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Evolocumab (Repatha): Nebenwirkungen und Wirkung
Evolocumab (Präparat Repatha) ist ein verschreibungspflichtiger Antikörper, der das LDL-Cholesterin senkt. Er wird unter die Haut gespritzt. Häufige Nebenwirkungen sind Grippe und Erkältungen, Übelkeit, Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, allergische Reaktionen mit Hautausschlag und Reaktionen an der Einstichstelle. Selten kommt es zu Schwellungen von Gesicht, Mund, Zunge oder Rachen (Angioödem); wenden Sie sich dann an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Grippe (Influenza) mit hoher Körpertemperatur, Halsschmerzen, laufender Nase, Husten und Schüttelfrost[1, 2]
- Häufig: Erkältung, etwa mit laufender Nase, Halsschmerzen oder Nebenhöhleninfektionen (Nasopharyngitis oder Infektionen der oberen Atemwege)[1, 2]
- Häufig: Übelkeit[1, 2]
- Häufig: Rückenschmerzen[1, 2]
- Häufig: Gelenkschmerzen (Arthralgie)[1, 2]
- Häufig: Muskelschmerzen (Myalgie)[1, 2]
- Häufig: Reaktionen an der Einstichstelle, zum Beispiel Bluterguss, Rötung, Blutung, Schmerzen oder Schwellung[1, 2]
- Häufig: Allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit), einschließlich Hautausschlag[1, 2]
- Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
Wofür wird Evolocumab eingesetzt?
Evolocumab ist ein verschreibungspflichtiger Cholesterinsenker, in Europa zugelassen als Repatha [1, 2]. Er senkt das "schlechte" LDL-Cholesterin im Blut und wird zusätzlich zu einer cholesterinsenkenden Diät angewendet [1]. Zugelassen ist Evolocumab für Erwachsene mit erhöhtem Cholesterin (primäre Hypercholesterinämie oder gemischte Dyslipidämie): zusammen mit einem Statin oder anderen Cholesterinsenkern, wenn die höchste verträgliche Statin-Dosis nicht ausreicht, oder allein bzw. mit anderen Cholesterinsenkern, wenn Statine nicht vertragen werden oder nicht angewendet werden können [1, 2]. Bei erblich erhöhtem Cholesterin (familiäre Hypercholesterinämie) wird es auch bei Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren angewendet [1, 2]. Mehr zum Krankheitsbild lesen Sie auf der Seite Cholesterin.
Außerdem ist Evolocumab für Erwachsene mit bekannter atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder hohem Risiko dafür zugelassen, um das Herz-Kreislauf-Risiko durch Senkung des LDL-Cholesterins zu verringern [1, 2]. Laut Packungsbeilage kann es bei hohem Risiko zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall beitragen [1]. Die Fachinformation beschreibt dazu zwei Studien, in denen Herz-Kreislauf-Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall untersucht wurden: FOURIER mit 27.564 Menschen mit bekannter Herz-Kreislauf-Erkrankung und VESALIUS-CV mit 12.257 Menschen mit erhöhtem Risiko, die noch keinen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten [2].
Wie wirkt Evolocumab?
Evolocumab ist ein monoklonaler Antikörper, also ein im Labor hergestelltes Eiweiß, das gezielt an einen bestimmten Stoff im Körper bindet. Sein Ziel ist PCSK9, ein Stoff, der beeinflusst, wie viel Cholesterin die Leber aufnehmen kann. Indem Evolocumab PCSK9 bindet und entfernt, nimmt die Leber mehr Cholesterin auf und der Cholesterinspiegel im Blut sinkt [1]. Laut Fachinformation verhindert Evolocumab, dass PCSK9 die LDL-Rezeptoren auf den Leberzellen abbaut; mehr Rezeptoren holen mehr LDL-Cholesterin aus dem Blut [2].
Nach einer einzelnen Injektion unter die Haut wurden bei gesunden Erwachsenen die höchsten Konzentrationen im Blut nach 3 bis 4 Tagen erreicht; die effektive Halbwertszeit wird auf 11 bis 17 Tage geschätzt [2]. Als Eiweiß wird Evolocumab wahrscheinlich nicht über den Leberstoffwechsel ausgeschieden; erwartet wird ein Abbau wie bei körpereigenen Antikörpern zu kleinen Bausteinen [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen aus Packungsbeilage und Fachinformation von Repatha. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000 [1, 2]. Wie Sie solche Angaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Am häufigsten berichtet wurden laut Fachinformation eine Nasen-Rachen-Entzündung (7,4 %), Infekte der oberen Atemwege (4,6 %), Rückenschmerzen (4,4 %), Gelenkschmerzen (3,9 %), Grippe (3,2 %) und Reaktionen an der Einstichstelle (2,2 %) [2]. An der Einstichstelle kam es am häufigsten zu Blutergüssen, Rötungen, Blutungen, Schmerzen und Schwellungen [2]. Bei Kindern und Jugendlichen mit familiärer Hypercholesterinämie und bei älteren Menschen zeigten sich keine Unterschiede in der Sicherheit [2]. Auch bei sehr niedrigen LDL-Werten wurden laut Fachinformation keine neuen Sicherheitsaspekte beobachtet [2].
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- InfektionenGrippe (Influenza) mit hoher Körpertemperatur, Halsschmerzen, laufender Nase, Husten und Schüttelfrost[1, 2]Mehr dazu: FieberVerstopfte NaseReizhusten
- InfektionenErkältung, etwa mit laufender Nase, Halsschmerzen oder Nebenhöhleninfektionen (Nasopharyngitis oder Infektionen der oberen Atemwege)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhte InfektanfälligkeitVerstopfte Nase
- Magen und DarmÜbelkeit[1, 2]Mehr dazu: Übelkeit
- Muskeln, Knochen und GelenkeRückenschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Rückenschmerzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen (Arthralgie)[1, 2]Mehr dazu: Gelenkschmerzen
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschmerzen (Myalgie)[1, 2]Mehr dazu: Muskelschmerzen
- Allgemeine BeschwerdenReaktionen an der Einstichstelle, zum Beispiel Bluterguss, Rötung, Blutung, Schmerzen oder Schwellung[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
- ImmunsystemAllergische Reaktionen (Überempfindlichkeit), einschließlich Hautausschlag[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlag
- NervensystemKopfschmerzen[1, 2]Mehr dazu: Kopfschmerzen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- ImmunsystemNesselsucht: rote, juckende Erhebungen auf der Haut (Urtikaria)[1, 2]Mehr dazu: NesselsuchtJuckreizAllergische Reaktionen
- Allgemeine BeschwerdenGrippeähnliche Beschwerden[1, 2]
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- HautSchwellung im Bereich von Gesicht, Mund, Zunge oder Rachen (Angioödem)[1, 2]Mehr dazu: Schwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAllergische Reaktionen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Wenden Sie sich bei Nebenwirkungen an Ihre Ärztin, Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder das medizinische Fachpersonal; das gilt auch für Beschwerden, die nicht in der Packungsbeilage stehen [1]. Eine Schwellung im Bereich von Gesicht, Mund, Zunge oder Rachen (Angioödem) ist eine seltene Nebenwirkung [1, 2]. Mehr dazu auf der Seite Arzneimittelallergie.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Spritzen lernen: Ist vorgesehen, dass Sie oder eine Pflegekraft Evolocumab selbst spritzen, gibt es vorher eine Schulung zur richtigen Vorbereitung und Injektion. Versuchen Sie nicht zu spritzen, bevor Ihnen Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal gezeigt hat, wie es geht; die ausführliche Gebrauchsanleitung steht am Ende der Packungsbeilage [1]. Laut Gebrauchsanleitung der Packungsbeilage wird in den Oberschenkel, in den Bauch (außer im Bereich von 5 cm um den Bauchnabel) oder in die Rückseite des Oberarms gespritzt; in den Oberarm nur, wenn eine andere Person die Injektion gibt. Wählen Sie jedes Mal eine andere Injektionsstelle und spritzen Sie nicht in empfindliche, verletzte, gerötete oder verhärtete Haut [1].
Einstichstelle: Lassen Sie den Fertigpen vor der Injektion Raumtemperatur annehmen; laut Packungsbeilage macht das die Injektion angenehmer [1]. Reaktionen wie Bluterguss, Rötung, Blutung, Schmerzen oder Schwellung an der Einstichstelle gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1].
Infekte und Schmerzen: Grippe, Erkältungen, Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1]. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Beschwerden Sie belasten [1]. Mehr dazu auf den Seiten Muskelschmerzen und Erhöhte Infektanfälligkeit.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie anwenden, kürzlich angewendet haben oder anwenden wollen [1]. Laut Fachinformation wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Unter Statinen wird Evolocumab etwa 20 % schneller ausgeschieden, ohne dass die Wirkung auf die Blutfette ungünstig beeinflusst wird; eine Anpassung der Statin-Dosis ist nicht erforderlich [2]. Wird Evolocumab zusammen mit einem anderen Cholesterinsenker wie Ezetimib oder Atorvastatin verordnet, befolgen Sie die Anweisungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes und lesen Sie auch die Packungsbeilage des anderen Arzneimittels [1].
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Statine | Laut Fachinformation wird Evolocumab unter Statinen etwa 20 % schneller ausgeschieden, ohne dass die Wirkung auf die Blutfette ungünstig beeinflusst wird[2] | Eine Anpassung der Statin-Dosis ist laut Fachinformation nicht erforderlich |
| Andere cholesterinsenkende Arzneimittel | Laut Fachinformation wurden außer mit Statinen und Ezetimib keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt[1, 2] | Befolgen Sie die Anweisungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes zur gemeinsamen Anwendung und lesen Sie auch die Packungsbeilage des anderen Arzneimittels |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Evolocumab nicht oder nur mit Vorsicht anwenden sollte
Sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt, Ihrer Apotheke oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie eine Lebererkrankung haben [1]. Bei Kindern unter 10 Jahren wurde die Anwendung nicht untersucht [1, 2]. Damit sich das Arzneimittel zurückverfolgen lässt, sollten Name und Chargenbezeichnung in Ihrer Patientenakte eingetragen werden; Sie können sie sich auch selbst notieren [1].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Lebererkrankung: vor der Anwendung ärztlich besprechen. Laut Fachinformation kann bei mäßiger Leberfunktionsstörung die LDL-Senkung schwächer ausfallen, sodass eine engmaschige Überwachung nötig werden kann; bei schwerer Leberfunktionsstörung (nicht untersucht) ist Vorsicht geboten[1, 2]
- Hyperprolinämie, eine seltene erbliche Erkrankung, bei der sich Prolin im Körper anreichert: Das Arzneimittel enthält Prolin, das dann schädlich sein kann; es darf dann nicht angewendet werden, es sei denn, die Ärztin oder der Arzt hat die Anwendung empfohlen[1]
- Latexallergie: Laut Fachinformation besteht die Nadelschutzkappe der Fertigspritze aus getrocknetem Naturkautschuk (einem Latexabkömmling), der schwere allergische Reaktionen verursachen kann[2]
- Kinder unter 10 Jahren: Die Anwendung wurde nicht untersucht[1, 2]
- Vor Behandlungsbeginn müssen laut Fachinformation andere Ursachen erhöhter Blutfette, etwa ein nephrotisches Syndrom oder eine Schilddrüsenunterfunktion, ausgeschlossen werden[2]
- Selbstinjektion nur nach Schulung: Versuchen Sie nicht, sich das Arzneimittel zu spritzen, bevor Ihnen Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal gezeigt hat, wie es geht[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Alltag, Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 2]. Zu Alkohol enthalten Packungsbeilage und Fachinformation keine Angaben [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Schwangerschaft
Evolocumab ist bei schwangeren Frauen nicht untersucht worden; es ist nicht bekannt, ob es das ungeborene Kind schädigen kann. Fragen Sie vor der Anwendung Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat, wenn Sie schwanger sind, es vermuten oder schwanger werden möchten.[1]
Laut Fachinformation ergaben Tierversuche keine Hinweise auf eine schädliche Wirkung auf die Fortpflanzung. Evolocumab darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, eine Behandlung ist aufgrund des klinischen Zustands der Frau erforderlich.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Evolocumab in die Muttermilch übergeht; laut Fachinformation kann ein Risiko für das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden. Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder es planen: Gemeinsam wird entschieden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Behandlung verzichtet wird, unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und der Behandlung für die Mutter.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Evolocumab hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.[1, 2]
Einnahme
Evolocumab wird unter die Haut gespritzt (subkutan), laut Packungsbeilage in den Oberschenkel, in den Bauch (außer im Bereich von 5 cm um den Bauchnabel) oder in die Rückseite des Oberarms, dort nur, wenn eine andere Person die Injektion gibt; jedes Mal eine andere Injektionsstelle wählen, nicht in empfindliche, verletzte, gerötete oder verhärtete Haut spritzen. Beim Fertigpen wird das gelbe Ende auf die Haut gesetzt. Für eine Dosis von 420 mg werden drei Fertigpens mit je 140 mg nacheinander innerhalb von 30 Minuten angewendet, nachdem sie Raumtemperatur erreicht haben.[1, 2]
Im Kühlschrank lagern (2 °C bis 8 °C), nicht einfrieren, in der Originalverpackung vor Licht geschützt. Vor der Injektion darf der Fertigpen außerhalb des Kühlschranks Raumtemperatur (bis 25 °C) annehmen; danach muss er innerhalb von 1 Monat verwendet werden. Die cholesterinsenkende Diät wird während der Behandlung fortgesetzt.[1]
Anwendung vergessen: so bald wie möglich nachholen und dann die Ärztin oder den Arzt fragen, wann die nächste Dosis fällig ist.[1]
Absetzen
Laut Fachinformation bilden sich die Veränderungen von PCSK9 und Blutfetten nach dem Absetzen zurück; ein Anstieg des LDL-Cholesterins über den Ausgangswert wurde nicht beobachtet.[2]
Überdosierung
Haben Sie mehr angewendet als verordnet, wenden Sie sich unverzüglich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Laut Fachinformation gibt es keine spezifische Behandlung einer Überdosierung.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilage nennt die empfohlene Dosis je Erkrankung; die Fachinformation ergänzt Angaben für ältere Menschen und bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Wenden Sie Evolocumab immer genau nach der Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an [1].
Anwendung und Absetzen
Evolocumab wird unter die Haut gespritzt (subkutan); es darf laut Fachinformation nicht in eine Vene oder einen Muskel gegeben werden [1, 2]. Beim Fertigpen setzen Sie das gelbe Ende auf die Haut [1]. Jeder Fertigpen enthält 140 mg Evolocumab; verordnet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine höhere Dosis, werden drei Fertigpens nacheinander innerhalb von 30 Minuten angewendet, nachdem sie Raumtemperatur erreicht haben [1, 2]. Lagern Sie den Fertigpen im Kühlschrank, nicht im Gefrierfach, und in der Originalverpackung; verwenden Sie ihn nicht, wenn die Lösung verfärbt ist oder große Klumpen, Flocken oder farbige Teilchen enthält [1]. Die cholesterinsenkende Diät setzen Sie während der Behandlung fort [1].
Laut Fachinformation bilden sich die Veränderungen von PCSK9 und Blutfetten nach dem Absetzen zurück; ein Anstieg des LDL-Cholesterins über den Ausgangswert wurde nicht beobachtet [2]. Wie es nach einer vergessenen Dosis weitergeht, steht in der Karte oben [1]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente im Kühlschrank.
Präparate mit Evolocumab
Evolocumab ist als Repatha zugelassen: als Injektionslösung im Fertigpen und in einer Fertigspritze mit je 140 mg sowie in einer Patrone mit 420 mg für einen automatischen Minidosierer. Grundlage dieser Seite ist die Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur mit der Packungsbeilage für den Fertigpen und der Fachinformation [1, 2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Repatha | Amgen Europe B.V. | verschreibungspflichtig; 140 mg Injektionslösung im Fertigpen (SureClick) oder in einer Fertigspritze, 420 mg in einer Patrone mit automatischem Minidosierer; Grundlage dieser Seite |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Repatha (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Repatha 140 mg Injektionslösung im Fertigpen. Amgen Europe B.V. (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 11.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Repatha (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), und Anhang II. Amgen Europe B.V. (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Was ist Evolocumab und wie wirkt es?
Evolocumab ist ein monoklonaler Antikörper, ein spezialisiertes Eiweiß, das an den Stoff PCSK9 bindet. PCSK9 beeinflusst, wie viel Cholesterin die Leber aufnehmen kann. Indem Evolocumab PCSK9 bindet und entfernt, nimmt die Leber mehr Cholesterin auf, und der Cholesterinspiegel im Blut sinkt.
Welche Nebenwirkungen hat Evolocumab?
Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, treten Grippe, Erkältungen, Übelkeit, Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, allergische Reaktionen einschließlich Hautausschlag und Reaktionen an der Einstichstelle auf. Gelegentlich kommen Nesselsucht und grippeähnliche Beschwerden vor, selten eine Schwellung von Gesicht, Mund, Zunge oder Rachen. Laut Fachinformation waren Nasen-Rachen-Entzündung (7,4 %), Infekte der oberen Atemwege (4,6 %) und Rückenschmerzen (4,4 %) am häufigsten.
Welche Reaktionen können an der Einstichstelle auftreten?
Häufig kommt es an der Einstichstelle zu einem Bluterguss, einer Rötung, einer Blutung, zu Schmerzen oder einer Schwellung. Laut Fachinformation sollen die Injektionsstellen gewechselt werden, und es soll nicht in empfindliche, verletzte, gerötete oder verhärtete Haut gespritzt werden. Halten Beschwerden an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.
Wie lagere ich den Repatha-Fertigpen?
Laut Packungsbeilage im Kühlschrank bei 2 °C bis 8 °C, nicht eingefroren und in der Originalverpackung vor Licht geschützt. Vor der Injektion darf der Fertigpen Raumtemperatur bis 25 °C annehmen, das macht die Injektion angenehmer. Außerhalb des Kühlschranks muss er innerhalb von 1 Monat verwendet werden.
Was mache ich, wenn ich eine Spritze vergessen habe?
Holen Sie die versäumte Dosis laut Packungsbeilage so bald wie möglich nach. Fragen Sie anschließend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wann die nächste Dosis fällig ist, und halten Sie sich dann genau an den neuen Zeitplan.
Ist Evolocumab auch zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Ereignissen zugelassen?
Evolocumab ist auch für Erwachsene mit bekannter atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder hohem Risiko dafür zugelassen, um das Herz-Kreislauf-Risiko durch Senkung des LDL-Cholesterins zu verringern, zusätzlich zur Behandlung anderer Risikofaktoren. Die Fachinformation beschreibt dazu die Studien FOURIER mit 27.564 Menschen mit bekannter atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung und VESALIUS-CV mit 12.257 Menschen mit erhöhtem Risiko, die noch keinen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten; untersucht wurden Herz-Kreislauf-Ereignisse. Ob die Behandlung für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Darf ich Evolocumab in der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?
Evolocumab ist bei Schwangeren nicht untersucht, und es ist nicht bekannt, ob es das ungeborene Kind schädigen kann. Laut Fachinformation darf es in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der klinische Zustand der Frau erfordert die Behandlung. Ob Evolocumab in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet mit Ihnen, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Behandlung verzichtet wird.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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