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Prednison (Lodotra): Nebenwirkungen und Wirkung
Prednison ist ein verschreibungspflichtiges Glucocorticoid, also ein Cortison-Wirkstoff, der im Körper in Prednisolon umgewandelt wird. Lodotra enthält Prednison in Tabletten mit verzögerter Freisetzung: Abends gegen 22 Uhr eingenommen, wirkt es in der Nacht gegen die Morgensteifigkeit bei rheumatoider Arthritis. Häufige Nebenwirkungen sind unter anderem Gewichtszunahme, erhöhter Blutzucker, Schlaflosigkeit und Knochenabbau. Setzen Sie Prednison nie plötzlich ab, sondern lassen Sie die Dosis ärztlich schrittweise verringern.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Hormonstörung mit Cushing-Syndrom (typische Zeichen: rundes "Vollmondgesicht", Stammfettsucht und Gesichtsröte) sowie verminderte körpereigene Bildung von Glucocorticoiden[1, 2]
- Häufig: Appetitsteigerung und Gewichtszunahme[1, 2]
- Häufig: Diabetes (erhöhter Blutzuckerspiegel), verringerte Glukosetoleranz[1, 2]
- Häufig: Erhöhte Cholesterinwerte; laut Fachinformation auch erhöhte Triglyceride[1, 2]
- Häufig: Herzrhythmusstörungen aufgrund erhöhter Kaliumausscheidung[1, 2]
- Häufig: Wasseransammlungen (Ödeme) durch verminderte Natriumausscheidung[1, 2]
- Häufig: Verminderte Infektabwehr: erhöhte Gefahr und Schwere von Infektionen, Infektionen können verschleiert werden; laut Fachinformation können verborgene Infektionen aufflammen[1, 2]
- Häufig: Linsentrübung (Katarakt) und Steigerung des Augeninnendrucks (Glaukom), mit und ohne Augenschmerzen[1, 2]
- Häufig: Dehnungsstreifen, Blutergüsse oder Rötungen auf der Haut oder im Mund, Gewebeschwund (laut Fachinformation u. a. Hautatrophie, erweiterte Äderchen, erhöhte Brüchigkeit der kleinsten Blutgefäße, punktförmige und flächige Hautblutungen)[1, 2]
- Häufig: Erhöhung oder Verminderung der Anzahl der Blutkörperchen[1, 2]
- Häufig: Muskelabbau und Muskelschwäche[1, 2]
- Häufig: Knochenabbau, der das Risiko für Knochenbrüche erhöhen kann (Osteoporose); laut Fachinformation dosisabhängig und auch bei Kurzzeitbehandlung möglich[1, 2]
- Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
- Häufig: Schlaflosigkeit[1, 2]
Wofür wird Prednison eingesetzt?
Prednison ist ein Glucocorticoid, also ein Wirkstoff aus der Gruppe der Nebennierenrindenhormone, im Alltag oft "Cortison" genannt. Es wirkt entzündungshemmend und ist verschreibungspflichtig [1, 2]. Prednison gehört zu den Glucocorticoiden zum Einnehmen und Spritzen.
Grundlage dieser Seite ist Lodotra, ein Präparat mit verzögerter Wirkstofffreisetzung. Es wird bei Erwachsenen zur Behandlung der mäßigen bis schweren, aktiven rheumatoiden Arthritis angewendet, insbesondere wenn sie mit morgendlicher Gelenksteifigkeit einhergeht [1, 2]. Entzündungshemmende Arzneimittel verringern laut Packungsbeilage Schmerzen, Schwellungen, Steifigkeit, Rötung und Wärme in den betroffenen Gelenken [1].
Für herkömmliche Prednison-Tabletten, die den Wirkstoff sofort freisetzen, gelten eigene Anwendungsgebiete; maßgeblich ist die Packungsbeilage des jeweiligen Präparats. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité nennt als Anwendungsgebiete von Prednison allgemein allergische, entzündliche und proliferative Erkrankungen sowie Autoimmunerkrankungen, besonders in Phasen gesteigerter Krankheitsaktivität, außerdem die Vermeidung von Transplantatabstoßungen zusammen mit anderen Immunsuppressiva, multiple Sklerose und Neurodermitis [3]. Die Häufigkeitsangaben auf dieser Seite stammen nur aus der Packungsbeilage und Fachinformation von Lodotra.
Wie wirkt Prednison?
Prednison beeinflusst je nach Dosis den Stoffwechsel fast aller Gewebe des Körpers. Im für Lodotra üblichen Dosisbereich wirkt es rasch entzündungshemmend und mit Verzögerung immunsuppressiv, dämpft also das Abwehrsystem: Es hemmt Zellen des Immunsystems sowie die Freisetzung und Wirkung von Entzündungsbotenstoffen [2]. Über 80 Prozent des Prednisons werden bei der ersten Leberpassage in Prednisolon umgewandelt, die eigentlich wirksame Form [2].
Das Besondere an Lodotra ist die verzögerte Freisetzung: Laut Packungsbeilage gibt die Tablette den Wirkstoff rund 4 Stunden nach der Einnahme frei, laut Fachinformation nach 4 bis 6 Stunden. Die höchsten Blutspiegel werden etwa 6 bis 9 Stunden nach der Einnahme erreicht [1, 2]. Bei rheumatoider Arthritis erreichen entzündungsfördernde Botenstoffe ihre Spitzenwerte in den frühen Morgenstunden; nach abendlicher Einnahme und Freisetzung im Laufe der Nacht sinken ihre Konzentrationen laut Fachinformation [2]. Die Halbwertszeit im Blut beträgt etwa 3 Stunden, die biologische Wirkdauer ist wesentlich länger [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen hängen von Dosierung und Behandlungsdauer ab [1, 2]. Laut Fachinformation treten sie im für Lodotra empfohlenen niedrigen Dosisbereich seltener und weniger schwer auf als bei höheren Dosen [2]. "Häufig" heißt: bei bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bei bis zu 1 von 100 und "selten" bei bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Mehr zu einzelnen Beschwerden lesen Sie auf den Seiten Gewichtszunahme, Blutzucker, Schlafstörungen und Knochenschwund.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- HormonsystemHormonstörung mit Cushing-Syndrom (typische Zeichen: rundes "Vollmondgesicht", Stammfettsucht und Gesichtsröte) sowie verminderte körpereigene Bildung von Glucocorticoiden[1, 2]
- Stoffwechsel und ErnährungAppetitsteigerung und Gewichtszunahme[1, 2]Mehr dazu: Gewichtszunahme
- Stoffwechsel und ErnährungDiabetes (erhöhter Blutzuckerspiegel), verringerte Glukosetoleranz[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter Blutzucker
- Stoffwechsel und ErnährungErhöhte Cholesterinwerte; laut Fachinformation auch erhöhte Triglyceride[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Blutfette
- Stoffwechsel und ErnährungHerzrhythmusstörungen aufgrund erhöhter Kaliumausscheidung[1, 2]Mehr dazu: Veränderter KaliumspiegelHerzrhythmusstörungen
- Stoffwechsel und ErnährungWasseransammlungen (Ödeme) durch verminderte Natriumausscheidung[1, 2]Mehr dazu: Wassereinlagerungen
- InfektionenVerminderte Infektabwehr: erhöhte Gefahr und Schwere von Infektionen, Infektionen können verschleiert werden; laut Fachinformation können verborgene Infektionen aufflammen[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte Infektanfälligkeit
- AugenLinsentrübung (Katarakt) und Steigerung des Augeninnendrucks (Glaukom), mit und ohne Augenschmerzen[1, 2]
- HautDehnungsstreifen, Blutergüsse oder Rötungen auf der Haut oder im Mund, Gewebeschwund (laut Fachinformation u. a. Hautatrophie, erweiterte Äderchen, erhöhte Brüchigkeit der kleinsten Blutgefäße, punktförmige und flächige Hautblutungen)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- Blut und LymphsystemErhöhung oder Verminderung der Anzahl der Blutkörperchen[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelabbau und Muskelschwäche[1, 2]Mehr dazu: Muskelschwäche
- Muskeln, Knochen und GelenkeKnochenabbau, der das Risiko für Knochenbrüche erhöhen kann (Osteoporose); laut Fachinformation dosisabhängig und auch bei Kurzzeitbehandlung möglich[1, 2]Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- PsycheSchlaflosigkeit[1, 2]Mehr dazu: Schlafstörungen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Gefäße und KreislaufBluthochdruck[1, 2]Mehr dazu: Blutdruckanstieg
- Gefäße und KreislaufAblagerungen in oder Entzündung der Blutgefäße sowie Blutgerinnsel (laut Fachinformation erhöhtes Arteriosklerose- und Thromboserisiko, Gefäßentzündung auch nach Beendigung einer Langzeitbehandlung)[1, 2]Mehr dazu: Blutgerinnsel
- Magen und DarmMagengeschwüre und Magen-Darm-Blutungen (laut Fachinformation ohne gleichzeitige Gabe von NSAR)[1, 2]Mehr dazu: Magen-Darm-Blutungen und Geschwüre
- HautVermehrte Behaarung (Hypertrichose)[1, 2]
- HautPunktförmige und andere Hautflecken; laut Fachinformation rosazea-ähnliche Entzündung um den Mund und Veränderungen der Hautpigmentierung[1, 2]Mehr dazu: Pigmentstörungen der Haut
- HautVerzögerte Wundheilung[1, 2]Mehr dazu: Wundheilungsstörungen
- HautAkne (Steroidakne)[1, 2]Mehr dazu: Akne
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemAllergische Reaktionen einschließlich Bläschenbildung auf der Haut; laut Fachinformation Überempfindlichkeitsreaktionen wie Arzneimittelausschlag[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlag
- Magen und DarmEntzündung der Bauchspeicheldrüse mit starken Bauchschmerzen (Pankreatitis)[1, 2]Mehr dazu: BauchspeicheldrüsenentzündungBauchschmerzen
- HormonsystemStörung der Sexualhormonausschüttung, möglicherweise mit Ausbleiben der Regelblutung bei Frauen oder Impotenz bei Männern[1, 2]Mehr dazu: ZyklusstörungenErektionsstörungen
- HormonsystemStörung der Schilddrüsenfunktion[1, 2]
- PsycheDepressionen (Traurigkeit), Gereiztheit, Glücksgefühle, die nicht der Realität entsprechen (Euphorie), und erhöhter Antrieb[1, 2]Mehr dazu: Depressive VerstimmungAggressivität und Reizbarkeit
- PsycheVerlust des Realitätsbezugs (Psychose)[1, 2]Mehr dazu: Psychose und Halluzinationen
- NervensystemErhöhter Hirndruck mit Kopfschmerzen, Erbrechen und Doppeltsehen (Pseudotumor cerebri)[1, 2]Mehr dazu: KopfschmerzenErbrechenSehstörungen
- NervensystemEntstehung oder Verschlimmerung epileptischer Anfälle[1, 2]Mehr dazu: Krampfanfälle
- AugenVerschlimmerung bestehender Augengeschwüre oder Infektionen am Auge (laut Fachinformation Hornhautgeschwüre sowie Entzündungen durch Viren, Pilze oder Bakterien)[1, 2]
- Muskeln, Knochen und GelenkeAbsterben von Knochengewebe (Osteonekrose), laut Fachinformation am Oberarm- und Oberschenkelkopf[1, 2]
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Stoffwechsel und ErnährungFetteinlagerungen im Wirbelkanal, am Herzen oder im Brustraum, die sich wieder zurückbilden können (Lipomatose)[1, 2]
- Stoffwechsel und ErnährungStörung des Säure-Basen-Haushalts im Blut durch niedrige Kaliumspiegel (hypokaliämische Alkalose)[1, 2]Mehr dazu: Veränderter Kaliumspiegel
- HerzBeschleunigter Herzschlag[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- HerzLangsamer Herzschlag (laut Fachinformation nach Anwendung hoher Dosen)[1, 2]Mehr dazu: Verlangsamter Herzschlag
- AugenSehstörungen durch Austritt von Flüssigkeit unter die Netzhaut (zentrale seröse Chorioretinopathie)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- AugenVerschwommenes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
- Magen und DarmÜbelkeit, Durchfall, Erbrechen[1, 2]Mehr dazu: ÜbelkeitDurchfallErbrechen
- HautVermehrter Haarwuchs bei Frauen (Hirsutismus)[1, 2]
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschwäche der Oberarme und Beine (Steroidmyopathie)[1, 2]Mehr dazu: Muskelschwäche
- Muskeln, Knochen und GelenkeSehnenrisse[1, 2]Mehr dazu: Sehnenentzündung und Sehnenriss
- Muskeln, Knochen und GelenkeBrüche der Wirbel und Röhrenknochen[1, 2]Mehr dazu: Knochenschwund und Knochenbrüche
- Nieren und HarnwegeSklerodermiebedingte renale Krise bei Menschen, die bereits an Sklerodermie leiden; Anzeichen sind erhöhter Blutdruck und verringerte Harnbildung[1, 2]Mehr dazu: NierenfunktionsstörungenBlutdruckanstieg
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion kann während der Behandlung mit Prednison eine thyreotoxische periodische Paralyse auftreten, eine Erkrankung mit Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Krämpfen und Steifheit. Laut Fachinformation kann sie bei Schilddrüsenüberfunktion zusammen mit einem durch Prednison verursachten Kaliummangel auftreten; bei Verdacht müssen die Kaliumspiegel umgehend überwacht werden [1, 2]. Bestimmte Viruserkrankungen, nämlich Windpocken und Masern, können unter Lodotra schwerer verlaufen; ein besonderes Risiko besteht, wenn Sie nicht dagegen geimpft worden sind [1].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Schlafstörungen: Sie treten laut Fachinformation unter Lodotra häufiger auf als bei herkömmlichen, morgens eingenommenen Prednison-Tabletten. Bessern sie sich nicht, kann eine Umstellung auf eine herkömmliche Tablette angeraten sein; das entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt [1, 2]. Mehr dazu auf der Seite Schlafstörungen.
Knochen schützen: Die Behandlung kann den Knochenstoffwechsel ungünstig beeinflussen. Die Packungsbeilage empfiehlt deshalb vor allem bei Risikofaktoren wie familiärer Veranlagung, Bewegungsmangel, bei Frauen in und nach den Wechseljahren und im höheren Lebensalter eine Abklärung auf Osteoporose [1]. Laut Fachinformation wird eine Vorbeugung empfohlen, besonders wenn weitere Risikofaktoren vorliegen; sie umfasst eine ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D sowie körperliche Betätigung [2].
Kontrollen: Nehmen Sie Lodotra über mehrere Monate oder länger ein, sind regelmäßige ärztliche Kontrollen erforderlich, darunter Augen- und Blutuntersuchungen und die Überwachung des Blutdrucks [1]. Bei Diabetes kann die Ärztin oder der Arzt die Dosis des Diabetesmittels erhöhen und Sie engmaschig überwachen [1]. Laut Fachinformation ist bei vergleichsweise hohen Dosen auf eine ausreichende Kaliumzufuhr und eine Einschränkung von Natrium zu achten [2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen, auch über solche ohne Rezept [1]. Bestimmte Mittel gegen Epilepsie, Rifampicin und Bupropion können die Wirkung von Lodotra verringern; östrogenhaltige Mittel wie die Pille, Lakritze und HIV-Mittel wie Ritonavir oder Cobicistat können sie verstärken [1, 2]. Schmerz- und Rheumamittel aus der Gruppe der NSAR wie Ibuprofen erhöhen zusammen mit Prednison die Gefahr von Magen-Darm-Blutungen [1, 2]. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Herzglykoside (z. B. Digoxin) | Ihre Wirkung kann verstärkt werden; laut Fachinformation durch Kaliummangel[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Abführende oder harntreibende Mittel (z. B. einige Diuretika) | Ihre Wirkung kann verstärkt werden; laut Fachinformation wird die Kaliumausscheidung verstärkt[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Ciclosporin | Seine Wirkung kann verstärkt werden; laut Fachinformation steigen seine Blutspiegel, und es besteht eine erhöhte Gefahr von Krampfanfällen[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Im Krankenhaus verwendete Muskelentspannungsmittel (laut Packungsbeilage z. B. Suxamethonium; laut Fachinformation nicht depolarisierende Muskelrelaxanzien) | Laut Packungsbeilage kann ihre Wirkung verstärkt werden; laut Fachinformation kann die Muskelentspannung länger anhalten[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Cyclophosphamid (Krebsmittel) | Seine Wirkung kann verstärkt werden[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Somatropin (Wachstumshormon) und Praziquantel (Wurmmittel) | Ihre Wirkung kann beeinträchtigt werden[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Blutzuckersenkende Mittel (z. B. Insulin, Metformin, Glibenclamid) | Ihre Wirkung kann beeinträchtigt werden[1, 2] | Die Ärztin oder der Arzt erhöht gegebenenfalls die Dosis des Diabetesmittels und überwacht Sie engmaschig |
| Mittel gegen Epilepsie (z. B. Barbiturate, Phenytoin, Primidon), Rifampicin und Bupropion | Können die Wirkung von Lodotra verringern[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Aluminium- oder magnesiumhaltige Magensäurebinder (Antazida) | Laut Packungsbeilage können sie die Wirkung von Lodotra verringern; laut Fachinformation ist wegen der verzögerten Freisetzung eine Wechselwirkung unwahrscheinlich[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Östrogenhaltige Mittel, z. B. zur Empfängnisverhütung oder Hormonersatzbehandlung | Können die Wirkung von Lodotra verstärken[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Lakritze (auch in Hustenmitteln und Süßigkeiten) | Kann die Wirkung von Lodotra verstärken; laut Fachinformation ist eine Hemmung des Abbaus möglich[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| HIV-Mittel wie Ritonavir oder Cobicistat und andere CYP3A-Hemmer | Können die Wirkungen von Lodotra verstärken[1, 2] | Ärztliche Überwachung möglich; laut Fachinformation sollte die Kombination vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt |
| Entzündungshemmer aus der Gruppe der NSAR (z. B. Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen) | Erhöhte Gefahr von Magen-Darm-Blutungen[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Warfarin und andere Cumarine (Blutverdünner) | Die blutverdünnende Wirkung kann je nach Ansprechen vermindert oder erhöht sein[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| ACE-Hemmer (z. B. Captopril, Enalapril) | Erhöhtes Risiko für eine veränderte Anzahl der Blutkörperchen[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Anticholinergika (z. B. Atropin) | Erhöhtes Risiko für einen zusätzlichen Anstieg des Augeninnendrucks[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Malariamittel (z. B. Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin) | Erhöhtes Risiko für Muskelschwäche, auch des Herzmuskels[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Amphotericin B (Pilzmittel) | Erhöhtes Risiko für Kaliummangel (Hypokaliämie)[1, 2] | Vorher Rücksprache halten |
| Allergie-Hauttests und Schilddrüsen-Bluttests | Ergebnisse können beeinflusst werden; laut Fachinformation können Hautreaktionen unterdrückt und der TSH-Anstieg nach Protirelin abgeschwächt sein[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Labor über die Einnahme informieren |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Prednison nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Lodotra darf nicht eingenommen werden bei einer Allergie gegen Prednison oder einen der sonstigen Bestandteile [1, 2]. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt vorher, wenn bestimmte Erkrankungen oder Behandlungen auf Sie zutreffen oder früher zutrafen, etwa Diabetes, Osteoporose, Magen-Darm-Geschwüre, Infektionen wie Tuberkulose oder Hepatitis B, Bluthochdruck, ein Glaukom, Herzprobleme, ein kürzlich erlittener Herzinfarkt, Nieren- oder psychiatrische Erkrankungen [1]. Wegen seiner pharmakologischen Eigenschaften sollte Lodotra bei akuten Erkrankungen nicht anstelle von Prednison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung angewendet werden [1, 2].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Diabetes: Die Ärztin oder der Arzt erhöht gegebenenfalls die Dosis des Diabetesmittels und überwacht Sie während der Behandlung engmaschig[1, 2]
- Schwache Knochen (Osteoporose) oder Knochenerweichung (Osteomalazie); Magen- und Darmgeschwüre[1, 2]
- Schwere Colitis ulcerosa mit hohem Risiko eines Darmdurchbruchs, Divertikulitis oder die Zeit unmittelbar nach einer Operation, bei der zwei Darmabschnitte verbunden wurden: laut Fachinformation nur bei zwingender Indikation und unter ausreichender Überwachung[1, 2]
- Infektionen und Vorerkrankungen: Hepatitis B, Tuberkulose, Lymphknotenentzündung nach BCG-Impfung, Kinderlähmung, akute Virusinfektionen (z. B. Windpocken, Herpes an Lippen oder Augen, Masern, Gürtelrose), akute oder chronische bakterielle Infektionen, akute Pilzinfektionen, Parasiteninfektionen; bei Zwergfadenwürmern (Strongyloidiasis) können Glucocorticoide Infektionen verstärken und die Parasiten sich umfassend vermehren[1, 2]
- Impfungen: etwa 8 Wochen vor und 2 Wochen nach einer Impfung mit einem Lebendimpfstoff; Impfungen mit inaktivierten Impfstoffen können weniger wirksam sein[1, 2]
- Bluthochdruck (Blutdruck gegebenenfalls öfter kontrollieren lassen), Glaukom (gegebenenfalls engmaschigere Kontrollen), Herzprobleme (gegebenenfalls engmaschigere Kontrollen), Verletzungen oder Geschwüre der Hornhaut[1, 2]
- Kürzlich erlittener Herzinfarkt (laut Fachinformation Risiko eines Einrisses des Herzmuskels), Nierenerkrankungen, psychiatrische Erkrankungen[1, 2]
- Sklerodermie (systemische Sklerose): Tägliche Dosen von 15 mg oder mehr können das Risiko einer sklerodermiebedingten renalen Krise erhöhen; Blutdruck und Urin werden gegebenenfalls regelmäßig kontrolliert[1, 2]
- Schlafstörungen, die während der Behandlung auftreten und sich nicht bessern: Eine Umstellung auf eine herkömmliche Tablette mit sofortiger Wirkstofffreisetzung kann angeraten sein; laut Fachinformation treten Schlafstörungen unter Lodotra häufiger auf als bei morgens eingenommenen herkömmlichen Darreichungsformen[1, 2]
- Unterfunktion der Schilddrüse oder Leberzirrhose: Möglicherweise genügt eine geringere Dosis. Belastende Ereignisse wie Operationen oder Infektionen: Möglicherweise ist eine höhere Dosis nötig[1, 2]
- Einnahme über mehrere Monate oder länger: regelmäßige ärztliche Kontrollen einschließlich Augen-, Blut- und Blutdruckuntersuchungen (laut Fachinformation augenärztlich alle drei Monate)[1, 2]
- Nüchterne Einnahme: Lodotra kann dann den gewünschten Prednison-Blutspiegel nicht erreichen. Auch bei korrekter Einnahme können niedrige Blutspiegel bei 6 bis 7 Prozent der Dosen auftreten; wirkt Lodotra nicht ausreichend, sollte eine Umstellung auf eine herkömmliche Tablette erwogen werden[1, 2]
- Akute Erkrankungen: Lodotra sollte wegen seiner pharmakologischen Eigenschaften nicht anstelle von Prednison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung angewendet werden[1, 2]
- Kinder und Jugendliche: Anwendung laut Fachinformation nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten zu Verträglichkeit und Wirksamkeit vorliegen[2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose. Dopingkontrollen: positive Ergebnisse möglich[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Sind Sie schwanger oder stillen Sie, fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat [1]. Laut Fachinformation darf Lodotra in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn die erwarteten Vorteile die möglichen Risiken überwiegen [2]. Das Beratungszentrum Embryotox der Charité nennt Prednison und Prednisolon Mittel der Wahl unter den Glucocorticoiden für eine Behandlung im ganzen Körper in Schwangerschaft und Stillzeit [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und Embryotox sagen [1, 2, 3]. Mehr im Ratgeber Medikamente in der Stillzeit.
Schwangerschaft
Die Packungsbeilage von Lodotra rät, vor der Einnahme in Schwangerschaft oder bei Kinderwunsch die Ärztin, den Arzt oder die Apotheke um Rat zu fragen. Laut Fachinformation darf Lodotra in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn die zu erwartenden Vorteile die möglichen Risiken überwiegen, und zwar in der niedrigsten Dosis, die die Krankheit ausreichend kontrolliert.[1, 2]
Laut Fachinformation führte Prednison im Tierversuch zu Gaumenspalten; ob beim Menschen bei Gabe im ersten Schwangerschaftsdrittel ein erhöhtes Risiko besteht, wird noch diskutiert. Bei Gabe von Glucocorticoiden zum Ende der Schwangerschaft besteht die Gefahr, dass sich beim ungeborenen Kind die Nebennierenrinde zurückbildet; das kann eine Ersatzbehandlung des Neugeborenen nötig machen, die dann langsam verringert werden muss.[2]
Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit Prednison in der Schwangerschaft mit "sehr hoch" an und ordnet es der Ampelfarbe grau zu (Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt). Eine Behandlung mit Prednison darf laut Embryotox nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung in allen Phasen der Schwangerschaft durchgeführt werden. Ein geringfügig erhöhtes Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten bei Behandlung zwischen der 8. und 11. Schwangerschaftswoche lässt sich laut Embryotox nicht ganz ausschließen. Bei einer selten erforderlichen hoch dosierten Behandlung mit Prednison über Wochen sollte laut Embryotox das Wachstum des Kindes per Ultraschall kontrolliert werden; dauert die Behandlung bis zur Geburt, muss eine Unterfunktion der Nebennierenrinde (Nebenniereninsuffizienz) mitbedacht und gegebenenfalls behandelt werden. Embryotox nennt Prednison und Prednisolon Mittel der Wahl unter den Glucocorticoiden für eine Behandlung im ganzen Körper in der Schwangerschaft. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Laut Fachinformation gehen Glucocorticoide in geringen Mengen in die Muttermilch über; eine Schädigung von Säuglingen ist bisher nicht bekannt geworden. Sie dürfen dennoch nur verordnet werden, wenn die Vorteile für Mutter und Kind die Risiken überwiegen; bei höheren Dosen wird empfohlen, abzustillen.[2]
Embryotox nennt Prednison, Prednisolon und Methylprednisolon Glucocorticoide der Wahl für eine Behandlung im ganzen Körper in der Stillzeit. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Auch hohe Dosen, einmalig oder an wenigen Tagen nacheinander gegeben, erfordern laut Embryotox keine Einschränkung des Stillens; bei wiederholter Gabe solch hoher Dosen sollte laut Embryotox, wenn es sich einrichten lässt, drei bis vier Stunden mit dem Stillen gewartet werden.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Laut Fachinformation zählt übermäßiger Alkoholkonsum zu den Risikofaktoren, bei denen eine Vorbeugung gegen Knochenschwund besonders empfohlen wird.[2]
Autofahren und Maschinen
Es ist unwahrscheinlich, dass Lodotra die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Bemerken Sie während der Behandlung Schmerzen in den Augen oder verschwommenes Sehen, sollten Sie diese Tätigkeiten jedoch vermeiden.[1, 2]
Einnahme
Nehmen Sie Lodotra am Abend, in der Regel gegen 22 Uhr, mit oder nach dem Abendessen mit einem Glas Wasser ein; liegt das Abendessen mehr als 2 bis 3 Stunden zurück, wird eine leichte Zwischenmahlzeit empfohlen. Schlucken Sie die Tabletten im Ganzen: Sie dürfen nicht zerbrochen, geteilt oder zerkaut werden, weil die Tablettenhülle für die verzögerte Wirkung wichtig ist.[1, 2]
Lodotra wird üblicherweise über mehrere Monate oder länger eingenommen; wie lange, bespricht die Ärztin oder der Arzt mit Ihnen. Haben Sie eine Einnahme vergessen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wie damit umzugehen ist.[1]
Absetzen
Brechen Sie die Einnahme nicht plötzlich ab, sonst können die Beschwerden der rheumatoiden Arthritis wiederkehren. Die Dosis muss langsam verringert werden; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie, wie Sie sie schrittweise reduzieren. Ersetzen Sie Lodotra nicht ohne ärztlichen Rat durch Prednison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung.[1, 2]
Beim Absetzen bestehen außerdem die Gefahr einer Nebenniereninsuffizienz, besonders bei Infektionen, nach Unfällen oder bei erhöhter körperlicher Belastung, und eines Cortison-Entzugssyndroms, wenn der Körper nach zu schnellem Absetzen nicht mehr ausreichend Cortisol bildet.[1, 2]
Überdosierung
Fälle einer akuten Vergiftung mit Lodotra sind nicht bekannt. Bei einer Überdosierung ist mit verstärkten Nebenwirkungen zu rechnen, insbesondere an Hormonsystem, Stoffwechsel und Salzhaushalt; Letzteres kann das Risiko eines unregelmäßigen Herzschlags erhöhen. Informieren Sie dann Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Fachinformation ist kein Gegenmittel bekannt.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage von Lodotra nennt eine Obergrenze für den Regelfall, die Einnahmezeit am Abend, die schrittweise Verringerung auf eine Erhaltungsdosis und eine Regel für die Umstellung von morgens eingenommenen Cortison-Tabletten [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nach der Schwere der Erkrankung fest [1]. Für herkömmliche Prednison-Tabletten gilt die Packungsbeilage des jeweiligen Präparats.
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Lodotra am Abend, in der Regel gegen 22 Uhr, mit oder nach dem Abendessen und mit einem Glas Wasser ein. Liegt das Abendessen mehr als 2 bis 3 Stunden zurück, wird eine leichte Zwischenmahlzeit empfohlen [1]. Nüchtern eingenommen kann Lodotra den gewünschten Prednison-Blutspiegel nicht erreichen [1, 2]. Schlucken Sie die Tabletten im Ganzen; sie dürfen nicht zerbrochen, geteilt oder zerkaut werden [1]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wie damit umzugehen ist [1].
Brechen Sie die Einnahme nicht plötzlich ab: Die Beschwerden der rheumatoiden Arthritis können wiederkehren, und beim Absetzen drohen eine Nebenniereninsuffizienz (besonders bei Infektionen, nach Unfällen oder bei erhöhter körperlicher Belastung) und ein Cortison-Entzugssyndrom [1]. Die Dosis muss langsam verringert werden; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie dazu. Ersetzen Sie Lodotra nicht ohne ärztlichen Rat durch Prednison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung [1]. Mehr im Ratgeber Medikamente absetzen; Telefonnummern im Notfall unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Prednison
Prednison gibt es als Tabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung (Lodotra) und als herkömmliche Tabletten verschiedener Hersteller; laut Embryotox gibt es außerdem Zubereitungen zur Anwendung über den Enddarm [1, 3]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Lodotra, beide mit Stand Januar 2026 [1, 2]. Weitere Glucocorticoide auf dieser Website sind Prednisolon, Dexamethason und Hydrocortison.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Lodotra | Mundipharma GmbH (Mitvertrieb) | verschreibungspflichtig; Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung mit 1, 2 oder 5 mg; Grundlage dieser Seite |
| Prednison GALEN | GALENpharma GmbH | verschreibungspflichtig; Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung in mehreren Stärken |
| Prednison acis | mibe GmbH Arzneimittel | verschreibungspflichtig; Tabletten |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung. Skyepharma Production SAS (Mitvertrieb Mundipharma GmbH). Stand 01/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Lodotra 1 mg/2 mg/5 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung. Skyepharma Production SAS (Mitvertrieb Mundipharma GmbH). Stand 01/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Prednison. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 16.10.2026
Häufige Fragen
Welche Nebenwirkungen hat Prednison?
Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen hängen laut Packungsbeilage von Dosierung und Behandlungsdauer ab. Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, sind unter Lodotra unter anderem ein Cushing-Syndrom, Appetitsteigerung und Gewichtszunahme, erhöhter Blutzucker, erhöhte Cholesterinwerte, Wassereinlagerungen, eine verminderte Infektabwehr, Katarakt und Glaukom, Hautveränderungen, Muskelschwäche, Knochenabbau, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Gelegentlich treten unter anderem Bluthochdruck, Magengeschwüre und Akne auf.
Warum nimmt man Lodotra abends ein?
Lodotra setzt den Wirkstoff verzögert frei, laut Packungsbeilage rund 4 Stunden nach der Einnahme. Nehmen Sie es abends gegen 22 Uhr ein, wirkt es in der Nacht, sodass sich frühmorgendliche Beschwerden wie die Gelenksteifigkeit bei rheumatoider Arthritis bessern können. Wichtig ist die Einnahme mit oder nach dem Abendessen, denn nüchtern eingenommen kann Lodotra den gewünschten Blutspiegel nicht erreichen.
Darf ich Lodotra-Tabletten teilen?
Nein. Lodotra-Tabletten dürfen nicht zerbrochen, geteilt oder zerkaut werden, weil die Tablettenhülle für die verzögerte Wirkstofffreisetzung wichtig ist. Für Dosierungen, die mit einer Stärke nicht erreichbar sind, gibt es andere Stärken.
Macht Prednison schlaflos?
Schlaflosigkeit gehört bei Lodotra zu den häufigen Nebenwirkungen. Laut Fachinformation treten Schlafstörungen unter Lodotra häufiger auf als bei herkömmlichen, morgens eingenommenen Prednison-Tabletten. Bessert sich die Schlaflosigkeit nicht, kann eine Umstellung auf eine herkömmliche Tablette angeraten sein. Sprechen Sie darüber mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Darf ich Prednison einfach absetzen?
Nein. Brechen Sie die Einnahme nicht plötzlich ab: Die Beschwerden der rheumatoiden Arthritis können wiederkehren, und es drohen eine Nebenniereninsuffizienz und ein Cortison-Entzugssyndrom. Die Dosis muss langsam verringert werden; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie, wie Sie dabei vorgehen.
Was ist der Unterschied zwischen Prednison und Prednisolon?
Prednison wird in der Leber in Prednisolon umgewandelt, die eigentlich wirksame Form; laut Fachinformation geschieht das mit über 80 Prozent bei der ersten Leberpassage. Laut Embryotox sind Prednison und Prednisolon zum Einnehmen dosisgleich. Beide gelten bei Embryotox als Glucocorticoide der Wahl in Schwangerschaft und Stillzeit. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Darf ich Prednison in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
Laut Fachinformation von Lodotra darf es in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn die erwarteten Vorteile die möglichen Risiken überwiegen, und in der niedrigsten wirksamen Dosis. In der Stillzeit wird laut Fachinformation bei höheren Dosen empfohlen, abzustillen. Embryotox nennt Prednison ein Glucocorticoid der Wahl für Schwangerschaft und Stillzeit. Fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.
Welche Dosis Prednison ist üblich?
Die Dosis richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Die Angaben der Packungsbeilage von Lodotra finden Sie im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage; für herkömmliche Prednison-Tabletten gilt die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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