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Mebendazol: Nebenwirkungen und Wirkung

Mebendazol ist ein verschreibungspflichtiges Wurmmittel, unter anderem enthalten in VERMOX 100 mg Tabletten. Es wird bei Befall mit Maden-, Spul-, Peitschen-, Haken-, Band- und Zwergfadenwürmern eingesetzt. Häufig treten Bauchschmerzen auf; bei Anzeichen einer Lebererkrankung wie Gelbsucht oder dunklem Urin brechen Sie die Einnahme ab und holen ärztlichen Rat ein.

Frau Anfang dreißig wäscht sich an einem hellen Waschbecken gründlich die Hände mit Seifenschaum
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Bauchschmerzen[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Mebendazol eingesetzt?

Mebendazol ist ein Wurmmittel mit breitem Wirkungsspektrum gegen Rundwürmer und Bandwürmer [1]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation der verschreibungspflichtigen VERMOX 100 mg Tabletten [1, 2, 4]. Sie werden angewendet bei Befall mit Madenwürmern (Enterobiasis, auch Oxyuriasis), Spulwürmern (Askariasis), Peitschenwürmern (Trichuriasis), Hakenwürmern (Ankylostomiasis), Bandwürmern (Taeniasis) und Zwergfadenwürmern (Strongyloidiasis) [1, 2]. Mehr zu den Erkrankungen lesen Sie unter Würmer.

Die Behandlung des Zwergfadenwurmbefalls ist laut Packungsbeilage nicht unproblematisch; mit einem Rückfall oder einem Misserfolg der Behandlung ist zu rechnen [1]. Laut Fachinformation gibt es keinen Hinweis darauf, dass Mebendazol bei einer Zystizerkose wirksam ist [2]. Andere Wurmmittel auf dieser Website sind Pyrantel und Ivermectin.

Wie wirkt Mebendazol?

Mebendazol schädigt den Verdauungstrakt der Würmer dauerhaft, sodass die Parasiten absterben [1]. Laut Fachinformation wirkt es bei den zugelassenen Wurmerkrankungen örtlich im Darm: Es bindet an das Eiweiß Tubulin in den Darmzellen der Würmer und stört so den Transport von Stoffen und die Aufnahme von Nährstoffen, zum Beispiel von Zucker. Die Würmer verbrauchen ihre eigenen Reserven, ihr Verdauungskanal wird zerstört, und sie sterben ab [2].

Nach der Einnahme gelangen weniger als 10 Prozent der Dosis in den Blutkreislauf, der Großteil bleibt im Magen-Darm-Trakt. Die höchste Konzentration im Blut ist im Allgemeinen nach 2 bis 4 Stunden erreicht; eine fettreiche Mahlzeit erhöht die aufgenommene Menge. Mebendazol wird vor allem in der Leber abgebaut, die Halbwertszeit beträgt bei den meisten Menschen 3 bis 6 Stunden. Eine eingeschränkte Leberfunktion kann zu höheren Konzentrationen im Blut führen [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage oder Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000 [1, 2]. Laut Fachinformation wurde die Sicherheit in 39 Studien mit 6.276 Teilnehmenden geprüft; dort trat keine Nebenwirkung bei mindestens 1 Prozent der Behandelten auf. Die Tabelle der Fachinformation enthält die seltener aufgetretenen und die nach der Markteinführung berichteten Nebenwirkungen [2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Eine Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) und eine Nierenentzündung (Glomerulonephritis) wurden bei der Behandlung von Hunde- oder Fuchsbandwurm-Erkrankungen (Echinokokkose) berichtet, bei der erheblich höher und länger dosiert wird. Laut Fachinformation sind sie bei anderen Erkrankungen als mögliche Zeichen einer Überdosierung zu erwarten [1, 2].

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • Blut und LymphsystemVerminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • ImmunsystemÜberempfindlichkeitsreaktionen des Immunsystems einschließlich allergischer Reaktionen; laut Fachinformation auch anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
  • NervensystemKrampfanfälle[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
  • NervensystemSchwindel[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
  • Leber und GalleLeberentzündung (Hepatitis), veränderte Leberwerte[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
  • HautHautausschlag, auch entzündlicher Hautausschlag (Exanthem)[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
  • HautSchwere Hautreaktionen, die mit Blasen einhergehen können, Mund, Hals, Augen und Geschlechtsorgane betreffen und lebensbedrohlich sein können (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)[1, 2]Mehr dazu: Schwere Hautreaktionen
  • HautStarke Schwellung der Haut und anderer Gewebe, am häufigsten an Lippen oder Augen (Angioödem)[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
  • HautNesselsucht (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: Nesselsucht
  • HautHaarausfall[1, 2]Mehr dazu: Haarausfall
  • Blut und LymphsystemBei Behandlung von Hunde- oder Fuchsbandwurm-Erkrankungen (Echinokokkose) mit erheblich höheren Dosen über längere Zeit: Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • Nieren und HarnwegeBei Behandlung der Echinokokkose mit erheblich höheren Dosen über längere Zeit: Nierenentzündung (Glomerulonephritis)[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Laut Fachinformation wurde selten über rückbildungsfähige Leberfunktionsstörungen, Leberentzündung und eine Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie) bei den empfohlenen Dosierungen berichtet [2]. Schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse können lebensbedrohlich sein [1]. Mehr dazu unter Leberwerte und Schwere Hautreaktionen.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Mann Ende dreißig bezieht in einem hellen Schlafzimmer ein Bett mit frischer weißer Bettwäsche
Bild: KI-generiert

Bauchschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden: Bauchschmerzen sind häufig, Bauchbeschwerden, Durchfall, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen gelegentlich [1, 2]. Die Tabletten können während der Mahlzeiten mit etwas Wasser eingenommen werden; eine spezielle Diät oder Abführmittel sind nicht nötig [1]. Bei starkem Peitschenwurmbefall werden laut Packungsbeilage der Durchfall und die Entzündung der Darmschleimhaut zusätzlich behandelt [1]. Mehr unter Magenbeschwerden.

Hygiene und ärztlicher Rat: Bei Madenwurmbefall ist auf Körperhygiene, die Sanierung der Umgebung und die Behandlung von Kontaktpersonen wie Familienangehörigen zu achten [1]. Bemerken Sie Nebenwirkungen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei Beschwerden, die nicht in der Packungsbeilage stehen [1]. Haben Sie den Eindruck, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie ebenfalls mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder anwenden [1]. Mebendazol sollte nicht zusammen mit Metronidazol angewendet werden: Laut Fachinformation deutete eine Studie auf eine mögliche Beziehung zwischen schweren Hautreaktionen und der gemeinsamen Anwendung hin [1, 2]. Mittel gegen Epilepsie wie Phenytoin und Carbamazepin können die Konzentration von Mebendazol im Blut senken, Cimetidin kann sie erhöhen [1, 2]. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen.

Wechselwirkungen von Mebendazol
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Metronidazol (gegen Infektionen durch Bakterien oder Einzeller)Laut Fachinformation deutete eine Fall-Kontroll-Studie auf eine mögliche Beziehung zwischen schweren Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) und der gemeinsamen Anwendung hin[1, 2]Gemeinsame Anwendung vermeiden
Cimetidin (hemmt die Freisetzung von Magensäure)Abbau von Mebendazol in der Leber kann sich verzögern; höhere Konzentrationen im Blut, vor allem bei längerer Anwendung[1, 2]Vorher ärztlich besprechen
Phenytoin und Carbamazepin (Mittel gegen Epilepsie)Konzentration von Mebendazol im Blut kann sinken[1, 2]Vorher ärztlich besprechen
Ritonavir (Mittel gegen HIV), LangzeitbehandlungHat zu einem Abfall der Mebendazol-Aufnahme geführt[1, 2]Vorher ärztlich besprechen

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Mebendazol nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Bei Leberfunktionsstörungen darf Mebendazol nur mit besonderer Vorsicht und nach strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt eingenommen werden; Ihre Leberfunktion sollte dabei regelmäßig kontrolliert werden [1]. Bei Diabetes sollte der Blutzucker sorgfältig überwacht werden [1, 2]. Bei Kindern unter 2 Jahren wurde Mebendazol nicht umfassend untersucht: Zwischen 1 und 2 Jahren darf Mebendazol nur angewendet werden, wenn der Nutzen die möglichen Risiken überwiegt [1, 2]. Mehr im Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Mebendazol oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Kinder unter 1 Jahr: Mebendazol soll nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Daten zur Sicherheit vorliegen[1, 2]
  • Schwere Lebererkrankungen bei hoher Dosierung, z. B. zur Behandlung von Zwergfadenwurm- oder Bandwurmbefall: Mebendazol sollte dann nicht gegeben werden[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Leberfunktionsstörungen: nur mit besonderer Vorsicht und nach strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung; die Leberfunktion sollte regelmäßig kontrolliert werden[1, 2]
  • Kinder zwischen 1 und 2 Jahren: nur, wenn der Nutzen die möglichen Risiken überwiegt; die Anwendung unter 2 Jahren wird wegen nicht ausreichender Erfahrungen nicht empfohlen. Bei Kindern, auch unter 1 Jahr, wurde sehr selten über Krampfanfälle berichtet[1, 2]
  • Diabetes: Der Blutzucker sollte sorgfältig überwacht werden[1, 2]
  • Empfängnisverhütung: Weil eine Schädigung von Eizellen oder Samen nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen ist, sollten Frauen und Männer während der Behandlung wirksam verhüten[1, 2]
  • Gleichzeitige Behandlung mit Mitteln, die die körpereigene Abwehr unterdrücken, vor allem Kortison (Glukokortikoide): Das Krankheitsbild kann ungünstig beeinflusst werden, besonders bei höheren Dosen oder längerer Anwendung der Glukokortikoide und bei Parasiten, die ins Gewebe eindringen können, wie dem Zwergfadenwurm[1, 2]
  • Der Farbstoff Gelborange S (E 110) kann allergische Reaktionen hervorrufen[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Mebendazol steht laut Packungsbeilage im Verdacht, Erbschäden zu verursachen; es sollte deshalb in der Schwangerschaft nicht gegeben werden, insbesondere nicht im ersten Drittel, es sei denn, es ist nach ärztlicher Beratung dringendst erforderlich; während der Behandlung sollte nicht gestillt werden [1]. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité bewertet das anders: Nach seinen Angaben darf Mebendazol bei einer behandlungsbedürftigen Wurmerkrankung während der gesamten Schwangerschaft angewendet werden, und gestillt werden kann uneingeschränkt [3]. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, welche Empfehlung für Sie gilt. Zu Alkohol enthält die Packungsbeilage keinen Hinweis [1].

Schwangerschaft

Mebendazol steht im Verdacht, Erbschäden zu verursachen. Es sollte daher in der Schwangerschaft nicht gegeben werden, insbesondere nicht im ersten Schwangerschaftsdrittel, es sei denn, es ist nach ärztlicher Beratung und strenger Nutzen-Risiko-Abwägung dringendst erforderlich. Laut Fachinformation rief Mebendazol bei Ratten und Mäusen fruchtschädigende und Fehlbildungen auslösende Wirkungen hervor.[1, 2]

Laut Embryotox ergaben sich in mehreren Studien mit insgesamt über 1.500 Schwangerschaften im ersten Drittel keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko; für das zweite und dritte Drittel sprechen Beobachtungen an fast 7.000 Schwangeren gegen ein Risiko für das ungeborene Kind. Bei einer behandlungsbedürftigen Wurmerkrankung darf Mebendazol laut Embryotox während der gesamten Schwangerschaft angewendet werden.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Laut Packungsbeilage zeigten Einzelfälle, dass eine geringe Menge Mebendazol nach der Einnahme in die Muttermilch übergeht; daher sollte während der Behandlung nicht gestillt werden.[1, 2]

Laut Embryotox wurde Mebendazol bisher nicht oder nur in sehr geringen Mengen in der Muttermilch nachgewiesen, und bei Einnahme kann uneingeschränkt gestillt werden. In zwei Fallberichten wurde eine verringerte Milchmenge beobachtet; ob sie mit dem Mittel zusammenhängt, ist unklar.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Mebendazol beeinträchtigt laut Packungsbeilage nicht das Reaktionsvermögen und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr. Zu den seltenen Nebenwirkungen gehört Schwindel.[1, 2]

Einnahme

Die Tabletten können während der Mahlzeiten zerkaut oder unzerkaut mit etwas Wasser eingenommen werden; eine spezielle Diät oder Abführmittel sind nicht nötig. Für kleine Kinder die Tabletten zerstoßen und das Kind bei der Einnahme immer beaufsichtigen. Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen für ein leichteres Schlucken, nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.[1, 2]

Bei Madenwurmbefall auf Körperhygiene, die Sanierung der Umgebung und die Behandlung von Kontaktpersonen, z. B. Familienangehörigen, achten.[1, 2]

Einnahme vergessen: Bemerken Sie es am selben Tag, nehmen Sie die fehlende Menge noch am selben Tag ein. Bemerken Sie es erst am nächsten Tag, kann es nötig sein, die Behandlung um einen Tag zu verlängern, sprechen Sie dann mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1]

Absetzen

Wer die Behandlung vorzeitig beendet oder zeitweise unterbricht, gefährdet den Behandlungserfolg; informieren Sie in diesem Fall Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Zeigt eine Stuhluntersuchung frühestens eine Woche nach der Behandlung, dass Maden-, Spul-, Peitschen- oder Hakenwürmer nicht vollständig beseitigt wurden, kann die Behandlung wiederholt werden.[1, 2]

Überdosierung

Bei zu hohen Mengen oder längerer Einnahme können sich die Nebenwirkungen verstärken: Möglich sind Erkrankungen von Blut, Nieren und Leber, Haarausfall, Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Suchen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf; sie oder er kann medizinische Kohle geben, Kontrollen von Blutbild und Leberwerten werden empfohlen. Ein spezielles Gegenmittel gibt es nicht.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt die Dosis je Wurmart, getrennt für Erwachsene und Kinder ab 2 Jahren [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie Mebendazol immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein. Die Tabletten können während der Mahlzeiten zerkaut oder unzerkaut mit etwas Wasser eingenommen werden. Für kleine Kinder zerstoßen Sie die Tabletten und beaufsichtigen Ihr Kind bei der Einnahme. Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen, wenn das Schlucken schwerfällt, nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen [1]. Laut Fachinformation sind bei Band- und Zwergfadenwurmbefall die Daten für Kinder und Jugendliche von 2 bis 16 Jahren begrenzt; Mebendazol soll dann nur angewendet werden, wenn es keine Behandlungsalternative gibt [2].

Haben Sie eine Einnahme vergessen und bemerken es am selben Tag, nehmen Sie die fehlende Menge noch am selben Tag ein. Bemerken Sie es erst am nächsten Tag, kann es nötig sein, die Behandlung um einen Tag zu verlängern; sprechen Sie dann mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Wer die Behandlung vorzeitig beendet oder unterbricht, gefährdet den Erfolg [1]. Haben Sie zu viel eingenommen, suchen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf [1].

Präparate mit Mebendazol

Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von VERMOX 100 mg Tabletten [1, 2]. Mebendazol ist verschreibungspflichtig [2, 4].

Präparate mit Mebendazol
PräparatAnbieterHinweis
VERMOX 100 mg TablettenJANSSEN-CILAG GmbHverschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation VERMOX 100 mg Tabletten. JANSSEN-CILAG GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation VERMOX 100 mg Tabletten. JANSSEN-CILAG GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 11.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Mebendazol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
  4. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Mebendazol. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Muss die Behandlung mit Mebendazol bei Madenwürmern wiederholt werden?

Laut Packungsbeilage wird empfohlen, die Behandlung bei Madenwurmbefall nach 2 und 4 Wochen zu wiederholen. Zeigt bei Maden-, Spul-, Peitschen- oder Hakenwurmbefall eine Stuhluntersuchung frühestens eine Woche nach der Behandlung, dass die Würmer nicht vollständig beseitigt wurden, kann die Behandlung wiederholt werden. Wie Sie Mebendazol einnehmen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Gibt es Mebendazol ohne Rezept?

Nein. Mebendazol ist verschreibungspflichtig; das steht in der Fachinformation von VERMOX 100 mg Tabletten und in der Arzneimittelverschreibungsverordnung, die Mebendazol ohne Ausnahme aufführt.

Darf mein Kind Mebendazol nehmen?

Kinder ab 2 Jahren können Mebendazol bekommen; bei Maden-, Spul-, Peitschen- und Hakenwurmbefall nennt die Packungsbeilage dieselbe Dosierung wie für Erwachsene. Bei Kindern zwischen 1 und 2 Jahren darf es nur angewendet werden, wenn der Nutzen die möglichen Risiken überwiegt; unter 1 Jahr soll es nicht angewendet werden. Kleinen Kindern geben Sie die Tabletten zerstoßen und beaufsichtigen sie bei der Einnahme. Bei Kindern, auch unter 1 Jahr, wurde sehr selten über Krampfanfälle berichtet.

Was muss die Familie bei Madenwürmern beachten?

Laut Packungsbeilage ist bei Madenwurmbefall auf Körperhygiene, die Sanierung der Umgebung und die Behandlung von Kontaktpersonen, zum Beispiel Familienangehörigen, zu achten. Ob und wie Angehörige mitbehandelt werden, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich Mebendazol in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?

Laut Packungsbeilage sollte Mebendazol in der Schwangerschaft nicht gegeben werden, besonders nicht im ersten Drittel, es sei denn, es ist nach ärztlicher Beratung und strenger Nutzen-Risiko-Abwägung dringendst erforderlich; während der Behandlung sollte nicht gestillt werden. Das Beratungszentrum Embryotox bewertet das anders: Bei einer behandlungsbedürftigen Wurmerkrankung darf Mebendazol dort während der gesamten Schwangerschaft angewendet werden, und gestillt werden kann uneingeschränkt. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Kann Mebendazol der Leber schaden?

Leberentzündung und veränderte Leberwerte gehören zu den seltenen Nebenwirkungen, betreffen also bis zu 1 von 1.000 Behandelten. Bei Leberfunktionsstörungen ist besondere Vorsicht nötig, und die Leberfunktion sollte regelmäßig kontrolliert werden. Bei Anzeichen einer Lebererkrankung wie Appetitlosigkeit, Gelbsucht, dunklem Urin, Juckreiz oder druckempfindlichem Bauch brechen Sie die Einnahme ab und holen ärztlichen Rat ein.

Muss ich während der Behandlung mit Mebendazol verhüten?

Weil eine Schädigung von Eizellen oder Samen nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen ist, sollten laut Packungsbeilage sowohl Frauen als auch Männer während der Behandlung wirksam verhüten.

Wie hoch ist die Dosis von Mebendazol?

Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; sie hängt von der Wurmart ab. Die Angaben der Packungsbeilage für Erwachsene und Kinder stehen im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

Passt dazu

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    Pyrantel wirkt gegen Maden-, Spul- und Hakenwürmer.

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    Alprazolam ist ein Mittel gegen Angstzustände aus der Gruppe der Benzodiazepine.

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    Direkt nach Operationen gehören Benommenheit, Übelkeit und Kreislaufprobleme laut IQWiG zu den häufigsten Nebenwirkungen.