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Aripiprazol absetzen
Beenden Sie Aripiprazol laut Packungsbeilage nicht, nur weil Sie sich besser fühlen, und ändern Sie die Dosis nicht, ohne vorher ärztlich nachzufragen; nehmen Sie es so lange ein, wie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es Ihnen gesagt hat. Absetzsymptome bei Erwachsenen führen Packungsbeilage und Fachinformation nicht auf. Laut IQWiG kommt es eher zu einem Rückfall, wenn Antipsychotika bei Schizophrenie plötzlich abgesetzt werden. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Beenden Sie Aripiprazol laut Packungsbeilage nicht, nur weil Sie sich besser fühlen. Es ist wichtig, dass Sie es so lange einnehmen, wie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es Ihnen gesagt hat. Auch die tägliche Dosis ändern Sie nicht und setzen Aripiprazol nicht ab, ohne vorher ärztlich nachzufragen [1]. Beschwerden, die bei Erwachsenen nach dem Absetzen auftreten, führen weder Packungsbeilage noch Fachinformation auf. Beide nennen Entzugserscheinungen bei Neugeborenen, deren Mütter Aripiprazol in der Schwangerschaft eingenommen haben [1, 2].
Aripiprazol ist ein verschreibungspflichtiges Mittel aus der Gruppe der Antipsychotika. Es wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren mit Schizophrenie angewendet, außerdem bei mäßigen bis schweren manischen Episoden einer Bipolar-I-Störung, bei Jugendlichen ab 13 Jahren für bis zu 12 Wochen. Erwachsene, die überwiegend manische Episoden hatten und deren manische Episoden auf Aripiprazol angesprochen haben, erhalten es auch zur Vorbeugung neuer manischer Episoden [1, 2]. Grundlage dieser Seite sind Packungsbeilage und Fachinformation der ABILIFY Tabletten aus der Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur [1, 2].
Was Packungsbeilage und Fachinformation zum Absetzen sagen
Packungsbeilage und Fachinformation nennen weder Schritte noch eine Dauer für das Beenden der Behandlung [1, 2].
Wie lange die Behandlung dauert
Das hängt vom Anwendungsgebiet ab. Bei Jugendlichen ab 13 Jahren mit manischen Episoden sollte die Behandlung laut Fachinformation nur so lange dauern, bis die Beschwerden unter Kontrolle sind; länger als 12 Wochen darf sie nicht dauern [2]. Mehr dazu: Medikamente bei Kindern. Für die Vorbeugung neuer manischer Episoden bei Erwachsenen beschreibt die Fachinformation, wie Ärztinnen und Ärzte planen: Bei Patientinnen und Patienten, die Aripiprazol bereits erhalten haben, soll die Behandlung fortgesetzt werden. Eine Anpassung der Tagesdosis, auch eine Verringerung, sollte anhand des klinischen Zustands erwogen werden [2]. Die Dauer legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Bei Schizophrenie hängt die Dauer laut IQWiG unter anderem davon ab, wie viele akute Psychosen bereits aufgetreten sind und wie schwer sie waren [12].
Wenn die Behandlung wegen einer Nebenwirkung endet
Bei einigen Nebenwirkungen spricht die Fachinformation das Ende der Behandlung ausdrücklich an. Die Entscheidung trifft die Ärztin oder der Arzt [2]:
- Spätdyskinesie: Treten Anzeichen auf, sollte laut Fachinformation erwogen werden, die Dosis zu verringern oder die Behandlung abzubrechen [2].
- Störungen der Impulskontrolle: zum Beispiel Spielsucht, Essattacken, übermäßiges Geldausgeben oder ein übersteigerter Sexualtrieb [1]. Entwickeln sich solche Zwänge, sollen die Behandelnden laut Fachinformation eine Verringerung der Dosis oder ein Ende der Behandlung in Betracht ziehen. In einigen Fällen wurde berichtet, dass das zwanghafte Verhalten nach einer Verringerung der Dosis oder dem Absetzen aufgehört hat; die Störungen können aber auch mit der zugrunde liegenden Erkrankung zusammenhängen [2].
Ungewöhnliche Bewegungen teilen Sie laut Packungsbeilage Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit, ebenso einen Drang zu ungewöhnlichen Verhaltensweisen, auch wenn Familie oder Betreuende ihn bemerken [1]. Was bei Fieber mit Muskelsteifheit zu tun ist, steht im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen.
Welche Beschwerden beim Absetzen auftreten können
Unter den Nebenwirkungen von Aripiprazol führen Packungsbeilage und Fachinformation keine Absetzsymptome bei Erwachsenen auf. Genannt werden Entzugserscheinungen bei Neugeborenen nach Anwendung in der Schwangerschaft, deren Häufigkeit nicht bekannt ist [1, 2]. Bemerken Sie Beschwerden, wenden Sie sich laut Packungsbeilage an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; das gilt auch für Nebenwirkungen, die dort nicht aufgeführt sind [1].
Ungewöhnliche Bewegungen nach dem Ende der Behandlung
Nicht kontrollierbare Bewegungen von Mund, Zunge und Gliedmaßen (tardive Dyskinesie) nennt die Packungsbeilage als gelegentliche Nebenwirkung [1]. Anzeichen einer Spätdyskinesie können sich laut Fachinformation nach dem Abbruch der Behandlung kurzzeitig verschlechtern oder sogar erst dann auftreten [2]. Mehr dazu: Parkinson-ähnliche Bewegungsstörungen.
Rückfall
Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sollten Antipsychotika bei Schizophrenie nicht plötzlich abgesetzt werden, da es sonst eher zu einem Rückfall kommt. Soll die Behandlung enden, ist es deshalb wichtig, das genaue Vorgehen mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen [12].
Wie Ärztinnen und Ärzte beim Absetzen vorgehen

Das ärztliche Vorgehen beschreibt die S3-Leitlinie Schizophrenie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in drei Empfehlungen, die auf einem Konsens der Fachleute beruhen (starker Konsens). Sie gelten für Antipsychotika bei Schizophrenie allgemein, nicht speziell für Aripiprazol und nicht für die bipolare Störung [11]. Wie das Absetzen bei Ihnen abläuft, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
- Gemeinsam entscheiden: Laut Leitlinie können eine Verringerung der Dosis und gegebenenfalls das Absetzen in allen Stadien der Erkrankung als gemeinsame Entscheidung von Patientin oder Patient und behandelnder Ärztin oder behandelndem Arzt angeboten werden. Voraussetzungen sind ausreichende Stabilität, ausreichende psychosoziale Unterstützung, regelmäßige Verlaufskontrollen und keine Hinweise auf eine Gefährdung der eigenen Person oder anderer. Über das erhöhte Rückfallrisiko des Absetzens soll in jedem Fall aufgeklärt werden [11].
- Kleine Schritte, lange Abstände: Nach der Entscheidung für eine Verringerung der Dosis sollte diese laut Leitlinie kontrolliert in kleinstmöglichen Schritten mit Abständen von 6 bis 12 Wochen angeboten werden. Dabei zählen der Wunsch der Patientin oder des Patienten, die Einbeziehung von Vertrauenspersonen, der bisherige Verlauf und die Verträglichkeit [11].
- Nach dem Absetzen: Mindestens zwei Jahre lang soll laut Leitlinie eine fortlaufende Beobachtung auf Zeichen eines Rückfalls angeboten werden [11].
Wechsel auf ein anderes Mittel
Suizidales Verhalten gehört laut Fachinformation zu psychotischen Erkrankungen und affektiven Störungen und wurde in einigen Fällen nach Beginn oder nach Wechsel einer antipsychotischen Behandlung berichtet, auch unter Aripiprazol. Menschen mit hohem Risiko sollten während der antipsychotischen Behandlung eng überwacht werden [2].
Andere Arzneimittel können den Aripiprazol-Spiegel erhöhen, etwa Fluoxetin, Paroxetin oder Itraconazol, oder senken, etwa Carbamazepin, Rifampicin oder Johanniskraut [1, 2]. Dann kann es laut Packungsbeilage erforderlich sein, dass die Ärztin oder der Arzt die Dosis ändert [1]; wird das andere Mittel abgesetzt, sollte die Aripiprazol-Dosis laut Fachinformation wieder angepasst werden [2]. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen [1]. Mehr dazu: Wechselwirkungen; verwandte Wirkstoffe: Quetiapin absetzen, Risperidon absetzen und Olanzapin absetzen.
Schwangerschaft
Werden Sie unter Aripiprazol schwanger oder planen Sie eine Schwangerschaft, benachrichtigen Sie laut Fachinformation Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Aripiprazol darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der mögliche Nutzen rechtfertigt eindeutig das mögliche Risiko für das Ungeborene [2].
Bei Neugeborenen, die im letzten Schwangerschaftsdrittel Antipsychotika ausgesetzt waren, besteht laut Fachinformation ein Risiko für Bewegungsstörungen und Absetzerscheinungen; sie sollten sorgfältig überwacht werden [2]. Zeigt Ihr Baby Zittern, Muskelsteifheit oder Muskelschwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden oder Schwierigkeiten beim Füttern, kontaktieren Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].
Laut Embryotox, dem Beratungszentrum der Charité Universitätsmedizin Berlin, muss nicht umgestellt werden, wenn eine Behandlung mit Aripiprazol bei Kinderwunsch oder im ersten Schwangerschaftsdrittel angezeigt ist. Bei einer Neueinstellung sollte das besser erprobte Quetiapin vorgezogen werden, falls es ebenso geeignet ist. Als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox Quetiapin, gegebenenfalls auch Risperidon und, wenn auf klassische Antipsychotika zurückgegriffen werden muss, Haloperidol [3]. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Weil das Wochenbett eine besonders anfällige Phase für Rückfälle ist, sollten laut Embryotox frühzeitig vorbeugende Strategien mit der Mutter geplant werden, vor allem Reizabschirmung und die Vermeidung von Schlafmangel. Die Entbindung sollte in einer Klinik mit Neugeborenenmedizin erfolgen [3]. Mehr dazu: Medikamente in der Schwangerschaft.
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben
Nehmen Sie die vergessene Dosis laut Packungsbeilage ein, sobald Sie daran denken. Nehmen Sie aber nicht an einem Tag die doppelte Dosis ein [1].
Was Sie tun können
Möchten Sie die Behandlung beenden, sprechen Sie das offen an. Laut IQWiG lässt sich bei Schizophrenie nach einiger Zeit besprechen, ob die Einnahme irgendwann beendet werden kann oder ob es sinnvoller ist, die Medikamente längerfristig einzunehmen. Um gemeinsam eine informierte Entscheidung treffen zu können, ist eine umfassende Aufklärung über die Folgen der Einnahme nötig [12]. Diese Fragen können Sie in das Gespräch mitnehmen (weitere Vorschläge: Fragen fürs Arztgespräch):
- Was spricht in meiner Situation dafür, Aripiprazol weiter einzunehmen, und was dagegen?
- In welchen Abständen verringern wir die Dosis, und wann sehen wir uns zur Kontrolle?
- Welche Beschwerden können beim Verringern auftreten, und wann soll ich mich melden?
- Woran erkenne ich meine persönlichen Frühwarnzeichen, und was tue ich, wenn sie auftreten?
- Wen aus meinem Umfeld beziehen wir ein?
- Muss bei meinen anderen Medikamenten etwas angepasst werden?
Notieren Sie im Nebenwirkungs-Tagebuch, wann sich die Dosis ändert und welche Beschwerden wann auftreten.
Nebenwirkung melden: Nebenwirkungen können Sie laut Packungsbeilage auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen [1]. Wie das in Deutschland geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Allgemeines zum Thema: Medikamente absetzen.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Fieber mit Muskelsteifheit: Bei Muskelsteifheit zusammen mit hohem Fieber, Schwitzen, verändertem Geisteszustand oder sehr schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag informieren Sie laut Packungsbeilage umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Bewusstlosigkeit oder eine erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot und akute, anhaltende Krampfanfälle sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung Fälle für die Notrufnummer 112 [14].
Gedanken, sich etwas anzutun: Informieren Sie laut Packungsbeilage unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1]. Laut IQWiG erhalten Betroffene und Angehörige beim Sozialpsychiatrischen Dienst, in Krisenzentren oder bei der Telefonseelsorge Hilfe, notfalls anonym und rund um die Uhr. Ist jemand akut gefährdet, sollte die 112 angerufen werden [13].
Sind Sie nicht lebensbedrohlich erkrankt, können aber nicht bis zur nächsten Sprechzeit warten, hilft laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [14]. Weitere Nummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.
Quellen
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation ABILIFY (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage ABILIFY 5 mg/10 mg/15 mg/30 mg Tabletten. Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 01/2026. abgerufen am 10.10.2026
- EMA-Produktinformation EMA-Produktinformation ABILIFY (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) ABILIFY Tabletten, und Anhang II. Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V. (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 01/2026. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox Embryotox: Aripiprazol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Leitlinie S3-Leitlinie Schizophrenie (Living Guideline), Langfassung, Version 5.0 (AWMF-Register-Nr. 038-009), Kapitel 9.5, Empfehlungen 24 bis 26. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Stand Version 5.0 vom 13.06.2026, veröffentlicht Juli 2026. abgerufen am 16.10.2026
- Medikamente bei Schizophrenie. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 29.04.2026. abgerufen am 16.10.2026
- Depression (Abschnitt "Leben und Alltag"). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.12.2023. abgerufen am 16.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 16.10.2026
Häufige Fragen
Kann ich Aripiprazol einfach absetzen?
Nein. Laut Packungsbeilage beenden Sie die Behandlung nicht, nur weil Sie sich besser fühlen, und setzen Aripiprazol nicht ab, ohne vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zu fragen. Nehmen Sie es so lange ein, wie es Ihnen gesagt wurde. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Welche Entzugserscheinungen kann Aripiprazol machen?
Absetzsymptome bei Erwachsenen führen Packungsbeilage und Fachinformation nicht auf; sie nennen Entzugserscheinungen bei Neugeborenen, deren Mütter Aripiprazol in der Schwangerschaft eingenommen haben. Bemerken Sie Beschwerden, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.
Was passiert, wenn ich Aripiprazol abrupt absetze?
Beschwerden nach einem abrupten Absetzen führen Packungsbeilage und Fachinformation bei Erwachsenen nicht auf. Laut IQWiG kommt es eher zu einem Rückfall, wenn Antipsychotika bei Schizophrenie plötzlich abgesetzt werden. Haben Sie die Einnahme schon beendet, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber.
Wie wird Aripiprazol ausgeschlichen?
Schritte oder eine Dauer nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Für Antipsychotika bei Schizophrenie allgemein sollte eine beschlossene Verringerung der Dosis laut einer Konsensempfehlung der S3-Leitlinie kontrolliert in minimalen Schritten mit Abständen von 6 bis 12 Wochen angeboten werden. Wie das bei Ihnen abläuft, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Hören Spielsucht oder Kaufzwang nach dem Absetzen wieder auf?
Laut Fachinformation wurde in einigen Fällen berichtet, dass zwanghaftes Verhalten nach einer Verringerung der Dosis oder dem Absetzen aufgehört hat; solche Störungen können aber auch mit der Grunderkrankung zusammenhängen. Bemerken Sie oder Ihre Angehörigen solche Verhaltensweisen, informieren Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Möglicherweise wird dann die Dosis angepasst oder die Behandlung abgebrochen.
Können nach dem Absetzen Bewegungsstörungen auftreten?
Ja. Laut Fachinformation können sich Anzeichen einer Spätdyskinesie, also nicht kontrollierbare Bewegungen von Mund, Zunge und Gliedmaßen, nach dem Abbruch der Behandlung kurzzeitig verschlechtern oder sogar erst dann auftreten. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie ungewöhnliche Bewegungen bemerken.
Darf ich Aripiprazol in der Schwangerschaft absetzen?
Nicht auf eigene Faust. Laut Fachinformation benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie schwanger werden oder eine Schwangerschaft planen. Ist Aripiprazol bei Kinderwunsch oder im ersten Schwangerschaftsdrittel angezeigt, muss laut Embryotox keine Umstellung erfolgen. Embryotox bietet eine kostenlose individuelle Beratung an.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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