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Ipratropium: Nebenwirkungen und Wirkung

Ipratropium (Ipratropiumbromid) ist ein verschreibungspflichtiger Bronchienerweiterer zum Inhalieren, der bei COPD und Asthma verengte Atemwege weitet. Häufig sind Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, Übelkeit, Husten und Reizungen des Rachens. Bei Augenschmerzen, unscharfem Sehen oder farbigen Ringen zusammen mit geröteten Augen nach dem Inhalieren wenden Sie sich unverzüglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Mann in den Sechzigern sitzt an einem sonnigen Frühlingstag entspannt auf einer Gartenbank und atmet ruhig
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel[1, 2]
  • Häufig: Mundtrockenheit, Übelkeit, Magenverstimmung, Magenbeschwerden; laut Fachinformation auch Störungen der Magen-Darm-Beweglichkeit[1, 2]
  • Häufig: Husten, Reizung des Rachens[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Ipratropium eingesetzt?

Ipratropium, genauer Ipratropiumbromid, gehört zu den Asthma- und COPD-Medikamenten zum Inhalieren und ist verschreibungspflichtig [2, 4]. Laut Packungsbeilage wird es bei Zuständen angewendet, bei denen die Atemwege blockiert sind, etwa bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und bei Asthma [1]. Die Fachinformation nennt die Behandlung umkehrbarer Verkrampfungen der Bronchien bei COPD; bei Asthma wird Ipratropium in Kombination mit inhalativen Beta-2-Agonisten eingesetzt [2].

Grundlage dieser Seite ist eine Lösung, die mit einem Vernebler inhaliert wird. Sie ist laut Fachinformation für Erwachsene, Jugendliche und Kinder bis 12 Jahre zugelassen; bei Kindern bis 12 Jahren sollte nur die niedrigere Stärke angewendet werden [2]. Laut Embryotox wird Ipratropiumbromid außerdem bei laufender Nase durch allergischen oder nicht allergischen Schnupfen eingesetzt; dafür gibt es Nasensprays mit eigenen Packungsbeilagen [3].

Wie wirkt Ipratropium?

Ipratropiumbromid ist ein kurz wirksamer Muskarinrezeptor-Antagonist, ein sogenanntes Anticholinergikum [1, 3]. Es hemmt die Wirkung des Botenstoffs Acetylcholin, den der Vagusnerv freisetzt, an der glatten Muskulatur der Bronchien. Nach dem Inhalieren werden verengte Atemwege laut Packungsbeilage beträchtlich erweitert [1, 2]. Die Erweiterung der Bronchien ist laut Fachinformation ein örtlicher Effekt, kein Effekt im ganzen Körper. Auf die Schleimbildung, den Schleimtransport und den Gasaustausch scheint Ipratropiumbromid nicht zu wirken [2].

In Studien bei COPD verbesserte sich die Lungenfunktion innerhalb von 15 Minuten, erreichte ihren Höhepunkt innerhalb von 1 bis 2 Stunden und hielt 4 bis 6 Stunden an [2]. Je nach Inhalator und Technik gelangen 10 bis 30 Prozent der Dosis in die Lunge; der Großteil wird geschluckt und trägt kaum zur Menge im Blut bei. Die Halbwertszeit liegt bei etwa 1,6 Stunden [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Unten stehen alle Nebenwirkungen aus Packungsbeilage und Fachinformation. "Häufig" heißt: bei bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bei bis zu 1 von 100 und "selten" bei bis zu 1 von 1.000 [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Viele der Nebenwirkungen lassen sich laut Fachinformation auf die anticholinergen Eigenschaften von Ipratropiumbromid zurückführen; wie alle Mittel zum Inhalieren kann es außerdem örtliche Reizungen hervorrufen. In klinischen Studien wurden am häufigsten Schwindel, Kopfschmerzen, Rachenreizungen, Husten, Mundtrockenheit, Störungen der Magen-Darm-Beweglichkeit wie Verstopfung, Durchfall und Erbrechen sowie Übelkeit berichtet [2].

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • ImmunsystemAllergische Reaktionen und schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie); Zeichen können Hautausschlag, Hautjucken, Schwellung von Mund und Gesicht, plötzliche Atemprobleme, Blutdruckabfall oder eine Verkrampfung der Kehlkopfmuskulatur sein; laut Fachinformation auch Angioödem[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagJuckreizSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnotNiedriger Blutdruck
  • AugenVerschwommenes Sehen, erweiterte Pupillen (Mydriasis), erhöhter Augeninnendruck (Glaukom; laut Fachinformation auch Engwinkelglaukom), Augenschmerzen, schmerzhafte, gerötete oder geschwollene Augen (Bindehauthyperämie), Sehen von Farben oder Lichtringen (Halos), Flüssigkeitsansammlung in der Hornhaut (Hornhautödem)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • HerzHerzklopfen (Palpitationen) oder beschleunigter Herzschlag (supraventrikuläre Tachykardie)[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
  • AtemwegeDurch das Inhalieren ausgelöste Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmus), Krämpfe der Stimmbänder (Laryngospasmus), Schwellung des Rachens (Rachenödem), trockener Rachen[1, 2]Mehr dazu: Atemnot
  • Magen und DarmErbrechen, Verstopfung, Durchfall[1, 2]Mehr dazu: ErbrechenVerstopfungDurchfall
  • Magen und DarmSchwellung im Mund (Mundödem), Entzündung des Mundes oder der Lippen (Stomatitis), Geschmacksstörungen[1, 2]Mehr dazu: Geschmacksstörungen
  • HautJuckreiz, Hautausschlag[1, 2]Mehr dazu: JuckreizHautausschlag
  • Nieren und HarnwegeSchwierigkeiten beim Wasserlassen (Harnverhalt), besonders bei bereits bestehenden Problemen beim Wasserlassen[1, 2]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Augenprobleme wurden in seltenen Fällen berichtet, wenn der Sprühnebel in die Augen gelangte [1]. Laut Fachinformation können Schmerzen in den Augen, unscharfes Sehen, farbige Ringe und gerötete Augen Zeichen eines akuten Engwinkelglaukoms sein, also eines plötzlichen Anstiegs des Augeninnendrucks; dann muss unverzüglich eine Behandlung begonnen und fachärztlicher Rat eingeholt werden [2]. Mehr zu dieser Augenerkrankung lesen Sie auf der Seite Grüner Star.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Fünfzigern spült sich am hellen Waschbecken behutsam die Augen mit kaltem Wasser aus
Bild: KI-generiert

Augen schützen: Achten Sie darauf, dass bei der Anwendung keine Flüssigkeit und kein Sprühnebel in die Augen gelangt. Empfohlen wird das Inhalieren über ein Mundstück; nutzen Sie eine Verneblermaske, sollte sie richtig auf dem Gesicht sitzen. Besonders wer ein erhöhtes Risiko für ein Glaukom hat, sollte die Augen gut schützen [1, 2]. Ist doch etwas in die Augen gelangt, spülen Sie sie sofort einige Minuten lang mit kaltem Leitungswasser aus und fragen Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat [1].

Beschwerden beim Wasserlassen: Schwierigkeiten beim Wasserlassen sind gelegentlich beschrieben, vor allem bei bereits bestehenden Problemen [1]. Haben Sie eine vergrößerte Prostata oder einen gestörten Harnabfluss, sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Mehr dazu auf der Seite Blasenprobleme durch Medikamente.

Herzklopfen: Herzklopfen oder ein beschleunigter Herzschlag sind gelegentlich, Vorhofflimmern selten [1, 2]. Bei Herzerkrankungen ist Vorsicht geboten [1, 2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie anwenden [1]. Ipratropium kann zusammen mit anderen Mitteln gegen Atemwegserkrankungen angewendet werden, etwa mit Beta-2-Sympathomimetika wie Salbutamol, mit Theophyllin oder mit Kortison; Beta-2-Sympathomimetika und Xanthine können die Wirkung verstärken [1, 2]. Eine Dauerbehandlung zusammen mit anderen anticholinergen Arzneimitteln wurde nicht untersucht und wird laut Fachinformation nicht empfohlen [2].

Wechselwirkungen von Ipratropium
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Beta-2-Sympathomimetika wie Salbutamol und Xanthine wie TheophyllinKönnen die bronchienerweiternde Wirkung verstärken; gleichzeitige Anwendung bei Atemwegserkrankungen möglich[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Beta-2-Sympathomimetika, gleichzeitig vernebelt, bei Glaukom in der VorgeschichteRisiko eines akuten Glaukomanfalls kann erhöht sein[1, 2]Getrennte Gabe oder eine eng anliegende Brille während des Vernebelns kann das Risiko verringern
Andere anticholinerge Arzneimittel (Dauerbehandlung)Nicht untersucht; Nebenwirkungen anderer Anticholinergika könnten sich verstärken[2]Laut Fachinformation nicht empfohlen
Andere Lösungen zum Vernebeln mit dem Konservierungsmittel BenzalkoniumchloridEs kann sich eine Ablagerung (Ausfällung) bilden[1, 2]Nicht im selben Vernebler mischen

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Ipratropium nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Ipratropium darf nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch gegen Ipratropiumbromid oder ähnliche Wirkstoffe wie Atropin sind [1, 2]. Bei einem Engwinkelglaukom oder einer Neigung dazu, einer vergrößerten Prostata, Mukoviszidose oder Herzerkrankungen sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Ipratropiumbromid, ähnliche Wirkstoffe wie Atropin (Atropinderivate) oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Engwinkelglaukom oder Neigung dazu: Augen während der Anwendung gut schützen; das Inhalieren über ein Mundstück wird empfohlen, eine Verneblermaske sollte richtig sitzen[1, 2]
  • Vergrößerte Prostata oder beeinträchtigter Harnabfluss aus der Blase[1, 2]
  • Mukoviszidose (zystische Fibrose): möglicherweise erhöhte Neigung zu Magen-Darm-Beschwerden[1, 2]
  • Herzerkrankungen[1, 2]
  • Müssen höhere Dosen als empfohlen gegeben werden, um die Verengung der Atemwege zu kontrollieren, sollte laut Fachinformation der Behandlungsplan überprüft werden[2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Verkehrstüchtigkeit, Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 2, 3]. Allgemeine Hinweise finden Sie im Ratgeber Medikamente und Autofahren.

Schwangerschaft

Es gibt keine ausreichenden Informationen, um mögliche schädliche Auswirkungen in der Schwangerschaft zu beurteilen. Sie dürfen Ipratropium nur auf ausdrückliche Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes anwenden. Laut Fachinformation lassen Tierstudien nicht auf schädliche Auswirkungen schließen; das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.[1, 2]

Laut Embryotox wurde eine fruchtschädigende Wirkung bisher nicht beschrieben und wird wegen der langen Markterfahrung nicht erwartet; systematisch erhobene Daten zum ersten Schwangerschaftsdrittel fehlen jedoch. Ipratropiumbromid darf laut Embryotox in der Schwangerschaft indikationsgerecht verwendet werden.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, in welchem Ausmaß Ipratropium in die Muttermilch übergeht; dass größere Mengen übergehen, ist unwahrscheinlich. Es kann mit Vorsicht in der Stillzeit angewendet werden.[1, 2]

Laut Embryotox wurden Beschwerden bei gestillten Säuglingen bisher nicht beschrieben; Ipratropiumbromid darf in der Stillzeit indikationsgerecht eingesetzt werden.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Ipratropium hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Dabei sollte die Möglichkeit von Schwindel und Augenproblemen wie erweiterten Pupillen, Schwierigkeiten beim Scharfstellen und verschwommenem Sehen berücksichtigt werden; sind Sie von solchen Augenproblemen betroffen, nehmen Sie nicht am Verkehr teil und bedienen Sie keine Maschinen.[1]

Einnahme

Nur mit einem Vernebler inhalieren, nicht einnehmen und nicht spritzen. Unverdünnt oder, nur nach ärztlicher Anweisung, verdünnt mit physiologischer Kochsalzlösung anwenden. Eine Ampulle abtrennen, durch Drehen öffnen, den Behälter des Verneblers füllen und nach der Anleitung des Verneblerherstellers inhalieren; eine Inhalation dauert gewöhnlich 5 bis 15 Minuten. Reste im Vernebler verwerfen und das Gerät reinigen.[1]

Laut Fachinformation den Inhalt sofort nach dem Öffnen verbrauchen und für jede Anwendung eine neue Ampulle nehmen; verfärbte oder trübe Lösung nicht verwenden. Kinder müssen bei der Anwendung von einem verantwortlichen Erwachsenen beaufsichtigt werden.[1, 2]

Inhalation vergessen: nachholen, außer wenn die nächste fast fällig ist; nicht die doppelte Menge anwenden.[1]

Absetzen

Beenden Sie die Anwendung nie abrupt und nie ohne vorherige Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; die ursprünglichen Beschwerden können wieder auftreten.[1]

Überdosierung

Nach einer Überdosierung können Mundtrockenheit und ein beschleunigter Herzschlag auftreten, nach einer hohen Überdosierung schnellere Atmung, hohes Fieber, Unruhe, Verwirrtheit, Halluzinationen und beschleunigter Herzschlag. Haben Sie zu viel angewendet, wenden Sie sich unverzüglich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt Dosen für Erwachsene und Jugendliche, für Kinder von 6 bis 12 Jahren und für Kinder unter 5 Jahren mit einem plötzlichen Asthmaanfall; bei Kindern unter 5 Jahren wird Ipratropium nur unter ärztlicher Aufsicht gegeben [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Befolgen Sie die Dosierungsanweisungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes, die oder der auch den Abstand zwischen den Inhalationen festlegt [1].

Einnahme und Absetzen

Ipratropium darf nur mit einem Vernebler angewendet werden; die Lösung darf nicht eingenommen und nicht gespritzt werden. Lesen Sie vor der Anwendung die Anleitung Ihres Verneblers [1]. Verdünnen Sie die Lösung nur nach Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes [1]. Wenn Kinder das Arzneimittel anwenden, muss ein verantwortlicher Erwachsener sie beaufsichtigen [1]. Hinweise zu Kindern gibt der Ratgeber Medikamente bei Kindern.

Beenden Sie die Anwendung nie abrupt und nie ohne vorherige Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, denn die ursprünglichen Beschwerden können wieder auftreten [1]. Bringt die Anwendung keine wesentliche Verbesserung oder verschlechtern sich die Beschwerden, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].

Präparate mit Ipratropium

Ipratropiumbromid gibt es als Lösung für einen Vernebler in verschiedenen Stärken und als Nasenspray [2, 3]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Ipratropium Teva Lösung für einen Vernebler [1, 2].

Präparate mit Ipratropium
PräparatAnbieterHinweis
Ipratropium Teva 500 Mikrogramm/2 ml Lösung für einen VerneblerTEVA GmbHAmpullen zum Inhalieren mit einem Vernebler; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite
Ipratropium Teva 250 Mikrogramm/1 ml Lösung für einen VerneblerTEVA GmbHAmpullen mit geringerer Stärke, auch für Erwachsene und Jugendliche; bei Kindern bis 12 Jahren sollte nur diese Stärke angewendet werden; verschreibungspflichtig
Atrovent

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ipratropium Teva 500 Mikrogramm/2 ml Lösung für einen Vernebler. TEVA GmbH. Stand 08/2023. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Ipratropium Teva 250 Mikrogramm/1 ml und 500 Mikrogramm/2 ml Lösung für einen Vernebler. TEVA GmbH. Stand 08/2023. abgerufen am 11.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Ipratropiumbromid. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
  4. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Ipratropiumbromid. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wofür wird Ipratropium angewendet?

Ipratropium zum Inhalieren wird bei Zuständen angewendet, bei denen die Atemwege verengt sind, zum Beispiel bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und bei Asthma. Laut Fachinformation wird es bei Asthma in Kombination mit inhalativen Beta-2-Agonisten eingesetzt. Laut Embryotox gibt es Ipratropiumbromid außerdem gegen eine laufende Nase bei Schnupfen.

Wie schnell wirkt Ipratropium?

In Studien bei COPD verbesserte sich die Lungenfunktion laut Fachinformation innerhalb von 15 Minuten nach dem Inhalieren, erreichte ihren Höhepunkt innerhalb von 1 bis 2 Stunden und hielt 4 bis 6 Stunden an.

Was tue ich, wenn Ipratropium in die Augen gelangt ist?

Spülen Sie die Augen sofort einige Minuten lang mit kaltem Leitungswasser aus und fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat. Möglich sind schmerzende, brennende oder rote Augen, erweiterte Pupillen, verschwommenes Sehen oder das Sehen von Farben oder Lichtern. Augenschmerzen, unscharfes Sehen und farbige Ringe mit geröteten Augen können auf einen akuten Anstieg des Augeninnendrucks hinweisen; dann wenden Sie sich unverzüglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Darf ich Ipratropium zusammen mit Salbutamol inhalieren?

Ipratropium kann laut Packungsbeilage zusammen mit Mitteln angewendet werden, die üblicherweise bei Bronchitis und Asthma eingesetzt werden, etwa Beta-2-Sympathomimetika wie Salbutamol; diese können seine Wirkung verstärken. Hatten Sie schon einmal einen erhöhten Augeninnendruck, kann das Risiko steigen, wenn beide Mittel gleichzeitig über einen Vernebler gegeben werden; eine getrennte Gabe oder eine eng anliegende Brille kann es verringern. Lösungen mit dem Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid dürfen nicht im selben Vernebler gemischt werden.

Macht Ipratropium einen trockenen Mund?

Ja, Mundtrockenheit gehört zu den häufigen Nebenwirkungen, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten. Belastet Sie die Mundtrockenheit, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Darf ich Ipratropium in der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden?

Laut Packungsbeilage dürfen Sie Ipratropium in der Schwangerschaft nur auf ausdrückliche Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes anwenden; in der Stillzeit kann es mit Vorsicht angewendet werden. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité schreibt, dass Ipratropiumbromid in Schwangerschaft und Stillzeit indikationsgerecht verwendet werden darf.

Darf ich nach dem Inhalieren Auto fahren?

Ipratropium hat laut Packungsbeilage geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit. Schwindel und Augenprobleme wie erweiterte Pupillen, Schwierigkeiten beim Scharfstellen und verschwommenes Sehen sollten Sie aber berücksichtigen. Sind Sie von solchen Augenproblemen betroffen, nehmen Sie nicht am Verkehr teil und bedienen Sie keine Maschinen.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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