger Herzschlag [13]. Mehr dazu: Entzündung der Bauchspeicheldrüse.

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Nebenwirkungen können Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke mitteilen oder direkt dem BfArM melden [9, 11]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Im Alltag: andere nicht anstecken

Erkrankte sollten sich körperlich schonen und den Kontakt zu anderen Menschen möglichst einschränken [1]. Gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife ist besonders wichtig, vor allem nach jedem Toilettengang, vor der Zubereitung von Speisen und vor dem Essen [3, 7]. Wenn möglich, sollten Erkrankte bis zu 2 Tage nach der Genesung eine eigene Toilette benutzen. Reste von Erbrochenem oder Stuhl sollten schnellstmöglich beseitigt werden; Handschuhe und ein Mundschutz können dabei vor Ansteckung schützen [1, 7]. Kleidung, Bettwäsche, Waschlappen und Handtücher sollten häufig gewechselt und bei 60 °C gewaschen werden [1]. Wer erkrankt ist, sollte keine Speisen für andere zubereiten [2, 7].

Nach einer Norovirus-Erkrankung sollten Sie laut BIÖG auch nach Abklingen der Beschwerden mindestens zwei Tage lang keine Altenheime oder Krankenhäuser besuchen [3].

Beruf: Wer bei der Arbeit mit Lebensmitteln zu tun hat, darf frühestens 2 Tage nach dem Abklingen der Beschwerden wieder arbeiten und muss in den folgenden 4 bis 6 Wochen besonders sorgfältig auf Händehygiene achten [1].

Impfung gegen Rotaviren: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Säuglingen ab dem Alter von 6 Wochen eine Schluckimpfung gegen Rotaviren; je nach Impfstoff sind 2 oder 3 Teilimpfungen nötig [5]. Für ältere Kinder und Erwachsene wird die Impfung derzeit nicht empfohlen [7]. Nach der ersten Teilimpfung besteht laut BIÖG möglicherweise ein geringfügig erhöhtes Risiko für eine Darmeinstülpung (Invagination). Warnzeichen sind starke Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, blutige Stühle, ein geblähter Bauch und/oder hohes Fieber [5].

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Vor allem Kleinkinder, Schwangere, ältere oder geschwächte Menschen sollten laut gesund.bund.de ärztlich behandelt werden, besonders wenn Durchfälle oft auftreten und/oder länger als 2 bis 3 Tage anhalten und zusätzlich Fieber oder Erbrechen hinzukommen [1]. Bei Senioren, Menschen mit geschwächter Immunabwehr, Säuglingen und Kleinkindern können Brechdurchfälle schwer verlaufen. Es können Kreislaufprobleme bis zum Kollaps auftreten, in sehr schweren Fällen droht sogar Nierenversagen [2].

Auch für sonst gesunde Erwachsene nennt das BIÖG Gründe, in jedem Fall eine Ärztin oder einen Arzt zu Rate zu ziehen [2]:

  • starke Kreislaufprobleme,
  • Muskelkrämpfe, Schläfrigkeit oder Verwirrtheit,
  • hohes Fieber,
  • Blut im Stuhl,
  • Brechdurchfall, der länger als drei Tage anhält.

Schwindel und Kreislaufprobleme können laut IQWiG darauf hinweisen, dass der Körper zu viel Flüssigkeit und Salze verloren hat; dann ist rasche ärztliche Hilfe nötig [6]. Ins Krankenhaus aufgenommen werden soll laut Leitlinie unter anderem bei schwerer Austrocknung, Kreislaufschock, Bewusstseinsstörungen, unkontrollierbarem Erbrechen oder wenn der Flüssigkeitsersatz über den Mund gescheitert ist (starke Empfehlung) [8]. Anhaltender Brechdurchfall bei mangelnder Flüssigkeitsaufnahme ist laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) ein Fall für den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117, wenn die Praxen geschlossen sind und die Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten kann. Bewusstlosigkeit oder eine erhebliche Bewusstseinstrübung sind Fälle für den Notruf 112 [17].

Quellen

  1. Behörde Magen-Darm-Infektion durch Noroviren. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit). Stand 27.06.2025. abgerufen am 17.10.2026
  2. Behörde Magen-Darm-Infektionen. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), infektionsschutz.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 17.10.2026
  3. Behörde Erregersteckbrief Noroviren. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), infektionsschutz.de, mit dem RKI fachlich abgestimmt. Stand 24.04.2018 (Steckbrief zum Herunterladen aktualisiert 26.08.2021). abgerufen am 17.10.2026
  4. Behörde Erregersteckbrief Rotaviren. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), infektionsschutz.de, mit dem RKI fachlich abgestimmt. Stand 24.04.2018 (Steckbrief zum Herunterladen aktualisiert 26.08.2021). abgerufen am 17.10.2026
  5. Behörde Rotavirus-Impfung bei Kindern. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), infektionsschutz.de. Stand 05.03.2025. abgerufen am 17.10.2026
  6. Durchfall. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.02.2023. abgerufen am 17.10.2026
  7. Magen-Darm-Infektionen vorbeugen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.02.2023. abgerufen am 17.10.2026
  8. Leitlinie S2k-Leitlinie Gastrointestinale Infektionen, Version 2.0 (AWMF-Register-Nr. 021-024), digitale Fassung mit Empfehlungen 3.1 bis 6.12 und Hintergrundtexten. Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Stand 11/2023. abgerufen am 17.10.2026
  9. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation MCP-ratiopharm 10 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 17.10.2026
  10. Fachinformation Fachinformation MCP-ratiopharm 10 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 17.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Reisetabletten-ratiopharm 50 mg Tabletten (Dimenhydrinat). ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 17.10.2026
  12. Fachinformation Fachinformation Reisetabletten-ratiopharm 50 mg Tabletten (Dimenhydrinat). ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 17.10.2026
  13. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Loperamid-ratiopharm akut 2 mg Filmtabletten (apothekenpflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 17.10.2026
  14. Fachinformation Fachinformation Loperamid-ratiopharm akut 2 mg Filmtabletten (apothekenpflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 17.10.2026
  15. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Oralpädon 240 Neutral, Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen. STADA Consumer Health Deutschland GmbH. Stand 09/2020. abgerufen am 17.10.2026
  16. Behörde Metoclopramidhaltige Arzneimittel: Umsetzung des Durchführungsbeschlusses der EU-Kommission, mit Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen und Hintergründe. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 23.04.2014 (Zusammenfassung aktualisiert am 29.04.2014). abgerufen am 17.10.2026
  17. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer", "Fälle für den Bereitschaftsdienst" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 17.10.2026
  18. Behörde Dimenhydrinat und Diphenhydramin: Überdosierung oraler und rektaler Darreichungsformen bei Kindern bis 3 Jahre (Abschluss des Stufenplanverfahrens, Stufe II). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 22.12.2017. abgerufen am 17.10.2026

Häufige Fragen

Was hilft schnell bei einer Magen-Darm-Grippe?

Gegen Noroviren gibt es keine Medikamente, die direkt gegen das Virus wirken; behandelt werden nur die Beschwerden. Am wichtigsten ist, viel zu trinken und den Verlust von Salzen auszugleichen, gegebenenfalls mit einer Elektrolyt-Ersatzlösung aus Apotheke oder Drogerie. Rezeptfreies Loperamid ist laut Packungsbeilage für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen, ohne ärztlichen Rat für höchstens 2 Tage und nicht bei Durchfall mit Fieber und/oder blutigem Stuhl. Laut Leitlinie kann es bei Erwachsenen mit akuter Gastroenteritis ohne Fieber und ohne Blut im Stuhl für weniger als 48 Stunden verwendet werden; das BIÖG hält stopfende Medikamente bei Brechdurchfall nicht für sinnvoll. Antibiotika sind gegen Noroviren unwirksam.

Wie lange dauert eine Magen-Darm-Grippe?

Bei einer Infektion mit Noroviren liegen zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden 6 Stunden bis 2 Tage, die Beschwerden klingen in der Regel nach ein bis zwei Tagen ab. Bei Rotaviren beginnen die Beschwerden in der Regel 1 bis 3 Tage nach der Ansteckung und dauern etwa 2 bis 6 Tage. Hält der Brechdurchfall länger als drei Tage an, sollten Sie laut BIÖG ärztlichen Rat einholen.

Wie lange ist man mit Magen-Darm-Grippe ansteckend?

Während der akuten Erkrankung sind Menschen mit Noroviren hoch ansteckend. Das Virus kann aber noch 7 bis 14 Tage, in Ausnahmefällen über Wochen nach der Erkrankung mit dem Stuhl ausgeschieden werden; Rotaviren in der Regel bis zu 8 Tage. Waschen Sie sich deshalb während der Erkrankung und in den 2 Wochen danach nach jedem Toilettengang besonders gründlich die Hände mit Wasser und Seife.

Was darf ich bei Magen-Darm-Grippe essen und trinken?

Trinken Sie viel, laut BIÖG vor allem leicht gesalzenen Tee oder Brühe in kleinen Schlucken. Erkrankte dürfen laut gesund.bund.de grundsätzlich alles essen, was sie möchten, und sollten dabei ausreichend Salz zu sich nehmen; besondere Diätvorschriften sollten laut Leitlinie bei einer akuten Gastroenteritis ohne Austrocknung nicht empfohlen werden. Cola ist kein geeignetes Getränk, weil viel Zucker und Säure den Darm zusätzlich reizen können.

Helfen Mittel gegen Erbrechen wie Dimenhydrinat?

Laut Leitlinie können Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen bei Erwachsenen kurzfristig zum Einsatz kommen; kontrollierte Studien dazu gibt es danach bei Erwachsenen nicht. Dimenhydrinat-Tabletten dürfen laut Packungsbeilage Kinder bis einschließlich 5 Jahren, Schwangere und Stillende nicht einnehmen, ohne ärztliche Rücksprache sollen sie nur wenige Tage eingenommen werden, und häufig kommt es zu Schläfrigkeit und Benommenheit. In der ärztlichen Behandlung sollen Antiemetika laut Leitlinie im Kindesalter nicht zur Therapie der akuten Gastroenteritis verwendet werden; Dimenhydrinat sollte danach nicht bei Kindern mit einer banalen akuten Gastroenteritis eingesetzt werden. Metoclopramid ist verschreibungspflichtig; die Ärztin oder der Arzt entscheidet, ob es infrage kommt.

Wann muss ich mit einer Magen-Darm-Grippe zum Arzt?

Kleinkinder, Schwangere, ältere oder geschwächte Menschen sollten laut gesund.bund.de ärztlich behandelt werden, besonders wenn Durchfälle oft auftreten und/oder länger als 2 bis 3 Tage anhalten und zusätzlich Fieber oder Erbrechen hinzukommen. Schwindel und Kreislaufprobleme können auf einen zu großen Verlust von Flüssigkeit und Salzen hinweisen; dann ist rasche ärztliche Hilfe nötig. Weitere Gründe sind laut BIÖG Muskelkrämpfe, Schläfrigkeit oder Verwirrtheit, hohes Fieber und Blut im Stuhl. Bei Bewusstlosigkeit oder erheblicher Bewusstseinstrübung rufen Sie den Notruf 112.

Wann darf mein Kind nach einer Magen-Darm-Grippe wieder in die Kita?

Kinder unter 6 Jahren mit einer Norovirus-Infektion oder einem Verdacht darauf dürfen die Kita oder den Hort laut gesund.bund.de erst 48 Stunden nach Abklingen der Beschwerden wieder besuchen. Eltern müssen die Einrichtung über die Erkrankung informieren. Ein schriftliches ärztliches Attest ist bei Noroviren laut BIÖG nicht erforderlich; den genauen Zeitpunkt bestimmt das Gesundheitsamt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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