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Pramipexol: Nebenwirkungen und Wirkung
Pramipexol ist ein verschreibungspflichtiger Dopaminagonist zur Behandlung der Beschwerden bei Parkinson-Krankheit und beim mittelgradigen bis schweren Restless-Legs-Syndrom. Die Nebenwirkungen unterscheiden sich je nach Erkrankung: Bei Parkinson sind Bewegungsstörungen (Dyskinesien), Schläfrigkeit, Schwindel und Übelkeit sehr häufig, beim Restless-Legs-Syndrom Übelkeit und eine Verstärkung der Beschwerden (Augmentation). Bei Schläfrigkeit oder plötzlichem Einschlafen dürfen Sie weder ein Fahrzeug führen noch Maschinen bedienen.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Bei Parkinson-Krankheit: motorische Fehlfunktionen (Dyskinesien), z. B. abnorme, unkontrollierte Bewegungen der Gliedmaßen[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Parkinson-Krankheit: Schläfrigkeit (Somnolenz) und Schwindel[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Parkinson-Krankheit: Übelkeit[1, 2]
- Häufig: Bei Parkinson-Krankheit: Drang, sich ungewöhnlich zu verhalten (laut Fachinformation Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Impulskontrollstörungen und zwanghaftem Verhalten)[1, 2]
- Häufig: Bei Parkinson-Krankheit: Halluzinationen (Dinge sehen, hören oder fühlen, die gar nicht da sind) und Verwirrtheit[1, 2]
- Häufig: Bei Parkinson-Krankheit: Schlaflosigkeit (Insomnie) und abnorme Träume[1, 2]
- Häufig: Bei Parkinson-Krankheit: Kopfschmerzen[1, 2]
- Häufig: Bei Parkinson-Krankheit: Sehstörungen, laut Fachinformation einschließlich Doppeltsehen, verschwommenem Sehen und verminderter Sehschärfe[1, 2]
- Häufig: Bei Parkinson-Krankheit: niedriger Blutdruck (Hypotonie)[1, 2]
- Häufig: Bei Parkinson-Krankheit: Verstopfung und Erbrechen[1, 2]
- Häufig: Bei Parkinson-Krankheit: Müdigkeit[1, 2]
- Häufig: Bei Parkinson-Krankheit: Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe, üblicherweise in den Beinen (periphere Ödeme)[1, 2]
- Häufig: Bei Parkinson-Krankheit: Gewichtsabnahme einschließlich reduziertem Appetit[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Restless-Legs-Syndrom: Die Beschwerden treten früher ein als sonst, sind intensiver oder betreffen andere Gliedmaßen (Augmentation)[1, 2]
- Sehr häufig: Bei Restless-Legs-Syndrom: Übelkeit[1, 2]
- Häufig: Bei Restless-Legs-Syndrom: Veränderungen des Schlafverhaltens wie Schlaflosigkeit (Insomnie) und Schläfrigkeit; abnorme Träume[1, 2]
- Häufig: Bei Restless-Legs-Syndrom: Kopfschmerzen und Schwindel[1, 2]
- Häufig: Bei Restless-Legs-Syndrom: Verstopfung und Erbrechen[1, 2]
- Häufig: Bei Restless-Legs-Syndrom: Müdigkeit[1, 2]
Wofür wird Pramipexol eingesetzt?
Pramipexol gehört zur Gruppe der Dopaminagonisten und damit zu den Parkinson- und Demenzmitteln [1, 2]. Es wird bei Erwachsenen angewendet zur Behandlung der Beschwerden bei idiopathischer Parkinson-Krankheit (allein oder zusammen mit Levodopa, einem anderen Parkinson-Mittel) und zur Behandlung der Beschwerden des mittelgradigen bis schweren idiopathischen Restless-Legs-Syndroms [1, 2]. Retardtabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung sind nur für die Parkinson-Krankheit zugelassen [3].
Pramipexol ist verschreibungspflichtig [2]. Weil sich Dosierung und Nebenwirkungen zwischen den beiden Erkrankungen unterscheiden, trennt diese Seite die Angaben für die Parkinson-Krankheit und das Restless-Legs-Syndrom [1, 2].
Wie wirkt Pramipexol?
Pramipexol stimuliert die Rezeptoren des Botenstoffs Dopamin im Gehirn. Das löst Nervenimpulse aus, die helfen, Körperbewegungen zu kontrollieren [1]. Laut Fachinformation bindet Pramipexol mit hoher Selektivität an Dopaminrezeptoren der D2-Untergruppe, bevorzugt an D3-Rezeptoren, und verringert die Bewegungsstörungen bei Parkinson durch Stimulierung der Dopaminrezeptoren im Corpus striatum, einem Bereich des Gehirns [2]. Wie Pramipexol beim Restless-Legs-Syndrom wirkt, ist nicht bekannt; es gibt Hinweise auf eine Beteiligung des Dopamin-Systems [2].
Pramipexol wird rasch und vollständig aufgenommen; die höchsten Konzentrationen im Blut treten nach 1 bis 3 Stunden auf. Es wird nur in geringem Maß abgebaut und überwiegend unverändert über die Nieren ausgeschieden. Die Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) liegt zwischen 8 Stunden bei jüngeren und 12 Stunden bei älteren Menschen [2]. Weil die Ausscheidung von der Nierenfunktion abhängt, verschreibt die Ärztin oder der Arzt bei Parkinson-Krankheit und mittelgradiger oder schwerer Nierenerkrankung eine niedrigere Dosis [1, 2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt, getrennt nach Parkinson-Krankheit und Restless-Legs-Syndrom; die Fachinformation führt sie in zwei eigenen Tabellen auf [1, 2]. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1]. Für einige Nebenwirkungen ist eine genaue Schätzung nicht möglich, weil sie in den klinischen Studien nicht beobachtet wurden; ihre Häufigkeit ist laut Packungsbeilage wahrscheinlich nicht höher als gelegentlich [1, 2]. Wie Sie solche Angaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Laut Fachinformation beginnen die meisten Nebenwirkungen bald nach Behandlungsbeginn, und die meisten bilden sich bei fortgesetzter Behandlung eher zurück [2]. Bei Parkinson waren Übelkeit, Dyskinesien, niedriger Blutdruck, Schwindel, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Verstopfung, Halluzinationen, Kopfschmerzen und Müdigkeit am häufigsten; die Schläfrigkeit nimmt bei höheren Tagesdosen zu, und ein niedriger Blutdruck kann zu Beginn auftreten, besonders wenn die Dosis zu schnell erhöht wird [2]. Beim Restless-Legs-Syndrom waren Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit am häufigsten; Übelkeit und Müdigkeit wurden bei Frauen häufiger berichtet als bei Männern [2]. Mehr unter Müdigkeit, Übelkeit, Halluzinationen und Wassereinlagerungen.
Herzversagen: In klinischen Studien und nach der Markteinführung wurde Herzversagen unter Pramipexol berichtet; in einer pharmakoepidemiologischen Studie war die Anwendung mit einem erhöhten Risiko dafür verbunden [2]. Kurzatmigkeit und Schwellungen an den Knöcheln können Zeichen sein [1]. Mehr auf der Seite Herzschwäche.
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemBei Parkinson-Krankheit: motorische Fehlfunktionen (Dyskinesien), z. B. abnorme, unkontrollierte Bewegungen der Gliedmaßen[1, 2]
- NervensystemBei Parkinson-Krankheit: Schläfrigkeit (Somnolenz) und Schwindel[1, 2]Mehr dazu: MüdigkeitSchwindel
- Magen und DarmBei Parkinson-Krankheit: Übelkeit[1, 2]Mehr dazu: Übelkeit
- NervensystemBei Restless-Legs-Syndrom: Die Beschwerden treten früher ein als sonst, sind intensiver oder betreffen andere Gliedmaßen (Augmentation)[1, 2]Mehr dazu: Unruhige Beine (Restless Legs)
- Magen und DarmBei Restless-Legs-Syndrom: Übelkeit[1, 2]Mehr dazu: Übelkeit
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- PsycheBei Parkinson-Krankheit: Drang, sich ungewöhnlich zu verhalten (laut Fachinformation Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Impulskontrollstörungen und zwanghaftem Verhalten)[1, 2]
- PsycheBei Parkinson-Krankheit: Halluzinationen (Dinge sehen, hören oder fühlen, die gar nicht da sind) und Verwirrtheit[1, 2]Mehr dazu: Psychose und HalluzinationenVerwirrtheit
- PsycheBei Parkinson-Krankheit: Schlaflosigkeit (Insomnie) und abnorme Träume[1, 2]Mehr dazu: SchlafstörungenAlbträume
- NervensystemBei Parkinson-Krankheit: Kopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- AugenBei Parkinson-Krankheit: Sehstörungen, laut Fachinformation einschließlich Doppeltsehen, verschwommenem Sehen und verminderter Sehschärfe[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- Gefäße und KreislaufBei Parkinson-Krankheit: niedriger Blutdruck (Hypotonie)[1, 2]Mehr dazu: Niedriger Blutdruck
- Magen und DarmBei Parkinson-Krankheit: Verstopfung und Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: VerstopfungErbrechen
- Allgemeine BeschwerdenBei Parkinson-Krankheit: Müdigkeit[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- Allgemeine BeschwerdenBei Parkinson-Krankheit: Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe, üblicherweise in den Beinen (periphere Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- Laborwerte und UntersuchungenBei Parkinson-Krankheit: Gewichtsabnahme einschließlich reduziertem Appetit[1, 2]Mehr dazu: GewichtsabnahmeAppetitlosigkeit
- PsycheBei Restless-Legs-Syndrom: Veränderungen des Schlafverhaltens wie Schlaflosigkeit (Insomnie) und Schläfrigkeit; abnorme Träume[1, 2]Mehr dazu: SchlafstörungenMüdigkeitAlbträume
- NervensystemBei Restless-Legs-Syndrom: Kopfschmerzen und Schwindel[1, 2]Mehr dazu: KopfschmerzenSchwindel
- Magen und DarmBei Restless-Legs-Syndrom: Verstopfung und Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: VerstopfungErbrechen
- Allgemeine BeschwerdenBei Restless-Legs-Syndrom: Müdigkeit[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- PsycheBei Parkinson-Krankheit: Paranoia (z. B. übertriebene Angst um das eigene Wohlbefinden), Wahnvorstellungen und Ruhelosigkeit[1, 2]Mehr dazu: Psychose und HalluzinationenUnruhe und Nervosität
- PsycheBei Parkinson-Krankheit: Unfähigkeit, dem Impuls, Trieb oder der Versuchung zu widerstehen, Dinge zu tun, die Ihnen oder anderen schaden können: Spielsucht, verändertes oder vermehrtes sexuelles Interesse und Verhalten, unkontrolliertes maßloses Einkaufen oder Geldausgeben; außerdem Essattacken oder zwanghaftes Essen (für Essattacken genaue Häufigkeit nicht schätzbar, wahrscheinlich nicht höher als gelegentlich)[1, 2]
- PsycheBei Parkinson-Krankheit: Delir (verminderte Aufmerksamkeit, Verwirrtheit, Realitätsverlust)[1, 2]Mehr dazu: Verwirrtheit
- NervensystemBei Parkinson-Krankheit: übermäßige Schläfrigkeit während des Tages und plötzliches Einschlafen[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- NervensystemBei Parkinson-Krankheit: Gedächtnisstörung (Amnesie)[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- NervensystemBei Parkinson-Krankheit: erhöhter Bewegungsdrang und Unfähigkeit, sich ruhig zu verhalten (Hyperkinesie)[1, 2]
- NervensystemBei Parkinson-Krankheit: Ohnmacht (Synkope)[1, 2]
- HerzBei Parkinson-Krankheit: Herzversagen, eine Herzerkrankung, die Kurzatmigkeit und Schwellungen an den Knöcheln verursachen kann (genaue Häufigkeit nicht schätzbar, wahrscheinlich nicht höher als gelegentlich)[1, 2]Mehr dazu: HerzschwächeAtemnotWassereinlagerungen
- HormonsystemBei Parkinson-Krankheit: unangemessene Ausschüttung des antidiuretischen Hormons (inadäquate ADH-Sekretion) (genaue Häufigkeit nicht schätzbar, wahrscheinlich nicht höher als gelegentlich)[1, 2]
- AtemwegeBei Parkinson-Krankheit: Atemnot (Dyspnoe) und Schluckauf[1, 2]Mehr dazu: AtemnotSchluckauf
- InfektionenBei Parkinson-Krankheit: Lungenentzündung (Pneumonie)[1, 2]
- HautBei Parkinson-Krankheit: allergische Reaktionen, z. B. Hautausschlag, Juckreiz, Überempfindlichkeit[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagJuckreiz
- Laborwerte und UntersuchungenBei Parkinson-Krankheit: Gewichtszunahme[1, 2]Mehr dazu: Gewichtszunahme
- PsycheBei Restless-Legs-Syndrom: Halluzinationen, Verwirrtheit und Ruhelosigkeit[1, 2]Mehr dazu: Psychose und HalluzinationenVerwirrtheitUnruhe und Nervosität
- PsycheBei Restless-Legs-Syndrom: Drang, sich ungewöhnlich zu verhalten, und die Unfähigkeit, dem Impuls, Trieb oder der Versuchung zu widerstehen, Dinge zu tun, die Ihnen oder anderen schaden können, Spielsucht, verändertes oder vermehrtes sexuelles Interesse und Verhalten, maßloses Einkaufen oder Geldausgeben, Essattacken oder zwanghaftes Essen; außerdem Paranoia, Wahnvorstellungen, manisches Verhalten und Delir (für diese Nebenwirkungen genaue Häufigkeit nicht schätzbar, wahrscheinlich nicht höher als gelegentlich)[1, 2]Mehr dazu: Psychose und HalluzinationenVerwirrtheit
- NervensystemBei Restless-Legs-Syndrom: übermäßige Schläfrigkeit während des Tages und plötzliches Einschlafen; Ohnmacht[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
- NervensystemBei Restless-Legs-Syndrom: motorische Fehlfunktionen (Dyskinesien); erhöhter Bewegungsdrang (Hyperkinesie) und Gedächtnisstörung (Amnesie), für diese beiden genaue Häufigkeit nicht schätzbar, wahrscheinlich nicht höher als gelegentlich[1, 2]Mehr dazu: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- AugenBei Restless-Legs-Syndrom: Sehstörungen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- HerzBei Restless-Legs-Syndrom: Herzversagen (genaue Häufigkeit nicht schätzbar, wahrscheinlich nicht höher als gelegentlich)[1, 2]Mehr dazu: Herzschwäche
- HormonsystemBei Restless-Legs-Syndrom: unangemessene Ausschüttung des antidiuretischen Hormons (inadäquate ADH-Sekretion) (genaue Häufigkeit nicht schätzbar, wahrscheinlich nicht höher als gelegentlich)[1, 2]
- Gefäße und KreislaufBei Restless-Legs-Syndrom: niedriger Blutdruck (Hypotonie)[1, 2]Mehr dazu: Niedriger Blutdruck
- AtemwegeBei Restless-Legs-Syndrom: Atemnot (Dyspnoe) und Schluckauf[1, 2]Mehr dazu: AtemnotSchluckauf
- InfektionenBei Restless-Legs-Syndrom: Lungenentzündung (genaue Häufigkeit nicht schätzbar, wahrscheinlich nicht höher als gelegentlich)[1, 2]
- HautBei Restless-Legs-Syndrom: allergische Reaktionen, z. B. Hautausschlag, Juckreiz, Überempfindlichkeit[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagJuckreiz
- Allgemeine BeschwerdenBei Restless-Legs-Syndrom: Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe, üblicherweise in den Beinen (periphere Ödeme)[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- Laborwerte und UntersuchungenBei Restless-Legs-Syndrom: Gewichtszunahme sowie Gewichtsabnahme einschließlich vermindertem Appetit[1, 2]Mehr dazu: GewichtszunahmeGewichtsabnahmeAppetitlosigkeit
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- PsycheBei Parkinson-Krankheit: manisches Verhalten (Unruhe, euphorische Stimmung oder Übererregtheit)[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- Geschlechtsorgane und BrustBei Parkinson-Krankheit: spontane Peniserektion[1, 2]
- Geschlechtsorgane und BrustBei Restless-Legs-Syndrom: spontane Peniserektion[1, 2]
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Allgemeine BeschwerdenNach dem Absetzen oder einer Verringerung der Dosis: Depression, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Angst, Müdigkeit, Schwitzen oder Schmerzen (Dopaminagonistenentzugssyndrom, DAWS)[1, 2]Mehr dazu: Absetz- und EntzugserscheinungenMüdigkeitDepressive VerstimmungAngstVermehrtes Schwitzen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Impulskontrollstörungen wie Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang können unter Dopaminagonisten wie Pramipexol auftreten [1, 2]. Laut Fachinformation wurden in einer Studie mit Parkinson-Patienten als mögliche Risikofaktoren unter anderem eine Behandlung mit dopaminergen Mitteln, besonders in höheren Dosierungen, ein jüngeres Alter bis 65 Jahre und Glücksspielprobleme in der Familie genannt [2]. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie selbst, Ihre Familie oder Betreuer solche Veränderungen bemerken; laut Fachinformation sollten auch Betreuer auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht werden [1, 2]. Telefonnummern für den Ernstfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Schläfrigkeit und plötzliches Einschlafen: Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie tagsüber übermäßig schläfrig sind oder plötzlich einschlafen; laut Fachinformation sind dann eine Verringerung der Dosis oder ein Ende der Behandlung zu erwägen [1, 2]. Solange diese Beschwerden auftreten, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen keine Maschinen [1, 2]. Alkohol und beruhigende Arzneimittel können die Wirkung verstärken [1, 2].
Blutdruck und Augen: Bei schweren Herz- oder Blutgefäßerkrankungen sollte der Blutdruck regelmäßig überprüft werden, besonders zu Beginn der Behandlung, damit ein Blutdruckabfall beim Aufstehen vermieden wird [1, 2]. Lassen Sie während der Behandlung Ihre Augen in regelmäßigen Abständen untersuchen; laut Fachinformation auch, wenn Sehstörungen auftreten [1, 2]. Mehr unter niedriger Blutdruck und Sehstörungen.
Bewegungsstörungen: Haben Sie eine fortgeschrittene Parkinson-Krankheit und nehmen auch Levodopa, können während der schrittweisen Dosiserhöhung Dyskinesien auftreten; laut Fachinformation sollte dann die Levodopa-Dosis verringert werden [1, 2]. Kommt es zu einer Fehlhaltung von Hals und Rumpf, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; sie oder er kann die Medikation anpassen oder ändern [1].
Restless-Legs-Syndrom: Setzen die Beschwerden früher ein als gewohnt, werden sie stärker oder breiten sich aus, kann das eine Augmentation sein; die Ärztin oder der Arzt verringert dann möglicherweise die Dosis oder beendet die Behandlung [1, 2]. Hintergründe auf der Seite unruhige Beine.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Zusammen mit antipsychotischen Arzneimitteln sollten Sie Pramipexol nicht einnehmen [1, 2]. Arzneimittel, die die aktive Ausscheidung über die Nierenkanälchen hemmen oder auf diesem Weg ausgeschieden werden (etwa Cimetidin, Amantadin, Mexiletin, Zidovudin, Cisplatin, Chinin und Procainamid), können die Ausscheidung von Pramipexol verringern; laut Fachinformation sollte dann eine niedrigere Pramipexol-Dosis erwogen werden [1, 2]. Nehmen Sie Levodopa ein, etwa als Levodopa/Benserazid oder Levodopa/Carbidopa, wird zu Beginn der Behandlung eine Verringerung der Levodopa-Dosis empfohlen [1, 2]. Laut Fachinformation sind Wechselwirkungen über die Bindung an Bluteiweiße oder den Abbau im Körper unwahrscheinlich [2]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Antipsychotische Arzneimittel (Neuroleptika) | Laut Fachinformation können gegenläufige (antagonistische) Wirkungen zu erwarten sein[1, 2] | Gleichzeitige Einnahme vermeiden |
| Cimetidin, Amantadin, Mexiletin, Zidovudin, Cisplatin, Chinin und Procainamid | Pramipexol kann langsamer über die Nieren ausgeschieden werden; Cimetidin verringert die Ausscheidung laut Fachinformation um annähernd 34 Prozent[1, 2] | Vorsicht; laut Fachinformation sollte eine Verringerung der Pramipexol-Dosis erwogen werden |
| Levodopa | Bei fortgeschrittener Parkinson-Krankheit können Dyskinesien auftreten[1, 2] | Zu Beginn der Behandlung wird eine Verringerung der Levodopa-Dosis empfohlen; laut Fachinformation wird empfohlen, die Dosis anderer Parkinson-Mittel dabei konstant zu halten |
| Beruhigend wirkende Arzneimittel und Alkohol | Mögliche verstärkende Effekte; die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder eine Maschine zu bedienen, kann beeinträchtigt sein[1, 2] | Vorsicht |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Pramipexol nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Als Gegenanzeige nennen Packungsbeilage und Fachinformation nur eine Allergie gegen Pramipexol oder einen der sonstigen Bestandteile [1, 2]. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aber vor der Einnahme, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, etwa eine Nierenerkrankung, eine Psychose, Sehstörungen oder eine schwere Herz- oder Blutgefäßerkrankung [1]. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird Pramipexol nicht empfohlen [1, 2].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Nierenerkrankung: Bei Parkinson-Krankheit und mittelgradiger oder schwerer Nierenerkrankung verschreibt die Ärztin oder der Arzt eine niedrigere Dosis; beim Restless-Legs-Syndrom ist die Behandlung bei schwerer Nierenerkrankung möglicherweise nicht geeignet[1, 2]
- Halluzinationen, meist visueller Art[1, 2]
- Fortgeschrittene Parkinson-Krankheit mit gleichzeitiger Einnahme von Levodopa: Während der schrittweisen Dosiserhöhung können Dyskinesien auftreten; laut Fachinformation sollte dann die Levodopa-Dosis verringert werden[1, 2]
- Axiale Dystonie bei Parkinson-Krankheit, etwa Vorwärtsbeugung von Hals und Kopf (Antecollis), Vorwärtsbeugung des Rumpfes (Kamptokormie) oder seitliche Neigung des Rumpfes (Pisa-Syndrom); die Ärztin oder der Arzt kann die Medikation ändern[1, 2]
- Schläfrigkeit und plötzliches Einschlafen, insbesondere bei Parkinson-Krankheit; laut Fachinformation wurde plötzliches Einschlafen bei Alltagsaktivitäten gelegentlich berichtet, manchmal ohne Warnzeichen[1, 2]
- Psychose oder psychotische Störungen: laut Fachinformation nur behandeln, wenn der mögliche Nutzen die Risiken überwiegt[1, 2]
- Sehstörungen: Lassen Sie während der Behandlung Ihre Augen in regelmäßigen Abständen untersuchen[1, 2]
- Schwere Herz- oder Blutgefäßerkrankung: Der Blutdruck sollte regelmäßig überprüft werden, besonders zu Beginn, um einen Blutdruckabfall beim Aufstehen zu vermeiden[1, 2]
- Impulskontrollstörungen, Manie und Delir: Laut Fachinformation sollte regelmäßig darauf geachtet werden; Betroffene und Betreuende sollten über diese Möglichkeit informiert sein[1, 2]
- Dopaminagonistenentzugssyndrom: Laut Fachinformation kann das Risiko bei Impulskontrollstörungen sowie bei hohen Tages- oder Gesamtdosen erhöht sein; die Beschwerden sprechen nicht auf Levodopa an[2]
- Laut Packungsbeilage der Retardtabletten: übermäßige Anwendung des Arzneimittels und Verlangen danach, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt[3]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Anwendung nicht empfohlen[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Pramipexol kann einen großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit haben [2]. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie während der Behandlung Alkohol trinken [1]. In der Schwangerschaft sollten Sie Pramipexol nur nach ärztlicher Anweisung einnehmen, in der Stillzeit nicht [1, 2]. Die Karten fassen die Angaben von Packungsbeilage und Fachinformation zusammen [1, 2]. Mehr in den Ratgebern Medikamente und Autofahren und Medikamente und Alkohol.
Schwangerschaft
Die Auswirkung von Pramipexol auf das ungeborene Kind ist nicht bekannt. Nehmen Sie es deshalb in der Schwangerschaft nicht ein, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt gibt Ihnen eine entsprechende Anweisung. Laut Fachinformation sollte Pramipexol in der Schwangerschaft nicht verwendet werden, es sei denn, die Behandlung ist unbedingt erforderlich; bei Ratten und Kaninchen war es nicht fehlbildend, in für das Muttertier giftigen Dosen bei der Ratte aber für den Embryo giftig.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Pramipexol sollte in der Stillzeit nicht eingenommen werden: Es kann die Milchbildung hemmen und in die Muttermilch übertreten und so zum Säugling gelangen. Hält die Ärztin oder der Arzt die Behandlung für notwendig, sollte abgestillt werden.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie während der Behandlung Alkohol trinken; zusammen mit Alkohol oder beruhigenden Arzneimitteln kann Ihre Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder eine Maschine zu bedienen, beeinträchtigt sein.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Pramipexol kann Halluzinationen hervorrufen und wird mit Schläfrigkeit und plötzlichen Einschlafattacken in Verbindung gebracht, insbesondere bei Parkinson-Krankheit. Treten solche Nebenwirkungen auf, dürfen Sie weder ein Fahrzeug führen noch Maschinen bedienen; informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Fachinformation kann Pramipexol einen großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit haben; Betroffene, die über Schläfrigkeit oder plötzliches Einschlafen berichten, müssen angewiesen werden, kein Kraftfahrzeug zu führen und keine Tätigkeiten auszuüben, bei denen eine Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit sie selbst oder andere dem Risiko schwerwiegender Verletzungen oder des Todes aussetzt (z. B. Bedienen von Maschinen), bis diese wiederkehrenden Einschlafereignisse und die Schläfrigkeit nicht mehr auftreten.[1, 2]
Einnahme
Die Tabletten mit Wasser einnehmen, zu oder unabhängig von den Mahlzeiten. Bei Parkinson-Krankheit wird die Tagesdosis in drei gleiche Dosen aufgeteilt; beim Restless-Legs-Syndrom erfolgt die Einnahme üblicherweise 1-mal täglich am Abend 2 bis 3 Stunden vor dem Zubettgehen.[1]
Einnahme vergessen: die Behandlung zum nächsten Zeitpunkt fortsetzen und nicht die doppelte Menge einnehmen.[1]
Absetzen
Brechen Sie die Einnahme nicht ab, ohne zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen zu haben; sie oder er verringert die Dosis schrittweise, um das Risiko einer Verschlechterung der Beschwerden zu senken. Bei Parkinson-Krankheit sollten Sie die Behandlung nicht plötzlich abbrechen: Das kann ein malignes neuroleptisches Syndrom auslösen, ein erhebliches Gesundheitsrisiko mit herabgesetzten oder fehlenden Muskelbewegungen (Akinesie), Muskelsteifheit, Fieber, instabilem Blutdruck, erhöhter Herzfrequenz, Verwirrtheit und eingeschränktem Bewusstsein, z. B. Koma.[1]
Das Absetzen oder eine Verringerung der Dosis kann auch ein Dopaminagonistenentzugssyndrom hervorrufen, mit Depression, Teilnahmslosigkeit, Angst, Müdigkeit, Schwitzen oder Schmerzen; wenden Sie sich dann an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Halten die Beschwerden länger als wenige Wochen an, muss die Behandlung eventuell angepasst werden.[1]
Beim Restless-Legs-Syndrom: Wenn Sie die Tabletten länger als ein paar Tage abgesetzt haben und wieder beginnen möchten, müssen Sie mit der niedrigsten Dosis anfangen; fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat.[1]
Überdosierung
Haben Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen, wenden Sie sich umgehend an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Notfallabteilung des nächstgelegenen Krankenhauses. Möglich sind Erbrechen, Ruhelosigkeit oder andere der genannten Nebenwirkungen; laut Fachinformation sind Übelkeit, Erbrechen, gesteigerter Bewegungsdrang, Halluzinationen, Unruhe und niedriger Blutdruck zu erwarten, ein Gegenmittel ist nicht bekannt.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage von Pramipexol-ratiopharm Tabletten nennt für die Parkinson-Krankheit und das Restless-Legs-Syndrom eine Anfangsdosis, die die Ärztin oder der Arzt schrittweise erhöht, eine Erhaltungs- beziehungsweise Höchstdosis und Hinweise bei Nierenerkrankungen; die Fachinformation ergänzt Höchstdosen bei eingeschränkter Nierenfunktion [1, 2]. Für Retardtabletten gilt eine eigene Packungsbeilage mit eigenem Einnahmeschema und eigener Höchstdosis [3]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Pramipexol immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein, mit Wasser, zu oder unabhängig von den Mahlzeiten [1]. Bei Parkinson-Krankheit wird die Tagesdosis auf drei gleiche Einzeldosen verteilt; beim Restless-Legs-Syndrom nehmen Sie die Tabletten üblicherweise einmal am Abend, 2 bis 3 Stunden vor dem Zubettgehen [1]. Beim Restless-Legs-Syndrom beurteilt die Ärztin oder der Arzt die Behandlung nach drei Monaten [1].
Brechen Sie die Einnahme nicht ab, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen; die Dosis wird schrittweise verringert [1]. Bei Parkinson-Krankheit kann ein plötzlicher Abbruch ein malignes neuroleptisches Syndrom auslösen, das ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen kann [1, 2]. Nach dem Absetzen oder einer Dosisverringerung kann außerdem ein Dopaminagonistenentzugssyndrom mit Depression, Teilnahmslosigkeit, Angst, Müdigkeit, Schwitzen oder Schmerzen auftreten; laut Fachinformation sprechen diese Beschwerden nicht auf Levodopa an [1, 2]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente absetzen.
Präparate mit Pramipexol
Pramipexol gibt es von vielen Herstellern als Tabletten in verschiedenen Stärken und als Retardtabletten. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Pramipexol-ratiopharm Tabletten [1, 2]. Für Retardtabletten gilt eine eigene Packungsbeilage mit eigenem Einnahmeschema [3].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Pramipexol AbZ | AbZ-Pharma GmbH | verschreibungspflichtig; Tabletten |
| Pramipexol-ratiopharm | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Tabletten mit 0,18, 0,35 oder 0,7 mg (Grundlage dieser Seite) und Retardtabletten |
| Pramipexol STADA | STADAPHARM GmbH | verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Pramipexol-ratiopharm 0,18 mg/0,35 mg/0,7 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Pramipexol-ratiopharm Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Pramipexol-ratiopharm Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wofür wird Pramipexol eingesetzt?
Pramipexol wird bei Erwachsenen zur Behandlung der Beschwerden der idiopathischen Parkinson-Krankheit angewendet, allein oder zusammen mit Levodopa, sowie zur Behandlung der Beschwerden des mittelgradigen bis schweren idiopathischen Restless-Legs-Syndroms. Retardtabletten sind nur für die Parkinson-Krankheit zugelassen. Pramipexol ist verschreibungspflichtig.
Kann Pramipexol plötzliches Einschlafen auslösen?
Ja. Pramipexol wird mit Schläfrigkeit und plötzlichen Einschlafattacken in Verbindung gebracht, insbesondere bei Parkinson-Krankheit. Übermäßige Schläfrigkeit während des Tages und plötzliches Einschlafen sind gelegentliche Nebenwirkungen, also bei bis zu 1 von 100 Behandelten; laut Fachinformation kam es manchmal ohne Warnzeichen dazu. Tritt das bei Ihnen auf, dürfen Sie weder ein Fahrzeug führen noch Maschinen bedienen; informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Was sind Impulskontrollstörungen unter Pramipexol?
Gemeint ist ein Drang oder Verlangen, sich in ungewöhnlicher Weise zu verhalten, dem Sie nicht widerstehen können, etwa Spielsucht, Essattacken, übermäßiges Geldausgeben oder ein übersteigerter Sexualtrieb. Auch Familie oder Betreuer können solche Veränderungen bemerken. Informieren Sie dann Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; möglicherweise muss die Dosis angepasst oder das Arzneimittel abgesetzt werden.
Darf ich mit Pramipexol Auto fahren?
Laut Fachinformation kann Pramipexol einen großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit haben. Haben Sie Halluzinationen, sind Sie übermäßig schläfrig oder schlafen Sie plötzlich ein, dürfen Sie so lange weder ein Fahrzeug führen noch Maschinen bedienen, bis diese Ereignisse nicht mehr auftreten. Vorsicht gilt auch zusammen mit Alkohol oder beruhigenden Arzneimitteln.
Was ist eine Augmentation beim Restless-Legs-Syndrom?
Bei einer Augmentation setzen die Beschwerden abends früher ein als üblich oder schon am Nachmittag, sie werden stärker oder breiten sich auf größere Bereiche oder andere Gliedmaßen aus. Beim Restless-Legs-Syndrom gehört sie zu den sehr häufigen Nebenwirkungen, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten; das Risiko kann laut Fachinformation mit höherer Dosis steigen. Bemerken Sie das, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Kann ich Pramipexol plötzlich absetzen?
Nein. Brechen Sie die Einnahme nicht ab, ohne zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gesprochen zu haben; die Dosis wird schrittweise verringert. Bei Parkinson-Krankheit kann ein plötzlicher Abbruch ein malignes neuroleptisches Syndrom mit Muskelsteifheit, Fieber, instabilem Blutdruck und Bewusstseinsstörungen auslösen. Nach dem Absetzen oder einer Dosisverringerung können außerdem Depression, Teilnahmslosigkeit, Angst, Müdigkeit, Schwitzen oder Schmerzen auftreten.
Darf ich während der Behandlung Alkohol trinken?
Die Packungsbeilage rät zur Vorsicht, wenn Sie während der Behandlung Alkohol trinken. Zusammen mit Alkohol oder beruhigenden Arzneimitteln kann Ihre Fähigkeit beeinträchtigt sein, ein Fahrzeug zu führen oder eine Maschine zu bedienen.
Wie hoch ist die Dosis von Pramipexol?
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; sie wird zu Beginn schrittweise erhöht und unterscheidet sich zwischen Parkinson-Krankheit und Restless-Legs-Syndrom. Bei Parkinson-Krankheit und mittelgradiger oder schwerer Nierenerkrankung ist sie niedriger. Was Packungsbeilage und Fachinformation dazu sagen, steht im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation" auf dieser Seite.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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