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Famotidin: Nebenwirkungen und Wirkung

Famotidin ist ein verschreibungspflichtiger Histamin-H2-Rezeptorenblocker, der die Magensäureabsonderung verringert; er wird bei Zwölffingerdarm- und gutartigen Magengeschwüren sowie beim Zollinger-Ellison-Syndrom eingesetzt. Häufig sind Kopfschmerzen, Schwindel, Verstopfung und Durchfall. Vor der Behandlung eines Magengeschwürs muss eine Bösartigkeit ausgeschlossen werden.

Mann in den Fünfzigern sitzt am Abend in einem gemütlichen Wohnzimmer und trinkt ein Glas Wasser
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Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Schwindel[1, 2]
  • Häufig: Verstopfung[1, 2]
  • Häufig: Durchfall[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Famotidin eingesetzt?

Famotidin wird zur Behandlung von Erkrankungen angewendet, bei denen die Magensäureabsonderung verringert werden soll: Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcera duodeni), gutartige Magengeschwüre (Ulcera ventriculi) und das Zollinger-Ellison-Syndrom [1, 2]. Bei geringfügigen Magen-Darm-Beschwerden, zum Beispiel einem nervösen Magen, ist es nicht angebracht [1, 2]. Hintergründe lesen Sie unter Magengeschwür und Helicobacter.

Famotidin-ratiopharm in den Stärken 20 mg und 40 mg ist verschreibungspflichtig [2]. Die Arzneimittelverschreibungsverordnung nimmt nur feste Zubereitungen zum Einnehmen mit bis zu 10 mg je abgeteilter Form (z. B. je Tablette) in Packungen bis 140 mg aus, wenn ihre Anwendung für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren auf die Kurzzeitanwendung bei Sodbrennen und/oder saurem Aufstoßen und auf höchstens 14 Tage beschränkt ist [4]. Diese Seite beruht auf Packungsbeilage und Fachinformation von Famotidin-ratiopharm, beide Stand März 2024 [1, 2]. Zu Sodbrennen lesen Sie mehr unter Reflux und Sodbrennen.

Wie wirkt Famotidin?

Famotidin ist laut Packungsbeilage ein Magen-Darm-Mittel aus der Gruppe der Histamin-H2-Rezeptorenblocker, die die Magensäureabsonderung verringern [1]. Laut Fachinformation hemmt es als kompetitiver Histamin-H2-Rezeptor-Antagonist die Magensäuresekretion; neben dem Säuregehalt sinken auch der Pepsingehalt und in geringerem Ausmaß das Volumen des Magensaftes [2].

Nach der Einnahme tritt die Wirkung innerhalb 1 Stunde ein und erreicht ihr Maximum nach 1 bis 3 Stunden; die Halbwertszeit im Blut beträgt 2,6 bis 4 Stunden [2]. Famotidin wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden, ein kleinerer Teil wird in der Leber abgebaut [1, 2]. Deshalb ist bei eingeschränkter Leber- und besonders bei eingeschränkter Nierenfunktion Vorsicht geboten [1].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation von Famotidin-ratiopharm eine Häufigkeit angeben [1, 2]. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000 [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Häufig treten Kopfschmerzen, Schwindel, Verstopfung und Durchfall auf [1]. Mehr dazu unter Kopfschmerzen, Schwindel, Verstopfung und Durchfall. Selten kommen erhöhte Leberwerte, Gelbsucht, Überempfindlichkeitsreaktionen, Gelenkschmerzen und eine Vergrößerung der Brust beim Mann vor [1]. Für die Brustvergrößerung ist laut Fachinformation ein ursächlicher Zusammenhang unbekannt; in kontrollierten Studien war sie nicht häufiger als unter Placebo [2].

Sehr selten sind unter anderem vorübergehende psychische Störungen wie Halluzinationen, Verwirrtheit oder Depression, eine Verminderung aller oder nur bestimmter Blutzellen, schwere Hautreaktionen, epileptische Anfälle sowie Krämpfe, letztere insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion [1, 2]. Mehr dazu unter Halluzinationen und Blutbild.

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Treten die genannten Nebenwirkungen oder andere ungewöhnliche Erscheinungen auf, fragen Sie laut Packungsbeilage Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt um Rat [1]. Je ausführlicher Sie Ihre Krankheitsvorgeschichte schildern und je genauer Ihre Ärztin oder Ihr Arzt über den Verlauf informiert ist, desto unwahrscheinlicher ist eine Beeinträchtigung des Behandlungserfolgs durch unerwünschte Begleiterscheinungen [1]. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Sechzigern mit hellem Hautton sitzt in einem lichtdurchfluteten Wintergarten in einem Sessel und ruht sich mit geschlossenen Augen aus
Bild: KI-generiert

Schwindel und Kopfschmerzen: Bemerken Sie während der Einnahme Schwindel oder Kopfschmerzen, sollten Sie nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen [1]. Laut Fachinformation sollten Sie dann auch Tätigkeiten meiden, die volle Aufmerksamkeit erfordern [2].

Kontrollen: Laut Fachinformation ist bei einer Langzeitbehandlung mit hohen Dosen eine Kontrolle von Blutbild und Leberfunktion empfehlenswert [2]. Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Tagesdosis verringert [1]. Mehr dazu unter Niereninsuffizienz.

Allgemein: Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage stehen [1]. Sprechen Sie mit ihnen auch, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen [1]. Weil Famotidin den Säuregehalt des Magens verändert, kann sich die Aufnahme bestimmter anderer Arzneimittel ändern; bei Atazanavir, Ketoconazol und Itraconazol kann sie vermindert sein [1, 2]. Säurebinder und Sucralfat können die Aufnahme von Famotidin verringern; halten Sie deshalb einen zeitlichen Abstand ein [1]. Mehr dazu unter Itraconazol und im Ratgeber Wechselwirkungen.

Wechselwirkungen von Famotidin
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Ketoconazol und Itraconazol (gegen Pilzerkrankungen), Atazanavir (gegen HIV)Aufnahme dieser Mittel kann vermindert sein, weil Famotidin den Säuregehalt des Magens verändert[1, 2]Ketoconazol und Itraconazol etwa 2 Stunden vor Famotidin einnehmen
Posaconazol-Suspension zum Einnehmen (gegen Pilzinfektionen)Famotidin kann die Wirkung bzw. Aufnahme von Posaconazol herabsetzen[1, 2]Laut Fachinformation gleichzeitige Anwendung nach Möglichkeit vermeiden
Dasatinib, Erlotinib, Gefitinib und Pazopanib (Krebsmittel aus der Gruppe der Tyrosinkinasehemmer)Wirkung kann herabgesetzt sein (geringere Wirkstoffspiegel)[1, 2]Laut Fachinformation gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
Antazida (Säurebinder)Aufnahme von Famotidin kann vermindert sein[1, 2]Famotidin etwa 2 Stunden vor einem Antazidum einnehmen (laut Fachinformation 1 bis 2 Stunden)
SucralfatVermindert die Aufnahme von Famotidin[1, 2]Grundsätzlich im Abstand von 2 Stunden zur Famotidin-Gabe einnehmen
Probenecid (senkt die Harnsäure)Kann die Ausscheidung von Famotidin verzögern[1, 2]Auf die gleichzeitige Anwendung verzichten
Calciumcarbonat als Phosphatbinder bei DialyseWirksamkeit von Calciumcarbonat kann verloren gehen[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Famotidin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Famotidin dürfen Sie nicht einnehmen, wenn Sie allergisch gegen Famotidin oder einen der sonstigen Bestandteile sind oder schon einmal überempfindlich auf einen anderen Histamin-H2-Rezeptor-Antagonisten reagiert haben, weil in dieser Stoffklasse Kreuzüberempfindlichkeit beobachtet wurde [1, 2]. Vor der Behandlung eines Magengeschwürs muss eine Bösartigkeit durch geeignete Untersuchungen ausgeschlossen werden; dass die Beschwerden auf Famotidin ansprechen, schließt sie nicht aus [1, 2]. Bei Zwölffingerdarm- und Magengeschwüren sollte der Helicobacter-pylori-Status bestimmt werden; bei einem positiven Befund ist, wo immer möglich, eine Beseitigung des Bakteriums durch eine Eradikationstherapie anzustreben [1, 2]. Kinder sollten nicht mit Famotidin-ratiopharm behandelt werden, weil keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen [1].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Famotidin oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Frühere Überempfindlichkeit gegen einen anderen Histamin-H2-Rezeptor-Antagonisten (Kreuzüberempfindlichkeit innerhalb dieser Stoffklasse)[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Magengeschwüre: Vor der Behandlung muss eine Bösartigkeit durch geeignete Untersuchungen ausgeschlossen werden; dass die Beschwerden auf Famotidin ansprechen, schließt eine Bösartigkeit nicht aus[1, 2]
  • Bei geringfügigen Magen-Darm-Beschwerden, z. B. nervösem Magen, ist Famotidin nicht angebracht[1, 2]
  • Eingeschränkte Leber- und besonders Nierenfunktion: Vorsicht; bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Tagesdosis zu reduzieren[1, 2]
  • Bei Zwölffingerdarm- und Magengeschwüren sollte der Helicobacter-pylori-Status bestimmt werden; bei positivem Befund ist, wo immer möglich, eine Beseitigung des Bakteriums durch eine Eradikationstherapie anzustreben[1, 2]
  • Kinder: Über Sicherheit und Wirksamkeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor; Kinder sollten nicht mit Famotidin-ratiopharm behandelt werden[1, 2]
  • Laut Fachinformation ist bei einer Langzeittherapie mit hohen Dosen eine Kontrolle des Blutbildes und der Leberfunktion empfehlenswert[2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Bei Schwindel oder Kopfschmerzen sollten Sie nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen [1]. In Schwangerschaft und Stillzeit unterscheiden sich die Einschätzungen: Die Packungsbeilage sieht in der Schwangerschaft nur begrenzte Erfahrungen und rät vom Stillen ab, während Embryotox den Erfahrungsumfang als hoch bewertet und das Stillen für möglich hält [1, 3]. Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité sagen [1, 2, 3]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Stillzeit.

Schwangerschaft

Mit Famotidin-ratiopharm in der Schwangerschaft gibt es laut Packungsbeilage nur begrenzte Erfahrungen; einnehmen dürfen Sie es nur, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt den Nutzen für Sie als größer erachtet als die möglichen Risiken für das Ungeborene. Laut Fachinformation lassen Daten zu einer begrenzten Anzahl von Schwangerschaften nicht auf nachteilige Auswirkungen schließen.[1, 2]

Embryotox bewertet den Erfahrungsumfang als hoch: Studien mit fast 1.000 im ersten Schwangerschaftsdrittel behandelten Schwangeren sprechen gegen ein Fehlbildungsrisiko; für das zweite und dritte Schwangerschaftsdrittel und die Zeit um die Geburt liegen keine Hinweise auf eine schädigende Wirkung auf das Ungeborene vor; Famotidin darf laut Embryotox in der Schwangerschaft verordnet werden.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Famotidin geht in die Muttermilch über. Laut Packungsbeilage sollten Sie während der Behandlung nicht stillen, weil die Auswirkungen auf den Säugling nicht bekannt sind und eine Störung seiner Magensäurebildung nicht auszuschließen ist; gegebenenfalls muss Famotidin nach ärztlicher Absprache abgesetzt werden.[1, 2]

Laut Embryotox kann unter einer Famotidin-Behandlung der Mutter gestillt werden; Berichte über Auffälligkeiten bei gestillten Säuglingen liegen bisher nicht vor.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Wenn Sie während der Einnahme Nebenwirkungen wie Schwindel oder Kopfschmerzen bemerken, sollten Sie nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen.[1, 2]

Einnahme

Nehmen Sie die Filmtabletten mit etwas Flüssigkeit, z. B. einem Glas Wasser, ein und schlucken Sie sie unzerkaut; die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie zum nächsten Zeitpunkt nicht mehr als die verordnete Tablettenmenge ein.[1, 2]

Absetzen

Die Behandlung einer bereits länger bestehenden Ulkuskrankheit sollte nicht abrupt beendet werden, nachdem die Beschwerden abgeklungen sind. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie die Wirkung als zu stark oder zu schwach empfinden.[1, 2]

Überdosierung

Die bei Überdosierung beobachteten Nebenwirkungen entsprechen denen aus der klinischen Erfahrung. Besteht nach der Einnahme großer Tablettenmengen der Verdacht auf eine Vergiftung, benachrichtigen Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation

Die Packungsbeilage nennt die Dosis je Anwendungsgebiet und eine verringerte Tagesdosis bei eingeschränkter Nierenfunktion [1]. Die Fachinformation ergänzt Angaben für ältere Menschen und dazu, oberhalb welcher Tagesdosis beim Zollinger-Ellison-Syndrom keine Langzeiterfahrungen vorliegen [2]. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; die Übersicht ersetzt nicht die Verordnung [1, 2].

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie die Filmtabletten mit etwas Flüssigkeit, zum Beispiel einem Glas Wasser, ein und schlucken Sie sie unzerkaut; die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen [1]. Die regelmäßige Einnahme nach den Anweisungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes trägt laut Packungsbeilage entscheidend zum Behandlungserfolg bei [1]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge, sondern zum nächsten Zeitpunkt nicht mehr als die verordnete Menge [1]. Bei Dialyse nehmen Sie Famotidin am Ende oder nach der Dialyse ein, weil ein Teil des Wirkstoffs während der Dialyse entfernt wird [1].

Die Behandlung einer bereits länger bestehenden Ulkuskrankheit sollte nicht abrupt beendet werden, nachdem die Beschwerden abgeklungen sind [1, 2]. Besteht nach der Einnahme großer Tablettenmengen der Verdacht auf eine Vergiftung, benachrichtigen Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt [1]. Lagern Sie die Filmtabletten nicht über 25 °C [1]. Mehr zum Absetzen im Ratgeber Medikamente absetzen.

Präparate mit Famotidin

Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Famotidin-ratiopharm, Stand März 2024; Zulassungsinhaber ist die ratiopharm GmbH [1, 2]. Embryotox nennt als Produktnamen Pepdul und Generika [3]. Maßgeblich ist immer die Packungsbeilage des Präparats, das Ihnen verordnet wurde.

Präparate mit Famotidin
PräparatAnbieterHinweis
Famotidin-ratiopharmratiopharm GmbHFilmtabletten mit 20 mg und 40 mg, verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Famotidin-ratiopharm 20 mg Filmtabletten (PDF-Version 4). ratiopharm GmbH. Stand 03/2024. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Famotidin-ratiopharm 20 mg/40 mg Filmtabletten (Version 4). ratiopharm GmbH. Stand 03/2024. abgerufen am 11.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Famotidin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
  4. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Famotidin. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wofür wird Famotidin eingesetzt?

Famotidin-ratiopharm ist zur Behandlung von Erkrankungen zugelassen, bei denen die Magensäureabsonderung verringert werden soll: Zwölffingerdarmgeschwüre, gutartige Magengeschwüre und das Zollinger-Ellison-Syndrom. Bei geringfügigen Magen-Darm-Beschwerden wie einem nervösen Magen ist es laut Packungsbeilage nicht angebracht.

Ist Famotidin rezeptfrei erhältlich?

Famotidin-ratiopharm 20 mg und 40 mg ist verschreibungspflichtig. Die Arzneimittelverschreibungsverordnung nimmt nur feste Zubereitungen zum Einnehmen mit bis zu 10 mg je abgeteilter Form (z. B. je Tablette) in Packungen bis 140 mg von der Verschreibungspflicht aus, wenn ihre Anwendung für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren auf die Kurzzeitanwendung bei Sodbrennen und/oder saurem Aufstoßen und auf höchstens 14 Tage beschränkt ist.

Welche Nebenwirkungen hat Famotidin am häufigsten?

Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, treten Kopfschmerzen, Schwindel, Verstopfung und Durchfall auf. Gelegentlich, bei bis zu 1 von 100, kommen unter anderem Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Hautausschlag, Juckreiz und Geschmacksstörungen vor.

Darf ich Famotidin zusammen mit Säurebindern nehmen?

Säurebinder (Antazida) können die Aufnahme von Famotidin vermindern. Laut Packungsbeilage nehmen Sie Famotidin deshalb etwa 2 Stunden vor einem Antazidum ein; Sucralfat nehmen Sie grundsätzlich im Abstand von 2 Stunden ein.

Macht Famotidin müde oder schwindelig?

Schwindel ist häufig, Müdigkeit gelegentlich und Schläfrigkeit sehr selten. Wenn Sie Schwindel oder Kopfschmerzen bemerken, sollten Sie laut Packungsbeilage nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen.

Darf ich Famotidin in der Schwangerschaft und Stillzeit nehmen?

Laut Packungsbeilage nur, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt den Nutzen für Sie höher einschätzt als die möglichen Risiken für Ihr ungeborenes Kind. In der Stillzeit sollten Sie nach Packungsbeilage nicht stillen. Embryotox bewertet den Erfahrungsumfang in der Schwangerschaft als hoch, hält eine Verordnung in der Schwangerschaft für möglich und sieht auch das Stillen unter Famotidin als möglich an. Besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie hoch ist die Dosis von Famotidin?

Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nach Erkrankung und Nierenfunktion fest. Die Angaben der Packungsbeilage und Fachinformation finden Sie im Abschnitt Dosierung. Ändern Sie die Dosis nicht selbst.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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