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Permethrin: Nebenwirkungen und Wirkung
Permethrin ist ein Mittel gegen Parasiten zum Auftragen: Die Creme mit 5 % Permethrin ist verschreibungspflichtig und wird bei Krätze angewendet; Lösungen gegen Kopfläuse wie BiomoPedicul gibt es ohne Rezept in der Apotheke. Häufig treten Kribbeln, Brennen, Juckreiz, Rötung oder trockene Haut auf, also Beschwerden, die auch die Krätze selbst verursacht. Bei einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion holen Sie sofort ärztliche Hilfe und wenden die Creme nicht mehr an.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Missempfindungen auf der Haut (Parästhesien) wie Kribbeln, Stechen oder Hautbrennen[1, 2]
- Häufig: Hautjucken (Pruritus), Hautrötungen, Prickeln, Brennen oder Stechen sowie trockene Haut; solche Beschwerden verursacht auch die Krätze selbst. Juckreiz und ein Hautausschlag (postskabiöses Ekzem) können bis zu vier Wochen nach der Behandlung anhalten, als Reaktion auf die abgetöteten Milben[1, 2]
Wofür wird Permethrin eingesetzt?
Permethrin ist ein Mittel gegen Parasiten, das auf die Haut oder das Kopfhaar aufgetragen wird. Es gehört zur Wirkstoffgruppe der Pyrethrine, die in den Blüten bestimmter Pflanzen vorkommen, z. B. bei einigen Chrysanthemenarten [1]. Eine Creme mit 5 % Permethrin wird bei Erwachsenen und bei Kindern nach dem vollendeten 2. Lebensmonat zur Behandlung der Krätze (Skabies) angewendet, die durch Krätzmilben (Sarcoptes scabiei) verursacht wird [1, 2]. Diese Creme ist verschreibungspflichtig [2, 6].
Daneben gibt es Lösungen mit Permethrin zur einmaligen Behandlung des Kopfhaars bei Kopfläusen, zum Beispiel BiomoPedicul mit 0,5 % Permethrin für Erwachsene und Kinder nach dem vollendeten 2. Lebensmonat. Behandelt werden sollte nur, wenn Läuseeier oder lebende Läuse festgestellt wurden [4, 5]. BiomoPedicul ist laut Fachinformation apothekenpflichtig; verschreibungspflichtig ist Permethrin laut Arzneimittelverschreibungsverordnung nur zur Behandlung der Krätze [5, 6]. Creme und Kopflauslösung haben eigene Packungsbeilagen mit unterschiedlichen Angaben. Die Nebenwirkungsliste auf dieser Seite gilt für die Creme gegen Krätze; Angaben zur Kopflauslösung sind ausdrücklich als solche gekennzeichnet [1, 4].
Wie wirkt Permethrin?
Permethrin ist ein künstlich hergestelltes Pyrethroid, das gegen Milben wirkt, wenn sie den Wirkstoff aufnehmen oder mit ihm in Kontakt kommen. Es bindet an bestimmte Natriumkanäle der Nervenzellen der Milben und hält sie länger offen. Die Nerven werden zunächst stark erregt und schließlich blockiert; die Milben sterben durch Lähmung [2]. Laut Embryotox wirkt Permethrin über die Natriumkanäle in der Membran der Nervenzellen und führt so zum Tod der Milben bzw. der Läuse [7].
Über die Haut gelangt nur wenig Permethrin in den Körper: In einer Untersuchung mit 85 an Krätze erkrankten Menschen wurden nach 24 Stunden im Durchschnitt 0,15 Prozent aufgenommen. Was aufgenommen wird, wird schnell gespalten und über den Urin ausgeschieden; nach dem Auftragen auf die Haut ist unverändertes Permethrin praktisch nicht nachweisbar [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, die Packungsbeilage und Fachinformation von gepescab 5 % Creme mit einer Häufigkeit angeben. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Juckreiz, Rötung, Prickeln, Brennen, Stechen und trockene Haut verursacht auch die Krätze selbst. Juckreiz und ein Hautausschlag nach der Krätze (postskabiöses Ekzem) können bis zu vier Wochen nach der Behandlung andauern; sie entstehen als Reaktion auf die abgetöteten Milben [1, 2]. Die jüngere Fachinformation von InfectoScab 5 % Creme nennt zusätzlich Übelkeit mit nicht bekannter Häufigkeit. Erbrechen wurde laut dieser Fachinformation nach der Anwendung von InfectoScab bisher nicht gemeldet, wohl aber im Zusammenhang mit anderen permethrinhaltigen Arzneimitteln [3].
Für die Kopflauslösung BiomoPedicul nennt deren Packungsbeilage eigene Häufigkeiten: Selten treten Hautreizungen mit Rötung und Hautjucken auf, auch als Prickeln, Brennen oder Stechen; sehr selten Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen; mit nicht bekannter Häufigkeit Missempfindungen wie Kribbeln, Stechen oder Hautbrennen sowie Haarausfall [4].
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemMissempfindungen auf der Haut (Parästhesien) wie Kribbeln, Stechen oder Hautbrennen[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- HautHautjucken (Pruritus), Hautrötungen, Prickeln, Brennen oder Stechen sowie trockene Haut; solche Beschwerden verursacht auch die Krätze selbst. Juckreiz und ein Hautausschlag (postskabiöses Ekzem) können bis zu vier Wochen nach der Behandlung anhalten, als Reaktion auf die abgetöteten Milben[1, 2]Mehr dazu: JuckreizHautausschlag
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- AtemwegeAtembeschwerden bei empfindlichen oder allergischen Menschen, berichtet im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung anderer Pyrethrine (Wirkstoffe aus derselben Gruppe)[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- HautHautabschürfungen (Exkoriationen), Haarbalgentzündung (Follikulitis), verminderte Hautpigmentierung[1, 2]Mehr dazu: Pigmentstörungen der Haut
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- HautUnverträglichkeitsreaktionen der Haut (kontaktallergische Reaktionen) mit Juckreiz, Rötung, Bläschen oder Nesselsucht (Urtikaria); sie können sich über die behandelte Hautfläche hinaus ausdehnen (Streureaktion)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenJuckreizNesselsuchtHautausschlag
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Bei empfindlichen oder allergischen Menschen wurde sehr selten über Atembeschwerden im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung anderer Pyrethrine berichtet [1]. Kontaktallergische Hautreaktionen mit Juckreiz, Rötung, Bläschen oder Nesselsucht können sich über die behandelte Hautfläche hinaus ausdehnen [1, 2]. Mehr dazu unter Arzneimittelallergie.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Trockene, juckende Haut: Bei trockener Haut empfiehlt die Packungsbeilage eine Nachbehandlung mit Pflegesalben und Ölbädern [1]. Juckreiz und Ausschlag können noch bis zu vier Wochen nach der Behandlung anhalten, auch wenn die Milben abgetötet sind [1]. Haben Sie den Eindruck, dass die Krätze andauert, wenden Sie sich vor einer erneuten Anwendung an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Mehr dazu unter Juckreiz und Hautausschlag.
Kribbeln, Brennen oder Stechen: Solche Missempfindungen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen der Creme [1, 2]. Gerät Creme in die Augen, auf Schleimhäute oder in offene Wunden, spülen Sie gründlich mit Wasser [1]. Bemerken Sie Nebenwirkungen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei Beschwerden, die nicht in der Packungsbeilage stehen [1].
Erneute Ansteckung vermeiden: Die Packungsbeilage nennt begleitende Maßnahmen: Finger- und Fußnägel kurz halten und sorgfältig reinigen, Kleidung, Bettwäsche und Handtücher über 4 Tage täglich wechseln und bei mindestens 60 °C waschen, nicht so heiß waschbare Dinge einige Tage in einem geschlossenen Plastikbeutel aufbewahren und Teppiche sowie Polster intensiv absaugen. Alle Menschen, die mit Ihnen Kontakt hatten, vor allem Familienmitglieder und Partner, sollten schnellstmöglich ärztlich untersucht werden; werden angesteckte Kontaktpersonen nicht rechtzeitig mitbehandelt, können Sie sich bei ihnen erneut anstecken [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind laut Packungsbeilage der Creme bislang nicht bekannt; Studien dazu wurden nicht durchgeführt [1, 2]. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke trotzdem über alle Arzneimittel, die Sie anwenden [1]. Laut der Fachinformation von InfectoScab sollte eine vorübergehende Unterbrechung von Kortison-Präparaten auf der Haut in Betracht gezogen werden, da die Gefahr besteht, dass sich der Krätzebefall verschlimmert [3]. Die Hilfsstoffe Paraffin und weißes Vaselin in der Creme können die Funktionsfähigkeit von Kondomen und Diaphragmen aus Latex und damit deren Sicherheit beeinträchtigen [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Andere Arzneimittel | Wechselwirkungen sind laut Packungsbeilage bislang nicht bekannt; Studien dazu wurden nicht durchgeführt[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle angewendeten Arzneimittel informieren |
| Kortison-Präparate zum Auftragen auf die Haut (Kortikosteroide) | Laut Fachinformation von InfectoScab besteht die Gefahr, dass sich der Krätzebefall verschlimmert[3] | Eine vorübergehende Unterbrechung der Kortison-Anwendung auf der Haut sollte laut dieser Fachinformation in Betracht gezogen werden, ärztlich besprechen |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Permethrin nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte
Bei Neugeborenen und Säuglingen in den ersten 2 Lebensmonaten wenden Sie die Creme nicht an, außer Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat es ausdrücklich verordnet. Für Säuglinge und Kleinkinder gibt es keine ausreichenden Erfahrungen; Kinder bis 23 Monate sollten deshalb nur unter engmaschiger ärztlicher Aufsicht behandelt werden [1]. Laut Fachinformation lassen einzelne Fallberichte zur Anwendung bei Kindern unter 2 Monaten mit Krätze nicht auf besondere Risiken schließen, definitive Schlussfolgerungen sind aber nicht möglich [2]. Bei Kindern bleiben die Hautpartien um Mund und Augen frei; halten Sie Ihr Kind davon ab, die Creme von den Händen zu lecken, falls nötig mit Handschuhen [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente bei Kindern.
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Neugeborene und Säuglinge in den ersten 2 Lebensmonaten: die Creme nicht anwenden, außer die Ärztin oder der Arzt hat es ausdrücklich verordnet; Kinder bis 23 Monate sollten nur unter engmaschiger ärztlicher Aufsicht behandelt werden[1, 2]
- Allergie gegen Chrysanthemen oder andere Korbblütler: nur nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt anwenden[1, 2]
- Die Creme darf nicht in die Augen, auf Schleimhäute (Nasen-Rachen-Raum, Genitalbereich) oder auf offene Wunden gelangen; bei versehentlichem Kontakt gründlich mit Wasser spülen[1, 2]
- Wer die Creme bei anderen aufträgt, sollte Handschuhe tragen[1, 2]
- Kondome und Diaphragmen aus Latex: Die Hilfsstoffe Paraffin und weißes Vaselin können ihre Funktionsfähigkeit und damit ihre Sicherheit beeinträchtigen[1, 2]
- Cetylstearylalkohol und Sorbinsäure in der Creme können örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen[1, 2]
- Permethrin ist schädlich für alle Insektenarten und für Wasserlebewesen: nicht in Aquarien oder Terrarien gelangen lassen[1, 2]
- Kopflausmittel BiomoPedicul: Der Alkohol darin kann Augen, Schleimhäute und offene Wunden reizen; das Mittel kann Asthma oder Ekzeme verschlechtern, ist brennbar und nicht zur Anwendung am ganzen Körper geeignet; Kinder bis 3 Jahre sollten nur unter engmaschiger ärztlicher Aufsicht behandelt werden[4]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
In der Schwangerschaft sollten Sie die Creme laut Packungsbeilage als Vorsichtsmaßnahme nur anwenden, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es empfiehlt; beim Stillen sieht die Packungsbeilage eine Pause während der Behandlung und für 5 Tage danach vor [1]. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité bewertet das anders: Es nennt Permethrin bei Krätze in Schwangerschaft und Stillzeit das Mittel der Wahl, und die Anwendung erfordert dort keine Einschränkung des Stillens [7]. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, welche Empfehlung für Sie gilt. Für das Autofahren und das Bedienen von Maschinen sind laut Packungsbeilage keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich; zu Alkohol enthält sie keinen Hinweis [1]. Mehr im Ratgeber Medikamente in der Stillzeit.
Schwangerschaft
Als Vorsichtsmaßnahme sollten Sie die Creme in der Schwangerschaft nicht anwenden, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt es Ihnen.[1]
Laut Fachinformation deuten bisherige Erfahrungen an 300 bis 1.000 Schwangerschaftsausgängen nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine schädigende Wirkung auf das ungeborene oder neugeborene Kind hin. Im ersten Schwangerschaftsdrittel sollte die Creme aus Vorsicht nicht angewendet werden, es sei denn, der Zustand der Frau erfordert die Behandlung; im zweiten und dritten Drittel kann sie falls notwendig in Betracht gezogen werden.[2]
Laut Embryotox ist Permethrin das Mittel der Wahl zur Behandlung der Krätze in der Schwangerschaft; bei Kopfläusen ist es dort in allen Phasen der Schwangerschaft ein Mittel der 2. Wahl, als besser geeignete Alternative nennt Embryotox Dimeticon. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[7]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Laut Packungsbeilage sollten Sie während der Behandlung mit der Creme und für weitere 5 Tage danach nicht stillen; laut Fachinformation wurde Permethrin in der Milch stillender Frauen nachgewiesen, die wahrscheinlich über Haut, Atemwege oder Nahrung damit in Kontakt gekommen waren. Für das Kopflausmittel BiomoPedicul nennt die Packungsbeilage eine Stillpause von 3 Tagen nach der Anwendung.[1, 2, 4]
Laut Embryotox erfordert die Anwendung von Permethrin keine Einschränkung des Stillens; zur Behandlung der Krätze ist es dort Mittel der Wahl in der Stillzeit. Wird an der Brustwarze behandelt, sollte diese vor dem Stillen sorgfältig gereinigt werden.[7]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Laut Packungsbeilage sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.[1, 2]
Einnahme
Die Creme ist nur zur Anwendung auf der Haut bestimmt und darf nicht geschluckt werden. Sie wird sorgfältig in dünner Schicht aufgetragen: bei Erwachsenen am ganzen Körper einschließlich Hals, Nacken, Handflächen und Fußsohlen, besonders sorgfältig zwischen Fingern und Zehen, unter Finger- und Zehennägeln, an Handgelenken, Ellenbeugen, Achselhöhlen, äußeren Genitalien und Gesäß; Kopf und Gesicht können ausgespart werden, außer dort sind befallene Stellen. Bei Kindern zusätzlich Gesicht, Ohren und Kopfhaut, aber nicht um Mund und Augen; bei Menschen über 65 Jahre zusätzlich Gesicht, Ohren und Kopfhaut, ohne die Haut nahe den Augen.[1, 2]
Die Creme muss mindestens 8 Stunden einwirken, zum Beispiel über Nacht; in dieser Zeit nicht baden, duschen oder waschen. Werden Hände oder andere behandelte Stellen innerhalb der 8 Stunden gewaschen, dort erneut auftragen. Danach duschen oder die Haut mit Wasser und Seife waschen. Normalerweise reicht eine einmalige Behandlung; dauert der Befall an oder tritt er erneut auf, muss die Behandlung laut Packungsbeilage nach 14 Tagen wiederholt werden.[1, 2]
Begleitend: Finger- und Fußnägel kurz halten und sorgfältig reinigen; über 4 Tage Kleidung, Bettwäsche und Handtücher täglich wechseln und bei mindestens 60 °C waschen; was sich nicht so heiß waschen lässt (z. B. Oberbekleidung, Plüschtiere oder Schuhe), einige Tage in einem geschlossenen Plastikbeutel aufbewahren; Teppiche und Polster intensiv absaugen. Kontaktpersonen, vor allem Familienmitglieder und Partner, sollten schnellstmöglich ärztlich untersucht werden.[1, 2]
Höchstmenge in der Selbstmedikation
Kopflausmittel BiomoPedicul 0,5 % Lösung (ohne Rezept in der Apotheke): Die Menge richtet sich nach der Haarfülle; bei Kindern vom vollendeten 2. Lebensmonat bis 3 Jahre nicht mehr als 25 ml. Werden 7 bis 10 Tage nach der Behandlung lebende Läuse gefunden, sollte sie wiederholt werden; finden sich nach 14 bis 20 Tagen noch lebende Läuse, sollte die Ärztin oder der Arzt aufgesucht werden. Danach das Mittel nicht ohne ärztlichen Rat weiter anwenden.[4]
Absetzen
Normalerweise reicht eine einmalige Anwendung. Hat Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine Wiederholung empfohlen, folgen Sie dieser Anweisung, da die Erkrankung sonst möglicherweise nicht vollständig abheilt.[1]
Überdosierung
Bei Anwendung auf der Haut ist eine Überdosierung nicht zu befürchten. Wurde die Creme versehentlich oder absichtlich geschluckt, schnellstmöglich ärztliche Hilfe holen. Laut Fachinformation kann es nach akuten Vergiftungen mit Pyrethroiden zu Übelkeit, Kopfschmerz, Erbrechen, Schwindel und Müdigkeit kommen, in schweren Fällen zu Kribbeln, Taubheitsgefühl, Übererregbarkeit und Krämpfen.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage der Creme nennt die Menge nach Altersgruppen, die Packungsbeilage der Kopflauslösung nennt sie nach der Haarfülle, mit einer Höchstmenge für Kinder bis 3 Jahre [1, 4]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Die verschreibungspflichtige Creme wenden Sie immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke an [1].
Anwendung und Behandlungsdauer
Die Creme ist nur zur Anwendung auf der Haut bestimmt und darf nicht geschluckt werden. Tragen Sie sie sorgfältig in dünner Schicht auf, bei Erwachsenen am ganzen Körper einschließlich Hals, Nacken, Handflächen und Fußsohlen, besonders sorgfältig zwischen Fingern und Zehen, unter den Finger- und Zehennägeln, an Handgelenken, Ellenbeugen, Achselhöhlen, äußeren Genitalien und Gesäß. Kopf und Gesicht können ausgespart werden, außer dort sind befallene Stellen. Bei Kindern gehören Gesicht, Ohren und Kopfhaut dazu, nicht aber die Partien um Mund und Augen; bei Menschen über 65 Jahre ebenfalls Gesicht, Ohren und Kopfhaut, ohne die Haut nahe den Augen [1, 2].
Die Creme muss mindestens 8 Stunden einwirken, zum Beispiel über Nacht; baden, duschen oder waschen Sie in dieser Zeit nicht. Müssen Sie die Hände oder andere behandelte Stellen zwischendurch waschen, tragen Sie dort erneut Creme auf. Danach duschen Sie oder waschen die Haut mit Wasser und Seife. Normalerweise reicht eine einmalige Anwendung; dauert der Befall an oder tritt er erneut auf, muss die Behandlung laut Packungsbeilage nach 14 Tagen wiederholt werden. Hat Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine Wiederholung empfohlen, folgen Sie dieser Anweisung, da die Erkrankung sonst möglicherweise nicht vollständig abheilt [1].
Bei der Kopflauslösung BiomoPedicul wird das Haar zuerst gewaschen und frottiert; die unverdünnte Lösung wird in das noch leicht feuchte Haar einmassiert, wirkt auf dem unbedeckten Kopf 30 bis 45 Minuten ein und wird dann mit klarem, warmem Wasser ausgewaschen. Vor dem Trocknen werden die Nissen mit einem speziellen Läusekamm ausgekämmt. Mindestens in den ersten drei Tagen danach waschen Sie das Haar nicht mit Shampoo, damit der Wirkstoff am Haar bleibt und auch später aus den Eiern schlüpfende Läuse abtötet; Ausspülen mit Wasser ist erlaubt. Kontrollen mit dem Läusekamm sollten möglichst häufig erfolgen, vorzugsweise am Tag nach der Behandlung und etwa 4 bis 5, 8 bis 10 sowie 14 bis 16 Tage danach [4].
Präparate mit Permethrin
Permethrin gibt es als Creme mit 5 % gegen Krätze und als Lösung gegen Kopfläuse. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von gepescab 5 % Creme; Angaben aus der jüngeren Fachinformation von InfectoScab 5 % Creme sind als solche gekennzeichnet. Die Angaben zur Kopflausbehandlung stammen aus Packungsbeilage und Fachinformation von BiomoPedicul 0,5 % Lösung [1, 2, 3, 4, 5].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| BiomoPedicul 0,5 % Lösung | biomo pharma GmbH | gegen Kopfläuse; apothekenpflichtig |
| gepescab 5 % Creme | gepepharm GmbH | gegen Krätze; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| InfectoPedicul Lösung | INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH | gegen Kopfläuse; nicht verschreibungspflichtig |
| InfectoScab 5 % Creme | INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH | gegen Krätze; verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation gepescab 5 % Creme. gepepharm GmbH. Stand 06/2021. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation gepescab 5 % Creme. gepepharm GmbH. Stand 06/2021. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation InfectoScab 5 % Creme. INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH. Stand 06/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation BiomoPedicul 0,5 % Lösung. biomo pharma GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation BiomoPedicul 0,5 % Lösung. biomo pharma GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Permethrin. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
- Embryotox Embryotox: Permethrin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wie wende ich Permethrin-Creme gegen Krätze richtig an?
Tragen Sie die Creme in dünner Schicht auf den ganzen Körper auf, einschließlich Hals, Nacken, Handflächen und Fußsohlen, besonders sorgfältig zwischen Fingern und Zehen, unter den Nägeln, an Handgelenken, Ellenbeugen, Achselhöhlen, Genitalien und Gesäß. Die Creme muss mindestens 8 Stunden einwirken, zum Beispiel über Nacht; danach duschen Sie oder waschen sich mit Wasser und Seife. Waschen Sie zwischendurch die Hände, tragen Sie dort erneut Creme auf. Wie viel Creme die Packungsbeilage je Altersgruppe nennt, steht im Abschnitt Dosierung.
Warum juckt die Haut nach der Krätze-Behandlung weiter?
Laut Packungsbeilage können das Hautjucken und ein Hautausschlag, das sogenannte postskabiöse Ekzem, bis zu vier Wochen nach der Behandlung andauern. Ursache ist eine Reaktion auf die abgetöteten Krätzmilben. Juckreiz, Rötung, Brennen und trockene Haut verursacht außerdem die Krätze selbst. Haben Sie den Eindruck, dass die Erkrankung andauert, wenden Sie sich vor einer erneuten Anwendung an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Muss die Behandlung mit Permethrin wiederholt werden?
Normalerweise reicht laut Packungsbeilage eine einmalige Anwendung der Creme, wenn die Gebrauchshinweise eingehalten werden. Dauert der Befall an oder tritt er erneut auf, muss die Behandlung nach 14 Tagen wiederholt werden. Hat Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine Wiederholung empfohlen, folgen Sie dieser Anweisung. Bei der Kopflauslösung BiomoPedicul sollte die Behandlung wiederholt werden, wenn 7 bis 10 Tage danach noch lebende Läuse gefunden werden.
Was muss ich mit Wäsche, Wohnung und Kontaktpersonen tun?
Die Packungsbeilage der Creme empfiehlt, über 4 Tage Kleidung, Bettwäsche und Handtücher täglich zu wechseln und bei mindestens 60 °C zu waschen. Was nicht so heiß gewaschen werden kann, etwa Oberbekleidung, Plüschtiere oder Schuhe, bewahren Sie einige Tage in einem geschlossenen Plastikbeutel auf; Teppiche und Polster saugen Sie intensiv ab. Alle Menschen, die mit Ihnen Kontakt hatten, vor allem Familie und Partner, sollten schnellstmöglich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Werden angesteckte Kontaktpersonen nicht rechtzeitig mitbehandelt, können Sie sich bei ihnen erneut anstecken.
Darf Permethrin bei Babys und Kleinkindern angewendet werden?
Bei Neugeborenen und Säuglingen in den ersten 2 Lebensmonaten soll die Creme nur angewendet werden, wenn die Ärztin oder der Arzt sie ausdrücklich verordnet hat; für diese Altersgruppe kann keine Dosis empfohlen werden. Kinder bis 23 Monate sollten nur unter engmaschiger ärztlicher Aufsicht behandelt werden. Bei Kindern bleiben die Hautpartien um Mund und Augen frei, und sie sollten die Creme nicht von den Händen lecken. Die Kopflauslösung BiomoPedicul darf bei Säuglingen unter 2 Monaten nicht angewendet werden; Kinder bis 3 Jahre sollten damit nur unter engmaschiger ärztlicher Aufsicht behandelt werden.
Darf ich Permethrin in der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden?
Laut Packungsbeilage sollten Sie die Creme in der Schwangerschaft als Vorsichtsmaßnahme nur anwenden, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es empfiehlt; beim Stillen sieht sie eine Pause während der Behandlung und für 5 Tage danach vor. Das Beratungszentrum Embryotox nennt Permethrin dagegen bei Krätze in Schwangerschaft und Stillzeit das Mittel der Wahl und sieht keine Einschränkung des Stillens. Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, welche Empfehlung für Sie gilt.
Gibt es Permethrin gegen Kopfläuse ohne Rezept?
Ja. Verschreibungspflichtig ist Permethrin laut Arzneimittelverschreibungsverordnung nur zur Behandlung der Krätze. Die Kopflauslösung BiomoPedicul mit 0,5 % Permethrin ist laut Fachinformation apothekenpflichtig. Laut Packungsbeilage wird das Haar gut durchtränkt, bei kurzem Haar mit etwa 25 ml, bei längerem Haar mit etwa 50 ml, bei sehr langem und dichtem Haar auch mehr; bei Kindern nach dem vollendeten 2. Lebensmonat bis 3 Jahre höchstens 25 ml. Die Lösung wirkt 30 bis 45 Minuten ein und wird dann mit warmem Wasser ausgewaschen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Medikamente Hydroxychloroquin (Quensyl)Hydroxychloroquin wird bei rheumatoider Arthritis, Lupus und Malaria eingesetzt.
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