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Fexofenadin: Nebenwirkungen und Wirkung
Fexofenadin ist ein verschreibungspflichtiges Antihistaminikum: Je nach Stärke lindert es die Beschwerden bei Heuschnupfen oder bei chronischer Nesselsucht, jeweils bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren. Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, treten Kopfschmerzen, Benommenheit, Übelkeit und Schwindel auf. Bei einer Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen und Atemnot informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und brechen die Einnahme ab.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Fexofenadin eingesetzt?
Fexofenadin ist ein Antihistaminikum [1]. Die Filmtabletten mit 120 mg werden bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren angewendet, um die Beschwerden bei Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinitis) zu lindern: Niesen, eine juckende, laufende oder verstopfte Nase sowie juckende, gerötete und tränende Augen [1, 2]. Die Filmtabletten mit 180 mg lindern bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren die Beschwerden bei langwierigen allergischen Hautreaktionen, der chronischen idiopathischen Urtikaria, wie Jucken, Schwellung und Ausschlag [4, 5]. Mehr dazu auf der Seite Nesselsucht.
Fexofenadin ist verschreibungspflichtig [1, 6]. Laut Fachinformation sind für Kinder von 6 bis 11 Jahren Tabletten mit 30 mg Fexofenadinhydrochlorid die geeignete Darreichung; bei Kindern unter 12 Jahren wurden die 120-mg-Tabletten nicht untersucht [2]. Mehr über allergische Erkrankungen lesen Sie auf der Seite Allergie.
Wie wirkt Fexofenadin?
Laut Fachinformation ist Fexofenadin ein nicht sedierendes Antihistaminikum aus der Gruppe der spezifischen H1-Rezeptor-Antagonisten und der pharmakologisch wirksame Abbaustoff (Metabolit) des Antihistaminikums Terfenadin [2, 3]. Embryotox beschreibt die Wirkung als Hemmung der Histamin-Wirkung am H1-Rezeptor [3]. Die Wirkung setzt laut Packungsbeilage innerhalb einer Stunde nach der Einnahme ein und hält 24 Stunden an [1].
In Untersuchungen zu Quaddeln und Hautrötungen durch Histamin erreichte die Hemmung nach 6 Stunden ihr Maximum; auch nach 28-tägiger Einnahme gab es keine Hinweise auf ein Nachlassen der Wirkung (Toleranz) [2]. Die höchste Konzentration im Blut wird nach etwa 1 bis 3 Stunden erreicht, die Halbwertszeit liegt nach mehrfacher Gabe zwischen 11 und 15 Stunden. Fexofenadin wird kaum verstoffwechselt; der Hauptanteil wird über die Galle ausgeschieden, bis zu 10 Prozent unverändert im Urin [2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit nennt. "Häufig" heißt: bei bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bei bis zu 1 von 100; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht abschätzen [1]. Die Häufigkeiten folgen der Packungsbeilage; die Fachinformation desselben Stands führt Schläfrigkeit bei den häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Laut Fachinformation traten die in klinischen Studien bei Erwachsenen berichteten Nebenwirkungen mit ähnlicher Häufigkeit auf wie unter einem Scheinmedikament (Placebo). Überempfindlichkeitsreaktionen, Schlafstörungen, Nervosität, Herzrasen und Herzklopfen, Durchfall sowie Hautreaktionen wurden nach der Markteinführung bei Erwachsenen beobachtet; ihre Häufigkeit ist nicht bekannt [2].
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- PsycheSchlaflosigkeit, Schlafstörungen, unangenehme Träume (Paroniria); laut Fachinformation auch Albträume und übermäßiges Träumen[1, 2]Mehr dazu: SchlafstörungenAlbträume
- PsycheNervosität[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- HerzBeschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag; laut Fachinformation Tachykardie und Palpitationen[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
- Magen und DarmDurchfall[1, 2]Mehr dazu: Durchfall
- HautHautausschlag und Jucken, Nesselsucht[1, 2]Mehr dazu: HautausschlagJuckreizNesselsucht
- ImmunsystemSchwerwiegende allergische Reaktionen, die eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen sowie Hautrötung mit Hitzegefühl, Engegefühl in der Brust und Atemnot verursachen können; laut Fachinformation auch Quincke-Ödem und systemische anaphylaktische Reaktionen[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenSchwellungen von Gesicht, Zunge oder RachenAtemnotHitzewallungen
- AugenVerschwommenes Sehen[1, 2]Mehr dazu: Sehstörungen
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Schwerwiegende allergische Reaktionen können laut Packungsbeilage eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen sowie Hautrötung mit Hitzegefühl, Engegefühl in der Brust und Atemnot verursachen [1]. Allgemeine Anzeichen einer Arzneimittelallergie beschreibt die Seite Arzneimittelallergie.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Kopfschmerzen, Benommenheit und Schwindel: Kopfschmerzen, Benommenheit und Schwindel sind häufig [1]. Es ist unwahrscheinlich, dass Fexofenadin die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigt; prüfen Sie aber vorher, dass die Tabletten Sie nicht schläfrig oder schwindlig machen [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Übelkeit: Übelkeit gehört ebenfalls zu den häufigen Nebenwirkungen [1]. Die Packungsbeilage sieht vor, die Tablette mit Wasser vor einer Mahlzeit einzunehmen [1]. Belasten Sie Beschwerden, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.
Schlafstörungen, Nervosität und Herzklopfen: Nach der Markteinführung wurden Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, unangenehme Träume, Nervosität sowie ein beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag beobachtet; ihre Häufigkeit ist nicht bekannt [1, 2]. Haben oder hatten Sie eine Herzerkrankung, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, denn diese Art von Arzneimitteln kann zu einem beschleunigten oder unregelmäßigen Herzschlag führen [1]. Mehr dazu auf den Seiten Schlafstörungen und Herzrasen.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle anderen Arzneimittel, die Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Laut Fachinformation wird Fexofenadin nicht in der Leber abgebaut und tritt deshalb über diesen Weg nicht mit anderen Arzneimitteln in Wechselwirkung; es wird aber von bestimmten Transporteiweißen (P-Glykoprotein und OATP) transportiert, und Mittel, die P-Glykoprotein hemmen oder anregen, können die Menge an Fexofenadin im Körper beeinflussen [2]. Allgemeines lesen Sie im Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Mittel gegen Magenbeschwerden, die Aluminium oder Magnesium enthalten | Der Körper nimmt weniger Fexofenadin auf; die Wirkung kann beeinflusst werden[1, 2] | Solche Mittel erst 2 Stunden nach Fexofenadin anwenden; laut Fachinformation sollen 2 Stunden zwischen beiden Einnahmen liegen |
| Apalutamid (Mittel zur Behandlung von Prostatakrebs) | Die Wirkung von Fexofenadin kann abgeschwächt werden; laut Fachinformation nahm die Menge im Blut (AUC) in einer Studie um 30 Prozent ab[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Erythromycin oder Ketoconazol | Laut Fachinformation 2- bis 3-fach höhere Fexofenadin-Spiegel im Blut, ohne Wirkung auf das QT-Intervall und ohne mehr Nebenwirkungen als unter dem jeweiligen Mittel allein[2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Omeprazol | Laut Fachinformation keine Wechselwirkungen beobachtet[2] | Andere Arzneimittel trotzdem immer angeben |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Fexofenadin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Bei einer Allergie gegen Fexofenadin oder einen der sonstigen Bestandteile dürfen Sie es nicht einnehmen [1, 2]. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden, eine Herzerkrankung haben oder hatten oder im fortgeschrittenen Lebensalter sind [1]. Laut Fachinformation liegen für ältere Menschen und für Menschen mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen nur begrenzte Daten vor [2].
Nicht einnehmen bei
Besondere Vorsicht bei
- Leber- oder Nierenerkrankung; laut Fachinformation liegen dazu nur begrenzte Daten vor[1, 2]
- Bestehende oder frühere Herzerkrankung: Diese Art von Arzneimitteln kann zu einem beschleunigten oder unregelmäßigen Herzschlag führen[1, 2]
- Fortgeschrittenes Lebensalter[1, 2]
- Kinder unter 12 Jahren: Wirksamkeit und Verträglichkeit der Filmtabletten mit 120 mg wurden nicht untersucht; laut Fachinformation sind für Kinder von 6 bis 11 Jahren Tabletten mit 30 mg Fexofenadinhydrochlorid die geeignete Darreichung[2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage, Fachinformation und das Beratungszentrum Embryotox der Charité sagen [1, 2, 3]. Embryotox zählt Fexofenadin zu den Medikamenten mit widersprüchlichen oder noch unzureichenden Studienergebnissen und nennt Loratadin und Cetirizin als besser erprobte Alternativen [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Allgemeine Hinweise geben die Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft und Medikamente in der Stillzeit.
Schwangerschaft
Fexofenadin darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Laut Fachinformation liegen keine hinreichenden Daten zur Anwendung bei Schwangeren vor.[1, 2]
Embryotox zählt Fexofenadin zu den Medikamenten mit widersprüchlichen oder noch unzureichenden Studienergebnissen. Die Auswertung von etwa 3.000 Schwangerschaften mit Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel, überwiegend aus einer dänischen Verschreibungsstudie, ergab im Vergleich mit Cetirizin und Loratadin keine Hinweise auf fehlbildende Wirkungen; die Daten können laut Embryotox aber nicht abschließend bewertet werden. Falls möglich, sind laut Embryotox besser erprobte Antihistaminika vorzuziehen; als Alternativen nennt es Loratadin (Desloratadin) oder Cetirizin (Levocetirizin). Wenn eine dämpfende (sedierende) Wirkung gewünscht ist, kann laut Embryotox auch Clemastin eingesetzt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Die Anwendung in der Stillzeit wird nicht empfohlen. Laut Fachinformation liegen keine Daten zum Gehalt in der Muttermilch vor; nach Gabe von Terfenadin an stillende Mütter wurde jedoch ein Übergang von Fexofenadin in die Muttermilch festgestellt.[1, 2]
Laut Embryotox sind Loratadin (Desloratadin) oder Cetirizin (Levocetirizin) die Antihistaminika der Wahl in der Stillzeit; Fexofenadin ist akzeptabel, falls diese nicht infrage kommen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Autofahren und Maschinen
Es ist unwahrscheinlich, dass Fexofenadin die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Prüfen Sie jedoch vorher, dass die Tabletten Sie nicht schläfrig oder schwindlig machen.[1, 2]
Einnahme
Die Tablette mit Wasser vor einer Mahlzeit einnehmen. Mittel gegen Magenbeschwerden mit Aluminium oder Magnesium erst 2 Stunden nach Fexofenadin anwenden.[1]
Einnahme vergessen: nicht die doppelte Dosis einnehmen, sondern die nächste Dosis zur üblichen Zeit wie verordnet.[1]
Absetzen
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie die Einnahme vor Abschluss der Behandlung beenden möchten. Beenden Sie die Behandlung früher als vorgesehen, können die Krankheitszeichen wiederkehren.[1]
Überdosierung
Haben Sie zu viele Tabletten eingenommen, setzen Sie sich sofort mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses in Verbindung. Anzeichen einer Überdosierung bei Erwachsenen sind Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit und trockener Mund. Laut Fachinformation ist eine Blutwäsche (Hämodialyse) zur Entfernung von Fexofenadin unwirksam.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation
Die Packungsbeilagen nennen die Dosis getrennt für die beiden Tablettenstärken; die Fachinformationen ergänzen Angaben für ältere Menschen, für eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion und für Kinder unter 12 Jahren [1, 2, 4, 5]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder und ersetzt nicht die Verordnung: Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie die Tablette mit Wasser vor einer Mahlzeit ein. Mittel gegen Magenbeschwerden, die Aluminium oder Magnesium enthalten, wenden Sie erst 2 Stunden nach Fexofenadin an [1]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, sondern die nächste Dosis zur üblichen Zeit, wie verordnet [1].
Möchten Sie die Einnahme vor Abschluss der Behandlung beenden, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt: Beenden Sie die Behandlung früher als vorgesehen, können die Krankheitszeichen wiederkehren [1]. Haben Sie zu viele Tabletten eingenommen, setzen Sie sich sofort mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses in Verbindung [1]. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Präparate mit Fexofenadin
Fexofenadin Winthrop gibt es als Filmtabletten in zwei Stärken. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilagen und Fachinformationen von Fexofenadin Winthrop 120 mg und 180 mg Filmtabletten [1, 2, 4, 5]. Als weiteren Produktnamen nennt Embryotox Telfast [3].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Fexofenadin Winthrop 120 mg Filmtabletten | Winthrop Arzneimittel GmbH | gegen Heuschnupfen, verschreibungspflichtig; Mitvertrieb Zentiva Pharma GmbH; Grundlage dieser Seite |
| Fexofenadin Winthrop 180 mg Filmtabletten | Winthrop Arzneimittel GmbH | gegen chronische Nesselsucht, verschreibungspflichtig |
| Telfast 120 mg | A. Nattermann & Cie. GmbH | |
| Telfast 180 mg | A. Nattermann & Cie. GmbH |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fexofenadin Winthrop 120 mg Filmtabletten. Winthrop Arzneimittel GmbH (Mitvertrieb Zentiva Pharma GmbH). Stand 02/2023. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Fexofenadin Winthrop 120 mg Filmtabletten. Winthrop Arzneimittel GmbH. Stand 02/2023. abgerufen am 11.10.2026
- Embryotox Embryotox: Fexofenadin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fexofenadin Winthrop 180 mg Filmtabletten. Winthrop Arzneimittel GmbH (Mitvertrieb Zentiva Pharma GmbH). Stand 02/2023. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Fexofenadin Winthrop 180 mg Filmtabletten. Winthrop Arzneimittel GmbH. Stand 02/2023. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Fexofenadin. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Macht Fexofenadin müde?
Laut Packungsbeilage ist Benommenheit häufig, Müdigkeit und Schläfrigkeit sind gelegentlich; die Fachinformation führt Schläfrigkeit bei den häufigen Nebenwirkungen. Laut Fachinformation zeigte Fexofenadin in objektiven Tests keine bedeutsamen Auswirkungen auf das Zentralnervensystem. Prüfen Sie dennoch, ob die Tabletten Sie schläfrig oder schwindlig machen, bevor Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.
Wann sollte ich Fexofenadin einnehmen?
Laut Packungsbeilage nehmen Sie die Tablette mit Wasser vor einer Mahlzeit ein. Die Wirkung setzt innerhalb einer Stunde nach der Einnahme ein und hält 24 Stunden an. Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Darf ich Fexofenadin mit Mitteln gegen Sodbrennen nehmen?
Mittel gegen Magenbeschwerden, die Aluminium oder Magnesium enthalten, verringern die Menge an Fexofenadin, die der Körper aufnimmt, und können so die Wirkung beeinflussen. Wenden Sie solche Mittel deshalb erst 2 Stunden nach Fexofenadin an. Mit Omeprazol wurden laut Fachinformation keine Wechselwirkungen beobachtet.
Was ist der Unterschied zwischen den beiden Tablettenstärken?
Die Filmtabletten mit 120 mg sind zur Linderung der Beschwerden bei Heuschnupfen zugelassen, die Filmtabletten mit 180 mg zur Linderung der Beschwerden bei chronischer idiopathischer Urtikaria, einer langwierigen Form der Nesselsucht. Beide sind für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren bestimmt.
Darf ich Fexofenadin in Schwangerschaft und Stillzeit nehmen?
In der Schwangerschaft darf Fexofenadin laut Packungsbeilage nicht angewendet werden, es sei denn, es ist eindeutig erforderlich; in der Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen. Embryotox zählt Fexofenadin zu den Medikamenten mit widersprüchlichen oder noch unzureichenden Studienergebnissen und nennt Loratadin oder Cetirizin als besser geeignete Alternativen; in der Stillzeit ist Fexofenadin laut Embryotox akzeptabel, wenn diese nicht infrage kommen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Ist Fexofenadin rezeptfrei?
Nein. Fexofenadin steht ohne Ausnahme in der Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverordnung; die Filmtabletten sind verschreibungspflichtig.
Was muss ich bei Herzerkrankungen beachten?
Haben oder hatten Sie eine Herzerkrankung, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: Diese Art von Arzneimitteln kann zu einem beschleunigten oder unregelmäßigen Herzschlag führen. Als Nebenwirkung mit nicht bekannter Häufigkeit ist ein beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag beschrieben.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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