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Myrtol (GeloMyrtol): Nebenwirkungen und Wirkung

Myrtol ist ein Destillat aus Eukalyptus-, Süßorangen-, Myrten- und Zitronenöl und der Wirkstoff von GeloMyrtol forte, einem pflanzlichen Arzneimittel zur Schleimlösung in den Atemwegen. Es wird zur Schleimlösung und Erleichterung des Abhustens bei akuter und chronischer Bronchitis sowie zur Schleimlösung bei Nebenhöhlenentzündungen eingesetzt. GeloMyrtol forte ist für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren bestimmt und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Häufig sind Magen- oder Oberbauchschmerzen; bei allergischen Reaktionen mit Atemnot oder Kreislaufstörungen setzen Sie das Mittel ab und informieren sofort eine Ärztin oder einen Arzt.

Mann in den Sechzigern mit grauem Haar geht im Herbst in warmer Jacke und Schal auf einem windigen Küstenweg spazieren
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Magen- oder Oberbauchschmerzen; laut Fachinformation Magen- oder Oberbauchbeschwerden[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Myrtol eingesetzt?

Myrtol ist der arzneilich wirksame Bestandteil von GeloMyrtol forte: ein Destillat aus einer Mischung von rektifiziertem Eukalyptusöl, Süßorangenöl, Myrtenöl und Zitronenöl. GeloMyrtol forte ist laut Packungsbeilage ein pflanzliches Arzneimittel zur Schleimlösung in den Atemwegen [1, 2]. Es wird angewendet zur Schleimlösung und Erleichterung des Abhustens bei akuter und chronischer Bronchitis und zur Schleimlösung bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) [1, 2]. Mehr dazu auf der Seite Nasennebenhöhlenentzündung.

GeloMyrtol forte ist apothekenpflichtig, aber nicht verschreibungspflichtig, und für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren bestimmt [1, 2, 3]. Es gehört zu den Husten- und Bronchitismitteln. Grundlage dieser Seite sind die Packungsbeilage von GeloMyrtol forte (Stand Februar 2018) und die Fachinformation (Stand Juli 2021) [1, 2]. Der Hauptbestandteil von Eukalyptusöl ist laut Packungsbeilage Cineol; wer auf Cineol allergisch ist, darf GeloMyrtol forte nicht einnehmen [1].

Wie wirkt Myrtol?

Laut Fachinformation wirkt GeloMyrtol forte schleimlösend und sekretbewegend: Zäher Schleim wird gelöst und das Sekret verstärkt in Bewegung gesetzt, was das Abhusten fördert. In Tierversuchen wurde nach Gabe entsprechend dem klinischen Gebrauch eine Aktivierung der Sekretproduktion nachgewiesen. Tierexperimente und Laboruntersuchungen zeigten in hohen Dosierungen zusätzlich eine antimikrobielle Wirkung, außerdem wurden in geeigneten Modellen entzündungshemmende Effekte nachgewiesen [2].

Etwa 1 bis 3 Stunden nach der Einnahme werden die höchsten Blutspiegel der Leitsubstanzen 1,8-Cineol, Limonen und alpha-Pinen gemessen; die Werte schwanken zwischen verschiedenen Menschen und auch bei derselben Person stark. Die Leitsubstanzen werden vorwiegend als Abbauprodukte über den Urin ausgeschieden, ein Teil wird über die Atemluft abgeatmet [2].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, die Packungsbeilage und Fachinformation mit Häufigkeit angeben; beide stimmen in den Häufigkeitsklassen überein. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 und "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Häufig sind Magen- oder Oberbauchschmerzen. Gelegentlich kommt es zu allergischen Reaktionen wie Atemnot, Gesichtsschwellung, Nesselsucht, Hautausschlag oder Juckreiz, zu Entzündungen der Magen- oder Darmschleimhaut, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder anderen Verdauungsstörungen, zu Geschmacksveränderungen sowie zu Kopfschmerzen oder Schwindel [1, 2]. Sehr selten können vorhandene Nieren- oder Gallensteine in Bewegung gesetzt werden [1, 2]. Mehr dazu auf den Seiten Magenbeschwerden und Geschmacksstörungen.

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Magen und DarmMagen- oder Oberbauchschmerzen; laut Fachinformation Magen- oder Oberbauchbeschwerden[1, 2]Mehr dazu: Bauchschmerzen

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • Nieren und HarnwegeIn-Bewegung-Setzen von vorhandenen Nierensteinen[1, 2]
  • Leber und GalleIn-Bewegung-Setzen von vorhandenen Gallensteinen[1, 2]

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Beobachten Sie eine der genannten Nebenwirkungen, insbesondere allergische Reaktionen mit Atemnot oder Kreislaufstörungen, setzen Sie GeloMyrtol forte laut Packungsbeilage ab und informieren sofort eine Ärztin oder einen Arzt, damit sie oder er über den Schweregrad und erforderliche Maßnahmen entscheiden kann [1]. Mehr zu allergischen Reaktionen auf Arzneimittel lesen Sie auf der Seite Arzneimittelallergie.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Vierzigern gießt vor dem Essen kaltes Wasser in ein Glas, auf dem Tisch stehen noch leere Teller
Bild: KI-generiert

Magen- und Oberbauchschmerzen: Sie gehören zu den häufigen Nebenwirkungen [1, 2]. Die Packungsbeilage sieht vor, GeloMyrtol forte eine halbe Stunde vor dem Essen mit reichlich kalter Flüssigkeit einzunehmen [1]. Bei entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich dürfen Sie das Mittel nicht einnehmen [1, 2]. Beobachten Sie eine der genannten Nebenwirkungen, setzen Sie GeloMyrtol forte laut Packungsbeilage ab und informieren sofort eine Ärztin oder einen Arzt [1]. Mehr dazu im Ratgeber Einnahme vor oder nach dem Essen.

Kopfschmerzen, Schwindel oder veränderter Geschmack: Diese Beschwerden kommen gelegentlich vor [1, 2]. Auch hier gilt laut Packungsbeilage: absetzen und sofort eine Ärztin oder einen Arzt informieren [1]. Mehr dazu auf den Seiten Kopfschmerzen und Schwindel. Welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Die Wirkungen anderer Arzneimittel können abgeschwächt oder verkürzt werden. Beim Menschen wurde eine solche Wirkung bei bestimmungsgemäßer Anwendung bisher nicht festgestellt; ausreichende Untersuchungen zu Wechselwirkungen liegen nicht vor [1, 2]. Laut Fachinformation deuten ältere Tierversuche und eine ältere Studie am Menschen darauf hin, dass hohe Dosen Cineol bestimmte Leberenzyme (Cytochrom P450) anregen können. Vorsicht ist laut Fachinformation bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln mit enger therapeutischer Breite geboten [2]. Mehr dazu im Ratgeber Wechselwirkungen.

Wechselwirkungen von Myrtol
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Andere Arzneimittel, besonders solche mit enger therapeutischer BreiteDie Wirkungen anderer Arzneimittel können abgeschwächt oder verkürzt werden; laut Fachinformation deuten ältere Untersuchungen auf eine mögliche Anregung von Leberenzymen (Cytochrom P450) durch hohe Dosen Cineol hin. Beim Menschen wurde eine solche Wirkung bei bestimmungsgemäßer Anwendung bisher nicht festgestellt; ausreichende Untersuchungen zu Wechselwirkungen liegen nicht vor[1, 2]Laut Fachinformation ist Vorsicht geboten; Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle angewendeten Arzneimittel informieren

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Myrtol nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

GeloMyrtol forte darf nicht eingenommen werden bei entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich und im Bereich der Gallenwege, bei schweren Lebererkrankungen, bei einer Allergie gegen eines der enthaltenen Öle, gegen Cineol oder einen sonstigen Bestandteil sowie bei Säuglingen und Kindern unter 6 Jahren [1, 2]. Bei Asthma bronchiale, Keuchhusten oder anderen Atemwegserkrankungen mit ausgeprägter Überempfindlichkeit der Atemwege nehmen Sie es nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein [1, 2].

Nicht einnehmen bei

  • Entzündliche Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich und im Bereich der Gallenwege sowie schwere Lebererkrankungen[1, 2]
  • Allergie gegen Eukalyptusöl, Süßorangenöl, Myrtenöl oder Zitronenöl, gegen Cineol (den Hauptbestandteil von Eukalyptusöl) oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Säuglinge und Kinder unter 6 Jahren[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Asthma bronchiale, Keuchhusten oder andere Atemwegserkrankungen mit ausgeprägter Überempfindlichkeit der Atemwege: nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt einnehmen[1, 2]
  • Der Kapselinhalt darf zur Behandlung von Kindern nicht zur Inhalation verwendet werden[1, 2]
  • Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Kapseln enthalten Sorbitol; erst nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt einnehmen. Laut Fachinformation sollten Menschen mit der seltenen erblichen Fructose-Intoleranz GeloMyrtol forte nicht einnehmen[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

GeloMyrtol forte hat laut Fachinformation keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit [2]. In Schwangerschaft und Stillzeit darf es nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch die Ärztin oder den Arzt angewendet werden [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Schwangerschaft

Weil keine Untersuchungen an schwangeren Frauen vorliegen, darf GeloMyrtol forte in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch die Ärztin oder den Arzt verordnet werden. Laut Fachinformation ist 1,8-Cineol im Tierversuch plazentagängig, und bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist grundsätzlich Vorsicht geboten.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Wegen der fettlöslichen Eigenschaften des Wirkstoffs ist mit einem Übertritt in die Muttermilch zu rechnen. In der Stillzeit darf GeloMyrtol forte deshalb nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch die Ärztin oder den Arzt angewendet werden.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich; laut Fachinformation hat GeloMyrtol forte keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.[1, 2]

Einnahme

Eine halbe Stunde vor dem Essen mit reichlich kalter Flüssigkeit einnehmen. Zur Erleichterung der Nachtruhe kann die letzte Dosis vor dem Schlafengehen eingenommen werden.[1, 2]

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild; bei chronischen Atemwegserkrankungen ist eine Dauerbehandlung möglich. Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge einnehmen.[1]

Höchstmenge in der Selbstmedikation

Laut Packungsbeilage, soweit nicht anders verordnet: Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren bei akuten entzündlichen Krankheitsbildern 3 bis 4-mal täglich 1 Kapsel, bei chronischen Krankheitsbildern 2 bis 3-mal täglich 1 Kapsel; Kinder von 6 bis 12 Jahren 1 bis 3-mal täglich 1 Kapsel, bei chronischen Krankheitsbildern 1 bis 2-mal täglich 1 Kapsel. Fühlen Sie sich nach 10 Tagen nicht besser oder gar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1]

Überdosierung

Bei einer Überdosierung benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; möglicherweise treten die aufgeführten Nebenwirkungen verstärkt auf. Laut Fachinformation kann es nach Einnahme großer Mengen Eukalyptusöl zu Magen-Darm-Reizungen (Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall), Atemnot und Beschwerden des Nervensystems kommen (Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwindel, Benommenheit mit Sprachstörungen, gelegentlich Krampfanfälle); Zeichen einer schweren Vergiftung sind flache, unregelmäßige Atmung, Herz-Kreislauf-Kollaps und Koma.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage unterscheidet nach Alter und danach, ob akute oder chronische Beschwerden behandelt werden [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie gelten, soweit nicht anders verordnet.

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie GeloMyrtol forte eine halbe Stunde vor dem Essen mit reichlich kalter Flüssigkeit ein. Zur Erleichterung der Nachtruhe kann die letzte Dosis vor dem Schlafengehen eingenommen werden [1, 2]. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild; bei chronischen Atemwegserkrankungen ist eine Dauerbehandlung möglich [1]. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge [1].

Leiden Sie unter länger anhaltenden oder sich verschlimmernden Beschwerden, Atemnot, Fieber oder eitrigem oder blutigem Auswurf, suchen Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt auf [1, 2]. Bei einer Überdosierung benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; möglicherweise treten die Nebenwirkungen dann verstärkt auf [1]. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Präparate mit Myrtol

Myrtol gibt es als magensaftresistente Weichkapseln. GeloMyrtol forte enthält 300 mg Destillat je Kapsel [1]; außerdem gibt es Myrtol 120 mg. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von GeloMyrtol forte; für Myrtol 120 mg gilt eine eigene Packungsbeilage.

Präparate mit Myrtol
PräparatAnbieterHinweis
GeloMyrtol forteG. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KGMagensaftresistente Weichkapseln mit 300 mg Destillat für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren; Grundlage dieser Seite
Myrtol 120 mgG. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KGMagensaftresistente Weichkapseln mit 120 mg Destillat, zur Anwendung ab 6 Jahren; eigene Packungsbeilage

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation GeloMyrtol forte 300 mg, magensaftresistente Weichkapseln (224320001/12). G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG. Stand 02/2018. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation GeloMyrtol forte, 300 mg, magensaftresistente Weichkapseln (007773-81870). G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG. Stand 07/2021. abgerufen am 11.10.2026
  3. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1 (Myrtol nicht aufgeführt). Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Was ist Myrtol?

Myrtol ist der arzneilich wirksame Bestandteil von GeloMyrtol forte: ein Destillat aus einer Mischung von rektifiziertem Eukalyptusöl, Süßorangenöl, Myrtenöl und Zitronenöl im Verhältnis 66 : 32 : 1 : 1. GeloMyrtol forte ist laut Packungsbeilage ein pflanzliches Arzneimittel zur Schleimlösung in den Atemwegen. Leitsubstanzen im Blut sind laut Fachinformation 1,8-Cineol, Limonen und alpha-Pinen.

Wie nehme ich GeloMyrtol forte richtig ein?

Laut Packungsbeilage nehmen Sie die Kapseln eine halbe Stunde vor dem Essen mit reichlich kalter Flüssigkeit ein. Zur Erleichterung der Nachtruhe kann die letzte Dosis vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild; bei chronischen Atemwegserkrankungen ist eine Dauerbehandlung möglich.

Wie viele Kapseln GeloMyrtol forte darf ich am Tag nehmen?

Laut Packungsbeilage nehmen, soweit nicht anders verordnet, Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren bei akuten entzündlichen Krankheitsbildern 3 bis 4-mal täglich 1 Kapsel, bei chronischen Krankheitsbildern und zur Dauerbehandlung 2 bis 3-mal täglich 1 Kapsel. Kinder von 6 bis 12 Jahren nehmen 1 bis 3-mal täglich 1 Kapsel, bei chronischen Krankheitsbildern 1 bis 2-mal täglich 1 Kapsel. Fühlen Sie sich nach 10 Tagen nicht besser oder gar schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Ab welchem Alter ist GeloMyrtol forte geeignet?

GeloMyrtol forte ist für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren bestimmt; Säuglinge und Kinder unter 6 Jahren dürfen es nicht einnehmen. Den Kapselinhalt dürfen Sie zur Behandlung von Kindern nicht zum Inhalieren verwenden.

Darf ich Myrtol in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?

Weil keine Untersuchungen an schwangeren Frauen vorliegen, darf GeloMyrtol forte in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch die Ärztin oder den Arzt verordnet werden. In der Stillzeit ist wegen der fettlöslichen Eigenschaften des Wirkstoffs mit einem Übertritt in die Muttermilch zu rechnen; deshalb darf GeloMyrtol forte auch in dieser Zeit nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch die Ärztin oder den Arzt angewendet werden.

Kann Myrtol Gallen- oder Nierensteine in Bewegung setzen?

Ja, das ist sehr selten beschrieben (bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten): Vorhandene Nieren- oder Gallensteine können in Bewegung gesetzt werden. Bei entzündlichen Erkrankungen der Gallenwege und bei schweren Lebererkrankungen dürfen Sie GeloMyrtol forte nicht einnehmen. Bemerken Sie diese oder eine andere der genannten Nebenwirkungen, setzen Sie GeloMyrtol forte laut Packungsbeilage ab und informieren sofort eine Ärztin oder einen Arzt.

Hat Myrtol Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Laut Packungsbeilage können die Wirkungen anderer Arzneimittel abgeschwächt oder verkürzt werden; beim Menschen wurde das bei bestimmungsgemäßer Anwendung bisher nicht festgestellt, ausreichende Untersuchungen liegen nicht vor. Die Fachinformation rät zur Vorsicht bei Arzneimitteln mit enger therapeutischer Breite. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie anwenden.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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