Ratgeber

Apixaban oder Rivaroxaban?

Apixaban und Rivaroxaban sind verschreibungspflichtige Gerinnungshemmer, die direkt den Gerinnungsfaktor Xa hemmen. Beide sind bei Erwachsenen mit Vorhofflimmern, das nicht durch eine Herzklappenerkrankung bedingt ist, und mindestens einem weiteren Risikofaktor zur Vorbeugung von Schlaganfällen zugelassen und zur Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien. Laut Packungsbeilage dürfen Sie Rivaroxaban in Schwangerschaft und Stillzeit nicht einnehmen, Apixaban sollten Sie in der Schwangerschaft nicht einnehmen; Rivaroxaban-Tabletten mit 15 und 20 mg müssen Sie zu einer Mahlzeit einnehmen, Apixaban kann unabhängig davon eingenommen werden. Ob Apixaban oder Rivaroxaban für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Frau Ende sechzig mit kurzem grauem Haar in petrolfarbener Strickjacke sitzt an einem hellen Küchentisch am Fenster und hält nachdenklich eine Teetasse
Bild: KI-generiert

Apixaban und Rivaroxaban sind verschreibungspflichtige Gerinnungshemmer, die direkt den Blutgerinnungsfaktor Xa hemmen [2, 5]. Beide sind bei Erwachsenen zugelassen, um bei Vorhofflimmern, das nicht durch eine Herzklappenerkrankung bedingt ist, und mindestens einem weiteren Risikofaktor Schlaganfällen und Embolien vorzubeugen, und um Blutgerinnsel in den Beinvenen und in der Lunge zu behandeln und ihrem erneuten Entstehen vorzubeugen [1, 4]. Die häufigste Nebenwirkung beider Mittel sind Blutungen [1, 8].

Unterschiede zeigen die Packungsbeilagen unter anderem bei den Anwendungsgebieten der einzelnen Tablettenstärken, bei der Einnahme zur Mahlzeit, bei Schwangerschaft und Stillzeit und bei der Verkehrstüchtigkeit [1, 4]. Welches Mittel für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Apixaban und Rivaroxaban im Überblick

Apixaban und Rivaroxaban: Angaben aus Packungsbeilage und Fachinformation
MerkmalApixabanRivaroxaban
WirkstoffgruppeGerinnungshemmer (Antikoagulans), direkter Faktor-Xa-Hemmer [1, 2]; Übersicht: BlutverdünnerAntithrombotisches Mittel, direkter Faktor-Xa-Hemmer [4, 5]
AbgabeVerschreibungspflichtig [2]Verschreibungspflichtig [5]
DarreichungsformenFilmtabletten; für Kinder außerdem Granulat in Kapseln zum Öffnen und überzogenes Granulat im Beutel [2]Filmtabletten [4, 6, 7]
Zugelassene AnwendungsgebieteTabletten mit 2,5 und 5 mg: Vorbeugung von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Erwachsenen mit nicht valvulärem Vorhofflimmern und mindestens einem Risikofaktor; Behandlung von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien und Vorbeugung ihres Wiederauftretens bei Erwachsenen; bei Kindern ab 28 Tagen bis unter 18 Jahren Behandlung venöser Thromboembolien und Vorbeugung ihres Wiederauftretens. Nur Tabletten mit 2,5 mg: Vorbeugung von Thrombosen nach einer geplanten Hüft- oder Kniegelenksersatzoperation [1, 2]Tabletten mit 15 und 20 mg: Vorbeugung von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Erwachsenen mit nicht valvulärem Vorhofflimmern und mindestens einem Risikofaktor; Behandlung von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien und Vorbeugung ihres Wiederauftretens, bei Kindern unter 18 Jahren ab 30 kg nach mindestens 5 Tagen Behandlung mit gespritzten Gerinnungshemmern [4, 5]. Tabletten mit 10 mg: Vorbeugung von Thrombosen nach einer Hüft- oder Kniegelenksersatzoperation, außerdem Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien [7]. Tabletten mit 2,5 mg, immer zusammen mit ASS: nach einem akuten Koronarsyndrom mit erhöhten herzspezifischen Laborwerten und bei hohem Risiko für Blutgerinnsel durch eine koronare Herzerkrankung oder pAVK mit Beschwerden [6]
Wie er wirktHemmt direkt den Gerinnungsfaktor Xa und beugt so der Bildung von Thrombin und von Blutgerinnseln vor [2]Hemmt direkt den Gerinnungsfaktor Xa; so werden die Bildung von Thrombin und die Entstehung von Blutgerinnseln gehemmt [5]
Darf nicht eingenommen werden bei (Auswahl)Allergie gegen Apixaban; übermäßiger Blutung; Erkrankungen eines Organs mit erhöhtem Risiko einer schweren Blutung, etwa einem bestehenden oder kürzlich abgeheilten Geschwür im Magen-Darm-Trakt oder einer kürzlichen Blutung im Gehirn; Lebererkrankung mit verstärkter Blutungsneigung; Einnahme eines anderen Gerinnungshemmers wie Rivaroxaban, außer bei einer Umstellung und in wenigen weiteren Ausnahmen [1]Allergie gegen Rivaroxaban; sehr starker Blutung; Erkrankungen eines Organs mit erhöhtem Risiko einer schweren Blutung, etwa einem Magengeschwür, einer Verletzung oder Blutung im Gehirn oder einer kürzlichen Operation am Gehirn oder an den Augen; Einnahme eines anderen Gerinnungshemmers wie Apixaban, außer bei einem Wechsel oder wenn Heparin einen Venen- oder Arterienzugang offen hält; Lebererkrankung mit erhöhtem Blutungsrisiko; Schwangerschaft und Stillzeit [4]
Häufige NebenwirkungenBei Vorhofflimmern häufig: Blutungen im Auge, im Magen oder Darm und aus dem Enddarm, Blut im Urin, Nasen- und Zahnfleischbluten, Blutergüsse und Schwellungen, Blutarmut, niedriger Blutdruck, Übelkeit, erhöhter Leberwert GGT [1]Häufig: Blutarmut; Blutungen in Magen oder Darm, im Urogenitalbereich (auch starke Monatsblutung), aus Nase und Zahnfleisch, ins Auge, aus oder unter der Haut und nach Operationen (auch Sickern aus der Operationswunde), Blutergüsse, Bluthusten; Schwellungen und Schmerzen in Armen oder Beinen, eingeschränkte Nierenfunktion, Fieber, Magenschmerzen, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall, niedriger Blutdruck, Schwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Hautausschlag, Hautjucken, erhöhte Leberenzyme [4]
Schwerwiegende Nebenwirkungen (Auswahl)Bei Vorhofflimmern gelegentlich: Blutungen im Gehirn oder in der Wirbelsäule; allergische Reaktionen mit Schwellungen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen und Atemproblemen, dann sofort die Ärztin oder den Arzt informieren. Blutungen müssen sofort medizinisch abgeklärt werden [1]Gelegentlich: Blutung in das Gehirn oder innerhalb des Schädels, ein schwerer medizinischer Notfall; Schwellungen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen (Angioödem). Sehr selten: anaphylaktischer Schock, schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse, DRESS-Syndrom). Dann sofort die Ärztin oder den Arzt informieren [4]
Wichtige Wechselwirkungen (Auswahl)Wirkung verstärkt, Blutungen wahrscheinlicher: bestimmte Mittel gegen Pilzinfektionen (z. B. Ketoconazol) und gegen HIV (z. B. Ritonavir), andere Gerinnungshemmer, ASS, Naproxen, Diltiazem, Antidepressiva aus den Gruppen SSRI und SNRI. Wirkung vermindert: Phenytoin, Johanniskraut, Rifampicin [1]Wirkung verstärkt: bestimmte Mittel gegen Pilzinfektionen (außer auf der Haut), Clarithromycin, Erythromycin, Ritonavir, andere Gerinnungshemmer, Clopidogrel, Naproxen, ASS, Dronedaron, SSRI und SNRI. Wirkung vermindert: Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Johanniskraut, Rifampicin [4]
SchwangerschaftPackungsbeilage: Die Auswirkungen sind nicht bekannt; wenn Sie schwanger sind, sollten Sie Apixaban nicht einnehmen [1]. Embryotox: ohne eigenen Eintrag [9]Packungsbeilage: Sie dürfen Rivaroxaban nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind; wenn Sie schwanger werden könnten, verhüten Sie während der Behandlung zuverlässig [4]. Embryotox: ohne eigenen Eintrag [9]
StillzeitPackungsbeilage: Ob Apixaban in die Muttermilch übertritt, ist nicht bekannt; vor einer Einnahme beraten Ärztin, Arzt oder Apotheke, ob Sie abstillen oder die Behandlung absetzen bzw. nicht beginnen [1]. Embryotox: ohne eigenen Eintrag [9]Packungsbeilage: In der Stillzeit dürfen Sie Rivaroxaban nicht einnehmen [4]. Embryotox: ohne eigenen Eintrag [9]
Alkohol und VerkehrstüchtigkeitAlkohol: in der Packungsbeilage nicht genannt. Eine Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit wurde nicht nachgewiesen [1]Alkohol: in der Packungsbeilage nicht genannt. Kann Schwindel (häufig) oder Ohnmacht (gelegentlich) verursachen; dann sollten Sie weder Fahrzeuge führen noch Fahrrad fahren oder Werkzeuge und Maschinen bedienen [4]
GrundlageEMA-Produktinformation Eliquis 2,5 mg und 5 mg Filmtabletten: Packungsbeilagen, Fachinformation und Patientenausweis (Stand 04/2026), verschreibungspflichtig [1, 2, 3]Gebrauchsinformation Rivaroxaban-ratiopharm 15 mg; 20 mg Filmtabletten (05/2026) und Fachinformation 20 mg (06/2025), verschreibungspflichtig; Anwendungsgebiete der Tabletten mit 2,5 und 10 mg nach deren Gebrauchsinformation (05/2026) [4, 5, 6, 7]

Die Angaben stammen aus Packungsbeilage und Fachinformation je eines Präparats; welches, steht in der letzten Zeile [1, 2, 4, 5]. Dass eine Angabe bei einem Wirkstoff fehlt, heißt nicht, dass er in dieser Situation geeignet ist. Ob Apixaban oder Rivaroxaban für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Häufigkeiten: "sehr häufig" heißt bei mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bei bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bei bis zu 1 von 100, "selten" bei bis zu 1 von 1.000, "sehr selten" bei bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" ist die Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar [1, 4]. Anschaulich umgerechnet im Werkzeug Was heißt "häufig"?

Wofür Apixaban und Rivaroxaban zugelassen sind

Bei Vorhofflimmern werden beide eingesetzt, um Blutgerinnseln vorzubeugen, die einen Schlaganfall oder einen Gefäßverschluss in anderen Organen verursachen können [1, 4]. Als Risikofaktoren nennen beide Fachinformationen einen früheren Schlaganfall oder eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA), ein Alter ab 75 Jahren, Bluthochdruck, Diabetes und eine Herzschwäche, bei Apixaban eine Herzschwäche mit Beschwerden [2, 5]. Außerdem behandeln beide Blutgerinnsel in den Beinvenen (Thrombose) und in der Lunge (Lungenembolie) [1, 4].

Tabletten mit 2,5 mg Rivaroxaban erhalten Erwachsene zusammen mit Acetylsalicylsäure nach einem akuten Koronarsyndrom (Herzinfarkt oder instabile Angina pectoris) mit erhöhten herzspezifischen Laborwerten und bei hohem Risiko für Blutgerinnsel durch eine koronare Herzerkrankung oder eine periphere arterielle Verschlusskrankheit [6]. Dieses Anwendungsgebiet nennt die Produktinformation von Apixaban nicht [1, 2]. Bei Kindern werden die Filmtabletten von Apixaban unter 35 kg Körpergewicht nicht empfohlen, die von Rivaroxaban unter 30 kg nicht [1, 4].

Apixaban kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden [1]. Rivaroxaban-Tabletten mit 15 und 20 mg müssen Sie zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen; Tabletten mit 2,5 und 10 mg können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden [4, 8]. Wie oft und in welcher Stärke die Tabletten eingenommen werden, hängt vom Anwendungsgebiet ab; die Angaben stehen unter Dosierung von Apixaban und Dosierung von Rivaroxaban.

Wie sie wirken

Apixaban hemmt laut Fachinformation direkt und hochselektiv das aktive Zentrum von Faktor Xa und beugt so der Bildung von Thrombin und der Entstehung von Blutgerinnseln vor; die durch Thrombin ausgelöste Verklumpung der Blutplättchen hemmt es nur indirekt [2]. Rivaroxaban hemmt laut Fachinformation direkt und hoch selektiv Faktor Xa; das unterbricht die Blutgerinnungskaskade, Thrombin selbst hemmt es nicht, und ein Einfluss auf die Blutplättchen wurde nicht gezeigt [5].

Der INR-Wert wird zur Beurteilung der Wirkung laut Fachinformation von Apixaban nicht empfohlen und kann laut Fachinformation von Rivaroxaban dafür nicht verwendet werden. Für Erwachsene gibt es laut beiden Fachinformationen ein Arzneimittel, das die Wirkung aufhebt (Andexanet alfa) [2, 5].

Wann sie nicht eingenommen werden dürfen

Apixaban

  • Laut Packungsbeilage nicht einnehmen bei den Gegenanzeigen aus der Tabelle oben [1].
  • Vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen bei erhöhtem Blutungsrisiko, etwa durch eine Gerinnungsstörung oder sehr hohen Blutdruck, der sich nicht ausreichend behandeln lässt, bei einem Alter über 75 Jahren, einem Körpergewicht von 60 kg oder weniger, schwerer Nierenerkrankung oder Dialyse, bei Leberproblemen und einer künstlichen Herzklappe; ein Antiphospholipid-Syndrom teilen Sie der Ärztin oder dem Arzt mit, die oder der über die Behandlung entscheidet [1].
  • Laut Fachinformation nicht empfohlen bei künstlichen Herzklappen, bei einem Antiphospholipid-Syndrom mit einer Thrombose in der Krankheitsgeschichte und bei einer Kreatinin-Clearance unter 15 ml/min oder Dialyse [2].
  • Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu Apixaban

Rivaroxaban

  • Laut Packungsbeilage nicht einnehmen bei den Gegenanzeigen aus der Tabelle oben; Tabletten mit 2,5 mg außerdem nicht bei akutem Koronarsyndrom nach einer Blutung oder einem Blutgerinnsel im Gehirn und nicht bei koronarer Herzerkrankung oder pAVK nach einer Hirnblutung, einem lakunären Schlaganfall oder einem Blutgerinnsel im Gehirn im vergangenen Monat [4, 6].
  • Besondere Vorsicht bei erhöhtem Blutungsrisiko, etwa bei schweren Nierenerkrankungen, Gerinnungsstörungen, sehr hohem Blutdruck, der sich nicht kontrollieren lässt, Erkrankungen von Magen, Darm oder Speiseröhre, die zu Blutungen führen können, Tumoren in Magen, Darm, Genitaltrakt oder Harnwegen oder früheren Lungenblutungen, außerdem bei einer künstlichen Herzklappe; ein Antiphospholipid-Syndrom teilen Sie der Ärztin oder dem Arzt mit, die oder der über die Behandlung entscheidet [4].
  • Laut Fachinformation nicht empfohlen bei künstlichen Herzklappen, bei einem Antiphospholipid-Syndrom mit einer Thrombose in der Krankheitsgeschichte und bei einer Kreatinin-Clearance unter 15 ml/min; nach einer kürzlichen Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) sollte es nicht zur Vorbeugung von Blutgerinnseln angewendet werden [5].
  • Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu Rivaroxaban

Nebenwirkungen im Vergleich

Ärztin Anfang fünfzig mit blondem Bob im weißen Kittel spricht in einem hellen Sprechzimmer mit einem Mann Anfang siebzig mit weißem Haar in beigem Pullover
Bild: KI-generiert

Apixaban: Die Packungsbeilage nennt die Häufigkeiten je Anwendungsgebiet. Bei der Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien sind zusätzlich Blutungen im Mund und aus der Scheide, eine verminderte Zahl der Blutplättchen, Hautausschlag und ein erhöhter Leberwert ALT häufig. Bei Vorhofflimmern sind Blutungen in Lunge und Rachen, in den Raum hinter der Bauchhöhle und in einen Muskel selten, ein zielscheibenartiger Hautausschlag (Erythema multiforme) sehr selten. Kinder und Jugendliche haben sehr häufig Nasenbluten und Blutungen aus der Scheide [1].

Rivaroxaban: Die Packungsbeilage der Tabletten mit 15 und 20 mg nennt eine gemeinsame Liste. Selten sind Blutungen in einen Muskel, ein verminderter Gallenfluss, eine Leberentzündung und Gelbsucht, sehr selten eine Lungenentzündung durch bestimmte weiße Blutkörperchen; ohne bekannte Häufigkeit unter anderem Nierenversagen nach einer schweren Blutung. Kinder und Jugendliche haben sehr häufig Kopfschmerzen, Fieber, Nasenbluten und Erbrechen [4].

Für beide nennen die Packungsbeilagen ohne bekannte Häufigkeit Blutungen in der Niere, die dazu führen können, dass die Nieren nicht mehr richtig arbeiten [1, 4]. Mehr: Blutungen und Blutbild, Niedriger Blutdruck, Schwindel, Schwere Hautreaktionen. Jede Häufigkeit gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welches Mittel für Sie verträglicher ist. Nebenwirkungen können Sie auch direkt der zuständigen Behörde melden [1, 4]; wie, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wechselwirkungen und gleichzeitige Einnahme

Beide Packungsbeilagen bitten Sie, Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle anderen Arzneimittel zu informieren, bei Rivaroxaban ausdrücklich auch über rezeptfreie [1, 4]. Laut Fachinformation von Apixaban sollte es zusammen mit SSRI, SNRI, NSAR, ASS oder bestimmten Blutplättchenhemmern mit Vorsicht eingesetzt werden [2]; laut Fachinformation von Rivaroxaban ist dabei Vorsicht geboten, und die gleichzeitige Gabe von Dronedaron sollte vermieden werden [5]. Tabletten mit 2,5 mg Rivaroxaban sollten nicht mit Prasugrel oder Ticagrelor eingenommen werden; ausgenommen sind ASS und Clopidogrel bzw. Ticlopidin [6].

Bei einer innerlichen Behandlung mit bestimmten Mitteln gegen Pilzinfektionen wie Ketoconazol oder mit HIV-Proteasehemmern wie Ritonavir wird die Anwendung beider Wirkstoffe laut Fachinformation nicht empfohlen [2, 5]. Zusammen mit Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital oder Johanniskraut sollte Apixaban zur Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien nicht eingesetzt werden, sonst nur mit Vorsicht; bei Rivaroxaban sollte eine solche Kombination vermieden werden, außer Sie werden engmaschig auf Zeichen einer Thrombose überwacht [2, 5]. Mehr: Apixaban, Rivaroxaban, Wechselwirkungen.

Beide zusammen: Jede der beiden Packungsbeilagen nennt den anderen Wirkstoff unter den Gerinnungshemmern, die nicht gleichzeitig eingenommen werden dürfen, außer bei einer Umstellung der Behandlung; die Umstellung legt die Ärztin oder der Arzt fest [1, 4]. Einen Überblick über alle Gerinnungshemmer gibt die Seite Blutverdünner.

Schwangerschaft und Stillzeit

Packungsbeilagen und Fachinformationen: Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie Apixaban nicht einnehmen [1]; laut Fachinformation liegen keine Erfahrungen mit Schwangeren vor, aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung vermieden werden [2]. Rivaroxaban dürfen Sie in der Schwangerschaft nicht einnehmen; laut Fachinformation geht es nachweislich über die Plazenta über, und Tierstudien zeigten eine schädliche Wirkung auf die Fortpflanzung [4, 5]. Werden Sie während der Behandlung schwanger, informieren Sie bei beiden Mitteln sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1, 4]. In der Stillzeit dürfen Sie Rivaroxaban nicht einnehmen; bei Apixaban beraten Ärztin, Arzt oder Apotheke vorher, ob Sie abstillen oder die Behandlung absetzen bzw. nicht beginnen [1, 4].

Embryotox: Das Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité führt in seinem Wirkstoffverzeichnis weder Apixaban noch Rivaroxaban (Stand der Abfrage 18.10.2026) [9]. Was Embryotox zu anderen Gerinnungshemmern sagt, steht auf der Seite Blutverdünner; Allgemeines in den Ratgebern Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Aktuelle Sicherheitsinformationen

Blutungsrisiko (Informationsbrief vom 05.09.2013, beim BfArM veröffentlicht am 06.09.2013): Die Zulassungsinhaber von Eliquis, Pradaxa und Xarelto wiesen darauf hin, dass auch unter diesen Gerinnungshemmern ein bedeutsames Risiko schwerer Blutungen besteht, auch mit Todesfolge. Ärztinnen und Ärzte sollen das Blutungsrisiko individuell beurteilen; die Nierenfunktion sollte vor Beginn und im Verlauf beurteilt werden [10].

Rivaroxaban nach einem Aortenklappenersatz per Katheter (Rote-Hand-Brief vom 02.10.2018): Eine Studie nach einer TAVI wurde vorzeitig beendet, weil vorläufige Ergebnisse unter Rivaroxaban einen Anstieg von Todesfällen, Blutgerinnseln und Blutungen zeigten. Rivaroxaban ist bei künstlichen Herzklappen, auch nach einer TAVI, nicht zur Thromboseprophylaxe zugelassen und sollte dort nicht angewendet werden; laut Brief sollten Ärztinnen und Ärzte die Behandlung nach einer TAVI beenden und auf eine Standardtherapie umstellen [11].

Antiphospholipid-Syndrom (Rote-Hand-Brief vom 23.05.2019): Direkte orale Gerinnungshemmer, darunter Apixaban und Rivaroxaban, werden bei einem Antiphospholipid-Syndrom nicht empfohlen, besonders bei hohem Risiko (positiv in allen drei Antiphospholipid-Tests). Unter Rivaroxaban war in einer Studie bei früherer Thrombose das Risiko für erneute Blutgerinnsel im Vergleich zu Warfarin erhöht; für Apixaban ist das laut Brief möglicherweise ebenfalls so. Die Ärztinnen und Ärzte sollen prüfen, ob eine Fortsetzung der Behandlung angemessen ist, und eine Umstellung auf Vitamin-K-Antagonisten erwägen [12].

Überprüfung durch die EMA (BfArM, 30.03.2020): Nach einer europäischen Studie mit Daten aus der Anwendung bei Vorhofflimmern waren keine Änderungen der Anwendungskriterien von Eliquis, Pradaxa und Xarelto nötig. Das Muster schwerer Blutungen ähnelte dem der Zulassungsstudien; für verlässliche Schlussfolgerungen über Vergleiche zwischen den drei Arzneimitteln reichten die Daten nicht aus. Menschen über 75 Jahre hatten ein höheres Blutungsrisiko [13].

Wer entscheidet, welches Mittel passt

Beide Mittel verordnet die Ärztin oder der Arzt [2, 5]. Zu beiden gibt es einen Patientenausweis, bei Apixaban liegt er der Packung bei: Tragen Sie ihn ständig bei sich und zeigen Sie ihn vor einer Behandlung in Arzt- und Zahnarztpraxis, bei Apixaban auch in der Apotheke [1, 3, 8]. Vor einer Operation fordert Sie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt laut Packungsbeilage von Apixaban möglicherweise auf, es vorübergehend abzusetzen; Rivaroxaban nehmen Sie vor und nach einer Operation genau zu den Zeiten ein, die Ihnen genannt werden [1, 4]. Mehr: Apixaban absetzen, Rivaroxaban absetzen, Ratgeber Medikamente vor der OP. Fragen für das Gespräch:

  • Habe ich eine Erkrankung, bei der eines der Mittel nicht infrage kommt, etwa ein Magen-Darm-Geschwür, eine Nieren- oder Lebererkrankung, eine künstliche Herzklappe oder ein Antiphospholipid-Syndrom?
  • Passen die Mittel zu meinen anderen Medikamenten, auch zu Schmerzmitteln, Antidepressiva oder Johanniskraut?
  • Muss ich die Tabletten zu einer Mahlzeit einnehmen?
  • Was gilt, wenn ich schwanger werden möchte oder stille?
  • Was muss ich vor einer Operation oder Zahnbehandlung tun?

Fragen sammeln Sie mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch, Ihre Medikamente im Medikationsplan.

Laut Packungsbeilage von Apixaban und Patientenausweis von Rivaroxaban könnte sich bei einem vorzeitigen Abbruch das Risiko für Blutgerinnsel erhöhen [1, 8]. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Apixaban: Blutungen können lebensbedrohlich sein und müssen sofort medizinisch abgeklärt werden [1]. Anzeichen sind laut Patientenausweis unter anderem Blutergüsse oder Einblutungen unter der Haut, Teerstuhl, Blut im Urin, Nasenbluten, Schwindel, Müdigkeit, Blässe, Schwäche, plötzliche starke Kopfschmerzen, Abhusten von Blut oder blutiges Erbrechen; hört eine Blutung nicht von selbst auf, suchen Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt auf [3]. Bei Schwellungen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen mit Atemproblemen und nach einer Überdosis informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].

Rivaroxaban: Kopfschmerzen, einseitige Schwäche, Erbrechen, Krampfanfälle, vermindertes Bewusstsein und Nackensteifigkeit können Zeichen einer Blutung im Gehirn sein, laut Packungsbeilage ein schwerer medizinischer Notfall: Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe. Informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt bei lang anhaltender oder sehr starker Blutung, außergewöhnlicher Schwäche, Müdigkeit, Blässe, Schwindel, unerklärlichen Schwellungen, Atemlosigkeit oder Brustschmerzen, bei starkem Hautausschlag mit Blasen oder Schleimhautwunden, bei Schwellungen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen und nach zu vielen Tabletten [4].

In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112, laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) zum Beispiel bei starken, nicht stillbaren Blutungen, Bewusstlosigkeit oder schwerer Atemnot [14]. Weitere Nummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Quellen

  1. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Eliquis (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilagen Eliquis 2,5 mg und 5 mg Filmtabletten. Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 04/2026 (zuletzt aktualisiert 10.04.2026). abgerufen am 18.10.2026
  2. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Eliquis (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) Eliquis 2,5 mg und 5 mg, und Anhang II. Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 04/2026 (zuletzt aktualisiert 10.04.2026). abgerufen am 18.10.2026
  3. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Eliquis (EPAR), Anhang III A: Patientenausweis. Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 04/2026 (zuletzt aktualisiert 10.04.2026). abgerufen am 18.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Rivaroxaban-ratiopharm 15 mg; 20 mg Filmtabletten (Versionscode Z08). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 18.10.2026
  5. Fachinformation Fachinformation Rivaroxaban-ratiopharm 20 mg Filmtabletten (Version 4). ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 18.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Rivaroxaban-ratiopharm 2,5 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 18.10.2026
  7. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Rivaroxaban-ratiopharm 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 18.10.2026
  8. Patientenausweis Rivaroxaban-ratiopharm 2,5 mg, 10 mg, 15 mg, 20 mg (Schulungsmaterial). ratiopharm GmbH. Stand Versionscode V01. abgerufen am 18.10.2026
  9. Embryotox Embryotox: Arzneimittel (Wirkstoffverzeichnis; kein Eintrag zu Apixaban und Rivaroxaban). Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  10. Rote-Hand-Brief Informationsbrief zu den neuen Antikoagulanzien Eliquis (Apixaban), Pradaxa (Dabigatranetexilat) und Xarelto (Rivaroxaban): Risiko von Blutungen verringern. Zulassungsinhaber; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand Brief vom 05.09.2013, veröffentlicht am 06.09.2013. abgerufen am 18.10.2026
  11. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Rivaroxaban (Xarelto): Anstieg von Gesamtmortalität sowie Thromboembolie- und Blutungsereignissen bei Patienten nach TAVI führt zum vorzeitigen Abbruch der GALILEO-Studie. Bayer AG; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 02.10.2018. abgerufen am 18.10.2026
  12. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu Eliquis, Pradaxa, Lixiana/Roteas und Xarelto: Die Anwendung bei Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom wird nicht empfohlen. Zulassungsinhaber; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 23.05.2019. abgerufen am 18.10.2026
  13. Behörde Direkte Orale Antikoagulantien (DOAC): Keine Anwendungsänderungen erforderlich (CHMP-Gutachten). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 30.03.2020. abgerufen am 18.10.2026
  14. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Apixaban und Rivaroxaban?

Beide sind Gerinnungshemmer, die laut Fachinformation direkt den Gerinnungsfaktor Xa hemmen, und beide sind verschreibungspflichtig. Ihre Packungsbeilagen unterscheiden sich unter anderem bei den Anwendungsgebieten der einzelnen Tablettenstärken, bei der Einnahme zur Mahlzeit, bei Schwangerschaft und Stillzeit und bei der Verkehrstüchtigkeit. Tabletten mit 2,5 mg Rivaroxaban werden zusätzlich zusammen mit ASS nach einem akuten Koronarsyndrom und bei koronarer Herzerkrankung oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit eingesetzt; dieses Anwendungsgebiet nennt die Produktinformation von Apixaban nicht.

Gibt es einen Vergleich zur Blutungsgefahr unter Apixaban und Rivaroxaban?

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat 2019 und 2020 eine europäische Studie mit Daten aus der Anwendung bei Vorhofflimmern geprüft. Laut BfArM ähnelte das Muster schwerer Blutungen unter Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban dem der Zulassungsstudien; die Daten reichten nicht aus, um verlässliche Schlussfolgerungen über Vergleiche zwischen den drei Arzneimitteln zu ziehen. Jede Häufigkeit auf dieser Seite gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht.

Muss ich Apixaban oder Rivaroxaban zum Essen einnehmen?

Apixaban kann laut Packungsbeilage unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Rivaroxaban-Tabletten mit 15 und 20 mg müssen Sie zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen, vorzugsweise mit Wasser; Tabletten mit 2,5 und 10 mg können laut Patientenausweis unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Wie oft Sie die Tabletten einnehmen, steht unter Dosierung von Apixaban und Dosierung von Rivaroxaban.

Darf ich Ibuprofen oder ASS zusammen mit Apixaban oder Rivaroxaban einnehmen?

Entzündungshemmende und schmerzlindernde Mittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Naproxen können laut beiden Packungsbeilagen die Wirkung verstärken bzw. das Blutungsrisiko erhöhen; bei Apixaban ist es laut Packungsbeilage besonders erhöht, wenn Sie über 75 Jahre alt sind und ASS einnehmen. Beide Fachinformationen mahnen zur Vorsicht bei nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), zu denen auch Ibuprofen gehört. Fragen Sie vor jedem Schmerzmittel Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei rezeptfreien Mitteln.

Was gilt in Schwangerschaft und Stillzeit?

Rivaroxaban dürfen Sie laut Packungsbeilage nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder stillen; wenn Sie schwanger werden könnten, wenden Sie während der Behandlung ein zuverlässiges Verhütungsmittel an. Apixaban sollten Sie laut Packungsbeilage nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind; vor einer Einnahme in der Stillzeit beraten Ärztin, Arzt oder Apotheke, ob Sie abstillen oder die Behandlung nicht beginnen bzw. absetzen. Werden Sie während der Behandlung schwanger, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Bei Embryotox gibt es zu beiden Wirkstoffen keinen eigenen Eintrag (Stand der Abfrage 18.10.2026).

Darf ich mit Apixaban oder Rivaroxaban Auto fahren?

Für Apixaban wurde laut Packungsbeilage keine Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit nachgewiesen. Rivaroxaban kann Schwindel (häufig) oder Ohnmacht (gelegentlich) verursachen; wer davon betroffen ist, sollte laut Packungsbeilage weder Fahrzeuge führen noch Fahrrad fahren oder Werkzeuge und Maschinen bedienen. Schwindel, Schwäche oder Blässe können unter beiden Mitteln auch Anzeichen einer Blutung sein. Mehr im Ratgeber Medikamente und Autofahren.

Was muss ich vor einer Operation oder beim Zahnarzt beachten?

Zeigen Sie vor einer Behandlung Ihren Patientenausweis, auch in der Zahnarztpraxis. Vor einem Eingriff, der Blutungen verursachen kann, fordert Sie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt laut Packungsbeilage von Apixaban möglicherweise auf, es vorübergehend abzusetzen; Rivaroxaban nehmen Sie laut Packungsbeilage vor und nach einer Operation genau zu den Zeiten ein, die Ihnen genannt werden. Unterbrechen Sie die Einnahme nicht von sich aus. Mehr im Ratgeber Medikamente vor der OP.

Kann ich von Apixaban auf Rivaroxaban wechseln?

Beide Mittel dürfen laut Packungsbeilage nicht zusammen mit einem anderen Gerinnungshemmer eingenommen werden, außer bei einer Umstellung der Behandlung und in wenigen weiteren Ausnahmen. Ob und wie umgestellt wird, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; laut Packungsbeilage von Apixaban und Patientenausweis von Rivaroxaban könnte sich bei einem vorzeitigen Abbruch das Risiko für Blutgerinnsel erhöhen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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