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Ciprofloxacin: Nebenwirkungen und Wirkung
Ciprofloxacin ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone. Es wird unter anderem gegen Harnwegs-, Atemwegs-, Knochen- und Gelenkinfektionen eingesetzt. Häufig sind Übelkeit und Durchfall. Fluorchinolone wurden mit sehr seltenen, aber schwerwiegenden und teils lang anhaltenden Nebenwirkungen an Sehnen, Muskeln, Gelenken, Nerven, Psyche und Sinnesorganen in Verbindung gebracht. Bei Sehnenschmerzen, Kribbeln oder Taubheit beenden Sie die Einnahme und melden sich ärztlich.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Ciprofloxacin eingesetzt?
Ciprofloxacin ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone [1, 2]. Bei Erwachsenen wird es laut Packungsbeilage gegen bestimmte Infektionen der Atemwege eingesetzt, gegen bestimmte lang anhaltende oder wiederholt auftretende Entzündungen der Ohren oder der Nasennebenhöhlen, gegen Harnwegsinfektionen, Infektionen der Geschlechtsorgane, des Magen-Darm-Trakts und des Bauchraums, bestimmte Infektionen der Haut und der Weichteile sowie Infektionen der Knochen und Gelenke. Außerdem dient es der Vorbeugung gegen Infektionen durch Meningokokken, der Behandlung nach dem Einatmen von Milzbranderregern und der Behandlung von Fieber bei einer verminderten Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie), wenn der Verdacht besteht, dass das Fieber durch eine bakterielle Infektion bedingt ist [1].
Die Fachinformation schränkt ein: Bei einer Verschlimmerung der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und bei einer unkomplizierten akuten Blasenentzündung sollte Ciprofloxacin nur angewendet werden, wenn andere üblicherweise empfohlene Antibiotika als ungeeignet gelten. Vor Behandlungsbeginn sollten besonders die verfügbaren Informationen zu Resistenzen beachtet werden [2]. Kinder und Jugendliche erhalten Ciprofloxacin nur unter Aufsicht spezialisierter Ärztinnen und Ärzte, etwa bei Lungeninfektionen bei Mukoviszidose oder komplizierten Harnwegsinfektionen einschließlich einer Nierenbeckenentzündung [1, 2].
Ein Rote-Hand-Brief der Zulassungsinhaber vom 7. Juni 2023, abgestimmt mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), erinnert an die Anwendungsbeschränkungen: Fluorchinolone wie Ciprofloxacin, die systemisch (also zum Einnehmen oder als Infusion) oder inhalativ angewendet werden, sollten nicht verschrieben werden für Menschen, die zuvor schwerwiegende Nebenwirkungen mit einem Chinolon- oder Fluorchinolon-Antibiotikum hatten, bei nicht schweren oder von selbst abklingenden Infektionen (z. B. Rachen- und Mandelentzündung oder akuter Bronchitis), bei nichtbakteriellen Infektionen (z. B. nichtbakterieller chronischer Prostataentzündung) und zur Vorbeugung von Reisedurchfall oder wiederkehrenden Infektionen der unteren Harnwege. Bei leichten bis mittelschweren Infektionen, einschließlich unkomplizierter Blasenentzündung, akuter Verschlimmerung einer chronischen Bronchitis oder COPD, akuter bakterieller Nasennebenhöhlenentzündung und akuter Mittelohrentzündung, sollten sie nur verschrieben werden, wenn andere dafür üblicherweise empfohlene Antibiotika als ungeeignet gelten [4].
Antibiotika wirken nicht gegen Viren. Werden sie falsch angewendet, fördert das die Entwicklung von Resistenzen; nehmen Sie Antibiotika deshalb nur, wenn sie Ihnen verschrieben wurden, und geben Sie nicht verwendete Tabletten in der Apotheke zurück [1]. Mehr dazu im Ratgeber Antibiotika richtig einnehmen.
Wie wirkt Ciprofloxacin?
Ciprofloxacin tötet Bakterien ab, wirkt aber nur bei bestimmten Bakterienstämmen [1]. Es hemmt zwei Enzyme der Bakterien, die DNS-Gyrase (Topoisomerase II) und die Topoisomerase IV. Beide brauchen Bakterien, um ihr Erbgut zu vervielfältigen, abzulesen und zu reparieren [2].
Nach der Einnahme wird Ciprofloxacin vorwiegend im Dünndarm rasch und weitgehend aufgenommen; die höchste Konzentration im Blut ist nach 1 bis 2 Stunden erreicht. Die Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 70 bis 80 %, die Halbwertszeit bei normaler Nierenfunktion bei etwa 4 bis 7 Stunden [2]. Die Einnahme auf nüchternen Magen beschleunigt die Aufnahme [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Zusätzlich beschreibt die Packungsbeilage sehr seltene Fälle von lang anhaltenden, über Monate oder Jahre andauernden oder dauerhaften Nebenwirkungen unter Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika, in einigen Fällen unabhängig von bestehenden Risikofaktoren: Sehnenentzündungen und -risse, Gelenk- und Gliederschmerzen, Schwierigkeiten beim Gehen, Kribbeln, Brennen, Taubheit oder Schmerzen (Neuropathie), Müdigkeit, eingeschränktes Gedächtnis und Konzentrationsvermögen, Auswirkungen auf die Psyche wie Schlafstörungen, Angst, Panikattacken, Depression und Selbstmordgedanken sowie Beeinträchtigungen von Hören, Sehen, Schmecken und Riechen. Außerdem wurden bei Menschen, die Fluorchinolone einnahmen, Fälle von Erweiterung und Schwächung oder Einrissen der Wand der Hauptschlagader (Aortenaneurysma, Aortendissektion) berichtet, die reißen und tödlich sein können, sowie Fälle undichter Herzklappen [1]. Mehr dazu auf den Seiten Sehnenschäden und Nervenschäden durch Medikamente.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Magen und DarmÜbelkeit, Durchfall[1]Mehr dazu: ÜbelkeitDurchfall
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen und Gelenkentzündung bei Kindern[1]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen bei Erwachsenen[1]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
- InfektionenZusätzliche Infektionen mit Pilzen (Superinfektionen)[1]Mehr dazu: Pilzinfektionen
- Blut und LymphsystemMehr eosinophile Granulozyten, eine Art weißer Blutkörperchen[1]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Stoffwechsel und ErnährungVerminderter Appetit[1]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- PsycheÜberaktivität oder Unruhe[1]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- NervensystemKopfschmerz, Benommenheit, Schlaf- oder Geschmacksstörungen[1]Mehr dazu: KopfschmerzenMüdigkeitSchlafstörungenGeschmacksstörungen
- Magen und DarmErbrechen, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen wie Magenverstimmung (Völlegefühl, Sodbrennen) oder Blähungen[1]Mehr dazu: ErbrechenBauchschmerzenSodbrennen und VerdauungsbeschwerdenBlähungen
- Leber und GalleAnstieg bestimmter Blutwerte (Transaminasen und/oder Bilirubin)[1]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautHautausschlag, Juckreiz oder Nesselsucht[1]Mehr dazu: HautausschlagJuckreizNesselsucht
- Nieren und HarnwegeNierenfunktionsstörung[1]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskel- und Knochenschmerzen[1]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenAllgemeines Unwohlsein (Kraftlosigkeit) oder Fieber[1]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)Fieber
- Laborwerte und UntersuchungenAnstieg der alkalischen Phosphatase im Blut[1]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- NervensystemKrampfanfälle[1]Mehr dazu: Krampfanfälle
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschmerzen, Gelenkentzündung, erhöhte Muskelspannung und Muskelkrämpfe[1]Mehr dazu: MuskelschmerzenGelenkschmerzen
- Magen und DarmDurch Antibiotika ausgelöste Entzündung der Dickdarmschleimhaut (Kolitis), sehr selten mit tödlichem Ausgang[1]
- Blut und LymphsystemVeränderungen des Blutbilds (weniger oder mehr weiße Blutkörperchen, Neutropenie, Blutarmut), weniger oder mehr Blutplättchen[1]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- ImmunsystemAllergische Reaktion, Schwellungen (Ödem) oder rasches Anschwellen von Haut und Schleimhäuten (Angioödem)[1]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
- Stoffwechsel und ErnährungErhöhter Blutzucker (Hyperglykämie)[1]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker
- Stoffwechsel und ErnährungErniedrigter Blutzucker (Hypoglykämie)[1]Mehr dazu: Unterzuckerung
- PsycheVerwirrtheit, Desorientiertheit, Angstzustände, Albträume, Depressionen (die möglicherweise zu Selbstmordgedanken, Selbstmordversuchen oder vollendetem Selbstmord führen können) oder Halluzinationen[1]Mehr dazu: VerwirrtheitAngstAlbträumeDepressive VerstimmungPsychose und Halluzinationen
- NervensystemKribbeln, ungewöhnliche Empfindlichkeit auf Sinnesreize, herabgesetzte Empfindlichkeit der Haut, Zittern oder Schwindel[1]Mehr dazu: Kribbeln und TaubheitsgefühlZitternSchwindel
- AugenSehstörungen, auch Doppeltsehen[1]Mehr dazu: Sehstörungen
- Ohr und GleichgewichtOhrgeräusche (Tinnitus), Hörverlust oder vermindertes Hörvermögen[1]Mehr dazu: Ohrgeräusche
- HerzHerzjagen (Tachykardie)[1]Mehr dazu: Herzrasen
- Gefäße und KreislaufErweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation), niedriger Blutdruck oder Ohnmacht[1]Mehr dazu: Niedriger Blutdruck
- AtemwegeAtemnot, auch asthmatische Beschwerden[1]Mehr dazu: Atemnot
- Leber und GalleLeberfunktionsstörung, Gelbsucht durch Gallestau oder Leberentzündung[1]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautLichtempfindlichkeit[1]Mehr dazu: Lichtempfindlichkeit der Haut
- Nieren und HarnwegeNierenversagen, Blut oder Kristalle im Harn, Entzündung der Harnwege[1]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
- Allgemeine BeschwerdenFlüssigkeitsansammlung im Körper oder übermäßige Schweißbildung[1]Mehr dazu: WassereinlagerungenVermehrtes Schwitzen
- Laborwerte und UntersuchungenErhöhte Werte des Enzyms Amylase[1]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemSchwere, plötzliche Überempfindlichkeitsreaktion (anaphylaktische Reaktion, Schock) mit Engegefühl in der Brust, Schwindel, Übelkeit, drohender Ohnmacht oder Schwindel beim Aufstehen, auch schon bei der ersten Einnahme möglich[1]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwindelÜbelkeit
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschwäche, Sehnenentzündungen, die zum Riss der Sehne führen können, vor allem der Achillessehne[1]Mehr dazu: Sehnenentzündung und SehnenrissMuskelschwäche
- HautSchwerer, lebensbedrohlicher Hautausschlag mit Blasen und Geschwüren an Mund, Hals, Nase, Augen und Genitalien, der zu ausgedehnter Blasenbildung und Abschälen der Haut führen kann (Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch-epidermale Nekrolyse)[1]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
- Blut und LymphsystemBlutarmut durch Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie), gefährliche Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), Mangel an allen Blutzellen (Panzytopenie) und herabgesetzte Funktion des Knochenmarks, beide möglicherweise lebensbedrohlich[1]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsErhöhte Infektanfälligkeit
- ImmunsystemAllergische Reaktion vom Typ Serumkrankheit[1]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- PsychePsychotische Reaktionen, die möglicherweise zu Selbstmordgedanken, Selbstmordversuchen oder vollendetem Selbstmord führen können[1]Mehr dazu: Psychose und Halluzinationen
- NervensystemMigräne, Koordinationsstörung, unsicherer Gang, Störung des Geruchssinns, gesteigerte Empfindlichkeit auf Sinnesreize; erhöhter Druck im Schädel (Pseudotumor cerebri)[1]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- AugenStörungen beim Farbensehen[1]Mehr dazu: Sehstörungen
- Gefäße und KreislaufEntzündung der Blutgefäßwände (Vaskulitis)[1]
- Magen und DarmEntzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)[1]Mehr dazu: Bauchspeicheldrüsenentzündung
- Leber und GalleAbsterben von Leberzellen (Lebernekrose), sehr selten bis zum lebensbedrohlichen Leberversagen[1]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautKleine, punktförmige Einblutungen in die Haut (Petechien); verschiedene Hautveränderungen und -ausschläge[1]Mehr dazu: Blutungen und blaue FleckenHautausschlag
- Muskeln, Knochen und GelenkeVerschlimmerung der Beschwerden einer Myasthenia gravis[1]Mehr dazu: Muskelschwäche
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- NervensystemNervenschädigung (Neuropathie) mit Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheit oder Muskelschwäche in Armen und Beinen[1]Mehr dazu: Kribbeln und TaubheitsgefühlMuskelschwäche
- HautArzneimittelreaktion mit Hautausschlag, Fieber, Entzündung innerer Organe und Blutbildveränderungen (DRESS) sowie akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)[1]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieberVeränderungen des Blutbilds
- HerzBrustschmerzen als mögliches Zeichen einer schweren allergischen Reaktion (Kounis-Syndrom)[1]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- HormonsystemBeeinträchtigte Wasserausscheidung mit niedrigem Natriumspiegel (SIADH)[1]Mehr dazu: Natriummangel
- PsycheExtrem gehobene, euphorische und überaktive Stimmung (Manie) oder abgeschwächte Form (Hypomanie)[1]
- HerzAnormal schneller Herzrhythmus, lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzschlag, Verlängerung des QT-Intervalls im EKG[1]Mehr dazu: HerzrasenHerzrhythmusstörungen
- Laborwerte und UntersuchungenBeeinträchtigung der Blutgerinnung bei Menschen, die Vitamin-K-Antagonisten einnehmen[1]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Stoffwechsel und ErnährungBewusstlosigkeit durch starken Abfall des Blutzuckers (hypoglykämisches Koma)[1]Mehr dazu: Unterzuckerung
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Sehnenentzündungen und Sehnenrisse können innerhalb der ersten 48 Stunden nach Behandlungsbeginn und noch bis zu mehrere Monate nach dem Absetzen auftreten [1]. Psychiatrische Reaktionen sind schon bei der ersten Anwendung möglich [1]. Haben Sie unter einem Chinolon oder Fluorchinolon schon einmal eine schwerwiegende Nebenwirkung gehabt, sollten Sie Ciprofloxacin nicht anwenden und sich so schnell wie möglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wenden [1].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Übelkeit und Durchfall: Sie gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1]. Sie können die Tabletten mit oder ohne Mahlzeit einnehmen und sollten während der Behandlung ausreichend trinken [1]. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall oder Blut oder Schleim im Stuhl, auch noch Wochen nach der Behandlung, beenden Sie die Einnahme und wenden sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; nehmen Sie keine Mittel, die die Darmbewegung anhalten [1]. Hintergründe stehen auf der Seite Durchfall durch Medikamente.
Gelenkschmerzen: Bei Kindern sind Gelenkschmerzen und Gelenkentzündungen häufig, bei Erwachsenen gelegentlich [1]. Melden Sie solche Beschwerden Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; bei Schmerzen an einer Sehne gilt das Warnzeichen oben [1].
Haut und Sonne: Ihre Haut reagiert unter Ciprofloxacin empfindlicher auf Sonnenlicht und UV-Licht. Meiden Sie starke Sonne und Solarien [1]. Mehr dazu auf der Seite Lichtempfindlichkeit.
Blutzucker: Ciprofloxacin kann den Blutzucker erhöhen oder senken; eine Unterzuckerung kann in schwerwiegenden Fällen möglicherweise zu Bewusstlosigkeit führen (hypoglykämisches Koma). Haben Sie Diabetes, sollte Ihr Blutzucker sorgfältig überwacht werden [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen [1]. Tizanidin dürfen Sie nicht zusammen mit Ciprofloxacin einnehmen, weil das zu niedrigem Blutdruck und Schläfrigkeit führen kann [1, 2]. Säurebindende Mittel (Antazida), Omeprazol, Mineralergänzungsmittel, Sucralfat, Phosphatbinder und Präparate mit Calcium, Magnesium, Aluminium oder Eisen vermindern die Wirkung von Ciprofloxacin; nehmen Sie Ciprofloxacin etwa 2 Stunden vorher oder nicht früher als 4 Stunden danach ein [1]. Ciprofloxacin kann die Konzentration von Koffein im Blut erhöhen [1]. Bei gleichzeitiger Behandlung mit Kortison ist das Risiko für Sehnenschäden erhöht; bei systemisch angewendetem Kortison kann auch das Risiko für eine Erweiterung oder Aufspaltung der Wand der Hauptschlagader erhöht sein [1]. Mehr zum Thema im Ratgeber Medikamente und Kaffee.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Tizanidin | Niedriger Blutdruck und Schläfrigkeit[1, 2] | Nicht zusammen einnehmen |
| Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Warfarin, Acenocoumarol, Phenprocoumon, Fluindion) und andere Gerinnungshemmer zum Einnehmen | Wirkung kann beeinträchtigt sein, mehr Nebenwirkungen möglich; Blutgerinnung kann beeinträchtigt sein[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Probenecid, Methotrexat, Theophyllin, Olanzapin, Clozapin, Ropinirol, Phenytoin, Metoclopramid, Ciclosporin, Zolpidem | Wirkung dieser Mittel kann beeinträchtigt sein; Nebenwirkungen können wahrscheinlicher werden[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Mittel, die den Herzrhythmus verändern können: Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), trizyklische Antidepressiva, einige Makrolid-Antibiotika, einige Antipsychotika | Höheres Risiko für Herzrhythmusstörungen[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Pentoxifyllin, Koffein, Duloxetin, Lidocain, Sildenafil, Agomelatin | Ciprofloxacin kann ihre Konzentration im Blut erhöhen[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Antazida, Omeprazol, Mineralergänzungsmittel, Sucralfat, Phosphatbinder (z. B. Sevelamer, Lanthancarbonat), Mittel oder Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium, Magnesium, Aluminium oder Eisen | Wirkung von Ciprofloxacin kann vermindert sein[1] | Ciprofloxacin etwa 2 Stunden vorher oder nicht früher als 4 Stunden danach einnehmen |
| Kortikosteroide (Kortison) | Höheres Risiko für Sehnenschäden; bei systemisch angewendeten Kortikosteroiden kann auch das Risiko für Aortenaneurysma oder -dissektion erhöht sein[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation sollte die gleichzeitige Anwendung vermieden werden |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Ciprofloxacin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Trifft einer der Punkte unten auf Sie zu, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Bei bestimmten Infektionen der Geschlechtsorgane kann zusätzlich ein weiteres Antibiotikum verschrieben werden; bessern sich die Beschwerden dann nach 3 Behandlungstagen nicht, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1, 2]. Müssen Sie eine Blut- oder Urinprobe abgeben, sagen Sie Bescheid, dass Sie Ciprofloxacin einnehmen [1].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Ciprofloxacin, andere Chinolone oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme von Tizanidin (Muskelentspannungsmittel)[1, 2]
- Frühere schwerwiegende Nebenwirkung unter einem Chinolon oder Fluorchinolon: Ciprofloxacin sollte dann nicht angewendet werden; wenden Sie sich so schnell wie möglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt[1]
Besondere Vorsicht bei
- Nierenprobleme: Die Dosis muss eventuell angepasst werden[1, 2]
- Epilepsie oder andere neurologische Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen des Gehirns oder Schlaganfall[1]
- Frühere Sehnenprobleme unter Antibiotika wie Ciprofloxacin; höheres Risiko für Sehnenschäden über 60 Jahre, nach Organtransplantation, bei Nierenproblemen und bei gleichzeitiger Behandlung mit Kortison[1]
- Diabetes: Gefahr einer Unter- oder Überzuckerung; Blutzucker sorgfältig überwachen[1]
- Myasthenia gravis: Beschwerden können sich verschlimmern[1]
- Diagnostizierte Erweiterung oder Ausbuchtung eines großen Blutgefäßes (Aortenaneurysma oder peripheres Aneurysma eines großen Gefäßes), frühere Aortendissektion (Riss in der Wand der Hauptschlagader) oder undichte Herzklappen (Herzklappeninsuffizienz); Aortenaneurysma, Aortendissektion oder angeborene Herzklappenfehler in der Familie; andere Risikofaktoren oder begünstigende Bedingungen, z. B. Bindegewebserkrankungen wie Marfan-Syndrom oder vaskuläres Ehlers-Danlos-Syndrom, Turner-Syndrom, Sjögren-Syndrom, Gefäßerkrankungen wie Takayasu-Arteriitis, Riesenzellarteriitis oder Morbus Behçet, Bluthochdruck, bekannte Atherosklerose, rheumatoide Arthritis oder Endokarditis[1]
- Herzprobleme: angeborenes oder familiäres verlängertes QT-Intervall, gestörter Salzhaushalt (besonders niedriges Kalium oder Magnesium), sehr langsamer Herzschlag, Herzschwäche, früherer Herzinfarkt, weibliches Geschlecht oder höheres Alter, andere Mittel mit EKG-Veränderungen[1]
- Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel) bei Ihnen oder in der Familie: Risiko einer Blutarmut[1]
- Depression oder Psychose: Beschwerden können sich verschlimmern; psychiatrische Reaktionen schon bei der ersten Anwendung möglich[1]
- Sonne und UV-Licht: Die Haut reagiert empfindlicher; starke Sonne und Solarium meiden[1]
- Blut- oder Urinprobe: Ärztin, Arzt oder Labor informieren, dass Sie Ciprofloxacin einnehmen[1]
- Kinder und Jugendliche: nur unter Aufsicht spezialisierter Ärztinnen und Ärzte; Gelenkschmerzen und Gelenkentzündung sind bei Kindern häufig[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Alltag, Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 2, 3]. Zu Alkohol enthalten Packungsbeilage und Fachinformation keinen Hinweis [1, 2]. Packungsbeilage und Embryotox bewerten die Stillzeit unterschiedlich; die Entscheidung trifft Ihre Ärztin oder Ihr Arzt [1, 3].
Schwangerschaft
Die Einnahme sollte in der Schwangerschaft vorzugsweise vermieden werden. Laut Fachinformation zeigen die verfügbaren Daten keine Hinweise auf Fehlbildungen; weil bei Jungtieren und ungeborenen Tieren unter Chinolonen Auswirkungen auf den unreifen Knorpel beobachtet wurden, ist ein Schaden am Gelenkknorpel des Ungeborenen aber nicht auszuschließen.[1, 2]
Embryotox bewertet Ciprofloxacin als Antibiotikum der 2. Wahl in der Schwangerschaft, das nur nach Prüfung besser geeigneter Alternativen eingesetzt werden sollte (genannt werden Penicilline, Cephalosporine, gegebenenfalls Makrolide). Daten zu mehr als 2.500 Schwangerschaften mit systemischer Anwendung im ersten Drittel zeigten weder eine erhöhte Gesamtfehlbildungsrate noch ein Risiko für organspezifische Fehlbildungen; nach einer Anwendung sieht Embryotox keine Konsequenzen vor. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Während der Stillzeit dürfen Sie Ciprofloxacin laut Packungsbeilage nicht einnehmen, weil es in die Muttermilch übergeht und dem Kind schaden kann (mögliches Risiko für Gelenkschäden).[1, 2]
Embryotox nennt Penicilline, Cephalosporine und Makrolide als bevorzugte Antibiotika; macht das Keimspektrum eine Behandlung mit Ciprofloxacin notwendig, kann laut Embryotox weiter gestillt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Ciprofloxacin kann die Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, wie Sie darauf reagieren, bevor Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen; fragen Sie im Zweifel Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1, 2]
Einnahme
Tabletten unzerkaut mit viel Flüssigkeit einnehmen, nicht kauen oder zerkleinern, möglichst täglich zur gleichen Zeit; mit oder ohne Mahlzeit. Während einer Mahlzeit mit Milchprodukten ist die Einnahme möglich, aber nicht zusammen mit Milchprodukten oder calciumhaltigen Getränken, die allein und getrennt von Mahlzeiten getrunken werden: dann 1 bis 2 Stunden vorher oder frühestens 4 Stunden danach. Während der Behandlung ausreichend trinken.[1]
Einnahme vergessen: Sind es noch 6 Stunden oder mehr bis zur nächsten Einnahme, die vergessene Dosis sofort nehmen; sind es weniger als 6 Stunden, auslassen. Nicht die doppelte Menge einnehmen.[1]
Absetzen
Führen Sie die Behandlung vollständig durch, auch wenn Sie sich nach einigen Tagen besser fühlen: Wird das Mittel zu früh abgesetzt, ist es möglich, dass die Infektion nicht vollständig geheilt wird, die Beschwerden erneut auftreten oder sich Ihr Zustand verschlechtert; auch eine Resistenz gegen das Antibiotikum kann entstehen. Bei bestimmten Infektionen der Geschlechtsorgane gilt: Bessern sich die Beschwerden nach 3 Behandlungstagen nicht, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1, 2]
Überdosierung
Wenn Sie mehr als die verordnete Dosis eingenommen haben, nehmen Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch und bringen Sie möglichst Tabletten oder Packung mit.[1]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage nennt keine Dosis in Milligramm: Ihre Ärztin oder Ihr Arzt erklärt, in welcher Dosis, wie oft und wie lange Sie Ciprofloxacin einnehmen [1]. Die Übersicht gibt deshalb zusätzlich die Angaben der Fachinformation für die einzelnen Anwendungsgebiete bei Erwachsenen wieder, für Kinder und Jugendliche je Kilogramm Körpergewicht und für eingeschränkte Nierenfunktion [2]. Sie ersetzt nicht die Verordnung.
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit viel Flüssigkeit ein, möglichst täglich zur gleichen Zeit, mit oder ohne Mahlzeit; kauen oder zerkleinern Sie sie nicht. Können Sie die Tabletten nicht schlucken, kann die Ärztin oder der Arzt eine andere Darreichungsform verschreiben [1]. Haben Sie eine Einnahme vergessen und sind es noch 6 Stunden oder mehr bis zur nächsten, holen Sie sie sofort nach; bei weniger als 6 Stunden lassen Sie sie aus. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge [1].
Führen Sie die Behandlung vollständig durch, auch wenn Sie sich nach einigen Tagen besser fühlen. Sonst kann die Infektion zurückkehren, sich Ihr Zustand verschlechtern oder eine Resistenz entstehen [1]. Haben Sie mehr als die verordnete Dosis eingenommen, nehmen Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch und bringen Sie die Packung mit [1]. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Ciprofloxacin
Ciprofloxacin gibt es unter verschiedenen Präparatenamen als Filmtabletten in verschiedenen Stärken, als Suspension zum Einnehmen und als Infusion; daneben gibt es Augentropfen [2, 3]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Ciprofloxacin-ratiopharm [1, 2]. Weitere Präparatenamen nennt das Beratungszentrum Embryotox [3].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Ciprofloxacin-ratiopharm | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Filmtabletten mit 250, 500 oder 750 mg; Grundlage dieser Seite |
| Ciprobay | verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ciprofloxacin-ratiopharm 500 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Ciprofloxacin-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Ciprofloxacin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: Systemisch und inhalativ angewendete fluorchinolonhaltige Antibiotika, Erinnerung an die Anwendungsbeschränkungen. Zulassungsinhaber fluorchinolonhaltiger Antibiotika in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 07.06.2023. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Warum gilt Ciprofloxacin als Antibiotikum mit besonderen Risiken?
Fluorchinolone wie Ciprofloxacin wurden mit sehr seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, die teils über Monate oder Jahre anhalten oder bleiben können: Sehnen-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schwierigkeiten beim Gehen, Kribbeln oder Taubheit, Störungen von Sehen, Hören, Schmecken und Riechen, Depression, Gedächtnisprobleme, starke Müdigkeit und Schlafstörungen. Außerdem wurden bei Menschen, die Fluorchinolone einnahmen, Fälle von Erweiterung und Schwächung oder Einrissen der Wand der Hauptschlagader berichtet, die reißen und tödlich sein können, sowie Fälle undichter Herzklappen. Bei einer Verschlimmerung der COPD und bei unkomplizierter akuter Blasenentzündung sollte Ciprofloxacin laut Fachinformation nur angewendet werden, wenn andere üblicherweise empfohlene Antibiotika als ungeeignet gelten.
Darf ich Ciprofloxacin mit Milch oder Joghurt einnehmen?
Während einer Mahlzeit, die Milchprodukte enthält, ist die Einnahme möglich. Trinken oder essen Sie Milchprodukte oder calciumhaltige Getränke aber allein, getrennt von einer Mahlzeit, sollte Ciprofloxacin 1 bis 2 Stunden vorher oder frühestens 4 Stunden danach eingenommen werden, weil sonst die Wirkung verringert sein kann. Für Mineralstoffpräparate mit Calcium, Magnesium, Aluminium oder Eisen und säurebindende Mittel (Antazida) gilt: Ciprofloxacin etwa 2 Stunden vorher oder nicht früher als 4 Stunden danach.
Darf ich während der Einnahme von Ciprofloxacin Kaffee trinken?
Laut Packungsbeilage kann Ciprofloxacin die Konzentration von Koffein im Blut erhöhen. Ob und wie viel Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke für Sie während der Behandlung infrage kommen, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
Darf ich während der Behandlung in die Sonne?
Unter Ciprofloxacin reagiert Ihre Haut empfindlicher auf Sonnenlicht und UV-Licht; Lichtempfindlichkeit ist eine seltene Nebenwirkung. Die Packungsbeilage rät, sich nicht starker Sonneneinstrahlung oder künstlichem UV-Licht wie im Solarium auszusetzen.
Was tun bei Schmerzen an der Achillessehne?
Beim ersten Anzeichen von Schmerz oder Entzündung einer Sehne beenden Sie die Einnahme, wenden sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und stellen den schmerzenden Bereich ruhig; vermeiden Sie unnötige Bewegung, weil sie das Risiko eines Sehnenrisses erhöhen kann. Sehnenentzündungen und -risse können schon in den ersten 48 Stunden und noch Monate nach dem Absetzen auftreten. Das Risiko ist höher bei Menschen über 60 Jahre, nach einer Organtransplantation, bei Nierenproblemen und bei gleichzeitiger Behandlung mit Kortison.
Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Ciprofloxacin einnehme?
Packungsbeilage und Fachinformation von Ciprofloxacin-ratiopharm enthalten keinen Hinweis zu Alkohol. Ciprofloxacin selbst kann Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Ob Alkohol während Ihrer Behandlung infrage kommt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
Darf ich Ciprofloxacin in Schwangerschaft und Stillzeit nehmen?
In der Schwangerschaft sollte die Einnahme vorzugsweise vermieden werden; Embryotox bewertet Ciprofloxacin als Antibiotikum der 2. Wahl, das nur nach Prüfung besser geeigneter Alternativen eingesetzt werden sollte. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. In der Stillzeit dürfen Sie Ciprofloxacin laut Packungsbeilage nicht einnehmen, weil es in die Muttermilch übergeht und dem Kind schaden kann. Embryotox hält Weiterstillen für möglich, wenn das Keimspektrum eine Behandlung mit Ciprofloxacin notwendig macht. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie hoch ist die Dosis von Ciprofloxacin?
Die Packungsbeilage nennt keine Dosis in Milligramm: Ihre Ärztin oder Ihr Arzt erklärt Ihnen Dosis, Häufigkeit und Dauer, abhängig von Art und Schwere der Infektion und der Nierenfunktion. Die Angaben der Fachinformation finden Sie weiter oben im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage".
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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