MedikamenteDetailfrage

Tamoxifen absetzen

Laut Packungsbeilage kann der Behandlungserfolg gefährdet sein, wenn Sie die Einnahme von Tamoxifen abbrechen. Zur unterstützenden Behandlung bei frühem Brustkrebs wird zurzeit eine Behandlungsdauer von mindestens 5 Jahren empfohlen; über die Dauer entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt. Belastende Nebenwirkungen sind ein Anlass für ein Gespräch: Laut Leitlinie kann ein vorzeitiger Abbruch durch einen Wechsel der antihormonellen Behandlung verhindert werden. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Frau Ende vierzig mit schulterlangem dunkelblondem Haar im senfgelben Pullover spricht in einem hellen Sprechzimmer ruhig mit einer Ärztin
Bild: KI-generiert

Laut Packungsbeilage kann der Behandlungserfolg gefährdet sein, wenn Sie die Einnahme von Tamoxifen abbrechen; brechen Sie die Behandlung deshalb nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab [1]. Tamoxifen wird zur unterstützenden Behandlung nach der Erstbehandlung von Brustkrebs und bei Brustkrebs mit Tochtergeschwülsten (Metastasen) eingesetzt. Die Behandlung ist laut Fachinformation in der Regel eine Langzeittherapie und sollte durch onkologisch erfahrene Ärztinnen und Ärzte erfolgen [1, 2].

Absetzerscheinungen, ein Ausschleichen oder einen Zeitplan für das Beenden beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2]. Hintergründe zur Behandlung lesen Sie unter Brustkrebs: Antihormontherapie.

Was Packungsbeilage und Fachinformation zum Absetzen sagen

Wie lange Sie Tamoxifen nehmen, entscheidet laut Packungsbeilage die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt; in der Regel nehmen Sie es über einen langen Zeitraum ein. Zur unterstützenden (adjuvanten) Behandlung bei frühem Brustkrebs wird zurzeit eine Behandlungsdauer von mindestens 5 Jahren empfohlen [1]. Die Fachinformation bezieht diese Angabe auf frühen hormonrezeptor-positiven Brustkrebs und hält fest, dass die optimale Dauer der Tamoxifen-Behandlung weiterhin zu untersuchen ist [2].

Was Leitlinie und Krebsinformationsdienst zur Dauer sagen

Laut S3-Leitlinie zum Mammakarzinom (Version 5.1, Juni 2026) sollte bei Frauen vor den Wechseljahren mit niedrigem Rückfallrisiko Tamoxifen über 5 Jahre weiterhin als Standard empfohlen werden; eine Behandlung über 10 Jahre wird derzeit vor allem Frauen vor den Wechseljahren mit erhöhtem Risiko empfohlen [11]. Welche Dauer für Sie gilt, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Für Frauen nach den Wechseljahren sollte die unterstützende Behandlung laut Leitlinie einen Aromatasehemmer enthalten (Empfehlungsgrad B) [11]. Die 5-jährige Behandlung kann laut Krebsinformationsdienst auch im Wechsel erfolgen: zunächst 2 bis 3 Jahre ein Aromatasehemmer, danach Tamoxifen, oder umgekehrt [13]. Hat eine Frau Tamoxifen 5 Jahre lang genommen, etwa weil die Behandlung vor oder in den Wechseljahren begann, besteht nach den Wechseljahren laut Leitlinie die Möglichkeit, für bis zu 5 weitere Jahre einen Aromatasehemmer zu geben [11]. Anastrozol oder Letrozol dürfen laut Krebsinformationsdienst nicht zusammen mit Tamoxifen eingenommen werden, weil Tamoxifen die verfügbare Menge an Aromatasehemmer im Blut senken kann [12]. Mehr zu diesen Wirkstoffen: Letrozol, Anastrozol und Letrozol absetzen.

Bei Männern mit hormonrezeptor-positivem Brustkrebs soll die unterstützende Behandlung mit Tamoxifen laut Leitlinie in der Regel 5 Jahre dauern; für eine Behandlung über 5 Jahre hinaus liegen bei Männern keine Daten vor [11].

Bei Brustkrebs mit Metastasen führen Ärztinnen und Ärzte eine antihormonelle Behandlung, auf die die Erkrankung anspricht, laut Leitlinie bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder bis zum Auftreten nicht tolerierbarer Nebenwirkungen fort; schreitet die Erkrankung fort, kommen andere antihormonelle Wirkstoffe infrage [11]. Laut Krebsinformationsdienst empfehlen Fachleute, die Wirkung etwa alle 2 bis 4 Monate mit Kontrolluntersuchungen zu überprüfen [12].

Wenn Packungsbeilage oder Fachinformation das Ende ansprechen

  • Schwere Hautreaktionen und Angioödem: Bei Anzeichen einer schweren Hautreaktion (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) und bei Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen mit Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen brechen Sie die Einnahme laut Packungsbeilage ab und suchen umgehend eine Ärztin oder einen Arzt auf; möglicherweise brauchen Sie dringend medizinische Hilfe [1]. Hat sich während der Behandlung ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine toxische epidermale Nekrolyse entwickelt, darf Tamoxifen laut Fachinformation zu keiner Zeit erneut begonnen werden [2]. Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe.
  • Schwangerschaft: In der Schwangerschaft dürfen Sie Tamoxifen nicht einnehmen; vor Behandlungsbeginn sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden [1]. Werden Frauen während der Behandlung oder innerhalb von 9 Monaten nach ihrem Ende schwanger, müssen sie laut Fachinformation über das mögliche Risiko für das ungeborene Kind aufgeklärt werden [2]. Mehr dazu: Medikamente in der Schwangerschaft.
  • Stillzeit: Ist während der Stillzeit eine Behandlung erforderlich, müssen Sie laut Packungsbeilage abstillen [1]. Bei der Entscheidung, ob abgestillt oder Tamoxifen abgesetzt wird, sollte laut Fachinformation die Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter berücksichtigt werden [2]. In höherer Dosierung hemmt Tamoxifen die Milchbildung vollständig; sie setzt laut Packungsbeilage auch nach dem Ende der Behandlung innerhalb der Stillzeit nicht wieder ein [1].
  • Veränderungen der Sehkraft: Verändert sich Ihre Sehkraft während der Behandlung, lassen Sie sich laut Packungsbeilage dringend augenärztlich untersuchen, da sich manche im Frühstadium erkannte Veränderungen nach dem Absetzen zurückbilden [1, 2]. Mehr dazu: Sehstörungen durch Medikamente.

Vor einer Operation

Eine Pause vor Operationen regeln Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2]. Bei einer zeitversetzten Brustrekonstruktion mit eigenem Gewebe, Wochen oder Jahre nach der ersten Brustoperation, kann Tamoxifen laut Packungsbeilage das Risiko für Blutgerinnsel in kleinen Gefäßen des Gewebelappens erhöhen; das kann zu Komplikationen führen [1]. Laut Krebsinformationsdienst ist das Thromboserisiko unter Tamoxifen unter anderem zusätzlich erhöht, wenn Frauen operiert wurden; Art und Umfang der Operation spielen dabei eine Rolle [12]. Sagen Sie vor jedem Eingriff, dass Sie Tamoxifen nehmen. Ob die Einnahme unterbrochen wird, entscheidet das Behandlungsteam. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente vor der OP.

Welche Beschwerden beim Absetzen auftreten können

Beschwerden, die durch das Absetzen selbst entstehen, nennen Packungsbeilage und Fachinformation von Tamoxifen nicht [1, 2]. Für die Zeit nach dem Ende der Behandlung halten sie fest:

  • Augen: Sehstörungen durch Linsentrübung, Hornhauttrübung (selten) oder Netzhautveränderungen gehören zu den häufigen Nebenwirkungen und sind nur zum Teil rückbildungsfähig; das Risiko für eine Linsentrübung steigt mit der Dauer der Einnahme [1].
  • Verhütung: Wegen des erbgutschädigenden (genotoxischen) Potenzials von Tamoxifen sollten Frauen, die schwanger werden können, während der Behandlung und 9 Monate nach ihrem Ende wirksam und nicht hormonell verhüten, nicht mit der Pille, sondern zum Beispiel mit einer hormonfreien Spirale oder Kondomen. Männern wird empfohlen, während der Behandlung und 6 Monate danach wirksam zu verhüten und kein Kind zu zeugen [1, 2].
  • Monatsblutung: Bei Frauen vor den Wechseljahren kann Tamoxifen die Monatsblutung unterdrücken [1, 2]. Ob und wann sie nach dem Absetzen wiederkommt, geben Packungsbeilage und Fachinformation nicht an [1, 2]. Mehr dazu: Zyklusstörungen durch Medikamente.

Wenn Nebenwirkungen der Grund sind

Sehr häufig sind laut Packungsbeilage unter anderem Hitzewallungen, Erschöpfung, Übelkeit, Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe sowie Ausfluss und Blutungen aus der Scheide [1]. Die typischen Nebenwirkungen einer antihormonellen Behandlung können laut Krebsinformationsdienst den Beschwerden in den Wechseljahren ähneln. Waren Patientinnen zu Beginn noch nicht in den Wechseljahren, können die Beschwerden nach seiner Darstellung für antihormonelle Behandlungen allgemein oft besonders stark und anhaltend sein. Viele Nebenwirkungen lassen sich laut Krebsinformationsdienst gut behandeln, oder sie treten nur zu Beginn stärker auf und lassen dann nach [12].

Belastende Nebenwirkungen sind ein Anlass, mit dem Behandlungsteam zu sprechen. In einem Statement mit starkem Konsens hält die Leitlinie fest: Behandelte sind eingehend nach Verträglichkeit und Nebenwirkungen zu befragen, Beschwerden sind mit geeigneten Maßnahmen zu behandeln, und ein vorzeitiger Abbruch kann durch einen Wechsel der antihormonellen Behandlung verhindert werden. Im Nachsorgegespräch sollten laut Leitlinie mögliche Gründe für einen Abbruch, zum Beispiel Nebenwirkungen, besprochen werden [11].

Hormonpräparate, insbesondere östrogenhaltige, sollten laut Packungsbeilage während der Behandlung nicht eingenommen werden, weil sich die Wirkungen gegenseitig abschwächen können. Die gleichzeitige Gabe von Paroxetin, Fluoxetin (zum Beispiel gegen Depressionen), Bupropion, Chinidin und Cinacalcet sollte vermieden werden, da eine verminderte Wirksamkeit von Tamoxifen nicht ausgeschlossen werden kann [1]. Laut Krebsinformationsdienst sollten Sie auch rezeptfreie pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel ansprechen, weil auch hier Wechselwirkungen möglich sind [12].

Wie Ärztinnen und Ärzte beim Absetzen vorgehen

Zwei Freundinnen um die fünfzig gehen an einem milden Herbstnachmittag auf einem Uferweg an einem See spazieren
Bild: KI-generiert

Ein schrittweises Verringern der Dosis beim Beenden sehen Packungsbeilage und Fachinformation nicht vor; Schritte oder Zeiträume nennen sie nicht [1, 2]. Die Wahl der antihormonellen Medikamente und die Dauer der Behandlung richten sich laut Krebsinformationsdienst vor allem danach, wie alt die Patientin ist oder ob sie schon in den Wechseljahren war, wie hoch die Ärztin oder der Arzt das Rückfallrisiko einschätzt, wie der Brustkrebs bisher behandelt wurde und wie gut sie das Medikament verträgt [12].

Wechsel des Medikaments

Grundsätzlich ist es laut Krebsinformationsdienst möglich, das antihormonelle Medikament während der Behandlung zu wechseln [12]. Für Frauen vor den Wechseljahren, die kein Tamoxifen erhalten können oder wollen, kann laut Leitlinie eine alleinige Unterdrückung der Eierstockfunktion erwogen werden, durch ein GnRH-Analogon oder durch eine operative Entfernung beider Eierstöcke (Empfehlungsgrad 0) [11]. Laut Krebsinformationsdienst kommen GnRH-Analoga infrage, wenn eine Patientin vor den Wechseljahren Tamoxifen überhaupt nicht verträgt [12]. Bei Männern sollte laut Leitlinie bei Gegenanzeigen gegen Tamoxifen eine Behandlung mit einem Aromatasehemmer zusammen mit einer Unterdrückung der Hodenfunktion erfolgen [11]. Welche Möglichkeit infrage kommt, besprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam.

Begleitung in der Nachsorge

Eine antihormonelle Behandlung läuft laut Krebsinformationsdienst parallel zur Nachsorge und wird von ihr begleitet [14]. Als wesentlichen Bestandteil der Nachsorge nennt die Leitlinie die stetige Motivation der Patientinnen und Patienten zur regelmäßigen Einnahme der verordneten Medikamente, insbesondere der antihormonellen Behandlung [11]. Fachgesellschaften empfehlen laut Krebsinformationsdienst allen Brustkrebspatientinnen, 10 Jahre lang zur Nachsorge zu gehen: ohne Beschwerden und ohne besonderes Risiko in den ersten 3 Jahren nach Abschluss der Behandlung alle 3 Monate, im 4. und 5. Jahr alle 6 Monate, danach einmal im Jahr. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte können Abstände und Dauer individuell anpassen [14].

Während der Behandlung sollten Frauen, deren Gebärmutter nicht entfernt wurde, laut Fachinformation jährlich frauenärztlich auf Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut untersucht werden [2]. Blutungen nach den Wechseljahren oder unregelmäßige Blutungen vor den Wechseljahren lassen Sie laut Packungsbeilage umgehend frauenärztlich abklären [1].

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben

Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie laut Packungsbeilage nicht die doppelte Menge ein [1]. Die Tabletten nehmen Sie unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit zu einer Mahlzeit ein [1]. Eine bestimmte Tageszeit ist laut Krebsinformationsdienst nicht nötig; am besten nehmen Sie Tamoxifen immer zur gleichen Tageszeit, zu der Sie am ehesten an die Einnahme denken [12].

Was Sie tun können

Damit Sie die Behandlung langfristig fortsetzen können, ist es laut Krebsinformationsdienst wichtig, offen über mögliche Beschwerden zu sprechen; gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten lassen sich Lösungen finden [13]. Diese Fragen können Sie in das Gespräch mitnehmen:

  • Wie lange ist die Behandlung mit Tamoxifen bei mir geplant, und wovon hängt das ab?
  • Kommt für mich eine Verlängerung oder ein Wechsel auf ein anderes antihormonelles Medikament infrage?
  • Was lässt sich gegen meine Beschwerden tun, ohne die Wirkung von Tamoxifen zu beeinträchtigen?
  • Vertragen sich meine anderen Medikamente, pflanzlichen Mittel und Nahrungsergänzungsmittel mit Tamoxifen?
  • Muss ich Tamoxifen vor meiner Operation unterbrechen, und wann nehme ich es wieder?
  • Wie lange und womit verhüte ich nach dem Ende der Behandlung?
  • Wie geht die Nachsorge weiter, wenn ich Tamoxifen nicht mehr nehme?

Fragen zur Behandlung beantworten die Ärztinnen und Ärzte des Krebsinformationsdienstes kostenlos am Telefon unter 0800 420 30 40, täglich von 8 bis 20 Uhr, oder per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de [12].

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente absetzen.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Blutgerinnsel: Blutgerinnsel in den Venen, etwa tiefe Beinvenenthrombosen und Lungenembolien, gehören laut Packungsbeilage zu den häufigen Nebenwirkungen von Tamoxifen; bei gleichzeitiger Chemotherapie treten sie häufiger auf [1]. Typische Anzeichen einer tiefen Venenthrombose sind laut gesund.bund.de Schmerzen im Bein oder in der Hüfte, außerdem Druckempfindlichkeit, Spannungsgefühle und gerötete Haut; der Bereich kann sich warm anfühlen und anschwellen [15]. Typische Anzeichen einer Lungenembolie sind laut gesund.bund.de plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, blutiger Husten, Schwindel, Benommenheit und Herzrasen; bei solchen Anzeichen wählen Sie sofort den Notruf 112 [16]. Mehr dazu: Thromboserisiko durch Medikamente.

Notruf und Bereitschaftsdienst: Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot sowie starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung Fälle für den Rettungsdienst unter 112. Sind Sie nicht lebensbedrohlich erkrankt, können aber nicht bis zur nächsten Sprechzeit warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [17]. Weitere Nummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Tamoxifen-ratiopharm 20 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 11.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Tamoxifen-ratiopharm 20 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 11.10.2026
  3. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Tamoxifen. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
  4. Behörde Tamoxifen: Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe CMDh vom 29.01.2026 (PSUR Single Assessment), Bescheid vom 16.04.2026, mit dem Beschluss und den Anhängen I bis III in deutscher Übersetzung (Knochendichte vor den Wechseljahren, QT-Verlängerung). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 16.04.2026. abgerufen am 18.10.2026
  5. Leitlinie S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Langversion 5.1 (AWMF-Registernummer 032-045OL), Empfehlungen 4.142 und 4.143, Hintergrund zu 4.141, 4.142 und 5.30, Statement 6.24 mit Hintergrund, Empfehlung 7.37. Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Stand Version 5.1, Juni 2026 (gültig bis 18.12.2030). abgerufen am 16.10.2026
  6. Hormontherapie bei Brustkrebs. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Krebsinformationsdienst. Stand 11.03.2025. abgerufen am 16.10.2026
  7. Brustkrebstherapie bei örtlich begrenztem Tumor und Rezidiv (Abschnitt Therapie bei Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs). Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Krebsinformationsdienst. Stand 27.02.2026. abgerufen am 16.10.2026
  8. Brustkrebs: Reha und Nachsorge. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Krebsinformationsdienst. Stand 01.07.2025. abgerufen am 16.10.2026
  9. Behörde Tiefe Venenthrombose (TVT). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 23.06.2021. abgerufen am 16.10.2026
  10. Behörde Lungenembolie (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 16.12.2022. abgerufen am 16.10.2026
  11. Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 16.10.2026

Häufige Fragen

Kann ich Tamoxifen einfach absetzen?

Laut Packungsbeilage kann der Behandlungserfolg gefährdet sein, wenn Sie die Einnahme abbrechen; brechen Sie die Behandlung deshalb nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Anders ist es bei Anzeichen einer schweren Hautreaktion oder bei Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen mit Schluck- oder Atembeschwerden: Dann brechen Sie die Einnahme laut Packungsbeilage ab und suchen umgehend eine Ärztin oder einen Arzt auf. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Muss ich Tamoxifen ausschleichen?

Ein Ausschleichen mit schrittweise kleinerer Dosis beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht, ebenso wenig Absetzerscheinungen. Wann die Behandlung endet, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Das hängt laut Krebsinformationsdienst unter anderem davon ab, ob die Wechseljahre schon eingetreten sind, wie hoch das Rückfallrisiko eingeschätzt wird, wie der Brustkrebs bisher behandelt wurde und wie Sie das Medikament vertragen.

Darf ich Tamoxifen nach 5 Jahren absetzen?

Zur unterstützenden Behandlung bei frühem Brustkrebs wird laut Packungsbeilage zurzeit eine Behandlungsdauer von mindestens 5 Jahren empfohlen; die Fachinformation hält fest, dass die optimale Dauer weiterhin zu untersuchen ist. Laut S3-Leitlinie wird eine Behandlung mit Tamoxifen über 10 Jahre derzeit vor allem Frauen vor den Wechseljahren mit erhöhtem Risiko empfohlen. Nach 5 Jahren Tamoxifen besteht nach den Wechseljahren laut Leitlinie auch die Möglichkeit, für bis zu 5 weitere Jahre einen Aromatasehemmer zu geben. Über die Dauer entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt; sprechen Sie das Thema vor dem Ende der 5 Jahre an.

Was tun, wenn ich Tamoxifen wegen Nebenwirkungen nicht mehr nehmen möchte?

Sprechen Sie Ihr Behandlungsteam darauf an, bevor Sie etwas ändern. Laut Leitlinie sind Behandelte eingehend nach Verträglichkeit und Nebenwirkungen zu befragen und Beschwerden mit geeigneten Maßnahmen zu behandeln; ein vorzeitiger Abbruch kann durch einen Wechsel der antihormonellen Behandlung verhindert werden. Hormonpräparate, insbesondere östrogenhaltige, sollten laut Packungsbeilage während der Behandlung nicht eingenommen werden, weil sich die Wirkungen gegenseitig abschwächen können.

Muss ich Tamoxifen vor einer OP absetzen?

Eine Pause vor Operationen regeln Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Bei einer zeitversetzten Brustrekonstruktion mit eigenem Gewebe kann Tamoxifen laut Packungsbeilage das Risiko für Blutgerinnsel in kleinen Gefäßen des Gewebelappens erhöhen. Laut Krebsinformationsdienst ist das Thromboserisiko unter Tamoxifen unter anderem nach Operationen zusätzlich erhöht. Sagen Sie vor jedem Eingriff, dass Sie Tamoxifen nehmen; ob die Einnahme unterbrochen wird, entscheidet das Behandlungsteam.

Wie lange muss ich nach Tamoxifen verhüten?

Wegen des erbgutschädigenden Potenzials von Tamoxifen sollten Frauen, die schwanger werden können, laut Packungsbeilage während der Behandlung und 9 Monate nach ihrem Ende wirksam und nicht hormonell verhüten, etwa mit einer hormonfreien Spirale oder Kondomen, nicht mit der Pille. Männern wird empfohlen, während der Behandlung und 6 Monate danach wirksam zu verhüten und kein Kind zu zeugen. Werden Frauen während der Behandlung oder innerhalb von 9 Monaten danach schwanger, müssen sie laut Fachinformation über das mögliche Risiko für das ungeborene Kind aufgeklärt werden.

Kommt die Periode nach dem Absetzen von Tamoxifen wieder?

Bei Frauen vor den Wechseljahren kann Tamoxifen die Monatsblutung unterdrücken; Unregelmäßigkeiten der Monatsblutung bis hin zu ihrer völligen Unterdrückung gehören laut Packungsbeilage zu den sehr häufigen Nebenwirkungen. Ob und wann die Blutung nach dem Absetzen wiederkommt, geben Packungsbeilage und Fachinformation nicht an. Unregelmäßige Blutungen vor den Wechseljahren und Blutungen nach den Wechseljahren lassen Sie laut Packungsbeilage umgehend frauenärztlich abklären.

Gibt es Absetzerscheinungen bei Tamoxifen?

Packungsbeilage und Fachinformation nennen keine Beschwerden, die durch das Absetzen selbst entstehen. Sie halten fest, dass sich manche früh erkannten Veränderungen der Augen nach dem Absetzen zurückbilden. Neue Beschwerden lassen Sie laut Krebsinformationsdienst zeitnah ärztlich abklären, statt bis zum nächsten Nachsorgetermin zu warten.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

Passt dazu