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Pankreatin: Nebenwirkungen und Wirkung
Pankreatin ist ein Gemisch aus Verdauungsenzymen vom Schwein. Es wird bei einer exokrinen Pankreasinsuffizienz angewendet, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Enzyme bildet, um die Nahrung zu verdauen, und immer während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit oder einem Snack eingenommen. Sehr häufig sind Bauchschmerzen; bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion beenden Sie die Behandlung und suchen sofort ärztliche Hilfe.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Pankreatin eingesetzt?
Pankreatin wird zur Behandlung einer exokrinen Pankreasinsuffizienz angewendet: Dabei bildet die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Verdauungsenzyme, um die Nahrung zu verdauen [1]. Die Fachinformation spricht von Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit einer gestörten Verdauung (Maldigestion) einhergehen [2]. Pankreatin kann bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen angewendet werden [1, 2]. In ihren Angaben zu Dosierung und Wirkung erwähnt die Fachinformation die Behandlung bei Mukoviszidose (zystischer Fibrose) und bei chronischer Entzündung der Bauchspeicheldrüse [2].
Laut Packungsbeilage verbessert die Behandlung die Beschwerden einer exokrinen Pankreasinsuffizienz, darunter die Stuhlbeschaffenheit (zum Beispiel fettiger Stuhl), Bauchschmerzen, Blähungen und die Stuhlhäufigkeit (Durchfall oder Verstopfung) [1]. Pankreatin Mikro-ratiopharm ist apothekenpflichtig, also ohne Rezept in der Apotheke erhältlich [2]; was das bedeutet, erklärt der Ratgeber Rezeptfrei und apothekenpflichtig. Fühlen Sie sich nach 5 Tagen nicht besser oder gar schlechter, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].
Wie wirkt Pankreatin?
Pankreatin, auch Pankreas-Pulver genannt, ist ein Gemisch aus Verdauungsenzymen, das aus Bauchspeicheldrüsen von Schweinen gewonnen wird. Die Enzyme verdauen die Nahrung, während sie durch den Darm geht [1]. Laut Fachinformation enthält Pankreatin unter anderem die Enzyme Lipase, die Fette spaltet, Amylase, die Mehrfachzucker spaltet, und Proteasen wie Trypsin und Chymotrypsin, die Eiweiß spalten; entscheidend sind die Aktivität der Lipase und der Anteil an Proteasen [2]. Die Dosierung wird in Lipase-Einheiten angegeben; verschiedene Stärken enthalten verschiedene Mengen Lipase [1].
Die Lipase des Schweins wird laut Fachinformation bei einem pH-Wert unter 4 dauerhaft unwirksam; im sauren Magensaft würde sie also zerstört [2]. Die Kapseln enthalten deshalb kleine magensaftresistente Mikrofilmtabletten. Sie werden im Magen aus der Kapsel freigesetzt, vermischen sich mit dem Speisebrei und lösen sich erst nach Verlassen des Magens bei einem pH-Wert über 5,5 auf [2]. Pankreatin und seine Enzyme werden nicht aus dem Magen-Darm-Trakt in den Körper aufgenommen, sondern ausgeschieden oder im Darm abgebaut [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10 und "gelegentlich" bis zu 1 von 100; bei "nicht bekannt" ist die genaue Häufigkeit unbekannt [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Am häufigsten berichtet werden laut Fachinformation Magen-Darm-Beschwerden, die in erster Linie leicht oder mäßig ausgeprägt sind [2]. Als wichtigste schwerwiegende Nebenwirkungen von Pankreasenzym-Präparaten nennt die Packungsbeilage den anaphylaktischen Schock, eine schwere allergische Reaktion, und die fibrosierende Kolonopathie; beide sind nur bei sehr wenigen Menschen aufgetreten, ihre genaue Häufigkeit ist unbekannt [1]. Die Fachinformation nennt an dieser Stelle anaphylaktische Reaktionen und die fibrosierende Kolonopathie [2]. Bei Kindern und Jugendlichen wurden keine besonderen Nebenwirkungen festgestellt; bei Kindern mit Mukoviszidose waren Häufigkeit, Art und Schwere ähnlich wie bei Erwachsenen [2]. Mehr zu einzelnen Beschwerden auf den Seiten Blähungen durch Medikamente und Verstopfung durch Medikamente.
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Magen und DarmBauchschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Bauchschmerzen
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- HautAusschlag[1, 2]Mehr dazu: Hautausschlag
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Magen und DarmNarbenbildung oder Verdickung der Darmwand mit Verengungen am Übergang vom Dünn- zum Dickdarm und im Dickdarm (fibrosierende Kolonopathie), die zu einer Verstopfung des Darms führen können, nach wiederholten hohen Dosen; laut Fachinformation berichtet bei Menschen mit Mukoviszidose unter hohen Dosen[1, 2]Mehr dazu: BauchschmerzenVerstopfung
- ImmunsystemÜberempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktionen und anaphylaktischer Schock, eine schwere, möglicherweise lebensbedrohliche allergische Reaktion; laut Fachinformation wurden nach der Markteinführung als Anzeichen einer Überempfindlichkeit generalisierter Hautausschlag, Angioödem, Anschwellen von Lippen, Mundschleimhaut und Gesicht, Brennen und Schwellungen um die Augen, asthmatische Beschwerden sowie schneller Herzschlag und Blutdruckabfall im Rahmen eines anaphylaktischen Schocks beobachtet[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenHautausschlagAtemnotHerzrasenNiedriger Blutdruck
- HautJuckreiz (Pruritus) und Nesselsucht (Urtikaria)[2]Mehr dazu: JuckreizNesselsucht
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Eine allergische Reaktion kann sich durch Juckreiz, Nesselsucht oder Hautausschlag zeigen; dann beenden Sie die Behandlung und sprechen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. In seltenen Fällen kann eine ernste allergische Reaktion mit Wärmegefühl, Schwindel, Ohnmacht und Atembeschwerden auftreten: ein möglicherweise lebensbedrohlicher Zustand, bei dem Sie umgehend medizinische Hilfe rufen [1]. Bei Mukoviszidose sollten laut Fachinformation ungewöhnliche oder veränderte Bauchbeschwerden ärztlich untersucht werden, um eine fibrosierende Kolonopathie auszuschließen [2].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Richtig einnehmen: Nehmen Sie Pankreatin immer während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit oder einem Snack ein und schlucken Sie die Kapseln als Ganzes mit ausreichend Flüssigkeit [1]. Zerquetschen oder zerkauen Sie sie nicht, behalten Sie sie nicht im Mund und achten Sie darauf, dass keine Mikrofilmtabletten im Mund zurückbleiben [1]. Wie Sie Arzneimittel zum Essen richtig einnehmen, erklärt der Ratgeber Einnahme vor oder nach dem Essen; Hilfen bei Schluckproblemen gibt der Ratgeber Tabletten schlucken.
Reizung im Mund: Treten erste Anzeichen einer Reizung im Mund auf, können laut Packungsbeilage das Ausspülen des Mundes und ein Glas Wasser helfen [1].
Magen-Darm-Beschwerden: Haben Sie trotz der Einnahme weiterhin fettigen Stuhl oder andere Magen-Darm-Beschwerden, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, weil die Dosis möglicherweise angepasst werden muss [1]. Erhöhen Sie die Dosis nicht selbst; Änderungen der Dosis können laut Fachinformation eine Anpassungsdauer von mehreren Tagen erfordern [2]. Bei starken Bauchschmerzen, Schwierigkeiten beim Stuhlgang, Übelkeit oder Erbrechen informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].
Halten Beschwerden an oder belasten sie Sie, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Notieren können Sie Beschwerden im Nebenwirkungs-Tagebuch.
Wechselwirkungen
Laut Fachinformation wurden keine Studien zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln durchgeführt; Packungsbeilage und Fachinformation nennen keine bestimmten Wechselwirkungen [1, 2]. Informieren Sie trotzdem Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Allgemeines erklärt der Ratgeber Wechselwirkungen.
Wer Pankreatin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Als Gegenanzeige nennen Packungsbeilage und Fachinformation nur eine Allergie gegen Pankreatin oder einen der sonstigen Bestandteile [1, 2]. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft [1].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Allergie gegen Schweineproteine: vor der Einnahme mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen[1, 2]
- Mukoviszidose: Unter hoch dosierten Pankreatin-Präparaten wurde eine seltene Darmerkrankung mit Verengung des Darms (fibrosierende Kolonopathie) berichtet; laut Fachinformation sollen ungewöhnliche oder veränderte Bauchbeschwerden ärztlich untersucht werden, insbesondere bei mehr als 10.000 Lipase-Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag[1, 2]
- Reizung im Mund: Schmerzen im Mund, Reizung der Mundschleimhaut (Stomatitis), Blutungen und Geschwüre im Mund können auftreten, wenn die Kapseln gekaut oder zu lange im Mund behalten werden[1, 2]
- Tierischer Ursprung: Trotz Maßnahmen bei der Herstellung ist das Hepatitis-E-Virus im Arzneimittel möglich. Bei geschwächtem Immunsystem und hohen Dosen klärt die Ärztin oder der Arzt über Anzeichen einer Hepatitis-E-Infektion auf[1, 2]
- Kinder: Die Stärke mit 20.000 Lipase-Einheiten ist je nach Alter und Gewicht möglicherweise nicht für den Beginn der Behandlung geeignet; die Dosis wird dann mit Darreichungsformen mit weniger Lipase-Einheiten bestimmt, zum Beispiel 10.000 Lipase-Einheiten[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Verkehrstüchtigkeit, Schwangerschaft und Stillzeit sowie zu Höchstmenge und Einnahme sagen; zu Alkohol enthalten sie keinen Hinweis [1, 2]. Fragen Sie in der Schwangerschaft vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat [1]. Allgemeines erklärt der Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Ob Pankreatin während der Schwangerschaft eingenommen werden kann, entscheidet die Ärztin oder der Arzt; fragen Sie vor der Einnahme um Rat.[1]
Laut Fachinformation liegen keine oder nur sehr begrenzte Daten zu Schwangeren vor; Tierstudien zeigen keine Hinweise darauf, dass die Enzyme in den Körper aufgenommen werden, daher ist keine schädliche Wirkung auf Fortpflanzung oder Entwicklung zu erwarten. Pankreatin kann falls notwendig in der Schwangerschaft angewendet werden, um Schwangeren mit exokriner Pankreasinsuffizienz eine ausreichende Ernährung zu ermöglichen.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Pankreatin kann während der Stillzeit angewendet werden; laut Fachinformation sind keine Auswirkungen auf das gestillte Kind zu erwarten, weil die Mutter die Enzyme praktisch nicht in den Körper aufnimmt.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Pankreatin hat keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.[1]
Einnahme
Immer während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit oder einem Snack einnehmen, damit sich die Enzyme mit der Nahrung vermischen. Die Kapseln als Ganzes mit ausreichend Flüssigkeit schlucken, nicht zerquetschen oder zerkauen. Fällt das Schlucken schwer, die Kapsel vorsichtig öffnen und die Mikrofilmtabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen; nicht in nicht saure Nahrung oder Flüssigkeit mischen. Nichts davon im Mund behalten.[1]
Einnahme vergessen: die nächste Dosis wie gewohnt mit der nächsten Mahlzeit einnehmen und nicht versuchen, die vergessene Dosis auszugleichen.[1]
Höchstmenge in der Selbstmedikation
Die Dosis wird in Lipase-Einheiten angegeben und von der Ärztin oder dem Arzt nach Schwere der Erkrankung, Körpergewicht, Ernährung und Fettgehalt im Stuhl bestimmt. Für alle Altersgruppen gilt: Die Gesamtdosis sollte 2.500 Lipase-Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht pro Mahlzeit oder 10.000 Lipase-Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag oder 4.000 Lipase-Einheiten pro Gramm Fettaufnahme nicht überschreiten.[1]
Fühlen Sie sich nach 5 Tagen nicht besser oder gar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1]
Absetzen
Brechen Sie die Einnahme nicht ab, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen zu haben; viele Menschen müssen Pankreatin lebenslang einnehmen.[1]
Überdosierung
Haben Sie mehr eingenommen, als Sie sollten, trinken Sie viel Wasser und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Sehr hohe Dosen haben mitunter eine Erhöhung der Harnsäure in Blut und Urin verursacht; laut Fachinformation wurden chronisch hohe Dosen mit der fibrosierenden Kolonopathie in Verbindung gebracht.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Dosis wird in Lipase-Einheiten angegeben und richtet sich nach der Schwere der Erkrankung, dem Körpergewicht, der Ernährung und dem Fettgehalt im Stuhl; die passende Dosis bestimmt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt [1]. Die Packungsbeilage nennt übliche Anfangsdosen pro Kilogramm Körpergewicht und Mahlzeit sowie Obergrenzen für alle Altersgruppen [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die ärztliche Festlegung [1].
Einnahme und Absetzen
Fällt Ihnen das Schlucken der Kapseln schwer, öffnen Sie sie vorsichtig und nehmen Sie die Mikrofilmtabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein [1]. Mischen Sie sie nicht unter Nahrung oder Flüssigkeit, die nicht sauer ist: Laut Fachinformation kann Nahrung oder Flüssigkeit mit einem pH-Wert über 5,5 die magensaftresistente Hülle zerstören, sodass die Enzyme schon im Mund freigesetzt werden können; dadurch können die Wirksamkeit vermindert und die Schleimhäute geschädigt werden [2]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie die nächste Dosis wie gewohnt mit der nächsten Mahlzeit ein und versuchen Sie nicht, die vergessene Dosis auszugleichen [1].
Brechen Sie die Einnahme nicht ab, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen zu haben; viele Menschen müssen Pankreatin lebenslang einnehmen [1]. Die Kapseln werden nicht über 25 °C gelagert, das Behältnis fest verschlossen gehalten; nach Anbruch sind sie 4 Monate haltbar [1]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Pankreatin
Pankreatin Mikro-ratiopharm gibt es in verschiedenen Stärken mit verschiedenen Mengen Lipase; die Stärke wird in Ph.-Eur.-Einheiten Lipase je Kapsel angegeben [1, 2]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Pankreatin Mikro-ratiopharm 20.000, einer magensaftresistenten Hartkapsel mit 20.000 Lipase-Einheiten [1, 2]. Bei Kindern sollte die Dosis zu Beginn laut Packungsbeilage mit Darreichungsformen bestimmt werden, die weniger Lipase-Einheiten enthalten [1]. Präparate können sich in Stärke, Darreichungsform und Dosierungsangaben unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Kreon | ||
| Pangrol | Berlin-Chemie AG | Hartkapseln |
| Pankreatin Mikro-ratiopharm 20.000 | Nordmark Pharma GmbH, Mitvertrieb ratiopharm GmbH | magensaftresistente Hartkapseln mit 20.000 Lipase-Einheiten; Grundlage dieser Seite |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Pankreatin Mikro-ratiopharm 20.000 magensaftresistente Hartkapseln. Nordmark Pharma GmbH (Mitvertrieb ratiopharm GmbH). Stand 08/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Pankreatin Mikro-ratiopharm 20.000 magensaftresistente Hartkapseln. Nordmark Pharma GmbH (Mitvertrieb ratiopharm GmbH). Stand 08/2026. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wann nehme ich Pankreatin ein: vor, während oder nach dem Essen?
Laut Packungsbeilage immer während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit oder einem Snack. So können sich die Enzyme gründlich mit der Nahrung vermischen und sie verdauen, während sie durch den Darm geht.
Darf ich die Kapseln öffnen?
Ja, wenn Ihnen das Schlucken schwerfällt. Öffnen Sie die Kapsel vorsichtig und nehmen Sie die enthaltenen Mikrofilmtabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein. Zerdrücken oder zerkauen Sie sie nicht und mischen Sie sie nicht unter Nahrung oder Flüssigkeit, die nicht sauer ist: Laut Fachinformation kann sonst die magensaftresistente Hülle zerstört werden; die Enzyme können dann schon im Mund freigesetzt werden, wodurch die Wirksamkeit vermindert und die Schleimhäute geschädigt werden können.
Was tun, wenn der Mund gereizt ist?
Schmerzen im Mund, Reizung (Stomatitis), Blutungen oder Geschwüre im Mund können auftreten, wenn die Kapseln gekaut oder zu lange im Mund behalten werden. Bei ersten Anzeichen können laut Packungsbeilage das Ausspülen des Mundes und ein Glas Wasser helfen. Achten Sie darauf, dass keine Mikrofilmtabletten im Mund zurückbleiben.
Ist Pankreatin aus Schweinen gewonnen?
Ja. Die Enzyme werden aus Bauchspeicheldrüsen von Schweinen gewonnen. Sind Sie gegen Schweineproteine allergisch, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Weil das Arzneimittel tierischen Ursprungs ist, ist trotz Maßnahmen bei der Herstellung das Hepatitis-E-Virus darin möglich.
Wie lange muss ich Pankreatin einnehmen?
Laut Packungsbeilage müssen viele Menschen Pankreatin lebenslang einnehmen. Brechen Sie die Einnahme nicht ab, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Haben Sie weiterhin fettigen Stuhl oder andere Magen-Darm-Beschwerden, sprechen Sie mit ihr oder ihm, weil die Dosis möglicherweise angepasst werden muss.
Was ist eine fibrosierende Kolonopathie?
Laut Packungsbeilage ist es eine seltene Darmerkrankung, bei der der Darm verengt ist: Wiederholte hohe Dosen von Pankreasenzym-Präparaten können Narbenbildung oder Verdickung der Darmwand verursachen, was zu einer Verstopfung des Darms führen kann. Berichtet wurde sie bei Menschen mit Mukoviszidose unter hoch dosierten Pankreatin-Präparaten. Bei starken Bauchschmerzen, Schwierigkeiten beim Stuhlgang, Übelkeit oder Erbrechen informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; die genaue Häufigkeit ist unbekannt.
Kann ich die Dosis selbst erhöhen?
Nein. Laut Fachinformation sollten Patientinnen und Patienten die Dosis nicht selbst erhöhen. Änderungen der Dosis können eine Anpassungsdauer von mehreren Tagen erfordern. Für alle Altersgruppen nennt die Packungsbeilage Obergrenzen, die nicht überschritten werden sollten.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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