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Ibuprofen oder Diclofenac?

Ibuprofen und Diclofenac gehören beide zu den nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Als rezeptfreie Tabletten sind beide zur kurzzeitigen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und von Fieber zugelassen, verschreibungspflichtige Präparate beider Wirkstoffe zur symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung unter anderem bei rheumatischen Erkrankungen. Laut Packungsbeilage darf Diclofenac bei festgestellter Herzkrankheit, Erkrankung der Hirngefäße oder Durchblutungsstörungen der Beine nicht eingenommen werden, Ibuprofen bei schwerer Herzschwäche nicht; die rezeptfreien Diclofenac-Tabletten werden unter 16 Jahren nicht empfohlen. Ob Ibuprofen oder Diclofenac für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Apotheke, Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Frau Mitte fünfzig mit zurückgebundenem kastanienbraunem Haar in rostroter Fleecejacke steht in einem Gemüsegarten und legt eine Hand an den unteren Rücken
Bild: KI-generiert

Ibuprofen und Diclofenac gehören beide zu den nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) [1, 6]. Als rezeptfreie Tabletten aus der Apotheke sind beide zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und von Fieber zugelassen [1, 2, 6, 7], auf Rezept auch zur symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei rheumatischen Erkrankungen und nach Verletzungen [5, 10].

Unterschiede zeigen die Packungsbeilagen unter anderem bei den Gegenanzeigen an Herz und Gefäßen, bei der Altersgrenze und in der Stillzeit [1, 6]. Verglichen werden die rezeptfreien Tabletten; Gele und Pflaster haben eigene Packungsbeilagen. Welches Mittel passt, klären Sie mit Apotheke, Ärztin oder Arzt.

Ibuprofen und Diclofenac im Überblick

Ibuprofen und Diclofenac: Angaben aus Packungsbeilage und Fachinformation
MerkmalIbuprofenDiclofenac
WirkstoffgruppeEntzündungshemmendes und schmerzstillendes Arzneimittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) [1]Schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Entzündungshemmer (NSAR) [6]
AbgabeBis 400 mg je Tablette rezeptfrei in der Apotheke (leichte bis mäßig starke Schmerzen, Fieber) [2, 4]; höhere Stärken und Präparate für rheumatische Erkrankungen verschreibungspflichtig [4, 5]Zum Einnehmen bis 25 mg je Tablette rezeptfrei in der Apotheke (leichte bis mäßig starke Schmerzen, Fieber) [7, 9]; Präparate gegen rheumatische Erkrankungen, etwa magensaftresistente Tabletten mit 25 oder 50 mg, verschreibungspflichtig [9, 10]
DarreichungsformenGrundlage: Filmtabletten [1]; laut Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) außerdem flüssig zum Einnehmen, als Zäpfchen, als Pflaster und zum äußeren Gebrauch [4]Grundlage: Filmtabletten [6]; verschreibungspflichtig unter anderem als magensaftresistente Tabletten [10]; laut AMVV außerdem zur Anwendung auf der Haut und als Pflaster [9]
Zugelassene AnwendungsgebieteKurzzeitige symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen wie Kopf-, Zahn- und Regelschmerzen sowie von Fieber; für Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene [1, 2]Kurzzeitige symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und von Fieber; für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren, bei Jüngeren nicht empfohlen [6, 7]
Wie er wirktErwies sich über die Hemmung der Prostaglandinbildung in Tiermodellen für Entzündungen als wirksam; beim Menschen verringert es entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber [2]Erwies sich über die Hemmung der Prostaglandinbildung in Tiermodellen für Entzündungen als wirksam; beim Menschen verringert es entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber [7]
Darf nicht eingenommen werden bei (Auswahl)Allergie gegen Ibuprofen; früheren Reaktionen wie Asthmaanfällen oder Schwellungen nach ASS oder anderen NSAR; bestehenden oder wiederholt aufgetretenen Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Blutungen; schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen; schwerer Herzschwäche; im letzten Drittel der Schwangerschaft; Kindern unter 20 kg (6 Jahren) [1]Allergie gegen Diclofenac; früheren Reaktionen wie Schwellungen von Gesicht und Mund, Asthmaanfällen oder Schmerzen in der Brust nach ASS oder anderen NSAR; aktiven oder wiederholt aufgetretenen Magen- oder Darmgeschwüren oder Blutungen; schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen; festgestellter Herzkrankheit oder Erkrankung der Hirngefäße, etwa nach Herzinfarkt oder Schlaganfall; früheren oder bestehenden Durchblutungsstörungen der Beine (periphere arterielle Verschlusskrankheit); im letzten Drittel der Schwangerschaft [6]; laut Fachinformation auch bei bekannter Herzschwäche ab Stadium NYHA II [7]
Häufige NebenwirkungenHäufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt [1]Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt; häufig: Verdauungsstörungen, Blähungen, Bauchkrämpfe, Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Geschwüre, Hautausschlag und Hautjucken, zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Müdigkeit, erhöhte Leberenzymwerte [6]
Schwerwiegende Nebenwirkungen (Auswahl)Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag, Juckreiz oder Asthmaanfällen, Sehstörungen, Zeichen einer Magen-Darm-Blutung; sehr selten: schwere allergische Reaktionen bis zum Schock, schwere Hautreaktionen, Störungen der Blutbildung; dann laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und sofort in ärztliche Behandlung [1]Gelegentlich: blutiges Erbrechen, Blut im Stuhl oder blutiger Durchfall; selten: Unverträglichkeitsreaktionen einschließlich Schock; sehr selten: Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf mit Luftnot, Störungen der Blutbildung, schwere Hautreaktionen; Häufigkeit nicht bekannt: Schmerzen im Brustkorb (Kounis-Syndrom); dann laut Packungsbeilage die Einnahme abbrechen und sofort oder umgehend ärztliche Hilfe holen [6]
Wichtige Wechselwirkungen (Auswahl)Andere NSAR einschließlich ASS, Kortison, SSRI und Mittel gegen die Verklumpung der Blutplättchen: höheres Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Trakt; Gerinnungshemmer wie Warfarin: Wirkung kann verstärkt werden; Blutdrucksenker und Entwässerungsmittel: Wirkung kann abgeschwächt werden [1, 2]Andere NSAR und Kortison: höheres Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder Blutungen; ASS und SSRI: höheres Risiko für Magen-Darm-Blutungen; Gerinnungshemmer wie Warfarin: Blutungsrisiko kann steigen; Blutdrucksenker und Entwässerungsmittel: Wirkung kann abgeschwächt werden [6, 7]
SchwangerschaftPackungsbeilage: in den letzten 3 Monaten nicht einnehmen; in den ersten 6 Monaten sollte es nur eingenommen werden, wenn absolut notwendig und ärztlich empfohlen [1]. Embryotox: in den ersten zwei Dritteln neben Paracetamol eines der Schmerz- und Entzündungsmittel der Wahl; ab der 28. Schwangerschaftswoche dürfen Ibuprofen und andere NSAR nicht angewendet werden [3]Packungsbeilage: in den letzten 3 Monaten nicht einnehmen; in den ersten 6 Monaten sollte es nur eingenommen werden, wenn absolut notwendig und ärztlich empfohlen [6]. Embryotox: in den ersten zwei Dritteln als Schmerzmittel oder gegen Entzündungen verwendbar; ab der 28. Schwangerschaftswoche dürfen Diclofenac und andere NSAR nicht angewendet werden; als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox Ibuprofen (erstes und zweites Drittel) und Paracetamol (gesamte Schwangerschaft) [8]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
StillzeitPackungsbeilage: geht nur in geringen Mengen in die Muttermilch über; bei kurzfristiger Einnahme der empfohlenen Dosis ist eine Stillpause in der Regel nicht erforderlich [1]. Embryotox: ein Schmerzmittel der Wahl in der Stillzeit [3]Packungsbeilage: geht in geringen Mengen in die Muttermilch über; sollte in der Stillzeit nicht eingenommen werden [6]. Embryotox: NSAR der Wahl in der Stillzeit ist Ibuprofen; bei gelegentlicher Einnahme oder kurzfristiger Behandlung ist auch Diclofenac akzeptabel [8]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Alkohol und VerkehrstüchtigkeitMöglichst keinen Alkohol, weil Nebenwirkungen vor allem in Magen, Darm und Nervensystem verstärkt werden können; in höherer Dosierung Müdigkeit und Schwindel möglich, die im Einzelfall die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen können, verstärkt mit Alkohol [1]Möglichst keinen Alkohol [6]; laut Fachinformation kann Alkohol Nebenwirkungen von NSAR vor allem in Magen, Darm und Nervensystem verstärken [7]; bei Sehstörungen, Benommenheit, Schwindel oder Schläfrigkeit sollten Sie keine Fahrzeuge fahren und keine Maschinen bedienen [6]
GrundlageGebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten (11/2024) und Fachinformation (06/2026), apothekenpflichtig [1, 2]Gebrauchsinformation und Fachinformation Diclo-ratiopharm bei Schmerzen und Fieber 25 mg Filmtabletten (beide 07/2025), apothekenpflichtig [6, 7]

Die Angaben stammen aus Packungsbeilage und Fachinformation je eines Präparats; welches, steht in der letzten Zeile [1, 2, 6, 7]. Dass eine Angabe bei einem Wirkstoff fehlt, heißt nicht, dass er in dieser Situation geeignet ist. Ob Ibuprofen oder Diclofenac für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Häufigkeiten: "sehr häufig" heißt bei mindestens 1 von 10 Behandelten, "häufig" bei bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bei bis zu 1 von 100, "selten" bei bis zu 1 von 1.000, "sehr selten" bei bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" ist die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzbar [1, 2, 6, 7]. Beide Packungsbeilagen zählen auch Nebenwirkungen einer hoch dosierten Langzeitbehandlung bei Rheuma auf [1, 6]. Bei Ibuprofen beziehen sich die Häufigkeitsangaben, soweit sie über sehr seltene Meldungen hinausgehen, auf die kurzzeitige Anwendung bis zur Tageshöchstmenge der Tabletten [1]; bei Diclofenac können die Nebenwirkungen laut Packungsbeilage bei kurzer Anwendung seltener auftreten [6]. Anschaulich umgerechnet im Werkzeug Was heißt "häufig"?

Wofür Ibuprofen und Diclofenac zugelassen sind

Ohne ärztlichen Rat gelten laut Packungsbeilage Grenzen: Ist Ibuprofen bei Erwachsenen länger als 3 Tage bei Fieber oder länger als 4 Tage bei Schmerzen nötig oder verschlimmern sich die Beschwerden, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden; bei Kindern und Jugendlichen gilt die Grenze von 3 Tagen [1]. Diclofenac nehmen Sie ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 4 Tage bei Schmerzen und nicht länger als 3 Tage bei Fieber ein; halten die Beschwerden länger an oder verschlimmern sie sich, sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden [6].

Auf Rezept: Verschreibungspflichtige Ibuprofen-Filmtabletten und magensaftresistente Diclofenac-Tabletten sind laut Fachinformation zur symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung zugelassen bei akuten und chronischen Gelenkentzündungen einschließlich Gichtanfall und rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen, Reizzuständen einer Arthrose, entzündlichem Weichteilrheuma und schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen [5, 10]. Die magensaftresistenten Diclofenac-Tabletten sollten laut Fachinformation nicht zur Einleitung der Behandlung von Erkrankungen verwendet werden, bei denen ein rascher Wirkungseintritt benötigt wird [10]. Die Dosis steht unter Dosierung von Ibuprofen und Dosierung von Diclofenac.

Zu den Beschwerden: Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen und Fieber; allgemeine Regeln im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.

Wie sie wirken

Ibuprofen erwies sich laut Fachinformation über die Hemmung der Prostaglandinbildung in den üblichen Tiermodellen für Entzündungen als wirksam. Beim Menschen verringert es entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber und hemmt umkehrbar die Verklumpung der Blutplättchen [2]. Diclofenac erwies sich laut seiner Fachinformation ebenfalls über diesen Mechanismus in Tiermodellen als wirksam; beim Menschen verringert es entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber und hemmt die Verklumpung der Blutplättchen [7].

Wann sie nicht eingenommen werden dürfen

Ibuprofen

  • Laut Packungsbeilage nicht einnehmen: bei den Gegenanzeigen aus der Tabelle oben, außerdem bei ungeklärten Störungen der Blutbildung, nach einer Magen-Darm-Blutung oder einem Durchbruch unter einer früheren NSAR-Behandlung, bei Hirnblutungen oder anderen aktiven Blutungen und bei starkem Flüssigkeitsmangel [1].
  • Vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke besprechen bei Herzerkrankungen einschließlich Herzschwäche und Angina pectoris, nach Herzinfarkt, Bypass-Operation oder Schlaganfall, bei Durchblutungsstörungen der Beine, Bluthochdruck, Diabetes oder hohen Cholesterinwerten, bei Herzerkrankungen oder Schlaganfällen in der Familie und wenn Sie rauchen [1].
  • Laut Fachinformation sollte Ibuprofen bei unkontrolliertem Bluthochdruck, Herzschwäche (NYHA II bis III), bestehender ischämischer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit oder Erkrankungen der Hirngefäße nur nach sorgfältiger Abwägung angewendet werden [2].
  • Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu Ibuprofen

Diclofenac

  • Laut Packungsbeilage nicht einnehmen: bei den Gegenanzeigen aus der Tabelle oben, außerdem wie bei Ibuprofen bei ungeklärten Störungen der Blutbildung, nach einer Magen-Darm-Blutung oder einem Durchbruch unter einer früheren NSAR-Behandlung und bei Hirnblutungen oder anderen aktiven Blutungen [6].
  • Vorher Ärztin oder Arzt informieren, wenn Sie rauchen, Diabetes, Angina pectoris, Blutgerinnsel, hohen Blutdruck oder erhöhte Cholesterin- oder Triglyzeridwerte haben, nach einem schweren Hautausschlag durch Schmerzmittel und vor oder nach einer Operation an Magen oder Darm [6].
  • Laut Fachinformation sollten Menschen mit signifikanten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Ereignisse wie Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten, Diabetes oder Rauchen nur nach sorgfältiger Abwägung mit Diclofenac behandelt werden [7].
  • Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu Diclofenac

Nebenwirkungen im Vergleich

Ibuprofen: Gelegentlich kommen unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit vor, außerdem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre, unter Umständen mit Blutung und Durchbruch. Selten sind Ohrgeräusche und Hörverluste, sehr selten unter anderem Herzschwäche, Herzinfarkt, Leber- und Nierenschäden [1].

Diclofenac: Gelegentlich kommen unter anderem Nesselsucht, eine Magenschleimhautentzündung, Leberschäden vor allem bei Langzeitbehandlung und Wassereinlagerungen vor, selten Asthma, sehr selten unter anderem Herzschwäche, Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenschäden [6].

Herz und Kreislauf: Arzneimittel wie Ibuprofen können laut Packungsbeilage mit einem geringfügig erhöhten Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall einhergehen, insbesondere bei Anwendung in hohen Dosen [1]. Arzneimittel wie Diclofenac sind laut Packungsbeilage mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall verbunden; jedes Risiko ist mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung wahrscheinlicher [6]. Beide Packungsbeilagen bitten, die empfohlene Dosis und Behandlungsdauer nicht zu überschreiten [1, 6]. Mehr: Magenbeschwerden, Blutungen, Herzschwäche, Leberwerte.

Jede Häufigkeit gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welches Mittel für Sie verträglicher ist. Nebenwirkungen können Sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1, 6]; wie, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wechselwirkungen und gleichzeitige Einnahme

Paar Anfang sechzig sitzt an einem hölzernen Küchentisch mit zwei Teetassen und unterhält sich ruhig, der Mann mit weißem Haar in grünem Pullover, die Frau mit kurzem blondem Haar in roter Bluse
Bild: KI-generiert

Beide Packungsbeilagen bitten Sie, Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle anderen Arzneimittel zu informieren [1, 6]. Dass eine regelmäßige Langzeitanwendung von Ibuprofen die herzschützende Wirkung niedrig dosierter ASS verringert, kann laut Fachinformation nicht ausgeschlossen werden; bei gelegentlicher Anwendung ist eine klinisch bedeutsame Wechselwirkung nicht wahrscheinlich [2]. Mehr: Ibuprofen, Diclofenac und Gruppe NSAR.

Beide zusammen: Die gleichzeitige Anwendung mit anderen NSAR sollte laut beiden Packungsbeilagen vermieden werden; zusammen erhöhen sie das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder Blutungen [1, 6]. Vergleiche: Ibuprofen oder Paracetamol, ASS oder Ibuprofen, Ibuprofen oder Metamizol; Ratgeber Wechselwirkungen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Packungsbeilagen: Beide enthalten denselben Schwangerschaftstext mit den Angaben aus der Tabelle; in den letzten 3 Monaten könnte die Einnahme Ihr ungeborenes Kind schädigen oder Probleme bei der Geburt verursachen [1, 6]. Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann eine Einnahme über mehr als ein paar Tage beim Kind Nierenprobleme mit zu wenig Fruchtwasser oder eine Verengung eines Blutgefäßes am Herzen (Ductus arteriosus) verursachen [1, 6].

Embryotox zu Ibuprofen: Den Erfahrungsumfang gibt das Beratungszentrum Embryotox der Charité mit "sehr hoch" an. Ibuprofen sollte nicht unkritisch und ohne ärztlichen Rat tagelang oder über mehrere Wochen eingenommen werden; unter "Besser geeignete Alternativen" nennt Embryotox keine, sofern die genannten Einschränkungen beachtet werden, und alternativ Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Embryotox zu Diclofenac: Den Erfahrungsumfang gibt Embryotox mit "hoch" an; auch Diclofenac sollte nicht unkritisch und ohne ärztlichen Rat tagelang oder über mehrere Wochen eingenommen werden. Als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox Ibuprofen im ersten und zweiten Drittel und Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft [8]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Stillzeit: Diclofenac sollte laut Packungsbeilage in der Stillzeit nicht eingenommen werden, um unerwünschte Wirkungen beim Säugling zu vermeiden [6]. NSAR der Wahl in der Stillzeit ist laut Embryotox Ibuprofen; bei gelegentlicher Einnahme oder kurzfristiger Behandlung ist auch Diclofenac akzeptabel [8]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr: Embryotox, Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Aktuelle Sicherheitsinformationen

Diclofenac und Herz-Kreislauf-Risiko (Rote-Hand-Brief, Juli 2013): Nach einer europaweiten Überprüfung der Herz-Kreislauf-Sicherheit informierten die Zulassungsinhaber systemisch angewendeter Diclofenac-haltiger Arzneimittel über neue Gegenanzeigen; das BfArM veröffentlichte den Brief am 16.07.2013. Danach weisen die Daten auf ein erhöhtes Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse unter Diclofenac hin, vergleichbar mit dem von selektiven COX-2-Hemmern; seitdem ist Diclofenac bei bestehender Herzschwäche (NYHA II bis IV), ischämischer Herzerkrankung, peripherer Arterienerkrankung oder Erkrankung der Hirngefäße kontraindiziert; bei signifikanten Risikofaktoren sollte die Behandlung nur nach sorgfältiger Abwägung begonnen werden [11]. Die Textänderungen ordnete das BfArM mit Bescheid vom 04.12.2013 an [12].

Ibuprofen in hoher Dosierung (BfArM, 27.07.2015): Wer Ibuprofen hoch dosiert anwendet, mit Tagesdosen von 2.400 mg oder mehr, hat laut BfArM nach einer europäischen Risikobewertung ein ähnliches Risiko für Nebenwirkungen an Herz und Kreislauf wie bei einigen anderen NSAR, darunter Coxibe und Diclofenac. Bei Tagesdosen bis 1.200 mg, der höchsten in der EU nicht verschreibungspflichtigen Dosierung zum Einnehmen, wurde keine Zunahme gesehen. Hohe Dosierungen sollten bei bestehenden schwerwiegenden Herz- oder Kreislauferkrankungen und nach Herzinfarkt oder Schlaganfall vermieden werden (Stufenplanbescheid vom 22.07.2015) [13].

NSAR in der Schwangerschaft (BfArM, 09.08.2022): Nach einer Beratung durch den Ausschuss für Risikobewertung (PRAC) der EMA einigte sich die Koordinierungsgruppe CMDh laut BfArM auf einen einheitlichen Schwangerschaftstext für ibuprofenhaltige und andere NSAR-haltige Arzneimittel zur systemischen Anwendung, mit den Hinweisen ab der 20. Schwangerschaftswoche [14].

Wer entscheidet, welches Mittel passt

Beide Packungsbeilagen der rezeptfreien Tabletten bitten, sich bei Fragen an die Apotheke zu wenden [1, 6]; verschreibungspflichtige Präparate verordnet die Ärztin oder der Arzt [5, 10]. Reicht die Linderung nicht aus, erhöhen Sie laut Packungsbeilage von Ibuprofen die Dosis nicht selbst, sondern fragen Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Fragen für das Gespräch:

  • Darf ich eines der Mittel wegen einer Herz- oder Gefäßerkrankung, Magen-Darm-Geschwüren, einer Leber- oder Nierenerkrankung, Asthma oder Allergien nicht einnehmen, und spielen Bluthochdruck, Diabetes oder Rauchen eine Rolle?
  • Passen die Mittel zu meinen anderen Medikamenten, etwa Blutverdünnern, Kortison, ASS oder Blutdrucksenkern?
  • Was gilt, wenn ich schwanger bin, eine Schwangerschaft plane oder stille?

Fragen sammeln Sie mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch. Nehmen Sie Ibuprofen oder Diclofenac auf ärztliche Verordnung ein, gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Ibuprofen: Nehmen Sie Ibuprofen laut Packungsbeilage nicht weiter ein und begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung bei Hautausschlag mit Juckreiz oder Asthmaanfällen, bei Sehstörungen, bei Zeichen einer Magen-Darm-Blutung wie stärkeren Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl, schwarzem Stuhl oder Bluterbrechen, bei Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Kehlkopf mit Luftnot, Herzjagen oder Blutdruckabfall, auch schon bei der ersten Anwendung, und bei schweren Hautreaktionen mit Flecken, Blasen oder Abschälen der Haut [1]. Nach zu viel Ibuprofen, auch wenn Kinder versehentlich Tabletten geschluckt haben, wenden Sie sich immer an eine Ärztin, einen Arzt oder ein Krankenhaus [1].

Diclofenac: Bei Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf mit Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall oder Schock, auch schon bei der ersten Anwendung, ist laut Packungsbeilage sofortige ärztliche Hilfe erforderlich; brechen Sie die Einnahme ab und suchen Sie sofort eine Ärztin oder einen Arzt auf [6]. Bei stärkeren Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, schwarzem Stuhl oder Blut im Stuhl brechen Sie die Einnahme ab und informieren sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [6]. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen oder Schleimhautschäden brechen Sie die Einnahme ab und wenden sich umgehend an eine Ärztin oder einen Arzt; bei Schmerzen im Brustkorb oder bei leichten Krämpfen im Bauch kurz nach Behandlungsbeginn mit nachfolgenden Blutungen aus dem Enddarm oder blutigem Durchfall beenden Sie die Anwendung und sprechen umgehend mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [6]. Bei Verdacht auf eine Überdosierung benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [6].

Beide: Bei Fieber, Halsschmerzen, oberflächlichen Wunden im Mund, grippeartigen Beschwerden, starker Abgeschlagenheit, Nasenbluten oder Hautblutungen als möglichen Zeichen einer Störung der Blutbildung ist das Mittel laut beiden Packungsbeilagen sofort abzusetzen und eine Ärztin oder ein Arzt aufzusuchen; jede Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben [1, 6].

In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112, laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) zum Beispiel bei schwerer Atemnot oder Vergiftungen [15]. Die Nummern der Giftinformationszentren finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Ibuprofen. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  4. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Ibuprofen. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand AMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). abgerufen am 18.10.2026
  5. Fachinformation Fachinformation Ibu-ratiopharm 400 mg/600 mg/800 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Diclo-ratiopharm bei Schmerzen und Fieber 25 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 18.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Diclo-ratiopharm bei Schmerzen und Fieber 25 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 18.10.2026
  8. Embryotox Embryotox: Diclofenac. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  9. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Diclofenac. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand AMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). abgerufen am 18.10.2026
  10. Fachinformation Fachinformation Diclofenac-ratiopharm magensaftresistente Tabletten (25 mg und 50 mg, verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 18.10.2026
  11. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: Diclofenac, neue Kontraindikationen und Warnhinweise nach europaweiter Überprüfung der kardiovaskulären Sicherheit. Zulassungsinhaber Diclofenac-haltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und BfArM; veröffentlicht vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 16.07.2013. Stand Juli 2013. abgerufen am 18.10.2026
  12. Behörde Diclofenac: Umsetzung des Durchführungsbeschlusses der EU-Kommission (Bescheid vom 04.12.2013). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 06.12.2013. abgerufen am 18.10.2026
  13. Behörde Ibuprofenhaltige Arzneimittel: Kardiovaskuläre Nebenwirkungen (Bescheid im Stufenplanverfahren vom 22.07.2015). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 27.07.2015. abgerufen am 18.10.2026
  14. Behörde NSAID-haltige Arzneimittel zur systemischen Anwendung während der Schwangerschaft (mit vorgeschlagenem Text für die Produktinformationen). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 09.08.2022. abgerufen am 18.10.2026
  15. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Ibuprofen und Diclofenac?

Beide gehören zu den nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und sind als rezeptfreie Tabletten zur kurzzeitigen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und von Fieber zugelassen. Ihre Packungsbeilagen unterscheiden sich unter anderem bei den Gegenanzeigen an Herz und Gefäßen, bei der Altersgrenze und in der Stillzeit. Rezeptfrei gegen leichte bis mäßig starke Schmerzen und Fieber sind Ibuprofen-Tabletten bis 400 mg und Diclofenac-Tabletten bis 25 mg; höhere Stärken und Präparate gegen rheumatische Erkrankungen sind verschreibungspflichtig.

Kann ich Ibuprofen und Diclofenac zusammen einnehmen?

Beide Wirkstoffe gehören zu den NSAR. Laut beiden Packungsbeilagen sollte die gleichzeitige Anwendung mit anderen NSAR vermieden werden; zusammen erhöhen sie laut beiden das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder Blutungen. Als Grund für das Vermeiden nennt die Packungsbeilage von Diclofenac fehlende Hinweise auf zusätzliche Vorteile und die mögliche Verstärkung von Nebenwirkungen. Wie Sie vorgehen, wenn ein Mittel nicht ausreicht, klären Sie vorher in der Apotheke oder mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was gilt bei Herzerkrankungen?

Diclofenac darf laut Packungsbeilage nicht eingenommen werden, wenn bei Ihnen eine Herzkrankheit oder eine Erkrankung der Hirngefäße festgestellt wurde, etwa nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, und nicht bei Durchblutungsstörungen der Beine; laut Fachinformation auch nicht bei bekannter Herzschwäche ab Stadium NYHA II. Ibuprofen darf laut Packungsbeilage bei schwerer Herzschwäche nicht eingenommen werden; bei anderen Herzerkrankungen, nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder Bypass-Operation sollten Sie die Behandlung vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke besprechen. Dass eine Angabe bei einem Wirkstoff fehlt, heißt nicht, dass er in dieser Situation geeignet ist.

Was sagen Packungsbeilage und Embryotox zur Schwangerschaft?

In den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie laut Packungsbeilage weder Ibuprofen noch Diclofenac einnehmen; in den ersten 6 Monaten sollten Sie beide nicht einnehmen, sofern es nicht absolut notwendig ist und ärztlich empfohlen wird. Embryotox zählt Ibuprofen in den ersten zwei Dritteln neben Paracetamol zu den Schmerz- und Entzündungsmitteln der Wahl. Für Diclofenac nennt Embryotox Ibuprofen im ersten und zweiten Drittel und Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft als besser geeignete Alternativen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was gilt in der Stillzeit?

Ibuprofen geht laut Packungsbeilage nur in geringen Mengen in die Muttermilch über; bei kurzfristiger Einnahme der empfohlenen Dosis ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich. Diclofenac sollte laut Packungsbeilage in der Stillzeit nicht eingenommen werden. Embryotox nennt Ibuprofen das NSAR der Wahl in der Stillzeit; bei gelegentlicher Einnahme oder kurzfristiger Behandlung sei auch Diclofenac akzeptabel. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Ab welchem Alter sind die rezeptfreien Tabletten bestimmt?

Die rezeptfreien Ibuprofen-Tabletten, auf denen diese Seite beruht, sind laut Packungsbeilage für Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene bestimmt; Kinder unter 20 kg dürfen sie nicht einnehmen. Die rezeptfreien Diclofenac-Tabletten werden bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht empfohlen, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen. Die Angaben zur Dosis stehen auf den Wirkstoffseiten unter Ibuprofen und Diclofenac.

Darf ich Ibuprofen oder Diclofenac mit Alkohol einnehmen?

Laut beiden Packungsbeilagen sollten Sie während der Einnahme möglichst keinen Alkohol trinken. Die Packungsbeilage von Ibuprofen begründet das damit, dass Nebenwirkungen vor allem im Magen-Darm-Trakt und im Nervensystem verstärkt werden können; dasselbe sagt die Fachinformation von Diclofenac für NSAR. Mehr: Ibuprofen und Alkohol und Medikamente und Alkohol.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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