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Leuprorelin: Nebenwirkungen und Wirkung
Leuprorelin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff, der die Bildung der Geschlechtshormone drosselt; er wird als Depot gespritzt. Männer erhalten ihn bei Prostatakrebs, Kinder bei vorzeitiger Pubertät, Frauen bei Endometriose, Myomen, vor Eingriffen an der Gebärmutterschleimhaut oder bei Brustkrebs vor oder kurz nach den Wechseljahren. Bei Männern und Frauen sind Hitzewallungen sehr häufig; Knochendichte und Stimmung können abnehmen. Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion oder Hautreaktion brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Knochenschmerzen und Muskelschwäche[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Verminderung von Libido und Potenz, Potenzstörungen (erektile Dysfunktion), Verkleinerung der Hoden[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: vermehrtes Schwitzen[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Gewichtszunahme[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Hautreaktionen an der Injektionsstelle, zum Beispiel Verhärtungen, Rötungen, Schmerzen, Abszesse, Schwellungen, Knoten oder abgestorbenes Gewebe (Nekrosen)[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Müdigkeit[1, 2]
- Häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: mehr oder weniger Appetit[1, 2]
- Häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Schlafstörungen[1, 2]
- Häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Stimmungsschwankungen (bei Langzeitanwendung) und Depression[1, 2]
- Häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Missempfindungen und Taubheitsgefühl (Parästhesie), Kopfschmerz[1, 2]
- Häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Übelkeit[1, 2]
- Häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: gewöhnlich vorübergehende Störungen der Leberfunktion (einschließlich Gelbsucht) oder auffällige Leberwerte[1, 2]
- Häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: vermehrter nächtlicher Harndrang, Beschwerden beim Wasserlassen, häufige Entleerung kleiner Harnmengen[1, 2]
- Häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Gelenkschmerzen[1, 2]
- Häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie)[1, 2]
- Häufig: Bei Männern mit Prostatakrebs: Wassereinlagerungen (Ödeme)[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): erhöhter Appetit[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Stimmungsschwankungen, Depression[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Kopfschmerz[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Hitzewallungen[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Schmierblutungen, Veränderung oder Abnahme der Libido, trockene Scheide, Verkleinerung oder Vergrößerung der Brust[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Schwitzen[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): verminderter Appetit[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Schwellungen durch gestauten Abfluss von Gewebewasser (Lymphödem)[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Übelkeit und Erbrechen[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Juckreiz, Veränderung der Kopf- oder Körperbehaarung (Abnahme oder Zunahme), Akne, trockene Haut[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Rückenschmerz, Muskelschwäche, Gelenkschmerzen[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Scheidenentzündung, Ausfluss, Brustspannen (Mastodynie)[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Wassereinlagerungen (Ödeme), Müdigkeit, Benommenheit[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Hautreaktionen an der Einstichstelle, zum Beispiel Verhärtungen, Rötungen, Schmerzen, Abszesse, Schwellungen, Knoten oder abgestorbenes Gewebe, die sich in der Regel auch bei fortgesetzter Behandlung zurückbilden[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen (Enantone-Gyn): Missempfindungen und Taubheitsgefühl, Schwindel[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Gewichtszunahme, verminderter Appetit[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Übelkeit[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): übermäßiges Schwitzen[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Knochenschmerzen, Muskelschwäche[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Blutungen aus der Scheide[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Müdigkeit[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Schlafstörungen[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Sehstörungen[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Herzklopfen[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Erbrechen, Durchfall[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): kreisrunder Haarausfall[3, 4]
- Sehr häufig: Bei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): Schlafstörungen[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): Gewichtszunahme[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): Übelkeit[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): übermäßiges Schwitzen[3, 4]
- Häufig: Bei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): Gewebeschwund der Brust, trockene Scheide[3, 4]
Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit, dort auch die Angaben für Kinder und Jugendliche
Wofür wird Leuprorelin eingesetzt?
Leuprorelin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der Hemmstoffe bestimmter Geschlechtshormone; in den Präparaten ist er als Leuprorelinacetat enthalten [1, 2]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Enantone Monats-Depot für Männer und Kinder sowie von Enantone-Gyn Monats-Depot für Frauen [1, 3]. Weil sich die Anwendungsgebiete und die Nebenwirkungslisten unterscheiden, sind die Angaben auf dieser Seite nach Männern, Kindern und Frauen getrennt.
Männer: Leuprorelin wird bei hormonabhängigem Prostatakrebs angewendet: zur Prüfung, ob der Tumor auf einen Hormonentzug anspricht, bei fortgeschrittener Erkrankung, zusammen mit einer Strahlentherapie und bei Metastasen in Kombination mit weiteren Arzneimitteln wie Enzalutamid [1, 2]. Kinder: Behandelt wird eine vorzeitige Pubertät (Pubertas praecox vera) bei Mädchen unter 9 und Jungen unter 10 Jahren, die durch eine erhöhte Hormonfreisetzung aus der Hirnanhangdrüse entsteht [1, 2]. Frauen: Enantone-Gyn ist zugelassen bei symptomatischer Endometriose, bei Myomen vor einer geplanten Operation, zur Abflachung der Gebärmutterschleimhaut vor Eingriffen in der Gebärmutterhöhle und bei Frauen vor oder kurz nach den Wechseljahren bei Brustkrebs, wenn eine Hormonbehandlung angezeigt ist [3, 4]. Mehr zur Hormonbehandlung bei Brustkrebs lesen Sie unter Brustkrebs und Antihormontherapie. Ob die Behandlung für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Wie wirkt Leuprorelin?
Leuprorelin wirkt auf die Hirnanhangdrüse (Hypophyse): Nach einer kurzfristigen Anregung drosselt es die Bildung der Hormone, die in Eierstöcken und Hoden die Produktion der Geschlechtshormone steuern. Die Spiegel der Geschlechtshormone sinken und bleiben bei fortgesetzter Gabe niedrig; nach dem Absetzen steigen sie wieder in den Normalbereich [1, 3]. Laut Fachinformation ist Leuprorelinacetat eine künstlich hergestellte Abwandlung des körpereigenen Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH), ein sogenannter GnRH-Agonist; bei Daueranwendung werden die Rezeptoren der Hypophyse unempfindlich [2].
Der Wirkstoff wird aus dem Depot über einen Monat kontinuierlich freigesetzt [2]. Bei Männern steigt das Testosteron zu Beginn zunächst an und sinkt dann; nach 2 bis 4 Wochen sind Werte erreicht wie nach einer operativen Entfernung beider Hoden [1]. Bei Frauen vor den Wechseljahren steigt das Östradiol zunächst kurz an und sinkt dann auf Werte wie nach den Wechseljahren [3].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilagen und Fachinformationen eine Häufigkeit angeben, getrennt für Männer mit Prostatakrebs, Kinder mit vorzeitiger Pubertät und Frauen; für Frauen mit Brustkrebs und Frauen mit Endometriose oder Myomen weichen einige Häufigkeiten ab und stehen deshalb in eigenen Zeilen [1, 2, 3, 4]. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 3]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Die aufgeführten Nebenwirkungen können laut Packungsbeilage durch den beabsichtigten Entzug der Geschlechtshormone auftreten [1, 3]. Bei Männern steigt das Testosteron anfangs regelmäßig kurz an; dadurch können sich Knochenschmerzen, erschwertes Wasserlassen, Druck auf das Rückenmark, Muskelschwäche in den Beinen, Lymphödeme und Missempfindungen vorübergehend verstärken. Diese Zunahme geht in der Regel von allein zurück, ohne dass das Mittel abgesetzt werden muss [1]. Bei Frauen kann der kurze Östradiolanstieg zu Beginn zu Zysten an den Eierstöcken führen; meist folgt nach einer Blutung in den ersten Wochen ein Ausbleiben der Regelblutung [3]. Bei Frauen mit Brustkrebs können sich zu Beginn häufig bestimmte Krankheitszeichen wie Knochenschmerzen oder veränderte Laborwerte vorübergehend verstärken; die Ärztin oder der Arzt kann sie behandeln [3]. Mehr zu häufigen Beschwerden lesen Sie unter Hitzewallungen und Libido und Potenz.
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Gefäße und KreislaufBei Männern mit Prostatakrebs: Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen[1, 2]Mehr dazu: HitzewallungenVermehrtes Schwitzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Männern mit Prostatakrebs: Knochenschmerzen und Muskelschwäche[1, 2]Mehr dazu: Muskelschwäche
- Geschlechtsorgane und BrustBei Männern mit Prostatakrebs: Verminderung von Libido und Potenz, Potenzstörungen (erektile Dysfunktion), Verkleinerung der Hoden[1, 2]Mehr dazu: Weniger Lust auf SexErektionsstörungen
- Allgemeine BeschwerdenBei Männern mit Prostatakrebs: vermehrtes Schwitzen[1, 2]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
- Stoffwechsel und ErnährungBei Männern mit Prostatakrebs: Gewichtszunahme[1, 2]Mehr dazu: Gewichtszunahme
- Allgemeine BeschwerdenBei Männern mit Prostatakrebs: Hautreaktionen an der Injektionsstelle, zum Beispiel Verhärtungen, Rötungen, Schmerzen, Abszesse, Schwellungen, Knoten oder abgestorbenes Gewebe (Nekrosen)[1, 2]
- Allgemeine BeschwerdenBei Männern mit Prostatakrebs: Müdigkeit[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- Stoffwechsel und ErnährungBei Frauen (Enantone-Gyn): erhöhter Appetit[3, 4]
- PsycheBei Frauen (Enantone-Gyn): Stimmungsschwankungen, Depression[3, 4]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- NervensystemBei Frauen (Enantone-Gyn): Kopfschmerz[3, 4]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Gefäße und KreislaufBei Frauen (Enantone-Gyn): Hitzewallungen[3, 4]Mehr dazu: Hitzewallungen
- Geschlechtsorgane und BrustBei Frauen (Enantone-Gyn): Schmierblutungen, Veränderung oder Abnahme der Libido, trockene Scheide, Verkleinerung oder Vergrößerung der Brust[3, 4]Mehr dazu: ZyklusstörungenWeniger Lust auf SexBrustspannen und Brustvergrößerung
- Allgemeine BeschwerdenBei Frauen (Enantone-Gyn): Schwitzen[3, 4]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
- Stoffwechsel und ErnährungBei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Gewichtszunahme, verminderter Appetit[3, 4]Mehr dazu: GewichtszunahmeAppetitlosigkeit
- Magen und DarmBei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Übelkeit[3, 4]Mehr dazu: Übelkeit
- HautBei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): übermäßiges Schwitzen[3, 4]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Knochenschmerzen, Muskelschwäche[3, 4]Mehr dazu: Muskelschwäche
- Geschlechtsorgane und BrustBei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Blutungen aus der Scheide[3, 4]Mehr dazu: Zyklusstörungen
- Allgemeine BeschwerdenBei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Müdigkeit[3, 4]Mehr dazu: Müdigkeit
- PsycheBei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): Schlafstörungen[3, 4]Mehr dazu: Schlafstörungen
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungBei Männern mit Prostatakrebs: mehr oder weniger Appetit[1, 2]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- PsycheBei Männern mit Prostatakrebs: Schlafstörungen[1, 2]Mehr dazu: Schlafstörungen
- PsycheBei Männern mit Prostatakrebs: Stimmungsschwankungen (bei Langzeitanwendung) und Depression[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- NervensystemBei Männern mit Prostatakrebs: Missempfindungen und Taubheitsgefühl (Parästhesie), Kopfschmerz[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und TaubheitsgefühlKopfschmerzen
- Magen und DarmBei Männern mit Prostatakrebs: Übelkeit[1, 2]Mehr dazu: Übelkeit
- Leber und GalleBei Männern mit Prostatakrebs: gewöhnlich vorübergehende Störungen der Leberfunktion (einschließlich Gelbsucht) oder auffällige Leberwerte[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Nieren und HarnwegeBei Männern mit Prostatakrebs: vermehrter nächtlicher Harndrang, Beschwerden beim Wasserlassen, häufige Entleerung kleiner Harnmengen[1, 2]Mehr dazu: Häufiges Wasserlassen
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Männern mit Prostatakrebs: Gelenkschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
- Geschlechtsorgane und BrustBei Männern mit Prostatakrebs: Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie)[1, 2]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung
- Allgemeine BeschwerdenBei Männern mit Prostatakrebs: Wassereinlagerungen (Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- PsycheBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: emotionale Labilität, Depression, Stimmungsschwankungen (bei Langzeitanwendung)[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- NervensystemBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Kopfschmerz[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Magen und DarmBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: BauchschmerzenÜbelkeitErbrechen
- HautBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Akne[1, 2]Mehr dazu: Akne
- Geschlechtsorgane und BrustBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Blutungen aus der Scheide, Schmierblutungen, Ausfluss[1, 2]Mehr dazu: Zyklusstörungen
- Allgemeine BeschwerdenBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Hautreaktionen an der Injektionsstelle, zum Beispiel Verhärtungen, Rötungen, Schmerzen, Abszesse, Schwellungen, Knoten oder abgestorbenes Gewebe (Nekrosen)[1, 2]
- Stoffwechsel und ErnährungBei Frauen (Enantone-Gyn): verminderter Appetit[3, 4]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- Gefäße und KreislaufBei Frauen (Enantone-Gyn): Schwellungen durch gestauten Abfluss von Gewebewasser (Lymphödem)[3, 4]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- Magen und DarmBei Frauen (Enantone-Gyn): Übelkeit und Erbrechen[3, 4]Mehr dazu: ÜbelkeitErbrechen
- HautBei Frauen (Enantone-Gyn): Juckreiz, Veränderung der Kopf- oder Körperbehaarung (Abnahme oder Zunahme), Akne, trockene Haut[3, 4]Mehr dazu: JuckreizHaarausfallAkne
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Frauen (Enantone-Gyn): Rückenschmerz, Muskelschwäche, Gelenkschmerzen[3, 4]Mehr dazu: RückenschmerzenMuskelschwächeGelenkschmerzen
- Geschlechtsorgane und BrustBei Frauen (Enantone-Gyn): Scheidenentzündung, Ausfluss, Brustspannen (Mastodynie)[3, 4]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung
- Allgemeine BeschwerdenBei Frauen (Enantone-Gyn): Wassereinlagerungen (Ödeme), Müdigkeit, Benommenheit[3, 4]Mehr dazu: WassereinlagerungenMüdigkeit
- Allgemeine BeschwerdenBei Frauen (Enantone-Gyn): Hautreaktionen an der Einstichstelle, zum Beispiel Verhärtungen, Rötungen, Schmerzen, Abszesse, Schwellungen, Knoten oder abgestorbenes Gewebe, die sich in der Regel auch bei fortgesetzter Behandlung zurückbilden[3, 4]
- NervensystemBei Frauen (Enantone-Gyn): Missempfindungen und Taubheitsgefühl, Schwindel[3, 4]Mehr dazu: Kribbeln und TaubheitsgefühlSchwindel
- PsycheBei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Schlafstörungen[3, 4]Mehr dazu: Schlafstörungen
- AugenBei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Sehstörungen[3, 4]Mehr dazu: Sehstörungen
- HerzBei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Herzklopfen[3, 4]Mehr dazu: Herzrasen
- Magen und DarmBei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): Erbrechen, Durchfall[3, 4]Mehr dazu: ErbrechenDurchfall
- HautBei Frauen mit Brustkrebs (Enantone-Gyn): kreisrunder Haarausfall[3, 4]Mehr dazu: Haarausfall
- Stoffwechsel und ErnährungBei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): Gewichtszunahme[3, 4]Mehr dazu: Gewichtszunahme
- Magen und DarmBei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): Übelkeit[3, 4]Mehr dazu: Übelkeit
- HautBei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): übermäßiges Schwitzen[3, 4]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
- Geschlechtsorgane und BrustBei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): Gewebeschwund der Brust, trockene Scheide[3, 4]
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungBei Männern mit Prostatakrebs: Erhöhung oder Senkung der Blutzuckerwerte (laut Fachinformation Veränderung einer diabetischen Stoffwechsellage)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter BlutzuckerUnterzuckerung
- PsycheBei Männern mit Prostatakrebs: Stimmungsschwankungen bei kurzer Anwendung[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- NervensystemBei Männern mit Prostatakrebs: Schwindel[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- Gefäße und KreislaufBei Männern mit Prostatakrebs: Blutdruckveränderungen (Senkung oder Erhöhung)[1, 2]Mehr dazu: Niedriger BlutdruckBlutdruckanstieg
- AtemwegeBei Männern mit Prostatakrebs: Atembeschwerden[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- Magen und DarmBei Männern mit Prostatakrebs: Erbrechen und Durchfall[1, 2]Mehr dazu: ErbrechenDurchfall
- HautBei Männern mit Prostatakrebs: Haarausfall, trockene Haut bzw. Schleimhaut, Nachtschweiß[1, 2]Mehr dazu: HaarausfallVermehrtes Schwitzen
- Nieren und HarnwegeBei Männern mit Prostatakrebs: Unvermögen, die gefüllte Harnblase von selbst zu entleeren (Harnverhalt)[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
- Geschlechtsorgane und BrustBei Männern mit Prostatakrebs: Hodenschmerzen[1, 2]
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Männern mit Prostatakrebs: Muskelschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Laborwerte und UntersuchungenBei Männern mit Prostatakrebs: Gewichtsabnahme; veränderte Blutwerte, etwa ein Anstieg der Enzyme Lactatdehydrogenase (LDH), alkalische Phosphatase oder Transaminasen (ALT, AST, Gamma-GT)[1, 2]Mehr dazu: GewichtsabnahmeLeberschäden und erhöhte LeberwerteVeränderte Laborwerte
- PsycheBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Stimmungsschwankungen bei kurzer Anwendung[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- PsycheBei Frauen (Enantone-Gyn): Nervosität, Schlafstörungen[3, 4]Mehr dazu: Unruhe und NervositätSchlafstörungen
- NervensystemBei Frauen (Enantone-Gyn): migräneartige Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen[3, 4]Mehr dazu: KopfschmerzenKonzentrations- und Gedächtnisstörungen
- AugenBei Frauen (Enantone-Gyn): Sehstörungen[3, 4]Mehr dazu: Sehstörungen
- HerzBei Frauen (Enantone-Gyn): Herzklopfen, Kreislaufschwäche[3, 4]Mehr dazu: HerzrasenNiedriger Blutdruck
- AtemwegeBei Frauen (Enantone-Gyn): Atembeschwerden[3, 4]Mehr dazu: Atemnot
- Magen und DarmBei Frauen (Enantone-Gyn): Durchfall, Verstopfung, Bauchbeschwerden, Blähungen[3, 4]Mehr dazu: DurchfallVerstopfungBauchschmerzenBlähungen
- Leber und GalleBei Frauen (Enantone-Gyn): auffällige Leberwerte, gewöhnlich vorübergehend[3, 4]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Frauen (Enantone-Gyn): Muskelschmerzen[3, 4]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenBei Frauen (Enantone-Gyn): Schwächegefühl oder verminderte körperliche Leistungsfähigkeit[3, 4]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
- Laborwerte und UntersuchungenBei Frauen (Enantone-Gyn): Gewichtszunahme oder -abnahme[3, 4]Mehr dazu: GewichtszunahmeGewichtsabnahme
- Stoffwechsel und ErnährungBei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): verminderter Appetit[3, 4]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- Magen und DarmBei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): Erbrechen[3, 4]Mehr dazu: Erbrechen
- HautBei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): kreisrunder Haarausfall[3, 4]Mehr dazu: Haarausfall
- Allgemeine BeschwerdenBei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): Müdigkeit[3, 4]Mehr dazu: Müdigkeit
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemBei Männern mit Prostatakrebs: allgemeine allergische Reaktionen mit Fieber, Hautausschlag, Juckreiz und einer Zunahme bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie); schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenFieberHautausschlagJuckreiz
- NervensystemBei Männern mit Prostatakrebs: vorübergehende Geschmacksveränderungen[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Männern mit Prostatakrebs: Rückenschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Rückenschmerzen
- NervensystemBei Männern mit Prostatakrebs: Infarkt der Hirnanhangdrüse nach der ersten Gabe bei Menschen mit einer Geschwulst der Hirnanhangdrüse, Blutungen der Hirnanhangdrüse[1, 2]
- ImmunsystemBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: allgemeine allergische Reaktionen mit Fieber, Schüttelfrost, Atembeschwerden, Hautausschlag, Juckreiz oder Nesselsucht; schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenFieberHautausschlagJuckreizNesselsuchtAtemnot
- NervensystemBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Infarkt der Hirnanhangdrüse nach der ersten Gabe bei einer Geschwulst der Hirnanhangdrüse, Blutungen der Hirnanhangdrüse[1, 2]
- ImmunsystemBei Frauen (Enantone-Gyn): allgemeine allergische Reaktionen mit Fieber oder Hautausschlag, etwa Nesselfieber; schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen)[3, 4]Mehr dazu: Allergische ReaktionenFieberHautausschlagNesselsucht
- NervensystemBei Frauen (Enantone-Gyn): vorübergehende Geschmacksveränderungen; Infarkt der Hirnanhangdrüse nach der ersten Gabe bei einer Geschwulst der Hirnanhangdrüse; Blutung der Hirnanhangdrüse[3, 4]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
- Gefäße und KreislaufBei Frauen (Enantone-Gyn): Blutdruckerhöhung oder -senkung[3, 4]Mehr dazu: BlutdruckanstiegNiedriger Blutdruck
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Frauen (Enantone-Gyn): Gliederschmerzen[3, 4]
- Allgemeine BeschwerdenBei Frauen (Enantone-Gyn): Brustkorbschmerzen[3, 4]
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- HautBei Männern mit Prostatakrebs: schwere Hautreaktionen mit rötlichen, zielscheibenartigen oder kreisförmigen Flecken, Blasen, Abschälen der Haut und Geschwüren an Schleimhäuten (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse); toxischer Hautausschlag mit Rötung und Juckreiz; Erythema multiforme; bullöse Dermatitis[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagJuckreiz
- AugenBei Männern mit Prostatakrebs: Sehstörungen; Gerinnsel in der Schlagader der Netzhaut (laut Fachinformation ein Einzelfall)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- Blut und LymphsystemBei Männern mit Prostatakrebs: Blutarmut, Verminderung der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- AtemwegeBei Männern mit Prostatakrebs: Lungenentzündung, Lungenerkrankung (laut Fachinformation interstitielle Lungenerkrankung)[1, 2]
- HerzBei Männern mit Prostatakrebs: Veränderungen im EKG (Verlängerung der QT-Zeit), Herzklopfen[1, 2]Mehr dazu: HerzrhythmusstörungenHerzrasen
- NervensystemBei Männern mit Prostatakrebs: Krampfanfälle[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
- ImmunsystemBei Männern mit Prostatakrebs: Nesselfieber, Atembeschwerden, Schüttelfrost[1, 2]Mehr dazu: NesselsuchtAtemnot
- Stoffwechsel und ErnährungBei Männern mit Prostatakrebs: Kombination von Stoffwechselstörungen (metabolisches Syndrom) mit Bluthochdruck, Zucker- und Fettstoffwechselstörungen[1, 2]Mehr dazu: BlutdruckanstiegErhöhter BlutzuckerErhöhte Blutfette
- Stoffwechsel und ErnährungBei Männern mit Prostatakrebs: Fettleber (Steatosis hepatis)[1, 2, 5]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Männern mit Prostatakrebs: Abbau der Knochendichte, Knochenschwund (Osteoporose) einschließlich Wirbelkörperbrüchen[1, 2]Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche
- NervensystemBei Männern mit Prostatakrebs: erhöhter Druck im Schädelinneren ohne erkennbare Ursache (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie Klingeln oder Summen in den Ohren[1, 2]Mehr dazu: KopfschmerzenSehstörungenOhrgeräusche
- PsycheBei Männern mit Prostatakrebs: Suizidgedanken, suizidales Verhalten, Suizidversuch[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- HautBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), toxischer Hautausschlag, Erythema multiforme, bullöse Dermatitis[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
- AtemwegeBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Lungenentzündung, Lungenerkrankung (laut Fachinformation interstitielle Lungenerkrankung)[1, 2]
- NervensystemBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Krampfanfälle; erhöhter Druck im Schädelinneren (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie Ohrgeräuschen[1, 2]Mehr dazu: KrampfanfälleKopfschmerzenSehstörungenOhrgeräusche
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Muskelschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Stoffwechsel und ErnährungBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Fettleber (Steatosis hepatis)[1, 2, 5]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- PsycheBei Kindern mit vorzeitiger Pubertät: Suizidgedanken, suizidales Verhalten, Suizidversuch[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- HautBei Frauen (Enantone-Gyn): schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), toxischer Hautausschlag, Erythema multiforme, bullöse Dermatitis[3, 4]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
- Blut und LymphsystemBei Frauen (Enantone-Gyn): Blutarmut, Verminderung der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen[3, 4]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- ImmunsystemBei Frauen (Enantone-Gyn): Atembeschwerden, Schüttelfrost[3, 4]Mehr dazu: Atemnot
- Stoffwechsel und ErnährungBei Frauen (Enantone-Gyn): metabolisches Syndrom mit Bluthochdruck, Zucker- und Fettstoffwechselstörungen; Anstieg des Cholesterins und von Enzymen wie LDH, alkalischer Phosphatase oder Transaminasen[3, 4]Mehr dazu: Erhöhte BlutfetteVeränderte LaborwerteBlutdruckanstiegErhöhter Blutzucker
- Stoffwechsel und ErnährungBei Frauen (Enantone-Gyn): Fettleber (Steatosis hepatis)[3, 4, 5]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Leber und GalleBei Frauen (Enantone-Gyn): Leberfunktionsstörungen (einschließlich Gelbsucht)[3, 4]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- AtemwegeBei Frauen (Enantone-Gyn): Lungenentzündung, Lungenerkrankung (laut Fachinformation interstitielle Lungenerkrankung)[3, 4]
- NervensystemBei Frauen (Enantone-Gyn): Krampfanfälle; erhöhter Druck im Schädelinneren (idiopathische intrakranielle Hypertonie) mit Kopfschmerzen, Doppeltsehen und anderen Sehproblemen sowie Ohrgeräuschen[3, 4]Mehr dazu: KrampfanfälleKopfschmerzenSehstörungenOhrgeräusche
- Muskeln, Knochen und GelenkeBei Frauen (Enantone-Gyn): Abbau der Knochendichte, Knochenschwund (Osteoporose) einschließlich Wirbelkörperbrüchen[3, 4]Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche
- PsycheBei Frauen (Enantone-Gyn): Suizidgedanken, suizidales Verhalten, Suizidversuch[3, 4]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- Geschlechtsorgane und BrustBei Frauen mit Endometriose oder Myomen (Enantone-Gyn): Entzündung von Scheide und äußerem Genitale (Vulvovaginitis), Blutungen aus der Scheide, Veränderung oder Abnahme der Libido[3, 4]Mehr dazu: Weniger Lust auf SexZyklusstörungen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse können laut Fachinformation lebensbedrohlich oder tödlich verlaufen; treten Anzeichen auf, wird Leuprorelin sofort abgesetzt [2, 4]. Bei einem erhöhten Druck im Schädelinneren ohne erkennbare Ursache sollte laut Fachinformation ein Absetzen erwogen werden [2]. Mehr dazu unter schwere Hautreaktionen.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Knochen: Die Abnahme der Geschlechtshormone kann die Knochendichte verringern und das Risiko für Knochenbrüche erhöhen [1, 3]. Bei Männern mit Risiko für Knochenschwund sagen Sie das vorher Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Bei Frauen mit Endometriose kann eine zusätzliche Hormonersatzbehandlung laut Packungsbeilage den Verlust an Knochendichte und Kreislaufbeschwerden vermindern; vor einer Wiederholungsbehandlung wird die Knochendichte bestimmt [3]. Mehr dazu unter Knochenschwund durch Medikamente.
Stimmung: Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie eine niedergeschlagene, antriebslose, müde oder traurige Stimmung bemerken; Depressionen unter Leuprorelin können schwerwiegend sein [1, 3]. Mehr dazu unter depressive Verstimmung durch Medikamente.
Stoffwechsel und Herz: Laut Fachinformation kann die Hemmung der Geschlechtshormone den Zuckerstoffwechsel verändern, und es kann ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen; einen Zusammenhang mit einer höheren Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestätigten prospektive Daten nicht. Menschen mit Diabetes oder erhöhtem Risiko werden angemessen überwacht [2, 4]. Bei Männern kann der Androgenentzug die QT-Zeit im EKG verlängern [2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie anwenden, auch über nicht verschreibungspflichtige [1]. Bei Männern kann Leuprorelin die Wirkung von Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen wie Amiodaron beeinflussen und zusammen mit Mitteln wie Methadon, Moxifloxacin oder Neuroleptika das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen [1]. Mehr dazu unter Herzrhythmusstörungen und QT-Verlängerung. Bei Mädchen und bei Frauen sind laut Packungsbeilage bisher keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt [1, 3].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Bei Männern: Mittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Chinidin, Procainamid, Amiodaron oder Sotalol | Leuprorelin kann ihre Wirkung beeinflussen[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Bei Männern: Mittel, die die QT-Zeit verlängern können, etwa Methadon, das Antibiotikum Moxifloxacin oder Neuroleptika (Antipsychotika) | Das Risiko für Herzrhythmusstörungen kann steigen[1, 2] | Laut Fachinformation sorgfältig prüfen |
| Bei Frauen (Enantone-Gyn): Hormone zur Anregung der Eierstöcke (Gonadotropine) | Selten Überstimulation der Eierstöcke (ovarielles Hyperstimulationssyndrom)[3, 4] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Bei Frauen (Enantone-Gyn): Antibabypille (orale Verhütungsmittel) | Ist vor Beginn abzusetzen[3, 4] | Während der Behandlung nichthormonell verhüten |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Leuprorelin nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte
Bei einer Allergie gegen Leuprorelin oder andere künstliche GnRH-Analoga darf es nicht angewendet werden, außerdem nicht in Schwangerschaft und Stillzeit [1, 3]. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie Bluthochdruck oder eine Fettleber haben; Männer zusätzlich bei Herz- oder Gefäßerkrankungen, Diabetes, einem Risiko für Knochenschwund oder Beschwerden durch Druck auf das Rückenmark oder eine Harnwegsverlegung [1]. Frauen mit Osteoporose oder einem Risiko dafür wird die Behandlung mit Enantone-Gyn nicht empfohlen [3].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Leuprorelin, andere künstliche GnRH-Analoga, gegen den Depot-Trägerstoff Poly(glycolsäure-co-milchsäure) oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2, 3, 4]
- Bei Männern: als alleinige Behandlung eines hormonunabhängigen Prostatakarzinoms (laut Fachinformation bei nachgewiesener Hormonunabhängigkeit)[1, 2]
- Bei Mädchen mit vorzeitiger Pubertät: Schwangerschaft oder Stillzeit; Blutungen aus der Scheide unbekannter Ursache[1, 2]
- Bei Frauen (Enantone-Gyn): Schwangerschaft und Stillzeit; Vorstufe einer bösartigen oder bösartige Veränderung der Gebärmutterschleimhaut (bei geplanter Endometriumablation oder -resektion)[3, 4]
Besondere Vorsicht bei
- Bluthochdruck: sorgfältige ärztliche Überwachung[1, 2, 3, 4]
- Depression: Unter GnRH-Agonisten wie Leuprorelin besteht laut Fachinformation ein erhöhtes Risiko für Depressionen, die schwerwiegend sein können[1, 2, 3, 4]
- Fettleber: vorher mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen; laut Fachinformation zählt eine Fettlebererkrankung zu den möglichen Stoffwechselveränderungen unter GnRH-Agonisten. Aufgenommen wurde dieser Hinweis nach einem europäischen Bewertungsverfahren, das das BfArM 2024 umgesetzt hat[1, 2, 3, 4, 5]
- Bei Männern: Herz- oder Gefäßerkrankungen einschließlich Herzrhythmusstörungen oder Medikamente dagegen, das Risiko für Herzrhythmusstörungen kann zunehmen; laut Fachinformation kann ein Androgenentzug die QT-Zeit verlängern[1, 2]
- Bei Männern: Druck auf das Rückenmark, Tochtergeschwülste in der Wirbelsäule oder Beschwerden beim Wasserlassen durch eine Harnwegsverlegung bereits vor Beginn, unverzüglich mitteilen; in den ersten Wochen wird besonders engmaschig, wenn möglich im Krankenhaus, kontrolliert. Zu Beginn sollte laut Packungsbeilage die zusätzliche Gabe eines Antiandrogens erwogen werden, um Folgen des anfänglichen Testosteronanstiegs abzuschwächen[1, 2]
- Bei Männern: Risiko für Knochenschwund (Osteoporose), laut Fachinformation ist ein langfristiger Androgenentzug mit einem erhöhten Risiko für eine Entmineralisierung der Knochen verbunden; bei Risikopatienten kann dies zu Knochenschwund (Osteoporose) und einem erhöhten Bruchrisiko führen[1, 2]
- Bei Männern: Diabetes, engmaschige Überwachung; laut Fachinformation kann die Hemmung der Geschlechtshormone den Stoffwechsel verändern (Glukosetoleranz, Verschlechterung eines Diabetes) und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen[1, 2]
- Bei Männern nach operativer Entfernung beider Hoden: Leuprorelin senkt das männliche Geschlechtshormon nicht weiter[1, 2]
- Bei Kindern: Die Ärztin oder der Arzt schließt vor Beginn eine Pseudopubertas praecox oder hormonunabhängige vorzeitige Pubertät aus; bei Abszessen an der Injektionsstelle werden die Hormonspiegel regelmäßig kontrolliert; bei einem fortschreitenden Hirntumor wird Nutzen und Risiko sorgfältig abgewogen[1, 2]
- Bei Kindern: Die Knochendichte kann während der Behandlung abnehmen und nimmt danach in der Regel wieder zu. Nach dem Ende der Behandlung kann sich die Wachstumsfuge des Oberschenkelknochens verschieben (Epiphysiolyse). Zur späteren Fruchtbarkeit liegen nur begrenzte Daten vor; bei den meisten Mädchen beginnt die Monatsblutung im Durchschnitt ein Jahr nach Behandlungsende[1, 2]
- Bei Mädchen: Die Behandlung kann eine Schwangerschaft nicht sicher verhindern; nach der ersten Injektion können Schmierblutungen auftreten[1, 2]
- Bei Frauen (Enantone-Gyn): Die Antibabypille vor Beginn absetzen und während der Behandlung nichthormonell verhüten, etwa mit Kondomen; die Behandlung beginnt etwa am dritten Tag der Regelblutung, im Zweifel nach einem Schwangerschaftstest[3, 4]
- Bei Frauen (Enantone-Gyn): Die Knochendichte nimmt ab, ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche ist nicht auszuschließen; bei Osteoporose oder Risikofaktoren dafür (etwa chronischer Alkoholmissbrauch, Rauchen, Langzeitbehandlung mit Antiepileptika oder Kortison, Osteoporose in der Familie, Mangelernährung, etwa bei Magersucht) wird die Behandlung nicht empfohlen. Laut Fachinformation soll Leuprorelin bei Endometriose oder Myomen als alleinige Behandlung nicht länger als 6 Monate angewendet werden[3, 4]
- Bei Frauen (Enantone-Gyn): Zu Beginn können sich die Beschwerden vorübergehend verstärken; in den ersten Wochen sind Entzugsblutungen möglich, danach bleibt die Regelblutung meist aus. Der Widerstand des Gebärmutterhalses kann steigen, eine Aufdehnung bei Eingriffen erfolgt mit Vorsicht[3, 4]
- Doping: Die Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen[1, 3]
- Frühere allergische Reaktionen: Das Arzneimittel enthält Polysorbat 80, das allergische Reaktionen hervorrufen kann[1, 3]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Müdigkeit, die vor allem zu Behandlungsbeginn auftreten kann, kann laut Packungsbeilage das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, vor allem zusammen mit Alkohol [1]. Frauen setzen vor Beginn die Antibabypille ab und verhüten während der Behandlung nichthormonell, etwa mit Kondomen; die erste Injektion erfolgt etwa am dritten Tag der Regelblutung [3]. Eine eigene Bewertung von Embryotox, dem Beratungszentrum der Charité, gibt es zu Leuprorelin nicht; die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilagen und Fachinformationen sagen [1, 2, 3, 4].
Schwangerschaft
Bei Mädchen mit vorzeitiger Pubertät darf Leuprorelin in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden; vor Beginn muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.[1, 2]
Frauen dürfen Enantone-Gyn in der Schwangerschaft nicht anwenden: Es besteht ein Risiko für eine Fehlgeburt oder Fehlbildungen des ungeborenen Kindes (laut Fachinformation ein theoretisches Risiko). Eine Schwangerschaft wird vor Beginn ausgeschlossen. Frauen, die schwanger werden können, sollten während der Behandlung und nach dem Ende, bis die Regelblutung wieder einsetzt, nichthormonell verhüten.[3, 4]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
In der Stillzeit darf Leuprorelin nicht angewendet werden.[1, 2, 3, 4]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Die Müdigkeit, die vor allem zu Behandlungsbeginn auftreten kann, kann das Reaktionsvermögen laut Packungsbeilage vor allem im Zusammenwirken mit Alkohol beeinträchtigen. Chronischer Alkoholmissbrauch zählt bei Frauen zu den Risikofaktoren für Knochenschwund.[1, 3]
Autofahren und Maschinen
Wegen Müdigkeit, die bei wenigen Behandelten vor allem zu Beginn auftritt und auch durch die Tumorerkrankung bedingt sein kann, kann das Reaktionsvermögen so verändert sein, dass die Teilnahme am Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt ist, vor allem zusammen mit Alkohol. Bei Frauen kann die Fahrtüchtigkeit durch Ermüdung und Schwindel beeinträchtigt sein.[1, 2, 3, 4]
Einnahme
Leuprorelin wird nur von der Ärztin, dem Arzt oder medizinischem Fachpersonal zubereitet und gespritzt. Bei Männern und Kindern wird es nur unter die Haut von Bauch, Gesäß oder zum Beispiel Oberschenkel gespritzt, weil bei zu hohen Dosen und Injektion in den Muskel häufig keimfreie Abszesse an der Einstichstelle aufgetreten sind; bei Frauen (Enantone-Gyn) unter die Haut oder in den Muskel. Es darf nicht versehentlich in eine Arterie gespritzt werden.[1, 2, 3]
Absetzen
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Nach dem Absetzen steigen die Spiegel der Hormone wieder in den Normalbereich. Bei Kindern wird ein Absetzen bei einer Knochenreifung von mehr als 12 Jahren (Mädchen) bzw. 13 Jahren (Jungen) erwogen; nach Abschluss der Behandlung setzt die Pubertät wieder ein.[1, 3]
Überdosierung
Weil die Injektionen von der Ärztin oder dem Arzt gegeben werden, sind Anwendungsfehler und Überdosierungen laut Packungsbeilage nicht zu erwarten.[1, 3]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilagen nennen, wie oft und wohin die Depotspritze gegeben wird, für Kinder nach Körpergewicht und für Frauen je nach Anwendungsgebiet mit einer Begrenzung der Behandlungsdauer [1, 3]. Die Fachinformationen ergänzen die Wirkstoffmenge je Spritze [2, 4]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Die Behandlung legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Anwendung und Absetzen
Leuprorelin wird nur von der Ärztin, dem Arzt oder medizinischem Fachpersonal zubereitet und gespritzt. Bei Männern und Kindern wird es unter die Haut gegeben, weil bei zu hohen Dosen und Injektion in den Muskel häufig keimfreie Abszesse an der Einstichstelle aufgetreten sind; Enantone-Gyn kann bei Frauen auch in den Muskel gespritzt werden [1, 3].
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1, 3]. Bei Männern wird der Erfolg der Behandlung regelmäßig kontrolliert, unter anderem mit Blutwerten wie PSA und Testosteron [1, 2]. Bei Kindern überwacht die Ärztin oder der Arzt das Knochenalter und erwägt ein Absetzen, wenn die Knochenreifung bei Mädchen mehr als 12 und bei Jungen mehr als 13 Jahren entspricht [1]. Telefonnummern für Notfälle finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Leuprorelin
Leuprorelin gibt es als Depot zur Injektion in verschiedenen Stärken, unter anderem als Enantone Monats-Depot in der Stärke 3,75 mg, Trenantone in der Stärke 11,25 mg und Sixantone in der Stärke 30 mg. Für Frauen gibt es Enantone-Gyn und Trenantone-Gyn, für Kinder unter anderem Enantone-Paed. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilagen und Fachinformationen von Enantone Monats-Depot und Enantone-Gyn Monats-Depot mit Stand Mai 2026 [1, 2, 3, 4]. Für jedes andere Präparat gilt die eigene Packungsbeilage.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Camcevi | Accord Healthcare S.L.U. | Zentral zugelassen bei hormonabhängigem Prostatakrebs; eigene Packungsbeilage |
| Enantone Monats-Depot | Takeda GmbH (Mitvertrieb: APOGEPHA Arzneimittel GmbH) | 1-Monats-Depot mit 3,75 mg Leuprorelinacetat für Männer mit Prostatakrebs und Kinder mit vorzeitiger Pubertät; Grundlage dieser Seite |
| Enantone-Gyn Monats-Depot | Takeda GmbH | 1-Monats-Depot mit 3,75 mg Leuprorelinacetat für Frauen; Grundlage der Angaben für Frauen |
| Enantone-Paed Monats-Depot | Takeda GmbH | 1,88 mg für Kinder mit vorzeitiger Pubertät |
| Sixantone | Takeda GmbH (Mitvertrieb: APOGEPHA Arzneimittel GmbH) | 6-Monats-Depot mit 30 mg für Männer mit Prostatakrebs |
| Trenantone | Takeda GmbH (Mitvertrieb: APOGEPHA Arzneimittel GmbH) | 3-Monats-Depot mit 11,25 mg für Männer mit Prostatakrebs, Frauen vor oder kurz nach den Wechseljahren mit Brustkrebs und Kinder mit vorzeitiger Pubertät; für Frauen mit Endometriose oder Myomen gibt es Trenantone-Gyn |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Enantone Monats-Depot 3,75 mg Retardmikrokapseln und Suspensionsmittel (männliche Erwachsene und Kinder). Takeda GmbH (Mitvertrieb: APOGEPHA Arzneimittel GmbH). Stand 05/2026. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Enantone Monats-Depot 3,75 mg Retardmikrokapseln und Suspensionsmittel. Takeda GmbH (Mitvertrieb: APOGEPHA Arzneimittel GmbH). Stand 05/2026. abgerufen am 11.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Enantone-Gyn Monats-Depot 3,75 mg Retardmikrokapseln und Suspensionsmittel (weibliche Erwachsene). Takeda GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Enantone-Gyn Monats-Depot 3,75 mg Retardmikrokapseln und Suspensionsmittel. Takeda GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Umsetzung des Durchführungsbeschlusses der Europäischen Kommission zum PSUR Single Assessment betreffend Leuprorelin (Depotformulierungen) vom 28.05.2024 (Bescheid vom 01.07.2024; Anlage 2: Fettleber, schwere Hautreaktionen). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 02.07.2024. abgerufen am 18.10.2026
Häufige Fragen
Welche Nebenwirkungen hat Leuprorelin bei Männern mit Prostatakrebs?
Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Behandelten) sind Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen, Knochenschmerzen, Muskelschwäche, verminderte Libido und Potenzstörungen, kleinere Hoden, vermehrtes Schwitzen, Gewichtszunahme, Hautreaktionen an der Einstichstelle und Müdigkeit. Zu Beginn steigt das männliche Geschlechtshormon kurz an; dadurch können sich Beschwerden der Erkrankung wie Knochenschmerzen oder Probleme beim Wasserlassen vorübergehend verstärken.
Warum können sich die Beschwerden zu Beginn der Behandlung verstärken?
Leuprorelin regt die Hirnanhangdrüse zunächst kurz an, bevor es die Bildung der Geschlechtshormone drosselt. Bei Männern steigt das Testosteron deshalb anfangs kurzfristig an, und Knochenschmerzen, erschwertes Wasserlassen, Druck auf das Rückenmark, Muskelschwäche in den Beinen, Lymphödeme oder Missempfindungen können vorübergehend zunehmen. Diese Zunahme geht laut Packungsbeilage in der Regel von allein zurück; zu Beginn sollte die zusätzliche Gabe eines Antiandrogens erwogen werden.
Schwächt Leuprorelin die Knochen?
Ja, die Abnahme der Geschlechtshormone kann die Knochendichte verringern und das Risiko für Knochenbrüche erhöhen; Knochenschwund einschließlich Wirbelkörperbrüchen ist als Nebenwirkung beschrieben. Bei Frauen ist laut Packungsbeilage ein erhöhtes Bruchrisiko nicht auszuschließen, nach bisherigen Daten bildet sich die Abnahme nach dem Ende der Behandlung in der Mehrheit der Fälle zurück; bei Endometriose oder Myomen ist die alleinige Behandlung deshalb zeitlich begrenzt. Bei Kindern nimmt die Knochendichte nach der Behandlung in der Regel wieder zu.
Kann Leuprorelin depressiv machen?
Depressionen und Stimmungsschwankungen gehören zu den häufigen, bei Frauen zu den sehr häufigen Nebenwirkungen; unter GnRH-Agonisten wie Leuprorelin besteht laut Fachinformation ein erhöhtes Risiko für Depressionen, die schwerwiegend sein können. Auch Suizidgedanken wurden berichtet. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie sich niedergeschlagen, antriebslos oder traurig fühlen.
Wie wird Leuprorelin bei Endometriose angewendet?
Frauen mit Endometriose erhalten Enantone-Gyn als Depotspritze unter die Haut oder in den Muskel. Die Dauer der alleinigen Behandlung ist laut Packungsbeilage begrenzt; länger ist sie nur zusammen mit einer zusätzlichen Add-back-Therapie mit Norethisteronacetat vorgesehen. Vor Beginn wird die Antibabypille abgesetzt, und während der Behandlung wird nichthormonell verhütet. Die Angaben laut Packungsbeilage stehen im Abschnitt Dosierung.
Darf ich Leuprorelin in der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?
Nein. In Schwangerschaft und Stillzeit darf Leuprorelin nicht angewendet werden; laut Packungsbeilage von Enantone-Gyn besteht ein Risiko für eine Fehlgeburt oder Fehlbildungen. Vor Beginn wird eine Schwangerschaft ausgeschlossen, und Frauen, die schwanger werden können, verhüten bis zum Wiedereinsetzen der Regelblutung nichthormonell. Eine eigene Bewertung von Embryotox gibt es zu Leuprorelin nicht.
Darf ich während der Behandlung Auto fahren?
Müdigkeit, die vor allem zu Beginn auftreten kann, kann das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Teilnahme am Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt ist, vor allem zusammen mit Alkohol. Bei Frauen können Ermüdung und Schwindel die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Welche Präparate mit Leuprorelin gibt es?
Leuprorelin gibt es als Depot zur Injektion, zum Beispiel Enantone Monats-Depot, Trenantone und Sixantone für Männer, Enantone-Gyn und Trenantone-Gyn für Frauen sowie Präparate für Kinder. Die Präparate unterscheiden sich in Wirkstoffmenge, Abstand der Injektionen und zugelassenen Anwendungsgebieten; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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