MedikamenteWirkstoff

Celecoxib: Nebenwirkungen und Wirkung

Celecoxib ist ein verschreibungspflichtiges Schmerz- und Rheumamittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), genauer der COX-2-Hemmer. Es wird bei Erwachsenen gegen die Beschwerden von Arthrose, rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew eingesetzt. Bei Brustschmerzen, Zeichen einer Magen-Darm-Blutung, einer allergischen Reaktion, Hautreaktionen oder Gelbsucht beenden Sie die Einnahme und informieren umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Mann Anfang sechzig mit grauem Bart hält sich auf einer Parkbank sitzend mit beiden Händen das Knie
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Bluthochdruck, auch Verschlechterung eines bestehenden Bluthochdrucks; Häufigkeit aus Langzeitstudien mit hohen Dosen zur Verhütung von Darmpolypen[1, 2]
  • Häufig: Herzinfarkt; Häufigkeit aus Langzeitstudien mit hohen Dosen zur Verhütung von Darmpolypen[1, 2]
  • Häufig: Flüssigkeitsansammlung im Körper, die zu Schwellungen der Fußgelenke, Beine und/oder Hände führen kann (periphere Ödeme)[1, 2]
  • Häufig: Grippeähnliche Beschwerden[1, 2]
  • Häufig: Harnwegsinfektionen, Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Halsentzündung (Pharyngitis), Erkältung (Infektion der oberen Atemwege)[1, 2]
  • Häufig: Kurzatmigkeit (Häufigkeit aus Langzeitstudien zur Verhütung von Darmpolypen), verstopfte oder laufende Nase, Husten[1, 2]
  • Häufig: Schwindel oder Schwindelgefühl[1, 2]
  • Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Muskelsteifigkeit (erhöhter Muskeltonus)[1, 2]
  • Häufig: Schlafstörungen (Schlaflosigkeit)[1, 2]
  • Häufig: Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen[1, 2]
  • Häufig: Erbrechen und Schluckbeschwerden (Dysphagie); Häufigkeit aus Langzeitstudien mit hohen Dosen zur Verhütung von Darmpolypen[1, 2]
  • Häufig: Hautausschlag, Juckreiz (auch am ganzen Körper)[1, 2]
  • Häufig: Gelenkschmerzen (Arthralgie)[1, 2]
  • Häufig: Verschlechterung einer bestehenden Allergie (Überempfindlichkeit)[1, 2]
  • Häufig: Versehentliche Verletzungen[1, 2]
  • Häufig: In Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen (Einnahme bis zu 3 Jahre) zusätzlich beobachtet: Schmerzen im Brustbereich durch Herzprobleme (Angina pectoris)[1, 2]
  • Häufig: In Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen (Einnahme bis zu 3 Jahre) zusätzlich beobachtet: Reizdarmsyndrom mit Bauchschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen und Blähungen[1, 2]
  • Häufig: In Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen (Einnahme bis zu 3 Jahre) zusätzlich beobachtet: Nierensteine (können zu Bauch- oder Rückenschmerzen oder zu Blut im Urin führen), Schwierigkeiten beim Wasserlassen[1, 2]
  • Häufig: In Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen (Einnahme bis zu 3 Jahre) zusätzlich beobachtet: Gewichtszunahme, Abweichungen bei nierenbezogenen Blutwerten (Kreatinin erhöht)[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Celecoxib eingesetzt?

Celecoxib ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und gehört dort zu den Cyclooxygenase-2-Hemmern, kurz COX-2-Hemmer oder Coxibe [1, 2]. Er wird bei Erwachsenen angewendet, um die Beschwerden von Arthrose, rheumatoider Arthritis und Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) zu behandeln [1, 2]. Bei Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis und Arthrose bildet der Körper vermehrt Prostaglandine, Stoffe, die Schmerzen und Entzündungen verursachen können [1].

Laut Fachinformation muss vor der Entscheidung für einen COX-2-Hemmer das individuelle Gesamtrisiko berücksichtigt werden, etwa für Herz und Gefäße sowie für den Magen-Darm-Trakt [2]. Siehe auch die Seite zu Etoricoxib.

Wie wirkt Celecoxib?

Celecoxib verringert die Bildung von Prostaglandinen und vermindert dadurch Schmerzen und Entzündungen [1]. Dazu hemmt es das Enzym Cyclooxygenase-2 (COX-2); im üblichen Dosisbereich wurde bei Gesunden keine statistisch signifikante Hemmung der COX-1 beobachtet [2]. Weil Celecoxib nicht auf die Blutplättchen wirkt, ist es laut Fachinformation kein Ersatz für Acetylsalicylsäure zur Vorbeugung von Blutgerinnseln in Herz und Gefäßen [2].

Die erste Wirkung setzt innerhalb weniger Stunden nach der ersten Einnahme ein; die volle Wirkung kann eventuell erst nach mehreren Tagen eintreten [1]. Die höchste Konzentration im Blut ist nach etwa 2 bis 3 Stunden erreicht, eine fettreiche Mahlzeit verzögert die Aufnahme um ungefähr 1 Stunde. Abgebaut wird Celecoxib vor allem über das Leberenzym CYP2C9; die Halbwertszeit liegt bei 8 bis 12 Stunden [2]. Bei Menschen mit erblich verminderter CYP2C9-Aktivität (reinerbig für die Genvariante CYP2C9*3) lagen in einer Studie die höchste Konzentration im Blut etwa beim 4-Fachen und die Gesamtbelastung des Körpers etwa beim 7-Fachen der anderen untersuchten Genvarianten; die Fachinformation rät bei ihnen zur Vorsicht [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Die Angaben stammen von Menschen mit Gelenkerkrankungen. Einige Nebenwirkungen (etwa Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Kurzatmigkeit, Erbrechen und Schluckbeschwerden) sind mit der höheren Häufigkeit aufgeführt, die in Studien zur Verhütung von Darmpolypen auftrat; dort nahmen die Teilnehmenden hohe Dosen über lange Zeit ein. Aus solchen Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen, mit einer Einnahme über bis zu 3 Jahre, stammen auch die Einträge, die mit "In Langzeitstudien" beginnen [1].

Herz und Kreislauf: Laut Fachinformation kann das Herz-Kreislauf-Risiko von Celecoxib mit Dosis und Dauer der Einnahme ansteigen; bei Langzeitanwendung wurden NSAR einschließlich der COX-2-Hemmer mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse und Blutgerinnsel in Verbindung gebracht [2]. Celecoxib kann einen Bluthochdruck auslösen oder verschlechtern [1, 2]. Magen und Darm: Auch unter Celecoxib wurden Durchbrüche, Geschwüre und Blutungen im Magen-Darm-Trakt beobachtet, einige mit tödlichem Verlauf [2]. Mehr dazu unter Magenbeschwerden durch Medikamente.

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Gefäße und KreislaufBluthochdruck, auch Verschlechterung eines bestehenden Bluthochdrucks; Häufigkeit aus Langzeitstudien mit hohen Dosen zur Verhütung von Darmpolypen[1, 2]Mehr dazu: Blutdruckanstieg

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • HerzHerzinfarkt; Häufigkeit aus Langzeitstudien mit hohen Dosen zur Verhütung von Darmpolypen[1, 2]
  • Allgemeine BeschwerdenFlüssigkeitsansammlung im Körper, die zu Schwellungen der Fußgelenke, Beine und/oder Hände führen kann (periphere Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
  • Allgemeine BeschwerdenGrippeähnliche Beschwerden[1, 2]
  • InfektionenHarnwegsinfektionen, Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Halsentzündung (Pharyngitis), Erkältung (Infektion der oberen Atemwege)[1, 2]
  • AtemwegeKurzatmigkeit (Häufigkeit aus Langzeitstudien zur Verhütung von Darmpolypen), verstopfte oder laufende Nase, Husten[1, 2]Mehr dazu: AtemnotVerstopfte NaseReizhusten
  • NervensystemSchwindel oder Schwindelgefühl[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
  • NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
  • NervensystemMuskelsteifigkeit (erhöhter Muskeltonus)[1, 2]
  • PsycheSchlafstörungen (Schlaflosigkeit)[1, 2]Mehr dazu: Schlafstörungen
  • Magen und DarmÜbelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen[1, 2]Mehr dazu: ÜbelkeitBauchschmerzenDurchfallSodbrennen und VerdauungsbeschwerdenBlähungen
  • Magen und DarmErbrechen und Schluckbeschwerden (Dysphagie); Häufigkeit aus Langzeitstudien mit hohen Dosen zur Verhütung von Darmpolypen[1, 2]Mehr dazu: Erbrechen
  • HautHautausschlag, Juckreiz (auch am ganzen Körper)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagJuckreiz
  • Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen (Arthralgie)[1, 2]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
  • ImmunsystemVerschlechterung einer bestehenden Allergie (Überempfindlichkeit)[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
  • Verletzungen und VergiftungenVersehentliche Verletzungen[1, 2]
  • HerzIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen (Einnahme bis zu 3 Jahre) zusätzlich beobachtet: Schmerzen im Brustbereich durch Herzprobleme (Angina pectoris)[1, 2]
  • Magen und DarmIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen (Einnahme bis zu 3 Jahre) zusätzlich beobachtet: Reizdarmsyndrom mit Bauchschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen und Blähungen[1, 2]Mehr dazu: BauchschmerzenDurchfallSodbrennen und VerdauungsbeschwerdenBlähungen
  • Nieren und HarnwegeIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen (Einnahme bis zu 3 Jahre) zusätzlich beobachtet: Nierensteine (können zu Bauch- oder Rückenschmerzen oder zu Blut im Urin führen), Schwierigkeiten beim Wasserlassen[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
  • Laborwerte und UntersuchungenIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen (Einnahme bis zu 3 Jahre) zusätzlich beobachtet: Gewichtszunahme, Abweichungen bei nierenbezogenen Blutwerten (Kreatinin erhöht)[1, 2]Mehr dazu: GewichtszunahmeVeränderte Laborwerte

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • NervensystemSchlaganfall (Hirninfarkt); Häufigkeit aus Langzeitstudien mit hohen Dosen zur Verhütung von Darmpolypen[1, 2]
  • NervensystemKribbelgefühl (Parästhesie), Schläfrigkeit (Somnolenz)[1, 2]Mehr dazu: Kribbeln und TaubheitsgefühlMüdigkeit
  • HerzHerzschwäche (Herzversagen), Herzklopfen (bewusste Wahrnehmung des Herzschlags), schneller Herzschlag (Tachykardie)[1, 2]Mehr dazu: HerzschwächeHerzrasen
  • Leber und GalleVeränderung der Leberwerte (erhöhte Leberenzyme)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
  • Nieren und HarnwegeVeränderung der Nierenwerte (Kreatinin und Harnstoff im Blut erhöht)[1, 2]Mehr dazu: Nierenfunktionsstörungen
  • Blut und LymphsystemBlutarmut (Anämie): zu wenige rote Blutkörperchen, was zu Ermüdung oder Kurzatmigkeit führen kann[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • PsycheAngst, Depression, Müdigkeit (Ermüdung)[1, 2]Mehr dazu: AngstDepressive VerstimmungMüdigkeit
  • Stoffwechsel und ErnährungErhöhter Kaliumwert im Blut (Hyperkaliämie) mit Beschwerden wie Übelkeit, Ermüdung, Muskelschwäche oder Herzklopfen[1, 2]Mehr dazu: Veränderter Kaliumspiegel
  • AugenBeeinträchtigtes oder verschwommenes Sehen, Augenentzündung (Bindehautentzündung)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • Ohr und GleichgewichtOhrgeräusche (Tinnitus), verminderte Hörleistung (Häufigkeit der Hörminderung aus Langzeitstudien zur Verhütung von Darmpolypen)[1, 2]Mehr dazu: Ohrgeräusche
  • Magen und DarmVerstopfung, Aufstoßen, Magenschleimhautentzündung (Gastritis) mit Magenverstimmung, Magenschmerzen oder Erbrechen, Verschlimmerung einer Magen-Darm-Entzündung[1, 2]Mehr dazu: VerstopfungSodbrennen und VerdauungsbeschwerdenBauchschmerzenErbrechen
  • Magen und DarmSchmerzen oder Geschwüre im Mund (Stomatitis)[1, 2]
  • Muskeln, Knochen und GelenkeBeinkrämpfe (Muskelspasmen)[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
  • HautNesselsucht (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: Nesselsucht
  • HautVerfärbungen der Haut durch Blutergüsse (Ekchymosen)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
  • AtemwegeAtembeschwerden (Verkrampfung der Bronchien, Bronchospasmus)[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
  • Allgemeine BeschwerdenSchmerzen im Brustbereich unabhängig vom Herzen, Gesichtsschwellung (Gesichtsödem)[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
  • Gefäße und KreislaufIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: tiefe Venenthrombose (Blutgerinnsel, normalerweise in den Beinen, mit Schmerzen, Schwellung oder Rötung der Wade oder Atemnot)[1, 2]Mehr dazu: Blutgerinnsel
  • InfektionenIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: Mageninfektion (Helicobacter), Gürtelrose, Hautinfektion (Erysipel), Lungenentzündung (Bronchopneumonie), wundes, entzündetes oder blutendes Zahnfleisch (Zahnfleischinfektion)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Verletzungen und VergiftungenIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: Knochenbruch an Bein oder Fuß (untere Gliedmaßen)[1, 2]Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche
  • HautIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: Ekzeme (trockene, juckende Haut; allergische Dermatitis)[1, 2]Mehr dazu: JuckreizHautausschlag
  • AugenIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: Flusen im Auge mit beeinträchtigtem oder verschwommenem Sehen (Mouches volantes), Blutungen im Auge (Bindehautblutung)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • Ohr und GleichgewichtIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: Drehschwindel durch Störungen des Innenohrs (Labyrinthitis)[1, 2]Mehr dazu: Schwindel
  • Magen und DarmIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: Geschwüre im Mund, Hämorrhoidalblutung, häufiger Stuhlgang[1, 2]
  • Nieren und HarnwegeIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: vermehrtes nächtliches Wasserlassen (Nykturie)[1, 2]Mehr dazu: Häufiges Wasserlassen
  • Gutartige und bösartige NeubildungenIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: Fettgewebsgeschwülste in der Haut und an anderen Stellen (Lipome)[1, 2]
  • Muskeln, Knochen und GelenkeIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: Ganglionzyste (gutartige Schwellung am oder im Bereich von Gelenken und Sehnen an Hand oder Fuß)[1, 2]
  • AtemwegeIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: Sprechstörungen (Dysphonie)[1, 2]
  • Geschlechtsorgane und BrustIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: auffällige oder sehr starke Scheidenblutung, Brustschmerzen (schmerzempfindliche Brust)[1, 2]Mehr dazu: ZyklusstörungenBrustspannen und Brustvergrößerung
  • Stoffwechsel und ErnährungIn Langzeitstudien außerhalb von Gelenkerkrankungen zusätzlich beobachtet: erhöhte Natriumwerte im Blut[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Laborwerte

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • ImmunsystemSchwerwiegende allergische Reaktion, auch anaphylaktischer Schock, möglicherweise mit tödlichem Ausgang[1, 2]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
  • HautSchwerwiegende Hautreaktionen mit Hautausschlag, Blasenbildung oder Abschälen der Haut (Stevens-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis, toxisch-epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme, bullöse Dermatitis) sowie akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) mit geröteten Schwellungen und zahlreichen kleinen Pusteln[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlag
  • HautVerzögert einsetzende allergische Reaktion mit Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht, Fieber, geschwollenen Drüsen und veränderten Laborwerten, etwa der Leber oder einer Zunahme bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie; DRESS)[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagFieber
  • NervensystemHirnblutung, auch mit tödlichem Ausgang (intrakranielle Blutung)[1, 2]
  • NervensystemEntzündung von Hirnhaut und Rückenmark (Meningitis; laut Fachinformation aseptische Meningitis)[1, 2]
  • NervensystemVerschlechterung einer Epilepsie mit möglicherweise häufigeren und/oder schwereren Anfällen[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
  • NervensystemStörung des Geruchssinns (Anosmie), Verlust des Geschmackssinns (Ageusie)[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
  • Leber und GalleLeberversagen, Leberschäden und schwere Leberentzündung (fulminante Hepatitis), in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang oder mit einer Lebertransplantation als Folge; mögliche Beschwerden sind Übelkeit, Durchfall, Gelbsucht, dunkler Urin, heller Stuhl, Blutungsneigung, Juckreiz oder Schüttelfrost[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
  • Leber und GalleLebererkrankungen mit Gallestau (Cholestase, cholestatische Hepatitis) mit Beschwerden wie Stuhlverfärbung, Übelkeit und Gelbfärbung von Haut und Augen[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
  • Nieren und HarnwegeNierenentzündung und andere Nierenerkrankungen wie nephrotisches Syndrom oder Minimal-Change-Glomerulonephritis mit Beschwerden wie Wassereinlagerungen (Ödemen), schaumigem Urin, Ermüdung und Appetitverlust[1, 2]Mehr dazu: NierenfunktionsstörungenWassereinlagerungen
  • AugenVerschluss einer Arterie oder Vene im Auge, was zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust des Sehvermögens führt[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • Gefäße und KreislaufEntzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis), die Fieber, Schmerzen und blaurote Hautverfärbungen hervorrufen kann[1, 2]Mehr dazu: Fieber
  • Blut und LymphsystemVerringerte Anzahl roter und weißer Blutzellen und Blutplättchen (Panzytopenie), was zu Müdigkeit, häufigen Blutergüssen oder Nasenbluten und einer erhöhten Infektionsgefahr führen kann[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des BlutbildsBlutungen und blaue Flecken
  • Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschmerzen und -schwäche (Muskelentzündung, Myositis)[1, 2]Mehr dazu: MuskelschmerzenMuskelschwäche

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • Geschlechtsorgane und BrustVerringerte Fruchtbarkeit bei Frauen, die sich nach dem Absetzen meist wieder normalisiert[1, 2]
  • HautSchwere Hauterkrankungen wie ein fixes Arzneimittelexanthem, eine ausgeprägte allergische Reaktion der Haut, die bei erneuter Anwendung in der Regel an derselben Stelle oder denselben Stellen auftritt und runde oder ovale Rötungen und Schwellungen der Haut, Bläschenbildung (Ausschlag) und Juckreiz umfassen kann, sowie das generalisierte bullöse fixe Arzneimittelexanthem, das großflächige Hautreaktionen umfassen kann[1, 2]Mehr dazu: Schwere HautreaktionenHautausschlagJuckreiz

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Schwerwiegende Hautreaktionen traten laut Fachinformation in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auf; Celecoxib sollte beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautveränderungen oder anderen Zeichen einer Überempfindlichkeit abgesetzt werden [2]. Packungsbeilage und Fachinformation nennen außerdem ein fixes Arzneimittelexanthem, eine allergische Hautreaktion mit runden oder ovalen Rötungen und Schwellungen, Bläschen und Juckreiz, die bei erneuter Einnahme in der Regel an derselben Stelle wieder auftritt, auch als großflächige Form (generalisiertes bullöses fixes Arzneimittelexanthem); die Häufigkeit ist nicht bekannt. Bemerken Sie Anzeichen einer schweren Hautreaktion, brechen Sie laut Packungsbeilage die Einnahme ab und suchen umgehend ärztliche Hilfe auf [1, 2]. Auch die meisten schwerwiegenden Leberreaktionen entwickelten sich, soweit der Zeitpunkt festgehalten werden konnte, innerhalb eines Monats nach Behandlungsbeginn [1, 2]. Mehr zu diesen Reaktionen lesen Sie unter schwere Hautreaktionen und Leberschäden durch Medikamente.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau Ende fünfzig sitzt entspannt im hellen Wohnzimmer, die Beine auf einem Hocker hochgelegt, daneben ein Glas Wasser
Bild: KI-generiert

Niedrige Dosis, kurze Dauer: Weil sich das Risiko für Herzprobleme mit Dosis und Anwendungsdauer erhöhen kann, ist es laut Packungsbeilage wichtig, die niedrigste Dosis anzuwenden, mit der eine Schmerzlinderung erzielt wird, und Celecoxib nicht länger einzunehmen als nötig [1]. Laut Fachinformation sollten Bedarf und Ansprechen auf die Behandlung regelmäßig überprüft werden, besonders bei Arthrose [2].

Blutdruck: Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann vorschlagen, den Blutdruck regelmäßig zu überwachen; laut Fachinformation sollte er zu Beginn und während der Behandlung engmaschig kontrolliert werden [1, 2]. Wassereinlagerungen: Schwellungen an Fußgelenken, Beinen oder Händen durch Flüssigkeitsansammlung sind häufig; sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn es bei Ihnen zu Flüssigkeitseinlagerungen kommt [1, 2]. Mehr dazu unter Wassereinlagerungen durch Medikamente.

Magen und Darm: Alkohol kann bei NSAR unter Umständen das Risiko für Probleme im Verdauungstrakt erhöhen [1]. Wenden Sie andere NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac nicht gleichzeitig an [1]. Bemerken Sie Nebenwirkungen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen [1]. Zusammen mit Blutverdünnern zum Einnehmen wie Warfarin, Apixaban, Dabigatran oder Rivaroxaban kann das Blutungsrisiko steigen [1, 2]. Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer (etwa Ramipril), Sartane, Betablocker und Entwässerungsmittel können schwächer wirken; bei eingeschränkter Nierenfunktion kann zusammen mit ACE-Hemmern, Sartanen oder Diuretika das Risiko für ein üblicherweise umkehrbares akutes Nierenversagen erhöht sein [2]. Fluconazol erhöht die Celecoxib-Spiegel, Lithium-Spiegel können unter Celecoxib steigen [1, 2]. Celecoxib hemmt außerdem das Leberenzym CYP2D6, über das zum Beispiel Metoprolol, bestimmte Antidepressiva (trizyklische und SSRI), Neuroleptika und Mittel gegen Herzrhythmusstörungen abgebaut werden [2]. Hintergrund bietet der Ratgeber Wechselwirkungen.

Wechselwirkungen von Celecoxib
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Andere NSAR ohne Acetylsalicylsäure, z. B. Ibuprofen oder DiclofenacLaut Fachinformation höheres Risiko für Komplikationen im Magen-Darm-Bereich[1, 2]Gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden
Acetylsalicylsäure in niedriger Dosis (laut Packungsbeilage Tagesdosis bis 75 mg)Kann zusammen mit Celecoxib eingenommen werden; laut Fachinformation steigt dann das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und andere Komplikationen. Celecoxib ersetzt Acetylsalicylsäure nicht zum Schutz von Herz und Gefäßen[1, 2]Vorher ärztlich besprechen; eine gerinnungshemmende Behandlung laut Fachinformation nicht absetzen
Warfarin und andere Gerinnungshemmer zum Einnehmen, auch neuere wie Apixaban, Dabigatran oder RivaroxabanHöheres Blutungsrisiko; unter Warfarin wurden schwerwiegende, teils tödliche Blutungen berichtet[1, 2]Laut Fachinformation Gerinnung (INR) engmaschig kontrollieren, besonders in den ersten Tagen und nach Dosisänderung
Mittel gegen die Verklumpung der Blutplättchen (Thrombozytenaggregationshemmer) und Kortikosteroide (z. B. Prednison)Laut Fachinformation höheres Risiko für Komplikationen im Magen-Darm-Bereich[1, 2]Vorher Rücksprache halten
Blutdrucksenker: ACE-Hemmer, Sartane (Angiotensin-II-Antagonisten), Betablocker und Entwässerungsmittel (Diuretika)Die blutdrucksenkende Wirkung kann nachlassen; zusammen mit ACE-Hemmern, Sartanen oder Diuretika kann bei eingeschränkter Nierenfunktion (z. B. bei Flüssigkeitsmangel, unter Diuretika oder im Alter) das Risiko für ein üblicherweise umkehrbares akutes Nierenversagen steigen[1, 2]Laut Fachinformation besonders bei älteren Menschen nur mit Vorsicht anwenden, ausreichend trinken; Kontrolle der Nierenfunktion sollte erwogen werden
Ciclosporin oder Tacrolimus (Mittel zur Hemmung des Immunsystems)Die nierenschädigende Wirkung dieser Mittel kann zunehmen[1, 2]Laut Fachinformation Nierenfunktion überwachen
LithiumDer Lithiumspiegel im Blut kann steigen[1, 2]Laut Fachinformation engmaschig überwachen, wenn Celecoxib begonnen oder beendet wird
MethotrexatLaut Fachinformation kein statistisch signifikanter Einfluss auf die Methotrexat-Spiegel bei der bei Rheuma üblichen Dosis[1, 2]Überwachung auf Nebenwirkungen von Methotrexat sollte erwogen werden
Fluconazol (Pilzmittel)Mehr Celecoxib im Blut (in einer Studie Spitzenkonzentration um 60 Prozent, Gesamtbelastung des Körpers um 130 Prozent höher)[1, 2]Laut Fachinformation die Hälfte der empfohlenen Celecoxib-Dosis anwenden; bei bekannt schlechten CYP2C9-Metabolisierern sollte die Kombination vermieden werden
Rifampicin, Carbamazepin und BarbiturateKönnen die Celecoxib-Spiegel im Blut senken[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Arzneimittel, die über das Leberenzym CYP2D6 abgebaut werden, z. B. Dextromethorphan (Hustenmittel), Metoprolol, Antidepressiva (trizyklische und SSRI), Neuroleptika und Mittel gegen HerzrhythmusstörungenCelecoxib hemmt CYP2D6, ihre Spiegel können steigen (Dextromethorphan in einer Studie 2,6-fach, Metoprolol 1,5-fach)[1, 2]Laut Fachinformation kann bei individuell eingestellten Mitteln eine Dosisanpassung nötig werden

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Celecoxib nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Sulfonamid-Allergie: Hatten Sie schon einmal eine allergische Reaktion auf Arzneimittel aus der Gruppe der Sulfonamide, etwa bestimmte Antibiotika, dürfen Sie Celecoxib nicht einnehmen [1, 2]. Laut Fachinformation ähnelt Celecoxib chemisch anderen Sulfonamiden ohne Arylamin-Gruppe, etwa Thiaziden wie Hydrochlorothiazid oder Furosemid, unterscheidet sich aber von Sulfonamid-Antibiotika wie Sulfamethoxazol aus Cotrimoxazol [2]. Fragen zu früheren Arzneimittelallergien klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Herz und Gefäße: Bei Herzschwäche, einer gesicherten Herzerkrankung, nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns sowie bei Durchblutungsstörungen der Beine dürfen Sie Celecoxib nicht einnehmen [1, 2]. Bei Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten oder Rauchen sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; laut Fachinformation ist dann eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig [1, 2].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Celecoxib oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Frühere allergische Reaktionen auf Arzneimittel aus der Gruppe der Sulfonamide (z. B. bestimmte Antibiotika); laut Fachinformation Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide[1, 2]
  • Bestehendes Magen- oder Darmgeschwür oder Blutungen im Magen-Darm-Bereich[1, 2]
  • Frühere Reaktionen auf Acetylsalicylsäure oder andere Schmerz- und Rheumamittel (NSAR, auch COX-2-Hemmer) mit Asthma, Nasenpolypen, schwer verstopfter Nase oder allergischen Reaktionen wie juckendem Hautausschlag, Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals, Atembeschwerden oder pfeifendem Atem[1, 2]
  • Schwangerschaft; Frauen, die während der Behandlung schwanger werden könnten, laut Fachinformation, es sei denn, sie wenden eine sichere Verhütungsmethode an[1, 2]
  • Stillzeit[1, 2]
  • Schwere Lebererkrankung (laut Fachinformation Serumalbumin unter 25 g/l oder Child-Pugh-Score ab 10)[1, 2]
  • Schwere Nierenerkrankung (laut Fachinformation geschätzte Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min)[1, 2]
  • Entzündliche Darmerkrankung wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn[1, 2]
  • Herzschwäche (laut Fachinformation NYHA II bis IV), klinisch gesicherte Herzerkrankung oder Erkrankung der Hirngefäße, etwa nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder vorübergehender Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA), bei Angina pectoris oder einem Verschluss der zum Herzen oder Gehirn führenden Blutgefäße[1, 2]
  • Bestehende oder frühere Durchblutungsstörungen der Beine (periphere arterielle Verschlusskrankheit) oder eine Operation an den Beinarterien[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Frühere Geschwüre oder Blutungen im Magen-Darm-Bereich; laut Fachinformation ist auch bei älteren Menschen, bei Alkoholkonsum und bei gleichzeitiger Anwendung anderer NSAR, von Mitteln gegen die Verklumpung der Blutplättchen wie Acetylsalicylsäure oder von Glukokortikoiden Vorsicht geboten[1, 2]
  • Rauchen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte; laut Fachinformation nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung[1, 2]
  • Bluthochdruck: Celecoxib kann den Blutdruck erhöhen; die Ärztin oder der Arzt kann vorschlagen, ihn regelmäßig zu überwachen, laut Fachinformation engmaschig zu Beginn und während der Behandlung[1, 2]
  • Eingeschränkte Funktion von Herz, Leber oder Nieren: Die Ärztin oder der Arzt kann regelmäßige Kontrolluntersuchungen für sinnvoll halten[1, 2]
  • Flüssigkeitseinlagerungen (z. B. geschwollene Fußgelenke und Füße) oder Flüssigkeitsmangel, etwa durch Krankheit, Durchfall oder entwässernde Mittel (Diuretika)[1, 2]
  • Frühere schwerwiegende allergische Reaktion oder schwerwiegende Hautreaktion auf Arzneimittel; laut Fachinformation scheint das höchste Risiko für schwere Hautreaktionen zu Beginn der Behandlung zu bestehen; die Mehrzahl der Fälle trat im ersten Behandlungsmonat auf[1, 2]
  • Infektionen: Celecoxib kann Fieber und andere Anzeichen einer Infektion und Entzündung verdecken[1, 2]
  • Leber: Unter Celecoxib wurden in einigen Fällen schwerwiegende Leberreaktionen beobachtet, darunter schwere Leberentzündung, Leberschäden und Leberversagen, einige mit tödlichem Ausgang oder mit Lebertransplantation; soweit der Zeitpunkt festgehalten werden konnte, entwickelten sich die meisten innerhalb eines Monats nach Behandlungsbeginn[1, 2]
  • Älter als 65 Jahre: Die Ärztin oder der Arzt wird Sie regelmäßig überwachen wollen[1, 2]
  • Bekannt verminderte Aktivität des Leberenzyms CYP2C9 (schlechte CYP2C9-Metabolisierer): laut Fachinformation nur mit Vorsicht, eine Dosisreduktion sollte erwogen werden[2]
  • Kinderwunsch: Unter Celecoxib kann es schwieriger sein, schwanger zu werden[1, 2]
  • Kinder und Jugendliche: Celecoxib ist nur für Erwachsene bestimmt[1, 2]
  • Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Kapseln enthalten Lactose[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

In der Schwangerschaft und in der Stillzeit dürfen Sie Celecoxib nicht einnehmen; das gilt auch, wenn Sie während der Behandlung schwanger werden könnten und nicht verhüten [1, 2]. Das Beratungszentrum Embryotox empfiehlt ebenfalls, Celecoxib in der Schwangerschaft zu meiden [3]. Für die Stillzeit hält Embryotox Celecoxib nur nach strenger Indikationsstellung für anwendbar und bevorzugt Ibuprofen; die Packungsbeilage schließt die Einnahme in der Stillzeit dagegen aus [1, 3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Celecoxib kann es außerdem erschweren, schwanger zu werden [1, 2].

Schwangerschaft

Celecoxib darf nicht angewendet werden, wenn Sie schwanger sind oder während der Behandlung schwanger werden könnten, etwa wenn Sie im gebärfähigen Alter nicht verhüten. Werden Sie während der Einnahme schwanger, sollten Sie die Behandlung beenden und mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über eine andere Behandlung sprechen.[1, 2]

Laut Fachinformation zeigten Tierstudien Fehlbildungen; Daten aus epidemiologischen Studien deuten nach Prostaglandinsynthesehemmern in der Frühschwangerschaft auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten hin. Im letzten Schwangerschaftsdrittel kann Celecoxib die Wehentätigkeit hemmen und ein Blutgefäß am Herzen des Kindes (Ductus arteriosus) vorzeitig verschließen; im zweiten und dritten Drittel kann es die Nierenfunktion des Kindes stören und die Fruchtwassermenge verringern.[2]

Embryotox empfiehlt, Celecoxib in der Schwangerschaft wegen begrenzter Erfahrungen, des allgemeinen Nebenwirkungsspektrums und nicht belegter Vorteile gegenüber klassischen NSAR zu meiden; als besser geeignet nennt Embryotox Ibuprofen (erstes und zweites Schwangerschaftsdrittel) und Paracetamol (gesamte Schwangerschaft). Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

In der Stillzeit dürfen Sie Celecoxib nicht einnehmen. Laut Fachinformation ging es bei einer begrenzten Zahl stillender Frauen in sehr geringer Menge in die Muttermilch über.[1, 2]

Embryotox gibt an, dass bisher keine Beschwerden bei gestillten Säuglingen berichtet wurden, und hält Celecoxib in der Stillzeit nur nach strenger Indikationsstellung für anwendbar; Ibuprofen ist laut Embryotox wegen größerer Erfahrung zu bevorzugen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Alkohol kann während der Behandlung mit NSAR unter Umständen das Risiko für Probleme im Verdauungstrakt erhöhen.[1, 2]

Autofahren und Maschinen

Sie sollten wissen, wie Sie auf Celecoxib reagieren, bevor Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen. Fühlen Sie sich schwindlig oder schläfrig, fahren Sie nicht und bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie sich wieder besser fühlen.[1, 2]

Einnahme

Die Kapseln können zu jeder Tageszeit mit oder ohne Nahrung eingenommen werden; versuchen Sie, die Dosis täglich zur gleichen Zeit zu nehmen.[1, 2]

Bessern sich Ihre Beschwerden 2 Wochen nach Behandlungsbeginn nicht, benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1]

Einnahme vergessen: Holen Sie die Einnahme nach, sobald Sie es bemerken, aber nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein.[1]

Absetzen

Ein plötzliches Absetzen kann Ihre Beschwerden verschlimmern. Brechen Sie die Einnahme nur ab, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie dazu auffordert; möglicherweise wird die Dosis vorher über ein paar Tage verringert. Bei Warnzeichen wie einer allergischen Reaktion, Herzbeschwerden, Zeichen einer Magen-Darm-Blutung, Hautreaktionen oder Zeichen eines Leberversagens beenden Sie die Einnahme dagegen sofort und informieren umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1]

Überdosierung

Nehmen Sie nicht mehr Kapseln ein, als Ihnen verordnet wurde. Haben Sie zu viele eingenommen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder ein Krankenhaus und nehmen Sie Ihre Arzneimittel mit. Laut Fachinformation gibt es keine klinischen Erfahrungen mit Überdosierungen; eine Blutwäsche (Dialyse) ist vermutlich nicht geeignet, um Celecoxib zu entfernen.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation

Die Packungsbeilage nennt für jedes Anwendungsgebiet eine empfohlene Tagesdosis mit einer Obergrenze; die Fachinformation ergänzt Angaben für Menschen mit mäßigen Leberfunktionsstörungen, für Menschen, die gleichzeitig Fluconazol einnehmen, und für Menschen, bei denen das Leberenzym CYP2C9 vermindert aktiv ist [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie Celecoxib immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke ein. Die Kapseln können zu jeder Tageszeit mit oder ohne Nahrung eingenommen werden; versuchen Sie, die Dosis täglich zur gleichen Zeit zu nehmen [1]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, holen Sie sie nach, sobald Sie es bemerken, ohne die doppelte Menge zu nehmen [1].

Ein plötzliches Absetzen kann Ihre Beschwerden verschlimmern. Brechen Sie die Einnahme deshalb nur ab, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie dazu auffordert; möglicherweise wird die Dosis vorher über ein paar Tage verringert [1]. Anders bei Warnzeichen: Dann beenden Sie die Einnahme und informieren umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.

Präparate mit Celecoxib

Celecoxib gibt es als Hartkapseln von mehreren Herstellern. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Celecoxib-ratiopharm 100 mg und 200 mg Hartkapseln [1, 2]. Weitere Wirkstoffe mit eigener Seite: Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen.

Präparate mit Celecoxib
PräparatAnbieterHinweis
Celebrex
Celecoxib-ratiopharmratiopharm GmbHHartkapseln mit 100 oder 200 mg; Grundlage dieser Seite
Celecoxib STADASTADAPHARM GmbHHartkapseln mit 100 oder 200 mg

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Celecoxib-ratiopharm 100 mg, 200 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Celecoxib-ratiopharm 100 mg/200 mg Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Celecoxib. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wofür wird Celecoxib eingesetzt?

Celecoxib ist bei Erwachsenen zur Behandlung der Beschwerden von Arthrose, rheumatoider Arthritis und Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) zugelassen. Laut Fachinformation muss vor der Verordnung das individuelle Gesamtrisiko berücksichtigt werden, etwa für Herz, Gefäße und Magen-Darm-Trakt.

Darf ich Celecoxib bei einer Sulfonamid-Allergie nehmen?

Nein. Hatten Sie schon einmal eine allergische Reaktion auf Arzneimittel aus der Gruppe der Sulfonamide, etwa bestimmte Antibiotika, dürfen Sie Celecoxib laut Packungsbeilage nicht einnehmen. Laut Fachinformation könnte bei bekannter Allergie gegen Sulfonamide oder andere Arzneimittel auch ein höheres Risiko für schwerwiegende Haut- oder Überempfindlichkeitsreaktionen bestehen.

Ist Celecoxib schlecht für Herz und Blutdruck?

Laut Fachinformation kann das Herz-Kreislauf-Risiko von Celecoxib mit Dosis und Dauer der Einnahme ansteigen. In Langzeitstudien mit hohen Dosen zur Verhütung von Darmpolypen war Bluthochdruck sehr häufig und ein Herzinfarkt häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten. Bei Herzschwäche, bestehender Herzerkrankung, nach Schlaganfall oder bei Durchblutungsstörungen der Beine dürfen Sie Celecoxib nicht einnehmen; bei Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, erhöhtem Cholesterin oder Rauchen sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Kann ich Celecoxib zusammen mit ASS oder Ibuprofen nehmen?

Laut Packungsbeilage kann Celecoxib zusammen mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) eingenommen werden; fragen Sie aber vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Fachinformation steigt dann das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und andere Komplikationen im Magen-Darm-Bereich. Celecoxib ersetzt ASS nicht zum Schutz von Herz und Gefäßen. Andere NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac sollten Sie nicht gleichzeitig anwenden.

Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Celecoxib nehme?

Laut Packungsbeilage kann Alkohol während der Behandlung mit NSAR unter Umständen das Risiko für Probleme im Verdauungstrakt erhöhen. Die Fachinformation nennt Alkoholkonsum als einen der Umstände, bei denen wegen möglicher Magen-Darm-Komplikationen Vorsicht geboten ist. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie regelmäßig Alkohol trinken.

Wie schnell wirkt Celecoxib?

Die erste Wirkung setzt laut Packungsbeilage innerhalb weniger Stunden nach der ersten Einnahme ein; die volle Wirkung kann eventuell erst nach mehreren Tagen eintreten. Spüren Sie 2 Wochen nach Behandlungsbeginn noch keine Besserung, benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Darf ich Celecoxib in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?

Nein. Laut Packungsbeilage darf Celecoxib in der Schwangerschaft, von Frauen, die während der Behandlung schwanger werden könnten, und in der Stillzeit nicht eingenommen werden. Werden Sie während der Einnahme schwanger, sollten Sie die Behandlung beenden und mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen. Auch das Beratungszentrum Embryotox empfiehlt, Celecoxib in der Schwangerschaft zu meiden.

Kann Celecoxib der Leber schaden?

Gelegentlich verändern sich die Leberwerte; schwere Leberentzündungen sind selten, Leberversagen ist sehr selten. Laut Packungsbeilage entwickelten sich die meisten schwerwiegenden Leberreaktionen, soweit der Zeitpunkt festgehalten werden konnte, innerhalb eines Monats nach Behandlungsbeginn. Bei Anzeichen eines Leberversagens wie Übelkeit, Durchfall oder Gelbsucht beenden Sie die Einnahme und informieren umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

Passt dazu

  • Medikamente Pridinol (Myditin)

    Pridinol ist ein Mittel, das die Muskulatur entspannt.

  • Medikamente Denosumab (Xgeva)

    Denosumab hemmt den Knochenabbau.

  • Medikamente Baclofen

    Baclofen-Tabletten lindern Spastik bei MS und anderen Erkrankungen von Gehirn und Rückenmark.

  • Ratgeber Pille und Antibiotika

    Ob ein Antibiotikum die Pille beeinflusst, hängt vom Mittel ab und davon, ob Erbrechen oder Durchfall auftreten.