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Aflibercept (Eylea): Nebenwirkungen und Wirkung

Aflibercept ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff, enthalten in Eylea. Eine in Injektionen ins Auge erfahrene Ärztin oder ein erfahrener Arzt injiziert ihn in das Auge. Er wird bei Erwachsenen bei feuchter altersabhängiger Makuladegeneration, bei Makulaödem infolge eines Venenverschlusses oder eines Diabetes und bei myoper choroidaler Neovaskularisation angewendet, außerdem bei Frühgeborenen mit Frühgeborenen-Retinopathie. Bemerken Sie nach einer Injektion eine plötzliche Sehverschlechterung, zunehmende Schmerzen oder Rötung im Auge, kontaktieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Ältere Frau mit silbergrauem Haar sitzt am sonnigen Küchenfenster und blickt aufmerksam in den Garten
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Verschlechterung der Sehkraft (verminderte Sehschärfe)[1, 2]
  • Sehr häufig: Blutung im hinteren Augenabschnitt (Einblutung in die Retina)[1, 2]
  • Sehr häufig: Blutunterlaufene Augen durch Blutungen kleiner Blutgefäße in der Außenschicht des Auges (Bindehautblutung)[1, 2]
  • Sehr häufig: Augenschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Ablösung oder Einriss einer der Schichten des hinteren Augenbereichs, bemerkbar durch Lichtblitze mit "fliegenden Mücken" und manchmal durch Sehverlust (Einriss oder Ablösung des retinalen Pigmentepithels, Einriss oder Ablösung der Netzhaut); Einrisse des retinalen Pigmentepithels wurden nur bei feuchter AMD beobachtet[1, 2]
  • Häufig: Degeneration der Netzhaut, Ursache für gestörtes Sehen[1, 2]
  • Häufig: Blutung im Auge (Glaskörperblutung)[1, 2]
  • Häufig: Bestimmte Formen von Linsentrübung (Katarakt, kortikale Katarakt, Kernkatarakt, subkapsuläre Katarakt)[1, 2]
  • Häufig: Beschädigung der vorderen Schicht des Augapfels (Hornhauterosion, Hornhautabrasion, Keratitis punctata)[1, 2]
  • Häufig: Anstieg des Augeninnendrucks[1, 2]
  • Häufig: Verschwommenes Sehen[2]
  • Häufig: Sich bewegende Punkte im Gesichtsfeld (Glaskörpertrübungen)[1, 2]
  • Häufig: Abhebung der gelartigen Substanz im Auge von der Netzhaut (Glaskörperabhebung), bemerkbar durch Lichtblitze mit "fliegenden Mücken"[1, 2]
  • Häufig: Schmerzen an der Injektionsstelle[2]
  • Häufig: Gefühl, etwas im Auge zu haben (Fremdkörpergefühl)[1, 2]
  • Häufig: Erhöhte Tränenproduktion[1, 2]
  • Häufig: Anschwellen des Augenlids (Augenlidödem)[1, 2]
  • Häufig: Blutung an der Injektionsstelle[1, 2]
  • Häufig: Augenrötung (Bindehauthyperämie, okulare Hyperämie)[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Aflibercept eingesetzt?

Aflibercept ist der Wirkstoff von Eylea, einer verschreibungspflichtigen Lösung, die in das Auge injiziert wird [1, 2]. Eylea wird laut Packungsbeilage bei Erwachsenen angewendet, um folgende Augenerkrankungen zu behandeln [1]:

  • Feuchte altersabhängige Makuladegeneration (feuchte AMD): Hier bilden sich krankhaft neue Blutgefäße im Auge, aus denen Blutbestandteile austreten und das für das Sehen zuständige Gewebe schädigen können [1].
  • Makulaödem infolge eines Netzhautvenenverschlusses (RVV): Beim Zentralvenenverschluss (ZVV) ist das Hauptgefäß blockiert, das Blut von der Netzhaut abtransportiert, beim Venenastverschluss (VAV) einer oder mehrere seiner Äste. Flüssigkeit tritt in die Netzhaut aus, die Makula (der Bereich für das scharfe Sehen) schwillt an, und das zentrale Sehen verschwimmt [1].
  • Diabetisches Makulaödem (DMÖ): eine Schwellung der Netzhaut bei Diabetes, weil Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in die Makula austritt [1].
  • Myope choroidale Neovaskularisation (mCNV): Auch hier sind Wachstumsfaktoren an einer krankhaften Neubildung von Blutgefäßen im Auge beteiligt, die das Sehvermögen beeinträchtigen kann [1, 2].

Außerdem ist Eylea bei Frühgeborenen zur Behandlung einer Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) zugelassen, einer Erkrankung mit krankhaftem Gefäßwachstum in der Netzhaut; für diese Anwendung gibt es eine eigene Packungsbeilage für die gesetzlichen Vertreter [1, 2]. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurde Eylea für andere Anwendungsgebiete nicht untersucht [1]. Ob die Behandlung für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Wie wirkt Aflibercept?

Aflibercept unterdrückt die Aktivität von Wachstumsfaktoren, die vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor A (VEGF-A) und Plazenta-Wachstumsfaktor (PlGF) genannt werden. Bei feuchter AMD und mCNV sind diese Faktoren im Überschuss vorhanden und an der krankhaften Neubildung von Blutgefäßen im Auge beteiligt; bei Venenverschlüssen steigen die VEGF-Spiegel und führen zu einem Flüssigkeitsaustritt in die Netzhaut [1].

Laut Fachinformation ist Aflibercept ein gentechnisch hergestelltes Eiweiß (Fusionsprotein). Es wirkt wie ein löslicher Köder: Es bindet VEGF-A und PlGF stärker als deren natürliche Rezeptoren und verhindert so, dass diese aktiviert werden [2]. Nach der Injektion in den Glaskörper gelangt Aflibercept langsam in den Blutkreislauf. In einer Teilstudie mit 6 Patienten mit feuchter AMD waren die höchsten Konzentrationen von freiem Aflibercept im Blut gering, wurden innerhalb von 1 bis 3 Tagen erreicht und waren nach zwei Wochen bei fast allen dieser Patienten nicht mehr nachweisbar [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt die Nebenwirkungen bei Erwachsenen aus Packungsbeilage und Fachinformation von Eylea 40 mg/ml; sie können auf den Injektionsvorgang oder das Arzneimittel zurückgehen. "Sehr häufig" heißt: mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bis zu 1 von 10, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "selten" bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

In den acht Phase-III-Studien mit 3.102 Behandelten waren Bindehautblutung (25 Prozent), Einblutung in die Netzhaut (11 Prozent), verminderte Sehschärfe (11 Prozent), Augenschmerzen (10 Prozent), Katarakt (8 Prozent), erhöhter Augeninnendruck (8 Prozent), Glaskörperabhebung (7 Prozent) und Glaskörpertrübungen (7 Prozent) die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen [2]. Die Packungsbeilage fasst Ablösung und Einriss von Netzhaut und retinalem Pigmentepithel als häufig zusammen; die Fachinformation führt Netzhautablösung und Netzhauteinriss als gelegentlich [1, 2]. In Studien zur feuchten AMD traten Bindehautblutungen bei Menschen, die Blutverdünner einnahmen, vermehrt auf [1, 2].

VEGF-Hemmer, die im Körper wirken, sind möglicherweise mit einem Risiko für Blutgerinnsel in Arterien verbunden, die zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Nach einer Injektion von Eylea ins Auge besteht dafür ein theoretisches Risiko [1, 2]. Wie bei allen therapeutischen Eiweißen ist außerdem eine Immunreaktion gegen Eylea möglich [1]. Bei Frühgeborenen wurden in einer Studie mit 75 Kindern Netzhautablösung, Netzhautblutung, Bindehautblutung, Blutung an der Injektionsstelle, erhöhter Augeninnendruck und Lidschwellung bei mehr als einem Kind berichtet [1, 2].

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • AugenVerschlechterung der Sehkraft (verminderte Sehschärfe)[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • AugenBlutung im hinteren Augenabschnitt (Einblutung in die Retina)[1, 2]
  • AugenBlutunterlaufene Augen durch Blutungen kleiner Blutgefäße in der Außenschicht des Auges (Bindehautblutung)[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
  • AugenAugenschmerzen[1, 2]

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • AugenAblösung oder Einriss einer der Schichten des hinteren Augenbereichs, bemerkbar durch Lichtblitze mit "fliegenden Mücken" und manchmal durch Sehverlust (Einriss oder Ablösung des retinalen Pigmentepithels, Einriss oder Ablösung der Netzhaut); Einrisse des retinalen Pigmentepithels wurden nur bei feuchter AMD beobachtet[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • AugenDegeneration der Netzhaut, Ursache für gestörtes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • AugenBlutung im Auge (Glaskörperblutung)[1, 2]
  • AugenBestimmte Formen von Linsentrübung (Katarakt, kortikale Katarakt, Kernkatarakt, subkapsuläre Katarakt)[1, 2]
  • AugenBeschädigung der vorderen Schicht des Augapfels (Hornhauterosion, Hornhautabrasion, Keratitis punctata)[1, 2]
  • AugenAnstieg des Augeninnendrucks[1, 2]
  • AugenVerschwommenes Sehen[2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • AugenSich bewegende Punkte im Gesichtsfeld (Glaskörpertrübungen)[1, 2]
  • AugenAbhebung der gelartigen Substanz im Auge von der Netzhaut (Glaskörperabhebung), bemerkbar durch Lichtblitze mit "fliegenden Mücken"[1, 2]
  • AugenSchmerzen an der Injektionsstelle[2]
  • AugenGefühl, etwas im Auge zu haben (Fremdkörpergefühl)[1, 2]
  • AugenErhöhte Tränenproduktion[1, 2]
  • AugenAnschwellen des Augenlids (Augenlidödem)[1, 2]
  • AugenBlutung an der Injektionsstelle[1, 2]Mehr dazu: Blutungen und blaue Flecken
  • AugenAugenrötung (Bindehauthyperämie, okulare Hyperämie)[1, 2]

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • ImmunsystemAllergische Reaktionen (Überempfindlichkeit) wie Hautausschlag, Juckreiz und Nesselsucht; in einzelnen Fällen schwere allergische (anaphylaktische oder anaphylaktoide) Reaktionen[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagJuckreizNesselsucht
  • AugenSchwerwiegende Entzündung oder Infektion im Auge (Endophthalmitis)[1, 2]
  • AugenEntzündung der Regenbogenhaut oder anderer Teile des Auges (Iritis, Uveitis, Iridocyclitis, Schwebeteilchen in der Vorderkammer)[1, 2]
  • AugenLinsentrübungen[2]
  • AugenDefekt der Hornhautoberfläche (Hornhautepitheldefekt)[2]
  • AugenReizung an der Injektionsstelle[2]
  • AugenFremdartiges Gefühl im Auge (abnorme Empfindung im Auge)[1, 2]
  • AugenReizung des Augenlids[1, 2]
  • AugenAnschwellen der vorderen Schicht des Augapfels (Hornhautödem)[1, 2]

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • AugenErblindung[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
  • AugenTrübung der Linse aufgrund einer Verletzung (traumatische Katarakt)[1, 2]
  • AugenEntzündung der gelartigen Substanz im Auge (Vitritis)[1, 2]
  • AugenEiter im Auge (Hypopyon)[1, 2]

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • AugenEntzündung des weißen Teils des Auges mit Rötung und Schmerzen (Skleritis)[1, 2]

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Kommt es nach der Injektion zu einer Infektion oder Entzündung im Auge (Endophthalmitis) oder zu anderen Komplikationen, ist es laut Packungsbeilage wichtig, jedes Symptom möglichst schnell untersuchen und behandeln zu lassen [1]. Innerhalb von 60 Minuten nach der Injektion kann der Augeninnendruck ansteigen; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt überprüft ihn nach jeder Injektion [1]. Mehr zu allergischen Reaktionen lesen Sie unter Arzneimittelallergie.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Älterer Mann mit Sonnenbrille geht an einem bewölkten Tag Arm in Arm mit seiner erwachsenen Tochter eine ruhige Allee entlang
Bild: KI-generiert

Nach der Injektion: Bemerken Sie eine plötzliche Sehverschlechterung, einen Schmerzanstieg oder eine Rötung im Auge, kontaktieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Laut Fachinformation sollten Patientinnen und Patienten in der ersten Woche nach der Injektion überwacht werden, damit eine Infektion früh behandelt werden kann [2].

Sehstörungen: Nach der Injektion kann das Sehen vorübergehend gestört sein. Solange das anhält, fahren Sie nicht selbst Auto und bedienen Sie keine Maschinen [1]. Mehr zum Thema im Ratgeber Medikamente und Autofahren und unter Sehstörungen.

Lichtblitze und "fliegende Mücken": Sie können auf eine Glaskörperabhebung oder auf eine Ablösung oder einen Einriss einer Schicht im hinteren Auge hinweisen [1]. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an, ebenso auf jede andere vermutete Nebenwirkung [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich angewendet haben oder anwenden wollen [1]. Studien zu Wechselwirkungen wurden nicht durchgeführt. Die Kombination mit einer photodynamischen Therapie mit Verteporfin wurde nicht untersucht, und zur gleichzeitigen Behandlung mit anderen VEGF-Hemmern gibt es keine Erfahrungen [2]. Nehmen Sie Blutverdünner ein, sagen Sie es Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: In Studien zur feuchten AMD traten bei Menschen mit Blutverdünnern vermehrt Bindehautblutungen auf [1, 2].

Wechselwirkungen von Aflibercept
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Photodynamische Therapie (PDT) mit VerteporfinKombination nicht untersucht, kein Sicherheitsprofil[2]Ärztin oder Arzt informieren
Andere Arzneimittel gegen VEGF (am Auge oder im Körper)Keine Erfahrungen zur gleichzeitigen Behandlung[2]Ärztin oder Arzt informieren
Blutverdünnende ArzneimittelIn Studien zur feuchten AMD traten bei Patienten mit Blutverdünnern vermehrt Bindehautblutungen auf[1, 2]Ärztin oder Arzt über alle Arzneimittel informieren

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Aflibercept nicht oder nur mit Vorsicht erhalten sollte

Eylea wird nicht angewendet bei einer Allergie gegen Aflibercept, bei einer bestehenden oder vermuteten Infektion im oder um das Auge und bei einer schweren Augenentzündung [1]. Sprechen Sie vor der Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie einen Grünen Star (Glaukom) haben, wenn Sie früher Lichtblitze oder Schlieren gesehen haben und es plötzlich zu einer Zunahme von Größe und Anzahl der Schlieren kommt oder wenn in den letzten oder nächsten vier Wochen eine Augenoperation stattfand oder geplant ist [1]. Hatten Sie in den vergangenen sechs Monaten einen Schlaganfall, eine vorübergehende Durchblutungsstörung im Gehirn oder einen Herzinfarkt, wird Eylea bei Ihnen mit Vorsicht angewendet [1].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Aflibercept oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Bestehende oder vermutete Infektion im Auge oder in der Umgebung des Auges[1, 2]
  • Schwere Augenentzündung, erkennbar an Schmerzen oder Rötung[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Glaukom: Innerhalb von 60 Minuten nach der Injektion kann der Augeninnendruck ansteigen; die Ärztin oder der Arzt überprüft ihn nach jeder Injektion. Laut Fachinformation darf Eylea nicht injiziert werden, solange der Augeninnendruck bei 30 mmHg oder höher liegt[1, 2]
  • Frühere Lichtblitze oder Schlieren im Gesichtsfeld und eine plötzliche Zunahme von Größe und Anzahl der Schlieren[1]
  • Augenoperation innerhalb der letzten oder der nächsten 4 Wochen; laut Fachinformation sollte die Behandlung 28 Tage vor oder nach einem Eingriff im Auge ausgesetzt werden[1, 2]
  • Schwere Form eines Zentralvenen- oder Venenastverschlusses (ischämischer ZVV oder VAV): Behandlung nicht empfohlen[1, 2]
  • Schlaganfall, vorübergehende Durchblutungsstörung im Gehirn (TIA) oder Herzinfarkt in den vergangenen 6 Monaten: begrenzte Daten bei ZVV, VAV, DMÖ und mCNV, Anwendung mit Vorsicht. VEGF-Hemmer im Körper sind möglicherweise mit einem Risiko für Blutgerinnsel in Arterien verbunden; nach einer Injektion ins Auge besteht ein theoretisches Risiko[1, 2]
  • Risikofaktoren für einen Einriss oder eine Ablösung der Netzhaut oder des retinalen Pigmentepithels: Anwendung mit Vorsicht[1, 2]
  • Behandlung beider Augen zur gleichen Zeit: nicht untersucht, das Risiko für Nebenwirkungen kann erhöht sein[1, 2]
  • Frauen im gebärfähigen Alter: während der Behandlung und mindestens drei Monate nach der letzten Injektion zuverlässig verhüten[1, 2]
  • Begrenzte oder keine Erfahrung: diabetisches Makulaödem bei Typ-1-Diabetes, HbA1c über 12 %, proliferative diabetische Retinopathie, akute Infektionen, Netzhautablösung oder Makulaloch, nicht eingestellter Bluthochdruck bei Diabetes, mCNV bei nicht-asiatischen Patienten, vorbehandelte mCNV oder mCNV mit Schädigung außerhalb des Zentrums der Makula[1, 2]
  • Bekannte Allergien: Das enthaltene Polysorbat 20 kann allergische Reaktionen hervorrufen[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformation zu Schwangerschaft, Stillzeit, Verkehrstüchtigkeit und Anwendung sagen [1, 2]. Zu Alkohol enthalten Packungsbeilage und Fachinformation keinen Hinweis. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und mindestens drei Monate nach der letzten Injektion zuverlässig verhüten [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Schwangerschaft

Laut Packungsbeilage liegen keine Berichte zur Anwendung bei schwangeren Frauen vor. Eylea sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der mögliche Nutzen überwiegt das potenzielle Risiko für das ungeborene Kind; sprechen Sie vor der Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und mindestens 3 Monate nach der letzten Injektion zuverlässig verhüten. Laut Fachinformation zeigten Tierstudien schädliche Wirkungen auf Embryo und Fetus.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Geringe Mengen von Eylea können in die Muttermilch übergehen; die Auswirkungen auf gestillte Kinder sind nicht bekannt. Die Anwendung während der Stillzeit wird nicht empfohlen; laut Fachinformation wird das Stillen als Vorsichtsmaßnahme nicht empfohlen. Wenn Sie stillen, sprechen Sie vor der Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Nach der Injektion kann es zu vorübergehenden Sehstörungen kommen. Solange diese anhalten, fahren Sie kein Auto und bedienen Sie keine Maschinen. Laut Fachinformation können die Sehstörungen von der Injektion oder der Augenuntersuchung kommen.[1, 2]

Einnahme

Eylea wird von einer Ärztin oder einem Arzt mit Erfahrung in Injektionen ins Auge unter sauberen und sterilen Bedingungen in das Auge injiziert (intravitreale Injektion). Vorher wird das Auge mit einem Desinfektionsmittel gereinigt und die Einstichstelle örtlich betäubt.[1]

Wurde eine Dosis nicht gegeben, vereinbaren Sie einen neuen Termin für Untersuchung und Injektion. Laut Fachinformation sollten Patientinnen und Patienten in der ersten Woche nach der Injektion überwacht werden, damit eine Infektion früh behandelt werden kann.[1, 2]

Absetzen

Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung beenden. Beim Makulaödem infolge eines Venenverschlusses und beim diabetischen Makulaödem kann die Ärztin oder der Arzt entscheiden, die Behandlung zu beenden, wenn Sie von einer weiteren Behandlung nicht profitieren.[1]

Überdosierung

Laut Fachinformation kann eine Überdosierung mit einem größeren Injektionsvolumen als üblich zu einem Anstieg des Augeninnendrucks führen; der Augeninnendruck sollte dann überwacht werden.[2]

Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation

Die Packungsbeilage nennt für jedes Anwendungsgebiet die empfohlene Dosis je Injektion und den Ablauf der Behandlung; die Fachinformation ergänzt Angaben zu Abständen und zu besonderen Patientengruppen [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Den Behandlungsplan legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Eylea wird von einer in Injektionen ins Auge erfahrenen Ärztin oder einem erfahrenen Arzt angewendet. Zum Schutz vor einer Infektion wird das Auge vorher sorgfältig desinfiziert, und die Einstichstelle wird örtlich betäubt [1]. Wenn Sie keine Probleme bemerken und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nichts anderes geraten hat, müssen Sie bei feuchter AMD Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zwischen den Behandlungen nicht aufsuchen [1].

Wurde eine Dosis nicht gegeben, vereinbaren Sie einen neuen Termin für Untersuchung und Injektion. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung beenden [1]. Laut Fachinformation sollte die Behandlung unter anderem bei einem Netzhauteinriss unterbrochen werden, bis dieser ausreichend verheilt ist, und 28 Tage vor oder nach einem Eingriff im Auge ausgesetzt werden [2].

Präparate mit Aflibercept

Grundlage dieser Seite ist die Produktinformation von Eylea 40 mg/ml in einer Fertigspritze, das über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen ist [1, 2]. Für Eylea 114,3 mg/ml gelten eigene Fach- und Gebrauchsinformationen. Aflibercept ist außerdem als Zaltrap zugelassen, das als Infusion in die Vene zur Behandlung von metastasiertem Darmkrebs (kolorektales Karzinom) angewendet wird; dieses Arzneimittel ist nicht Gegenstand dieser Seite [3].

Präparate mit Aflibercept
PräparatAnbieterHinweis
Eylea 40 mg/mlBayer AGInjektionslösung zur Injektion in das Auge, in einer Fertigspritze oder Durchstechflasche; verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite
Eylea 114,3 mg/mlBayer AGInjektionslösung zur Injektion in das Auge, auch in einer Fertigspritze; eigene Fach- und Gebrauchsinformation, nicht Grundlage dieser Seite
ZaltrapSanofi Winthrop IndustrieInfusion in die Vene bei metastasiertem Darmkrebs (kolorektales Karzinom); anderes Anwendungsgebiet, nicht Gegenstand dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Eylea (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Eylea 40 mg/ml Injektionslösung in einer Fertigspritze (Erwachsene und Frühgeborene). Bayer AG (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2026. abgerufen am 11.10.2026
  2. EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Eylea (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels Eylea 40 mg/ml Injektionslösung in einer Fertigspritze (Fachinformation), und Anhang II. Bayer AG (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2026. abgerufen am 11.10.2026
  3. Behörde EMA: Zaltrap (Aflibercept), EPAR-Übersicht. Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2024. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wie wird Eylea angewendet?

Eylea wird von einer Ärztin oder einem Arzt mit Erfahrung in Injektionen ins Auge unter sauberen und sterilen Bedingungen in das Auge injiziert. Vorher wird das Auge mit einem Desinfektionsmittel gereinigt, und die Einstichstelle wird örtlich betäubt, damit Sie möglichst keine Schmerzen haben. Wie oft Sie eine Injektion bekommen, hängt vom Anwendungsgebiet ab und wird von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt festgelegt.

Was sind Warnzeichen nach der Injektion?

Eine plötzliche Sehverschlechterung, ein Schmerzanstieg oder eine Rötung im Auge nach der Injektion: Dann kontaktieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Bei einer Infektion oder Entzündung im Auge (Endophthalmitis) können Augenschmerzen oder zunehmende Beschwerden, zunehmende Rötung, verschwommenes Sehen oder eine Verschlechterung des Sehvermögens und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit auftreten. Laut Fachinformation sollten Patientinnen und Patienten in der ersten Woche nach der Injektion überwacht werden.

Wie häufig sind schwere Nebenwirkungen am Auge?

Schwerwiegende Nebenwirkungen am Auge, die mit dem Injektionsvorgang zusammenhingen, traten in den Studien bei weniger als 1 von 1.900 Injektionen auf. Dazu gehörten Erblindung, Endophthalmitis, Netzhautablösung, Katarakt, Glaskörperblutung, Glaskörperabhebung und erhöhter Augeninnendruck. Erblindung zählt laut Packungsbeilage zu den seltenen Nebenwirkungen, die Endophthalmitis zu den gelegentlichen.

Darf ich nach der Injektion Auto fahren?

Nein, solange Ihre Sicht gestört ist. Nach der Injektion kann es zu vorübergehenden Sehstörungen kommen; solange sie anhalten, fahren Sie kein Auto und bedienen Sie keine Maschinen. Laut Fachinformation können die Sehstörungen von der Injektion oder von der Augenuntersuchung kommen.

Was passiert, wenn ein Injektionstermin ausfällt?

Vereinbaren Sie einen neuen Termin für Untersuchung und Injektion. Möchten Sie die Behandlung beenden, sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Beim Makulaödem infolge eines Venenverschlusses und beim diabetischen Makulaödem kann die Ärztin oder der Arzt die Behandlung beenden, wenn Sie von einer weiteren Behandlung nicht profitieren.

Darf Eylea in Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden?

Laut Packungsbeilage sollte Eylea in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der mögliche Nutzen überwiegt das potenzielle Risiko für das ungeborene Kind. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und mindestens drei Monate nach der letzten Injektion zuverlässig verhüten. Geringe Mengen können in die Muttermilch übergehen; die Anwendung in der Stillzeit wird nicht empfohlen. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Ist Eylea dasselbe wie Zaltrap?

Beide enthalten Aflibercept, sind aber unterschiedliche Arzneimittel. Zaltrap wird laut Europäischer Arzneimittel-Agentur als Infusion in die Vene zur Behandlung von metastasiertem Darmkrebs (kolorektales Karzinom) angewendet. Diese Seite behandelt ausschließlich Eylea zur Injektion in das Auge.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

Passt dazu

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    Dorzolamid senkt den erhöhten Augeninnendruck.

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    Timolol-Augentropfen senken den erhöhten Augeninnendruck.

  • Medikamente Nepafenac (Nevanac)

    Nepafenac lindert Schmerzen und Entzündungen nach einer Kataraktoperation.

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    Manche Medikamente können abhängig machen, etwa Schlaf- und Beruhigungsmittel oder Opioide.