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Fosfomycin: Nebenwirkungen und Wirkung

Fosfomycin ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum. Als Granulat zum Einnehmen ist es zur Behandlung unkomplizierter Blasenentzündungen bei Frauen und weiblichen Jugendlichen zugelassen und wird als Einmalgabe eingenommen. Häufig sind Kopfschmerzen, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden und Infektionen im weiblichen Genitalbereich. Bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion oder einer Infektion des Dickdarms wie mäßigem bis schwerem Durchfall oder blutigem Stuhl kontaktieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Frau um die vierzig sitzt abends auf der Bettkante im gemütlichen Schlafzimmer und trinkt aus einem Glas Wasser
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Schwindel[1, 2]
  • Häufig: Durchfall[1, 2]
  • Häufig: Übelkeit[1, 2]
  • Häufig: Verdauungsstörung (Dyspepsie)[1, 2]
  • Häufig: Bauchschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Infektion der weiblichen Geschlechtsorgane mit Symptomen wie Entzündung, Reizung oder Juckreiz (Vulvovaginitis)[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Fosfomycin eingesetzt?

Fosfomycin ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum, das Bakterien abtötet, die Infektionen verursachen können [1, 2]. Als Granulat zum Einnehmen wird es zur Behandlung von unkomplizierten Infektionen der Harnblase bei Frauen und weiblichen Jugendlichen verwendet [1]. Die Fachinformation nennt als Anwendungsgebiet die akute, unkomplizierte Blasenentzündung (Zystitis) bei Frauen und weiblichen Jugendlichen, im Abschnitt zur Dosierung mit der Altersangabe "über 12 Jahre"; die offiziellen Leitlinien für die angemessene Verwendung von Antibiotika sind zu berücksichtigen [2]. Die Packungsbeilage des Präparats Monuril nennt dasselbe Anwendungsgebiet [5].

Fosfomycin-Präparate wurden in einem europäischen Bewertungsverfahren überprüft, das im Dezember 2018 auf Antrag Deutschlands eingeleitet wurde; das BfArM hat das Ergebnis mit Bescheid vom 29. Juni 2020 umgesetzt. Danach können Fosfomycin-Präparate zum Einnehmen weiterhin zur Behandlung unkomplizierter Blasenentzündungen bei Frauen und weiblichen Jugendlichen angewendet werden. Die Anwendung bei Männern, denen eine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen wird (Biopsie), ist in Deutschland nicht zugelassen; Fosfomycin-Granulat für Kinder (2 g) ist in Deutschland ebenfalls nicht zugelassen [4]. Harnwegsinfektionen bei Männern sind laut Fachinformation im Allgemeinen als komplizierte Harnwegsinfektionen anzusehen, für die das Granulat nicht angezeigt ist [2].

Hält eine Infektion an (persistierende Infektion), empfiehlt die Fachinformation eine gründliche Untersuchung und Neubewertung der Diagnose, weil oft komplizierte Harnwegsinfektionen oder widerstandsfähige (resistente) Erreger dahinterstehen [2]. Mehr dazu im Ratgeber Antibiotika richtig einnehmen.

Wie wirkt Fosfomycin?

Fosfomycin tötet Bakterien, die sich gerade vermehren (bakterizide Wirkung): Es hemmt die erste Stufe des Zellwandaufbaus, indem es die Bildung von Peptidoglykan blockiert, einem Baustein der Bakterienzellwand. In die Bakterienzelle gelangt es über zwei verschiedene Transportsysteme. Eine Kreuzresistenz mit anderen Antibiotika-Klassen ist nicht bekannt [2]. Der wichtigste Resistenzmechanismus ist laut Fachinformation eine Veränderung im Erbgut der Bakterien (chromosomale Mutation), die ihr Transportsystem für Fosfomycin verändert [2].

Nach einmaliger Einnahme gelangen etwa 33 bis 53 % des Wirkstoffs ins Blut. Fosfomycin scheint im Körper nicht verstoffwechselt zu werden, verteilt sich in die Gewebe einschließlich der Nieren und der Blasenwand und wird unverändert hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden; 40 bis 50 % der Dosis finden sich im Urin. Die Halbwertszeit liegt bei etwa 4 Stunden [2]. Die mittlere Konzentration im Harn bleibt nach der Einnahme der Einzeldosis für mindestens 24 Stunden über einem Schwellenwert der minimalen Hemmkonzentration (der Konzentration, ab der das Wachstum der Erreger gehemmt wird) [2]. Die Packungsbeilage von Monuril weist darauf hin, dass das Mittel nur einmal eingenommen werden muss [5].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen aus Packungsbeilage und Fachinformation; beide geben dieselben Häufigkeiten an. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Laut Fachinformation betreffen die häufigsten Nebenwirkungen nach einer Einzeldosis den Magen-Darm-Trakt, hauptsächlich Durchfall. Diese Beschwerden klingen normalerweise von allein ab [2]. Mehr zu Beschwerden im Bauch lesen Sie auf den Seiten Durchfall und Übelkeit.

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Laut Packungsbeilage kann Fosfomycin schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen, darunter allergische Reaktionen und eine Entzündung des Dickdarms; achten Sie deshalb nach der Einnahme auf die genannten Zeichen [1]. Laut Fachinformation können schwere und vereinzelt tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, einschließlich eines anaphylaktischen Schocks; dann müssen sofort Notfallmaßnahmen eingeleitet werden [2]. Was eine Arzneimittelallergie ausmacht, erklärt die Seite Arzneimittelallergie.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau Ende dreißig sitzt entspannt in einem Sessel am Fenster, eine Wolldecke über den Knien und eine Tasse Tee in der Hand
Bild: KI-generiert

Durchfall und Bauchbeschwerden: Durchfall, Übelkeit, Verdauungsstörungen und Bauchschmerzen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen; laut Fachinformation klingen die Magen-Darm-Beschwerden nach einer Einzeldosis normalerweise von allein ab [1, 2]. Bei mäßigem bis schwerem Durchfall, Bauchkrämpfen, blutigem Stuhl und/oder Fieber kann eine Infektion des Dickdarms dahinterstecken. Kontaktieren Sie dann sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und nehmen Sie keine Arzneimittel gegen Durchfall, die den Stuhlgang hemmen [1]. Laut Fachinformation wurden unter Fosfomycin Darmentzündungen durch Clostridioides difficile und eine pseudomembranöse Kolitis berichtet, die leicht bis lebensbedrohlich verlaufen können; deshalb ist bei Durchfall während oder nach der Anwendung an diese Diagnose zu denken [2]. Hintergründe stehen auf der Seite Durchfall durch Medikamente.

Beschwerden im Genitalbereich: Eine Infektion der weiblichen Geschlechtsorgane mit Beschwerden wie Entzündung, Reizung oder Juckreiz (Vulvovaginitis) gehört zu den häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, wenn Sie solche Beschwerden bemerken [1].

Kopfschmerzen und Schwindel: Beides ist häufig. Schwindel kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen [1, 2]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich angewendet haben oder anwenden wollen, auch nicht verschreibungspflichtige [1]. Besonders wichtig ist das bei Metoclopramid und anderen Mitteln, die die Bewegung von Magen und Darm beschleunigen, weil sie die Aufnahme von Fosfomycin verringern können, sowie bei Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung wie Phenprocoumon [1, 2]. Laut Fachinformation wurden bei Menschen unter Antibiotikabehandlung zahlreiche Fälle einer verstärkten Wirkung von Gerinnungshemmern zum Einnehmen gemeldet; ob die Veränderung des INR-Werts auf die Infektion oder ihre Behandlung zurückgeht, ist dabei schwierig festzustellen [2]. Mehr im Ratgeber Wechselwirkungen.

Wechselwirkungen von Fosfomycin
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Metoclopramid oder andere Arzneimittel, die die Bewegung von Magen und Darm beschleunigenDie Aufnahme von Fosfomycin kann verringert werden; Metoclopramid führte zu niedrigeren Konzentrationen im Blut und im Harn[1, 2]Gleichzeitige Anwendung von Metoclopramid sollte vermieden werden
Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien)Die gerinnungshemmende Wirkung kann durch Fosfomycin und andere Antibiotika verändert werden; unter Antibiotika wurden zahlreiche Fälle einer verstärkten Wirkung von Gerinnungshemmern zum Einnehmen gemeldet (Veränderung des INR-Werts)[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
NahrungsmittelKönnen die Aufnahme von Fosfomycin verzögern; Spitzenwerte im Blut und Konzentrationen im Harn können leicht zurückgehen[1, 2]Auf nüchternen Magen einnehmen (2 bis 3 Stunden vor oder nach einer Mahlzeit)

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Fosfomycin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Bei einer Allergie gegen Fosfomycin oder einen der sonstigen Bestandteile dürfen Sie das Granulat nicht einnehmen [1, 2]. Kinder unter 12 Jahren dürfen es laut Packungsbeilage nicht bekommen [1]. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, wenn Sie an anhaltenden Infektionen der Harnblase leiden oder schon einmal nach der Einnahme anderer Antibiotika Durchfall hatten [1]. Das Granulat Fosfuro enthält Zucker und den Farbstoff Gelborange S, der allergische Reaktionen hervorrufen kann [1, 2].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Fosfomycin oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf bei ihnen nicht angewendet werden; Sicherheit und Wirksamkeit sind in dieser Altersgruppe nicht nachgewiesen[1]

Besondere Vorsicht bei

  • Anhaltende Infektionen der Harnblase: Laut Fachinformation wird eine gründliche Untersuchung und Neubewertung der Diagnose empfohlen, da dies oft auf komplizierte Harnwegsinfektionen oder resistente Erreger (z. B. Staphylococcus saprophyticus) zurückzuführen ist[1, 2]
  • Durchfall nach der Einnahme anderer Antibiotika in der Vorgeschichte[1]
  • Männer: Harnwegsinfektionen bei Männern sind laut Fachinformation im Allgemeinen als komplizierte Harnwegsinfektionen anzusehen, für die das Arzneimittel nicht angezeigt ist[2]
  • Schwere Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min): Das Arzneimittel sollte nicht eingesetzt werden[1, 2]
  • Schwere und vereinzelt tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock können während der Behandlung auftreten; dann muss die Behandlung sofort abgebrochen und Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden[2]
  • Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Das Granulat Fosfuro enthält Sucrose und Glucose; laut seiner Fachinformation sollten Menschen mit der seltenen erblichen Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel es nicht einnehmen[1, 2]
  • Das Granulat Fosfuro enthält den Azofarbstoff Gelborange S (E110), der allergische Reaktionen hervorrufen kann[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité zu Alltag, Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 2, 3]. Zu Alkohol enthalten Packungsbeilage und Fachinformation von Fosfuro keinen Hinweis [1, 2]. In der Schwangerschaft gibt die Ärztin oder der Arzt Fosfomycin laut Packungsbeilage nur, wenn es dringend notwendig ist [1]. Embryotox ordnet Fosfomycin als Medikament ein, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt, hält die orale Einmalgabe bei unkomplizierten Harnwegsinfekten in der Schwangerschaft aber für möglich [3]. Den Erfahrungsumfang in der Schwangerschaft gibt Embryotox mit "hoch" an; nach einer einmaligen Einnahme ergeben sich laut Embryotox keine Konsequenzen [3]. Was Packungsbeilage, Fachinformation und Embryotox im Einzelnen sagen, auch zur Stillzeit, lesen Sie auf der Seite Fosfomycin in der Schwangerschaft.

Schwangerschaft

Fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat. Wenn Sie schwanger sind, gibt Ihnen die Ärztin oder der Arzt Fosfomycin nur dann, wenn es dringend notwendig ist. Laut Fachinformation liegen zur Behandlung im ersten Schwangerschaftsdrittel nur begrenzte Daten (152 Schwangerschaften) vor, die bisher kein Sicherheitssignal für fehlbildende Wirkungen liefern; Fosfomycin passiert die Plazenta, Tierstudien ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen auf die Fortpflanzung (Reproduktionstoxizität). Fosfomycin sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies eindeutig notwendig ist.[1, 2]

Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit Fosfomycin in der Schwangerschaft mit "hoch" an und ordnet es der Ampelfarbe grau zu (Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt). Zwei Kohortenstudien mit über 2.400 und rund 150 Schwangerschaften im ersten Drittel lieferten nach Einnahme keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko; für die abschließende Beurteilung seltener Risiken sind laut Embryotox höhere Fallzahlen nötig. Zur Anwendung über die Vene in der Schwangerschaft liegen laut Embryotox keine systematischen Studien vor. Nach einer oralen Einmalgabe sieht Embryotox keine Konsequenzen vor; nach einer mehrtägigen Behandlung über die Vene im ersten Schwangerschaftsdrittel kann laut Embryotox eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden, um eine unauffällige Entwicklung des ungeborenen Kindes zu bestätigen. Die orale Einmalgabe von Fosfomycin-Trometamol bei unkomplizierten Harnwegsinfekten ist in der Schwangerschaft laut Embryotox möglich; die Anwendung über die Vene sollte nur nach Prüfung besser geeigneter Alternativen erfolgen. Als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox in Abhängigkeit vom Erregerspektrum gegebenenfalls Pivmecillinam, Penicilline sowie Cephalosporine. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Stillende Mütter können eine einzelne Dosis einnehmen. Laut Fachinformation geht Fosfomycin in geringen Mengen in die Muttermilch über; wenn es eindeutig notwendig ist, kann eine Einzeldosis in der Stillzeit angewendet werden.[1, 2]

Laut Embryotox darf nach einer oralen Einmalgabe uneingeschränkt gestillt werden; bei einer längerfristigen Anwendung über die Vene sollte im Einzelfall nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung über das Stillen entschieden werden. Publizierte Berichte über Symptome bei gestillten Kindern gibt es bislang nicht; gelegentlich kann eine Antibiotika-Therapie der Mutter beim gestillten Kind zum Beispiel zu vorübergehendem Durchfall oder Soor führen.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Nebenwirkungen wie Schwindel können die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.[1, 2]

Einnahme

Auf nüchternen Magen einnehmen (2 bis 3 Stunden vor oder 2 bis 3 Stunden nach einer Mahlzeit), vorzugsweise vor dem Schlafengehen nach dem Entleeren der Blase. Den Inhalt des Beutels in einem Glas Wasser auflösen und sofort trinken.[1, 2]

Laut Packungsbeilage von Monuril sollten Sie während der Behandlung nur die üblichen 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag trinken; durch übermäßiges Trinken kann das Antibiotikum im Harn stark verdünnt oder zu schnell ausgespült werden. Verspüren Sie nach drei Tagen keine ausreichende Linderung oder verschlimmern sich die Beschwerden, suchen Sie erneut Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf.[5]

Überdosierung

Haben Sie versehentlich mehr als die verordnete Dosis genommen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Laut Fachinformation sind die Erfahrungen mit Überdosierungen von Fosfomycin zum Einnehmen begrenzt; bei Anwendung als Spritze oder Infusion (parenterale Anwendung) wurden niedriger Blutdruck, Schläfrigkeit, Störungen der Blutsalze, ein Mangel an Blutplättchen und ein Mangel am Gerinnungsfaktor Prothrombin (Hypoprothrombinämie) berichtet.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation

Packungsbeilage und Fachinformation von Fosfuro nennen für die unkomplizierte Blasenentzündung eine Einmalgabe und Grenzen für Kinder und für eine schwere Einschränkung der Nierenfunktion [1, 2]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie Fosfomycin immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke ein. Nahrung kann die Aufnahme verzögern; nehmen Sie das Granulat deshalb auf nüchternen Magen ein, also 2 bis 3 Stunden vor oder 2 bis 3 Stunden nach einer Mahlzeit, vorzugsweise vor dem Schlafengehen nach dem Entleeren der Blase. Lösen Sie den Inhalt des Beutels in einem Glas Wasser auf und trinken Sie die Lösung sofort [1, 2]. Tipps zum Abstand zu den Mahlzeiten gibt der Ratgeber Einnahme vor oder nach dem Essen.

Laut Packungsbeilage von Monuril sollten Sie während der Behandlung nur die üblichen 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag trinken, weil übermäßiges Trinken das Antibiotikum im Harn stark verdünnen oder zu schnell ausspülen kann. Verspüren Sie nach drei Tagen keine ausreichende Linderung oder verschlimmern sich die Beschwerden, suchen Sie erneut Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf [5]. Haben Sie versehentlich mehr als die verordnete Dosis genommen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Telefonnummern für den Notfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Präparate mit Fosfomycin

Zum Einnehmen gibt es Fosfomycin als Granulat in Beuteln, das in Wasser aufgelöst wird; daneben gibt es Fosfomycin als Zubereitung für die Vene [1, 3, 4]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Fosfuro 3000 mg Granulat; die Packungsbeilage von Monuril 3000 mg Granulat nennt dasselbe Anwendungsgebiet und dieselben Nebenwirkungen mit denselben Häufigkeiten [1, 2, 5]. Für die Zubereitung zur Anwendung in die Vene gelten eigene Fachinformationen; laut BfArM sollte sie seit 2020 nur noch zur Behandlung bestimmter schwerer Infektionen angewendet werden, wenn andere Antibiotikabehandlungen als nicht geeignet angesehen werden [4].

Präparate mit Fosfomycin
PräparatAnbieterHinweis
Fosfuro 3000 mgAPOGEPHA Arzneimittel GmbHverschreibungspflichtig; Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen, 1 Beutel; Grundlage dieser Seite
InfectoFosInfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbHverschreibungspflichtig; Zubereitung mit Fosfomycin-Natrium zur Anwendung in die Vene; nicht Grundlage dieser Seite
Monuril 3000 mgZambon GmbHGranulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fosfuro 3000 mg Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen. APOGEPHA Arzneimittel GmbH. Stand 02/2022. abgerufen am 10.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Fosfuro 3000 mg Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen. APOGEPHA Arzneimittel GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 10.10.2026
  3. Embryotox Embryotox: Fosfomycin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 17.10.2026
  4. Behörde Risikoinformation Fosfomycin: Empfehlungen zur Anwendungseinschränkung (Bescheid im Stufenplanverfahren vom 29.06.2020). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 26.04.2022. abgerufen am 10.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Monuril 3000 mg Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen. Zambon GmbH. Stand 03/2025. abgerufen am 10.10.2026

Häufige Fragen

Wie nehme ich Fosfomycin richtig ein?

Lösen Sie den Inhalt des Beutels in einem Glas Wasser auf und trinken Sie die Lösung sofort. Nehmen Sie Fosfomycin auf nüchternen Magen ein, also 2 bis 3 Stunden vor oder nach einer Mahlzeit, vorzugsweise vor dem Schlafengehen nach dem Entleeren der Blase. Die Angaben der Packungsbeilage zur Dosis finden Sie im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation".

Wie schnell wirkt Fosfomycin?

Laut Fachinformation bleibt die mittlere Konzentration von Fosfomycin im Harn nach der Einnahme mindestens 24 Stunden über einem Wert, der für die Hemmung der Erreger maßgeblich ist. Nach der Packungsbeilage von Monuril bessern sich die typischen Beschwerden im Allgemeinen bereits nach kurzer Zeit. Verspüren Sie nach drei Tagen keine ausreichende Linderung oder werden die Beschwerden schlimmer, suchen Sie erneut Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf.

Welche Nebenwirkungen hat Fosfomycin?

Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, treten Kopfschmerzen, Schwindel, Durchfall, Übelkeit, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen und eine Entzündung im weiblichen Genitalbereich (Vulvovaginitis) auf. Gelegentlich, bei bis zu 1 von 100, kommt es zu Erbrechen, Ausschlag, Nesselsucht oder Juckreiz. Schwere allergische Reaktionen und eine Entzündung des Dickdarms sind mit nicht bekannter Häufigkeit beschrieben.

Darf ich Fosfomycin in der Schwangerschaft nehmen?

Laut Packungsbeilage gibt die Ärztin oder der Arzt Fosfomycin in der Schwangerschaft nur, wenn es dringend notwendig ist; die Fachinformation spricht von eindeutig notwendig. Zum ersten Schwangerschaftsdrittel liegen laut Fachinformation nur begrenzte Daten vor, die bisher kein Signal für Fehlbildungen zeigen. Das Beratungszentrum Embryotox hält die orale Einmalgabe bei unkomplizierten Harnwegsinfekten in der Schwangerschaft für möglich. Mehr dazu auf der Seite Fosfomycin in der Schwangerschaft.

Darf ich nach der Einnahme von Fosfomycin stillen?

Stillende Mütter können laut Packungsbeilage eine einzelne Dosis einnehmen. Fosfomycin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Embryotox schreibt, dass nach einer oralen Einmalgabe uneingeschränkt gestillt werden darf.

Können Männer oder Kinder Fosfomycin bekommen?

Bei Kindern unter 12 Jahren darf das Granulat nicht angewendet werden, weil Sicherheit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen sind. Harnwegsinfektionen bei Männern sind laut Fachinformation im Allgemeinen als kompliziert anzusehen; dafür ist das Granulat nicht angezeigt. Die europäische Arzneimittelbehörde hat 2020 für Fosfomycin-Granulat auch die Vorbeugung von Infektionen bei Männern genannt, denen eine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen wird (Biopsie); diese Anwendung ist laut BfArM in Deutschland nicht zugelassen.

Wie viel soll ich nach der Einnahme von Fosfomycin trinken?

Laut Packungsbeilage von Monuril sollten Sie während der Behandlung nur die üblichen 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag trinken. Durch übermäßiges Trinken kann das Antibiotikum im Harn stark verdünnt oder zu schnell ausgespült werden.

Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Fosfomycin genommen habe?

Packungsbeilage und Fachinformation von Fosfuro enthalten keinen Hinweis zu Alkohol. Ob Alkohol während Ihrer Infektion infrage kommt, besprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Allgemeine Informationen finden Sie im Ratgeber Medikamente und Alkohol.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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