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Alfuzosin: Nebenwirkungen und Wirkung
Alfuzosin ist ein verschreibungspflichtiger Alpha-Blocker für Männer mit Beschwerden durch eine gutartige Prostatavergrößerung: Er entspannt die Muskulatur der Prostata, sodass der Urin leichter abfließen kann. Häufig sind Schwächegefühl, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Verdauungsstörungen. Vor allem zu Beginn kann der Blutdruck beim Aufstehen abfallen. Bei Brustschmerzen oder Schwellungen von Gesicht, Lippen oder Zunge beenden Sie die Einnahme sofort und holen ärztliche Hilfe.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Alfuzosin eingesetzt?
Alfuzosin gehört zur Arzneimittelgruppe der Alpha-Blocker und ist verschreibungspflichtig [1, 2]. Es wird bei Männern angewendet, um die mäßigen bis schweren Beschwerden einer gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) zu behandeln. Die Prostata liegt unterhalb der Blase und umschließt die Harnröhre, die den Urin aus dem Körper leitet. Vergrößert sie sich, wird der Durchmesser der Harnröhre geringer, und das Wasserlassen fällt schwerer [1, 2].
Bei manchen Männern wird die Prostata so groß, dass der Urin gar nicht mehr abfließen kann. Dieser akute Harnverhalt ist sehr schmerzhaft und macht möglicherweise einen kurzen Krankenhausaufenthalt nötig; ein dünner, flexibler Schlauch (Katheter) wird dann in die Blase geschoben. Alfuzosin ist auch für die begleitende Behandlung in dieser Situation zugelassen und für die Weiterbehandlung, nachdem der Katheter entfernt wurde [1, 2]. Für Kinder und Jugendliche ist Alfuzosin nicht vorgesehen [1]. Zu den anderen Alpha-Blockern zählt die Packungsbeilage zum Beispiel Tamsulosin und Doxazosin [1]; einen Überblick gibt die Seite Prostata-, Blasen- und Potenzmittel.
Wie wirkt Alfuzosin?
Alfuzosin entspannt die Muskulatur der Prostata. Dadurch kann sich die Harnröhre wieder weiten, und der Urin fließt leichter ab [1]. Laut Fachinformation bindet der Wirkstoff gezielt an Alpha-1-Rezeptoren, also an Bindungsstellen im Blasendreieck (Trigonum), in der Harnröhre und in der Prostata. Während der Behandlung entspannt sich die glatte Muskulatur in diesen Bereichen, und der Harnfluss verbessert sich [2].
Die Retardtabletten geben den Wirkstoff verzögert ab: Die höchste Konzentration im Blut wird 9 Stunden nach der Einnahme erreicht, die scheinbare Eliminationshalbwertszeit beträgt 9,1 Stunden [2]. Wird das Präparat nach einer Mahlzeit eingenommen, ergibt sich laut Fachinformation ein gleichbleibendes Profil der Wirkstoffspiegel [2]. Zerstoßen, zermahlen, zerkauen oder zerteilen Sie die Retardtablette nicht: Sonst gelangt eine zu große Menge des Wirkstoffs zu schnell in Ihren Körper, und es kann verstärkt zu Nebenwirkungen kommen [1].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage oder Fachinformation eine Häufigkeit angeben. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Die Nebenwirkungen treten laut Packungsbeilage vorwiegend zu Beginn der Behandlung auf [1]. Laut Fachinformation ist Schwindel die am häufigsten dokumentierte Nebenwirkung; er tritt bei etwa 5 Prozent der Behandelten auf [2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemSchwächegefühl, Müdigkeit, Schwindel[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)MüdigkeitSchwindel
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- Magen und DarmBauchschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Bauchschmerzen
- Magen und DarmÜbelkeit[1, 2]Mehr dazu: Übelkeit
- Magen und DarmUnangenehmes Gefühl im Magen und Verdauungsstörungen (Dyspepsie)[1, 2]Mehr dazu: Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden
- Allgemeine BeschwerdenSchwächegefühl (Asthenie), Unwohlsein[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- NervensystemDrehschwindel (Vertigo), Benommenheit[1, 2]Mehr dazu: SchwindelMüdigkeit
- AugenSehstörungen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- HerzUnregelmäßiger und schneller Herzschlag, Gefühl von Herzklopfen oder Herzrasen (Tachykardie, Palpitationen)[1, 2]Mehr dazu: HerzrasenHerzrhythmusstörungen
- HerzOhnmachtsanfall (Synkope), vor allem zu Beginn der Behandlung; laut Fachinformation besonders bei einer zu hohen Dosis oder wenn die Behandlung nach einer kurzen Unterbrechung wieder aufgenommen wird[1, 2]
- Gefäße und KreislaufBlutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), vor allem wenn die Behandlung mit einer zu hohen Dosis begonnen oder wieder aufgenommen wird[1, 2]Mehr dazu: Niedriger BlutdruckSchwindel
- AtemwegeLaufende Nase, Juckreiz, Niesen und verstopfte Nase (Rhinitis)[1, 2]Mehr dazu: Verstopfte Nase
- Magen und DarmErbrechen[1, 2]Mehr dazu: Erbrechen
- Magen und DarmDurchfall[1, 2]Mehr dazu: Durchfall
- Magen und DarmMundtrockenheit[1, 2]Mehr dazu: Mundtrockenheit
- HautHautausschlag (Nesselsucht, Exantheme)[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagNesselsucht
- HautJuckreiz[1, 2]Mehr dazu: Juckreiz
- Nieren und HarnwegeBlasenschwäche (Harninkontinenz)[1, 2]
- Allgemeine BeschwerdenSchwellungen in Gelenken und Füßen (Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- Allgemeine BeschwerdenGesichtsrötung (Hitzewallungen)[1, 2]Mehr dazu: Hitzewallungen
- Allgemeine BeschwerdenBrustschmerz[1, 2]
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- HerzBrustschmerzen bei Durchblutungsstörung des Herzens (Angina pectoris), normalerweise nur, wenn schon früher eine Angina pectoris aufgetreten ist[1, 2]
- HautAllergische Reaktion mit Schwellungen (Angioödem): roter, geschwollener Hautausschlag, Schwellungen an Augenlidern, Gesicht, Lippen, Mund und Zunge, Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAllergische ReaktionenHautausschlagAtemnot
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Blut und LymphsystemVerminderung bestimmter weißer Blutzellen (Neutropenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Blut und LymphsystemNiedrige Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- HerzVorhofflimmern, laut Packungsbeilage eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung[1, 2]Mehr dazu: Herzrhythmusstörungen
- Leber und GalleLeberschäden (Leberzellschädigung)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Leber und GalleStauung oder Unterdrückung der Gallenflüssigkeit (cholestatische Lebererkrankung)[1, 2]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- Geschlechtsorgane und BrustOft schmerzhafte Dauererektion unabhängig von sexueller Aktivität (Priapismus); bei unzureichender Behandlung kann eine dauerhafte Impotenz die Folge sein[1, 2]
- AugenSchwierigkeiten bei einer Augenoperation wegen grauen Stars: Die Pupille erweitert sich nur unzureichend, die Regenbogenhaut erschlafft (Intraoperatives Floppy-Iris-Syndrom, IFIS)[1, 2]
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Brustschmerzen durch Alfuzosin treten laut Packungsbeilage normalerweise nur auf, wenn Sie schon früher eine Angina pectoris hatten [1]. Laut Fachinformation ist Alfuzosin abzusetzen, wenn eine Angina pectoris wieder auftritt oder sich verschlechtert [2]. Hält eine Erektion länger als 4 Stunden an, ist eine unverzügliche Behandlung erforderlich, da es sonst zu einem bleibenden Verlust der Potenz kommen kann [1, 2].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Schwindel und Blutdruckabfall: In den ersten Stunden nach der Einnahme kann der Blutdruck bei einem Lagewechsel, etwa beim Aufstehen, abfallen, begleitet von Schwindel, Schwächegefühl und Schwitzen. Legen Sie sich dann hin und lagern Sie Füße und Beine hoch, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Sie halten gewöhnlich nur kurz an und treten zu Beginn der Behandlung auf; die Behandlung muss in der Regel nicht abgebrochen werden [1]. Nehmen Sie zusätzlich Blutdrucksenker ein und treten solche Beschwerden auf, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, da die Dosis Ihres Arzneimittels möglicherweise geändert werden muss [1]. Mehr dazu auf den Seiten Niedriger Blutdruck und Schwindel.
Vergessene Tablette: Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, um eine vergessene Einnahme nachzuholen. Das kann zu einem plötzlichen Blutdruckabfall führen, vor allem wenn Sie gleichzeitig blutdrucksenkende Arzneimittel einnehmen; nehmen Sie die nächste Retardtablette so ein, wie es Ihnen verordnet wurde [1].
Magen und Darm: Bauchschmerzen, Übelkeit und Verdauungsstörungen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Die Packungsbeilage sieht vor, die Retardtablette nach einer Mahlzeit mit reichlich Wasser einzunehmen [1]. Bemerken Sie Nebenwirkungen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Augenoperation: Steht eine Operation wegen grauen Stars an, informieren Sie Ihre Augenärztin oder Ihren Augenarzt vorher, dass Sie Alfuzosin einnehmen oder früher eingenommen haben. Sie oder er kann dann Vorsichtsmaßnahmen bei der Medikation und der Operationstechnik ergreifen. Fragen Sie, ob Sie die Einnahme wegen der Operation verschieben oder vorübergehend unterbrechen sollen [1]. Laut Fachinformation kann das sogenannte Floppy-Iris-Syndrom während der Kataraktoperation zu zusätzlichen Komplikationen führen [2].
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen möchten, auch wenn sie nicht verschreibungspflichtig sind [1]. Alfuzosin darf nicht zusammen mit anderen Alpha-Blockern eingenommen werden und auch nicht mit Ritonavir, das allein oder in Kombinationen gegen HIV, Hepatitis C und COVID-19 angewendet wird: Ritonavir erhöht die Menge von Alfuzosin im Blut, und der Blutdruck kann stark abfallen [1, 2]. Pilzmittel wie Ketoconazol oder Itraconazol und Antibiotika wie Clarithromycin können den Alfuzosin-Spiegel ebenfalls erhöhen; laut Fachinformation wird die gleichzeitige Gabe solcher stark wirksamen CYP3A4-Hemmer nicht empfohlen [1, 2]. Mehr zum Thema im Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Andere Alpha-Blocker, z. B. Doxazosin, Indoramin, Prazosin, Terazosin, Tamsulosin oder Phenoxybenzamin | Die gleichzeitige Behandlung ist eine Gegenanzeige[1, 2] | Nicht gleichzeitig einnehmen |
| Ritonavir, allein oder mit Lopinavir (HIV), mit Ombitasvir/Paritaprevir (Hepatitis C) oder mit Nirmatrelvir (COVID-19) | Erhöht die Menge von Alfuzosin im Blut; starker Blutdruckabfall möglich[1, 2] | Nicht gleichzeitig einnehmen |
| Starke CYP3A4-Hemmer wie Itraconazol, Ketoconazol, Clarithromycin, Telithromycin, Nefazodon und Protease-Hemmer | Alfuzosin-Spiegel im Blut kann steigen[1, 2] | Laut Fachinformation nicht empfohlen; vorher ärztlich besprechen |
| Blutdrucksenkende Mittel | Innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme Schwindel, Schwäche oder Schwitzen möglich[1, 2] | Bei Beschwerden hinlegen, bis sie verschwunden sind, und die Ärztin oder den Arzt informieren, die Dosis muss möglicherweise geändert werden |
| Nitrate gegen Angina pectoris | Verstärkt niedriger Blutdruck[1, 2] | Vorher ärztlich besprechen |
| Narkosemittel (Allgemeinanästhetika) | Gefahr eines Blutdruckabfalls bzw. von Blutdruckschwankungen[1, 2] | Vor einer Operation die Ärztin oder den Arzt informieren |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Alfuzosin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Bei einem Blutdruckabfall beim Aufstehen, bei eingeschränkter Leberfunktion und zusammen mit Ritonavir oder anderen Alpha-Blockern dürfen Sie Alfuzosin nicht einnehmen [1, 2]. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn einer der Punkte unter "Besondere Vorsicht bei" auf Sie zutrifft, etwa eine stark eingeschränkte Nierenfunktion, eine Herzerkrankung oder eine QT-Verlängerung im EKG [1]. Bei Menschen über 65 Jahren ist das Risiko für einen Blutdruckabfall und die damit verbundenen Nebenwirkungen erhöht [1]. Allgemeines dazu lesen Sie im Ratgeber Medikamente im Alter.
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Alfuzosin oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Blutdruckabfall beim Aufstehen oder Aufsetzen (orthostatische bzw. posturale Hypotonie), der zu Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht führen kann[1, 2]
- Eingeschränkte Leberfunktion[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme anderer Alpha-Blocker[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme von Ritonavir, allein oder zusammen mit Ombitasvir/Paritaprevir, Lopinavir oder Nirmatrelvir, sie kann zu einem starken Blutdruckabfall führen[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Stark eingeschränkte Nierenfunktion: vorher mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen; laut Fachinformation sollte Alfuzosin bei einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min nicht gegeben werden, weil Daten zur Sicherheit fehlen[1, 2]
- Einnahme von Blutdrucksenkern: Die Ärztin oder der Arzt kontrolliert den Blutdruck vor allem zu Beginn der Behandlung regelmäßig[1, 2]
- Früherer ausgeprägter Blutdruckabfall nach Einnahme eines anderen Alpha-Blockers[1, 2]
- Akute Herzleistungsschwäche[1, 2]
- Angina pectoris mit Nitrat-Behandlung: Nitrate und Alfuzosin zusammen senken den Blutdruck verstärkt; treten die Brustschmerzen wieder auf oder verschlimmern sie sich, ist Alfuzosin laut Fachinformation abzusetzen[1, 2]
- Angeborene oder erworbene QT-Verlängerung im EKG oder gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die das QT-Intervall verlängern[1, 2]
- Vorbestehende Herzerkrankung oder gleichzeitige Behandlung mit Blutdrucksenkern: In solchen Fällen wurde über einen deutlichen Blutdruckabfall berichtet[1, 2]
- Alter über 65 Jahre: höheres Risiko für einen Blutdruckabfall und die damit verbundenen Nebenwirkungen[1, 2]
- Geplante Augenoperation wegen grauen Stars (Katarakt): die Augenärztin oder den Augenarzt informieren, wenn Sie Alfuzosin einnehmen oder früher eingenommen haben; fragen Sie, ob Sie die Einnahme verschieben oder vorübergehend unterbrechen sollen[1, 2]
- Operation unter Vollnarkose: vorher die Ärztin oder den Arzt informieren, weil ein Blutdruckabfall möglich ist; laut Fachinformation kann es zu Blutdruckschwankungen kommen[1, 2]
- Unverträglichkeit bestimmter Zucker: Die Retardtabletten enthalten Lactose[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Alfuzosin wird nur bei Männern eingesetzt; Angaben zu Schwangerschaft und Stillzeit entfallen deshalb [1, 2]. Zum Thema Alkohol machen Packungsbeilage und Fachinformation keine eigenen Angaben. Zu Beginn der Behandlung können Sie sich benommen oder schwach fühlen, und Ihnen kann schwindlig werden; laut Fachinformation können insbesondere zu Beginn Drehschwindel (Vertigo), Schwindel oder Schwächegefühl (Asthenie) auftreten. Warten Sie ab, wie Sie reagieren, bevor Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen [1, 2]. Hinweise dazu finden Sie auch im Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Schwangerschaft
Alfuzosin wird nur zur Behandlung von Männern eingesetzt; Angaben zu Schwangerschaft und Stillzeit entfallen deshalb.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Vor allem zu Beginn der Behandlung können Sie sich benommen oder schwach fühlen, und Ihnen kann schwindlig werden. Warten Sie ab, wie Sie auf Alfuzosin reagieren, bevor Sie Auto fahren, Maschinen bedienen oder andere gefährliche Tätigkeiten ausüben.[1, 2]
Einnahme
Die Retardtablette im Ganzen mit reichlich Wasser nach einer Mahlzeit schlucken, bei gutartiger Prostatavergrößerung nach der Abendmahlzeit. Nicht zerstoßen, zerbrechen, zerkauen oder zerteilen, sonst kann zu viel Wirkstoff zu schnell in den Körper gelangen, und es kann verstärkt zu Nebenwirkungen kommen.[1, 2]
Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge nehmen, das kann zu einem plötzlichen Blutdruckabfall führen, vor allem zusammen mit blutdrucksenkenden Mitteln; die nächste Retardtablette wie verordnet einnehmen.[1]
Absetzen
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen zu haben.[1]
Überdosierung
Nach großen Mengen kann der Blutdruck plötzlich stark abfallen; Schwindel oder Ohnmacht sind möglich. Kontaktieren Sie dann sofort das nächstgelegene Krankenhaus und sagen Sie, wie viele Tabletten Sie eingenommen haben. Legen Sie sich so oft und so lange wie möglich hin und fahren Sie nicht selbst ins Krankenhaus.[1]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage nennt die Dosis für die gutartige Prostatavergrößerung, den akuten Harnverhalt, ältere Patienten und Männer mit leichten bis mäßigen Nierenbeschwerden; die Grenzen bei stark eingeschränkter Nieren- und bei eingeschränkter Leberfunktion stammen aus der Fachinformation [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Nehmen Sie Alfuzosin immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke ein [1].
Einnahme und Absetzen
Schlucken Sie die Retardtablette im Ganzen mit reichlich Wasser nach einer Mahlzeit; bei gutartiger Prostatavergrößerung nehmen Sie sie nach einer Abendmahlzeit ein [1]. Die Tabletten enthalten Lactose: Wissen Sie, dass Sie bestimmte Zucker nicht vertragen, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen zu haben [1].
Müssen Sie sich einer Operation unter Vollnarkose unterziehen, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt vorher, dass Sie Alfuzosin einnehmen, weil die Gefahr eines Blutdruckabfalls bestehen kann [1]. Haben Sie große Mengen eingenommen, kann der Blutdruck plötzlich stark abfallen: Kontaktieren Sie sofort das nächstgelegene Krankenhaus, legen Sie sich hin und fahren Sie nicht selbst dorthin [1]. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf, Allgemeines im Ratgeber Medikamente vor der OP.
Präparate mit Alfuzosin
Alfuzosin gibt es von mehreren Herstellern als Retardtabletten. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Alfuzosin-ratiopharm uno, beide mit Stand März 2026 [1, 2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Alfuzosin-ratiopharm uno | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Retardtabletten mit 10 mg Alfuzosinhydrochlorid; Grundlage dieser Seite |
| Alfuzosin STADA | STADAPHARM GmbH | Retardtabletten mit 10 mg Alfuzosinhydrochlorid |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Alfuzosin-ratiopharm uno 10 mg Retardtabletten (Versionscode Z15). ratiopharm GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Alfuzosin-ratiopharm uno 10 mg Retardtabletten (Version 4). ratiopharm GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wofür nimmt man Alfuzosin?
Alfuzosin wird bei Männern zur Behandlung der mäßigen bis schweren Beschwerden einer gutartigen Prostatavergrößerung angewendet. Es entspannt die Muskulatur der Prostata, damit sich die Harnröhre weiten und der Urin leichter abfließen kann. Außerdem ist es zur begleitenden Behandlung bei einem akuten Harnverhalt zugelassen, wenn ein Katheter gelegt wird, und zur Weiterbehandlung nach dessen Entfernung.
Macht Alfuzosin schwindelig?
Schwindel, Müdigkeit und Schwächegefühl gehören zu den häufigen Nebenwirkungen, betreffen also bis zu 1 von 10 Behandelten; laut Fachinformation ist Schwindel die am häufigsten dokumentierte Nebenwirkung. Vor allem in den ersten Stunden nach der Einnahme und zu Beginn der Behandlung kann der Blutdruck beim Aufstehen abfallen. Legen Sie sich dann hin und lagern Sie die Beine hoch, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Bevor Sie Auto fahren, warten Sie ab, wie Sie auf das Mittel reagieren.
Wann sollte ich Alfuzosin einnehmen?
Die Retardtablette wird nach einer Mahlzeit im Ganzen mit reichlich Wasser geschluckt, bei gutartiger Prostatavergrößerung nach einer Abendmahlzeit. Zerstoßen, zerkauen oder zerteilen Sie sie nicht, sonst kann zu viel Wirkstoff zu schnell in den Körper gelangen. Die Angaben der Packungsbeilage zur Dosis finden Sie im Abschnitt Dosierung.
Darf ich Alfuzosin zusammen mit Tamsulosin nehmen?
Nein. Alfuzosin darf nicht zusammen mit anderen Alpha-Blockern eingenommen werden; dazu gehören laut Packungsbeilage zum Beispiel Tamsulosin, Doxazosin, Prazosin und Terazosin. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Ihnen mehrere Mittel gegen Prostatabeschwerden verordnet wurden.
Was muss ich vor einer Katarakt-Operation beachten?
Informieren Sie Ihre Augenärztin oder Ihren Augenarzt vorher, dass Sie Alfuzosin einnehmen oder früher eingenommen haben. Bei einigen Patienten, die gleichzeitig oder vorher mit Alfuzosin behandelt wurden, kam es während der Operation zu Schwierigkeiten: Die Pupille erweiterte sich zum Beispiel nur unzureichend, und die Regenbogenhaut erschlaffte. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob Sie die Einnahme wegen der Operation verschieben oder vorübergehend unterbrechen sollen.
Kann Alfuzosin zu einer Dauererektion führen?
Ja, eine oft schmerzhafte Dauererektion unabhängig von sexueller Aktivität (Priapismus) ist beschrieben; ihre Häufigkeit ist laut Fachinformation nicht bekannt. Hält eine Erektion länger als 4 Stunden an, wenden Sie sich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt oder gehen Sie in ein Krankenhaus. Bei unzureichender Behandlung kann eine dauerhafte Impotenz die Folge sein.
Darf ich Alfuzosin mit Blutdrucksenkern nehmen?
Laut Fachinformation ist bei dieser Kombination Vorsicht geboten; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kontrolliert dann vor allem zu Beginn der Behandlung regelmäßig Ihren Blutdruck. Innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme können Schwindel, Schwäche oder Schwitzen auftreten. Legen Sie sich dann hin, bis die Beschwerden verschwunden sind, und informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, da die Dosis möglicherweise geändert werden muss.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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