MedikamenteWirkstoff
Azelastin: Nebenwirkungen und Wirkung
Azelastin ist ein Antihistaminikum, das als Nasenspray gegen Heuschnupfen und als Augentropfen gegen allergische Augenbeschwerden angewendet wird. Es ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Häufig sind beim Nasenspray ein bitterer Geschmack, meist durch einen zurückgeneigten Kopf beim Sprühen, und bei den Augentropfen leichte Reizerscheinungen wie Brennen, Jucken oder Tränen. Bessern sich die Beschwerden nach 2 Tagen nicht oder werden sie schlimmer, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Azelastin eingesetzt?
Azelastin gehört zu den Antihistaminika und wird an Nase und Augen angewendet: als Nasenspray zur symptomatischen Behandlung von Heuschnupfen und als Augentropfen zur Behandlung und Vorbeugung saisonaler allergischer Augenbeschwerden [1]. Die Kombipackung aus Augentropfen und Nasenspray ist zugelassen für die saisonale allergische Rhinokonjunktivitis, also zum Beispiel Heuschnupfen zusammen mit einer allergischen Bindehautentzündung, bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren [1]. Laut Arzneimittelverschreibungsverordnung ist Azelastin verschreibungspflichtig, ausgenommen zur Anwendung in der Nase bei saisonaler allergischer Rhinitis von Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren sowie zur Anwendung am Auge [3].
Grundlage dieser Seite ist die Packungsbeilage der Vividrin Azelastin Kombipackung (Stand Juli 2022). Sie nennt die Nebenwirkungen für Augentropfen und Nasenspray getrennt; die Seite übernimmt diese Trennung [1]. Für einzelne Nasensprays und Augentropfen, auch anderer Hersteller oder mit anderer Stärke, gelten eigene Packungsbeilagen.
Wie wirkt Azelastin?
Antihistaminika verhindern die Wirkungen von Stoffen wie Histamin, die der Körper bei einer allergischen Reaktion bildet. Azelastin vermindert Entzündungen am Auge und in der Nase [1]. Das Beratungszentrum Embryotox beschreibt Azelastin als nicht sedierendes Antihistaminikum der 2. Generation, das die Wirkung von Histamin am H1-Rezeptor hemmt [2].
Bei Anwendung an Auge oder Nase wird laut Embryotox sehr wenig Wirkstoff in den Körper aufgenommen; Wirkstoffspiegel im Blut werden nicht erwartet [2]. Neigen Sie beim Sprühen den Kopf zu weit nach hinten, kann laut Packungsbeilage mehr Wirkstoff in den Körper gelangen; dann können Schläfrigkeit und ein bitterer Geschmack auftreten [1].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, die die Packungsbeilage mit Häufigkeit angibt, getrennt nach Augentropfen und Nasenspray. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100, "selten" bis zu 1 von 1.000 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000 [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Beim Nasenspray ist ein bitterer Geschmack häufig, gelegentlich kommen eine Reizung der entzündeten Nasenschleimhaut, Niesen und Nasenbluten vor. Bei den Augentropfen sind leichte Reizerscheinungen wie Brennen, Jucken oder Tränen häufig [1]. Laut Packungsbeilage klingen die genannten Nebenwirkungen in der Regel rasch wieder ab [1]. Allergische Reaktionen sind sehr selten; mehr dazu auf der Seite Arzneimittelallergie.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- AugenAugentropfen: leichte Reizerscheinungen an den Augen (z. B. Brennen, Jucken, Tränen)[1]
- NervensystemNasenspray: bitterer Geschmack, meist durch falsche Anwendung mit zurückgeneigtem Kopf, der zuweilen Übelkeit verursachen kann[1]Mehr dazu: GeschmacksstörungenÜbelkeit
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- NervensystemAugentropfen: bitterer Geschmack im Mund[1]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
- AtemwegeNasenspray: Reizung der bereits entzündlich veränderten Nasenschleimhaut (Brennen, Kribbeln), Niesen, Nasenbluten[1]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemAugentropfen: allergische Reaktionen (z. B. Hautausschlag und Juckreiz)[1]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagJuckreiz
- ImmunsystemNasenspray: Überempfindlichkeitsreaktionen, Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht[1]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagJuckreizNesselsucht
- NervensystemNasenspray: Benommenheit oder Schläfrigkeit (Somnolenz)[1]Mehr dazu: Müdigkeit
- Allgemeine BeschwerdenNasenspray: Abgeschlagenheit (Mattigkeit, Erschöpfung), Schwindel- oder Schwächegefühl, die auch durch die Erkrankung selbst bedingt sein können[1]Mehr dazu: MüdigkeitSchwindelSchwäche (Asthenie)
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Die Augentropfen sind nicht zur Behandlung von Infektionen am Auge geeignet [1]. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, auch solche, die nicht in der Packungsbeilage stehen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Bitterer Geschmack: Beim Nasenspray entsteht er laut Packungsbeilage meist durch falsche Anwendung mit zurückgeneigtem Kopf. Halten Sie den Kopf beim Sprühen aufrecht und geben Sie je einen Sprühstoß in jedes Nasenloch. Einen bitteren Geschmack können Sie mit einem alkoholfreien Getränk wie Saft oder Milch mildern [1]. Mehr dazu auf der Seite Geschmacksstörungen.
Brennen oder Jucken der Augen: Leichte Reizerscheinungen sind bei den Augentropfen häufig [1]. Das enthaltene Benzalkoniumchlorid kann die Augen reizen, besonders bei trockenen Augen oder Erkrankungen der Hornhaut. Spüren Sie nach dem Eintropfen ein ungewöhnliches Gefühl, Brennen oder Schmerz, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Weil die Augentropfen direkt nach dem Eintropfen das Sehen beeinträchtigen können, warten Sie mit dem Autofahren, bis Sie wieder normal sehen [1].
Besondere Gegenmaßnahmen sind laut Packungsbeilage nicht nötig, weil die Nebenwirkungen in der Regel rasch abklingen [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln wurden laut Packungsbeilage bisher nicht beobachtet. Andere Antihistaminika und Arzneimittel, die auf das zentrale Nervensystem wirken, sollten Sie aber nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gleichzeitig anwenden [1]. Alkohol kann zusammen mit Antihistaminika unter Umständen Nebenwirkungen am zentralen Nervensystem auslösen und sollte vermieden werden [1].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Andere Antihistaminika und/oder zentral wirksame Arzneimittel | Wechselwirkungen wurden bisher nicht beobachtet[1] | Gleichzeitige Anwendung nur nach Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt |
| Alkohol | Kann zusammen mit Antihistaminika unter Umständen Nebenwirkungen am zentralen Nervensystem auslösen[1] | Alkohol vermeiden |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Azelastin nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte
Bei einer Allergie gegen Azelastinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile dürfen Sie Azelastin nicht anwenden; die Kombipackung darf außerdem nicht bei Kindern unter 6 Jahren angewendet werden [1]. Zur Behandlung von Menschen mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor [1].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Augentropfen: nicht zur Behandlung von Infektionen am Auge geeignet[1]
- Nasenspray: Den Kopf beim Sprühen nicht zu weit nach hinten neigen, sonst können durch eine erhöhte Aufnahme in den Körper Schläfrigkeit und ein bitterer Geschmack auftreten[1]
- Kontaktlinsen: Das in den Augentropfen enthaltene Benzalkoniumchlorid kann von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und sie verfärben. Kontaktlinsen vor dem Eintropfen herausnehmen und erst nach 15 Minuten wieder einsetzen[1]
- Trockene Augen oder Erkrankungen der Hornhaut: Benzalkoniumchlorid kann Reizungen am Auge hervorrufen[1]
- Eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion: Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Behandlung vor[1]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
In Einzelfällen wurden Abgeschlagenheit, Mattigkeit, Erschöpfung, Schwindel- oder Schwächegefühl berichtet, die auch durch die Allergie selbst bedingt sein können; dann kann die Fähigkeit zum Autofahren beeinträchtigt sein, und Alkohol kann die Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtern [1]. Zu Schwangerschaft und Stillzeit ist die Packungsbeilage zurückhaltender als das Beratungszentrum Embryotox; die Karten nennen beide Angaben [1, 2]. Für eine Behandlung zum Einnehmen nennt Embryotox Loratadin und Cetirizin als besser untersuchte Alternativen [2]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Zur Anwendung von Azelastin in der Schwangerschaft liegen unzureichende Erfahrungen vor. In den ersten drei Monaten sollte es deshalb vorsichtshalber nicht angewendet werden, im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel nur, wenn es unbedingt erforderlich ist und eine ärztliche Kontrolle erfolgt.[1]
Embryotox: Publizierte Studien zum ersten Schwangerschaftsdrittel gibt es nicht; Hinweise auf eine fehlbildungsauslösende (teratogene) Wirkung sind bisher nicht bekannt geworden, eine fruchtschädigende (fetotoxische) Wirkung im zweiten und dritten Drittel erscheint unwahrscheinlich. Laut Embryotox ist die Anwendung an Auge und Nase möglich, weil sehr wenig Wirkstoff aufgenommen wird; zum Einnehmen sollten die besser untersuchten Alternativen Loratadin oder Cetirizin gewählt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Weil der Wirkstoff in geringem Ausmaß in die Muttermilch übergeht, sollte Azelastin in der Stillzeit nicht angewendet werden.[1]
Laut Embryotox liegen Daten zum Übergang in die Muttermilch nicht vor; die Anwendung an Auge und Nase ist in der Stillzeit akzeptabel. Zum Einnehmen sollten laut Embryotox Loratadin oder Cetirizin bevorzugt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Alkohol sollten Sie vermeiden: Zusammen mit Antihistaminika kann er unter Umständen Nebenwirkungen am zentralen Nervensystem auslösen, und er kann die Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtern.[1]
Autofahren und Maschinen
In Einzelfällen wurden Abgeschlagenheit, Mattigkeit, Erschöpfung, Schwindel- oder Schwächegefühl berichtet, die auch durch die Erkrankung selbst bedingt sein können; dann kann die Fähigkeit zum Führen eines Fahrzeugs und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein. Augentropfen können unmittelbar nach dem Eintropfen das Sehen beeinträchtigen, warten Sie ab, bis sich das Sehvermögen wieder normalisiert hat.[1]
Einnahme
Nasenspray: Nase putzen, den Kopf aufrecht halten und je einen Sprühstoß in jedes Nasenloch geben; den Kopf nicht nach hinten neigen. Vor dem ersten Gebrauch 3- bis 4-mal pumpen, bis ein gleichmäßiger Sprühnebel austritt; nach mehr als 6 Tagen ohne Anwendung die Pumpe erneut aktivieren. Nach Anbruch nicht länger als 6 Monate verwenden.[1]
Augentropfen: Kopf nach hinten beugen, das untere Augenlid vorsichtig herunterziehen und einen Tropfen in die Mitte des unteren Lids geben, ohne Auge oder Haut mit dem Tropfer zu berühren; danach mehrmals langsam blinzeln. Nach Anbruch innerhalb von 4 Wochen verwenden.[1]
Anwendung vergessen: nicht die doppelte Menge anwenden, sondern zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt mit der gleichen Dosierung fortfahren; bei Bedarf können Augentropfen und Nasenspray auch zwischen zwei vorgesehenen Zeitpunkten angewendet werden.[1]
Einen bitteren Geschmack nach der Anwendung können Sie mit einem alkoholfreien Getränk, z. B. Saft oder Milch, mildern.[1]
Höchstmenge in der Selbstmedikation
Laut Packungsbeilage der Kombipackung: Augentropfen 2-mal täglich je 1 Tropfen in jedes Auge, bei starken Beschwerden bis auf 4-mal täglich je 1 Tropfen pro Auge; Nasenspray 2-mal täglich je 1 Sprühstoß pro Nasenloch. Die Augentropfen ohne ärztliche Rücksprache nicht länger als 6 Wochen ununterbrochen anwenden; das Nasenspray ist zur Langzeitbehandlung ohne zeitliche Beschränkung geeignet. Verschlechtern sich die Beschwerden oder tritt nach 48 Stunden keine Besserung ein, suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf.[1]
Absetzen
Die Behandlung sollte möglichst regelmäßig bis zur Beschwerdefreiheit erfolgen und fortgeführt werden, solange Sie den allergieauslösenden Stoffen (z. B. Pollen) ausgesetzt sind. Unterbrechen Sie die Anwendung, müssen Sie damit rechnen, dass die typischen Beschwerden an Auge und Nase bald wiederkehren.[1]
Überdosierung
Nach Anwendung an Auge und Nase sind keine spezifischen Überdosierungsreaktionen bekannt und auch nicht zu erwarten; wegen der geringen Wirkstoffmenge ist selbst bei extremer örtlicher Überdosierung nicht mit Vergiftungserscheinungen zu rechnen. Werden versehentlich größere Mengen verschluckt, etwa der Inhalt einer Flasche Nasenspray durch ein Kind, sollte auf jeden Fall eine Ärztin oder ein Arzt zu Rate gezogen werden. Erfahrungen beim Menschen mit sehr hohen, giftigen Dosen liegen nicht vor; aufgrund von Tierversuchen ist bei extremer Überdosierung und Vergiftung mit Erscheinungen am zentralen Nervensystem zu rechnen, z. B. Unruhe, Erregung oder stark ausgeprägte, andauernde Müdigkeit oder Schläfrigkeit.[1]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Übersicht gibt die Angaben der Packungsbeilage der Vividrin Azelastin Kombipackung für Augentropfen und Nasenspray wieder [1]. Hat Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt etwas anderes verordnet, gilt das; einzelne Präparate können eigene Angaben haben.
Anwendung und Absetzen
Nasenspray: Putzen Sie vorher die Nase, halten Sie den Kopf aufrecht und geben Sie je einen Sprühstoß in jedes Nasenloch. Vor dem ersten Gebrauch pumpen Sie 3- bis 4-mal, bis ein gleichmäßiger Sprühnebel austritt; nach mehr als 6 Tagen ohne Anwendung muss die Pumpe erneut aktiviert werden. Nach Anbruch verwenden Sie das Nasenspray nicht länger als 6 Monate [1].
Augentropfen: Beugen Sie den Kopf nach hinten, ziehen Sie das untere Augenlid vorsichtig herunter und geben Sie einen Tropfen in die Mitte des unteren Lids, ohne Auge oder Haut mit dem Tropfer zu berühren. Drücken Sie danach leicht vom inneren Augenwinkel gegen die Nase und blinzeln Sie mehrmals langsam. Nach Anbruch verwenden Sie die Augentropfen innerhalb von 4 Wochen [1].
Die Behandlung sollte möglichst regelmäßig bis zur Beschwerdefreiheit erfolgen, auch über das Abklingen hinaus, solange Sie den Allergieauslösern ausgesetzt sind. Unterbrechen Sie die Anwendung, müssen Sie damit rechnen, dass die typischen Beschwerden bald wiederkehren [1]. Haben Sie eine Anwendung vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge, sondern machen zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt weiter [1].
Präparate mit Azelastin
Azelastin gibt es als Nasenspray, als Augentropfen (auch in Einzeldosisbehältnissen) und als Kombipackung aus beidem. Grundlage dieser Seite ist die Packungsbeilage der Vividrin Azelastin Kombipackung [1]. Präparate können sich in Stärke, Konservierungsmittel, Altersgrenze und Anwendungsgebiet unterscheiden; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Vividrin Azelastin Kombipackung | Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik GmbH (Bausch & Lomb) | Augentropfen 0,5 mg/ml und Nasenspray 1 mg/ml in einer Packung; Grundlage dieser Seite |
| Vividrin Azelastin Nasenspray | Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik GmbH (Bausch & Lomb) | Nasenspray 1 mg/ml; eigene Packungsbeilage |
| Vividrin Azelastin Augentropfen | Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik GmbH (Bausch & Lomb) | Augentropfen 0,5 mg/ml, auch in Einzeldosisbehältnissen (EDO); eigene Packungsbeilage |
| Allergodil akut | Cooper Consumer Health Deutschland GmbH | Nasenspray, Nasenspray forte, Augentropfen und Kombipackung (Duo); eigene Packungsbeilagen |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Vividrin Azelastin Kombipackung 0,5 mg/ml Augentropfen, Lösung und 1 mg/ml Nasenspray, Lösung (P9DE02 87476PB1054/2-DE). Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik GmbH (Bausch & Lomb). Stand 07/2022. abgerufen am 11.10.2026
- Embryotox Embryotox: Azelastin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Azelastin. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Warum schmeckt das Azelastin-Nasenspray bitter?
Ein bitterer Geschmack ist beim Nasenspray häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten. Laut Packungsbeilage entsteht er meist durch falsche Anwendung mit zurückgeneigtem Kopf und kann zuweilen Übelkeit verursachen. Halten Sie den Kopf beim Sprühen aufrecht; einen bitteren Geschmack können Sie mit einem alkoholfreien Getränk wie Saft oder Milch mildern.
Wie oft darf ich Azelastin anwenden?
Laut Packungsbeilage der Kombipackung, soweit nicht anders verordnet: Nasenspray 2-mal täglich (morgens und abends) je 1 Sprühstoß pro Nasenloch, Augentropfen 2-mal täglich je 1 Tropfen in jedes Auge. Bei starken Augenbeschwerden kann die Dosis bis auf 4-mal täglich je 1 Tropfen pro Auge erhöht werden. Einzelpräparate können abweichende Angaben haben; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Wie lange darf ich Azelastin anwenden?
Laut Packungsbeilage bis zum Abklingen der Beschwerden und darüber hinaus, solange Sie den Allergieauslösern wie Pollen ausgesetzt sind. Die Augentropfen sollten ohne ärztliche Rücksprache nicht länger als 6 Wochen ununterbrochen angewendet werden; das Nasenspray ist zur Langzeitbehandlung ohne zeitliche Beschränkung geeignet. Tritt nach 48 Stunden keine Besserung ein oder werden die Beschwerden schlimmer, suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf.
Macht Azelastin müde?
Benommenheit oder Schläfrigkeit sind beim Nasenspray sehr selten, also bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten. Neigen Sie den Kopf beim Sprühen zu weit nach hinten, kann laut Packungsbeilage mehr Wirkstoff in den Körper gelangen; dann können Schläfrigkeit und ein bitterer Geschmack auftreten. In Einzelfällen wurden Abgeschlagenheit, Schwindel oder Schwächegefühl berichtet, die auch von der Allergie selbst kommen können; dann kann die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigt sein.
Darf ich Azelastin-Augentropfen mit Kontaktlinsen anwenden?
Die Augentropfen der Kombipackung enthalten Benzalkoniumchlorid. Es kann von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und sie verfärben. Nehmen Sie die Linsen vor dem Eintropfen heraus und setzen Sie sie frühestens nach 15 Minuten wieder ein.
Darf ich Azelastin in der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?
Laut Packungsbeilage sollte Azelastin in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten vorsichtshalber nicht angewendet werden, danach nur, wenn es unbedingt erforderlich ist und ärztlich kontrolliert wird; in der Stillzeit sollte es nicht angewendet werden. Das Beratungszentrum Embryotox hält die Anwendung an Auge und Nase in der Schwangerschaft für möglich, weil sehr wenig Wirkstoff aufgenommen wird, und die lokale Anwendung in der Stillzeit für akzeptabel. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
Ab welchem Alter ist Azelastin geeignet?
Die Kombipackung aus Augentropfen und Nasenspray ist für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren zugelassen; bei Kindern unter 6 Jahren darf sie nicht angewendet werden, weil Sicherheit und Wirksamkeit nicht ausreichend belegt sind. Für einzelne Präparate gilt deren eigene Packungsbeilage.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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