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Betahistin: Nebenwirkungen und Wirkung

Betahistin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff gegen Schwindelanfälle bei Funktionsstörungen des Gleichgewichtsorgans im Rahmen der Menière-Krankheit, häufig begleitet von Ohrgeräuschen, Ohrenschmerzen und Hörminderung. Häufig sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Verdauungsstörungen. Bei plötzlichen Schwellungen an Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen mit Schluck- oder Atembeschwerden kontaktieren Sie sofort eine Ärztin oder einen Arzt.

Mann in den Fünfzigern sitzt morgens auf der Bettkante eines hellen Schlafzimmers, stützt den Kopf mit einer Hand und hat die Augen geschlossen
Bild: KI-generiert

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
  • Häufig: Übelkeit und Verdauungsstörungen (Dyspepsie)[1, 2]

Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Wofür wird Betahistin eingesetzt?

Betahistin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff gegen Schwindel bei der Menière-Krankheit, in der Packungsbeilage Menière’scher Symptomenkomplex genannt [1, 4]. Angewendet wird er zur Behandlung von Funktionsstörungen des Gleichgewichtsapparates (Vestibularapparates) mit dem Leitsymptom Schwindel und den häufig begleitenden Beschwerden Ohrgeräusche, Ohrenschmerzen und Hörminderung [1]. Die Fachinformation fasst das Anwendungsgebiet als Behandlung von Schwindelanfällen bei Funktionsstörungen des Gleichgewichtsapparates im Rahmen der Menière-Krankheit zusammen [2]. Mehr zu den Beschwerden lesen Sie auf den Seiten Schwindel und Tinnitus.

Betahistin gibt es mit zwei verschiedenen Salzen des Wirkstoffs: als Betahistindimesilat, etwa in Tabletten mit 6 oder 12 mg, und als Betahistindihydrochlorid in Tabletten mit 8, 16 oder 24 mg [1, 2, 3]. Die Präparate haben eigene Dosierungsangaben. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird Betahistin nicht empfohlen, weil keine ausreichenden Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen [1, 2].

Wie wirkt Betahistin?

Betahistin ist mit dem körpereigenen Stoff Histamin strukturverwandt. Wie es genau wirkt, ist laut Fachinformation nicht geklärt; Untersuchungen in Tiermodellen weisen überwiegend auf eine aktivierende Wirkung an H1-Rezeptoren hin [2]. Über die Wirkung auf das Gleichgewichtsorgan wurden aufgrund von Tierversuchen zahlreiche Hypothesen erwogen [2].

Aus Tabletten wird Betahistin schnell und vollständig aufgenommen. Fast der gesamte Wirkstoff wird innerhalb von 24 Stunden als Abbauprodukt 2-Pyridyl-Essigsäure mit dem Urin ausgeschieden; insgesamt sind die Erkenntnisse zur Pharmakokinetik beim Menschen laut Fachinformation unzureichend [2]. Laut der Fachinformation der Präparate mit Betahistindihydrochlorid kann manchmal erst nach einer Behandlungsdauer von einigen Wochen eine Besserung beobachtet werden [3]. In der Regel ist Betahistin eine Langzeitbehandlung über mehrere Monate [1].

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation von Betahistin STADA 6 mg/12 mg Tabletten eine Häufigkeit angeben. "Häufig" heißt: bis zu 1 von 10 Behandelten, "sehr selten" bis zu 1 von 10.000; bei "nicht bekannt" lässt sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen [1, 2]. Kopfschmerzen, Übelkeit und Verdauungsstörungen wurden in placebokontrollierten klinischen Studien beobachtet; die übrigen Nebenwirkungen wurden nach der Markteinführung und in der wissenschaftlichen Literatur gemeldet [1, 2]. Wie Sie solche Angaben lesen, erklärt der Ratgeber Beipackzettel verstehen.

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • Allgemeine BeschwerdenBrustbeklemmungen[1, 2]

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Beschwerde während der Behandlung beobachtet wurde. Sie sagt nicht, dass das Medikament sie verursacht hat.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Schwellungen von Haut oder Schleimhaut (angioneurotisches Ödem) gehören zu den Überempfindlichkeitsreaktionen, deren Häufigkeit nicht bekannt ist; auch schwerste allergische Reaktionen (Anaphylaxie) wurden gemeldet [1, 2]. Mehr dazu auf der Seite Arzneimittelallergie.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Sechzigern isst am hellen Küchentisch ein leichtes Mittagessen, neben dem Teller steht ein Glas Wasser
Bild: KI-generiert

Magen-Darm-Beschwerden: Die Packungsbeilage sieht vor, die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit während oder nach den Mahlzeiten einzunehmen [1]. Milde Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen oder Durchfall lassen sich laut Packungsbeilage und Fachinformation in der Regel durch die Einnahme mit dem Essen oder nach der Mahlzeit oder durch eine Verringerung der Dosis vermeiden; über die Dosis entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt [1, 2]. Mehr dazu auf der Seite Magenbeschwerden.

Kopfschmerzen und andere Beschwerden: Haben Sie den Eindruck, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke [1]. Sind Sie mit dem Behandlungsverlauf nicht zufrieden, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme abbrechen [1]. Mehr zu Kopfschmerzen als Nebenwirkung auf der Seite Kopfschmerzen; welche Wirkstoffe eine bestimmte Beschwerde auslösen können, zeigt der Nebenwirkungs-Finder.

Wechselwirkungen

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen [1]. Studien zu Wechselwirkungen im lebenden Organismus (in vivo) wurden nicht durchgeführt; nach Laboruntersuchungen ist keine Hemmung der Cytochrom-P450-Enzyme zu erwarten [2]. Laut Packungsbeilage sollen Sie Betahistin nicht gleichzeitig mit Antihistaminika einnehmen, etwa Mitteln gegen Allergien oder Erkältungsbeschwerden [1]. Bei MAO-Hemmern, die zum Beispiel gegen Depressionen oder die Parkinson-Krankheit eingesetzt werden, ist Vorsicht geboten [1, 2].

Wechselwirkungen von Betahistin
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
MAO-Hemmer (Arzneimittel z. B. gegen Depressionen oder die Parkinson-Krankheit), auch MAO-B-Hemmer wie SelegilinHinweise aus Laboruntersuchungen, dass der Abbau von Betahistin gehemmt wird[1, 2]Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung
Antihistaminika (Arzneimittel z. B. gegen Allergien oder Erkältungsbeschwerden)Da Betahistin ein Histamin-Analogon ist, kann theoretisch die Wirksamkeit eines der beiden Mittel beeinflusst werden[1, 2]Laut Packungsbeilage nicht gleichzeitig einnehmen

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen einnehmen können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wer Betahistin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Bei einem Nebennierentumor (Phäochromozytom) darf Betahistin nicht eingenommen werden [1, 2]. Die Fachinformation der Präparate mit Betahistindihydrochlorid begründet das so: Als synthetisches Histamin-Analogon kann Betahistin die Freisetzung von Katecholaminen aus dem Tumor auslösen, mit der Folge eines schweren Bluthochdrucks [3]. Haben oder hatten Sie Asthma oder ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür, muss Betahistin unter sorgfältiger Überwachung angewendet werden [1, 2].

Nicht einnehmen bei

  • Allergie gegen Betahistin oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Nebennierentumor (Phäochromozytom)[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Bronchialasthma: Betahistin muss unter sorgfältiger Überwachung angewendet werden[1, 2]
  • Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre, auch in der Vorgeschichte: Betahistin muss unter sorgfältiger Überwachung angewendet werden[1, 2]
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Anwendung nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen[1, 2]
  • Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Betahistin STADA enthält Lactose[1, 2]
  • Nesselsucht (Urtikaria), Hautausschlag oder allergischer Schnupfen (allergische Rhinitis): Laut Fachinformation der Präparate mit Betahistindihydrochlorid ist Vorsicht geboten, da sich die Beschwerden verschlechtern können[3]
  • Ausgeprägt niedriger Blutdruck (Hypotonie): Laut Fachinformation der Präparate mit Betahistindihydrochlorid ist Vorsicht geboten[3]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Zu Alkohol enthalten Packungsbeilage und Fachinformation von Betahistin STADA keine Angabe [1, 2]. Die Menière-Krankheit mit Schwindel kann die Fähigkeit beeinträchtigen, Fahrzeuge zu führen und Maschinen zu bedienen; Betahistin selbst hatte in Untersuchungen dazu keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss [1, 2]. Laut Fachinformation der Präparate mit Betahistindihydrochlorid kann Betahistin jedoch zu Schläfrigkeit führen; das kann sich auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen auswirken [3]. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Autofahren. Die Karten fassen zusammen, was Packungsbeilage und Fachinformationen zu Schwangerschaft und Stillzeit sagen [1, 2, 3].

Schwangerschaft

Es gibt keine ausreichenden Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft, und das mögliche Risiko für den Menschen ist unbekannt. Betahistin darf in der Schwangerschaft nur eingenommen werden, wenn es unbedingt erforderlich ist. Laut Fachinformation der Präparate mit Betahistindihydrochlorid soll eine Anwendung in der Schwangerschaft aus Vorsichtsgründen vermieden werden.[1, 2, 3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Betahistin beim Menschen in die Muttermilch übergeht; laut Fachinformation der Präparate mit Betahistindihydrochlorid wird es bei Ratten in die Milch ausgeschieden. Der Nutzen des Arzneimittels für die Mutter sollte gegen den Nutzen des Stillens und das mögliche Risiko für das Kind abgewogen werden.[1, 2, 3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Autofahren und Maschinen

Die Grunderkrankung selbst, also Menière-Krankheit und Schwindel, kann die Fähigkeit beeinträchtigen, Fahrzeuge zu führen und Maschinen zu bedienen. In Untersuchungen speziell dieser Fähigkeit hatte Betahistin keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss. Laut Fachinformation der Präparate mit Betahistindihydrochlorid kann Betahistin jedoch zu Schläfrigkeit führen; das kann sich auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen auswirken.[1, 2, 3]

Einnahme

Die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) während oder nach den Mahlzeiten einnehmen. Über die Dauer entscheidet die Ärztin oder der Arzt; in der Regel handelt es sich um eine Langzeitbehandlung über mehrere Monate.[1, 2]

Unregelmäßige Einnahme oder Einnahme vergessen: keinesfalls die doppelte Menge der verordneten Einzeldosis nehmen.[1]

Absetzen

Sind Sie mit dem Behandlungsverlauf nicht zufrieden, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme abbrechen.[1]

Überdosierung

Einige Fälle einer Überdosierung wurden berichtet. Die Beschwerden reichten von Übelkeit, Schläfrigkeit und Schmerzen im Bauchraum bis hin zu Krämpfen und Komplikationen an Herz oder Lunge; schwerere Komplikationen wurden laut Fachinformation bei absichtlicher Überdosierung beobachtet, vor allem zusammen mit anderen überdosierten Arzneimitteln. Treten solche Beschwerden auf, wenden Sie sich sofort an eine Ärztin oder einen Arzt.[1, 2]

Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation

Die Packungsbeilage von Betahistin STADA 6 mg nennt eine Tagesdosis, die auf drei Einnahmen verteilt wird; die Fachinformation ergänzt die Angabe für die Tabletten mit 12 mg [1, 2]. Für Präparate mit Betahistindihydrochlorid sind die eigenen Angaben ihrer Fachinformation mit aufgeführt [3]. Welche Dosis für Sie richtig ist, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest [1].

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie Betahistin immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke ein: unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit, etwa einem Glas Wasser, während oder nach den Mahlzeiten [1]. Haben Sie die Tabletten unregelmäßig eingenommen oder eine Einnahme vergessen, nehmen Sie keinesfalls die doppelte Menge der verordneten Einzeldosis [1]. Über die Dauer der Behandlung entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt [1].

Einige Fälle einer Überdosierung wurden berichtet; die Beschwerden reichten von Übelkeit, Schläfrigkeit und Bauchschmerzen bis hin zu Krämpfen und Komplikationen an Herz oder Lunge. Wenden Sie sich bei solchen Beschwerden sofort an eine Ärztin oder einen Arzt [1]. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Präparate mit Betahistin

Betahistin gibt es von mehreren Herstellern als Tabletten in verschiedenen Stärken und mit zwei verschiedenen Salzen des Wirkstoffs [1, 3]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation von Betahistin STADA 6 mg/12 mg Tabletten mit Betahistindimesilat [1, 2].

Präparate mit Betahistin
PräparatAnbieterHinweis
Betahistin STADASTADAPHARM GmbH6 mg und 12 mg Tabletten (Betahistindimesilat): Grundlage dieser Seite; außerdem 8, 16 und 24 mg Tabletten (Betahistindihydrochlorid)
Betahistin-ratiopharmratiopharm GmbH6 mg und 12 mg Tabletten

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Betahistin STADA 6 mg Tabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 03/2022. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Betahistin STADA 6 mg/12 mg Tabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 03/2022. abgerufen am 11.10.2026
  3. Fachinformation Fachinformation Betahistin STADA 8 mg/16 mg/24 mg Tabletten (Betahistindihydrochlorid). STADAPHARM GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 11.10.2026
  4. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Betahistin. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026

Häufige Fragen

Wofür wird Betahistin eingesetzt?

Betahistin wird bei der Menière-Krankheit (Menière’scher Symptomenkomplex) angewendet. Laut Packungsbeilage dient es zur Behandlung von Funktionsstörungen des Gleichgewichtsapparates mit dem Leitsymptom Schwindel und den häufig begleitenden Beschwerden Ohrgeräusche, Ohrenschmerzen und Hörminderung. Die Fachinformation nennt die Behandlung von Schwindelanfällen im Rahmen der Menière-Krankheit.

Wie schnell wirkt Betahistin?

Laut Fachinformation der Präparate mit Betahistindihydrochlorid kann manchmal erst nach einer Behandlungsdauer von einigen Wochen eine Besserung beobachtet werden. In der Regel handelt es sich um eine Langzeitbehandlung über mehrere Monate; über die Dauer entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Welche Nebenwirkungen hat Betahistin am häufigsten?

Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, treten Kopfschmerzen, Übelkeit und Verdauungsstörungen auf. Mit nicht bekannter Häufigkeit sind milde Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen oder Durchfall beschrieben; sie lassen sich laut Packungsbeilage in der Regel vermeiden, wenn Sie Betahistin mit dem Essen oder nach der Mahlzeit einnehmen oder die Dosis verringert wird.

Macht Betahistin müde oder beeinträchtigt es das Autofahren?

In Packungsbeilage und Fachinformation von Betahistin STADA 6 mg/12 mg Tabletten ist Müdigkeit nicht als Nebenwirkung aufgeführt. Die Fachinformation der Präparate mit Betahistindihydrochlorid weist jedoch darauf hin, dass Betahistin zu Schläfrigkeit führen kann; das kann sich auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen auswirken. In Untersuchungen speziell zur Fahrtüchtigkeit hatte Betahistin keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss. Die Grunderkrankung selbst, also die Menière-Krankheit mit Schwindel, kann die Fähigkeit beeinträchtigen, Fahrzeuge zu führen und Maschinen zu bedienen.

Darf ich Betahistin bei Asthma oder einem Magengeschwür nehmen?

Bei Bronchialasthma und bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, auch wenn sie früher aufgetreten sind, muss Betahistin laut Packungsbeilage unter sorgfältiger Überwachung angewendet werden. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Darf ich Betahistin zusammen mit Allergietabletten nehmen?

Laut Packungsbeilage sollen Sie Betahistin nicht gleichzeitig mit einem Antihistaminikum einnehmen, also mit einem Mittel etwa gegen Allergien oder Erkältungsbeschwerden. Weil Betahistin ein Analogon von Histamin ist, kann theoretisch die Wirksamkeit eines der beiden Mittel beeinflusst werden.

Darf ich Betahistin in der Schwangerschaft nehmen?

Es gibt keine ausreichenden Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft; das mögliche Risiko für den Menschen ist unbekannt. Betahistin darf in der Schwangerschaft deshalb nur eingenommen werden, wenn es unbedingt erforderlich ist; laut Fachinformation der Präparate mit Betahistindihydrochlorid soll eine Anwendung in der Schwangerschaft aus Vorsichtsgründen vermieden werden. Ob Betahistin beim Menschen in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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