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Biperiden: Nebenwirkungen und Wirkung
Biperiden ist ein verschreibungspflichtiges Anticholinergikum zur Behandlung der Parkinson-Krankheit und von Bewegungsstörungen, die durch bestimmte Arzneimittel wie Neuroleptika ausgelöst werden. Selten treten Müdigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, Herzklopfen und Gedächtnisstörungen auf, bei höheren Dosen auch Unruhe, Verwirrtheit oder Halluzinationen. Bei einer Harnverhaltung informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; plötzliches Absetzen ist zu vermeiden.

Wofür wird Biperiden eingesetzt?
Biperiden ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der Anticholinergika und gehört zu den Parkinson-Mitteln [1, 2]. Er wird angewendet zur Behandlung der Parkinson-Krankheit und von Beschwerden, die durch bestimmte Arzneimittel ausgelöst werden, insbesondere durch Neuroleptika, also Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen [1].
Laut Packungsbeilage beeinflusst Biperiden Erkrankungen, die durch eine Störung der Erregungsübertragung zwischen Nerven und Muskulatur entstehen und zu Störungen im Bewegungsablauf führen können, etwa zu Problemen beim Gehen oder zum Zittern der Hände [1]. Die Dauer der Anwendung kann von einer kurzfristigen Gabe, etwa bei arzneimittelbedingten Bewegungsstörungen, bis zu einer Dauermedikation, etwa bei der Parkinson-Krankheit, reichen; sie bestimmt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt [1].
Wie wirkt Biperiden?
Biperiden ist ein sogenanntes Anticholinergikum [1]. Zu den Nebenwirkungen, die die Packungsbeilage nennt, gehören unter anderem Mundtrockenheit, verminderte Schweißabsonderung, Pupillenerweiterung mit Lichtempfindlichkeit, Herzklopfen, Verstopfung und Probleme beim Wasserlassen [1]. Zeichen einer Überdosierung sind laut Packungsbeilage unter anderem weite, träge Pupillen, trockene Schleimhäute, Gesichtsröte und ein beschleunigter Herzschlag [1]. Anticholinergika wie Biperiden schwächen außerdem die Wirkung von Metoclopramid auf den Magen-Darm-Trakt ab [1].
Die Tagesdosis wird auf mehrere Einzeldosen aufgeteilt und gleichmäßig über den Tag verteilt eingenommen [1]. Die Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre sind laut Packungsbeilage begrenzt und betreffen vor allem die zeitlich befristete Anwendung bei arzneimittelbedingten anhaltenden Muskelverkrampfungen (Dystonien), etwa durch Neuroleptika oder Metoclopramid [1].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt. "Selten" heißt: bis zu 1 von 1.000 Behandelten, "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1]. Nebenwirkungen treten laut Packungsbeilage besonders zu Beginn der Behandlung und bei zu rascher Dosissteigerung auf. Bei Menschen mit Hirnleistungsstörungen ist eine zentral erregende Wirkung häufig und kann eine Verringerung der Dosis erforderlich machen [1]. Das Sicherheitsprofil bei Kindern und Jugendlichen ist ähnlich dem bei Erwachsenen [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Mehr zu einzelnen Beschwerden auf den Seiten Mundtrockenheit, Vergesslichkeit und Verwirrtheit, Blasenprobleme und Halluzinationen.
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- PsycheBei höheren Dosen Unruhe, gesteigerte Erregbarkeit (Agitiertheit), Angst, Verwirrtheit, Sinnestäuschungen (delirante Syndrome und Halluzinationen), Schlaflosigkeit[1]Mehr dazu: Unruhe und NervositätAngstVerwirrtheitPsychose und HalluzinationenSchlafstörungen
- PsycheBeeinflussung der Schlafphasen[1]Mehr dazu: Schlafstörungen
- NervensystemMüdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit und Gedächtnisstörungen[1]Mehr dazu: MüdigkeitSchwindelKonzentrations- und Gedächtnisstörungen
- HerzPulsbeschleunigung (Herzklopfen)[1]Mehr dazu: Herzrasen
- Magen und DarmMundtrockenheit[1]Mehr dazu: Mundtrockenheit
- Magen und DarmMagenbeschwerden, Übelkeit[1]Mehr dazu: BauchschmerzenÜbelkeit
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelzuckungen[1]
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemÜberempfindlichkeitsreaktionen[1]Mehr dazu: Allergische Reaktionen
- PsycheNervosität, unnatürlich gehobene Stimmung (Euphorie)[1]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- NervensystemKopfschmerzen, unwillkürliche Bewegungsstörungen, Störungen der Bewegungskoordination, Sprachstörungen[1]Mehr dazu: Kopfschmerzen
- NervensystemErhöhte Krampfbereitschaft und Krampfanfälle[1]Mehr dazu: Krampfanfälle
- AugenSehstörungen, Pupillenerweiterung mit Lichtempfindlichkeit; das Auftreten eines grünen Stars (Engwinkelglaukom) ist möglich[1]Mehr dazu: Sehstörungen
- HerzVerlangsamung der Herztätigkeit[1]Mehr dazu: Verlangsamter Herzschlag
- Magen und DarmVerstopfung[1]Mehr dazu: Verstopfung
- HautVerminderte Schweißabsonderung, allergische Hautausschläge[1]Mehr dazu: Hautausschlag
- Nieren und HarnwegeStörungen der Harnentleerung, insbesondere bei vergrößerter Vorsteherdrüse (Prostata-Adenom); Harnverhaltung[1]Mehr dazu: Probleme beim Wasserlassen
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Magen und DarmSchwellung oder Entzündung der Speicheldrüsen[1]
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Bei einer Harnverhaltung muss laut Packungsbeilage sofort eine Ärztin oder ein Arzt informiert werden, weil eine Verringerung der Dosis oder ein Gegenmittel erforderlich sein kann [1]. Weil das Auftreten eines grünen Stars (Engwinkelglaukom) möglich ist, sollte der Augeninnendruck regelmäßig kontrolliert werden [1].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Mundtrockenheit: Eine ausgeprägte Mundtrockenheit lässt sich laut Packungsbeilage durch häufiges Trinken kleiner Flüssigkeitsmengen oder durch Kauen von zuckerfreiem Kaugummi bessern [1].
Magenbeschwerden: Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt lassen sich durch die Einnahme unmittelbar nach den Mahlzeiten vermindern; die Tabletten werden mit ausreichend Flüssigkeit, vorzugsweise während oder nach einer Mahlzeit eingenommen [1].
Blase: Haben Sie Blasenentleerungsstörungen, sollten Sie vor der Einnahme die Blase entleeren [1]. Bewegung: Die Packungsbeilage rät, die ärztlichen Verhaltensmaßregeln zu befolgen; für Parkinsonpatientinnen und -patienten ist zum Beispiel aktive körperliche Bewegung wie Gymnastik oder Schwimmen besonders wichtig, abgestimmt auf die Belastbarkeit [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen [1]. Andere auf das Nervensystem wirkende Mittel (etwa Psychopharmaka, Allergiemittel, Parkinson-Mittel und krampflösende Mittel) können die Nebenwirkungen verstärken [1]. Zusammen mit Levodopa können sich unwillkürliche Bewegungen verstärken, und durch Neuroleptika ausgelöste Bewegungen wie Schmatz- und Kaubewegungen können unter Biperiden zunehmen [1]. Die Wirkung von Metoclopramid auf den Magen-Darm-Trakt wird abgeschwächt [1]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Andere auf das Nervensystem wirkende Mittel, etwa Psychopharmaka, Antihistaminika (Allergiemittel), Antiparkinsonmittel und krampflösende Mittel (Spasmolytika) | Die Nebenwirkungen können sich verstärken[1] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Chinidin (gegen Herzrhythmusstörungen) | Verstärkung der Herz-Kreislauf-Wirkungen[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Levodopa (Parkinson-Mittel) | Unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesien) können sich verstärken; zusammen mit Levodopa/Carbidopa wurden bei Parkinson-Krankheit tanzähnliche Bewegungen beobachtet[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Neuroleptika | Durch Neuroleptika ausgelöste unwillkürliche Bewegungen, etwa Schmatz- und Kaubewegungen, können verstärkt werden[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Metoclopramid und Mittel mit ähnlicher Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt | Ihre Wirkung wird abgeschwächt[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Pethidin (starkes Schmerzmittel) | Seine Nebenwirkungen auf das Nervensystem können verstärkt werden[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Alkohol | Die Wirkungen von Alkohol können verstärkt werden[1] | Während der Behandlung keinen Alkohol trinken |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Biperiden nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Biperiden darf bei unbehandeltem grünem Star (Engwinkelglaukom), bei mechanischen Verengungen (Stenosen) im Magen-Darm-Trakt, einer Erweiterung des Dickdarms und bei Darmverschluss nicht eingenommen werden [1]. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn einer der Vorsicht-Punkte auf Sie zutrifft, etwa eine vergrößerte Prostata mit Restharn oder eine erhöhte Krampfbereitschaft [1].
Laut Packungsbeilage wurden Missbrauch und Abhängigkeit von Biperiden vereinzelt beobachtet; das könnte mit der gelegentlich beobachteten Stimmungsaufhellung und unnatürlich gehobenen Stimmung zusammenhängen [1]. Mehr dazu auf der Seite Abhängigkeit.
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata-Adenom) mit Restharnbildung; Harnverhaltung oder Blasenentleerungsstörungen; bei bestehenden Blasenentleerungsstörungen vor der Einnahme die Blase entleeren[1]
- Erkrankungen, die zu beschleunigtem Herzschlag oder Herzrasen führen können[1]
- Krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis)[1]
- Erhöhte Krampfbereitschaft[1]
- Augeninnendruck: Lassen Sie ihn regelmäßig von der Augenärztin oder vom Augenarzt kontrollieren[1]
- Missbrauch und Abhängigkeit wurden vereinzelt beobachtet; das könnte mit der gelegentlich beobachteten Stimmungsaufhellung und unnatürlich gehobenen Stimmung zusammenhängen[1]
- Ältere Menschen: erhöhte Gefahr von Nebenwirkungen; bei bestimmten Hirnleistungsstörungen wählt die Ärztin oder der Arzt die passende Dosierung[1]
- Hirnleistungsstörungen: Eine zentral erregende Wirkung ist häufig und kann eine Verringerung der Dosis erforderlich machen[1]
- Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: begrenzte Erfahrungen, vor allem mit der zeitlich befristeten Anwendung bei arzneimittelbedingten anhaltenden Muskelverkrampfungen (Dystonien), etwa durch Neuroleptika oder Metoclopramid[1]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was die Packungsbeilage zu Alltag, Schwangerschaft und Stillzeit sagt [1]. Wie sich Biperiden auf die Zeugungs- und Gebärfähigkeit des Menschen auswirkt, ist laut Packungsbeilage nicht bekannt [1]. Allgemeine Hinweise geben die Ratgeber Medikamente und Autofahren und Medikamente und Alkohol.
Schwangerschaft
Mit der Anwendung von Biperiden in der Schwangerschaft liegen keine Erfahrungen vor; es soll deshalb nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt eingenommen werden.[1]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Biperiden kann die Milchbildung hemmen, und es ist anzunehmen, dass es in die Muttermilch übergeht. Es soll deshalb während der Stillzeit nicht angewendet werden, oder es soll abgestillt werden.[1]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Trinken Sie während der Behandlung keinen Alkohol, weil Biperiden die Wirkungen von Alkohol verstärken kann; Alkohol kann außerdem Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit verstärken.[1]
Autofahren und Maschinen
Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit können auftreten und sich durch Alkohol und bestimmte auf das Nervensystem wirkende Arzneimittel verstärken. Berücksichtigen Sie das beim Fahren, beim Bedienen von Maschinen und bei anderen gefahrvollen Tätigkeiten, und klären Sie es vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1]
Einnahme
Die Tagesdosis auf mehrere Einzeldosen aufteilen und gleichmäßig über den Tag verteilt einnehmen, mit ausreichend Flüssigkeit (zum Beispiel einem Glas Wasser), vorzugsweise während oder nach einer Mahlzeit; die Tabletten sind teilbar. Magen-Darm-Beschwerden lassen sich durch die Einnahme unmittelbar nach den Mahlzeiten vermindern.[1]
Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge nehmen, sondern die Behandlung mit der verordneten Dosis fortsetzen.[1]
Absetzen
Beenden Sie die Behandlung keinesfalls eigenmächtig, sondern sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, etwa wenn Nebenwirkungen oder Änderungen Ihres Krankheitsbilds auftreten. Außer bei lebensgefährlichen Komplikationen ist ein plötzliches Absetzen zu vermeiden; die Behandlung wird schrittweise beendet.[1]
Überdosierung
Bei einer Überdosierung informieren Sie unverzüglich eine Ärztin, einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus, da es sich um einen Notfall handeln kann. Zeichen sind weite, träge Pupillen, trockene Schleimhäute, Gesichtsröte, beschleunigter Herzschlag, Störungen der Darm- oder Blasenentleerung, erhöhte Temperatur, Erregung, Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit und Wahnvorstellungen; bei schweren Vergiftungen drohen Kreislaufversagen und Atemstillstand.[1]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt Anfangs- und Erhaltungsdosen für die Parkinson-Krankheit, Dosen bei arzneimittelbedingten Bewegungsstörungen für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche und eine Tageshöchstdosis, die nicht überschritten werden darf [1]. Biperiden wird individuell dosiert; die Übersicht ersetzt nicht die Verordnung [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Biperiden immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein. Die Tabletten sind teilbar und werden mit ausreichend Flüssigkeit, zum Beispiel einem Glas Wasser, eingenommen [1]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort [1].
Beenden Sie die Behandlung keinesfalls eigenmächtig; sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, etwa wenn Nebenwirkungen oder Änderungen Ihres Krankheitsbilds auftreten. Außer beim Auftreten lebensgefährlicher Komplikationen ist ein plötzliches Absetzen zu vermeiden; die Behandlung wird schrittweise beendet [1]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente absetzen; Telefonnummern für den Notfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Biperiden
In Deutschland sind Biperiden-Präparate als Tabletten, als Retardtabletten und als Injektionslösung zugelassen [3]. Grundlage dieser Seite ist die Packungsbeilage von Akineton 2 mg Tabletten mit Stand Februar 2019 [1]. Für Retardtabletten, die Injektionslösung und Präparate anderer Zulassungsinhaber gelten eigene Packungsbeilagen.
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Akineton | Desma GmbH | Tabletten mit 2 mg (Grundlage dieser Seite), Retardtabletten mit 4 mg und Injektionslösung mit 5 mg; verschreibungspflichtig |
| Biperiden-neuraxpharm | neuraxpharm Arzneimittel GmbH | Tabletten mit 4 mg; verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Akineton 2 mg Tabletten. Desma GmbH. Stand 02/2019. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Biperiden. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Liste der national zugelassenen Arzneimittel mit Biperiden (PSUSA/00000415/201908). Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 17.04.2020. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wofür nimmt man Biperiden?
Biperiden ist ein Anticholinergikum zur Behandlung der Parkinson-Krankheit. Außerdem wird es gegen Beschwerden eingesetzt, die durch bestimmte Arzneimittel ausgelöst werden, vor allem Bewegungsstörungen durch Neuroleptika, also Mittel gegen psychische Erkrankungen.
Macht Biperiden müde?
Müdigkeit, Schwindelgefühl und Benommenheit gehören zu den seltenen Nebenwirkungen, also bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten. Alkohol und bestimmte auf das Nervensystem wirkende Arzneimittel können diese Wirkungen verstärken. Klären Sie deshalb vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen können.
Kann Biperiden abhängig machen?
Laut Packungsbeilage wurden Missbrauch und Abhängigkeit vereinzelt beobachtet. Das könnte mit der gelegentlich beobachteten Stimmungsaufhellung und unnatürlich gehobenen Stimmung zusammenhängen. Nehmen Sie Biperiden nur so ein, wie es Ihnen verordnet wurde, und sprechen Sie Bedenken bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an.
Was hilft gegen Mundtrockenheit unter Biperiden?
Laut Packungsbeilage lässt sich eine ausgeprägte Mundtrockenheit durch häufiges Trinken kleiner Flüssigkeitsmengen oder durch Kauen von zuckerfreiem Kaugummi bessern. Mundtrockenheit gehört zu den seltenen Nebenwirkungen.
Darf ich mit Biperiden Alkohol trinken?
Nein. Biperiden kann die Wirkungen von Alkohol verstärken; die Packungsbeilage rät deshalb, während der Behandlung keinen Alkohol zu trinken.
Kann ich Biperiden einfach absetzen?
Nein. Beenden Sie die Behandlung nicht eigenmächtig, sondern sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Außer bei lebensgefährlichen Komplikationen ist ein plötzliches Absetzen zu vermeiden; die Behandlung wird schrittweise beendet.
Wie hoch ist die Dosis von Biperiden?
Biperiden wird individuell dosiert und mit der niedrigsten möglichen Dosis begonnen; die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Die Angaben der Packungsbeilage einschließlich der Tageshöchstdosis stehen im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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