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Brinzolamid (Azopt): Nebenwirkungen und Wirkung
Brinzolamid ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff in Augentropfen, enthalten etwa in AZOPT. Er hemmt das Enzym Carboanhydrase und senkt so bei Erwachsenen den erhöhten Augeninnendruck bei okulärer Hypertension oder Offenwinkelglaukom. Häufig sind Verschwommensehen nach dem Eintropfen, Augenreizung und ein schlechter Geschmack. Bei Zeichen einer schweren Hautreaktion brechen Sie die Anwendung ab und suchen sofort eine Ärztin oder einen Arzt auf.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Verschwommensehen; laut Fachinformation vorübergehend nach dem Eintropfen für einige Sekunden bis einige Minuten[1, 2]
- Häufig: Augenreizung, Augenschmerzen und Augenrötung (okuläre Hyperämie)[1, 2]
- Häufig: Augenausfluss, Augenjucken, trockenes Auge und ungewöhnliche Empfindungen im Auge[1]
- Häufig: Fremdkörpergefühl im Auge[2]
- Häufig: Schlechter Geschmack (Geschmacksstörung); laut Fachinformation ein bitterer oder ungewöhnlicher Geschmack nach dem Eintropfen[1, 2]
Wofür wird Brinzolamid eingesetzt?
Brinzolamid ist der Wirkstoff der verschreibungspflichtigen Augentropfen AZOPT; jeder Milliliter der Augentropfensuspension enthält 10 mg Brinzolamid [1, 2]. Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der Carboanhydrasehemmer und senkt den Druck im Auge. Laut Packungsbeilage sind die Tropfen zur Behandlung eines erhöhten Drucks im Auge bestimmt, der eine Erkrankung namens Glaukom hervorrufen kann; ist der Druck im Auge zu hoch, kann das Ihr Sehvermögen gefährden [1]. Mehr zur Erkrankung lesen Sie unter Grüner Star (Glaukom).
Nach der Fachinformation ist AZOPT bei Erwachsenen zugelassen, um einen erhöhten Augeninnendruck bei okulärer Hypertension oder bei einem Offenwinkelglaukom zu senken, und zwar allein, wenn Betablocker nicht wirken oder nicht angewendet werden dürfen, oder zusätzlich zu Betablockern oder Prostaglandin-Analoga [2]. In Studien wurde AZOPT als Zusatzmittel vor allem zusammen mit Timolol geprüft, außerdem zusammen mit dem Prostaglandin-Analogon Travoprost; Langzeitergebnisse zu dieser Kombination liegen nicht vor [2].
Wie wirkt Brinzolamid?
Carboanhydrase ist ein Enzym, das in vielen Geweben des Körpers vorkommt, auch im Auge. Brinzolamid hemmt dieses Enzym in den Ziliarfortsätzen des Auges. Dadurch wird weniger Kammerwasser gebildet, und der Augeninnendruck sinkt [2]. Ein erhöhter Augeninnendruck ist laut Fachinformation ein Hauptrisikofaktor für die Schädigung des Sehnervs und den Verlust von Gesichtsfeld beim Glaukom [2].
Obwohl Brinzolamid am Auge angewendet wird, gelangt es in den Blutkreislauf. Es verteilt sich zum großen Teil in die roten Blutkörperchen, reichert sich dort an und hat im Blut eine lange Halbwertszeit von durchschnittlich etwa 24 Wochen; die Konzentrationen im Blutplasma sind niedrig. Ausgeschieden wird es hauptsächlich über die Nieren [2]. Weil Brinzolamid zu den Sulfonamiden gehört und in den Körper aufgenommen wird, können auch bei Anwendung am Auge Nebenwirkungen auftreten, die von Carboanhydrasehemmern zum Einnehmen bekannt sind [2]. Nach dem Absetzen ist laut Fachinformation zu erwarten, dass die drucksenkende Wirkung noch 5 bis 7 Tage anhält [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen aus Packungsbeilage und Fachinformation von AZOPT. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 2]. Die Einstufung folgt der Packungsbeilage; Nebenwirkungen, die nur die Fachinformation nennt, tragen deren Einstufung. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
In klinischen Studien mit 2.732 Patientinnen und Patienten, die AZOPT allein oder zusätzlich zu Timolol erhielten, waren Geschmacksstörungen, also ein bitterer oder ungewöhnlicher Geschmack (6,0 Prozent), und vorübergehendes Verschwommensehen nach dem Eintropfen (5,4 Prozent) die häufigsten Nebenwirkungen; das Verschwommensehen dauerte einige Sekunden bis einige Minuten [2]. Der Geschmack entsteht vermutlich, weil die Tropfen über den Tränennasengang in den Nasenrachenraum abfließen [2]. Mehr dazu unter Geschmacksstörungen und Sehstörungen.
Weil Brinzolamid in den Körper aufgenommen wird, können die typischen Nebenwirkungen von Sulfonamiden, die im Körper wirken, auch bei Anwendung am Auge auftreten, einschließlich schwerer Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) [2]. Laut Fachinformation werden außerdem Wirkungen auf Magen und Darm, Nervensystem, Blut, Nieren und Stoffwechsel allgemein mit Carboanhydrasehemmern in Verbindung gebracht, die im Körper wirken [2]. Bei Kindern und Jugendlichen traten in kurzen Studien mit wenigen Teilnehmenden bei etwa 12,5 Prozent Nebenwirkungen auf, überwiegend örtliche, nicht schwerwiegende Reaktionen am Auge wie Rötung der Bindehaut, Augenreizung, Augenausfluss und verstärkter Tränenfluss [2].
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- AugenVerschwommensehen; laut Fachinformation vorübergehend nach dem Eintropfen für einige Sekunden bis einige Minuten[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- AugenAugenreizung, Augenschmerzen und Augenrötung (okuläre Hyperämie)[1, 2]
- AugenAugenausfluss, Augenjucken, trockenes Auge und ungewöhnliche Empfindungen im Auge[1]
- AugenFremdkörpergefühl im Auge[2]
- Magen und DarmSchlechter Geschmack (Geschmacksstörung); laut Fachinformation ein bitterer oder ungewöhnlicher Geschmack nach dem Eintropfen[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- AugenLichtempfindlichkeit der Augen (Photophobie) und Blenden[1, 2]
- AugenEntzündung oder Infektion der Bindehaut (Konjunktivitis), auch allergische Konjunktivitis; Rötung der Bindehaut[1, 2]
- AugenSchwellung des Auges; Jucken, Rötung oder Schwellung des Augenlids; Lidrandentzündung (Blepharitis); Verkrustung des Augenlids[1, 2]
- AugenAblagerungen im Auge und auf der Augenoberfläche; verstärkte Pigmentierung des Auges (Skleralpigmentation)[1, 2]
- AugenAugenbrennen, Augenbeschwerden, müde Augen (Asthenopie) und verstärkte Tränenbildung[1, 2]
- AugenSchäden oder Entzündungen der Hornhaut (Hornhauterosion, Keratitis, Keratitis punctata, Keratopathie, Defekt oder Erkrankung des Hornhautepithels) und Hornhautfärbung[2]
- AugenEntzündung der Meibom-Drüsen, Keratokonjunktivitis sicca, Pterygium und Zysten unter der Bindehaut (subkonjunktivale Zysten)[2]
- HerzVerringerte Herzfunktion; Herz- und Atem-Distress[1, 2]
- HerzVerstärktes Herzklopfen, das auch beschleunigt oder unregelmäßig sein kann (Palpitationen); verlangsamter Herzschlag (Bradykardie)[1, 2]Mehr dazu: HerzrasenVerlangsamter Herzschlag
- AtemwegeErschwerte Atmung, Kurzatmigkeit (Dyspnoe)[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- AtemwegeHusten[1, 2]Mehr dazu: Reizhusten
- AtemwegeNasenbluten, laufende Nase, verstopfte Nase und Niesen[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue FleckenVerstopfte Nase
- AtemwegeRachenreizung und Halsschmerzen[1, 2]
- InfektionenErkältungssymptome (Nasopharyngitis), Rachenentzündung (Pharyngitis) und Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)[1, 2]
- Blut und LymphsystemVerminderte Anzahl roter Blutkörperchen und erhöhte Chloridwerte im Blut[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- NervensystemSchwindelgefühl und Kopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: SchwindelKopfschmerzen
- NervensystemEingeschränktes Erinnerungsvermögen (Amnesie)[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- NervensystemBewegungsprobleme (motorische Funktionsstörung)[1, 2]
- NervensystemUngewöhnliches Hautgefühl (Parästhesien)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- PsycheDepressionen, depressive Verstimmung, Nervosität, verringerte Anteilnahme (Apathie) und Albträume[1, 2]Mehr dazu: Depressive VerstimmungUnruhe und NervositätAlbträume
- PsycheVerringertes Lustgefühl (Libido vermindert)[1, 2]Mehr dazu: Weniger Lust auf Sex
- Geschlechtsorgane und BrustErektionsprobleme (erektile Dysfunktion)[1, 2]Mehr dazu: Erektionsstörungen
- Magen und DarmUngewöhnliches oder verringertes Gefühl im Mund und Mundtrockenheit[1, 2]Mehr dazu: Mundtrockenheit
- Magen und DarmSpeiseröhrenentzündung (Ösophagitis)[1, 2]
- Magen und DarmBauchschmerzen und Oberbauchbeschwerden, Magenbeschwerden, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Übelkeit und Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: BauchschmerzenSodbrennen und VerdauungsbeschwerdenÜbelkeitErbrechen
- Magen und DarmDurchfall, häufige Darmentleerung, Blähungen und Magen-Darm-Beschwerden[1, 2]Mehr dazu: DurchfallBlähungen
- Nieren und HarnwegeNierenschmerzen[1, 2]
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschmerzen, Muskelzucken (Muskelspasmen) und Rückenschmerzen[1, 2]Mehr dazu: MuskelschmerzenRückenschmerzen
- HautAusschlag, auch Hautausschlag oder -rötung mit erhabenen Knötchen (makulopapulöser Ausschlag); Jucken; Hautspannen[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagJuckreiz
- Allgemeine BeschwerdenAllgemeines Schwächegefühl, Müdigkeit, ungewöhnliches Gefühl, Schmerzen und Engegefühl in der Brust (Brustkorbbeschwerden)[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)Müdigkeit
- Verletzungen und VergiftungenFremdkörper im Auge[2]
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- AugenSchwellung der Hornhaut (Hornhautödem) und Schwellungen um das Auge herum (Periorbitalödem)[1, 2]
- AugenUngewöhnliches, doppeltes oder verringertes Sehen (Doppeltsehen, verminderte Sehschärfe) und Lichtblitze im Sichtfeld (Photopsie)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- AugenVerringertes Empfinden des Auges (Hypoästhesie des Auges)[1, 2]
- AugenErhöhter Augeninnendruck; Schädigung des Sehnervs (vergrößerte Exkavation der Sehnervenpapille)[1, 2]
- NervensystemEingeschränktes Erinnerungsvermögen und Schläfrigkeit (Somnolenz)[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und GedächtnisstörungenMüdigkeit
- PsycheSchlafstörung (Insomnie)[1, 2]Mehr dazu: Schlafstörungen
- Ohr und GleichgewichtOhrgeräusche (Tinnitus)[1, 2]Mehr dazu: Ohrgeräusche
- HerzUnregelmäßige Herzschlagfrequenz[1, 2]Mehr dazu: Herzrhythmusstörungen
- HerzAngina pectoris[2]
- AtemwegeVerstopfung der oberen Atemwege und der Nasennebenhöhlen, verstopfte Nase und trockene Nase[1, 2]Mehr dazu: Verstopfte Nase
- AtemwegeKeuchen; Hyperreagibilität des Bronchialsystems[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- HautJuckender Hautausschlag (Urtikaria), generalisierter Juckreiz und Haarausfall (Alopezie)[1, 2]Mehr dazu: NesselsuchtJuckreizHaarausfall
- Allgemeine BeschwerdenBrustkorbschmerz, Gefühl der Zerfahrenheit, Reizbarkeit und körperliche Schwäche (Asthenie)[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)Aggressivität und Reizbarkeit
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- AugenVeränderungen und Rötung der Augenlider, Erkrankung der Hornhaut und Augenallergie[1, 2]
- AugenSehstörung[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- AugenVermindertes Wachstum oder verringerte Anzahl der Wimpern (Madarosis)[1, 2]
- ImmunsystemVerstärkte Allergiesymptome (Überempfindlichkeit)[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- NervensystemVerringerte Berührungsempfindlichkeit (Hypoästhesie); Zucken (Tremor)[1, 2]Mehr dazu: ZitternKribbeln und Taubheitsgefühl
- NervensystemVerlust oder Verringerung des Geschmacksempfindens (Ageusie)[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
- Ohr und GleichgewichtVertigo[2]Mehr dazu: Schwindel
- HerzErhöhter oder erniedrigter Blutdruck (auch Hypertonie)[1, 2]Mehr dazu: BlutdruckanstiegNiedriger Blutdruck
- HerzErhöhte Herzschlagfrequenz (Tachykardie) und Herzrhythmusstörung (Arrhythmie)[1, 2]Mehr dazu: HerzrasenHerzrhythmusstörungen
- AtemwegeAsthma[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
- InfektionenRhinitis[2]Mehr dazu: Verstopfte Nase
- Stoffwechsel und ErnährungVerminderter Appetit[1, 2]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- Leber und GalleAuffälliger Leberfunktionstest[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautRötung, Entzündung oder Juckreiz der Haut (Erythem, Dermatitis)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagJuckreiz
- HautSchwerwiegende, potenziell lebensbedrohliche Hautausschläge: rötliche, flache, zielscheibenartige oder kreisförmige Flecken am Rumpf, oft mit Blasen in der Mitte, Abschälen der Haut, Geschwüre an Mund, Rachen, Nase, Genitalien und Augen; vorausgehen können Fieber und grippeähnliche Beschwerden (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen und Schmerzen in den Extremitäten[1, 2]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
- Nieren und HarnwegeHäufiges Wasserlassen (Pollakisurie)[1, 2]Mehr dazu: Häufiges Wasserlassen
- Allgemeine BeschwerdenSchwellung der Extremitäten (periphere Ödeme) und Unwohlsein[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Schwerwiegende Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse wurden in Verbindung mit Brinzolamid berichtet; ihnen können Fieber und grippeähnliche Beschwerden vorausgehen [1]. Laut Fachinformation sollten Patientinnen und Patienten zum Zeitpunkt der Verschreibung über die Anzeichen und Symptome aufgeklärt und engmaschig auf Hautreaktionen überwacht werden [2]. Mehr dazu unter Schwere Hautreaktionen.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Bitterer Geschmack und Wirkungen im Körper: Drücken Sie nach dem Eintropfen mindestens 1 Minute mit einem Finger auf den Augenwinkel neben der Nase; das hilft zu verhindern, dass AZOPT in den übrigen Körper gelangt [1]. Laut Fachinformation können das Verschließen des Tränenkanals oder ein sanftes Schließen des Augenlids nach der Anwendung die Aufnahme in den Körper und Nebenwirkungen im Körper verringern und dazu beitragen, dass der veränderte Geschmack seltener auftritt [2].
Verschwommensehen: Kurz nach dem Eintropfen sehen Sie möglicherweise leicht verschwommen. Fahren Sie erst wieder Auto und bedienen Sie erst wieder Maschinen, wenn Ihre Sicht klar ist [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Brennen, Schmerz oder Reizung im Auge: AZOPT enthält das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid, das Reizungen am Auge hervorrufen kann, besonders bei trockenen Augen oder Erkrankungen der Hornhaut. Tritt nach der Anwendung ein ungewöhnliches Gefühl, Brennen oder Schmerz im Auge auf, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Mehr zu trockenen Augen lesen Sie unter Trockene Augen.
Bemerken Sie andere Nebenwirkungen, auch solche, die nicht in der Packungsbeilage stehen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich angewendet haben oder anwenden wollen, auch solche, die Sie ohne Rezept gekauft haben [1]. Wenden Sie andere Carboanhydrasehemmer an (Acetazolamid oder Dorzolamid), sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Bei gleichzeitiger Gabe von Carboanhydrasehemmern zum Einnehmen können sich laut Fachinformation die bekannten Wirkungen im Körper addieren; diese Kombination wurde nicht geprüft und wird nicht empfohlen [2].
Spezielle Wechselwirkungsstudien gibt es nicht. Zusammen mit Prostaglandin-Analoga und Timolol-Augentropfen traten in klinischen Studien keine unerwünschten Wechselwirkungen auf; eine Wechselwirkung mit Miotika oder Adrenorezeptor-Agonisten wurde beim Einsatz als Zusatzmittel gegen Glaukom nicht untersucht [2]. Wenden Sie weitere Augentropfen an, lassen Sie mindestens 5 Minuten zwischen den Anwendungen vergehen; Augensalben sollten zum Schluss angewendet werden [1, 2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Andere Carboanhydrasehemmer (Acetazolamid oder Dorzolamid) | Bei gleichzeitiger Gabe mit einem Carboanhydrasehemmer zum Einnehmen können sich die bekannten Wirkungen im Körper addieren; diese Kombination wurde nicht geprüft[1, 2] | Mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen; die Kombination mit Carboanhydrasehemmern zum Einnehmen wird laut Fachinformation nicht empfohlen |
| Mittel, die das Enzym CYP3A4 hemmen (Ketoconazol, Itraconazol, Clotrimazol, Ritonavir, Troleandomycin) | Der Abbau von Brinzolamid kann gehemmt werden; eine Anreicherung ist laut Fachinformation unwahrscheinlich, weil Brinzolamid hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird[2] | Vorsicht bei gleichzeitiger Gabe |
| Andere Augentropfen oder Augensalben | Spezielle Wechselwirkungsstudien wurden nicht durchgeführt; mit Prostaglandin-Analoga und Timolol-Augentropfen traten in Studien keine unerwünschten Wechselwirkungen auf[1, 2] | Mindestens 5 Minuten Abstand zwischen den Anwendungen; Augensalben zum Schluss anwenden |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Brinzolamid nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte
Sind Sie allergisch gegen Arzneimittel aus der Gruppe der Sulfonamide (die Packungsbeilage nennt als Beispiele Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes oder Infektionen und Entwässerungsmittel), dürfen Sie AZOPT nicht anwenden, weil es dieselbe Allergie hervorrufen kann [1]. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen AZOPT nur anwenden, wenn die Ärztin oder der Arzt es angewiesen hat [1]. Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu, sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Brinzolamid oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Allergie gegen Arzneimittel aus der Gruppe der Sulfonamide, etwa Mittel zur Behandlung von Diabetes oder Infektionen und Entwässerungsmittel (Diuretika); Brinzolamid kann dieselbe Allergie hervorrufen[1, 2]
- Schwere Nierenerkrankung (laut Fachinformation Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min)[1, 2]
- Übersäuerung des Blutes (hyperchlorämische Azidose)[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Nieren- oder Lebererkrankung: Bei eingeschränkter Leberfunktion wurde die Anwendung nicht untersucht und wird laut Fachinformation nicht empfohlen; bei möglicherweise eingeschränkter Nierenfunktion besteht das Risiko einer Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose)[1, 2]
- Trockene Augen oder Erkrankungen der Hornhaut: Das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid kann Reizungen am Auge hervorrufen; laut Fachinformation kann es eine Keratitis punctata und/oder eine toxische ulzerierende Keratitis auslösen. Bei vorgeschädigter Hornhaut, etwa bei Diabetes mellitus oder Hornhautdystrophie, wird eine sorgfältige Beobachtung empfohlen[1, 2]
- Kontaktlinsen: Benzalkoniumchlorid kann von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und sie verfärben. Linsen vor dem Eintropfen herausnehmen und frühestens nach 15 Minuten wieder einsetzen. Kontaktlinsenträger wurden nicht untersucht[1, 2]
- Einnahme oder Anwendung anderer Sulfonamid-haltiger Arzneimittel[1]
- Pseudoexfoliationsglaukom oder Pigmentglaukom: nur begrenzte Erfahrungen, laut Fachinformation engmaschige Kontrolle des Augeninnendrucks; Engwinkelglaukom: nicht klinisch geprüft, Anwendung wird nicht empfohlen[1, 2]
- Schwerer Hautausschlag, Abschälen der Haut, Blasenbildung oder wunde Stellen im Mund nach einer früheren Anwendung von AZOPT oder verwandten Arzneimitteln[1]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: nur, wenn die Ärztin oder der Arzt es angewiesen hat; laut Fachinformation sind Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen und die Anwendung wird nicht empfohlen[1, 2]
- Tätigkeiten, die erhöhte Aufmerksamkeit oder körperliche Koordination erfordern: Brinzolamid wird in den Körper aufgenommen und kann diese Fähigkeit beeinträchtigen[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Schwangerschaft, Stillzeit, Verkehrstüchtigkeit und Anwendung sagen [1, 2, 3]. Zu Alkohol enthalten Packungsbeilage und Fachinformation keinen Hinweis. Laut Packungsbeilage wird die Anwendung in der Schwangerschaft nicht empfohlen, es sei denn, die Ärztin oder der Arzt hat eine eindeutige Indikation gestellt [1]. Laut Embryotox dürfen brinzolamidhaltige Augentropfen angewendet werden, wenn besser untersuchte Alternativen (genannt werden Timolol und Latanoprost) nicht infrage kommen oder nicht ausreichend wirksam sind [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Die Anwendung in der Schwangerschaft wird nicht empfohlen; wenden Sie AZOPT nicht an, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat eine eindeutige Indikation gestellt. Frauen, die schwanger werden können, sollen während der Behandlung eine wirksame Verhütungsmethode anwenden. Laut Fachinformation liegen keine oder nur begrenzte Daten bei Schwangeren vor; Tierstudien zeigten nach Gabe in den Körper eine Reproduktionstoxizität.[1, 2]
Embryotox: Brinzolamidhaltige Augentropfen dürfen in der Schwangerschaft angewendet werden, wenn besser untersuchte Alternativen (genannt werden Timolol und Latanoprost) nicht infrage kommen oder nicht ausreichend wirken. Hinweise auf eine fehlbildende (teratogene) Wirkung haben sich bisher nicht ergeben, systematische Untersuchungen zum ersten Schwangerschaftsdrittel liegen aber nicht vor; der Erfahrungsumfang ist gering. Die Aufnahme in den Körper sollte durch Verschließen des Tränenkanals (nasolakrimale Okklusion) und Schließen der Augenlider für wenige Minuten verringert werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Die Anwendung in der Stillzeit wird laut Packungsbeilage nicht empfohlen. Laut Fachinformation ist nicht bekannt, ob Brinzolamid beim Menschen in die Muttermilch übergeht; ein Risiko für den gestillten Säugling kann nicht ausgeschlossen werden, und es muss entschieden werden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Behandlung verzichtet bzw. die Behandlung unterbrochen wird.[1, 2]
Embryotox: Brinzolamidhaltige Augentropfen können, wenn es notwendig ist, in der Stillzeit angewendet werden; über Beschwerden bei gestillten Säuglingen wurde bisher nicht berichtet. Die Aufnahme in den Körper sollte durch Verschließen des Tränenkanals und Schließen der Augenlider für wenige Minuten verringert werden.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Kurz nach dem Eintropfen sehen Sie möglicherweise leicht verschwommen; fahren Sie erst wieder Auto und bedienen Sie erst wieder Maschinen, wenn Ihre Sicht klar ist. AZOPT kann außerdem die Fähigkeit beeinträchtigen, Aufgaben mit erhöhter Aufmerksamkeit oder körperlicher Koordination auszuführen; tritt das auf, sollten Sie nur unter Vorsicht Auto fahren oder Maschinen bedienen.[1, 2]
Einnahme
Nur am Auge anwenden, nicht schlucken oder injizieren. Flasche vor Gebrauch gut schütteln und vor der ersten Anwendung den losen Anbruchschutzring entfernen. Mit der Tropferspitze weder Auge noch Augenlid, Augenumgebung oder andere Oberflächen berühren. Nach dem Eintropfen mindestens 1 Minute mit einem Finger auf den Augenwinkel neben der Nase drücken; das hilft zu verhindern, dass der Wirkstoff in den übrigen Körper gelangt.[1, 2]
Anwendung vergessen: laut Packungsbeilage einen Tropfen eintropfen, sobald Sie es bemerken, und dann wie geplant weitermachen; nicht die doppelte Menge anwenden. Vier Wochen nach dem ersten Öffnen die Flasche wegwerfen, um Augeninfektionen zu vermeiden.[1]
Absetzen
Brechen Sie die Behandlung ab, ohne vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zu informieren, ist Ihr Augeninnendruck nicht mehr kontrolliert, was zu Sehverlust führen kann. Laut Fachinformation wurden mögliche Rebound-Effekte nach dem Absetzen nicht untersucht.[1, 2]
Überdosierung
Ist zu viel ins Auge gelangt, spülen Sie das Auge mit lauwarmem Wasser aus und tropfen Sie erst zur nächsten planmäßigen Anwendung wieder. Laut Fachinformation wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet; möglich sind ein Ungleichgewicht der Elektrolyte, eine Übersäuerung und Auswirkungen auf das Nervensystem.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage nennt, wie oft AZOPT eingetropft wird; die Fachinformation ergänzt eine Obergrenze und Angaben für besondere Patientengruppen [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Welche Dosierung für Sie gilt, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
AZOPT ist ausschließlich zur Anwendung am Auge bestimmt. Waschen Sie sich vor dem Eintropfen die Hände und schütteln Sie die Flasche; nach dem ersten Öffnen der Kappe ist der Anbruchschutzring lose und wird vor der ersten Anwendung entfernt. Beugen Sie den Kopf zurück, ziehen Sie das Augenlid mit einem sauberen Finger nach unten, bis ein Spalt zwischen Lid und Auge entsteht, und tropfen Sie dort ein. Berühren Sie mit der Tropferspitze weder Auge noch Augenlid, Augenumgebung oder andere Oberflächen, da sonst Keime in die Tropfen gelangen können. Ist ein Tropfen nicht ins Auge gelangt, tropfen Sie nach [1].
Haben Sie eine Anwendung vergessen, tropfen Sie laut Packungsbeilage einen Tropfen ein, sobald Sie es bemerken, und setzen die Behandlung dann planmäßig fort; wenden Sie nicht die doppelte Menge an [1]. Wird von einem anderen Glaukommittel zur Anwendung am Auge auf AZOPT umgestellt, sollte das bisherige Mittel laut Fachinformation abgesetzt und AZOPT am folgenden Tag begonnen werden [2]. Vier Wochen nach dem ersten Öffnen werfen Sie die Flasche weg, um Augeninfektionen zu vermeiden [1].
Brechen Sie die Behandlung ab, ohne vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zu informieren, ist Ihr Augeninnendruck nicht mehr kontrolliert, was zu Sehverlust führen kann [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente absetzen.
Präparate mit Brinzolamid
Grundlage dieser Seite ist die Produktinformation von AZOPT 10 mg/ml Augentropfensuspension, das über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen ist [1, 2]. Brinzolamid-Augentropfen gibt es auch von anderen Anbietern; maßgeblich ist jeweils die Packungsbeilage Ihres Präparats.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| AZOPT | Novartis Europharm Limited (Zulassungsinhaber), Novartis Pharma GmbH (örtlicher Vertreter) | Augentropfensuspension mit 10 mg/ml; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Brinzolamid-ratiopharm | ratiopharm GmbH | Augentropfensuspension mit 10 mg/ml; verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation AZOPT (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage AZOPT 10 mg/ml Augentropfensuspension. Novartis Europharm Limited (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 02/2026. abgerufen am 11.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation AZOPT (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), und Anhang II. Novartis Europharm Limited (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 02/2026. abgerufen am 11.10.2026
- Embryotox Embryotox: Brinzolamid. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wofür werden Brinzolamid-Augentropfen angewendet?
Brinzolamid senkt einen erhöhten Augeninnendruck. Zugelassen ist AZOPT für Erwachsene mit erhöhtem Augeninnendruck (okuläre Hypertension) oder Offenwinkelglaukom. Es wird allein angewendet, wenn Betablocker nicht wirken oder nicht angewendet werden dürfen, oder zusätzlich zu Betablockern oder Prostaglandin-Analoga. Laut Packungsbeilage kann ein zu hoher Druck im Auge das Sehvermögen gefährden.
Warum schmeckt es nach dem Eintropfen bitter?
Ein schlechter Geschmack gehört zu den häufigen Nebenwirkungen, betrifft also bis zu 1 von 10 Behandelten. In Studien trat er bei 6,0 Prozent auf. Laut Fachinformation entsteht er vermutlich, weil die Tropfen über den Tränennasengang in den Nasenrachenraum abfließen. Drücken Sie nach dem Eintropfen mindestens 1 Minute mit einem Finger auf den Augenwinkel neben der Nase. Laut Fachinformation können das Verschließen des Tränenkanals oder ein sanftes Schließen des Augenlids dazu beitragen, dass dieser Effekt seltener auftritt.
Darf ich Brinzolamid bei einer Sulfonamid-Allergie anwenden?
Nein. Sind Sie allergisch gegen Arzneimittel aus der Gruppe der Sulfonamide, dürfen Sie AZOPT nicht anwenden, denn es kann dieselbe Allergie hervorrufen. Als Beispiele nennt die Packungsbeilage Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes oder Infektionen und Entwässerungsmittel (Diuretika). Sprechen Sie auch dann mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie andere Sulfonamid-haltige Arzneimittel anwenden.
Kann ich AZOPT mit Kontaktlinsen anwenden?
Nicht, während Sie die Linsen tragen. AZOPT enthält das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid, das von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und sie verfärben kann. Nehmen Sie die Linsen vor dem Eintropfen heraus und setzen Sie sie frühestens nach 15 Minuten wieder ein. Laut Fachinformation wurden Kontaktlinsenträger nicht untersucht; weil Carboanhydrasehemmer die Hydratation der Hornhaut beeinflussen können, wird bei ihnen eine sorgfältige Beobachtung empfohlen.
Darf ich nach dem Eintropfen Auto fahren?
Erst, wenn Ihre Sicht wieder klar ist: Kurz nach dem Eintropfen sehen Sie möglicherweise leicht verschwommen, laut Fachinformation für einige Sekunden bis einige Minuten. AZOPT kann außerdem die Fähigkeit beeinträchtigen, Aufgaben mit erhöhter Aufmerksamkeit oder körperlicher Koordination auszuführen. Tritt das bei Ihnen auf, sollten Sie nur unter Vorsicht Auto fahren oder Maschinen bedienen.
Darf ich Brinzolamid in der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?
Laut Packungsbeilage wird die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen; Frauen, die schwanger werden können, sollen eine wirksame Verhütungsmethode anwenden. Das Beratungszentrum Embryotox schreibt, dass brinzolamidhaltige Augentropfen in der Schwangerschaft angewendet werden dürfen, wenn besser untersuchte Alternativen nicht infrage kommen oder nicht ausreichend wirken, und in der Stillzeit, wenn es notwendig ist. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie lange darf ich eine geöffnete Flasche verwenden?
Vier Wochen nach dem ersten Öffnen werfen Sie die Flasche weg, um Augeninfektionen zu vermeiden. Die Packungsbeilage empfiehlt, das Anbruchdatum auf Etikett und Faltschachtel zu notieren und erst eine Flasche aufzubrauchen, bevor Sie die nächste anbrechen.
Wie viel Abstand brauche ich zu anderen Augentropfen?
Wenden Sie zusätzlich andere Augentropfen an, lassen Sie zwischen AZOPT und den anderen Tropfen mindestens 5 Minuten vergehen. Augensalben sollten zum Schluss angewendet werden.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Medikamente Hydroxychloroquin (Quensyl)Hydroxychloroquin wird bei rheumatoider Arthritis, Lupus und Malaria eingesetzt.
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