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Loperamid: Nebenwirkungen und Wirkung
Loperamid ist ein Wirkstoff gegen Durchfall, der die Darmbewegungen bremst. Er behandelt das Symptom, nicht die Ursache. Für akuten Durchfall bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren gibt es ihn rezeptfrei in der Apotheke, ohne ärztlichen Rat für höchstens 2 Tage. Das rezeptfreie Loperamid-ratiopharm akut darf laut Packungsbeilage bei Durchfall mit Fieber und/oder Blut im Stuhl nicht eingenommen werden. Nach zu hohen Mengen wurden schwerwiegende Herzprobleme beobachtet.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Loperamid eingesetzt?
Loperamid ist ein Mittel gegen Durchfall aus der Gruppe der Abführmittel und Mittel gegen Durchfall. Es wird zur symptomatischen Behandlung eingesetzt: Es lindert den Durchfall, wenn keine Behandlung der Ursache zur Verfügung steht [1, 2]. Die Ursache selbst beseitigt Loperamid nicht; wenn möglich, sollte sie zusätzlich behandelt werden [1, 3]. Mehr zu Ursachen und Behandlung lesen Sie auf den Seiten Durchfall und Magen-Darm-Grippe.
Es gibt Loperamid rezeptfrei und auf Rezept. Rezeptfreie Präparate wie Loperamid-ratiopharm akut 2 mg sind nur für akuten Durchfall bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zugelassen; eine Behandlung über 2 Tage hinaus ist nur auf ärztliche Verordnung vorgesehen [3, 4]. Die Arzneimittelverschreibungsverordnung nimmt Loperamid nur in festen Zubereitungen zum Einnehmen gegen akuten Durchfall, mit Tagesdosen bis 12 mg und in Packungen bis 24 mg von der Verschreibungspflicht aus, und auch das nur, wenn die Packung die Anwendung auf Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren beschränkt [6]. Das verschreibungspflichtige Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten ist für Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene zugelassen und deckt auch chronischen Durchfall ab; für Kinder von 2 bis 5 Jahren gibt es laut Packungsbeilage andere Loperamid-haltige Arzneimittel; eine langfristige Anwendung braucht ärztliche Verlaufsbeobachtung [1, 2].
Wie wirkt Loperamid?
Loperamid bindet an bestimmte Andockstellen in der Darmwand, die Opioidrezeptoren. Dadurch setzt der Darm weniger Acetylcholin und Prostaglandine frei. So schiebt die Darmmuskulatur den Inhalt langsamer voran (verminderte Peristaltik), und der Stuhl bleibt länger im Darm. Außerdem erhöht Loperamid die Spannung des Schließmuskels am After; Stuhldrang und ungewollter Stuhlabgang (Inkontinenz) gehen dadurch zurück [2, 4].
Der Wirkstoff wird zum größten Teil aus dem Darm aufgenommen, aber in der Leber gleich bei der ersten Passage fast vollständig abgebaut (First-Pass-Effekt). Nur etwa 0,3 Prozent gelangen unverändert in den Blutkreislauf [2, 4]. Bei Erwachsenen tritt Loperamid in der Regel nur in sehr geringem Maß ins Gehirn über [2]. Die Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) liegt im Mittel bei etwa 11 Stunden, mit einer Spanne von 9 bis 14 Stunden. Ausgeschieden werden Loperamid und seine Abbauprodukte überwiegend mit dem Stuhl [2, 4].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Die Angaben fassen Beobachtungen aus klinischen Studien und Meldungen nach der Markteinführung zusammen, bei Erwachsenen und Kindern, ohne Unterscheidung zwischen akutem und chronischem Durchfall [1]. Die Packungsbeilage des rezeptfreien Präparats nennt dieselben Häufigkeiten [3]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
In den klinischen Studien am häufigsten berichtet wurden Verstopfung, Blähungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel [3]. Die Fachinformation weist darauf hin, dass einige der berichteten Beschwerden häufig Zeichen des Durchfalls selbst sind und sich dann schwer von Nebenwirkungen des Arzneimittels unterscheiden lassen: Bauchschmerzen und Bauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Verstopfung und Blähungen [4].
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemKopfschmerzen, Schwindel[1, 2]Mehr dazu: KopfschmerzenSchwindel
- Magen und DarmVerstopfung (Obstipation), Übelkeit, Blähungen (Flatulenz)[1, 2]Mehr dazu: VerstopfungÜbelkeitBlähungen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- NervensystemSchläfrigkeit (Somnolenz)[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- Magen und DarmSchmerzen im Unter- oder Oberbauch (einschließlich Krämpfe), Bauchbeschwerden[1, 2]Mehr dazu: Bauchschmerzen
- Magen und DarmMundtrockenheit[1, 2]Mehr dazu: Mundtrockenheit
- Magen und DarmErbrechen[1, 2]Mehr dazu: Erbrechen
- Magen und DarmReizmagen, Verdauungsstörungen (Dyspepsie)[1, 2]Mehr dazu: Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden
- HautHautausschlag[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemSchwere Überempfindlichkeits- oder allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktion einschließlich anaphylaktischer Schock, anaphylaktoide Reaktion)[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- NervensystemBewusstseinsverlust, vermindertes Bewusstsein, Erstarrung des ganzen Körpers bei gleichzeitigem Wachsein (Stupor)[1, 2]
- NervensystemErhöhte Muskelspannung (erhöhter Muskeltonus), gestörte Koordination der Bewegungen[1, 2]
- AugenPupillenverengung (Miosis)[1, 2]
- Magen und DarmDarmverschluss (Ileus, auch paralytischer Ileus)[1, 2]
- Magen und DarmErweiterung des Dickdarms (Megacolon, auch toxisches Megacolon), z. B. als Komplikation einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung[1, 2]
- Magen und DarmAufgetriebener, aufgeblähter Bauch[1, 2]Mehr dazu: Blähungen
- HautSchwere Hauterkrankungen mit Blasenbildung (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
- HautSchwellung von Haut oder Schleimhäuten durch Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Angioödem)[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
- HautNesselsucht (Urtikaria), Juckreiz (Pruritus)[1, 2]Mehr dazu: NesselsuchtJuckreiz
- Nieren und HarnwegeHarnverhalt (Harnretention)[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
- Allgemeine BeschwerdenMüdigkeit[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Magen und DarmEntzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis) mit Oberbauchschmerzen, in den Rücken ausstrahlenden Bauchschmerzen, Druckempfindlichkeit des Bauches, Fieber, schnellem Puls, Übelkeit und Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: BauchspeicheldrüsenentzündungBauchschmerzenFieberHerzrasenÜbelkeitErbrechen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Bei Menschen, die zu viel Loperamid eingenommen hatten, wurden schwerwiegende Herzprobleme beobachtet, darunter ein schneller oder unregelmäßiger Herzschlag [1, 3]. Laut Fachinformation wurden dabei unter anderem eine Verlängerung von QT-Zeit und QRS-Komplex im EKG, die Herzrhythmusstörung Torsade de pointes, andere schwere Rhythmusstörungen der Herzkammern, Herzstillstand und Ohnmacht beobachtet; auch über Todesfälle wurde berichtet [2, 4]. Mehr dazu lesen Sie unter QT-Verlängerung durch Medikamente. Kinder reagieren auf große Mengen stärker als Erwachsene [1, 3]. Telefonnummern für den Ernstfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Flüssigkeit und Salze ersetzen: Bei Durchfall kann der Körper große Mengen Flüssigkeit und Salze (Elektrolyte) verlieren, besonders bei Kindern. Ihr Ersatz ist laut Packungsbeilage die wichtigste Behandlungsmaßnahme bei Durchfall [1, 3].
Verstopfung und aufgeblähter Bauch: Verstopfung ist eine häufige Nebenwirkung. Bekommen Sie eine Verstopfung, einen aufgetriebenen Bauch oder Zeichen eines Darmverschlusses, muss Loperamid sofort abgesetzt werden [1, 2, 3]. Die Packungsbeilage des rezeptfreien Präparats begründet die Grenze von 2 Tagen und die Höchstmenge ausdrücklich damit, dass sonst schwere Verstopfungen auftreten können [3].
Müdigkeit, Schwindel und Schläfrigkeit: Diese Beschwerden können durch den Durchfall oder durch Loperamid entstehen. Im Straßenverkehr und bei der Arbeit mit Maschinen ist deshalb Vorsicht angeraten [1, 3]. Mehr dazu auf den Seiten Müdigkeit und Schwindel.
Weitere Beschwerden: Haben Sie den Eindruck, dass Loperamid zu stark oder zu schwach wirkt, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1, 3]. Bessert sich ein akuter Durchfall innerhalb von 48 Stunden nicht, setzen Sie Loperamid ab und informieren Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1, 2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1, 3]. Einige Mittel erhöhen den Loperamid-Spiegel im Blut, umgekehrt kann Loperamid die Wirkung von Desmopressin verstärken [1, 2]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Hemmstoffe des Transporteiweißes P-Glykoprotein wie Chinidin (gegen Herzrhythmusstörungen) und Ritonavir (gegen HIV) sowie Hemmstoffe von P-Glykoprotein und dem Enzym CYP3A4 wie Itraconazol und Ketoconazol (gegen Pilzinfektionen) | Höhere Loperamid-Spiegel im Blut (in Studien mit Einzeldosen 2- bis 5-fach). Bei Chinidin und Ritonavir ist die klinische Bedeutung für die empfohlenen Dosierungen laut Fachinformation nicht bekannt; bei Itraconazol zeigten psychomotorische Tests keine Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem, bei Ketoconazol war der Anstieg bei der Messung der Pupillenweite nicht mit einer verstärkten Wirkung verbunden[1, 2, 3, 4] | Vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen |
| Gemfibrozil (gegen erhöhte Blutfette) | Höhere Loperamid-Spiegel (annähernd 2-fach; zusammen mit Itraconazol 4-fach höhere Spitzenkonzentration und 13-fach höhere Gesamtmenge im Blut)[1, 2, 3, 4] | Vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen |
| Desmopressin zum Einnehmen (gegen vermehrtes Wasserlassen) | Desmopressin-Spiegel im Blut 3-fach höher; Desmopressin kann zu stark wirken[1, 2, 3, 4] | Die Desmopressin-Dosis muss eventuell gesenkt werden, vorher ärztlich besprechen |
| Arzneimittel, die die Magen-Darm-Tätigkeit dämpfen oder ähnlich wie Loperamid wirken | Die Wirkung von Loperamid kann verstärkt werden; die Loperamid-Spiegel können steigen[1, 2, 3, 4] | Vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen |
| Arzneimittel, die die Magen-Darm-Passage beschleunigen | Die Wirkung von Loperamid kann vermindert sein[1, 2, 3, 4] | Vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Loperamid nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Das rezeptfreie Loperamid-ratiopharm akut dürfen Sie laut Packungsbeilage nicht einnehmen bei Durchfall mit Fieber und/oder Blut im Stuhl, bei Durchfall während oder nach einer Antibiotika-Einnahme, bei bakteriellen Darmentzündungen durch Erreger, die in die Darmwand eindringen, und bei einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa [3, 4]. Die Packungsbeilage der verschreibungspflichtigen Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten nennt dieselben Situationen (dort: Durchfall mit Fieber und blutigem Stuhl) als Fälle, in denen das Mittel primär nicht eingenommen werden sollte [1, 2]. Bei chronischem Durchfall und bei einer bestehenden oder früheren Lebererkrankung darf das rezeptfreie Präparat nur auf ärztliche Verordnung eingenommen werden [3, 4].
Für Kinder gelten feste Altersgrenzen: Unter 2 Jahren darf kein Loperamid gegeben werden, Kinder von 2 bis 12 Jahren erhalten es nur auf ärztliche Verordnung [1, 2, 3]. Zur Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren liegen nur begrenzte Erfahrungen vor [1, 2]. Hinweise zu Arzneimitteln für Kinder finden Sie im Ratgeber Medikamente bei Kindern.
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Loperamidhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2, 3, 4]
- Zustände, bei denen eine Verlangsamung der Darmtätigkeit vermieden werden muss, etwa wegen der Gefahr von Darmverschluss (Ileus) oder Dickdarmerweiterung (Megacolon, toxisches Megacolon)[1, 2, 3, 4]
- Kinder unter 2 Jahren: dürfen nicht mit Loperamid-haltigen Arzneimitteln behandelt werden[1, 2, 3]
- Kinder unter 6 Jahren: Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig) dürfen sie nicht einnehmen; für Kinder von 2 bis 5 Jahren gibt es andere Loperamid-haltige Arzneimittel mit Dosierung nach Körpergewicht[1, 2]
- Kinder unter 12 Jahren: rezeptfreie Präparate wie Loperamid-ratiopharm akut 2 mg sind wegen des hohen Wirkstoffgehalts nicht geeignet; Kinder von 2 bis 12 Jahren nur auf ärztliche Verordnung[3, 4]
- Durchfall mit Fieber und/oder blutigem Stuhl: Loperamid-ratiopharm akut (rezeptfrei) darf dann nicht eingenommen werden; die verschreibungspflichtigen Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten sollten bei Durchfall mit Fieber und blutigem Stuhl (z. B. akuter Ruhr, Dysenterie) primär nicht eingenommen werden[1, 2, 3, 4]
- Akuter Schub einer Colitis ulcerosa (geschwürige Dickdarmentzündung), Loperamid-ratiopharm akut (rezeptfrei) darf dann nicht eingenommen werden, die verschreibungspflichtigen Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten sollten dann primär nicht eingenommen werden[1, 2, 3, 4]
- Bakterielle Darmentzündung durch Erreger, die in die Darmwand eindringen (z. B. Salmonellen, Shigellen, Campylobacter), Loperamid-ratiopharm akut (rezeptfrei) darf dann nicht eingenommen werden, die verschreibungspflichtigen Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten sollten dann primär nicht eingenommen werden[1, 2, 3, 4]
- Durchfall während oder nach der Einnahme von Antibiotika (pseudomembranöse, Antibiotika-assoziierte Colitis), Loperamid-ratiopharm akut (rezeptfrei) darf dann nicht eingenommen werden, die verschreibungspflichtigen Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten sollten dann primär nicht eingenommen werden[1, 2, 3, 4]
- Chronische Durchfallerkrankungen: keine Selbstbehandlung mit rezeptfreien Präparaten, nur auf ärztliche Verordnung[3, 4]
- Bestehende oder frühere Lebererkrankung: rezeptfreie Präparate nur auf ärztliche Verordnung, weil eine schwere Lebererkrankung den Abbau von Loperamid verzögern und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen kann[3, 4]
Besondere Vorsicht bei
- Lebererkrankung: Der Abbau von Loperamid kann bei schweren Lebererkrankungen verzögert sein; Anwendung nur nach ärztlicher Rücksprache, Betroffene sollen engmaschig auf Zeichen einer Vergiftung des zentralen Nervensystems überwacht werden[1, 2]
- AIDS: Es gibt Einzelberichte über Verstopfung mit erhöhtem Risiko für eine Dickdarmerweiterung (toxisches Megacolon) bei Menschen mit AIDS und infektiöser Dickdarmentzündung; bei ersten Anzeichen eines aufgetriebenen Leibes Behandlung beenden[1, 2, 3, 4]
- Kinder unter 12 Jahren: Es gibt nur begrenzte Erfahrungen; Kindern von 2 bis 12 Jahren sollte Loperamid nicht ohne ärztliche Aufsicht und Verschreibung gegeben werden[1, 2]
- Flüssigkeits- und Salzverlust: Bei Durchfall können große Mengen Flüssigkeit und Salze (Elektrolyte) verloren gehen, besonders bei Kindern; ihr Ersatz ist die wichtigste Behandlungsmaßnahme[1, 2, 3, 4]
- Loperamid behandelt nur das Symptom Durchfall, nicht die Ursache; wenn möglich, sollte auch die Ursache behandelt werden[1, 2, 3, 4]
- Missbrauch und Fehlanwendung von Loperamid wurden berichtet, auch bei Menschen mit Opioidabhängigkeit. Nach zu hohen Mengen wurden schwerwiegende Herzprobleme beobachtet (u. a. schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Verlängerung der QT-Zeit im EKG, Torsade de pointes), einige Fälle verliefen tödlich; empfohlene Dosis und Behandlungsdauer nicht überschreiten[1, 2, 3, 4]
- Brugada-Syndrom (eine bestimmte Form von Herzrhythmusstörung): Eine Überdosierung kann ein vorhandenes Brugada-Syndrom erst sichtbar machen[2, 4]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Filmtabletten enthalten Lactose; erst nach ärztlicher Rücksprache einnehmen[1, 3]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was die Packungsbeilagen, die Fachinformationen und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Verkehrstüchtigkeit, Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 2, 3, 5]. Zu Alkohol enthalten die Packungsbeilagen und Fachinformationen der beiden ratiopharm-Präparate keine Angabe. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1, 3]. Allgemeines dazu erklärt der Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Bei rund 800 Frauen, die Loperamid in der Schwangerschaft eingenommen haben, fanden sich keine eindeutigen Hinweise auf eine fruchtschädigende Wirkung. Trotzdem sollten Sie Loperamid laut Packungsbeilage in der Schwangerschaft nicht einnehmen; fragen Sie vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.[1, 3]
Laut Fachinformation der verschreibungspflichtigen Filmtabletten sollte das Mittel in der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel, nicht eingenommen werden. Ein schwaches Signal für eine Fehlbildung der Harnröhrenmündung (Hypospadie) aus dem schwedischen Geburtsregister ließ sich von anderer Seite bisher nicht bestätigen.[2]
Embryotox stuft die Erfahrungen mit Loperamid in der Schwangerschaft als hoch ein; im ersten Drittel ist nach allen bisherigen Erfahrungen nicht mit einem substanziellen Fehlbildungsrisiko zu rechnen. Nur selten erfordert ein akuter Durchfall laut Embryotox mehr als diätetische Maßnahmen; ist eine Hemmung der Darmbewegung nötig, sollte Loperamid gewählt werden. Eine Langzeitbehandlung sollte in der Schwangerschaft vermieden werden: Bei den Kindern von 21 durchgehend behandelten Müttern lag das Geburtsgewicht im Schnitt 200 g unter dem einer Vergleichsgruppe. Nach einer Anwendung über wenige Tage sieht Embryotox keine Konsequenzen.[5]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Geringe Mengen Loperamid können in die Muttermilch übergehen; laut Packungsbeilage sollten Sie es in der Stillzeit deshalb nicht einnehmen.[1, 3]
Laut Embryotox wurden bisher keine Beschwerden bei gestillten Kindern berichtet und sind wegen der geringen Menge, die das Kind erreicht, auch nicht zu erwarten; dokumentierte Erfahrungen gibt es aber kaum. Reichen diätetische Maßnahmen nicht aus, darf Loperamid laut Embryotox auch in der Stillzeit vorübergehend genommen werden.[5]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Bei Durchfall oder als Folge der Einnahme kann es zu Müdigkeit, Schwindel und Schläfrigkeit kommen. Im Straßenverkehr und bei der Arbeit mit Maschinen ist deshalb Vorsicht angeraten.[1, 2, 3, 4]
Einnahme
Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit, z. B. einem Glas Wasser, einnehmen. Bei akutem Durchfall wird zu Beginn eine Erstdosis genommen, danach jeweils nach einem ungeformten Stuhl die Wiederholungsdosis; die Tageshöchstdosis darf nicht überschritten werden.[1, 3]
Einnahme vergessen: die vergessene Tablette nach dem nächsten ungeformten Stuhl einnehmen, nicht die doppelte Menge.[1, 3]
Achten Sie während des Durchfalls auf ausreichenden Ersatz von Flüssigkeit und Salzen.[1, 3]
Höchstmenge in der Selbstmedikation
Rezeptfreie Selbstbehandlung akuter Durchfälle (Grundlage: Loperamid-ratiopharm akut 2 mg Filmtabletten): Erwachsene zu Beginn 2 Filmtabletten (4 mg), danach nach jedem ungeformten Stuhl 1 Filmtablette (2 mg), höchstens 6 Filmtabletten (12 mg) am Tag. Jugendliche ab 12 Jahren zu Beginn und nach jedem ungeformten Stuhl 1 Filmtablette (2 mg), höchstens 4 Filmtabletten (8 mg) am Tag. Für Kinder unter 12 Jahren ist das Präparat nicht geeignet.[3]
Ohne ärztlichen Rat höchstens 2 Tage. Besteht der Durchfall nach 2 Tagen weiter, das Mittel absetzen und eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen; eine längere Behandlung nur auf ärztliche Verordnung und unter Verlaufsbeobachtung. Dosierung und Dauer nicht überschreiten, weil schwere Verstopfungen auftreten können.[3]
Absetzen
Bei Verstopfung, aufgetriebenem Leib oder Darmverschluss muss Loperamid sofort abgesetzt werden.[1, 2, 3, 4]
Bessert sich ein akuter Durchfall innerhalb von 48 Stunden nicht, Loperamid absetzen und die Ärztin oder den Arzt informieren. Die verschreibungspflichtigen Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten ohne ärztliche Aufsicht nicht länger als 4 Wochen einnehmen.[1, 2, 3]
Überdosierung
Bei zu viel eingenommenem Loperamid umgehend ärztlichen Rat einholen oder ein Krankenhaus aufsuchen; hat ein Kind zu viel eingenommen, sofort ärztliche Hilfe rufen, Kinder reagieren stärker als Erwachsene. Mögliche Zeichen: schneller, unregelmäßiger oder veränderter Herzschlag (potenziell lebensbedrohlich), Muskelsteifheit, unkoordinierte Bewegungen, Schläfrigkeit, Pupillenverengung, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, schwache Atmung, Verstopfung, Darmverschluss, Krämpfe und Starrezustand (Stupor).[1, 3]
Laut Fachinformation wurden bei Überdosierung Herzrhythmusstörungen (Verlängerung von QT-Zeit und QRS-Komplex, Torsade de pointes, andere schwere Kammerrhythmusstörungen), Herzstillstand und Ohnmacht beobachtet, auch Todesfälle. Empfohlen ist eine EKG-Überwachung; bei Beschwerden des zentralen Nervensystems kann der Opioid-Gegenspieler Naloxon als Gegenmittel gegeben werden, auch wiederholt, und Betroffene sollen mindestens 48 Stunden engmaschig überwacht werden. Nach dem Ende einer Überdosierung wurden Entzugserscheinungen beobachtet.[2, 4]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilagen nennen je Anwendungsgebiet und Personengruppe eine Erstdosis, bei akutem Durchfall eine Wiederholungsdosis nach jedem ungeformten Stuhl, bei chronischem Durchfall eine Erhaltungsdosis und jeweils eine Tageshöchstdosis; für Kinder ab 6 Jahren richtet sich die Höchstdosis nach dem Körpergewicht [1, 3]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder. Bei verschreibungspflichtigen Präparaten legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die Dosis fest; bei rezeptfreien gilt die Packungsbeilage Ihres Präparats [1, 3].
Einnahme und Absetzen
Die Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen, zum Beispiel mit einem Glas Wasser. Bei akutem Durchfall nehmen Sie zu Beginn die Erstdosis, danach jeweils nach einem ungeformten Stuhl die nächste Dosis, ohne die Tageshöchstdosis zu überschreiten. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie keine doppelte Menge [1, 3]. Die Filmtabletten beider ratiopharm-Präparate enthalten Milchzucker (Lactose); bei einer bekannten Zuckerunverträglichkeit sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1, 3].
Rezeptfreies Loperamid nehmen Sie ohne ärztlichen Rat höchstens 2 Tage; besteht der Durchfall danach weiter, setzen Sie es ab und gehen zur Ärztin oder zum Arzt [3]. Die verschreibungspflichtigen Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten werden laut Packungsbeilage ohne ärztliche Aufsicht nicht länger als 4 Wochen eingenommen [1, 2]. Missbrauch und Fehlanwendung von Loperamid wurden berichtet. Nehmen Sie es deshalb nur gegen Durchfall und nie in größerer Menge als empfohlen [1]. Was bei zu viel eingenommenem Loperamid zu tun ist, steht in der Karte oben und unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Loperamid
Loperamid gibt es als Imodium, Lopedium und von verschiedenen Generika-Anbietern [5], zum Beispiel als Filmtabletten, Tabletten, Hartkapseln, Schmelztabletten oder Lösung zum Einnehmen [2, 4]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig) sowie für die rezeptfreie Selbstbehandlung von Loperamid-ratiopharm akut 2 mg Filmtabletten [1, 2, 3, 4]. Für andere Präparate gilt jeweils deren eigene Packungsbeilage. Ein weiteres Mittel aus derselben Gruppe, allerdings gegen Verstopfung, ist Macrogol.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Imodium | ||
| Lopedium | ||
| Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Loperamid-ratiopharm akut 2 mg Filmtabletten | ratiopharm GmbH | apothekenpflichtig, für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren; Grundlage der Angaben zur Selbstbehandlung |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 03/2022. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 03/2022. abgerufen am 10.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Loperamid-ratiopharm akut 2 mg Filmtabletten (apothekenpflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Loperamid-ratiopharm akut 2 mg Filmtabletten (apothekenpflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Loperamid. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Loperamid. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wie lange darf ich Loperamid ohne Arzt nehmen?
Rezeptfreies Loperamid gegen akuten Durchfall nehmen Sie ohne ärztlichen Rat höchstens 2 Tage. Besteht der Durchfall danach weiter, setzen Sie das Mittel ab und gehen zur Ärztin oder zum Arzt. Eine längere Behandlung ist nur auf ärztliche Verordnung und unter Verlaufsbeobachtung vorgesehen.
Wie viel Loperamid darf ich am Tag höchstens nehmen?
In der rezeptfreien Selbstbehandlung nehmen Erwachsene zu Beginn 2 Tabletten zu 2 mg und danach nach jedem ungeformten Stuhl 1 Tablette, höchstens 6 Tabletten (12 mg) am Tag. Für Jugendliche ab 12 Jahren gilt 1 Tablette zu Beginn und nach jedem ungeformten Stuhl, höchstens 4 Tabletten (8 mg) am Tag. Was die Packungsbeilage verschreibungspflichtiger Präparate nennt, steht im Abschnitt Dosierung.
Gibt es Loperamid ohne Rezept?
Ja, aber nur in der Apotheke und mit Grenzen: Rezeptfrei sind feste Arzneiformen zum Einnehmen gegen akuten Durchfall mit bis zu 12 mg am Tag und Packungen mit höchstens 24 mg, die auf Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren beschränkt sind. Alles andere, zum Beispiel Präparate für chronischen Durchfall oder für jüngere Kinder, ist verschreibungspflichtig.
Darf ich Loperamid bei Fieber oder Blut im Stuhl nehmen?
Das rezeptfreie Loperamid-ratiopharm akut dürfen Sie laut Packungsbeilage bei Durchfall mit Fieber und/oder blutigem Stuhl nicht einnehmen. Dasselbe gilt bei einer bakteriellen Darmentzündung durch Erreger wie Salmonellen, bei Durchfall während oder nach einer Antibiotika-Einnahme und bei einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa. Die Packungsbeilage der verschreibungspflichtigen Loperamid-ratiopharm 2 mg Filmtabletten nennt diese Situationen (dort: Durchfall mit Fieber und blutigem Stuhl) als Fälle, in denen das Mittel primär nicht eingenommen werden sollte. Lassen Sie solche Beschwerden ärztlich abklären.
Ab welchem Alter dürfen Kinder Loperamid bekommen?
Kinder unter 2 Jahren dürfen nicht mit Loperamid behandelt werden. Kinder von 2 bis 12 Jahren bekommen Loperamid nur auf ärztliche Verordnung; rezeptfreie Präparate sind für sie wegen des hohen Wirkstoffgehalts nicht geeignet. Bei Kindern ist der Ersatz von Flüssigkeit und Salzen besonders wichtig.
Darf ich Loperamid in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
Laut Packungsbeilage sollten Sie Loperamid in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht einnehmen; fragen Sie vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Das Beratungszentrum Embryotox sieht nach einer Anwendung über wenige Tage in der Schwangerschaft keine Konsequenzen und hält eine vorübergehende Einnahme in der Stillzeit für möglich, wenn diätetische Maßnahmen nicht ausreichen.
Kann Loperamid dem Herzen schaden?
Bei Menschen, die zu viel Loperamid eingenommen hatten, wurden schwerwiegende Herzprobleme beobachtet, darunter schneller oder unregelmäßiger Herzschlag; einige Fälle verliefen tödlich. Deshalb dürfen empfohlene Dosis und Behandlungsdauer nicht überschritten werden. Haben Sie zu viel eingenommen, holen Sie umgehend ärztlichen Rat ein oder wenden sich an ein Krankenhaus.
Macht Loperamid Verstopfung?
Ja, Verstopfung ist eine häufige Nebenwirkung (bis zu 1 von 10 Behandelten). Bei Verstopfung, einem aufgetriebenen Bauch oder Darmverschluss muss Loperamid sofort abgesetzt werden. Bei der rezeptfreien Anwendung dürfen die empfohlene Dosis und die Anwendungsdauer von 2 Tagen laut Packungsbeilage nicht überschritten werden, weil sonst schwere Verstopfungen auftreten können.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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