MedikamenteWirkstoff
Folsäure: Nebenwirkungen und Wirkung
Folsäure ist ein Vitamin. Tabletten mit 5 mg Folsäure gibt es in der Apotheke zur Behandlung eines Folsäuremangels, der sich über die Ernährung nicht beheben lässt. Die Packungsbeilage nennt seltene Nebenwirkungen nach sehr hohen Dosierungen und sehr seltene Unverträglichkeitsreaktionen. Vor der Behandlung einer bestimmten Blutarmut (Megaloblastenanämie) muss ein Vitamin-B12-Mangel ausgeschlossen werden, weil Folsäure ihn verdecken kann.

Wofür wird Folsäure eingesetzt?
Folsäure ist ein Vitamin; die Packungsbeilage bezeichnet Folsäure-Tabletten mit 5 mg als Vitaminpräparat [1, 2]. Tabletten mit 5 mg Folsäure sind zugelassen zur Behandlung von Folsäuremangelzuständen, die sich durch die Ernährung (diätetisch) nicht beheben lassen [1, 2]. Sie sind apothekenpflichtig [2]. Folsäure gehört zur Gruppe der Vitamine und Mineralstoffe.
Ein unbehandelter Folsäuremangel kann zu einer Blutarmut führen, bei der die roten Blutkörperchen gestört gebildet werden (Megaloblastenanämie) [1, 2]. Die Packungsbeilage verlangt, dass vor der Behandlung einer Megaloblastenanämie ihre Ursache geklärt und ein Vitamin-B12-Mangel ausgeschlossen wird [1, 2]. Mehr dazu lesen Sie im Abschnitt Gegenanzeigen und auf der Seite Vitamin-B12-Mangel.
Wie wirkt Folsäure?
Folsäure wirkt nicht selbst, sondern wird im Körper in Tetrahydrofolsäure umgewandelt. In dieser Form überträgt sie kleine Molekülbausteine (C1-Gruppen) und hat damit eine zentrale Stellung im Stoffwechsel aller lebenden Zellen [2]. Folate kommen in normaler, ungekochter Nahrung verbreitet vor und werden gut und vollständig aufgenommen. Die Fachinformation nennt als empfohlene Tageszufuhr mit der Nahrung für gesunde Erwachsene 300 µg Gesamtfolat [2]. Ob bei Ihnen ein Folsäuremangel vorliegt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; die Tabletten mit 5 mg sind für einen Mangel gedacht, der sich durch die Ernährung nicht beheben lässt [1, 2].
Der Körper enthält insgesamt 5 bis 10 mg Folat; Hauptspeicher ist die Leber. Die Reserven sind relativ gering: Wird keine Folsäure mit der Nahrung zugeführt, entsteht laut Fachinformation nach 4 bis 5 Monaten eine megaloblastische Anämie [2]. Eingenommene Folsäure wird nahezu vollständig aufgenommen, die Bioverfügbarkeit liegt bei 80 bis 87 Prozent; die höchste Konzentration im Blut ist nach etwa 1,6 Stunden erreicht [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten enthält alle Nebenwirkungen, die die Packungsbeilage nennt. "Selten" heißt: bis zu 1 von 1.000 Behandelten, "sehr selten" bis zu 1 von 10.000 [1, 2]. Die seltenen Nebenwirkungen (Schlafstörungen, Erregung, Depressionen und Magen-Darm-Störungen) beziehen sich auf sehr hohe Folsäure-Dosierungen [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- NervensystemNach sehr hohen Folsäure-Dosierungen: Schlafstörungen, Erregung oder Depressionen[1, 2]Mehr dazu: SchlafstörungenUnruhe und NervositätDepressive Verstimmung
- Magen und DarmNach sehr hohen Folsäure-Dosierungen: Magen-Darm-Störungen[1, 2]
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemUnverträglichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen), etwa mit Hautrötung (Erythem), Juckreiz (Pruritus), Luftnot (Bronchospasmus), Übelkeit oder Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock)[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagJuckreizAtemnotÜbelkeit
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei Beschwerden, die nicht in der Packungsbeilage stehen [1]. Sehr selten kann sich eine Unverträglichkeitsreaktion unter anderem als Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock) äußern [1]; bei Luftnot oder Kreislaufversagen wählen Sie den Notruf 112.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Die Packungsbeilage führt für Folsäure nur seltene und sehr seltene Nebenwirkungen auf [1]. Schlafstörungen, Erregung, Depressionen oder Magen-Darm-Störungen nennt sie als seltene Beschwerden nach sehr hohen Dosierungen. Laut Packungsbeilage können sie bei Einnahme von mehr als 15 mg Folsäure pro Tag über mehr als 4 Wochen vorkommen; setzen Sie sich dann mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt in Verbindung [1]. Nehmen Sie Folsäure immer genau wie in der Packungsbeilage beschrieben oder nach ärztlicher Anweisung ein [1].
Haben Sie ein Anfallsleiden (Epilepsie) und nehmen Mittel gegen Krampfanfälle ein, kann Folsäure deren Blutspiegel senken und dadurch unter Umständen die Krampfbereitschaft erhöhen [1, 2]. Besprechen Sie die Einnahme in diesem Fall vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; mehr zur Erkrankung lesen Sie unter Epilepsie. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Folsäure kann die Blutspiegel von Mitteln gegen Anfallsleiden wie Phenytoin, Phenobarbital oder Primidon senken [1, 2]. Bei hohen Dosen ist nicht ausgeschlossen, dass sich Folsäure und Hemmstoffe der Folsäure gegenseitig in ihrer Wirkung hemmen; dazu gehören bestimmte Mittel gegen bakterielle Infektionen oder Malaria wie Trimethoprim, Proguanil und Pyrimethamin sowie Methotrexat [1, 2].
Zusammen mit den Krebsmitteln Fluorouracil oder Capecitabin kann Folsäure deren zellschädigende Wirkung verstärken; das kann sich etwa in schweren Durchfällen äußern [1]. Das Antibiotikum Chloramphenicol kann das Ansprechen auf die Folsäure-Behandlung verhindern und sollte Menschen mit schweren Folsäuremangelerscheinungen deshalb nicht gegeben werden [1, 2].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Mittel gegen Anfallsleiden (z. B. Phenytoin, Phenobarbital, Primidon) | Folsäure kann ihre Blutspiegel senken und dadurch unter Umständen die Krampfbereitschaft erhöhen[1, 2] | Vorher ärztlich besprechen |
| Hemmstoffe der Folsäure (Folsäureantagonisten), z. B. Trimethoprim, Proguanil, Pyrimethamin oder Methotrexat | Bei hohen Dosen ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Mittel gegenseitig in ihrer Wirkung hemmen[1, 2] | Vorher ärztlich besprechen |
| Fluorouracil oder Fluoropyrimidine zum Einnehmen (z. B. Capecitabin) gegen Krebs | Ihre Wirkung und ihre zellschädigende Wirkung können verstärkt werden, z. B. mit schweren Durchfällen[1, 2] | Vorher ärztlich besprechen |
| Chloramphenicol (Antibiotikum) | Kann das Ansprechen auf die Folsäure-Behandlung verhindern[1, 2] | Sollte Menschen mit schweren Folsäuremangelerscheinungen nicht gegeben werden |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Folsäure nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Der durch Folsäure ausgelöste Anstieg junger roter Blutkörperchen (Retikulozyten) kann einen Vitamin-B12-Mangel verdecken. Weil dann bleibende Schäden des Nervensystems drohen, muss vor der Behandlung einer Megaloblastenanämie sichergestellt sein, dass sie nicht auf einem Vitamin-B12-Mangel beruht, auch dann, wenn die Blutarmut lebensbedrohlich ist [1, 2].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Folsäure oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Blutarmut durch gestörte Entwicklung der roten Blutkörperchen (Megaloblastenanämie), solange nicht sichergestellt ist, dass sie nicht auf einem Vitamin-B12-Mangel beruht, Folsäure kann einen Vitamin-B12-Mangel verdecken, und es drohen bleibende Schäden des Nervensystems[1, 2]
- Schwangerschaft und Stillzeit: mehr als 5 mg Folsäure pro Tag[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Auch bei lebensbedrohlicher Megaloblastenanämie muss vor Beginn der Behandlung ein Vitamin-B12-Mangel ausgeschlossen werden (Blutproben werden gesichert und der Vitamin-B12-Gehalt bestimmt)[1, 2]
- Anfallsleiden (Epilepsie) mit Behandlung durch Mittel gegen Krampfanfälle: Die Krampfbereitschaft kann zunehmen[1, 2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Schwangerschaft, Stillzeit, Einnahme und Höchstmenge sagen [1, 2]. Für die Schwangerschaft halten beide Dokumente fest: Kontrollierte Studien an Schwangeren mit Tagesdosen bis 5 mg Folsäure ergaben keine Hinweise auf Schädigungen des ungeborenen Kindes, und eine Ergänzung mit Folsäure kann das Risiko für Neuralrohrdefekte vermindern (Fehlbildungen, die bei der Entwicklung des Kindes im Mutterleib entstehen). Weil die Sicherheit höherer Dosierungen nicht gewährleistet ist, sind in Schwangerschaft und Stillzeit mehr als 5 mg Folsäure pro Tag nicht erlaubt [1, 2]. Wenn Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen, fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Wann Frauen mit Kinderwunsch mit Folsäure beginnen sollten, wie lange die Einnahme empfohlen wird und wie sich Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel mit Folsäure unterscheiden, lesen Sie auf der Seite Folsäure in der Schwangerschaft, Allgemeines im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Kontrollierte Studien an Schwangeren mit Tagesdosen bis 5 mg Folsäure haben keine Hinweise auf Schädigungen des ungeborenen Kindes ergeben. Eine Ergänzung mit Folsäure kann das Risiko für Neuralrohrdefekte, Fehlbildungen während der Entwicklung des Kindes im Mutterleib, vermindern. Weil die Sicherheit höherer Dosen nicht gewährleistet ist, dürfen in der Schwangerschaft nicht mehr als 5 mg Folsäure pro Tag eingenommen werden. Fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
In der Stillzeit dürfen nicht mehr als 5 mg Folsäure pro Tag eingenommen werden, weil die Sicherheit höherer Dosen nicht gewährleistet ist. Fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Einnahme
Die Tabletten unzerkaut zu den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit einnehmen. Die Dauer der Behandlung hängt vom Ausmaß des Folsäuremangels ab und wird von der Ärztin oder dem Arzt bestimmt.[1, 2]
Höchstmenge in der Selbstmedikation
Laut Packungsbeilage beträgt die empfohlene Dosis je nach Bedarf 1 bis 3 Tabletten (entsprechend 5 bis 15 mg Folsäure) pro Tag, falls ärztlich nicht anders verordnet; in Schwangerschaft und Stillzeit 1 Tablette (5 mg) pro Tag, mehr als 5 mg Folsäure pro Tag dürfen dann nicht eingenommen werden. Die Dauer der Behandlung bestimmt die Ärztin oder der Arzt.[1]
Überdosierung
Bei gelegentlicher höherer Dosierung sind keine Überdosierungserscheinungen zu erwarten; bei Anfallsleiden kann die Krampfbereitschaft jedoch zunehmen. Bei Einnahme von mehr als 15 mg pro Tag über mehr als 4 Wochen können Magen-Darm-Störungen, Schlafstörungen, Erregung und Depression auftreten, setzen Sie sich dann mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt in Verbindung. Laut Fachinformation sind auch bitterer Geschmack, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Blähungen und Albträume möglich; besondere Gegenmaßnahmen sind nicht erforderlich.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt eine Tagesdosis je nach Bedarf und eine eigene Angabe für Schwangerschaft und Stillzeit [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder. Hat Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine andere Dosis verordnet, gilt diese.
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut zu den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit ein [1]. Die Dauer der Behandlung hängt vom Ausmaß des Folsäuremangels ab und richtet sich nach dem Krankheitsbild sowie gegebenenfalls nach Laborwerten; sie wird von der Ärztin oder dem Arzt bestimmt [1, 2]. Fühlen Sie sich nicht besser oder sogar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Was bei einer Überdosierung zu tun ist, steht in der Karte oben; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Folsäure
Folsäure-Tabletten mit 5 mg gibt es von mehreren Herstellern. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Folsäure-ratiopharm 5 mg Tabletten [1, 2]. Die Angaben dieser Seite beziehen sich auf Tabletten mit 5 mg Folsäure; für Präparate mit anderem Folsäuregehalt oder Kombinationen mit weiteren Vitaminen und Mineralstoffen gelten deren eigene Angaben.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Folsäure-ratiopharm 5 mg | ratiopharm GmbH | Tabletten mit 5 mg (apothekenpflichtig): Grundlage dieser Seite |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Folsäure-ratiopharm 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2016. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Folsäure-ratiopharm 5 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2016. abgerufen am 10.10.2026
Häufige Fragen
Wofür nimmt man Folsäure-Tabletten mit 5 mg?
Tabletten mit 5 mg Folsäure sind zur Behandlung von Folsäuremangelzuständen zugelassen, die sich über die Ernährung nicht beheben lassen. Wie lange die Behandlung dauert, hängt vom Ausmaß des Mangels ab und wird von der Ärztin oder dem Arzt bestimmt.
Welche Nebenwirkungen hat Folsäure?
Laut Packungsbeilage treten nach sehr hohen Folsäure-Dosierungen selten (bis zu 1 von 1.000) Schlafstörungen, Erregung, Depressionen oder Magen-Darm-Störungen auf. Sehr selten (bis zu 1 von 10.000) kann es zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen, zum Beispiel mit Hautrötung, Juckreiz, Luftnot, Übelkeit oder Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock).
Warum muss vor der Einnahme ein Vitamin-B12-Mangel ausgeschlossen werden?
Folsäure lässt die Zahl junger roter Blutkörperchen ansteigen und kann so einen Vitamin-B12-Mangel verdecken. Wegen der Gefahr bleibender Schäden des Nervensystems muss vor der Behandlung einer Megaloblastenanämie sichergestellt werden, dass sie nicht auf einem Vitamin-B12-Mangel beruht.
Darf ich Folsäure 5 mg in der Schwangerschaft nehmen?
Laut Packungsbeilage haben kontrollierte Studien an Schwangeren mit bis zu 5 mg Folsäure am Tag keine Hinweise auf Schädigungen des ungeborenen Kindes ergeben, und eine Folsäure-Ergänzung kann das Risiko für Neuralrohrdefekte vermindern. Mehr als 5 mg pro Tag dürfen in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.
Kann man Folsäure überdosieren?
Bei gelegentlicher höherer Dosierung sind laut Packungsbeilage keine Überdosierungserscheinungen zu erwarten. Wer mehr als 15 mg pro Tag über mehr als 4 Wochen einnimmt, kann Magen-Darm-Störungen, Schlafstörungen, Erregung und Depression bekommen und sollte sich dann an die Ärztin oder den Arzt wenden. Bei Menschen mit Anfallsleiden kann die Krampfbereitschaft zunehmen.
Wann nehme ich Folsäure am besten ein?
Die Tabletten werden unzerkaut zu den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Wie viele Tabletten Sie nehmen und wie lange, steht im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage; bei verordneter Folsäure gilt die Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.
Verträgt sich Folsäure mit Methotrexat oder Antibiotika?
Bei hohen Dosen ist nicht ausgeschlossen, dass sich Folsäure und Hemmstoffe der Folsäure wie Methotrexat, Trimethoprim, Proguanil oder Pyrimethamin gegenseitig in ihrer Wirkung hemmen. Das Antibiotikum Chloramphenicol kann das Ansprechen auf die Folsäure-Behandlung verhindern. Sprechen Sie vor der gemeinsamen Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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