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Levetiracetam: Nebenwirkungen und Wirkung
Levetiracetam ist ein verschreibungspflichtiges Mittel gegen epileptische Anfälle (Antiepileptikum) für Erwachsene und Jugendliche, als Zusatzbehandlung auch für Kinder und Säuglinge ab 1 Monat. Sehr häufig sind eine Entzündung des Nasen-Rachen-Raums, Schläfrigkeit und Kopfschmerzen; häufig sind unter anderem Depression, Feindseligkeit oder Aggression, Angst und Reizbarkeit. Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion oder schweren Hautreaktionen brauchen Sie umgehend ärztliche Hilfe; bei Suizidgedanken benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Entzündung des Nasen-Rachen-Raums (Nasopharyngitis)[1, 2]
- Sehr häufig: Schläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerzen[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis unter 4 Jahren: Reizbarkeit[2]
- Häufig: Appetitlosigkeit (Anorexie)[1, 2]
- Häufig: Depression, Feindseligkeit oder Aggression, Angst, Schlaflosigkeit, Nervosität oder Reizbarkeit[1, 2]
- Häufig: Krämpfe (Konvulsionen), Gleichgewichtsstörungen, Schwindel (Gefühl der Wackeligkeit), Mangel an Energie und Begeisterungsfähigkeit (Lethargie), unwillkürliches Zittern (Tremor)[1, 2]
- Häufig: Drehschwindel[1, 2]
- Häufig: Husten[1, 2]
- Häufig: Bauchschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Erbrechen, Übelkeit[1, 2]
- Häufig: Hautausschlag[1, 2]
- Häufig: Schwächegefühl (Asthenie), Müdigkeit[1, 2]
- Häufig: Bei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis unter 4 Jahren: Koordinationsstörungen[2]
Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit, dort auch die Angaben für Kinder und Jugendliche
Wofür wird Levetiracetam eingesetzt?
Levetiracetam ist ein Antiepileptikum, also ein Arzneimittel zur Behandlung von Anfällen bei Epilepsie [1]. Allein, ohne andere Antiepileptika, wird es bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren mit neu festgestellter Epilepsie gegen partielle Anfälle eingesetzt. Das sind Anfälle, die zunächst nur eine Seite des Gehirns betreffen und sich später auf größere Bereiche beider Seiten ausweiten können (sekundäre Generalisierung) [1, 2].
Als Zusatzbehandlung zu anderen Antiepileptika ist Levetiracetam zugelassen gegen partielle Anfälle bei Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern und Säuglingen ab 1 Monat, gegen myoklonische Anfälle (kurze, schockartige Zuckungen eines Muskels oder einer Muskelgruppe) bei juveniler myoklonischer Epilepsie ab 12 Jahren und gegen primär generalisierte tonisch-klonische Anfälle mit Bewusstlosigkeit bei idiopathischer generalisierter Epilepsie ab 12 Jahren [1, 2]. Ziel der Behandlung ist, die Zahl der Anfälle zu verringern [1].
Wie wirkt Levetiracetam?
Levetiracetam ist chemisch nicht mit anderen bekannten Antiepileptika verwandt, und wie es genau wirkt, ist noch nicht vollständig aufgeklärt [2]. In Laborstudien band es an das synaptische Vesikelprotein 2A, ein Eiweiß, das vermutlich an der Freisetzung von Botenstoffen aus Nervenzellen beteiligt ist. Diese Bindung scheint zur Wirkung gegen Anfälle beizutragen. Außerdem beeinflusste Levetiracetam in Laborstudien den Calciumspiegel in Nervenzellen [2].
Levetiracetam wird nach dem Schlucken nahezu vollständig aufgenommen. Die Plasmahalbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) beträgt bei Erwachsenen 7 ± 1 Stunden. Rund 95 % der Dosis werden mit dem Urin ausgeschieden; bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Tagesdosis laut Fachinformation entsprechend der Nierenfunktion festgelegt [2]. Eingenommen wird Levetiracetam zweimal täglich [1].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen aus Packungsbeilage und Fachinformation, dazu die Angaben der Fachinformation, die nur Kinder betreffen. "Sehr häufig" heißt: bei mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bei bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bei bis zu 1 von 100, "selten" bei bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bei bis zu 1 von 10.000 [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Am häufigsten berichtet werden eine Entzündung des Nasen-Rachen-Raums, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindel. Schläfrigkeit, Müdigkeit und Schwindel können zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosissteigerung häufiger auftreten und sollten im Laufe der Zeit schwächer werden [1]. Bei Kindern und Jugendlichen treten Nebenwirkungen, die Verhalten und Psyche betreffen, häufiger auf als bei Erwachsenen [2]. Mehr dazu lesen Sie unter Aggressivität und Reizbarkeit und Depression.
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- InfektionenEntzündung des Nasen-Rachen-Raums (Nasopharyngitis)[1, 2]
- NervensystemSchläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: MüdigkeitKopfschmerzen
- Magen und DarmBei Kindern und Jugendlichen von 4 bis 16 Jahren: Erbrechen[2]Mehr dazu: Erbrechen
- PsycheBei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis unter 4 Jahren: Reizbarkeit[2]Mehr dazu: Aggressivität und Reizbarkeit
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungAppetitlosigkeit (Anorexie)[1, 2]Mehr dazu: Appetitlosigkeit
- PsycheDepression, Feindseligkeit oder Aggression, Angst, Schlaflosigkeit, Nervosität oder Reizbarkeit[1, 2]Mehr dazu: Depressive VerstimmungAggressivität und ReizbarkeitAngstSchlafstörungenUnruhe und Nervosität
- NervensystemKrämpfe (Konvulsionen), Gleichgewichtsstörungen, Schwindel (Gefühl der Wackeligkeit), Mangel an Energie und Begeisterungsfähigkeit (Lethargie), unwillkürliches Zittern (Tremor)[1, 2]Mehr dazu: KrampfanfälleSchwindelZittern
- Ohr und GleichgewichtDrehschwindel[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
- AtemwegeHusten[1, 2]Mehr dazu: Reizhusten
- Magen und DarmBauchschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Erbrechen, Übelkeit[1, 2]Mehr dazu: BauchschmerzenDurchfallSodbrennen und VerdauungsbeschwerdenErbrechenÜbelkeit
- HautHautausschlag[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
- Allgemeine BeschwerdenSchwächegefühl (Asthenie), Müdigkeit[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)Müdigkeit
- PsycheBei Kindern und Jugendlichen von 4 bis 16 Jahren: Agitiertheit, Stimmungsschwankungen, emotionale Labilität, Aggression, auffälliges Verhalten, Lethargie[2]Mehr dazu: Unruhe und NervositätAggressivität und Reizbarkeit
- NervensystemBei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis unter 4 Jahren: Koordinationsstörungen[2]
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemVerminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder weißen Blutkörperchen (Leukopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Stoffwechsel und ErnährungGewichtsverlust, Gewichtszunahme[1, 2]Mehr dazu: GewichtsabnahmeGewichtszunahme
- PsycheSuizidversuch und Suizidgedanken[1, 2]
- PsycheMentale (psychotische) Störungen, auffälliges Verhalten, Halluzinationen, Wut, Verwirrtheit, Panikattacken, emotionale Instabilität und Stimmungsschwankungen, Agitiertheit[1, 2]Mehr dazu: Psychose und HalluzinationenAggressivität und ReizbarkeitVerwirrtheitAngstUnruhe und Nervosität
- NervensystemGedächtnisverlust (Amnesie), Vergesslichkeit, Koordinationsstörungen (Ataxie), Kribbeln (Parästhesie), Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und GedächtnisstörungenKribbeln und Taubheitsgefühl
- AugenDoppeltsehen (Diplopie), verschwommenes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- Leber und GalleErhöhte oder auffällige Werte in Leberfunktionstests[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautHaarausfall, Ekzem, Juckreiz[1, 2]Mehr dazu: HaarausfallHautausschlagJuckreiz
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschwäche, Muskelschmerzen (Myalgie)[1, 2]Mehr dazu: MuskelschmerzenMuskelschwäche
- Verletzungen und VergiftungenVerletzungen[1, 2]
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- InfektionenInfektionen[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- Blut und LymphsystemVerminderte Anzahl aller Arten von Blutkörperchen (Panzytopenie); laut Fachinformation auch Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen (Neutropenie, Agranulozytose)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- ImmunsystemSchwerwiegende allergische Reaktionen: Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), anaphylaktische Reaktion, Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Rachen (Quincke-Ödem)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenSchwere Hautreaktionen
- Stoffwechsel und ErnährungZu niedrige Natriumkonzentration im Blut (Hyponatriämie)[1, 2]Mehr dazu: Natriummangel
- PsycheSuizid[1, 2]
- PsychePersönlichkeitsstörungen (Verhaltensstörungen), auffälliges Denken (langsames Denken, Unfähigkeit, sich zu konzentrieren)[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- PsycheFieberwahn (Delirium)[1, 2]Mehr dazu: Verwirrtheit
- NervensystemEnzephalopathie, ein krankhafter Zustand des Gehirns mit Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Gedächtnisverlust, Vergesslichkeit, auffälligem Verhalten oder unwillkürlichen Bewegungen[1, 2]Mehr dazu: MüdigkeitVerwirrtheitKonzentrations- und Gedächtnisstörungen
- NervensystemVerschlechterung von Anfällen oder häufigere Anfälle[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
- NervensystemUnwillkürliche, nicht unterdrückbare, krampfartige Muskelanspannungen an Kopf, Rumpf und Gliedmaßen (Choreoathetose), Schwierigkeiten, Bewegungen zu kontrollieren (Dyskinesie), Überaktivität (Hyperkinesie)[1, 2]
- NervensystemHinken oder Schwierigkeiten beim Gehen (Gangstörungen)[1, 2]
- NervensystemKombination aus Fieber, Muskelsteifigkeit, instabilem Blutdruck und instabiler Herzfrequenz, Verwirrtheit und herabgesetztem Bewusstsein (mögliche Zeichen eines malignen neuroleptischen Syndroms); bei japanischen Patienten deutlich häufiger[1, 2]Mehr dazu: FieberVerwirrtheit
- HerzVeränderung des Herzrhythmus im Elektrokardiogramm (verlängertes QT-Intervall)[1, 2]Mehr dazu: Herzrhythmusstörungen
- Magen und DarmEntzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)[1, 2]Mehr dazu: Bauchspeicheldrüsenentzündung
- Leber und GalleLeberversagen, Leberentzündung (Hepatitis)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautSchwere Hautreaktionen: zielscheibenartiger Ausschlag, der Blasen bilden kann (Erythema multiforme), ausgedehnter Ausschlag mit Blasen und abblätternder Haut vor allem um Mund, Nase, Augen und Genitalien (Stevens-Johnson-Syndrom) und eine schwerere Form mit Hautablösung an mehr als 30 % der Körperoberfläche (toxische epidermale Nekrolyse)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
- Muskeln, Knochen und GelenkeAbbau von Muskelgewebe (Rhabdomyolyse) mit erhöhter Kreatinphosphokinase im Blut; bei japanischen Patienten deutlich häufiger[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
- Nieren und HarnwegePlötzliche Verringerung der Nierenfunktion (akute Nierenschädigung)[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Eine schwere Arzneimittelreaktion mit Ausschlag, Fieber und Beteiligung innerer Organe (DRESS) kann sich laut Fachinformation 2 bis 8 Wochen nach Beginn der Behandlung entwickeln; bei Verdacht soll Levetiracetam abgesetzt werden [2]. Eine Enzephalopathie trat im Allgemeinen zu Beginn der Behandlung auf, nach wenigen Tagen bis einigen Monaten, und bildete sich nach dem Absetzen zurück [2]. Eine akute Nierenschädigung kann nach wenigen Tagen bis mehreren Monaten auftreten [2]. Mehr zu schweren Hautreaktionen lesen Sie unter Schwere Hautreaktionen.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Schläfrigkeit, Müdigkeit und Schwindel: Diese Beschwerden können zu Beginn der Behandlung und nach einer Dosissteigerung häufiger auftreten und sollten mit der Zeit schwächer werden [1]. Fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine Maschinen, bis sich gezeigt hat, dass Ihre Fähigkeit dazu nicht beeinträchtigt ist [1, 2].
Stimmung und Verhalten: Eine geringe Anzahl von Menschen, die Antiepileptika wie Levetiracetam erhielten, hatte Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen [1]. Laut Fachinformation sollten Behandelte auf Anzeichen einer Depression, auf Suizidgedanken und suizidales Verhalten überwacht werden; ihnen und ihren Betreuungspersonen sollte geraten werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn solche Anzeichen auftreten [2]. Ungewöhnliche Gedanken, Reizbarkeit oder deutliche Veränderungen von Stimmung oder Verhalten sind ein Grund, so schnell wie möglich ärztliche Hilfe zu suchen [1].
Weitere Beschwerden: Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Setzen Sie Levetiracetam nicht eigenmächtig ab, sondern besprechen Sie das Vorgehen [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, vor kurzem eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Das Abführmittel Macrogol kann die Wirkung von Levetiracetam herabsetzen; nehmen Sie es deshalb nicht in der Stunde vor und der Stunde nach Levetiracetam ein [1, 2]. Zusammen mit Methotrexat sollten die Blutspiegel beider Mittel sorgfältig überwacht werden [2]. Mit anderen Antiepileptika wie Lamotrigin oder Valproinsäure beeinflussten sich die Blutspiegel in Studien bei Erwachsenen nicht gegenseitig [2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Macrogol (osmotisch wirkendes Abführmittel) | Kann die Wirkung von Levetiracetam herabsetzen[1, 2] | Macrogol eine Stunde vor und eine Stunde nach der Einnahme von Levetiracetam nicht einnehmen |
| Methotrexat | Berichten zufolge wird Methotrexat langsamer ausgeschieden; seine Konzentration im Blut kann steigen und länger erhöht bleiben, bis hin zu möglicherweise giftigen Werten[2] | Die Blutspiegel beider Mittel sollten sorgfältig überwacht werden |
| Topiramat (Antiepileptikum) | Höheres Risiko für Appetitlosigkeit[2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Andere Antiepileptika (Phenytoin, Carbamazepin, Valproinsäure, Phenobarbital, Lamotrigin, Gabapentin, Primidon) | In Studien bei Erwachsenen beeinflussten sich die Blutspiegel nicht gegenseitig; bei Kindern, die enzyminduzierende Antiepileptika einnahmen, wurde Levetiracetam um 20 % schneller ausgeschieden[2] | Laut Fachinformation ist keine Dosisanpassung erforderlich |
| Pille (orale Verhütungsmittel mit Ethinylestradiol und Levonorgestrel), Digoxin, Warfarin | In Studien beeinflusste Levetiracetam diese Mittel nicht, und sie beeinflussten Levetiracetam nicht[2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle Arzneimittel informieren |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Levetiracetam nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Levetiracetam darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff, andere Pyrrolidon-Derivate oder einen der sonstigen Bestandteile sind [1, 2]. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, etwa eine Nierenerkrankung oder Herzrhythmusstörungen in der eigenen oder familiären Vorgeschichte [1].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Nierenerkrankungen: Die Ärztin oder der Arzt entscheidet, ob die Dosis angepasst werden muss; bei schweren Leberfunktionsstörungen wird vor der Festlegung der Dosis die Nierenfunktion geprüft[1, 2]
- Unregelmäßiger Herzschlag (sichtbar im EKG) in der eigenen oder familiären Vorgeschichte sowie Erkrankungen oder Behandlungen, die anfällig für einen unregelmäßigen Herzschlag oder Störungen des Salzhaushalts machen[1, 2]
- Depression oder Suizidgedanken: Eine geringe Anzahl von Menschen, die mit Antiepileptika wie Levetiracetam behandelt wurden, hatte Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen[1, 2]
- Sehr seltene, früh beginnende Epilepsieform mit Veränderungen im Gen SCN8A, die mit mehreren Arten von Anfällen und dem Verlust von Fähigkeiten einhergeht: Anfälle können unter der Behandlung bestehen bleiben oder schlimmer werden[1, 2]
- Erhebliche Schwäche, Fieber, wiederkehrende Infektionen oder Gerinnungsstörungen: Laut Fachinformation wird dann ein vollständiges Blutbild empfohlen[2]
- Kinder: Bemerken Sie ein verlangsamtes Wachstum oder eine ungewöhnlich verlaufende Pubertät, benachrichtigen Sie die Ärztin oder den Arzt; Langzeitwirkungen auf Lernen, Intelligenz, Wachstum, Hormone, Pubertät und Fruchtbarkeit sind laut Fachinformation nicht bekannt[1, 2]
- Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren: nicht als alleinige Behandlung (Monotherapie); Filmtabletten sind für Säuglinge und Kinder unter 6 Jahren nicht geeignet[1, 2]
- Tabletten mit 750 mg enthalten den Farbstoff Gelborange S (E 110), der allergische Reaktionen hervorrufen kann[1]
- Keppra Lösung zum Einnehmen, Packung für Kinder im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren: Laut Rote-Hand-Brief vom 08.07.2026 ersetzt bei dieser Packung eine neue 5-ml-Applikationsspritze die bisherige 3-ml-Applikationsspritze; die neue Spritze hat neben der bisherigen Skalierung eine zusätzliche Skalierung. Durch das geänderte Spritzenvolumen besteht ein potenzielles Risiko für Medikationsfehler. Eine Überdosierung durch einen solchen Fehler kann zu Schläfrigkeit (Somnolenz), Agitiertheit, Aggression, herabgesetztem Bewusstsein, gedämpfter Atmung (Atemdepression) und Koma führen. Wer das Präparat verschreibt oder abgibt, sollte die Betreuungspersonen über die Änderung informieren und ihnen erklären, welche Dosis richtig ist und wie sie mit der neuen Spritze abgemessen wird. Die Packungsbeilage enthält aktualisierte Anweisungen zum Abmessen der Dosis mit der neuen Spritze und zu ihrer Reinigung sowie Hinweise zum Erkennen einer Überdosierung. Bei den Packungen für Kinder von 1 Monat bis 6 Monaten und für Kinder ab 4 Jahren ändern sich Spritzenvolumen und Skalierung laut Brief nicht[4]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Alltag, Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 2, 3]. Frauen im gebärfähigen Alter sollten laut Fachinformation fachärztlich beraten werden; bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollte die Notwendigkeit der Behandlung neu überprüft werden [2]. Weitere Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Levetiracetam darf in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es nach sorgfältiger Abwägung für erforderlich hält. Brechen Sie die Behandlung nicht ohne vorherige Rücksprache ab. Ein Risiko von Geburtsfehlern lässt sich nicht vollständig ausschließen; zwei Studien weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für Autismus oder eine geistige Behinderung bei Kindern hin, deren Mütter in der Schwangerschaft Levetiracetam erhalten haben, die Daten zur neurologischen Entwicklung sind aber begrenzt.[1, 2]
Laut Fachinformation weisen Daten von über 1.800 Frauen mit alleiniger Levetiracetam-Behandlung in der Schwangerschaft, davon über 1.500 im ersten Schwangerschaftsdrittel, nicht auf ein erhöhtes Risiko für erhebliche angeborene Fehlbildungen hin. Ein plötzliches Absetzen ist zu vermeiden, weil es zu Anfällen mit ernsthaften Folgen für Mutter und Kind führen kann. Die Konzentration im Blut sinkt in der Schwangerschaft, im letzten Drittel deutlich; eine angemessene ärztliche Betreuung sollte sichergestellt sein. Frauen im gebärfähigen Alter sollten fachärztlich beraten werden.[2]
Embryotox nennt Levetiracetam neben Lamotrigin das Antiepileptikum der Wahl in der Schwangerschaft. Bei über 2.000 ausgewerteten Schwangerschaften mit Einnahme im ersten Drittel fanden sich unter alleiniger Behandlung keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Weil die Blutspiegel in der Schwangerschaft sinken, können Dosisanpassungen nötig werden; nach Behandlung bis zur Geburt ist mit Anpassungsstörungen beim Neugeborenen zu rechnen, weshalb die Entbindung laut Embryotox in einer Klinik mit Neugeborenenmedizin (Neonatologie) erfolgen sollte.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Laut Packungsbeilage wird Stillen während der Behandlung nicht empfohlen. Levetiracetam geht in die Muttermilch über; ist eine Behandlung in der Stillzeit nötig, wägt die Ärztin oder der Arzt Nutzen und Risiko unter Berücksichtigung der Bedeutung des Stillens ab.[1, 2]
Embryotox hält Stillen bei alleiniger Behandlung mit Levetiracetam und guter Beobachtung des Kindes für akzeptabel. Unter alleiniger Behandlung wurden bisher keine unerwünschten Wirkungen bei gestillten Kindern beschrieben; in Kombination mit weiteren Antiepileptika traten bei mehreren Kindern unter anderem Beruhigung und Trinkschwäche auf, die sich nach dem Abstillen zurückbildeten.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Daten über eine mögliche Wechselwirkung von Levetiracetam mit Alkohol liegen laut Fachinformation nicht vor. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob und wie viel Alkohol für Sie infrage kommt.[2]
Autofahren und Maschinen
Levetiracetam kann müde machen und so die Fähigkeit beeinträchtigen, ein Fahrzeug zu führen oder Werkzeuge und Maschinen zu bedienen, vor allem zu Beginn der Behandlung und nach einer Dosissteigerung. Fahren Sie nicht und bedienen Sie keine Maschinen, bis sich gezeigt hat, dass Ihre Fähigkeit dazu nicht beeinträchtigt ist.[1, 2]
Einnahme
Zweimal täglich einnehmen, morgens und abends, jeden Tag ungefähr zur gleichen Uhrzeit. Die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit, zum Beispiel einem Glas Wasser, schlucken, unabhängig von den Mahlzeiten. Levetiracetam kann einen bitteren Geschmack hinterlassen.[1, 2]
Levetiracetam ist zur Langzeitbehandlung vorgesehen; nehmen Sie es so lange ein, wie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es Ihnen gesagt hat.[1]
Einnahme vergessen: Benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie eine oder mehrere Einnahmen vergessen haben; nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein.[1]
Absetzen
Beenden Sie die Behandlung nicht selbst ohne Rücksprache, denn dann könnten Ihre Anfälle häufiger auftreten. Bei Beendigung der Behandlung sollte Levetiracetam schrittweise abgesetzt werden; entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, die Behandlung zu beenden, erhalten Sie genaue Anweisungen dafür.[1, 2]
Überdosierung
Haben Sie mehr eingenommen als verordnet, benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; sie oder er leitet die passende Behandlung ein. Mögliche Folgen einer zu hohen Dosis sind Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Aggression, verminderte Aufmerksamkeit, eine gehemmte Atmung und Koma. Ein spezielles Gegenmittel ist laut Fachinformation nicht bekannt.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage der Filmtabletten nennt eine Dosierung für Erwachsene und Jugendliche ab 50 kg Körpergewicht; für Kinder und leichtere Jugendliche wählt die Ärztin oder der Arzt die passende Darreichungsform nach Alter, Gewicht und Dosis [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Nehmen Sie Levetiracetam immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke ein [1].
Einnahme und Absetzen
Levetiracetam wird zweimal täglich eingenommen, morgens und abends, jeden Tag ungefähr zur gleichen Uhrzeit. Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit, zum Beispiel einem Glas Wasser; die Mahlzeiten spielen dabei keine Rolle [1]. Haben Sie eine oder mehrere Einnahmen vergessen, benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein [1].
Levetiracetam ist für eine Langzeitbehandlung vorgesehen. Beenden Sie die Behandlung nicht selbst, denn dadurch können Ihre Anfälle häufiger auftreten. Soll sie beendet werden, wird die Dosis schrittweise verringert, und Sie erhalten genaue Anweisungen [1, 2]. Was Packungsbeilage, Fachinformation und Leitlinie zum Absetzen und zum Risiko erneuter Anfälle sagen, erklärt die Seite Levetiracetam absetzen. Hintergründe bietet der Ratgeber Medikamente absetzen. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Levetiracetam
Levetiracetam gibt es als Filmtabletten in verschiedenen Stärken, als Lösung zum Einnehmen und als Konzentrat für eine Infusion [1, 2]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation der Filmtabletten von Keppra aus der EMA-Produktinformation [1, 2]. Die Lösung zum Einnehmen und das Infusionskonzentrat haben eigene Packungsbeilagen. Auch Generika enthalten Levetiracetam [3].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Keppra | UCB Pharma S.A. | Filmtabletten, Lösung zum Einnehmen, Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite (Filmtabletten) |
| Levetiracetam ratiopharm | ratiopharm GmbH | Filmtabletten; verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Keppra, Anhang III B: Packungsbeilage Keppra 250 mg / 500 mg / 750 mg / 1000 mg Filmtabletten. UCB Pharma S.A.. Stand 04/2026. abgerufen am 10.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Keppra, Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) Keppra Filmtabletten, und Anhang II. UCB Pharma S.A.. Stand 04/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Levetiracetam. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Keppra Lösung zum Einnehmen (Levetiracetam): Risiko eines Medikationsfehlers durch Wechsel der Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen. UCB Pharma GmbH in Abstimmung mit EMA und BfArM. Stand 08.07.2026. abgerufen am 16.10.2026
Häufige Fragen
Kann Levetiracetam die Stimmung oder das Verhalten verändern?
Ja. Depression, Feindseligkeit oder Aggression, Angst, Schlaflosigkeit, Nervosität und Reizbarkeit sind häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten. Gelegentlich kommen Wut, Halluzinationen, Panikattacken, Stimmungsschwankungen sowie Suizidgedanken oder Suizidversuche vor. Bemerken Sie oder Ihre Angehörigen solche Veränderungen, suchen Sie so schnell wie möglich ärztliche Hilfe. Bei Kindern traten Nebenwirkungen, die Verhalten und Psyche betreffen, in Studien laut Fachinformation häufiger auf als bei Erwachsenen.
Macht Levetiracetam müde?
Schläfrigkeit gehört zu den sehr häufigen Nebenwirkungen, Müdigkeit und Schwächegefühl sind häufig. Zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosissteigerung können Schläfrigkeit, Müdigkeit und Schwindel häufiger auftreten; laut Packungsbeilage sollten sie im Laufe der Zeit schwächer werden.
Darf ich mit Levetiracetam Auto fahren?
Levetiracetam kann müde machen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, vor allem zu Behandlungsbeginn und nach einer Dosissteigerung. Fahren Sie nicht und bedienen Sie keine Maschinen, bis sich gezeigt hat, dass Ihre Fähigkeit dazu nicht beeinträchtigt ist. Ob Sie wegen Ihrer Epilepsie fahren dürfen, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Darf ich Levetiracetam einfach absetzen?
Nein. Beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache, denn dann können Ihre Anfälle häufiger auftreten. Soll die Behandlung enden, wird die Dosis schrittweise verringert; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt gibt Ihnen dafür genaue Anweisungen.
Kann ich Levetiracetam in der Schwangerschaft nehmen?
Nur wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es nach sorgfältiger Abwägung für erforderlich hält; brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache ab. Laut Fachinformation weisen Daten von über 1.800 schwangeren Frauen mit alleiniger Levetiracetam-Behandlung nicht auf ein erhöhtes Risiko für erhebliche Fehlbildungen hin. Das Beratungszentrum Embryotox nennt Levetiracetam neben Lamotrigin das Antiepileptikum der Wahl in der Schwangerschaft.
Beeinflusst Levetiracetam die Pille?
In Studien veränderte Levetiracetam die Wirkstoffspiegel einer Pille mit Ethinylestradiol und Levonorgestrel nicht, und die Pille beeinflusste Levetiracetam nicht. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke trotzdem über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.
Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Levetiracetam nehme?
Daten über eine mögliche Wechselwirkung von Levetiracetam mit Alkohol liegen laut Fachinformation nicht vor. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob und wie viel Alkohol für Sie infrage kommt.
Wie hoch ist die Dosis von Levetiracetam?
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; sie hängt bei Kindern und Jugendlichen auch vom Körpergewicht ab. Was die Packungsbeilage angibt, steht im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Wirkstoffgruppen Nichtopioid-Analgetika (Metamizol, Paracetamol, ASS)Nichtopioid-Analgetika wie Metamizol, Paracetamol und ASS lindern Schmerzen und senken Fieber.