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Rosuvastatin: Nebenwirkungen und Wirkung
Rosuvastatin ist ein verschreibungspflichtiger Cholesterinsenker aus der Gruppe der Statine. Er wird bei erhöhtem Cholesterin ab einem Alter von 6 Jahren eingesetzt, außerdem bei hohem Risiko, um einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Schwindel, Verstopfung, Übelkeit, Bauch- und Muskelschmerzen. Bei Atembeschwerden, Schwellungen im Gesicht oder ungeklärten, anhaltenden Muskelschmerzen nehmen Sie Rosuvastatin nicht weiter ein und holen umgehend ärztliche Hilfe.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus); das Risiko ist größer bei erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten, Übergewicht und hohem Blutdruck[1, 2]
- Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel[1, 2]
- Häufig: Verstopfung, Übelkeit, Bauchschmerzen[1, 2]
- Häufig: Muskelschmerzen (Myalgie)[1, 2]
- Häufig: Kraftlosigkeit (Asthenie)[1, 2]
- Häufig: Anstieg der Eiweißmenge im Urin bei der höchsten Dosis von 40 mg; normalisiert sich üblicherweise bei fortgesetzter Behandlung, ein Absetzen ist nicht notwendig[1, 2]
Wofür wird Rosuvastatin eingesetzt?
Rosuvastatin gehört zu den Statinen und ist verschreibungspflichtig [1, 2]. Es kann das "schlechte" LDL-Cholesterin senken und das "gute" HDL-Cholesterin erhöhen [1]. Zugelassen ist es für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren mit erhöhtem Cholesterin, wenn eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung die Werte nicht ausreichend gesenkt haben; die cholesterinsenkende Ernährung und die Bewegung behalten Sie während der Behandlung bei [1, 2]. Auch bei der erblichen familiären Hypercholesterinämie ist es zugelassen, bei der homozygoten Form zusätzlich zu einer Diät und anderen lipidsenkenden Maßnahmen wie der LDL-Apherese oder wenn solche Maßnahmen nicht geeignet sind [2].
Außerdem wird Rosuvastatin eingesetzt, um schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Ereignissen wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen, wenn ein erwartet hohes Risiko für ein erstes solches Ereignis besteht, ergänzend zur Behandlung anderer Risikofaktoren [1, 2]. Herzinfarkt und Schlaganfall können durch eine Atherosklerose verursacht werden: Fettablagerungen an den Wänden der Arterien verengen die Gefäße, die sich manchmal verschließen können [1]. Hintergründe zu erhöhten Blutfetten lesen Sie auf der Seite Cholesterin.
Wie wirkt Rosuvastatin?
Rosuvastatin hemmt gezielt das Enzym HMG-CoA-Reduktase, das den geschwindigkeitsbestimmenden Schritt bei der Bildung einer Vorstufe des Cholesterins steuert [2]. Hauptwirkort ist die Leber: Rosuvastatin erhöht dort die Zahl der LDL-Rezeptoren auf den Leberzellen, sodass LDL-Cholesterin schneller aufgenommen und abgebaut wird, und es hemmt die Bildung von VLDL [2]. Die Packungsbeilage beschreibt das so: Rosuvastatin hilft, die körpereigene Produktion von "schlechtem" Cholesterin zu blockieren, und verbessert die Fähigkeit des Körpers, es aus dem Blut zu entfernen [1].
Eine Wirkung tritt laut Fachinformation innerhalb einer Woche nach Behandlungsbeginn ein; nach 2 Wochen sind 90 Prozent der maximalen Wirkung erreicht, die maximale Wirkung gewöhnlich nach 4 Wochen [2]. Die höchsten Blutspiegel stellen sich etwa 5 Stunden nach der Einnahme ein, die Halbwertszeit im Blut liegt bei etwa 19 Stunden. Rosuvastatin wird nur zu etwa 10 Prozent verstoffwechselt und zu rund 90 Prozent unverändert über den Stuhl ausgeschieden [2]. Bei Japanern, Chinesen, Filipinos, Vietnamesen und Koreanern waren die Blutspiegel in Studien etwa doppelt so hoch wie bei Kaukasiern, bei Indern etwa 1,3-mal so hoch; deshalb beginnt die Behandlung bei asiatischer Abstammung niedriger [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Laut Packungsbeilage sind die Nebenwirkungen üblicherweise leicht und vorübergehend; in kontrollierten Studien brachen weniger als 4 Prozent der Behandelten die Studie wegen Nebenwirkungen ab [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Wie bei anderen Statinen hängt die Häufigkeit der Nebenwirkungen oft von der Dosis ab [2]. Auswirkungen auf die Muskulatur wie Muskelschmerzen und Muskelerkrankungen wurden bei allen Dosierungen berichtet, besonders bei den höheren; Meldungen über Muskelzerfall sowie schwerwiegende Nieren- und Lebernebenwirkungen waren bei der höchsten Dosis häufiger [2]. Muskelbeschwerden treten bei Kindern und Jugendlichen häufiger auf als bei Erwachsenen [1]. Mehr dazu auf der Seite Muskelschmerzen durch Medikamente.
Statine können den Blutzucker erhöhen. Eine Blutzuckererkrankung (Diabetes) zählt bei Rosuvastatin zu den häufigen Nebenwirkungen; das Risiko ist größer, wenn Blutzucker- und Blutfettwerte erhöht sind, Übergewicht und hoher Blutdruck bestehen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt überwacht Sie dann engmaschig [1, 2]. In der JUPITER-Studie wurde ein Diabetes unter Rosuvastatin bei 2,8 Prozent und unter Placebo bei 2,3 Prozent der Teilnehmenden berichtet, meist bei einem Nüchternblutzucker von 5,6 bis 6,9 mmol/l [2]. Laut Fachinformation wird dieses Risiko durch die Senkung des Gefäßrisikos aufgewogen [2].
Ein Anstieg der Eiweißmenge im Urin wurde vor allem bei der höchsten Dosis beobachtet. Er normalisiert sich üblicherweise bei fortgesetzter Behandlung, ein Absetzen ist dafür nicht notwendig [1, 2]. Laut Fachinformation gibt es bisher keine Belege, dass er auf eine akute oder fortschreitende Nierenerkrankung hinweist [2].
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- HormonsystemBlutzuckererkrankung (Diabetes mellitus); das Risiko ist größer bei erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten, Übergewicht und hohem Blutdruck[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker
- NervensystemKopfschmerzen, Schwindel[1, 2]Mehr dazu: KopfschmerzenSchwindel
- Magen und DarmVerstopfung, Übelkeit, Bauchschmerzen[1, 2]Mehr dazu: VerstopfungÜbelkeitBauchschmerzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschmerzen (Myalgie)[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenKraftlosigkeit (Asthenie)[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
- Nieren und HarnwegeAnstieg der Eiweißmenge im Urin bei der höchsten Dosis von 40 mg; normalisiert sich üblicherweise bei fortgesetzter Behandlung, ein Absetzen ist nicht notwendig[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- HautHautausschlag, Juckreiz oder andere Hautreaktionen wie Nesselsucht (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagJuckreizNesselsucht
- Nieren und HarnwegeAnstieg der Eiweißmenge im Urin bei Dosen von 5, 10 oder 20 mg; normalisiert sich üblicherweise bei fortgesetzter Behandlung, ein Absetzen ist nicht notwendig[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemErhöhte Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen durch eine verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue FleckenVeränderungen des Blutbilds
- ImmunsystemSchwere allergische Reaktion mit Anzeichen wie Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen (Angioödem), Schluckbeschwerden, Atembeschwerden oder starkem Juckreiz der Haut mit Blasenbildung[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenJuckreizAtemnot
- Magen und DarmStarke Bauchschmerzen durch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)[1, 2]Mehr dazu: BauchspeicheldrüsenentzündungBauchschmerzen
- Leber und GalleAnstieg der Leberenzyme (Transaminasen) im Blut[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelerkrankungen bei Erwachsenen (Myopathie, auch Muskelentzündung) und Zerfall von Muskelgewebe (Rhabdomyolyse), der lebensbedrohlich sein kann[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelriss[2]
- Muskeln, Knochen und GelenkeLupusähnliches Syndrom mit Hautausschlag, Gelenkerkrankungen und Auswirkungen auf die Blutzellen[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagGelenkschmerzenVeränderungen des Blutbilds
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- NervensystemNervenschädigung in Armen und Beinen, zum Beispiel mit Taubheitsgefühl (Polyneuropathie)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- NervensystemGedächtnisverlust[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- Leber und GalleGelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen), Leberentzündung (Hepatitis)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen (Arthralgie)[1, 2]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
- Nieren und HarnwegeSpuren von Blut im Urin (Hämaturie)[1, 2]
- Geschlechtsorgane und BrustVergrößerung der Brust bei Männern (Gynäkomastie)[1, 2]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- PsycheDepressionen[1, 2]Mehr dazu: Depressive Verstimmung
- PsycheSchlafstörungen wie Schlaflosigkeit und Albträume[1, 2]Mehr dazu: SchlafstörungenAlbträume
- NervensystemErkrankung der peripheren Nerven (periphere Neuropathie)[2]Mehr dazu: Kribbeln und Taubheitsgefühl
- NervensystemMyasthenia gravis: Erkrankung mit allgemeiner Muskelschwäche, in einigen Fällen auch der Atemmuskulatur[1, 2]Mehr dazu: Muskelschwäche
- AugenMuskelschwäche der Augen (okuläre Myasthenie)[1, 2]
- AtemwegeHusten, Kurzatmigkeit (Dyspnoe)[1, 2]Mehr dazu: ReizhustenAtemnot
- AtemwegeAtemprobleme einschließlich anhaltendem Husten und/oder Kurzatmigkeit oder Fieber[1]Mehr dazu: ReizhustenAtemnotFieber
- Magen und DarmDurchfall (Diarrhö)[1, 2]Mehr dazu: Durchfall
- HautSchwere Hautreaktionen: Stevens-Johnson-Syndrom und Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
- Muskeln, Knochen und GelenkeSehnenverletzung, gelegentlich mit Komplikationen durch Risse[1, 2]Mehr dazu: Sehnenentzündung und Sehnenriss
- Muskeln, Knochen und GelenkeAnhaltende Muskelschwäche (immunvermittelte nekrotisierende Myopathie)[1, 2]Mehr dazu: Muskelschwäche
- Geschlechtsorgane und BrustStörungen der Sexualfunktion[1]Mehr dazu: Weniger Lust auf SexErektionsstörungen
- Allgemeine BeschwerdenSchwellungen durch Wassereinlagerungen (Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und das DRESS-Syndrom können lebensbedrohlich oder tödlich verlaufen. Ist eine solche Reaktion unter Rosuvastatin aufgetreten, darf es nie wieder eingenommen werden [2]. Wie bei anderen Statinen wurden bei einer sehr geringen Zahl von Behandelten unangenehme Muskelschmerzen beobachtet, die in seltenen Fällen zu einer möglicherweise lebensbedrohlichen Muskelschädigung (Rhabdomyolyse) führten [1].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Muskelschmerzen: Muskelschmerzen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt umgehend mit, wenn Sie Muskelschmerzen ohne erkennbare Ursache haben, vor allem zusammen mit Unwohlsein oder Fieber. Halten sie länger als erwartet an, nehmen Sie Rosuvastatin nicht weiter ein und holen umgehend ärztliche Hilfe [1]. Laut Fachinformation wird dann der CK-Wert im Blut kontrolliert. Ist er auf mehr als das Fünffache des oberen Normwerts erhöht oder sind die Beschwerden stark und täglich belastend, wird die Behandlung abgebrochen; sind die Beschwerden abgeklungen und die CK-Werte wieder im Normbereich, kann eine erneute Behandlung in der niedrigsten Dosis mit engmaschiger Kontrolle erwogen werden [2]. Der CK-Wert sollte nicht nach schwerer körperlicher Anstrengung gemessen werden, weil das die Werte verfälschen kann [2].
Kopfschmerzen, Schwindel, Verdauungsbeschwerden: Auch diese Beschwerden gehören zu den häufigen Nebenwirkungen; laut Packungsbeilage sind Nebenwirkungen üblicherweise leicht und vorübergehend [1]. Belasten sie Sie, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, statt die Einnahme eigenmächtig zu beenden; sonst könnte der Cholesterinwert wieder steigen [1]. Fühlen Sie sich schwindelig, suchen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf, bevor Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Wechselwirkungen über die Cytochrom-P450-Enzyme der Leber sind bei Rosuvastatin laut Fachinformation nicht zu erwarten. Arzneimittel, die bestimmte Transporteiweiße hemmen, können dagegen die Rosuvastatin-Menge im Blut erhöhen und damit das Risiko für Muskelerkrankungen [2]. Mit Ciclosporin und mit der Hepatitis-C-Kombination Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir darf Rosuvastatin nicht eingenommen werden [1, 2]. Bei weiteren Mitteln, etwa bestimmten HIV- und Hepatitis-C-Mitteln, Ticagrelor, Clopidogrel oder Gemfibrozil, passt die Ärztin oder der Arzt die Dosis an [2]. Müssen Sie das Antibiotikum Fusidinsäure einnehmen, wird Rosuvastatin zeitweilig abgesetzt [1, 2]. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Ciclosporin | Rosuvastatin-Spiegel im Durchschnitt 7-mal höher[1, 2] | Gleichzeitige Behandlung nicht erlaubt |
| Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir (Hepatitis C) | Rosuvastatin-Spiegel über 7-fach erhöht[1, 2] | Gleichzeitige Behandlung nicht erlaubt |
| HIV- und Hepatitis-C-Mittel wie Ritonavir mit Atazanavir oder Lopinavir, Ombitasvir/Paritaprevir/Dasabuvir, Velpatasvir, Grazoprevir/Elbasvir, Glecaprevir/Pibrentasvir | Rosuvastatin-Spiegel in Studien etwa 2- bis 3-fach höher, höheres Risiko für Muskelerkrankungen[1, 2] | Nur nach sorgfältiger Prüfung; die Ärztin oder der Arzt passt die Rosuvastatin-Dosis an (siehe Dosierung) |
| Gemfibrozil und andere Fibrate wie Fenofibrat; Niacin (Nicotinsäure) in lipidsenkender Dosis | Höheres Risiko für Muskelerkrankungen; Gemfibrozil erhöht den Rosuvastatin-Spiegel etwa auf das Doppelte[1, 2] | Kombination mit Gemfibrozil nicht empfohlen; mit Fibraten ist die höchste Dosis nicht erlaubt; Nutzen und Risiko sorgfältig abwägen |
| Ticagrelor oder Clopidogrel (Mittel gegen Blutgerinnsel) | Rosuvastatin-Spiegel etwa 2- bis 2,6-fach erhöht, höheres Risiko für Muskelerkrankungen[1, 2] | Nutzen und Risiko abwägen; die Ärztin oder der Arzt passt die Rosuvastatin-Dosis an (siehe Dosierung) |
| Krebsmittel Darolutamid, Regorafenib und Capmatinib; Momelotinib (Myelofibrose); Roxadustat (Blutarmut bei Nierenerkrankung); Febuxostat (bei hohen Harnsäurespiegeln im Blut); Fostamatinib; Tafamidis; Teriflunomid und Leflunomid | Rosuvastatin-Spiegel in Studien etwa 1,9- bis 5,2-fach höher[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt passt die Rosuvastatin-Dosis an (siehe Dosierung) |
| Ezetimib (Cholesterinsenker) | Leicht höhere Rosuvastatin-Spiegel; sehr selten wurde Muskelzerfall unter Ezetimib zusammen mit Statinen beobachtet[1, 2] | Vorsicht bei der Kombination |
| Mittel gegen Magenübersäuerung (Antazida) mit Aluminium- und Magnesiumhydroxid | Rosuvastatin-Spiegel um etwa die Hälfte niedriger; dieser Effekt war abgeschwächt, wenn das Antazidum 2 Stunden nach Rosuvastatin eingenommen wurde[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Erythromycin (Antibiotikum) | Rosuvastatin-Spiegel um etwa 20 Prozent niedriger[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Blutverdünner vom Typ der Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin | Beginn oder Dosissteigerung von Rosuvastatin kann den INR-Wert erhöhen, Absetzen oder Dosisverringerung ihn senken[1, 2] | INR-Wert überwachen lassen |
| Pille (orale Verhütungsmittel) und Hormonersatzpräparate | Höhere Spiegel von Ethinylestradiol (plus 26 Prozent) und Norgestrel (plus 34 Prozent); bei Hormonersatz ein ähnlicher Effekt nicht ausgeschlossen[1, 2] | Laut Fachinformation sollten die höheren Hormonspiegel bei der Wahl der Dosierung der Pille berücksichtigt werden |
| Fusidinsäure (Antibiotikum zum Einnehmen oder als Injektion) | Muskelzerfall (Rhabdomyolyse), in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang[1, 2] | Rosuvastatin wird während der Behandlung mit Fusidinsäure abgesetzt; laut Fachinformation frühestens 7 Tage nach der letzten Dosis Fusidinsäure wieder aufnehmen |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Rosuvastatin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie zu oder sind Sie sich nicht sicher, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; das gilt besonders für die höchste Dosis [1]. Sind erhöhte Cholesterinwerte die Folge einer Schilddrüsenunterfunktion oder eines nephrotischen Syndroms, sollte laut Fachinformation zuerst diese Grunderkrankung behandelt werden [2]. Bei Kindern und Jugendlichen sollte die Behandlung nur durch Spezialisten erfolgen; bei Kindern unter 6 Jahren sollte Rosuvastatin nicht angewendet werden [1, 2].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Rosuvastatin oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Schwangerschaft und Stillzeit sowie Frauen, die schwanger werden können und keine geeigneten Verhütungsmittel anwenden[1, 2]
- Lebererkrankung, auch eine ungeklärte, anhaltende Erhöhung der Leberwerte (Serumtransaminasen) oder jede Erhöhung auf mehr als das Dreifache des oberen Normwerts[1, 2]
- Schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min)[1, 2]
- Muskelerkrankung (Myopathie), auch wiederholte oder ungeklärte Muskelschmerzen oder Muskelkater[1, 2]
- Gleichzeitige Behandlung mit der Kombination Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir gegen Hepatitis C[1, 2]
- Gleichzeitige Behandlung mit Ciclosporin (z. B. nach Organtransplantationen)[1, 2]
- Höchste Dosis von 40 mg zusätzlich nicht bei: mittelschwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 60 ml/min), Funktionsstörung der Schilddrüse, wiederholten oder ungeklärten Muskelschmerzen oder Muskelkater in der Vorgeschichte, Muskelerkrankungen in der eigenen oder familiären Vorgeschichte oder unter früheren Cholesterinsenkern, regelmäßigem Konsum großer Mengen Alkohol, asiatischer Abstammung, gleichzeitiger Einnahme von Fibraten; laut Fachinformation außerdem in Situationen, in denen erhöhte Rosuvastatin-Spiegel im Blut auftreten können[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion[1, 2]
- Wiederholte oder ungeklärte Muskelschmerzen, Muskelerkrankungen in der eigenen oder familiären Vorgeschichte oder unter anderen Cholesterinsenkern[1, 2]
- Myasthenie oder okuläre Myasthenie, auch in der Vorgeschichte: Statine können sie manchmal verschlimmern oder eine Myasthenie auslösen[1, 2]
- Früherer schwerer Hautausschlag, Hautablösung, Blasenbildung oder Entzündungen im Mund nach Rosuvastatin oder verwandten Arzneimitteln; ist unter Rosuvastatin ein Stevens-Johnson-Syndrom oder DRESS aufgetreten, darf es nie wieder eingenommen werden[1, 2]
- Regelmäßiger Konsum großer Mengen Alkohol[1, 2]
- Funktionsstörung der Schilddrüse[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme von Fibraten oder von HIV-Mitteln wie Ritonavir mit Lopinavir und/oder Atazanavir[1, 2]
- Behandlung mit Fusidinsäure, auch innerhalb der letzten 7 Tage[1, 2]
- Alter über 70 Jahre oder asiatische Abstammung (Japaner, Chinesen, Filipinos, Vietnamesen, Koreaner, Inder): Die Ärztin oder der Arzt wählt eine geeignete Anfangsdosis[1, 2]
- Schwerwiegende Atemprobleme[1]
- Diabetes oder erhöhtes Diabetesrisiko (erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte, Übergewicht, hoher Blutdruck): engmaschige ärztliche Überwachung[1, 2]
- Leberwerte werden üblicherweise vor und während der Behandlung kontrolliert; laut Fachinformation vor Beginn und 3 Monate danach[1, 2]
- Akute schwere Erkrankungen, die eine Muskelerkrankung begünstigen oder für ein Nierenversagen als Folge eines Muskelzerfalls (Rhabdomyolyse) anfällig machen, etwa Blutvergiftung (Sepsis), niedriger Blutdruck, größere Operationen, Verletzungen, schwere Stoffwechsel-, Hormon- oder Elektrolytstörungen oder unkontrollierte Krampfanfälle: Rosuvastatin sollte dann nicht angewendet werden[2]
- Kinder unter 6 Jahren: Anwendung nicht empfohlen; die höchste Dosis von 40 mg ist für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht geeignet[1, 2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Rosuvastatin darf in Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Frauen, die schwanger werden können, müssen während der Behandlung geeignete Verhütungsmittel anwenden [1, 2]. Nehmen Sie die Pille, kann Rosuvastatin die Spiegel ihrer Hormone erhöhen; laut Fachinformation sollte das bei der Wahl der Dosierung der Pille berücksichtigt werden [2]. Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité sagen [1, 2, 3].
Schwangerschaft
Sie dürfen Rosuvastatin nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind. Werden Sie während der Behandlung schwanger, beenden Sie die Einnahme sofort und wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Frauen müssen während der Einnahme mit geeigneten Verhütungsmitteln eine Schwangerschaft vermeiden. Laut Fachinformation überwiegt das mögliche Risiko für das Kind den Nutzen einer Behandlung in der Schwangerschaft, weil Cholesterin und andere Produkte der Cholesterinbildung für seine Entwicklung notwendig sind.[1, 2]
Embryotox ordnet Rosuvastatin den Mitteln mit widersprüchlichen oder noch unzureichenden Studienergebnissen zu. Ausgewertet wurden etwa 150 Schwangerschaften mit Rosuvastatin und etwa 3.000 mit Statinen insgesamt; die Ergebnisse sprechen insgesamt gegen ein wesentlich erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Zu Statinen beschrieb eine Registerstudie ein geringfügig erhöhtes Risiko für Defekte der Herzscheidewand, einige Auswertungen ein gering erhöhtes Fehlgeburtsrisiko nach Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel; ein ursächlicher Zusammenhang ist nicht gesichert. Embryotox empfiehlt, die Behandlung in der Schwangerschaft zu pausieren; nach einer Einnahme im ersten Drittel sollte eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden. Erscheint eine Statinbehandlung in der Schwangerschaft unumgänglich, sollten laut Embryotox die besser untersuchten Wirkstoffe Atorvastatin oder Simvastatin gewählt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Während der Stillzeit dürfen Sie Rosuvastatin nicht einnehmen. Laut Fachinformation weisen begrenzte Daten darauf hin, dass Rosuvastatin in die Muttermilch übergeht; wegen seines Wirkmechanismus besteht ein mögliches Risiko für den Säugling.[1, 2]
Laut Embryotox ist für den Säugling eine geringe Dosis über die Muttermilch zu erwarten; die Erfahrungen beruhen auf wenigen Mutter-Kind-Paaren. Vor allem Neugeborene und Frühgeborene sollten unter einer Statinbehandlung nicht gestillt werden; ist die Behandlung der Mutter nach kritischer Prüfung nötig, kann das Stillen laut Embryotox erwogen werden.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Trinken Sie regelmäßig große Mengen Alkohol, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: Die höchste Dosis ist dann nicht erlaubt, und laut Fachinformation sollte Rosuvastatin bei erheblichem Alkoholkonsum mit Vorsicht angewendet werden.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Bei den meisten Menschen beeinträchtigt Rosuvastatin die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen nicht. Bei einigen tritt jedoch Schwindel auf; fühlen Sie sich schwindelig, suchen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf, bevor Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen.[1, 2]
Einnahme
Einmal täglich einnehmen, jede Tablette unzerkaut mit Wasser, mit oder ohne Nahrung, zu einer beliebigen Tageszeit, möglichst immer zur selben Zeit. Die cholesterinsenkende Ernährung und die Bewegung fortsetzen und die Cholesterinwerte regelmäßig ärztlich kontrollieren lassen.[1]
Einnahme vergessen: mit der nächsten Dosis wie üblich fortfahren, nicht die doppelte Menge nehmen. Bei einer Behandlung im Krankenhaus dem medizinischen Personal sagen, dass Sie Rosuvastatin einnehmen.[1]
Absetzen
Rosuvastatin wird auch dann weiter eingenommen, wenn der Cholesterinwert den Normbereich erreicht hat. Wollen Sie die Einnahme beenden, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, denn der Cholesterinwert könnte wieder steigen. Beenden Sie die Einnahme, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es sagt oder wenn Sie schwanger geworden sind.[1]
Überdosierung
Haben Sie zu viel eingenommen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus. Laut Fachinformation gibt es keine spezielle Behandlung; behandelt wird nach den Beschwerden, Leberwerte und CK-Werte werden kontrolliert.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage beschreibt, mit welcher Dosis die Behandlung beginnt, wie die Ärztin oder der Arzt sie schrittweise anpassen kann und welche Höchstdosis gilt; die Fachinformation ergänzt Angaben für besondere Personengruppen, etwa bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion, höherem Alter oder asiatischer Abstammung, und für bestimmte Begleitmedikamente [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Rosuvastatin einmal täglich ein, die Tablette unzerkaut mit Wasser, mit oder ohne Essen und zu einer beliebigen Tageszeit. Am besten nehmen Sie sie immer zur selben Zeit, weil das hilft, an die Einnahme zu denken [1]. Lassen Sie Ihre Cholesterinwerte regelmäßig ärztlich kontrollieren [1]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, fahren Sie mit der nächsten Dosis wie üblich fort, ohne die doppelte Menge zu nehmen [1]. Kommen Sie ins Krankenhaus oder werden Sie aus anderen Gründen behandelt, sagen Sie dem medizinischen Personal, dass Sie Rosuvastatin einnehmen [1].
Nehmen Sie Rosuvastatin auch dann weiter, wenn Ihr Cholesterinwert den Normbereich erreicht hat: Das Arzneimittel soll ein erneutes Ansteigen des Cholesterinwerts und die Bildung von Fettablagerungen verhindern [1]. Wollen Sie die Einnahme beenden, sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Rosuvastatin
Rosuvastatin gibt es von mehreren Herstellern als Filmtabletten in verschiedenen Stärken, außerdem in festen Kombinationen, etwa mit Ezetimib; für Kombinationspräparate gelten eigene Packungsbeilagen. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Rosuvastatin-ratiopharm [1, 2]. Weitere Statine sind etwa Atorvastatin und Simvastatin.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Crestor | verschreibungspflichtig | |
| Rosuvastatin-ratiopharm | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Filmtabletten in mehreren Stärken; Grundlage dieser Seite: 5, 10 und 20 mg |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Rosuvastatin-ratiopharm 5 mg/10 mg/20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Rosuvastatin-ratiopharm 5 mg/10 mg/20 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Rosuvastatin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wann sollte ich Rosuvastatin einnehmen, morgens oder abends?
Rosuvastatin wird einmal täglich eingenommen, mit oder ohne Nahrung und zu einer beliebigen Tageszeit. Die Packungsbeilage empfiehlt, die Tablette möglichst immer zur selben Tageszeit zu nehmen, weil das hilft, an die Einnahme zu denken. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit Wasser.
Was soll ich bei Muskelschmerzen unter Rosuvastatin tun?
Muskelschmerzen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen. Haben Sie Muskelschmerzen ohne erkennbare Ursache, vor allem zusammen mit Unwohlsein oder Fieber, teilen Sie das umgehend Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit. Halten die Schmerzen länger als erwartet an oder bemerken Sie einen Muskelriss, nehmen Sie Rosuvastatin nicht weiter ein und holen umgehend ärztliche Hilfe. Wie bei anderen Statinen führten unangenehme Muskelschmerzen in seltenen Fällen zu einer möglicherweise lebensbedrohlichen Muskelschädigung (Rhabdomyolyse).
Kann Rosuvastatin Diabetes auslösen?
Eine Blutzuckererkrankung (Diabetes) zählt bei Rosuvastatin zu den häufigen Nebenwirkungen, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten. Das Risiko ist größer, wenn Blutzucker- und Blutfettwerte erhöht sind, Übergewicht und hoher Blutdruck bestehen; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt überwacht Sie dann engmaschig. Laut Fachinformation wird dieses Risiko durch die Senkung des Gefäßrisikos aufgewogen und sollte nicht zum Abbruch der Statinbehandlung führen.
Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Rosuvastatin nehme?
Ein allgemeines Alkoholverbot nennt die Packungsbeilage nicht. Trinken Sie aber regelmäßig große Mengen Alkohol, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: Die höchste Dosis ist dann nicht erlaubt, und laut Fachinformation sollte Rosuvastatin bei erheblichem Alkoholkonsum mit Vorsicht angewendet werden. Allgemeines dazu im Ratgeber Medikamente und Alkohol.
Darf ich zu Rosuvastatin Grapefruitsaft trinken?
Packungsbeilage und Fachinformation von Rosuvastatin-ratiopharm nennen keine Wechselwirkung mit Grapefruitsaft. Laut Fachinformation sind bei Rosuvastatin keine Wechselwirkungen über den Abbau durch die Cytochrom-P450-Enzyme der Leber zu erwarten. Fragen Sie im Zweifel Ihre Apotheke; Hintergründe im Ratgeber Medikamente und Grapefruit.
Verträgt sich Rosuvastatin mit der Pille?
Laut Fachinformation erhöhte die gleichzeitige Einnahme von Rosuvastatin und der Pille die Spiegel der Pillenhormone Ethinylestradiol um 26 Prozent und Norgestrel um 34 Prozent; diese höheren Spiegel sollten bei der Wahl der Dosierung der Pille berücksichtigt werden. Bei Hormonersatzpräparaten ist ein ähnlicher Effekt nicht ausgeschlossen. Sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie die Pille oder Hormonersatzpräparate nehmen. Frauen, die schwanger werden können, müssen während der Behandlung geeignete Verhütungsmittel anwenden.
Welche Dosis Rosuvastatin ist üblich?
Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nach Cholesterinwert, Herz-Kreislauf-Risiko und möglichen Risikofaktoren für Nebenwirkungen fest und kann sie schrittweise anpassen. Die Angaben der Packungsbeilage zu Anfangs- und Höchstdosis finden Sie im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage. Ändern Sie die Dosis nicht selbst.
Darf ich Rosuvastatin in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
Nein. Rosuvastatin darf in Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Werden Sie während der Behandlung schwanger, beenden Sie die Einnahme sofort und wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Das Beratungszentrum Embryotox empfiehlt, die Behandlung in der Schwangerschaft zu pausieren und nach einer Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel eine weiterführende Ultraschalluntersuchung anzubieten.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Behandlungen Kontrastmittel (CT und MRT): NebenwirkungenKontrastmittel für CT und MRT können je nach Präparat Übelkeit, Kopfschmerzen oder ein Hitzegefühl auslösen.