Ratgeber

Ibuprofen oder Metamizol (Novalgin)?

Ibuprofen ist ein entzündungshemmendes Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR und bis 400 mg je Tablette rezeptfrei gegen leichte bis mäßig starke Schmerzen und Fieber. Metamizol ist ein verschreibungspflichtiges Schmerz- und Fiebermittel aus der Gruppe der Pyrazolone, zugelassen unter anderem bei akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, Koliken und hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht. Die Packungsbeilage von Metamizol warnt vor der sehr seltenen Agranulozytose, einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen; die von Ibuprofen nennt Magen-Darm-Beschwerden als häufig. Welches Mittel für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke; Metamizol verordnet die Ärztin oder der Arzt.

Mann Mitte vierzig mit kurzem dunkelblondem Haar in hellblauem Hemd sitzt am Rand eines Bettes in einem hellen Schlafzimmer und hält sich mit einer Hand die Wange, auf dem Nachttisch ein Glas Wasser
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Ibuprofen ist ein entzündungshemmendes und schmerzstillendes Arzneimittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) [1], Metamizol ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel aus der Gruppe der Pyrazolone [6]. Ibuprofen gibt es bis 400 mg je Tablette rezeptfrei in der Apotheke gegen leichte bis mäßig starke Schmerzen und Fieber [1, 2, 4]. Metamizol ist verschreibungspflichtig und unter anderem bei akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen und bei hohem Fieber zugelassen, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht [6, 7, 9]. Als anderen Namen nennt Embryotox Novaminsulfon, als Produktnamen unter anderem Analgin, Berlosin und Novalgin [8].

Unterschiede zeigen die Packungsbeilagen unter anderem bei den Anwendungsgebieten, den Gegenanzeigen, den Warnzeichen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit [1, 6]. Verglichen werden rezeptfreie Ibuprofen-Tabletten und verschreibungspflichtige Metamizol-Tabletten. Welches Mittel passt, klären Sie mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.

Ibuprofen und Metamizol im Überblick

Ibuprofen und Metamizol: Angaben aus Packungsbeilage und Fachinformation
MerkmalIbuprofenMetamizol
WirkstoffgruppeEntzündungshemmendes und schmerzstillendes Arzneimittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) [1]Schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel aus der Gruppe der Pyrazolone [6]; Übersicht: Nichtopioid-Analgetika
AbgabeBis 400 mg je Tablette rezeptfrei in der Apotheke (leichte bis mäßig starke Schmerzen, Fieber) [2, 4]; höhere Stärken und Präparate für rheumatische Erkrankungen verschreibungspflichtig [4, 5]Verschreibungspflichtig, alle Stärken und Darreichungsformen [7, 9]
DarreichungsformenGrundlage: Filmtabletten [1]; laut Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) außerdem flüssig zum Einnehmen, als Zäpfchen, als Pflaster und zum äußeren Gebrauch [4]Grundlage: Tabletten [6]; laut Embryotox außerdem rektal und in die Vene [8]
Zugelassene AnwendungsgebieteKurzzeitige symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen wie Kopf-, Zahn- und Regelschmerzen sowie von Fieber; für Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene [1, 2]Akute starke Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, Koliken, Tumorschmerzen, sonstige akute oder chronische starke Schmerzen, soweit eine andere Behandlung nicht infrage kommt, hohes Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht; die 500-mg-Tabletten für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren [6, 7]
Wie er wirktErwies sich über die Hemmung der Prostaglandinbildung in Tiermodellen für Entzündungen als wirksam; beim Menschen verringert es entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber [2]Schmerzstillend, fiebersenkend und krampflösend; der Wirkmechanismus ist nicht vollständig aufgeklärt, vermutlich wirken Metamizol und sein Hauptabbauprodukt im zentralen Nervensystem und außerhalb davon [7]
Darf nicht eingenommen werden bei (Auswahl)Allergie gegen Ibuprofen; früheren Reaktionen wie Asthmaanfällen oder Schwellungen nach ASS oder anderen NSAR; bestehenden oder wiederholt aufgetretenen Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Blutungen; schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen; schwerer Herzschwäche; im letzten Drittel der Schwangerschaft; Kindern unter 20 kg (6 Jahren) [1]Allergie gegen Metamizol oder andere Pyrazolone oder Pyrazolidine, auch nach schweren Hautreaktionen; Unverträglichkeit von Schmerzmitteln wie Salicylaten, Paracetamol, Diclofenac oder Ibuprofen mit Verengung der Atemwege, Nesselsucht oder Schwellungen; früherer Agranulozytose durch Metamizol oder ähnliche Mittel; Störungen der Knochenmarkfunktion oder der Blutbildung; angeborenem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel; akuter intermittierender hepatischer Porphyrie; in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft [6]
Häufige NebenwirkungenHäufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt [1]Sehr häufige oder häufige Nebenwirkungen: in der Packungsbeilage nicht genannt [6]
Schwerwiegende Nebenwirkungen (Auswahl)Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag, Juckreiz oder Asthmaanfällen, Sehstörungen, Zeichen einer Magen-Darm-Blutung; sehr selten: schwere allergische Reaktionen bis zum Schock, schwere Hautreaktionen, Störungen der Blutbildung; dann laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und sofort in ärztliche Behandlung [1]Selten: schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, die in einen Kreislaufschock übergehen können; sehr selten: Agranulozytose, Verminderung der Blutplättchen, schwere Hautreaktionen; Häufigkeit nicht bekannt: Verminderung verschiedener Blutzellen (Panzytopenie), DRESS-Syndrom, Leberschaden; dann laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und umgehend oder sofort ärztliche Hilfe holen [6]
Wichtige Wechselwirkungen (Auswahl)Andere NSAR einschließlich ASS, Kortison, SSRI und Mittel gegen die Verklumpung der Blutplättchen: höheres Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Trakt; Gerinnungshemmer wie Warfarin: Wirkung kann verstärkt werden; Blutdrucksenker und Entwässerungsmittel: Wirkung kann abgeschwächt werden [1, 2]Methotrexat: Schädigung der Blutbildung kann verstärkt werden, Kombination sollte vermieden werden; ASS niedrig dosiert: Wirkung auf die Blutplättchen kann verringert werden; Ciclosporin, Bupropion, Efavirenz, Methadon, Valproat, Tacrolimus, Sertralin: Blutspiegel können sinken [6, 7]
SchwangerschaftPackungsbeilage: in den letzten 3 Monaten nicht einnehmen; in den ersten 6 Monaten sollte es nur eingenommen werden, wenn absolut notwendig und ärztlich empfohlen [1]. Embryotox: in den ersten zwei Dritteln neben Paracetamol eines der Schmerz- und Entzündungsmittel der Wahl; ab der 28. Schwangerschaftswoche dürfen Ibuprofen und andere NSAR nicht angewendet werden [3]Packungsbeilage: in den letzten 3 Monaten nicht anwenden; im ersten und zweiten Drittel generell nicht empfohlen, in Einzelfällen ohne andere Behandlungsmöglichkeit nach Rücksprache und strenger Nutzen-Risiko-Abwägung können Einzeldosen vertretbar sein [6]. Embryotox: auf Metamizol sollte in der gesamten Schwangerschaft verzichtet werden; als Schmerzmittel ist Paracetamol vorzuziehen, für eine entzündungshemmende Behandlung NSAR wie Ibuprofen bis zur 28. Woche [8]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
StillzeitPackungsbeilage: geht nur in geringen Mengen in die Muttermilch über; bei kurzfristiger Einnahme der empfohlenen Dosis ist eine Stillpause in der Regel nicht erforderlich [1]. Embryotox: ein Schmerzmittel der Wahl in der Stillzeit [3]Packungsbeilage: Abbauprodukte gehen in beträchtlicher Menge in die Muttermilch über, wiederholte Anwendung muss vermieden werden; nach einer einzelnen Anwendung wird geraten, die Muttermilch 48 Stunden lang zu sammeln und zu verwerfen [6]. Embryotox: einzelne Dosen erfordern keine Einschränkung des Stillens, Paracetamol oder Ibuprofen sind vorzuziehen [8]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Alkohol und VerkehrstüchtigkeitMöglichst keinen Alkohol, weil Nebenwirkungen vor allem in Magen, Darm und Nervensystem verstärkt werden können; in höherer Dosierung Müdigkeit und Schwindel möglich, die im Einzelfall die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen können, verstärkt mit Alkohol [1]Möglichst keinen Alkohol; im empfohlenen Dosisbereich keine Beeinträchtigung von Konzentration und Reaktion bekannt, zumindest bei höheren Dosierungen sollten Sie vorsichtshalber auf das Führen von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen verzichten, besonders nach Alkohol [6]
GrundlageGebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten (11/2024) und Fachinformation (06/2026), apothekenpflichtig [1, 2]Gebrauchsinformation und Fachinformation Novaminsulfon-ratiopharm 500 mg Tabletten (beide 11/2024), verschreibungspflichtig [6, 7]

Die Angaben stammen aus Packungsbeilage und Fachinformation je eines Präparats; welches, steht in der letzten Zeile [1, 2, 6, 7]. Die Abgabe ist verschieden: Das Ibuprofen-Präparat ist rezeptfrei, Metamizol gibt es nur auf Rezept [2, 7, 9]. Dass eine Angabe bei einem Wirkstoff fehlt, heißt nicht, dass er in dieser Situation geeignet ist. Ob Ibuprofen oder Metamizol für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Häufigkeiten: "sehr häufig" heißt bei mindestens 1 von 10 Behandelten, "häufig" bei bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bei bis zu 1 von 100, "selten" bei bis zu 1 von 1.000, "sehr selten" bei bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" ist die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzbar [1, 2, 6, 7]. Anschaulich umgerechnet im Werkzeug Was heißt "häufig"?

Wofür Ibuprofen und Metamizol zugelassen sind

Ohne ärztlichen Rat gelten für die rezeptfreien Ibuprofen-Tabletten laut Packungsbeilage Grenzen: Ist Ibuprofen bei Erwachsenen länger als 3 Tage bei Fieber oder länger als 4 Tage bei Schmerzen nötig oder verschlimmern sich die Beschwerden, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden; bei Kindern und Jugendlichen gilt die Grenze von 3 Tagen [1]. Verschreibungspflichtige Ibuprofen-Filmtabletten sind auch zur symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei rheumatischen Erkrankungen zugelassen [5].

Metamizol ist laut Packungsbeilage für starke Schmerzen bestimmt: akute starke Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, krampfartige Leibschmerzen (Koliken), Schmerzen bei Krebserkrankungen und sonstige akute oder chronische starke Schmerzen, soweit eine andere Behandlung nicht infrage kommt; außerdem hohes Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht [6]. Die Dauer der Anwendung legt die Ärztin oder der Arzt fest; laut Packungsbeilage wird empfohlen, Schmerzmittel nicht länger als 3 bis 5 Tage einzunehmen, ohne nochmals ausdrücklich ärztlichen oder zahnärztlichen Rat einzuholen [6]. Bei Kindern unter 15 Jahren sollten die 500-mg-Tabletten nicht angewendet werden; für kleinere Kinder gibt es andere Darreichungsformen und Stärken [6].

Die Dosis steht unter Dosierung von Ibuprofen und Dosierung von Metamizol. Zu den Beschwerden: Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen, Nierensteine, Gallensteine und Fieber; allgemeine Regeln im Ratgeber Schmerzmittel richtig anwenden.

Wie sie wirken

Ibuprofen erwies sich laut Fachinformation über die Hemmung der Prostaglandinbildung in den üblichen Tiermodellen für Entzündungen als wirksam. Beim Menschen verringert es entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber und hemmt umkehrbar die Verklumpung der Blutplättchen [2]. Metamizol ist laut Fachinformation ein Pyrazolonderivat mit schmerzstillenden, fiebersenkenden und krampflösenden Eigenschaften. Der Wirkmechanismus ist nicht vollständig aufgeklärt; einige Untersuchungen zeigen, dass Metamizol und sein Hauptabbauprodukt vermutlich sowohl im zentralen Nervensystem als auch außerhalb davon wirken [7].

Wann sie nicht eingenommen werden dürfen

Ibuprofen

  • Laut Packungsbeilage nicht einnehmen: bei den Gegenanzeigen aus der Tabelle oben, außerdem bei ungeklärten Störungen der Blutbildung, nach einer Magen-Darm-Blutung oder einem Durchbruch unter einer früheren NSAR-Behandlung, bei Hirnblutungen oder anderen aktiven Blutungen und bei starkem Flüssigkeitsmangel [1].
  • Vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke besprechen bei Herzerkrankungen einschließlich Herzschwäche und Angina pectoris, nach Herzinfarkt, Bypass-Operation oder Schlaganfall, bei Durchblutungsstörungen der Beine, Bluthochdruck, Diabetes oder hohen Cholesterinwerten und wenn Sie rauchen. Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion und bei Allergien oder Asthma ist eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich [1].
  • Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu Ibuprofen

Metamizol

  • Erhöhte Gefahr schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen laut Packungsbeilage bei Atemnotanfällen etwa bei Asthma, besonders mit Nasenpolypen, länger anhaltender Nesselsucht, Überempfindlichkeit gegen Farbstoffe oder Konservierungsmittel und Alkoholunverträglichkeit; dann nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung, unter engmaschiger ärztlicher Überwachung und mit Notfallbereitschaft [6].
  • Blutdruckabfall: Die Gefahr ist erhöht bei niedrigem Blutdruck, deutlichem Flüssigkeitsmangel, Kreislaufschwäche oder hohem Fieber; bei schwerer Erkrankung der Herzkranzgefäße oder verengten Gefäßen zum Gehirn nur unter sorgfältig überwachter Kreislauffunktion [6].
  • Leber und Nieren: Nach früheren Leberproblemen unter Metamizol sollten Sie es nicht einnehmen; bei verringerter Nieren- oder Leberfunktion sollte es nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden [6].
  • Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu Metamizol

Nebenwirkungen im Vergleich

Ibuprofen: Gelegentlich kommen unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit vor, außerdem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre, unter Umständen mit Blutung und Durchbruch. Selten sind Ohrgeräusche und Hörverluste, sehr selten unter anderem Herzschwäche, Herzinfarkt, Leber- und Nierenschäden [1]. Mehr: Magenbeschwerden, Nierenschäden.

Metamizol: Gelegentlich treten ein violetter bis tiefroter, zum Teil blasiger Hautausschlag (fixes Arzneimittelexanthem) und ein Blutdruckabfall ohne weitere Zeichen einer Überempfindlichkeit auf; nur in seltenen Fällen führt er zu einem schweren Blutdruckabfall. Selten sinkt die Zahl der weißen Blutkörperchen, sehr selten verschlechtert sich die Nierenfunktion akut; mit der Häufigkeit "nicht bekannt" nennt die Packungsbeilage unter anderem Magen-Darm-Blutungen [6]. Eine Agranulozytose, eine starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen, kann laut Packungsbeilage zu schweren und lebensbedrohlichen Infektionen führen; sie kann jederzeit während der Einnahme und kurz danach auftreten, auch wenn Metamizol früher ohne Probleme vertragen wurde [6]. Mehr: Blutbild, Niedriger Blutdruck, Leberwerte.

Jede Häufigkeit gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welches Mittel für Sie verträglicher ist. Nebenwirkungen können Sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1, 6]; wie, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wechselwirkungen und gleichzeitige Einnahme

Ärztin Mitte vierzig mit braunem Pagenkopf in weißem Kittel spricht in einem hellen Sprechzimmer mit einer Frau Anfang sechzig mit grauem Kurzhaarschnitt in dunkelblauer Strickjacke
Bild: KI-generiert

Beide Packungsbeilagen bitten Sie, Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle anderen Arzneimittel zu informieren [1, 6]. Metamizol kann laut Packungsbeilage die Wirkung niedrig dosierter ASS auf die Blutplättchen verringern [6]. Dass eine regelmäßige Langzeitanwendung von Ibuprofen die herzschützende Wirkung niedrig dosierter ASS verringert, kann laut Fachinformation nicht ausgeschlossen werden; bei gelegentlicher Anwendung ist eine klinisch bedeutsame Wechselwirkung nicht wahrscheinlich [2]. Mehr: Ibuprofen, Metamizol und Ratgeber Wechselwirkungen.

Beide zusammen: Keine der beiden Packungsbeilagen nennt den anderen Wirkstoff unter den Wechselwirkungen oder sagt, ob und wie beide zusammen eingenommen werden können [1, 6]; das klären Sie vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Die Packungsbeilage von Ibuprofen weist darauf hin, dass die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zu einer dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen kann [1]. Wer auf Metamizol allergieähnlich reagiert, ist laut dessen Packungsbeilage besonders gefährdet, auf andere Schmerzmittel ebenso zu reagieren [6]. Vergleiche: Ibuprofen oder Paracetamol, Ibuprofen oder Diclofenac.

Schwangerschaft und Stillzeit

Packungsbeilagen: Ibuprofen könnte in den letzten 3 Monaten Ihr ungeborenes Kind schädigen oder Probleme bei der Geburt verursachen; ab der 20. Schwangerschaftswoche kann eine Einnahme über mehr als ein paar Tage beim Kind Nierenprobleme mit zu wenig Fruchtwasser oder eine Verengung eines Blutgefäßes am Herzen (Ductus arteriosus) verursachen [1]. Bei Metamizol besteht in den letzten 3 Monaten ein erhöhtes Risiko für Komplikationen bei Mutter und Kind: Blutungen und ein frühzeitiger Verschluss eines Blutgefäßes beim ungeborenen Kind (Ductus Botalli) [6].

Embryotox zu Ibuprofen: Den Erfahrungsumfang gibt Embryotox mit "sehr hoch" an. Unter "Besser geeignete Alternativen" nennt Embryotox keine, sofern die Einschränkungen für die Schwangerschaft beachtet werden, und alternativ Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Embryotox zu Metamizol: Den Erfahrungsumfang gibt Embryotox mit "hoch" an. Auf Metamizol sollte laut Embryotox während der gesamten Schwangerschaft verzichtet werden. Als Schmerzmittel ist Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft vorzuziehen, für eine entzündungshemmende Behandlung sind NSAR wie Ibuprofen bis zur 28. Schwangerschaftswoche zu bevorzugen [8]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Stillzeit: Nach einer einzelnen Anwendung von Metamizol wird laut Packungsbeilage geraten, die Muttermilch 48 Stunden lang zu sammeln und zu verwerfen [6]. Embryotox sieht nach einzelnen Dosen keine Einschränkung des Stillens, nennt aber Paracetamol oder Ibuprofen als vorzuziehen [8]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr: Embryotox, Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.

Aktuelle Sicherheitsinformationen

Metamizol und Agranulozytose (Rote-Hand-Brief, 09.12.2024): Nach einer EU-weiten Prüfung informierten die Zulassungsinhaber in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem BfArM: Patientinnen und Patienten müssen jederzeit auf die Frühzeichen Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und schmerzhafte Schleimhautveränderungen achten und dann die Behandlung abbrechen und sofort einen Arzt aufsuchen. Bei Verdacht sollte sofort ein Blutbild mit Differenzialblutbild erstellt werden, und die Behandlung muss bis zum Ergebnis unterbrochen werden; nach bestätigter Agranulozytose darf sie nicht wieder aufgenommen werden. Eine routinemäßige Überwachung des Blutbildes wird nicht mehr empfohlen [10]. Den Durchführungsbeschluss der EU-Kommission vom 22.11.2024 zu diesem Verfahren setzte das BfArM mit Bescheid vom 02.12.2024 um [12].

Metamizol und Leberschaden (Rote-Hand-Brief, 15.12.2020): Unter der Behandlung mit Metamizol wurden Fälle eines arzneimittelbedingten Leberschadens berichtet. Laut Brief sollen Patientinnen und Patienten darüber unterrichtet werden, die Einnahme beim Auftreten von Frühzeichen zu beenden und sich an eine Ärztin oder einen Arzt zu wenden, um die Leberfunktion prüfen und überwachen zu lassen; nach einem Leberschaden ohne andere Ursache sollte Metamizol nicht wieder angewendet werden [11].

Ibuprofen in hoher Dosierung (BfArM, 27.07.2015): Bei hoch dosierter Anwendung mit Tagesdosen von 2.400 mg oder mehr bestätigte eine europäische Risikobewertung laut BfArM einen leichten Anstieg des Risikos für Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Bei Tagesdosen bis 1.200 mg, der höchsten in der EU nicht verschreibungspflichtigen Dosierung zum Einnehmen, wurde keine Zunahme gesehen. Hohe Dosierungen sollten bei bestehenden schwerwiegenden Herz- oder Kreislauferkrankungen und nach Herzinfarkt oder Schlaganfall vermieden werden (Stufenplanbescheid vom 22.07.2015) [13].

Wer entscheidet, welches Mittel passt

Metamizol verordnet die Ärztin oder der Arzt; bei Fragen zu den rezeptfreien Ibuprofen-Tabletten bittet die Packungsbeilage, sich an die Apotheke zu wenden [1, 7]. Reicht die Linderung nicht aus, erhöhen Sie laut Packungsbeilage von Ibuprofen die Dosis nicht selbst, sondern fragen Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Fragen für das Gespräch:

  • Darf ich eines der Mittel nicht einnehmen, etwa wegen einer Unverträglichkeit von Schmerzmitteln, Asthma, Magen-Darm-Geschwüren, einer Erkrankung von Blut, Herz, Leber oder Nieren oder niedrigem Blutdruck?
  • Passen die Mittel zu meinen anderen Medikamenten, etwa ASS, Methotrexat, Blutverdünnern oder Antidepressiva?
  • Was gilt, wenn ich schwanger bin, eine Schwangerschaft plane oder stille?

Fragen sammeln Sie mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei den Warnzeichen im nächsten Abschnitt gelten die Anweisungen der Packungsbeilage.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Ibuprofen: Nehmen Sie Ibuprofen laut Packungsbeilage nicht weiter ein und begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung bei Hautausschlag mit Juckreiz oder Asthmaanfällen, bei Sehstörungen, bei Zeichen einer Magen-Darm-Blutung wie stärkeren Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl, schwarzem Stuhl oder Bluterbrechen, bei Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Kehlkopf mit Luftnot, Herzjagen oder Blutdruckabfall und bei schweren Hautreaktionen mit Flecken, Blasen oder Abschälen der Haut [1]. Bei Fieber, Halsschmerzen, oberflächlichen Wunden im Mund, grippeartigen Beschwerden, starker Abgeschlagenheit, Nasenbluten oder Hautblutungen ist Ibuprofen sofort abzusetzen und die Ärztin oder der Arzt aufzusuchen; jede Selbstbehandlung mit schmerzstillenden oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben [1].

Metamizol: Bei Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen oder schmerzhaften wunden Stellen in der Nase, im Mund und im Rachen oder im Genital- oder Analbereich dürfen Sie Metamizol laut Packungsbeilage nicht mehr einnehmen und müssen sofort einen Arzt aufsuchen; nehmen Sie es erst wieder ein, wenn die Laborergebnisse vorliegen und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die weitere Anwendung empfiehlt [6]. Bei Zeichen einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion wie Brennen, Jucken und Hitzegefühl auf und unter der Zunge oder auf Handflächen und Fußsohlen, Schwellungen im Kehlkopfbereich, Atemnot, Herzrasen oder Bewusstlosigkeit nehmen Sie Metamizol nicht weiter ein und suchen umgehend einen Arzt auf [6]. Bei schweren Hautreaktionen brechen Sie die Anwendung ab und begeben sich sofort in ärztliche Behandlung; bei Zeichen eines Leberschadens wie Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunklem Urin oder hellem Stuhl brechen Sie die Einnahme ab und wenden sich an eine Ärztin oder einen Arzt [6]. Bei Verdacht auf eine Überdosierung informieren Sie sofort eine Ärztin oder einen Arzt [6].

In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112, laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) zum Beispiel bei schwerer Atemnot oder Vergiftungen [14]. Die Nummern der Giftinformationszentren finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Ibuprofen. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  4. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Ibuprofen. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand AMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). abgerufen am 18.10.2026
  5. Fachinformation Fachinformation Ibu-ratiopharm 400 mg/600 mg/800 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Novaminsulfon-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
  7. Fachinformation Fachinformation Novaminsulfon-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
  8. Embryotox Embryotox: Metamizol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
  9. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Metamizol. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand AMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). abgerufen am 18.10.2026
  10. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: Metamizolhaltige Arzneimittel, wichtige Maßnahmen zur Minimierung der schwerwiegenden Folgen des bekannten Risikos für Agranulozytose. Zulassungsinhaber metamizolhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 09.12.2024. abgerufen am 18.10.2026
  11. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief: Metamizol, Risiko für arzneimittelbedingten Leberschaden. Zulassungsinhaber metamizolhaltiger Arzneimittel in Abstimmung mit EMA und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 15.12.2020. abgerufen am 18.10.2026
  12. Behörde Metamizolhaltige Arzneimittel: Risiko für Agranulozytose, erneute Überprüfung (Bescheid im Stufenplanverfahren vom 02.12.2024). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 21.03.2025. abgerufen am 18.10.2026
  13. Behörde Ibuprofenhaltige Arzneimittel: Kardiovaskuläre Nebenwirkungen (Bescheid im Stufenplanverfahren vom 22.07.2015). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 27.07.2015. abgerufen am 18.10.2026
  14. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Ibuprofen und Metamizol?

Ibuprofen gehört zu den nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und wirkt laut Packungsbeilage entzündungshemmend und schmerzstillend; bis 400 mg je Tablette ist es bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber rezeptfrei. Metamizol gehört zu den Pyrazolonen, wirkt laut Fachinformation schmerzstillend, fiebersenkend und krampflösend und ist verschreibungspflichtig. Zugelassen ist es unter anderem bei akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, Koliken und hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.

Kann ich Ibuprofen und Metamizol zusammen einnehmen?

Dazu sagen die beiden Packungsbeilagen nichts; keine nennt den anderen Wirkstoff unter den Wechselwirkungen. Die Packungsbeilage von Ibuprofen weist darauf hin, dass die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, die Nieren dauerhaft schädigen kann. Wer Metamizol verordnet bekommt und zusätzlich ein rezeptfreies Schmerzmittel einnehmen möchte, klärt das vorher mit der Ärztin, dem Arzt oder der Apotheke.

Was gilt bei einer Unverträglichkeit von Ibuprofen?

Metamizol darf laut Packungsbeilage nicht eingenommen werden, wenn Sie auf Schmerzmittel wie Salicylate, Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Naproxen mit krampfartiger Verengung der Atemwege oder mit Nesselsucht, Schnupfen oder Schwellungen reagieren. Ibuprofen darf laut Packungsbeilage nicht eingenommen werden, wenn Sie nach ASS oder anderen NSAR mit Asthmaanfällen, Schwellungen der Nasenschleimhaut, Hautreaktionen oder plötzlichen Schwellungen reagiert haben. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Was sagen die Packungsbeilagen zum Magen?

Die Packungsbeilage von Ibuprofen nennt Magen-Darm-Beschwerden als häufig; bei bestehenden oder wiederholt aufgetretenen Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Blutungen darf Ibuprofen nicht eingenommen werden. Die Packungsbeilage von Metamizol nennt keine häufigen Nebenwirkungen, führt aber Magen-Darm-Blutungen mit der Häufigkeit "nicht bekannt" auf. Jede Häufigkeit gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welches Mittel für Sie verträglicher ist.

Was sagen Packungsbeilage und Embryotox zur Schwangerschaft?

In den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie laut Packungsbeilage weder Ibuprofen noch Metamizol einnehmen. In den ersten 6 Monaten sollten Sie Ibuprofen nur einnehmen, wenn es absolut notwendig ist und ärztlich empfohlen wird; Metamizol wird im ersten und zweiten Drittel generell nicht empfohlen. Embryotox zählt Ibuprofen in den ersten zwei Dritteln neben Paracetamol zu den Schmerz- und Entzündungsmitteln der Wahl. Auf Metamizol sollte laut Embryotox in der gesamten Schwangerschaft verzichtet werden; als Schmerzmittel ist Paracetamol vorzuziehen, für eine entzündungshemmende Behandlung Ibuprofen bis zur 28. Woche. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was gilt in der Stillzeit?

Ibuprofen geht laut Packungsbeilage nur in geringen Mengen in die Muttermilch über; bei kurzfristiger Einnahme der empfohlenen Dosis ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich. Die Abbauprodukte von Metamizol gehen laut Packungsbeilage in beträchtlicher Menge in die Muttermilch über; eine wiederholte Anwendung muss vermieden werden, und nach einer einzelnen Anwendung wird geraten, die Muttermilch 48 Stunden lang zu sammeln und zu verwerfen. Laut Embryotox erfordern einzelne Dosen von Metamizol keine Einschränkung des Stillens, Paracetamol oder Ibuprofen sind aber vorzuziehen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich Ibuprofen oder Metamizol mit Alkohol einnehmen?

Laut beiden Packungsbeilagen sollten Sie während der Einnahme möglichst keinen Alkohol trinken. Treten schon nach geringen Mengen Alkohol Niesen, Augentränen und starke Gesichtsrötung auf, kann das laut Packungsbeilage von Metamizol ein Hinweis auf eine bisher nicht erkannte Unverträglichkeit von Schmerzmitteln sein. Mehr: Ibuprofen und Alkohol und Metamizol und Alkohol.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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