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Dimethylfumarat: Nebenwirkungen und Wirkung
Dimethylfumarat ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff zur Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren; das Originalpräparat heißt Tecfidera. Sehr häufig sind Hitzegefühl mit Hautrötung (Flushing), weicher Stuhl, Übelkeit und Magenschmerzen. Weil die Zahl der weißen Blutkörperchen sinken kann, wird das Blut regelmäßig kontrolliert; bei Zeichen der Gehirninfektion PML wenden Sie sich unverzüglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Rötung im Gesicht oder am Körper (Hitzegefühl, Flushing), Wärmegefühl, Hitze, brennendes Gefühl oder Juckreiz[1, 2]
- Sehr häufig: Weicher Stuhl (Durchfall)[1, 2]
- Sehr häufig: Übelkeit[1, 2]
- Sehr häufig: Magenschmerzen oder Magenkrämpfe (laut Fachinformation Oberbauch- und Bauchschmerzen)[1, 2]
- Sehr häufig: Ketone (Ketonkörper) im Urin, Stoffe, die der Körper auch natürlich bildet[1, 2]
- Häufig: Entzündung der Magen-Darm-Schleimhäute (Gastroenteritis)[1, 2]
- Häufig: Erbrechen[1, 2]
- Häufig: Oberbauchbeschwerden (Dyspepsie)[1, 2]
- Häufig: Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis)[1, 2]
- Häufig: Magen-Darm-Erkrankungen[1, 2]
- Häufig: Brennen[1, 2]
- Häufig: Wärmegefühl, Hitzewallung[1, 2]
- Häufig: Juckende Haut (Pruritus)[1, 2]
- Häufig: Hautausschlag[1, 2]
- Häufig: Pinkfarbene oder rote Flecken auf der Haut (Erythem)[1, 2]
- Häufig: Haarausfall (Alopezie)[1, 2]
- Häufig: Verminderte Zahl weißer Blutkörperchen im Blut (Lymphopenie, Leukopenie); der Körper kann Infektionen dann möglicherweise weniger wirksam bekämpfen[1, 2]
- Häufig: Eiweiß (Albumin) im Urin (Proteinurie)[1, 2]
- Häufig: Erhöhte Leberenzymwerte (ALT, AST) im Blut[1, 2]
Wofür wird Dimethylfumarat eingesetzt?
Dimethylfumarat ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff gegen die schubförmig remittierende Multiple Sklerose (MS). Zugelassen ist das Originalpräparat Tecfidera für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche ab 13 Jahren [1, 2]. MS ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, also von Gehirn und Rückenmark. Bei der schubförmig remittierenden Form treten Beschwerden des Nervensystems in wiederholten Schüben auf; typisch sind laut Packungsbeilage Geh-, Gleichgewichts- und Sehstörungen. Die Beschwerden können nach einem Schub vollständig verschwinden, einige Probleme können aber bleiben [1].
Laut Fachinformation sollte die Behandlung unter Aufsicht einer Ärztin oder eines Arztes mit Erfahrung in der Behandlung der MS begonnen werden [2]. Fumarsäureester werden laut Embryotox auch bei mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte eingesetzt, etwa in Fumaderm oder Skilarence [3]. Skilarence enthält Dimethylfumarat und ist laut seiner EMA-Produktinformation zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris zugelassen, die eine im ganzen Körper wirkende Behandlung (systemische Arzneimitteltherapie) benötigen [4]. Für diese Präparate gelten eigene Packungsbeilagen; diese Seite beschreibt Dimethylfumarat bei MS nach der Produktinformation von Tecfidera. Mehr zur Hauterkrankung lesen Sie unter Schuppenflechte.
Wie wirkt Dimethylfumarat?
Wie Dimethylfumarat bei MS wirkt, ist nicht vollständig bekannt. Laut Packungsbeilage scheint es das Abwehrsystem des Körpers davon abzuhalten, Gehirn und Rückenmark zu schädigen [1]. Die Fachinformation beschreibt entzündungshemmende und das Immunsystem beeinflussende (immunmodulatorische) Eigenschaften; präklinische Studien weisen darauf hin, dass seine Wirkungen anscheinend vor allem über die Aktivierung eines Signalwegs namens Nrf2 vermittelt werden. Bei Behandelten wurden davon abhängige antioxidative Gene hochreguliert [2]. In den Studien der Phase III bei MS verringerte sich die Zahl der Lymphozyten, einer Art weißer Blutkörperchen, im ersten Behandlungsjahr im Durchschnitt um etwa 30 Prozent des Ausgangswerts und blieb danach auf diesem Niveau [2].
Im Körper wird Dimethylfumarat rasch in seinen wirksamen Abbaustoff Monomethylfumarat umgewandelt. Dessen höchste Konzentration im Blut ist nach 2 bis 2,5 Stunden erreicht. Die Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) beträgt ungefähr 1 Stunde; bei den meisten Behandelten ist nach 24 Stunden kein Monomethylfumarat mehr im Blut. Der Wirkstoff wird überwiegend als Kohlendioxid über die Atemluft ausgeschieden [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben, einschließlich der Veränderungen, die nur bei Blut- oder Urinuntersuchungen auffallen. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Laut Fachinformation sind Hitzegefühl und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen die häufigsten Nebenwirkungen. Sie beginnen tendenziell früh in der Behandlung, hauptsächlich im ersten Monat, und können danach immer wieder auftreten; bei den meisten Betroffenen sind sie leicht oder mäßig ausgeprägt [2]. Kinder und Jugendliche berichteten einige Nebenwirkungen häufiger als Erwachsene, etwa Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder Magenkrämpfe, Erbrechen, Halsschmerzen, Husten und schmerzhafte Regelblutungen [1].
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Gefäße und KreislaufRötung im Gesicht oder am Körper (Hitzegefühl, Flushing), Wärmegefühl, Hitze, brennendes Gefühl oder Juckreiz[1, 2]Mehr dazu: HitzewallungenJuckreiz
- Magen und DarmWeicher Stuhl (Durchfall)[1, 2]Mehr dazu: Durchfall
- Magen und DarmÜbelkeit[1, 2]Mehr dazu: Übelkeit
- Magen und DarmMagenschmerzen oder Magenkrämpfe (laut Fachinformation Oberbauch- und Bauchschmerzen)[1, 2]Mehr dazu: Bauchschmerzen
- Laborwerte und UntersuchungenKetone (Ketonkörper) im Urin, Stoffe, die der Körper auch natürlich bildet[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- InfektionenEntzündung der Magen-Darm-Schleimhäute (Gastroenteritis)[1, 2]
- Magen und DarmErbrechen[1, 2]Mehr dazu: Erbrechen
- Magen und DarmOberbauchbeschwerden (Dyspepsie)[1, 2]Mehr dazu: Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden
- Magen und DarmEntzündung der Magenschleimhaut (Gastritis)[1, 2]
- Magen und DarmMagen-Darm-Erkrankungen[1, 2]
- NervensystemBrennen[1, 2]
- Gefäße und KreislaufWärmegefühl, Hitzewallung[1, 2]Mehr dazu: Hitzewallungen
- HautJuckende Haut (Pruritus)[1, 2]Mehr dazu: Juckreiz
- HautHautausschlag[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
- HautPinkfarbene oder rote Flecken auf der Haut (Erythem)[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
- HautHaarausfall (Alopezie)[1, 2]Mehr dazu: Haarausfall
- Blut und LymphsystemVerminderte Zahl weißer Blutkörperchen im Blut (Lymphopenie, Leukopenie); der Körper kann Infektionen dann möglicherweise weniger wirksam bekämpfen[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsErhöhte Infektanfälligkeit
- Nieren und HarnwegeEiweiß (Albumin) im Urin (Proteinurie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
- Leber und GalleErhöhte Leberenzymwerte (ALT, AST) im Blut[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- ImmunsystemAllergische Reaktionen (Überempfindlichkeit)[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- Blut und LymphsystemVerminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Leber und GalleLeberentzündung und Anstieg der Leberenzymwerte (ALT oder AST zusammen mit Bilirubin); laut Fachinformation arzneimittelbedingter Leberschaden[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- ImmunsystemSchwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) mit Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Zunge (Angioödem), Keuchen, Atemproblemen oder Kurzatmigkeit (Dyspnoe, Hypoxie), Schwindel oder Bewusstlosigkeit (Hypotonie)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnotNiedriger Blutdruck
- InfektionenGürtelrose (Herpes zoster) mit Bläschen, Brennen, Juckreiz oder schmerzender Haut, in der Regel einseitig am Oberkörper oder im Gesicht, im Frühstadium zusammen mit Fieber und Abgeschlagenheit, danach Taubheit, Juckreiz oder rote Flecken mit starken Schmerzen[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- InfektionenProgressive multifokale Leukenzephalopathie (PML), eine durch das John-Cunningham-Virus (JCV) ausgelöste Gehirninfektion, die tödlich verlaufen oder zu schwerer Behinderung führen kann[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- AtemwegeLaufende Nase (Rhinorrhoe)[1, 2]Mehr dazu: Verstopfte Nase
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Die Zeichen einer PML können denen eines MS-Schubs ähneln. Laut Packungsbeilage ist die PML nach 1 bis 5 Jahren der Behandlung aufgetreten; das Risiko könnte höher sein, wenn Sie zuvor Arzneimittel erhalten haben, die das Immunsystem einschränken [1]. Laut Fachinformation scheint eine anhaltende mäßige bis schwere Verminderung der Lymphozyten das PML-Risiko zu erhöhen; Fälle traten aber auch bei leichter Verminderung auf [2]. Informieren Sie Ihre Partnerin, Ihren Partner oder Ihre Betreuungsperson über die Behandlung, denn sie könnten Veränderungen bemerken, die Ihnen selbst nicht auffallen [1].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Hitzegefühl und Magen-Darm-Beschwerden: Nehmen Sie die Kapseln mit einer Mahlzeit ein; das kann laut Packungsbeilage helfen, Rötung, Wärmegefühl, Durchfall, Übelkeit und Magenschmerzen zu mindern [1]. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wie sich diese Beschwerden behandeln lassen. Sie oder er kann die Dosis verringern; verringern Sie sie nicht selbst [1]. Laut Fachinformation kann bei nicht tolerierbarem Hitzegefühl eine kurzfristige Behandlung mit Acetylsalicylsäure ohne magensaftresistenten Überzug von Nutzen sein; das entscheidet die Ärztin oder der Arzt [2]. Wie Sie Mittel zu den Mahlzeiten einnehmen, erklärt der Ratgeber Einnahme vor oder nach dem Essen.
Blutwerte und Infektionen: Vor Beginn und während der Behandlung werden die weißen Blutkörperchen sowie Nieren und Leber regelmäßig untersucht [1]. Sind die weißen Blutkörperchen niedrig, kann der Körper Infektionen weniger wirksam bekämpfen; wenden Sie sich bei einer schweren Infektion wie einer Lungenentzündung umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Mehr dazu lesen Sie unter Infektanfälligkeit durch Medikamente und Veränderungen des Blutbilds.
Gürtelrose: Unter der Behandlung kann sich eine Gürtelrose (Herpes zoster) entwickeln, in einigen Fällen mit schwerwiegenden Komplikationen. Informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie Bläschen, Brennen, Juckreiz oder schmerzende Haut bemerken [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Das gilt vor allem für andere Mittel mit Fumarsäureestern (etwa gegen Schuppenflechte), für Mittel, die das Immunsystem beeinflussen, und für Mittel, die auf die Nieren wirken, darunter Schmerzmittel wie Ibuprofen und Arzneimittel mit Lithium [1]. Laut Fachinformation wird Dimethylfumarat ohne Beteiligung des Enzymsystems Cytochrom P450 verstoffwechselt; in Laborstudien zu diesen Enzymen wurden keine Wechselwirkungsrisiken festgestellt [2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Andere Arzneimittel mit Fumarsäureestern (Fumaraten), etwa zur Behandlung der Schuppenflechte, auch auf der Haut angewendete | Laut Fachinformation soll die gleichzeitige Anwendung während der Behandlung vermieden werden[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen: Chemotherapeutika, Immunsuppressiva und andere Mittel gegen MS | Tecfidera wurde nicht zusammen mit Krebsmitteln oder Immunsuppressiva untersucht; eine vorherige immunsuppressive Behandlung kann laut Fachinformation zur Entwicklung einer PML beitragen[1, 2] | Laut Fachinformation Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung; bei einem Wechsel werden Halbwertszeit und Wirkweise des vorherigen Mittels berücksichtigt |
| Arzneimittel, die auf die Nieren wirken: einige Antibiotika (laut Fachinformation Aminoglykoside), Entwässerungsmittel (Diuretika), Schmerzmittel wie Ibuprofen und vergleichbare entzündungshemmende Mittel, Lithium | Das Risiko für Nebenwirkungen an den Nieren, etwa Eiweiß im Urin, kann steigen[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Lebendimpfstoffe | Können unter der Behandlung zu einer Infektion führen[1, 2] | Vermeiden; laut Fachinformation nur in Ausnahmefällen, wenn das Risiko einer Nichtimpfung überwiegt. Ob Totimpfstoffe infrage kommen, bespricht die Ärztin oder der Arzt mit Ihnen |
| Kortison als kurzzeitige Infusion zur Behandlung eines MS-Schubs | Laut Fachinformation in Studien nicht mit einer klinisch relevanten Zunahme von Infektionen verbunden[2] | Welche Mittel Sie zusätzlich erhalten, entscheidet die Ärztin oder der Arzt |
| Acetylsalicylsäure (ASS) | Veränderte in Studien die Verarbeitung von Tecfidera im Körper nicht; laut Fachinformation kann eine kurzfristige Behandlung mit ASS ohne magensaftresistenten Überzug bei nicht tolerierbarem Hitzegefühl von Nutzen sein. Eine Daueranwendung über mehr als 4 Wochen wurde nicht untersucht[2] | Nur nach ärztlicher Anweisung; mögliche Risiken einer ASS-Behandlung werden vorher abgewogen |
| Pille (orale Verhütungsmittel) | Laut Fachinformation keine relevante Veränderung der Hormonspiegel mit einer Pille aus Norgestimat und Ethinylestradiol; eine Wirkung auf Pillen mit anderen Gestagenen wird nicht erwartet[2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle Arzneimittel informieren |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Dimethylfumarat nicht oder nur mit Vorsicht einnehmen sollte
Bei einer vermuteten oder bestätigten PML darf Dimethylfumarat nicht eingenommen werden [1, 2]. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie eine schwere Nieren- oder Lebererkrankung, eine Erkrankung von Magen oder Darm oder eine schwere Infektion haben [1]. Laut Fachinformation darf die Behandlung bei einer schweren Verminderung der Lymphozyten nicht begonnen werden [2].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Blutuntersuchungen: Vor Beginn prüft die Ärztin oder der Arzt die Zahl der weißen Blutkörperchen sowie die Funktion von Nieren und Leber und untersucht sie während der Behandlung regelmäßig. Laut Fachinformation wird nach Beginn alle 3 Monate ein großes Blutbild einschließlich Lymphozyten bestimmt; die Nierenfunktion wird vor Beginn, nach 3 und 6 Monaten und danach alle 6 bis 12 Monate kontrolliert, die Leberwerte vor Beginn und bei Bedarf[1, 2]
- Verminderte Lymphozyten: Laut Fachinformation darf die Behandlung bei schwerer Lymphopenie (unter 0,5 × 10⁹/l) nicht begonnen werden. Hält eine schwere Lymphopenie länger als 6 Monate an, sollte die Behandlung wegen des erhöhten PML-Risikos abgesetzt werden; bei anhaltender mäßiger Verminderung (0,5 bis unter 0,8 × 10⁹/l) über mehr als 6 Monate sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis erneut überprüft werden; bei Werten unterhalb der unteren Normgrenze des Labors wird eine regelmäßige Kontrolle der Lymphozytenzahl empfohlen[2]
- Frühere Behandlung mit Arzneimitteln, die das Immunsystem einschränken: Das PML-Risiko könnte höher sein. Laut Fachinformation trat ein Großteil der bestätigten PML-Fälle bei Behandelten mit vorheriger immunmodulierender Behandlung auf; auch nach einer Behandlung mit Natalizumab wurden PML-Fälle berichtet[1, 2]
- Schwere Nieren- oder Lebererkrankung: Tecfidera wurde laut Fachinformation bei diesen Behandelten nicht untersucht[1, 2]
- Erkrankung des Magens oder Darms; laut Fachinformation wurde Tecfidera bei schwerer aktiver Magen-Darm-Erkrankung nicht untersucht[1, 2]
- Schwere Infektion, zum Beispiel eine Lungenentzündung: Laut Fachinformation beginnt die Behandlung erst nach Abklingen der Infektion; tritt während der Behandlung eine schwerwiegende Infektion auf, sollte ein Aussetzen der Behandlung erwogen werden[1, 2]
- Magnetresonanztomographie (MRT): Laut Fachinformation sollte vor Beginn eine Ausgangsuntersuchung vorliegen (in der Regel innerhalb von 3 Monaten); bei klinischem Verdacht auf eine PML sollte unverzüglich ein MRT gemacht werden[2]
- Partnerin, Partner oder Betreuungspersonen über die Behandlung informieren: Sie könnten Zeichen einer PML bemerken, die Sie selbst nicht wahrnehmen[1, 2]
- Kinder unter 10 Jahren: nicht anwenden, weil für diese Altersgruppe keine Daten vorliegen; für Kinder von 10 bis 12 Jahren liegen laut Fachinformation nur begrenzte Daten vor[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Hochprozentiger Alkohol kurz nach der Einnahme kann laut Packungsbeilage zu einer Magenschleimhautentzündung führen; die Karte unten nennt die Grenzen [1]. Allgemeine Hinweise finden Sie im Ratgeber Medikamente und Alkohol. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über die Behandlung; laut Embryotox sollten Patientinnen schon bei der Planung mit ihrer Fachärztin oder ihrem Facharzt sprechen [1, 3]. Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité sagen [1, 2, 3].
Schwangerschaft
Über die Auswirkungen auf das ungeborene Kind liegen nur begrenzte Informationen vor. Nehmen Sie Tecfidera in der Schwangerschaft nicht ein, außer Sie haben es mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochen und das Arzneimittel ist für Sie eindeutig notwendig. Fragen Sie vorher um Rat, wenn Sie schwanger sind, es vermuten oder eine Schwangerschaft planen.[1]
Laut Fachinformation wurden im Schwangerschaftsregister 289 prospektiv erfasste Schwangerschaftsausgänge bei MS-Patientinnen dokumentiert; der Median der Einnahmedauer lag bei 4,6 Schwangerschaftswochen. Für diese frühe Einnahme fanden sich im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung keine Hinweise auf Fehlbildungen oder Schäden beim Kind; das Risiko einer längeren oder späteren Einnahme ist nicht bekannt. Tierversuche haben eine schädliche Wirkung auf die Fortpflanzung (Reproduktionstoxizität) gezeigt. Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung in der Schwangerschaft vermieden werden.[2]
Embryotox stuft Fumarsäureester als Mittel mit widersprüchlichen oder noch unzureichenden Studienergebnissen ein und schätzt den Erfahrungsumfang als mittel ein: In einer Registerstudie mit mehr als 300 Schwangerschaften fanden sich keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko; zu einer Einnahme nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel liegen keine veröffentlichten Daten vor. Laut Embryotox kann die Behandlung bei MS bis zum positiven Schwangerschaftstest fortgesetzt werden; ihre weitere Fortführung sollte kritisch überdacht werden. Nach einer Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel sollte eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden. Als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox bei MS Interferon beta-1a bzw. Interferon beta-1b und Glatirameracetat, bei Schuppenflechte je nach Schwere zum Beispiel Kortison zum Auftragen (topische Kortikoide), bei schwereren Verläufen auch eine innerliche Behandlung etwa mit Prednisolon oder Ciclosporin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht; ein Risiko für das Kind kann laut Fachinformation nicht ausgeschlossen werden. Die Ärztin oder der Arzt berät Sie, ob Sie nicht mehr stillen oder kein Tecfidera mehr einnehmen sollten; dabei werden der Nutzen des Stillens für Ihr Kind und der Nutzen der Behandlung für Sie abgewogen.[1, 2]
Laut Embryotox gibt es Messungen in der Muttermilch bei drei Müttern, die nicht stillten, und einen Kurzbericht über 20 Kinder, die nach dem ersten Lebensmonat gestillt wurden; Beschwerden bei gestillten Kindern wurden bisher nicht berichtet. Nach der Neugeborenenzeit kann das Stillen eines gesunden, reif geborenen Säuglings nach Abwägung von Nutzen und Risiko in Betracht gezogen werden, mit guter Beobachtung durch die Mutter und regelmäßiger kinderärztlicher Betreuung.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Vermeiden Sie innerhalb einer Stunde nach der Einnahme mehr als eine kleine Menge (also über 50 ml) hochprozentiger Getränke mit über 30 % Vol. Alkohol, etwa Spirituosen: Es kann zu Wechselwirkungen kommen, die eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) auslösen können, besonders bei Menschen, die dafür anfällig sind. Laut Fachinformation veränderten mäßige Mengen Alkohol die Aufnahme des Wirkstoffs nicht und waren nicht mit mehr Nebenwirkungen verbunden.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Es ist nicht zu erwarten, dass Tecfidera die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinflusst; laut Fachinformation hat es keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss.[1, 2]
Einnahme
Die Kapseln unzerkaut mit etwas Wasser schlucken und nicht teilen, zerdrücken, auflösen, lutschen oder kauen, da das einige Nebenwirkungen verstärken kann. Nehmen Sie Tecfidera mit einer Mahlzeit ein, das kann helfen, einige der häufigsten Nebenwirkungen zu verringern.[1]
Dosis vergessen: nicht die doppelte Menge einnehmen. Die ausgelassene Dosis können Sie nachholen, wenn zwischen den Einnahmen mindestens 4 Stunden liegen; sonst warten Sie bis zur nächsten geplanten Dosis.[1]
Absetzen
Verringern Sie die Dosis nicht selbst: Bei Hitzegefühl oder Magen-Darm-Beschwerden kann die Ärztin oder der Arzt die Dosis reduzieren. Laut Fachinformation wird Tecfidera bei ersten Zeichen einer PML abgesetzt und bei einer bestätigten PML dauerhaft beendet; nach dem Absetzen werden die Lymphozytenwerte beobachtet, bis sie sich normalisiert haben.[1, 2]
Überdosierung
Haben Sie zu viele Kapseln eingenommen, wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; es können Nebenwirkungen wie die oben beschriebenen auftreten. Laut Fachinformation entsprachen die Beschwerden in berichteten Fällen dem bekannten Sicherheitsprofil; ein Gegenmittel ist nicht bekannt, die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage nennt eine Anfangsdosis für die ersten 7 Tage und die anschließende reguläre Dosis; die Fachinformation ergänzt Angaben zur vorübergehenden Dosisverringerung und zu besonderen Patientengruppen [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis Sie einnehmen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Dimethylfumarat immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein. Schlucken Sie die Kapseln unzerkaut mit etwas Wasser und mit einer Mahlzeit. Teilen, zerdrücken, lösen, lutschen oder kauen Sie sie nicht, weil das einige Nebenwirkungen verstärken kann [1]. Laut Fachinformation schützt ein magensaftresistenter Überzug der kleinen Tabletten in der Kapsel den Magen-Darm-Trakt vor Reizungen [2]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge [1].
Ändern Sie die Dosis nicht selbst und setzen Sie das Mittel nicht eigenmächtig ab, sondern sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Laut Fachinformation wird die Behandlung bei ersten Zeichen einer PML abgesetzt; nach dem Absetzen werden die Lymphozytenwerte beobachtet, bis sie sich normalisiert haben. Nach Leberschäden normalisierten sich die Werte nach dem Absetzen wieder [2]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Dimethylfumarat
Neben dem Originalpräparat Tecfidera gibt es Präparate weiterer Anbieter; eine Auswahl steht in der Tabelle. Grundlage dieser Seite ist die EMA-Produktinformation von Tecfidera mit Stand Januar 2025 [1, 2]. Tecfidera gibt es als magensaftresistente Kapseln in den Stärken 120 mg und 240 mg [1]. Skilarence wird laut Embryotox bei Schuppenflechte eingesetzt und hat eine eigene Packungsbeilage; maßgeblich ist immer die Packungsbeilage Ihres Präparats [3].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Dimethylfumarat Accord | Accord Healthcare Ltd | Generikum; magensaftresistente Hartkapseln |
| Dimethylfumarat Mylan | Mylan Pharmaceuticals Limited | Generikum; magensaftresistente Hartkapseln |
| Dimethylfumarat Neuraxpharm | Neuraxpharm Pharmaceuticals S.L. | Generikum; magensaftresistente Hartkapseln |
| Skilarence | Almirall, S.A. | Zugelassen bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris bei Erwachsenen, die eine systemische Arzneimitteltherapie benötigen; eigene Packungsbeilage |
| Tecfidera | Biogen Netherlands B.V. (in Deutschland: Biogen GmbH) | Magensaftresistente Hartkapseln mit 120 mg oder 240 mg; Originalpräparat; Grundlage dieser Seite |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Tecfidera (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Tecfidera 120 mg/240 mg magensaftresistente Hartkapseln. Biogen Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 01/2025. abgerufen am 11.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Tecfidera (EPAR), Anhang I: Fachinformation Tecfidera 120 mg/240 mg magensaftresistente Hartkapseln, und Anhang II. Biogen Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 01/2025. abgerufen am 11.10.2026
- Embryotox Embryotox: Fumarsäureester. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Skilarence 30 mg/120 mg magensaftresistente Tabletten (EPAR), Anhang I: Fachinformation, Abschnitt 4.1. Almirall, S.A. (Zulassungsinhaber), Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2025. abgerufen am 18.10.2026
Häufige Fragen
Welche Nebenwirkungen hat Dimethylfumarat am häufigsten?
Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Behandelten) treten Rötung im Gesicht oder am Körper mit Wärmegefühl, Brennen oder Juckreiz (Hitzegefühl, Flushing), weicher Stuhl, Übelkeit sowie Magenschmerzen oder Magenkrämpfe auf; außerdem werden bei Urinuntersuchungen sehr häufig Ketone festgestellt. Laut Fachinformation beginnen Hitzegefühl und Magen-Darm-Beschwerden tendenziell früh in der Behandlung, hauptsächlich im ersten Monat, und können danach immer wieder auftreten.
Was hilft gegen das Hitzegefühl (Flushing) durch Dimethylfumarat?
Laut Packungsbeilage kann die Einnahme mit einer Mahlzeit helfen, Hitzegefühl und Magen-Darm-Beschwerden zu mindern. Die Ärztin oder der Arzt kann die Dosis vorübergehend verringern; verringern Sie sie nicht selbst. Laut Fachinformation kann bei nicht tolerierbarem Hitzegefühl eine kurzfristige Behandlung mit Acetylsalicylsäure ohne magensaftresistenten Überzug von Nutzen sein; das entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Kommt zur Rötung ein roter Ausschlag oder Nesselausschlag und zusätzlich eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Zunge, Keuchen, Atemprobleme, Schwindel oder Bewusstlosigkeit hinzu, kann das eine schwere allergische Reaktion sein: Setzen Sie das Mittel ab und holen Sie sofort ärztliche Hilfe.
Warum wird unter Dimethylfumarat regelmäßig das Blut untersucht?
Dimethylfumarat kann die Zahl der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) senken; laut Fachinformation verringerte sie sich in den Studien im ersten Behandlungsjahr im Durchschnitt um etwa 30 Prozent des Ausgangswerts. Sind die weißen Blutkörperchen niedrig, steigt das Risiko für Infektionen, auch für die Gehirninfektion PML. Laut Fachinformation wird deshalb nach Beginn alle 3 Monate ein großes Blutbild bestimmt; auch Nieren- und Leberwerte werden kontrolliert.
Was ist eine PML und woran erkenne ich sie?
Die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) ist eine Infektion des Gehirns durch das John-Cunningham-Virus, die zu schwerer Behinderung oder zum Tod führen kann. Ihre Zeichen können einem MS-Schub ähneln: neue oder zunehmende Schwäche einer Körperhälfte, Ungeschicklichkeit, Veränderungen beim Sehen, Denken oder Gedächtnis, Verwirrung, Persönlichkeitsveränderungen oder Sprachprobleme, die länger als mehrere Tage anhalten. Wenden Sie sich dann unverzüglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und informieren Sie auch Angehörige über Ihre Behandlung, weil sie Veränderungen bemerken könnten, die Ihnen selbst nicht auffallen.
Darf ich während der Behandlung mit Dimethylfumarat Alkohol trinken?
Innerhalb einer Stunde nach der Einnahme sollten Sie nicht mehr als eine kleine Menge hochprozentiger Getränke mit über 30 % Vol. Alkohol trinken, etwa Spirituosen. Das kann laut Packungsbeilage zu einer Magenschleimhautentzündung führen, besonders bei Menschen, die dafür anfällig sind. Mäßige Mengen Alkohol waren laut Fachinformation nicht mit mehr Nebenwirkungen verbunden.
Kann ich unter Dimethylfumarat schwanger werden?
Sprechen Sie schon bei der Planung einer Schwangerschaft mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Laut Packungsbeilage sollten Sie Tecfidera in der Schwangerschaft nur einnehmen, wenn Sie es besprochen haben und es eindeutig notwendig ist. Laut Embryotox kann die Behandlung bei MS bis zum positiven Schwangerschaftstest fortgesetzt werden; als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox Interferon beta-1a bzw. beta-1b und Glatirameracetat. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Bekommt man von Dimethylfumarat Haarausfall?
Haarausfall (Alopezie) gehört laut Packungsbeilage zu den häufigen Nebenwirkungen und kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen. Belastet Sie der Haarausfall, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, statt das Mittel selbst abzusetzen.
Darf ich mich unter Dimethylfumarat impfen lassen?
Lebendimpfstoffe können unter der Behandlung zu einer Infektion führen und sollten vermieden werden; laut Fachinformation kommen sie nur in Ausnahmefällen infrage, wenn das Risiko einer Nichtimpfung überwiegt. Totimpfstoffe nach den nationalen Impfempfehlungen können laut Fachinformation während der Behandlung in Betracht gezogen werden. Welche Impfung für Sie infrage kommt, bespricht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Medikamente Ofatumumab (Kesimpta)Ofatumumab ist ein Antikörper gegen schubförmige Multiple Sklerose.
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Nebenwirkungen QT-Verlängerung und Herzrhythmusstörungen durch MedikamenteManche Medikamente verlängern die QT-Zeit im EKG und können Herzrhythmusstörungen auslösen.