Ratgeber
ASS oder Ibuprofen?
ASS (Acetylsalicylsäure) und Ibuprofen sind als Tabletten ohne Rezept in der Apotheke erhältlich und beide zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und von Fieber zugelassen; die ASS-Schmerztabletten ab 12 Jahren, die Ibuprofen-Tabletten ab 6 Jahren. Ihre Packungsbeilagen unterscheiden sich unter anderem bei Gegenanzeigen, Kindern mit Viruserkrankungen, Alkohol und Schwangerschaft. Niedrig dosierte ASS zur Hemmung der Blutplättchen ist eine eigene Anwendung; Ibuprofen kann ihre gerinnungshemmende Wirkung beeinträchtigen, und laut Packungsbeilage sollte sie mit solchen Mitteln nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung kombiniert werden. Ob ASS oder Ibuprofen gegen Schmerzen für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Apotheke, Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

ASS (Acetylsalicylsäure) und Ibuprofen sind als Tabletten ohne Rezept in der Apotheke erhältlich [2, 4, 8, 10] und beide zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und von Fieber zugelassen [1, 7]. Laut Fachinformation gehören beide zu den nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR) und hemmen die Bildung von Prostaglandinen [2, 8]. Niedrig dosierte ASS zur Hemmung der Blutplättchen hat andere Anwendungsgebiete und eignet sich laut Packungsbeilage nicht zur Behandlung von Schmerzen [5].
Unterschiede zeigen die Packungsbeilagen unter anderem bei den Gegenanzeigen, bei Kindern, beim Alkohol und in der Schwangerschaft [1, 7]. Ob ASS oder Ibuprofen gegen Schmerzen für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Apotheke, Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
ASS und Ibuprofen im Überblick
| Merkmal | ASS | Ibuprofen |
|---|---|---|
| Wirkstoffgruppe | Schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel [1], laut Fachinformation ein saures nichtsteroidales Antiphlogistikum (NSAR) [2]; niedrig dosiert ein Blutplättchenhemmer [6]. Übersicht: Nichtopioid-Analgetika | Entzündungshemmendes und schmerzstillendes Arzneimittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) [7] |
| Abgabe | Tabletten zum Einnehmen rezeptfrei in der Apotheke, als Schmerzmittel (z. B. 500 mg) wie niedrig dosiert zur Hemmung der Blutplättchen (z. B. 100 mg); verschreibungspflichtig nur zur parenteralen Anwendung (Injektion oder Infusion) [2, 4, 6] | Bis 400 mg je Tablette rezeptfrei in der Apotheke (leichte bis mäßig starke Schmerzen, Fieber) [8, 10]; höhere Stärken und Präparate für rheumatische Erkrankungen verschreibungspflichtig [10, 11] |
| Darreichungsformen | Grundlage: Tabletten [1, 5]; zur parenteralen Anwendung laut Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) verschreibungspflichtig [4] | Grundlage: Filmtabletten [7]; laut AMVV außerdem flüssig zum Einnehmen, als Zäpfchen, als Pflaster und zum äußeren Gebrauch [10] |
| Zugelassene Anwendungsgebiete | Symptomatische Behandlung von Fieber, leichten bis mäßig starken Schmerzen oder beidem, etwa Kopf-, Zahn- und Muskelschmerzen oder Grippesymptomen; für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren [1, 2]. Niedrig dosiert eigene Anwendungsgebiete, nicht gegen Schmerzen [5] | Kurzzeitige symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen wie Kopf-, Zahn- und Regelschmerzen sowie von Fieber; für Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene [7, 8] |
| Wie er wirkt | Hemmt dauerhaft (irreversibel) die Cyclooxygenase-Enzyme, die an der Bildung von Prostaglandinen beteiligt sind; hemmt außerdem die Verklumpung der Blutplättchen durch Blockade der Bildung von Thromboxan A2 [2] | Hemmt die Bildung von Prostaglandinen; verringert beim Menschen entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber und hemmt umkehrbar die Verklumpung der Blutplättchen [8] |
| Darf nicht eingenommen werden bei (Auswahl) | Allergie gegen ASS oder andere Salicylate; früheren Reaktionen mit Asthma oder Allergie auf ASS oder ähnliche Mittel, insbesondere NSAR; einem Magen- oder Darmgeschwür; erhöhtem Blutungsrisiko; stark eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion; schwerer Herzmuskelschwäche; in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft in Tagesdosen über 100 mg [1] | Allergie gegen Ibuprofen; früheren Reaktionen wie Asthmaanfällen oder Schwellungen nach ASS oder anderen NSAR; bestehenden oder wiederholt aufgetretenen Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Blutungen; schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen; schwerer Herzschwäche; im letzten Drittel der Schwangerschaft; Kindern unter 20 kg (6 Jahren) [7] |
| Häufige Nebenwirkungen | Die Packungsbeilage gibt für alle Nebenwirkungen die Häufigkeit "nicht bekannt" an; sehr häufige oder häufige nennt sie nicht [1] | Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt [7] |
| Schwerwiegende Nebenwirkungen (Auswahl) | Häufigkeit nicht bekannt: Blutungen, allergische Reaktionen, Hirnblutung, Magen-Darm-Blutungen und -Geschwüre, schwerwiegende Hautreaktionen, Reye-Syndrom bei Kindern mit Viruserkrankung; dann laut Packungsbeilage sofort die Ärztin oder den Arzt informieren oder ins nächstgelegene Krankenhaus gehen [1] | Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag, Juckreiz oder Asthmaanfällen, Sehstörungen, Zeichen einer Magen-Darm-Blutung; sehr selten: schwere allergische Reaktionen bis zum Schock, schwere Hautreaktionen, Störungen der Blutbildung; dann laut Packungsbeilage nicht weiter einnehmen und sofort in ärztliche Behandlung [7] |
| Wichtige Wechselwirkungen (Auswahl) | Nicht einnehmen bei Methotrexat über 15 mg pro Woche und bei Gerinnungshemmern zum Einnehmen nach einem früheren Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür; vorher mit Arzt oder Apotheke sprechen unter anderem bei anderen NSAR, Gerinnungshemmern, Clopidogrel, Kortison, SSRI, Entwässerungsmitteln und ACE-Hemmern [1] | Andere NSAR einschließlich ASS, Kortison, SSRI und Mittel gegen die Verklumpung der Blutplättchen: höheres Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Trakt; Gerinnungshemmer wie Warfarin: Wirkung kann verstärkt werden; Blutdrucksenker und Entwässerungsmittel: Wirkung kann abgeschwächt werden [7, 8] |
| Schwangerschaft | Packungsbeilage: in den ersten 6 Monaten sollte ASS nur eingenommen werden, wenn absolut notwendig und ärztlich empfohlen; in den letzten 3 Monaten keine Tagesdosis über 100 mg [1]. Embryotox: als Schmerz- und Fiebermittel bis zur 28. Woche zweite Wahl, danach dürfen ASS und andere NSAR nicht angewendet werden; niedrig dosiert bei entsprechender Indikation in der ganzen Schwangerschaft möglich. Besser geeignet laut Embryotox: Ibuprofen oder Diclofenac im ersten und zweiten Drittel, Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. | Packungsbeilage: in den letzten 3 Monaten nicht einnehmen; in den ersten 6 Monaten sollte es nur eingenommen werden, wenn absolut notwendig und ärztlich empfohlen [7]. Embryotox: in den ersten zwei Dritteln neben Paracetamol eines der Schmerz- und Entzündungsmittel der Wahl; ab der 28. Schwangerschaftswoche dürfen Ibuprofen und andere NSAR nicht angewendet werden [9] |
| Stillzeit | Packungsbeilage: kann in die Muttermilch übergehen, die Anwendung in der Stillzeit wird nicht empfohlen [1]. Embryotox: gelegentliche Einnahme als Schmerzmittel erscheint vertretbar, mehrtägige oder Dauertherapie vermeiden; als Schmerzmittel sind laut Embryotox Paracetamol und Ibuprofen zu bevorzugen [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. | Packungsbeilage: geht nur in geringen Mengen in die Muttermilch über; bei kurzfristiger Einnahme der empfohlenen Dosis ist eine Stillpause in der Regel nicht erforderlich [7]. Embryotox: ein Schmerzmittel der Wahl in der Stillzeit [9] |
| Alkohol und Verkehrstüchtigkeit | Darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden; kein Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen [1] | Möglichst keinen Alkohol, weil Nebenwirkungen vor allem in Magen, Darm und Nervensystem verstärkt werden können; in höherer Dosierung Müdigkeit und Schwindel möglich, die im Einzelfall die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen können, verstärkt mit Alkohol [7] |
| Grundlage | Gebrauchsinformation und Fachinformation ASS-ratiopharm 500 mg Tabletten (beide 08/2025), apothekenpflichtig [1, 2]; zur niedrig dosierten Anwendung ASS-ratiopharm 100 mg TAH (01/2025) [5, 6] | Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten (11/2024) und Fachinformation (06/2026), apothekenpflichtig [7, 8] |
Die Angaben stammen aus Packungsbeilage und Fachinformation je eines Präparats; welches, steht in der letzten Zeile [1, 2, 7, 8]. Dass eine Angabe bei einem Wirkstoff fehlt, heißt nicht, dass er in dieser Situation geeignet ist. Ob ASS oder Ibuprofen für Sie infrage kommt, klären Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
Häufigkeiten: "häufig" heißt bei bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bei bis zu 1 von 100, "selten" bei bis zu 1 von 1.000, "sehr selten" bei bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" ist die Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar [1, 7]. Anschaulich umgerechnet im Werkzeug Was heißt "häufig"?
Wofür ASS und Ibuprofen zugelassen sind
Ohne ärztliche Verordnung nehmen Sie ASS laut Packungsbeilage nicht länger als 3 Tage bei Fieber oder 3 bis 4 Tage bei Schmerzen ein [1]. Ist Ibuprofen bei Erwachsenen länger als 3 Tage bei Fieber oder länger als 4 Tage bei Schmerzen nötig oder verschlimmern sich die Beschwerden, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden; bei Kindern und Jugendlichen gilt die Grenze von 3 Tagen [7]. Verschreibungspflichtige Ibuprofen-Filmtabletten sind auch zur symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei rheumatischen Erkrankungen zugelassen [11].
Kinder: Kindern mit einer Viruserkrankung wie Grippe oder Windpocken darf ASS laut Packungsbeilage nur nach vorheriger ärztlicher Rücksprache gegeben werden, weil bei ihnen das Reye-Syndrom beobachtet wurde [1]. Während einer Windpockeninfektion sollte die Einnahme von Ibuprofen vermieden werden [7]. Zur Dosis: ASS, Ibuprofen und Medikamente bei Kindern.
Niedrig dosierte ASS: Tabletten mit 100 mg beugen laut Packungsbeilage Blutgerinnseln vor: bei instabiler Angina pectoris und akutem Herzinfarkt als Teil der Standardtherapie, nach einem Herzinfarkt, nach Eingriffen an Arterien und nach Vorläuferstadien eines Hirninfarkts; über die Dauer entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt [5]. Mehr: Herzinfarkt, Koronare Herzkrankheit, Schlaganfall, Blutverdünner.
Zu den Beschwerden: Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen, Fieber, Grippe; allgemeine Regeln unter Schmerzmittel richtig anwenden.
Wie sie wirken
ASS gehört laut Fachinformation zu den sauren nichtsteroidalen Antiphlogistika; sie hemmt dauerhaft (irreversibel) die Cyclooxygenase-Enzyme, die an der Bildung von Prostaglandinen beteiligt sind, und in den Blutplättchen die Bildung von Thromboxan A2 [2].
Ibuprofen ist laut Fachinformation ein nichtsteroidales Antiphlogistikum und Antirheumatikum, das die Bildung von Prostaglandinen hemmt. Beim Menschen verringert es entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber; außerdem hemmt es umkehrbar die Verklumpung der Blutplättchen [8].
Wann sie nicht eingenommen werden dürfen
ASS
- Laut Packungsbeilage nicht anwenden: bei den Gegenanzeigen aus der Tabelle, außerdem bei Methotrexat in einer Dosierung von mehr als 15 mg pro Woche und bei Gerinnungshemmern zum Einnehmen nach einem früheren Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür [1].
- Vorher mit Arzt oder Apotheke sprechen, wenn Sie andere Arzneimittel mit ASS einnehmen, regelmäßig Schmerzmittel anwenden, einen Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel haben, früher Magen- oder Darmgeschwüre, Blutungen oder eine Magenschleimhautentzündung hatten, eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion, Asthma oder starke Monatsblutungen haben, Gichtmittel einnehmen oder stillen [1].
- Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu ASS
Ibuprofen
- Laut Packungsbeilage nicht einnehmen: bei den Gegenanzeigen aus der Tabelle, außerdem bei ungeklärten Störungen der Blutbildung, nach einer Magen-Darm-Blutung oder einem Durchbruch unter einer früheren NSAR-Behandlung, bei Hirnblutungen oder anderen aktiven Blutungen und bei starkem Flüssigkeitsmangel [7].
- Vorher mit Arzt oder Apotheke sprechen bei Herzerkrankungen, nach Herzinfarkt, Bypass-Operation oder Schlaganfall, bei Durchblutungsstörungen der Beine, Bluthochdruck, Diabetes oder hohen Cholesterinwerten, bei Herzerkrankungen oder Schlaganfällen in der Familie und wenn Sie rauchen [7].
- Alle Gegenanzeigen und Vorsichtshinweise zu Ibuprofen
Vor Operationen: ASS erhöht laut Packungsbeilage schon in geringen Dosen das Blutungsrisiko, auch wenn die Einnahme mehrere Tage zurückliegt [1]. Vor einem Eingriff, auch beim Zahnarzt, informieren Sie Ärztin, Arzt oder Zahnarztpraxis über die Einnahme von ASS wie von Ibuprofen [1, 7]; mehr unter Medikamente vor einer Operation.
Nebenwirkungen im Vergleich
ASS: Die Packungsbeilage der Schmerztabletten nennt unter anderem Blutungen wie Nasenbluten oder Zahnfleischbluten, Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Magen-Darm-Blutungen, die bei älteren Menschen und bei hohen Dosen häufiger auftreten, und Nierenfunktionsstörungen; Kopfschmerzen, Schwindel, Hörverlust und Ohrgeräusche sind gewöhnlich Zeichen einer Überdosierung [1]. Laut Fachinformation kann das Blutungsrisiko nach dem Absetzen noch 4 bis 8 Tage bestehen [2]. Mehr: Blutungen und Blutbild, Tinnitus.
Ibuprofen: Gelegentlich kommen unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit vor, außerdem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre, unter Umständen mit Blutung und Durchbruch. Selten sind Ohrgeräusche und Hörverluste, sehr selten unter anderem Herzschwäche, Herzinfarkt, Leber- und Nierenschäden [7]. Mehr: Magenbeschwerden, Nierenschäden.
Kopfschmerzen durch Schmerzmittel: Treten unter längerer Einnahme Kopfschmerzen auf, erhöhen Sie laut Packungsbeilage von ASS nicht die Dosis, sondern lassen sich ärztlich oder in der Apotheke beraten [1]; laut Packungsbeilage von Ibuprofen sollte ärztlicher Rat eingeholt und die Behandlung abgebrochen werden, wenn sich die Kopfschmerzen dadurch verschlimmern oder das vermutet wird [7]. Mehr: Kopfschmerzen durch Medikamente.
Jede Häufigkeit gilt nur für den Wirkstoff, bei dem sie steht. Sie sagt nicht, welches Mittel für Sie verträglicher ist. Nebenwirkungen können Sie auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1, 7]. Mehr: Nebenwirkung melden.
Wechselwirkungen und gleichzeitige Einnahme

Beide als Schmerzmittel zusammen: Die gleichzeitige Gabe von Ibuprofen und ASS wird laut Fachinformation von Ibuprofen im Allgemeinen wegen des Potenzials für vermehrte Nebenwirkungen nicht empfohlen [8]. Laut Fachinformation von ASS gehören andere NSAR zu den nicht empfohlenen Kombinationen, weil das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und Blutungen steigt [2]. Beide Packungsbeilagen weisen darauf hin, dass die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln die Nierenfunktion beeinträchtigen (ASS) bzw. die Nieren dauerhaft schädigen (Ibuprofen) kann, besonders bei Kombination mehrerer Schmerzmittel [1, 7].
Ibuprofen bei niedrig dosierter ASS: Laut Packungsbeilage der Tabletten mit 100 mg kann die gerinnungshemmende Wirkung niedrig dosierter ASS beeinträchtigt sein, wenn gleichzeitig ibuprofenhaltige Arzneimittel angewendet werden; bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen ist eine Wechselwirkung nicht wahrscheinlich. Ohne ausdrückliche ärztliche Anweisung sollte die niedrig dosierte ASS nicht zusammen mit den dort genannten Mitteln, darunter Ibuprofen, angewendet werden [5]. Dass eine regelmäßige Langzeitanwendung von Ibuprofen die herzschützende Wirkung niedrig dosierter ASS verringert, kann laut Fachinformation von Ibuprofen nicht ausgeschlossen werden [8]. Einen Abstand zwischen beiden Mitteln nennen die Packungsbeilagen nicht [5, 7]. Wer neben Ibuprofen niedrig dosierte ASS benötigt, für den sollte laut Packungsbeilage von Ibuprofen ein Magenschutz wie Misoprostol oder ein Protonenpumpenhemmer in Betracht gezogen werden [7].
Auch Metamizol kann die Wirkung von ASS auf die Blutplättchen verringern [5]. Mehr: ASS, Ibuprofen, der Ratgeber Wechselwirkungen und die Vergleiche Ibuprofen oder Metamizol, Ibuprofen oder Paracetamol und Ibuprofen oder Diclofenac.
Schwangerschaft und Stillzeit
Packungsbeilagen: Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann laut beiden eine Einnahme über mehr als ein paar Tage beim Kind Nierenprobleme mit zu wenig Fruchtwasser oder eine Verengung eines Blutgefäßes am Herzen (Ductus arteriosus) verursachen [1, 7]. Wer in den letzten 3 Monaten ASS in Tagesdosen bis einschließlich 100 mg einnimmt, braucht laut Packungsbeilage eine strenge geburtshilfliche Überwachung [1].
Embryotox: Den Erfahrungsumfang in der Schwangerschaft gibt Embryotox für ASS mit "hoch" an und stuft sie als Schmerzmittel bis zur 28. Woche als Mittel der zweiten Wahl ein [3]; für Ibuprofen gibt Embryotox "sehr hoch" an, in den ersten zwei Dritteln gehört es neben Paracetamol zu den Mitteln der Wahl [9]. Beide sollten nicht unkritisch und ohne ärztlichen Rat tagelang oder über mehrere Wochen eingenommen werden [3, 9]. Als besser geeignete Alternativen zu ASS als Schmerz- und Fiebermittel nennt Embryotox Ibuprofen oder Diclofenac im ersten und zweiten Drittel und Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Bei Ibuprofen nennt Embryotox keine besser geeigneten Alternativen, sofern die Einschränkungen beachtet werden, und alternativ Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft [9]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Stillzeit: Bei ASS ist laut Embryotox bei Früh- oder Neugeborenen Vorsicht geboten; als Schmerzmittel sind Paracetamol und Ibuprofen zu bevorzugen [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Eine niedrig dosierte ASS-Behandlung ist laut Embryotox in der Stillzeit akzeptabel, beim Kind sollte auf punktförmige Hautblutungen oder Blutergüsse geachtet werden [3]. Mehr: Embryotox, Medikamente in der Schwangerschaft, Medikamente in der Stillzeit.
Aktuelle Sicherheitsinformationen
Ibuprofen hoch dosiert und mit niedrig dosierter ASS (BfArM, 27.07.2015): Bei Tagesdosen von 2.400 mg oder mehr besteht laut BfArM ein ähnliches Risiko für Nebenwirkungen an Herz und Kreislauf wie bei einigen anderen NSAR, bis 1.200 mg wurde keine Zunahme gesehen. Hohe Dosierungen sollten bei bestehenden schwerwiegenden Herz- oder Kreislauferkrankungen oder nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vermieden werden. In Laborstudien beeinträchtigte Ibuprofen die Wirkung niedrig dosierter ASS auf die Blutplättchen; ob die Langzeitanwendung in der Praxis deren Nutzen bei der Senkung des Risikos von Herzinfarkt und Schlaganfall mindert, bleibt unklar, der gelegentliche Einsatz sollte ihn nicht beeinträchtigen. Umgesetzt mit Stufenplanbescheid vom 22.07.2015 [12].
NSAR in der Schwangerschaft (BfArM, 09.08.2022, und CMDh, September 2024): Für ibuprofenhaltige und andere NSAR-haltige Arzneimittel zur systemischen Anwendung einigte sich die europäische Koordinierungsgruppe CMDh laut BfArM auf einen einheitlichen Schwangerschaftstext; für Arzneimittel mit ASS verweist das BfArM auf eine Empfehlung der CMDh vom September 2024 [13]. Danach sollen die Zulassungsinhaber für ASS-haltige Arzneimittel, auch niedrig dosierte, einen eigenen Text umsetzen: Tagesdosen über 100 mg sind im letzten Drittel gegenangezeigt, Dosen bis einschließlich 100 mg dürfen nur unter strenger geburtshilflicher Überwachung angewendet werden [14].
ASS 100 mg aus Standardzulassungen (BfArM, 04.10.2022): Anders als alle anderen zugelassenen Arzneimittel dieser Stärke, die ausschließlich zur Thromboseprophylaxe eingesetzt werden, haben sie als einziges Anwendungsgebiet "Schmerzen und Fieber"; wegen der Gefahr einer Überdosierung bittet das BfArM, sie nicht zur Thromboseprophylaxe zu verordnen oder abzugeben [15].
Wer entscheidet, welches Mittel passt
Bei Fragen zu den rezeptfreien Schmerztabletten wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Apotheke [1, 7]. Reicht die Linderung nicht aus, erhöhen Sie laut Packungsbeilage von Ibuprofen die Dosis nicht selbst, sondern fragen Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [7]. Fragen für das Gespräch:
- Darf ich eines der Mittel wegen einer Erkrankung nicht einnehmen, etwa wegen Magen-Darm-Geschwüren, Blutungsneigung, einer Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung oder Asthma?
- Ich nehme niedrig dosierte ASS oder andere Medikamente: Was gilt, wenn ich zusätzlich ein Schmerzmittel brauche?
- Darf mein Kind eines der Mittel bekommen?
- Was gilt, wenn ich schwanger bin, eine Schwangerschaft plane oder stille?
Fragen sammeln Sie mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch.
Für verordnete ASS oder Ibuprofen gilt: Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
ASS: Treten Magen-Darm-Blutungen auf (Blutungen aus dem Mund, Blut im Stuhl oder ein schwarz gefärbter Stuhl), müssen Sie die Behandlung laut Packungsbeilage sofort beenden und Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder einen ärztlichen Notdienst anrufen. Bei Blutungen oder allergischen Reaktionen wie Asthmaanfall oder Anschwellen des Gesichts mit Atemproblemen informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder gehen in das nächstgelegene Krankenhaus. Bei Ohrgeräuschen, Hörverlust, Kopfschmerzen oder Schwindel als Zeichen einer Überdosierung beenden Sie die Behandlung und wenden sich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt. Treten bei einem Kind nach ASS Schwindel, Ohnmachtsanfälle, auffälliges Verhalten oder Erbrechen auf, informieren Sie sofort die Ärztin oder den Arzt [1].
Ibuprofen: Nehmen Sie Ibuprofen laut Packungsbeilage nicht weiter ein und begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung bei Hautausschlag mit Juckreiz oder Asthmaanfällen, bei Sehstörungen, bei Zeichen einer Magen-Darm-Blutung wie stärkeren Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl, Teerstuhl oder Erbrechen von Blut und bei schweren Hautreaktionen mit Flecken, Blasen oder Abschälen der Haut [7]. Bei Fieber, Halsschmerzen, oberflächlichen Wunden im Mund, grippeartigen Beschwerden, starker Abgeschlagenheit, Nasenbluten oder Hautblutungen als möglichen Zeichen einer Störung der Blutbildung ist Ibuprofen sofort abzusetzen und die Ärztin oder der Arzt aufzusuchen; jede Selbstbehandlung mit schmerzstillenden oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben [7].
In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112, laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) zum Beispiel bei schwerer Atemnot oder Vergiftungen [16]. Die Nummern der Giftinformationszentren finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation ASS-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation ASS-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Acetylsalicylsäure. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Acetylsalicylsäure. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand AMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation ASS-ratiopharm 100 mg TAH Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation ASS-ratiopharm 100 mg TAH Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Embryotox Embryotox: Ibuprofen. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Ibuprofen. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand AMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). abgerufen am 18.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Ibu-ratiopharm 400 mg/600 mg/800 mg Filmtabletten (verschreibungspflichtig). ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Ibuprofenhaltige Arzneimittel: Kardiovaskuläre Nebenwirkungen (Bescheid im Stufenplanverfahren vom 22.07.2015). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 27.07.2015. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde NSAID-haltige Arzneimittel zur systemischen Anwendung während der Schwangerschaft (mit vorgeschlagenem Text für die Produktinformationen). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 09.08.2022. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Minutes for the meeting on 17-18 September 2024 (EMA/CMDh/492082/2024), Abschnitt 6.6.1 NSAID-containing medicinal products (for systemic use) and use during pregnancy. Coordination Group for Mutual Recognition and Decentralised Procedures - Human (CMDh), Heads of Medicines Agencies. Stand 15.10.2024. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde ASS 100 mg Standardzulassungen: Risiko für Fehldosierungen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 04.10.2022. abgerufen am 18.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen ASS und Ibuprofen?
Beide gehören laut Fachinformation zu den nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR) und hemmen die Bildung von Prostaglandinen. ASS hemmt die Cyclooxygenase-Enzyme dauerhaft und blockiert in den Blutplättchen die Bildung von Thromboxan A2; Ibuprofen hemmt die Verklumpung der Blutplättchen umkehrbar. Die rezeptfreien Schmerztabletten sind gegen leichte bis mäßig starke Schmerzen und Fieber zugelassen, ASS ab 12 Jahren, Ibuprofen ab 6 Jahren. Niedrig dosierte ASS ist eine eigene Anwendung zur Vorbeugung von Blutgerinnseln und eignet sich laut ihrer Packungsbeilage nicht zur Behandlung von Schmerzen.
Darf ich Ibuprofen nehmen, wenn ich ASS 100 einnehme?
Laut Packungsbeilage der niedrig dosierten ASS kann die gerinnungshemmende Wirkung beeinträchtigt sein, wenn gleichzeitig ibuprofenhaltige Arzneimittel angewendet werden; bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen ist eine Wechselwirkung nicht wahrscheinlich. Die Packungsbeilage sagt, dass ASS 100 nicht zusammen mit solchen Mitteln angewendet werden sollte, ohne dass die Ärztin oder der Arzt es ausdrücklich angewiesen hat. Wenn Sie ASS regelmäßig einnehmen, sprechen Sie vor jedem weiteren Arzneimittel mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, auch vor einem rezeptfreien. Einen Abstand zwischen beiden Mitteln nennen die Packungsbeilagen nicht.
Kann ich ASS und Ibuprofen zusammen gegen Schmerzen einnehmen?
Laut Fachinformation von Ibuprofen wird die gleichzeitige Gabe von Ibuprofen und ASS im Allgemeinen wegen möglicher zusätzlicher Nebenwirkungen nicht empfohlen. Die Packungsbeilage von Ibuprofen sagt, dass die gleichzeitige Anwendung mit anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern vermieden werden sollte; die Packungsbeilage von ASS bittet, vor einer Anwendung zusammen mit solchen Mitteln mit Arzt oder Apotheke zu sprechen. Beide weisen darauf hin, dass die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln die Nierenfunktion beeinträchtigen bzw. die Nieren dauerhaft schädigen kann, besonders bei Kombination mehrerer Schmerzmittel.
Dürfen Kinder ASS oder Ibuprofen bekommen?
Die rezeptfreien ASS-Tabletten sind laut Packungsbeilage für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bestimmt, für Menschen unter 40 kg fragen Sie nach anderen Arzneimitteln mit Acetylsalicylsäure. Kindern mit einer Viruserkrankung wie Grippe oder Windpocken darf ASS nur nach vorheriger Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt gegeben werden, weil bei ihnen das Reye-Syndrom beobachtet wurde. Die Ibuprofen-Tabletten, auf denen diese Seite beruht, sind für Kinder ab 6 Jahren bestimmt; Kinder unter 20 kg dürfen sie nicht einnehmen. Während einer Windpockeninfektion sollte die Einnahme von Ibuprofen laut Packungsbeilage vermieden werden. Die Dosis steht unter ASS und Ibuprofen.
Was sagen Packungsbeilage und Embryotox zur Schwangerschaft?
Beide Packungsbeilagen sagen, dass Sie den Wirkstoff in den ersten 6 Monaten nur einnehmen sollten, wenn es absolut notwendig ist und ärztlich empfohlen wird. In den letzten 3 Monaten dürfen Sie Ibuprofen nicht einnehmen, von ASS keine Tagesdosis über 100 mg. Laut Embryotox ist ASS als Schmerzmittel bis zur 28. Woche nur ein Mittel der zweiten Wahl; besser geeignet sind laut Embryotox Ibuprofen oder Diclofenac im ersten und zweiten Drittel und Paracetamol in der gesamten Schwangerschaft. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was gilt bei empfindlichem Magen oder einem Magengeschwür?
ASS darf laut Packungsbeilage bei einem Magen- oder Darmgeschwür nicht angewendet werden; Ibuprofen darf bei bestehenden oder wiederholt aufgetretenen Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Blutungen nicht eingenommen werden. Bei empfindlichem Magen empfiehlt die Packungsbeilage von Ibuprofen die Einnahme während der Mahlzeiten. Hatten Sie früher Geschwüre, Blutungen oder eine Magenschleimhautentzündung, sprechen Sie vor der Einnahme von ASS mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Ob ASS oder Ibuprofen für Sie infrage kommt, klären Sie dort.
Muss ich vor einer Operation oder beim Zahnarzt Bescheid sagen?
Ja. Laut Packungsbeilage erhöht ASS schon in geringen Dosen das Risiko von Blutungen, auch wenn die Einnahme bereits mehrere Tage zurückliegt; informieren Sie vor jedem Eingriff, auch einem kleinen, Ihre Ärztin, Ihren Arzt, den Operateur, die Narkoseärztin oder den Narkosearzt bzw. die Zahnarztpraxis. Auch bei Einnahme von Ibuprofen vor einem Eingriff ist laut Packungsbeilage die Ärztin, der Arzt oder die Zahnarztpraxis zu befragen bzw. zu informieren. Mehr im Ratgeber Medikamente vor einer Operation.
Wie lange darf ich ASS oder Ibuprofen ohne ärztlichen Rat einnehmen?
ASS nehmen Sie laut Packungsbeilage nicht länger als 3 Tage bei Fieber oder 3 bis 4 Tage bei Schmerzen ein, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat es verordnet. Bei Ibuprofen sollten Erwachsene ärztlichen Rat einholen, wenn die Einnahme länger als 3 Tage bei Fieber oder länger als 4 Tage bei Schmerzen nötig ist oder sich die Beschwerden verschlimmern; für Kinder und Jugendliche gilt die Grenze von 3 Tagen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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