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Escitalopram: Nebenwirkungen und Wirkung

Escitalopram ist ein verschreibungspflichtiges Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI). Es wird bei Depressionen, Panikstörung, sozialer und generalisierter Angststörung sowie bei Zwangsstörungen eingesetzt. Sehr häufig sind Übelkeit und Kopfschmerzen. Wenn Sie Gedanken entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, gehen Sie unverzüglich zur Ärztin oder zum Arzt oder in ein Krankenhaus.

Frau in den Vierzigern mit dunkelblondem Haar sitzt am Morgen ruhig auf einer Holzbank an einem See und hält eine Tasse Tee
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Übelkeit (Unwohlsein)[1, 2]
  • Sehr häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Verstopfte oder laufende Nase (Sinusitis)[1, 2]
  • Häufig: Gähnen[1, 2]
  • Häufig: Verminderter oder gesteigerter Appetit[1, 2]
  • Häufig: Gewichtszunahme[1, 2]
  • Häufig: Angst, Ruhelosigkeit und ungewöhnliche (anormale) Träume[1, 2]
  • Häufig: Einschlafschwierigkeiten (Schlaflosigkeit) und Schläfrigkeit[1, 2]
  • Häufig: Schwindel[1, 2]
  • Häufig: Zittern (Tremor)[1, 2]
  • Häufig: Kribbeln der Haut (Parästhesie)[1, 2]
  • Häufig: Durchfall, Verstopfung, Erbrechen und Mundtrockenheit[1, 2]
  • Häufig: Vermehrtes Schwitzen[1, 2]
  • Häufig: Muskel- und Gelenkschmerzen (Myalgie und Arthralgie)[1, 2]
  • Häufig: Störungen der Sexualfunktion: verzögerter Samenerguss (Ejakulationsstörungen), Erektionsstörungen, weniger sexuelles Interesse (verringerte Libido) und bei Frauen Orgasmusstörungen[1, 2]
  • Häufig: Müdigkeit und Fieber[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Escitalopram eingesetzt?

Escitalopram ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der Antidepressiva, genauer der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) [1, 2]. Zugelassen ist Escitalopram zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) und zur Behandlung mehrerer Angststörungen: der Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, der sozialen Angststörung (soziale Phobie) und der generalisierten Angststörung. Außerdem ist es zur Behandlung der Zwangsstörung zugelassen [1, 2].

Wie wirkt Escitalopram?

Escitalopram hemmt gezielt die Wiederaufnahme des Botenstoffs Serotonin (5-HT); dafür bindet es an den Serotonin-Transporter. Laut Fachinformation lassen sich seine Wirkungen allein über diese Hemmung erklären [2]. Escitalopram ist ein Enantiomer von Citalopram: Citalopram ist ein Gemisch aus zwei spiegelbildlichen Formen, von denen eine Escitalopram ist [3].

Escitalopram wirkt nicht sofort. Laut Packungsbeilage brauchen Antidepressiva gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger, bis sie wirken; bis Sie sich besser fühlen, können einige Wochen vergehen [1]. Bei Episoden einer Major Depression sind laut Fachinformation in der Regel 2 bis 4 Wochen bis zum Ansprechen erforderlich. Bei der Panikstörung wird die stärkste Wirkung nach etwa 3 Monaten erreicht [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Unten stehen alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Sehr häufig sind Übelkeit und Kopfschmerzen. Laut Packungsbeilage klingen die Nebenwirkungen gewöhnlich nach wenigen Behandlungswochen ab; viele Beschwerden können auch von der Erkrankung selbst kommen [1].

Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen auch vermehrtes Schwitzen, Gewichtszunahme, Schläfrigkeit, Einschlafschwierigkeiten und Störungen der Sexualfunktion [1, 2]. Selten, aber ernst ist das Serotonin-Syndrom. Mit unbekannter Häufigkeit können ein zu niedriger Natriumwert im Blut (Natriummangel), eine Verlängerung des QT-Intervalls im EKG und Suizidgedanken auftreten [1, 2].

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • PsycheSuizidgedanken und suizidales Verhalten, während der Behandlung oder kurz nach ihrem Ende[1, 2]
  • PsycheManie[1, 2]
  • HerzVeränderung des Herzrhythmus im EKG (Verlängerung des QT-Intervalls) und Herzrhythmusstörungen der Herzkammern einschließlich der lebensbedrohlichen Torsade de Pointes, erkennbar an schnellem, unregelmäßigem Herzschlag und Ohnmacht[1, 2]Mehr dazu: HerzrhythmusstörungenHerzrasen
  • Gefäße und KreislaufSchwindel beim Aufstehen durch niedrigen Blutdruck (orthostatische Hypotonie)[1, 2]Mehr dazu: Niedriger BlutdruckSchwindel
  • Stoffwechsel und ErnährungZu niedriger Natriumwert im Blut (Hyponatriämie), erkennbar an Unwohlsein mit Muskelschwäche oder Verwirrtheit[1, 2]Mehr dazu: NatriummangelMuskelschwächeVerwirrtheit
  • HormonsystemVermehrte Ausschüttung des antidiuretischen Hormons (ADH): Der Körper hält Wasser zurück, das Blut wird verdünnt und der Natriumgehalt sinkt[1, 2]Mehr dazu: Natriummangel
  • HormonsystemErhöhter Spiegel des Hormons Prolaktin im Blut (Hyperprolaktinämie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
  • Geschlechtsorgane und BrustMilchfluss aus der Brust bei Männern und bei Frauen, die nicht stillen (Galaktorrhö)[1, 2]
  • Geschlechtsorgane und BrustSchmerzhafte Dauererektion (Priapismus)[1, 2]
  • SchwangerschaftSchwere Blutungen aus der Scheide kurz nach der Geburt (postpartale Hämorrhagie)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
  • NervensystemKrampfanfälle[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
  • NervensystemBewegungsstörungen mit unwillkürlichen Muskelbewegungen (Dyskinesien)[1, 2]
  • NervensystemQuälende innere Unruhe mit Bewegungsdrang (Akathisie, psychomotorische Unruhe); bei Arzneimitteln berichtet, die ähnlich wie Escitalopram wirken[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
  • Stoffwechsel und ErnährungAppetitlosigkeit (Anorexie); bei Arzneimitteln berichtet, die ähnlich wie Escitalopram wirken[1, 2]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
  • Leber und GalleLeberentzündung (Hepatitis) oder Leberfunktionsstörung, erkennbar an gelblicher Verfärbung von Haut und Augenweiß[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
  • Leber und GalleAuffällige Leberwerte (vermehrt Leberenzyme im Blut)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
  • Nieren und HarnwegeSchwierigkeiten beim Wasserlassen (Harnverhalt)[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
  • HautPlötzliche Schwellungen von Haut oder Schleimhaut (Angioödeme)[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
  • HautHaut- und Schleimhautblutungen (Ekchymosen)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
  • Blut und LymphsystemZu wenige Blutplättchen (Thrombozytopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Suizidgedanken: Wer depressiv ist oder an einer Angststörung leidet, kann Gedanken haben, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva können solche Gedanken verstärkt sein, weil die Mittel einige Zeit brauchen, bis sie wirken. Wahrscheinlicher sind sie, wenn Sie solche Gedanken schon früher hatten, und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre [1, 2]. Gehen Sie zu jedem Zeitpunkt unverzüglich zur Ärztin oder zum Arzt oder in ein Krankenhaus, wenn solche Gedanken auftreten [1].

Serotonin-Syndrom: Hohes Fieber, Erregtheit, Verwirrtheit, Zittern und plötzliche Muskelzuckungen können Zeichen dieser seltenen Erkrankung sein [1]. Laut Fachinformation wurde sie in seltenen Fällen bei Menschen berichtet, die SSRI zusammen mit anderen serotonerg wirkenden Mitteln einnahmen; Vorsicht gilt etwa bei Triptanen gegen Migräne, Opioiden wie Tramadol und Tryptophan [2].

Herzrhythmus: Escitalopram kann das QT-Intervall im EKG dosisabhängig verlängern. Fälle von Herzrhythmusstörungen wurden überwiegend bei Frauen, bei niedrigem Kaliumwert, bei bereits bestehender QT-Verlängerung oder anderen Herzerkrankungen berichtet. Treten Anzeichen einer Herzrhythmusstörung auf, wird Escitalopram laut Fachinformation abgesetzt und ein EKG gemacht [2].

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Mann in den Fünfzigern mit kurzem grauem Haar trinkt am Küchentisch im Morgenlicht ein Glas Wasser
Bild: KI-generiert

Übelkeit, Kopfschmerzen und Unruhe am Anfang: Laut Fachinformation treten Nebenwirkungen am häufigsten in der ersten oder zweiten Behandlungswoche auf und nehmen bei fortgesetzter Behandlung normalerweise an Stärke und Häufigkeit ab [2]. Halten Beschwerden an oder belasten sie Sie stark, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, statt die Dosis selbst zu verändern [1].

Ruhelosigkeit und Angst: Beides gehört zu den häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Bei der Panikstörung können die Angstbeschwerden zu Beginn zunächst zunehmen; laut Fachinformation klingt das meistens innerhalb von zwei Wochen ab [2]. Mehr unter Unruhe und Angst.

Müdigkeit und Schlafprobleme: Schläfrigkeit, Müdigkeit, Einschlafschwierigkeiten und ungewöhnliche Träume sind häufig [1, 2]. Fahren Sie kein Auto und bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie wissen, wie Sie auf Escitalopram reagieren [1]. Mehr unter Müdigkeit und Schlafstörungen.

Sexualität und Gewicht: Weniger sexuelles Interesse, Erektions- oder Orgasmusstörungen und Gewichtszunahme sind häufig [1, 2]. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an; Störungen der Sexualfunktion blieben in bestimmten Fällen auch nach dem Ende der Behandlung bestehen [1, 2]. Mehr lesen Sie unter Libido und Potenz. Gelegentlich sind auch Schwellungen der Arme oder Beine (Ödeme) [1, 2]. Was Packungsbeilage, Fachinformation und Leitlinie zu Gewicht, Appetit und Wassereinlagerungen sagen und wie das Gewicht in der Praxis kontrolliert wird, lesen Sie unter Escitalopram und Gewichtszunahme.

Natriummangel: Ein zu niedriger Natriumwert kann sich durch Unwohlsein mit Muskelschwäche oder Verwirrtheit zeigen [1]. Laut Fachinformation sind ältere Menschen, Menschen mit Leberzirrhose und Menschen, die weitere natriumsenkende Mittel einnehmen, besonders gefährdet; nach dem Absetzen bildet er sich im Allgemeinen zurück [2].

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen, auch über Johanniskraut [1]. Acetylsalicylsäure und Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR wie Ibuprofen können die Blutungsneigung verstärken; Magenschutzmittel wie Omeprazol können den Blutspiegel von Escitalopram erhöhen [1, 2].

Wechselwirkungen von Escitalopram
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Nicht selektive, irreversible MAO-Hemmer (Phenelzin, Iproniazid, Isocarboxazid, Nialamid, Tranylcypromin)Schwerwiegende Nebenwirkungen bis zum Serotonin-Syndrom[1, 2]Nicht kombinieren; nach dem Ende eines solchen MAO-Hemmers 14 Tage bis zum Beginn mit Escitalopram warten, nach dem Ende von Escitalopram mindestens 7 Tage bis zum MAO-Hemmer
Moclobemid, Linezolid und SelegilinErhöhtes Risiko für ein Serotonin-Syndrom und andere Nebenwirkungen[1, 2]Laut Packungsbeilage nicht gleichzeitig einnehmen
Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern: Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Antipsychotika (z. B. Phenothiazin-Derivate, Pimozid, Haloperidol), trizyklische Antidepressiva, bestimmte Antibiotika und Antiinfektiva (z. B. Sparfloxacin, Moxifloxacin, Erythromycin als Infusion, Pentamidin, Halofantrin) und bestimmte Antihistaminika (Astemizol, Hydroxyzin, Mizolastin)Die Wirkungen auf den Herzrhythmus können sich addieren[1, 2]Gleichzeitige Einnahme nicht erlaubt
Triptane gegen Migräne (z. B. Sumatriptan), Opioide (z. B. Tramadol), Tryptophan und LithiumErhöhtes Risiko für Nebenwirkungen bis zum Serotonin-Syndrom; bei Lithium und Tryptophan wurden Wirkungsverstärkungen berichtet[1, 2]Nur nach ärztlicher Rücksprache und mit Vorsicht kombinieren
Johanniskraut (Hypericum perforatum)Nebenwirkungen können häufiger auftreten[1, 2]Vorher Rücksprache halten
Acetylsalicylsäure, NSAR (z. B. Ibuprofen), Dipyridamol, Ticlopidin sowie Mittel zur Blutverdünnung wie Warfarin und PhenprocoumonBlutungsneigung kann zunehmen; die Blutgerinnung kann sich verändern[1, 2]Bei Blutverdünnern kontrolliert die Ärztin oder der Arzt die Gerinnung zu Beginn und am Ende der Behandlung mit Escitalopram
Arzneimittel, welche die Krampfschwelle senken, z. B. Mefloquin (gegen Malaria), Bupropion, Tramadol, Neuroleptika und andere Antidepressiva (trizyklische Antidepressiva, SSRI)Krampfanfälle werden wahrscheinlicher[1, 2]Vorsicht; vorher Rücksprache halten
Cimetidin, Omeprazol, Esomeprazol und Lansoprazol (gegen Magengeschwüre), Fluconazol (gegen Pilzinfektionen), Fluvoxamin (Antidepressivum), TiclopidinDer Blutspiegel von Escitalopram kann steigen[1, 2]Vorsicht; die Dosis von Escitalopram muss eventuell verringert werden
Flecainid, Propafenon und Metoprolol (Herz-Kreislauf-Mittel), Desipramin, Clomipramin und Nortriptylin (Antidepressiva), Risperidon, Thioridazin und Haloperidol (Antipsychotika)Escitalopram hemmt das Enzym CYP2D6, über das diese Mittel abgebaut werden; bei Desipramin und Metoprolol verdoppelte sich der Blutspiegel[1, 2]Eine Anpassung der Dosierung kann nötig sein
Arzneimittel, die den Kalium- oder Magnesiumspiegel im Blut senkenHöheres Risiko für lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen[1, 2]Vorsicht; laut Fachinformation Kalium- oder Magnesiummangel vor Beginn der Behandlung ausgleichen

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Escitalopram nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu oder sind Sie unsicher, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Bei klinisch stabilen Herzerkrankungen kann laut Fachinformation vor Behandlungsbeginn ein EKG erwogen werden; ein Kalium- oder Magnesiummangel wird vorher ausgeglichen [2].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Escitalopram oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern wegen der Gefahr eines Serotonin-Syndroms: nicht selektive, irreversible MAO-Hemmer, Moclobemid (gegen Depressionen) und das Antibiotikum Linezolid; die Packungsbeilage nennt hier auch Selegilin (gegen Parkinson)[1, 2]
  • Angeborene Herzrhythmusstörungen (angeborenes Long-QT-Syndrom), bekannte Verlängerung des QT-Intervalls oder frühere Episoden von Herzrhythmusstörungen im EKG[1, 2]
  • Gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen oder von Arzneimitteln, die den Herzrhythmus beeinflussen beziehungsweise das QT-Intervall verlängern können (siehe Wechselwirkungen)[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Epilepsie: Die Behandlung sollte beendet werden, wenn Krampfanfälle erstmals auftreten oder häufiger werden; bei instabiler Epilepsie sollen SSRI laut Fachinformation nicht angewendet werden[1, 2]
  • Eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion: Die Ärztin oder der Arzt passt eventuell die Dosis an[1, 2]
  • Diabetes: Die Blutzuckerwerte können sich verändern; die Dosis von Insulin oder Tabletten gegen Diabetes muss möglicherweise angepasst werden[1, 2]
  • Erniedrigter Natriumwert im Blut; laut Fachinformation besonders bei älteren Menschen, bei Leberzirrhose oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer Mittel, die den Natriumwert senken können[1, 2]
  • Verstärkte Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen; auch in der Schwangerschaft[1, 2]
  • Geplante oder laufende Elektrokrampftherapie[1, 2]
  • Koronare Herzerkrankung, Störungen der Herzfunktion oder ein kurz zurückliegender Herzinfarkt[1, 2]
  • Niedriger Ruhepuls oder Salzverlust durch länger andauernden, starken Durchfall und Erbrechen oder durch Entwässerungstabletten (Diuretika)[1, 2]
  • Schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Ohnmacht, Kollaps oder Schwindel beim Aufstehen, das kann auf eine gestörte Herzschlagfrequenz hinweisen[1]
  • Augenprobleme, etwa bestimmte Formen des grünen Stars (Glaukom, erhöhter Augeninnendruck); laut Fachinformation kann sich durch die Pupillenerweiterung ein Engwinkelglaukom entwickeln[1, 2]
  • Manisch-depressive Erkrankung oder frühere Manie: Eine manische Phase ist möglich[1, 2]
  • Junge Erwachsene bis 25 Jahre und Menschen, die schon früher Suizidgedanken hatten: höheres Risiko für Suizidgedanken und suizidales Verhalten, besonders zu Beginn der Behandlung[1, 2]
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Escitalopram sollte normalerweise nicht angewendet werden; in Studien traten bei Kindern und Jugendlichen unter Antidepressiva häufiger Suizidversuche, Suizidgedanken und Feindseligkeit auf als unter Placebo[1, 2]
  • Störungen der Sexualfunktion können in bestimmten Fällen auch nach dem Ende der Behandlung bestehen bleiben[1, 2]
  • Bei Behandelten mit Arzneimitteln dieser Gruppe wurde ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche beobachtet; laut Fachinformation in Studien, an denen überwiegend Menschen ab 50 Jahren teilnahmen[1, 2]
  • Panikstörung: Zu Beginn der Behandlung können die Angstbeschwerden zunächst zunehmen; laut Fachinformation klingt diese Reaktion meistens innerhalb von zwei Wochen ab[2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

In der Schwangerschaft und Stillzeit dürfen Sie Escitalopram laut Packungsbeilage nur einnehmen, wenn Sie Nutzen und Risiken mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochen haben; brechen Sie die Behandlung in der Schwangerschaft nie plötzlich ab [1]. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité nennt innerhalb der SSRI Sertralin und Citalopram als Mittel der Wahl in der Schwangerschaft und sieht vor, dass eine stabil eingestellte Patientin ihre Medikation unverändert fortsetzt [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Einen Vergleich dieser beiden Wirkstoffe finden Sie im Ratgeber Sertralin oder Citalopram. Fragen zu Ihrer eigenen Behandlung besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Schwangerschaft

Sie dürfen Escitalopram in der Schwangerschaft nicht einnehmen, es sei denn, Sie haben Nutzen und Risiken mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochen; laut Fachinformation nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Brechen Sie die Behandlung in der Schwangerschaft niemals plötzlich ab. Informieren Sie Hebamme und Ärztin oder Arzt über die Einnahme.[1, 2]

Bei Einnahme in den letzten drei Monaten kann das Neugeborene Beschwerden zeigen, etwa Probleme beim Atmen, bläuliche Haut, Krampfanfälle, Schwankungen der Körpertemperatur, Trinkschwierigkeiten, Erbrechen, niedrigen Blutzucker, steife oder schlaffe Muskeln, Zittern, Reizbarkeit, Teilnahmslosigkeit, anhaltendes Weinen, Schläfrigkeit oder Schlafprobleme; dann sofort ärztliche Hilfe holen. Arzneimittel dieser Gruppe können besonders gegen Ende der Schwangerschaft das Risiko für einen anhaltenden Lungenhochdruck beim Neugeborenen (PPHN) erhöhen; laut Fachinformation lag das beobachtete Risiko bei etwa 5 Fällen pro 1.000 Schwangerschaften, gegenüber 1 bis 2 Fällen in der Gesamtbevölkerung. Bei Einnahme gegen Ende der Schwangerschaft kann das Risiko für schwere Blutungen kurz nach der Geburt erhöht sein.[1, 2]

Embryotox stuft Escitalopram als Medikament mit widersprüchlichen oder noch unzureichenden Studienergebnissen ein; es überträgt die Erfahrungen mit Citalopram, dem Escitalopram als Enantiomer entspricht. Für die SSRI insgesamt ergaben mehrere tausend dokumentierte Schwangerschaften überwiegend keine eindeutigen Hinweise auf mehr Fehlbildungen. Als Mittel der Wahl unter den SSRI nennt Embryotox Sertralin und Citalopram; eine stabil eingestellte Patientin sollte ihre Medikation unverändert fortsetzen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Escitalopram geht vermutlich in die Muttermilch über. Laut Packungsbeilage dürfen Sie es in der Stillzeit nicht einnehmen, es sei denn, Sie haben Nutzen und Risiken mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochen; die Fachinformation empfiehlt das Stillen während der Behandlung nicht.[1, 2]

Laut Embryotox darf unter Escitalopram gestillt werden; bei den meisten gestillten Kindern wurden keine unerwünschten Wirkungen beobachtet. Bei Trinkschwäche oder Unruhe des Kindes sollte es kinderärztlich vorgestellt werden. Bei einer Neueinstellung kann laut Embryotox Sertralin vorgezogen werden, wenn es im Einzelfall vergleichbar wirksam und verträglich ist. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Alkohol während der Behandlung ist nicht ratsam, obwohl keine Wechselwirkungen zwischen Escitalopram und Alkohol zu erwarten sind.[1, 2]

Autofahren und Maschinen

Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie wissen, wie Sie auf Escitalopram reagieren. Laut Fachinformation kann jedes Psychopharmakon Urteilskraft und Geschicklichkeit beeinträchtigen, auch wenn dies für Escitalopram nicht nachgewiesen wurde.[1, 2]

Einnahme

Einmal täglich einnehmen, unabhängig von den Mahlzeiten, mit ausreichend Wasser schlucken und nicht kauen, weil die Tabletten bitter schmecken. Die 10-mg-Tablette kann an der Bruchkerbe in gleiche Hälften geteilt werden. Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.[1, 2]

Es kann einige Wochen dauern, bis Sie sich besser fühlen; nehmen Sie Escitalopram trotzdem weiter. Empfohlen wird, die Behandlung noch mindestens 6 Monate fortzusetzen, nachdem Sie sich wieder gut fühlen.[1, 2]

Dosis vergessen: Bemerken Sie es vor dem Schlafengehen, nehmen Sie die Dosis sofort ein und am nächsten Tag wie gewohnt weiter. Bemerken Sie es erst in der Nacht oder am nächsten Tag, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Nehmen Sie nie die doppelte Menge.[1]

Absetzen

Beenden Sie die Einnahme nicht, bevor Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es empfiehlt. Soll die Behandlung enden, wird die Dosis im Allgemeinen schrittweise über einige Wochen verringert; laut Fachinformation über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten, angepasst an die Bedürfnisse der behandelten Person. Absetzsymptome sind häufig, vor allem bei plötzlichem Absetzen, nach langer Einnahme, hohen Dosen oder zu schneller Verringerung. Bei den meisten verschwinden sie innerhalb von zwei Wochen, bei einigen können sie stark sein oder 2 bis 3 Monate oder länger anhalten.[1, 2]

Mögliche Absetzsymptome: Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen, nadelstichartige, brennende oder stromschlagartige Empfindungen (auch im Kopf), Schlafstörungen mit lebhaften Träumen, Albträumen oder Schlaflosigkeit, Angst, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, Schwitzen (auch Nachtschweiß), Ruhelosigkeit oder Erregtheit, Zittern, Verwirrtheit oder Desorientierung, Gefühlsschwankungen oder Reizbarkeit, Durchfall, Sehstörungen und Herzklopfen.[1, 2]

Überdosierung

Bei einer Überdosis sofort die Ärztin oder den Arzt verständigen oder die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses aufsuchen, auch ohne Beschwerden, und die Packung mitnehmen. Mögliche Anzeichen sind Schwindel, Zittern, Erregtheit, Krampfanfälle, Koma, Übelkeit, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck und Störungen des Salz- und Wasserhaushalts.[1]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt für jedes Anwendungsgebiet eine übliche Dosis oder Anfangsdosis und gibt für ältere Menschen und bei eingeschränkter Leberfunktion eigene Angaben an [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie Escitalopram immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein und verändern Sie die Dosis nicht ohne Rücksprache [1]. Empfohlen wird, die Behandlung noch mindestens 6 Monate fortzusetzen, nachdem Sie sich wieder gut fühlen; wer zu früh aufhört, riskiert, dass die Beschwerden zurückkehren [1]. Wie Sie die Tabletten einnehmen und was bei einer vergessenen Dosis gilt, steht in den Karten oben.

Absetzen: Beenden Sie die Einnahme nicht, bevor Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es empfiehlt; die Dosis wird dann im Allgemeinen schrittweise über einige Wochen verringert [1]. Laut Fachinformation sollte sie über mindestens ein bis zwei Wochen und, angepasst an die Bedürfnisse, über mehrere Wochen oder Monate schrittweise verringert werden; treten dabei Beschwerden auf, die nicht toleriert werden können, sollte erwogen werden, die ursprüngliche Dosis erneut zu verordnen, und anschließend kann die Ärztin oder der Arzt die Dosis in kleineren Schritten weiter verringern [2]. Absetzsymptome sind häufig, vor allem bei plötzlichem Absetzen. Das Risiko ist höher nach längerer Einnahme, nach hohen Dosen oder bei zu schneller Verringerung der Dosis [1, 2]. In Studien traten nach dem Ende der Behandlung bei etwa 25 % der mit Escitalopram Behandelten unerwünschte Ereignisse auf, unter Placebo bei 15 % [2]. Welche Beschwerden möglich sind und wie lange sie anhalten können, steht in der Karte "Absetzen" oben. Bemerken Sie schwere Absetzsymptome, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Was Packungsbeilage, Fachinformation und Leitlinie zum Absetzen sagen und wann Sie sofort Hilfe brauchen, erklärt die Seite Escitalopram absetzen, Allgemeines der Ratgeber Medikamente absetzen.

Was bei einer Überdosis zu tun ist, steht in der Karte oben; Notrufnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf [1].

Präparate mit Escitalopram

Escitalopram gibt es von mehreren Herstellern als Filmtabletten in verschiedenen Stärken, außerdem als Tropfen zum Einnehmen [4]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation der Filmtabletten von Escitalopram-ratiopharm [1, 2]. Andere Präparate und Darreichungsformen haben eigene Packungsbeilagen, die sich in Einzelheiten unterscheiden können.

Präparate mit Escitalopram
PräparatAnbieterHinweis
CipralexH. Lundbeck A/S (Mitvertrieb Lundbeck GmbH)verschreibungspflichtig
Escitalopram-ratiopharmratiopharm GmbHverschreibungspflichtig; Filmtabletten (Grundlage dieser Seite), außerdem Tropfen zum Einnehmen mit eigener Packungsbeilage
Escitalopram STADASTADAPHARM GmbHverschreibungspflichtig

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Escitalopram-ratiopharm 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 10.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Escitalopram-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 10.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Escitalopram. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Escitalopram-ratiopharm 20 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung. ratiopharm GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 16.10.2026

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis Escitalopram wirkt?

Laut Packungsbeilage kann es einige Wochen dauern, bis Sie sich besser fühlen; Antidepressiva brauchen gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal länger, bis sie wirken. Bei Depressionen sind laut Fachinformation in der Regel 2 bis 4 Wochen bis zum Ansprechen nötig, bei der Panikstörung wird die stärkste Wirkung nach etwa 3 Monaten erreicht. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht besser oder sogar schlechter fühlen.

Macht Escitalopram dick?

Gewichtszunahme gehört zu den häufigen Nebenwirkungen, kann also bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen. Ebenfalls häufig ist ein verminderter oder gesteigerter Appetit; gelegentlich, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten, kommt es zu Gewichtsverlust. Wenn sich Ihr Gewicht deutlich verändert, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Macht Escitalopram müde?

Schläfrigkeit und Müdigkeit gehören zu den häufigen Nebenwirkungen, ebenso wie Einschlafschwierigkeiten und ungewöhnliche Träume. Laut Fachinformation treten Nebenwirkungen am häufigsten in den ersten beiden Behandlungswochen auf und werden bei fortgesetzter Behandlung normalerweise schwächer und seltener. Fahren Sie kein Auto und bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie wissen, wie Sie auf Escitalopram reagieren.

Darf ich während der Einnahme von Escitalopram Alkohol trinken?

Laut Packungsbeilage ist Alkohol während der Behandlung nicht ratsam, obwohl keine Wechselwirkungen zwischen Escitalopram und Alkohol zu erwarten sind. Laut Fachinformation gilt das wie bei anderen auf die Psyche wirkenden Arzneimitteln. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie unsicher sind.

Was passiert, wenn ich Escitalopram absetze?

Absetzsymptome sind häufig, vor allem bei plötzlichem Absetzen. Möglich sind unter anderem Schwindel, stromschlagartige Empfindungen, Schlafstörungen, Angst, Übelkeit, Schwitzen und Reizbarkeit. Bei den meisten verschwinden sie innerhalb von zwei Wochen, bei einigen können sie 2 bis 3 Monate oder länger anhalten. Beenden Sie die Einnahme nur nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; die Dosis wird dann im Allgemeinen schrittweise verringert.

Kann Escitalopram die Lust auf Sex verringern?

Ja, Störungen der Sexualfunktion gehören zu den häufigen Nebenwirkungen: weniger sexuelles Interesse, verzögerter Samenerguss, Erektionsstörungen und bei Frauen Orgasmusstörungen. In bestimmten Fällen blieben solche Beschwerden nach dem Ende der Behandlung bestehen. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an.

Darf ich Escitalopram in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?

Laut Packungsbeilage nur, wenn Sie Nutzen und Risiken mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochen haben; brechen Sie die Behandlung in der Schwangerschaft nie plötzlich ab. Bei Einnahme in den letzten drei Monaten kann das Neugeborene Anpassungsbeschwerden zeigen. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité stuft Escitalopram als weniger gut untersucht ein und hält das Stillen unter Escitalopram für möglich; die Fachinformation empfiehlt das Stillen nicht.

Wie hoch ist die Dosis von Escitalopram?

Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; sie richtet sich nach dem Anwendungsgebiet, dem Alter und der Leberfunktion. Welche Angaben die Packungsbeilage dazu macht, steht im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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