MedikamenteWirkstoff
Ebastin: Nebenwirkungen und Wirkung
Ebastin ist ein verschreibungspflichtiges Antihistaminikum gegen die Beschwerden bei saisonalem und ganzjährigem allergischem Schnupfen sowie gegen Juckreiz und Quaddeln bei Nesselsucht. Sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten, treten Kopfschmerzen auf, häufig Schläfrigkeit und Mundtrockenheit. Bestimmte Antibiotika und Mittel gegen Pilzinfektionen können den Ebastin-Spiegel im Blut erhöhen; verglichen mit Ketoconazol oder Erythromycin allein kann das EKG dann stärker verändert sein. Informieren Sie deshalb Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Ebastin eingesetzt?
Ebastin ist ein Arzneimittel zur Behandlung von allergischen Erscheinungen [1] und gehört laut Embryotox zu den neueren, nicht sedierenden Antihistaminika [2]. Es wird angewendet, um die Beschwerden bei saisonalem und ganzjährigem allergischem Schnupfen (etwa bei Heuschnupfen) zu behandeln, mit oder ohne allergische Bindehautentzündung. Außerdem wird es bei Nesselsucht (Urtikaria) angewendet, um Juckreiz zu bessern und die Bildung neuer Quaddeln zu verringern [1].
Ebastin ist verschreibungspflichtig [3]. Die Filmtabletten, auf die sich diese Seite stützt, sind für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene bestimmt; bei Nesselsucht sollte bei Jugendlichen unter 18 Jahren vorläufig auf die Anwendung verzichtet werden, weil es in dieser Altersgruppe nur wenig Erfahrungen und bei Kindern unter 12 Jahren keine Erfahrungen gibt [1]. Mehr über allergische Erkrankungen lesen Sie auf der Seite Allergie.
Wie wirkt Ebastin?
Antihistaminika wie Ebastin hemmen laut Embryotox die Wirkung des Botenstoffs Histamin am H1-Rezeptor [2]. Ebastin selbst ist eine Vorstufe (Prodrug): Im Körper entsteht daraus der wirksame Bestandteil Carebastin. Dessen Halbwertszeit (die Zeit, in der sich die Menge im Blut halbiert) beträgt laut Embryotox 15 bis 19 Stunden [2].
Wird Ebastin zusammen mit Nahrungsmitteln eingenommen, steigt die Konzentration von Carebastin im Blut an; die klinische Wirksamkeit wird dadurch laut Packungsbeilage nicht beeinflusst [1].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Die Packungsbeilage nennt Nebenwirkungen, die in klinischen Studien und nach der Markteinführung erhoben wurden. "Sehr häufig" heißt: bei mehr als 1 von 10 Behandelten, "häufig" bei bis zu 1 von 10 und "selten" bei bis zu 1 von 1.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Sehr häufig ist der Kopfschmerz, häufig sind Schläfrigkeit und Mundtrockenheit; alle weiteren Nebenwirkungen mit Häufigkeitsangabe sind selten oder in ihrer Häufigkeit nicht bekannt [1]. Zu den seltenen Nebenwirkungen zählen auch Herzrasen, erhöhte Leberwerte und Menstruationsbeschwerden [1].
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemKopfschmerz[1]Mehr dazu: Kopfschmerzen
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- NervensystemSchläfrigkeit[1]Mehr dazu: Müdigkeit
- Magen und DarmMundtrockenheit[1]Mehr dazu: Mundtrockenheit
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- ImmunsystemAllergische Reaktionen, zum Beispiel Überempfindlichkeit (Anaphylaxie) und Schwellungen an Hals, Mund oder Händen (Angioödem)[1]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen
- PsycheAllgemeine Nervosität, Schlaflosigkeit[1]Mehr dazu: Unruhe und NervositätSchlafstörungen
- NervensystemSchwindel, Empfindungsstörungen, vermindertes oder verändertes Geschmacksempfinden[1]Mehr dazu: SchwindelGeschmacksstörungen
- HerzHerzrasen, Pulsbeschleunigung[1]Mehr dazu: Herzrasen
- Magen und DarmErbrechen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Verdauungsprobleme[1]Mehr dazu: ErbrechenBauchschmerzenÜbelkeitSodbrennen und Verdauungsbeschwerden
- Leber und GalleProbleme mit der Leber, erhöhte Leberwerte (Transaminasen, Gamma-GT, alkalische Phosphatase und Bilirubin)[1]Mehr dazu: Leberschäden und erhöhte Leberwerte
- HautNesselsucht, Hautausschlag, entzündliche Hautreaktionen[1]Mehr dazu: NesselsuchtHautausschlag
- Geschlechtsorgane und BrustMenstruationsbeschwerden[1]Mehr dazu: Zyklusstörungen
- Allgemeine BeschwerdenWassereinlagerung im Gewebe (Ödem), Erschöpfung[1]Mehr dazu: WassereinlagerungenMüdigkeit
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Laborwerte und UntersuchungenGewichtszunahme[1]Mehr dazu: Gewichtszunahme
- Stoffwechsel und ErnährungAppetitsteigerung[1]
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Selten, also bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten, kommt es zu allergischen Reaktionen, zum Beispiel einer Überempfindlichkeitsreaktion (Anaphylaxie) oder Schwellungen an Hals, Mund oder Händen (Angioödem) [1]. Allgemeine Anzeichen einer Arzneimittelallergie beschreibt die Seite Arzneimittelallergie. Für eine Überdosierung gibt es kein spezielles Gegenmittel; die Ärztin oder der Arzt entscheidet je nach Schwere über die nötigen Maßnahmen, etwa eine Überwachung der lebenswichtigen Körperfunktionen einschließlich EKG für mindestens 24 Stunden [1].
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Kopfschmerzen: Kopfschmerzen sind laut Packungsbeilage sehr häufig und können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen [1]. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1].
Schläfrigkeit und Schwindel: Schläfrigkeit ist häufig, Schwindel selten [1]. Die meisten Menschen können unter Ebastin Auto fahren; in der empfohlenen Tagesdosis beeinflusst es die Verkehrstüchtigkeit nicht. Prüfen Sie dennoch Ihre persönliche Reaktion, bevor Sie Auto fahren oder komplizierte Tätigkeiten ausüben [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Mundtrockenheit: Mundtrockenheit gehört zu den häufigen Nebenwirkungen [1]. Erscheint Ihnen die Wirkung insgesamt zu stark oder zu schwach, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Herzrasen und Leberwerte: Selten treten Herzrasen und eine Pulsbeschleunigung auf, ebenso Probleme mit der Leber und erhöhte Leberwerte (Transaminasen, Gamma-GT, alkalische Phosphatase und Bilirubin) [1]. Bemerken Sie solche Beschwerden, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [1]. Mehr dazu auf den Seiten Herzrasen und Leberwerte.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle anderen Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Besondere Vorsicht ist laut Packungsbeilage nötig bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide wie Erythromycin, von Mitteln gegen Pilzinfektionen wie Ketoconazol und Itraconazol oder von Rifampicin gegen Tuberkulose [1]. Erythromycin, Ketoconazol und Itraconazol können den Ebastin-Spiegel im Blut erhöhen; verglichen mit Ketoconazol oder Erythromycin allein kann das EKG dabei stärker verändert sein. Rifampicin kann den Spiegel senken und die antihistaminische Wirkung verringern [1]. Allgemeines lesen Sie im Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Erythromycin (Antibiotikum), Ketoconazol oder Itraconazol (Mittel gegen Pilzinfektionen) | Kann zu höheren Ebastin-Spiegeln im Blut führen; verglichen mit Ketoconazol oder Erythromycin allein kann das EKG stärker verändert sein (die QTc-Verlängerung steigt um etwa 10 Millisekunden)[1] | Besondere Vorsicht; vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen |
| Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose) | Kann die Ebastin-Spiegel im Blut senken und dadurch die antihistaminische Wirkung verringern[1] | Besondere Vorsicht; vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen |
| Theophyllin, Warfarin, Cimetidin, Diazepam oder Alkohol | Keine Wechselwirkungen beobachtet[1] | Andere Arzneimittel trotzdem immer angeben |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Ebastin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Bei einer Allergie gegen Ebastin oder einen der sonstigen Bestandteile dürfen Sie es nicht einnehmen [1]. Besondere Vorsicht ist bei schweren Leberfunktionsstörungen erforderlich; dann sollte laut Packungsbeilage eine bestimmte Dosis nicht überschritten werden, die im Abschnitt zur Dosierung steht [1].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Ebastin oder einen der sonstigen Bestandteile[1]
Besondere Vorsicht bei
- Gleichzeitige Einnahme bestimmter Antibiotika (Makrolide wie Erythromycin), von Mitteln gegen Pilzinfektionen (Azol-Antimykotika wie Ketoconazol und Itraconazol) oder gegen Tuberkulose (wie Rifampicin)[1]
- Schwere Leberfunktionsstörung (Leberinsuffizienz)[1]
- Jugendliche unter 18 Jahren mit Nesselsucht: vorläufig auf die Anwendung verzichten, da bisher nur wenig Erfahrungen in dieser Altersgruppe und keine Erfahrungen bei Kindern unter 12 Jahren vorliegen[1]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was die Packungsbeilage und das Beratungszentrum Embryotox der Charité sagen [1, 2]. Embryotox zählt Ebastin zu den Medikamenten mit widersprüchlichen oder noch unzureichenden Studienergebnissen und nennt für Schwangerschaft und Stillzeit besser untersuchte Antihistaminika wie Loratadin und Cetirizin [2]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Allgemeine Hinweise geben die Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Schwangerschaft
Beim Menschen liegen derzeit keine Erfahrungen zur Sicherheit für das ungeborene Kind vor. Deshalb sollten Sie Ebastin in der Schwangerschaft nur einnehmen, wenn nach Einschätzung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes der erwartete Nutzen das mögliche Risiko überwiegt.[1]
Embryotox zählt Ebastin zu den Medikamenten mit widersprüchlichen oder noch unzureichenden Studienergebnissen: Bisher liegen keine Berichte über eine fehlbildende Wirkung vor, aber auch keine systematischen Daten; veröffentlicht ist bisher erst eine Schwangerschaft unter Ebastin. Bei der Planung einer Behandlung oder einer Schwangerschaft unter Behandlung sollte laut Embryotox ein besser untersuchtes Antihistaminikum vorgezogen werden; als besser geeignete Alternativen nennt es Loratadin (Desloratadin), Cetirizin (Levocetirizin) oder gegebenenfalls Clemastin, falls eine dämpfende Wirkung gewünscht ist. Nach einer Anwendung im ersten Schwangerschaftsdrittel sollte laut Embryotox eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Sie dürfen Ebastin in der Stillzeit nicht einnehmen, da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.[1]
Laut Embryotox liegt zur Anwendung in der Stillzeit bisher nur ein Fallbericht vor, der keine Auffälligkeiten beim gestillten Säugling zeigte; Embryotox empfiehlt, in der Stillzeit besser erprobte Antihistaminika wie Loratadin (Desloratadin) oder Cetirizin (Levocetirizin) zu bevorzugen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Zwischen Ebastin und Alkohol wurden keine Wechselwirkungen beobachtet.[1]
Autofahren und Maschinen
Die meisten Menschen, die Ebastin einnehmen, können Auto fahren oder andere Tätigkeiten ausüben, die ein gutes Reaktionsvermögen erfordern; in der empfohlenen Tagesdosis beeinflusst Ebastin die Verkehrstüchtigkeit nicht. Weil Schläfrigkeit und Schwindel auftreten können, wird empfohlen, Ihre persönliche Reaktion zu prüfen, bevor Sie Auto fahren oder komplizierte Tätigkeiten ausüben.[1]
Einnahme
Die Filmtabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einnehmen, zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon. Erscheint Ihnen die Wirkung zu stark oder zu schwach, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1]
Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge einnehmen.[1]
Absetzen
Über die Dauer der Anwendung entscheidet die Ärztin oder der Arzt; Erfahrungen liegen für eine Anwendung bis zu einem Jahr vor. Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden, müssen Sie damit rechnen, dass sich bald wieder die typischen Anzeichen Ihrer Erkrankung einstellen.[1]
Überdosierung
Ein spezielles Gegenmittel gibt es nicht. Bei Verdacht auf eine Überdosierung benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; sie oder er entscheidet je nach Schwere über die nötigen Maßnahmen, etwa die Überwachung der lebenswichtigen Körperfunktionen einschließlich EKG mit Beurteilung des QT-Intervalls für mindestens 24 Stunden.[1]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt die Dosis getrennt für allergischen Schnupfen und für Nesselsucht und gibt Hinweise für eingeschränkte Nieren- und Leberfunktion [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Nehmen Sie Ebastin immer genau nach Absprache ein [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit ein, zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon [1]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein [1]. Über die Dauer der Anwendung entscheidet die Ärztin oder der Arzt; klinische Erfahrungen liegen für eine Anwendung bis zu einem Jahr vor [1].
Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden, müssen Sie damit rechnen, dass sich bald wieder die typischen Anzeichen Ihrer Erkrankung einstellen [1]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente absetzen. Bei Verdacht auf eine Überdosierung benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf [1].
Präparate mit Ebastin
Ebastin gibt es als Filmtabletten in zwei Stärken und als Schmelztabletten. Grundlage dieser Seite ist die Packungsbeilage von Ebastin Aristo 10 mg Filmtabletten [1]. Als Produktnamen nennt Embryotox Ebastel [2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Ebastin Aristo 10 mg Filmtabletten | Aristo Pharma GmbH | Filmtabletten für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
| Ebastin Aristo 20 mg Filmtabletten | Aristo Pharma GmbH | Filmtabletten |
| Ebastin Aristo Schmelztabletten | Aristo Pharma GmbH | Schmelztabletten |
| Ebastel |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Ebastin Aristo 10 mg Filmtabletten. Aristo Pharma GmbH. Stand 06/2023. abgerufen am 11.10.2026
- Embryotox Embryotox: Ebastin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Ebastin. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wofür wird Ebastin eingesetzt?
Laut Packungsbeilage wird Ebastin zur Behandlung der Beschwerden bei saisonalem und ganzjährigem allergischem Schnupfen angewendet, mit oder ohne allergische Bindehautentzündung, sowie zur Besserung von Juckreiz und zur Verringerung der Quaddelneubildung bei Nesselsucht. Die Filmtabletten mit 10 mg sind für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene bestimmt; bei Nesselsucht sollte bei Jugendlichen unter 18 Jahren vorläufig auf die Anwendung verzichtet werden.
Macht Ebastin müde?
Schläfrigkeit gehört zu den häufigen Nebenwirkungen und kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen; Erschöpfung ist selten. Laut Packungsbeilage können die meisten Menschen unter Ebastin Auto fahren, und in der empfohlenen Tagesdosis beeinflusst es die Verkehrstüchtigkeit nicht. Weil Schläfrigkeit und Schwindel auftreten können, sollten Sie vorher prüfen, wie Sie persönlich reagieren.
Darf ich Ebastin mit Alkohol nehmen?
Laut Packungsbeilage wurden zwischen Ebastin und Alkohol keine Wechselwirkungen beobachtet. Unabhängig davon können Schläfrigkeit und Schwindel als Nebenwirkungen von Ebastin auftreten. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente und Alkohol.
Welche Wechselwirkungen hat Ebastin?
Erythromycin sowie Ketoconazol und Itraconazol können den Ebastin-Spiegel im Blut erhöhen; verglichen mit Ketoconazol oder Erythromycin allein kann das EKG dann stärker verändert sein. Rifampicin kann den Ebastin-Spiegel senken und die Wirkung verringern. Mit Theophyllin, Warfarin, Cimetidin, Diazepam und Alkohol wurden keine Wechselwirkungen beobachtet. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel.
Darf ich Ebastin in Schwangerschaft und Stillzeit nehmen?
Beim Menschen liegen keine Erfahrungen zur Sicherheit für das ungeborene Kind vor; in der Schwangerschaft sollten Sie Ebastin laut Packungsbeilage nur einnehmen, wenn nach ärztlicher Einschätzung der Nutzen das Risiko überwiegt. In der Stillzeit dürfen Sie Ebastin nicht einnehmen, weil nicht bekannt ist, ob es in die Muttermilch übergeht. Embryotox empfiehlt in beiden Fällen besser untersuchte Antihistaminika. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Ist Ebastin rezeptfrei erhältlich?
Nein. Ebastin steht ohne Ausnahme in der Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverordnung und ist damit verschreibungspflichtig. Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Wie lange darf ich Ebastin nehmen?
Über die Dauer der Anwendung entscheidet die Ärztin oder der Arzt; klinische Erfahrungen liegen laut Packungsbeilage für eine Anwendung bis zu einem Jahr vor. Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden, müssen Sie damit rechnen, dass die typischen Anzeichen Ihrer Erkrankung bald wiederkehren.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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