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Daridorexant: Nebenwirkungen und Wirkung
Daridorexant ist ein verschreibungspflichtiges Mittel zur Behandlung von Erwachsenen mit Schlafstörungen (Insomnie), die laut Fachinformation seit mindestens 3 Monaten anhalten und die Tagesaktivität beträchtlich beeinträchtigen. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, übermäßige Schläfrigkeit, Schwindel, Müdigkeit und Übelkeit. Bis zum Autofahren werden etwa 9 Stunden Abstand nach der Einnahme empfohlen.

Die häufigsten Nebenwirkungen
Wofür wird Daridorexant eingesetzt?
Daridorexant gehört zur Arzneimittelklasse der Orexin-Rezeptor-Antagonisten und damit zu den Beruhigungs- und Schlafmitteln [1, 2]. Es wird zur Behandlung von Schlafstörungen (Insomnie) bei Erwachsenen angewendet [1]. Laut Fachinformation gilt das für Beschwerden, die seit mindestens 3 Monaten anhalten und sich beträchtlich auf die Tagesaktivität auswirken [2]. Daridorexant ist verschreibungspflichtig und unterliegt einer zusätzlichen Überwachung, damit neue Erkenntnisse zur Sicherheit schnell erkannt werden [1, 2].
Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein. Ob die Behandlung fortgesetzt wird, prüft die Ärztin oder der Arzt zunächst innerhalb von 3 Monaten und danach in regelmäßigen Abständen [1, 2]. Laut Fachinformation liegen klinische Daten für eine ununterbrochene Behandlung über bis zu 12 Monate vor [2].
Wie wirkt Daridorexant?
Orexin ist ein Stoff, der im Gehirn gebildet wird und hilft, wach zu bleiben. Daridorexant blockiert die Wirkung von Orexin [1]. Laut Fachinformation wirkt Daridorexant mit gleicher Stärke an beiden Orexin-Rezeptoren, verringert dadurch die Wachheit und erleichtert das Einschlafen, ohne das Verhältnis der Schlafphasen zu verändern [2].
Daridorexant wird rasch aufgenommen; die höchste Konzentration im Blut ist innerhalb von 1 bis 2 Stunden erreicht. Die Halbwertszeit beträgt ungefähr 8 Stunden, und bei wiederholter Einnahme wurde keine Anreicherung beobachtet [2]. Abgebaut wird Daridorexant vor allem über das Leberenzym CYP3A4; Arzneimittel, die dieses Enzym hemmen oder anregen, und Grapefruit können den Daridorexant-Spiegel im Blut verändern [1, 2].
Nebenwirkungen nach Häufigkeit
Unten stehen alle Nebenwirkungen, die Packungsbeilage und Fachinformation mit Häufigkeit nennen; die Klassen stimmen überein. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "gelegentlich" bis zu 1 von 100 [1, 2]. Wie Sie solche Angaben einordnen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.
Laut Fachinformation waren Kopfschmerzen und Schläfrigkeit die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen; die meisten Nebenwirkungen waren leicht bis mäßig, und bei älteren Menschen entsprach das Sicherheitsprofil dem bei jüngeren [2]. Schlaflähmung und Halluzinationen treten hauptsächlich in den ersten Behandlungswochen auf [2]. Mehr dazu auf den Seiten Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen und Albträume.
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- NervensystemVorübergehende Unfähigkeit, sich zu bewegen oder zu sprechen, beim Einschlafen oder Aufwachen (Schlaflähmung), die mehrere Minuten andauern kann[1, 2]
- PsycheSehen oder Hören lebhaft erscheinender oder beunruhigender Dinge, die nicht wahr sind, beim Einschlafen oder Aufwachen (Halluzinationen)[1, 2]Mehr dazu: Psychose und Halluzinationen
- PsycheAbnorme Träume, Albträume[1, 2]Mehr dazu: Albträume
- PsycheSchlafwandeln[1, 2]
- ImmunsystemAllergische Reaktionen (Überempfindlichkeit), einschließlich Ausschlag und Nesselsucht[1, 2]Mehr dazu: Allergische ReaktionenHautausschlagNesselsucht
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Bei Menschen mit Depression, die mit Schlafmitteln behandelt wurden, wurde laut Fachinformation über eine Verschlechterung der Depression sowie über Suizidgedanken und Suizidversuche berichtet; wie andere Schlafmittel sollte Daridorexant bei Anzeichen einer Depression mit Vorsicht angewendet werden [2]. Unter Arzneimitteln derselben Wirkstoffklasse (duale Orexin-Rezeptor-Antagonisten) wurden außerdem Beschwerden berichtet, die einer leichten Kataplexie ähneln [2]. Telefonnummern für den Ernstfall finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Schläfrigkeit am nächsten Tag: Nehmen Sie Daridorexant innerhalb einer halben Stunde vor dem Zubettgehen ein. Haben Sie die Einnahme vergessen, holen Sie sie nicht später in der Nacht nach, weil Sie sich sonst am nächsten Morgen schläfrig fühlen können [1]. Nach der Einnahme wird ein Abstand von etwa 9 Stunden bis zum Führen eines Fahrzeugs empfohlen [1]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente und Autofahren.
Schlaflähmung und Halluzinationen: Eine vorübergehende Unfähigkeit, sich zu bewegen oder zu sprechen, beim Einschlafen oder Aufwachen, und lebhaft erscheinende oder beunruhigende Wahrnehmungen in diesen Momenten sind gelegentliche Nebenwirkungen [1]. Sprechen Sie dann mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; laut Fachinformation sollte je nach Art und Schwere ein Abbruch der Behandlung erwogen werden [1, 2]. Mehr unter Halluzinationen.
Stürze: Wegen der allgemeinen Sturzgefahr bei älteren Menschen ist Vorsicht geboten, auch wenn in Studien unter Daridorexant keine Zunahme von Stürzen beobachtet wurde [2]. Sind Sie älter als 65 Jahre und schon einmal gestürzt, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [1]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente im Alter.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel [1]. Starke Hemmer des Enzyms CYP3A4 wie Itraconazol, Clarithromycin oder Ritonavir dürfen nicht gleichzeitig eingenommen werden, weil sie den Daridorexant-Spiegel im Blut erhöhen können [1, 2]. Bei mäßig starken Hemmern wie Erythromycin, Ciprofloxacin oder Ciclosporin empfiehlt die Fachinformation eine niedrigere Dosis; Mittel, die CYP3A4 anregen, wie Efavirenz, können den Spiegel senken [1, 2]. Grapefruit und Grapefruitsaft sollten Sie am Abend meiden [1]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Grapefruit.
Andere Mittel, die im Gehirn wirken, etwa Diazepam oder Alprazolam, können Wechselwirkungen haben; laut Fachinformation können sich dämpfende Wirkungen addieren [1, 2]. Bei Dabigatran und Digoxin ist eine gewisse Vorsicht geboten [1]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Wechselwirkungen.
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Starke CYP3A4-Hemmer (z. B. Itraconazol, Clarithromycin, Ritonavir) | Der Daridorexant-Spiegel im Blut kann steigen[1, 2] | Gleichzeitige Einnahme nicht erlaubt |
| Mäßig starke CYP3A4-Hemmer (z. B. Erythromycin, Ciprofloxacin, Ciclosporin, Diltiazem) | Der Daridorexant-Spiegel im Blut kann steigen[1, 2] | Laut Fachinformation wird dann eine niedrigere Dosis empfohlen; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie |
| Mittel, die das Enzym CYP3A4 anregen (z. B. Efavirenz) | Der Daridorexant-Spiegel kann deutlich sinken, die Wirksamkeit kann nachlassen[1, 2] | Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie |
| Arzneimittel, die im Gehirn wirken, z. B. Diazepam oder Alprazolam, und andere Mittel mit dämpfender Wirkung | Wechselwirkungen möglich; laut Fachinformation können sich die dämpfenden Wirkungen addieren[1, 2] | Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie; laut Fachinformation kann eine Dosisanpassung nötig sein |
| Dabigatran (gegen Blutgerinnsel) und Digoxin (bei Herzschwäche) | Wechselwirkungen möglich; laut Fachinformation stieg die Dabigatran-Konzentration in einer Studie an[1, 2] | Gewisse Vorsicht geboten; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie |
| Empfindliche CYP3A4-Substrate mit geringer therapeutischer Breite, z. B. hochdosiertes Simvastatin oder Tacrolimus | Laut Fachinformation leichte Hemmung von CYP3A4 durch Daridorexant 50 mg[2] | Laut Fachinformation nur mit Vorsicht kombinieren |
| Grapefruit oder Grapefruitsaft | Kann den Daridorexant-Spiegel im Blut erhöhen[1, 2] | Am Abend vermeiden |
| Alkohol | Kann das Risiko für eine Beeinträchtigung von Gleichgewicht und Koordination erhöhen[1, 2] | Laut Fachinformation sollte zur Vorsicht geraten werden |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wer Daridorexant nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Daridorexant darf nicht eingenommen werden bei einer Allergie gegen den Wirkstoff oder einen Bestandteil, bei Narkolepsie und zusammen mit starken CYP3A4-Hemmern [1, 2]. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie eine Depression oder psychiatrische Erkrankung haben, Mittel gegen Angst oder Depression einnehmen, regelmäßig Drogen eingenommen haben oder von Drogen oder Alkohol abhängig sind, Leber- oder Atemprobleme haben oder über 65 Jahre alt und schon gestürzt sind [1].
Nicht einnehmen bei
- Allergie gegen Daridorexant oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Narkolepsie, eine Erkrankung, bei der man jederzeit plötzlich und unerwartet einschläft[1, 2]
- Einnahme starker CYP3A4-Hemmer, die den Daridorexant-Spiegel im Blut erhöhen können: Pilzmittel zum Einnehmen wie Ketoconazol, Posaconazol, Voriconazol, Itraconazol; Antibiotika wie Clarithromycin, Josamycin, Telithromycin, Troleandomycin; bestimmte HIV-Mittel wie Ritonavir, Elvitegravir, Indinavir, Saquinavir, Lopinavir, Nelfinavir; bestimmte Krebsmittel wie Ceritinib, Idelalisib, Ribociclib, Tucatinib[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Depression oder frühere Suizidgedanken; laut Fachinformation wurde bei Menschen mit primärer Depression unter Schlafmitteln über eine Verschlechterung der Depression, Suizidgedanken und Suizidversuche berichtet[1, 2]
- Psychiatrische Erkrankung; laut Fachinformation sind die Daten für diese Gruppe begrenzt[1, 2]
- Einnahme von Arzneimitteln, die auf das Gehirn wirken, etwa gegen Angststörungen oder Depressionen[1, 2]
- Regelmäßige Einnahme von Drogen oder Abhängigkeit von Drogen oder Alkohol; laut Fachinformation können diese Menschen ein erhöhtes Risiko für einen Missbrauch haben und sollten sorgfältig überwacht werden[1, 2]
- Missbrauchspotenzial: Laut Fachinformation gab es in Studien mit Menschen mit Schlafstörungen keine Anzeichen für Missbrauch oder für Entzugserscheinungen nach dem Absetzen; in einer Studie mit Menschen mit gelegentlichem Drogenkonsum ohne Schlafstörungen zeigte sich bei Dosen oberhalb der maximalen Tagesdosis eine ähnliche Bewertung der "Vorliebe/Beliebtheit" wie bei Zolpidem[2]
- Leberprobleme: Je nach Schweregrad wird Daridorexant möglicherweise nicht empfohlen oder es könnte eine niedrigere Dosis erforderlich sein; bei schwerer Leberfunktionsstörung wird die Einnahme nicht empfohlen[1, 2]
- Atembeschwerden, etwa schwere chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)[1, 2]
- Stürze in der Vorgeschichte bei Menschen über 65 Jahren; laut Fachinformation Vorsicht auch bei Menschen über 75 Jahren, weil nur begrenzte Daten vorliegen[1, 2]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: nicht vorgesehen, da nicht geprüft[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Alkohol zusammen mit Daridorexant kann das Risiko für eine Beeinträchtigung von Gleichgewicht und Koordination erhöhen [1]. Nach der Einnahme wird ein Abstand von etwa 9 Stunden bis zum Autofahren empfohlen [1]. Ob Daridorexant dem ungeborenen Kind schaden kann, ist nicht bekannt; ein kleiner Anteil geht in die Muttermilch über [1]. Die Karten geben die Angaben von Packungsbeilage und Fachinformation wieder [1, 2]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Alkohol.
Schwangerschaft
Es ist nicht bekannt, ob Daridorexant dem ungeborenen Kind schaden kann; fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Fachinformation liegen keine Erfahrungen bei Schwangeren vor, Tierstudien ergaben keine Hinweise auf eine schädliche Wirkung; Daridorexant sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn eine Behandlung aufgrund des klinischen Zustands erforderlich ist.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Ein kleiner Anteil geht in die Muttermilch über; sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber, wie Sie Ihr Baby am besten füttern. Laut Fachinformation kann das Risiko einer übermäßigen Schläfrigkeit beim gestillten Kind nicht ausgeschlossen werden; es muss entschieden werden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Behandlung verzichtet bzw. die Behandlung unterbrochen wird.[1, 2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Alkohol zusammen mit Daridorexant kann das Risiko für eine Beeinträchtigung von Gleichgewicht und Koordination erhöhen; laut Fachinformation führte die gleichzeitige Einnahme zu sich addierenden Wirkungen auf die psychomotorische Leistungsfähigkeit.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Es wird empfohlen, nach der Einnahme etwa 9 Stunden Abstand bis zum Führen eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen einzuhalten. Seien Sie am Morgen nach der Einnahme vorsichtig und nehmen Sie nicht an risikoreichen Tätigkeiten teil, wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie vollständig wach sind, besonders in den ersten Tagen der Behandlung. Laut Fachinformation haben Schlafmittel einen großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit.[1, 2]
Einnahme
Einmal pro Nacht innerhalb einer halben Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen, mit oder ohne Nahrung; mit oder kurz nach einer großen Mahlzeit kann es länger dauern, bis die Wirkung eintritt.[1]
Einnahme vergessen: die Tablette nicht später in der Nacht nachholen, weil Sie sich sonst am nächsten Morgen schläfrig fühlen können; nicht die doppelte Menge nehmen.[1]
Absetzen
Die Behandlung kann beendet werden, ohne dass die Dosis schrittweise verringert werden muss; schädliche Wirkungen sind dabei nicht bekannt. Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein; ob die Behandlung fortgesetzt wird, prüft die Ärztin oder der Arzt zunächst innerhalb von 3 Monaten und danach regelmäßig.[1, 2]
Überdosierung
Haben Sie zu viel eingenommen, kann es zu übermäßiger Schläfrigkeit oder Muskelschwäche kommen; wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Ein spezifisches Gegenmittel gibt es laut Fachinformation nicht.[1, 2]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt die empfohlene Dosis und eine niedrigere Dosis bei Leberproblemen oder bestimmten anderen Arzneimitteln [1]. Die Übersicht gibt diese Angaben wieder; sie ersetzt nicht die Verordnung. Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Daridorexant einmal pro Nacht innerhalb einer halben Stunde vor dem Zubettgehen ein, mit oder ohne Nahrung. Mit oder kurz nach einer großen Mahlzeit kann es länger dauern, bis die Wirkung eintritt [1]. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie eine Einnahme vergessen haben [1].
Die Behandlung kann laut Packungsbeilage beendet werden, ohne dass die Dosis schrittweise verringert werden muss [1]. Haben Sie zu viel eingenommen, kann es zu übermäßiger Schläfrigkeit oder Muskelschwäche kommen; wenden Sie sich dann sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente absetzen.
Präparate mit Daridorexant
Daridorexant gibt es als Filmtabletten in zwei Stärken. Grundlage dieser Seite ist die EMA-Produktinformation des zentral zugelassenen Präparats mit Packungsbeilage und Fachinformation [1, 2].
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Quviviq | Idorsia Pharmaceuticals Deutschland GmbH | verschreibungspflichtig; Filmtabletten mit 25 oder 50 mg; Grundlage dieser Seite |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Quviviq (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage Quviviq 25 mg/50 mg Filmtabletten. Idorsia Pharmaceuticals Deutschland GmbH (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2026. abgerufen am 11.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation Quviviq (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), und Anhang II. Idorsia Pharmaceuticals Deutschland GmbH (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2026. abgerufen am 11.10.2026
Häufige Fragen
Wofür wird Daridorexant eingesetzt?
Daridorexant wird zur Behandlung von Erwachsenen mit Schlafstörungen (Insomnie) angewendet. Laut Fachinformation gilt das, wenn die Beschwerden seit mindestens 3 Monaten anhalten und sich beträchtlich auf die Tagesaktivität auswirken.
Wie wirkt Daridorexant?
Orexin ist ein Stoff im Gehirn, der hilft, wach zu bleiben. Daridorexant blockiert die Andockstellen für Orexin und verringert so laut Fachinformation die Wachheit, ohne das Verhältnis der Schlafphasen zu verändern. Die höchste Konzentration im Blut ist innerhalb von 1 bis 2 Stunden erreicht, die Halbwertszeit beträgt ungefähr 8 Stunden.
Kann man von Daridorexant abhängig werden?
Laut Fachinformation gab es in klinischen Studien bei Menschen mit Schlafstörungen keine Anzeichen für einen Missbrauch oder für Entzugserscheinungen nach dem Absetzen. In einer Studie mit Menschen mit gelegentlichem Drogenkonsum ohne Schlafstörungen zeigte sich bei Dosen oberhalb der maximalen Tagesdosis eine ähnliche Bewertung der "Vorliebe/Beliebtheit" wie bei Zolpidem. Menschen mit Missbrauch oder Abhängigkeit von Alkohol oder anderen Substanzen in der Vorgeschichte können aber ein erhöhtes Risiko für einen Missbrauch haben und sollten sorgfältig überwacht werden. Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein.
Darf ich am Morgen nach der Einnahme Auto fahren?
Laut Packungsbeilage wird empfohlen, nach der Einnahme etwa 9 Stunden Abstand bis zum Führen eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen einzuhalten. Seien Sie am Morgen danach vorsichtig, und nehmen Sie nicht an risikoreichen Tätigkeiten teil, wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie vollständig wach sind. Das gilt besonders in den ersten Tagen der Behandlung.
Darf ich Daridorexant mit Alkohol einnehmen?
Alkohol zusammen mit Daridorexant kann das Risiko für eine Beeinträchtigung von Gleichgewicht und Koordination erhöhen. Laut Fachinformation führte die gleichzeitige Einnahme zu sich addierenden Wirkungen auf die psychomotorische Leistungsfähigkeit; zum Alkoholkonsum sollte zur Vorsicht geraten werden.
Was passiert, wenn ich Daridorexant absetze?
Laut Packungsbeilage kann die Behandlung beendet werden, ohne dass die Dosis schrittweise verringert werden muss; schädliche Wirkungen sind dabei nicht bekannt. Ob die Behandlung fortgesetzt wird, prüft Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zunächst innerhalb von 3 Monaten und danach regelmäßig.
Darf ich Daridorexant in Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
Es ist nicht bekannt, ob Daridorexant dem ungeborenen Kind schaden kann; laut Fachinformation sollte es in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn eine Behandlung aufgrund des klinischen Zustands erforderlich ist. Ein kleiner Anteil geht in die Muttermilch über; eine übermäßige Schläfrigkeit beim gestillten Kind lässt sich nicht ausschließen. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie hoch ist die Dosis von Daridorexant?
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; bei Leberproblemen oder bestimmten anderen Arzneimitteln kann sie niedriger sein. Was die Packungsbeilage dazu sagt, steht im Abschnitt "Dosierung" auf dieser Seite.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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