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Drospirenon absetzen

Die reine Gestagenpille mit Drospirenon können Sie laut Packungsbeilage jederzeit beenden; ab dann sind Sie nicht mehr vor einer Schwangerschaft geschützt, und Absetzerscheinungen nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Bei Kombinationspillen mit Drospirenon kehrt das Risiko für ein Blutgerinnsel nach dem Beenden laut Packungsbeilage in wenigen Wochen auf den Normalwert zurück; beginnt man nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen erneut, kann es erhöht sein. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Besprechen Sie die Entscheidung und die weitere Verhütung mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Frau Anfang dreißig mit schulterlangem hellbraunem Haar und petrolfarbenem Strickpullover spricht in einer hellen Praxis ruhig mit einer Frauenärztin
Bild: KI-generiert

Die reine Gestagenpille mit Drospirenon können Sie laut Packungsbeilage jederzeit beenden. Sobald Sie die Einnahme abbrechen, sind Sie nicht mehr vor einer Schwangerschaft geschützt [1]. Beschwerden durch das Absetzen beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2]. Ob und wann Sie die Pille absetzen, besprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt, vor allem wenn Sie weiter verhüten möchten oder sich ein Kind wünschen.

Drospirenon steckt in zwei Arten von Pillen: in der reinen Gestagenpille, etwa Slinda, ohne Östrogen [1] und in Kombinationspillen zusammen mit einem Östrogen, bei Georgette-30 mit Ethinylestradiol [11]. Beide haben eigene Packungsbeilagen mit eigenen Regeln zu Pausen, Neubeginn und Blutgerinnseln; maßgeblich ist immer die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Was Packungsbeilage und Fachinformation zum Absetzen sagen

Reine Gestagenpille mit Drospirenon

Grundlage sind Packungsbeilage (Stand Juni 2024) und Fachinformation (Stand März 2024) von Slinda [1, 2]. Die Einnahme kann jederzeit beendet werden; ab dann besteht kein Schutz vor einer Schwangerschaft mehr [1]. Zwischen zwei Packungen wird keine Pause eingelegt; bei richtiger Einnahme besteht der Schutz auch an den 4 Tagen mit den grünen Tabletten ohne Wirkstoff [1].

Möchten Sie die Pille später wieder einnehmen, stellt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt laut Packungsbeilage vor der Wiederaufnahme Fragen zu Ihrer Gesundheit und untersucht Sie einschließlich Blutdruckmessung [1]. Laut Fachinformation wird vor dem Neubeginn außerdem eine Schwangerschaft ausgeschlossen [2].

Kombinationspillen mit Drospirenon

Grundlage sind Packungsbeilage und Fachinformation von Georgette-30 (Stand November 2024) [11, 12]. Auch diese Pille können Sie laut Packungsbeilage zu jeder Zeit beenden. Wollen Sie nicht schwanger werden, sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über andere sichere Verhütungsmethoden. Für einen Kinderwunsch sieht die Packungsbeilage vor, die Einnahme zu beenden und die Monatsblutung abzuwarten, bevor Sie versuchen, schwanger zu werden; so lässt sich der voraussichtliche Geburtstermin leichter berechnen [11].

Georgette-30 wird 21 Tage lang eingenommen, danach folgt eine Einnahmepause von 7 Tagen, in der eine Entzugsblutung einsetzen sollte. Bei vorschriftsmäßiger Einnahme besteht der Schutz auch in diesen 7 Tagen [11].

Laut Packungsbeilage ist das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene im ersten Jahr der erstmaligen Anwendung am größten. Es kann außerdem erhöht sein, wenn Sie die Anwendung eines kombinierten hormonalen Verhütungsmittels nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen wieder aufnehmen, mit demselben oder einem anderen Präparat. Beenden Sie die Anwendung, kehrt das Risiko in wenigen Wochen auf den Normalwert zurück [11]. Im Rote-Hand-Brief vom 30. September 2021 nennt das BfArM ebenfalls das erste Jahr der Anwendung und einen erneuten Beginn nach einer Anwendungspause von mindestens 4 Wochen als die Zeiten mit dem höchsten Risiko [14].

Die Pille hin und wieder abzusetzen und eine Pillenpause zu machen, hält das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) bei der Kombinationspille weder für nötig noch für empfehlenswert, weil das Thromboserisiko auch nach einem Neubeginn etwas erhöht ist [16].

Bei der Anwendung einer Kombinationspille wie Georgette-30 ist das Risiko für ein Blutgerinnsel laut Packungsbeilage höher als ohne ein solches Verhütungsmittel; das Gesamtrisiko für ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge nennt die Packungsbeilage gering [11]. Im Rote-Hand-Brief vom 30. Januar 2014 heißt es, es bestehe keine Notwendigkeit, das Präparat abzusetzen, wenn bei der Anwendung bisher keine Probleme aufgetreten sind; welches Präparat angewendet wird, sei erst nach einem Gespräch mit der Frau zu entscheiden [13]. Mehr dazu: Thromboserisiko durch Medikamente.

Wann die Ärztin oder der Arzt die Einnahme beendet

In diesen Situationen sehen Packungsbeilagen und Fachinformationen vor, die Einnahme zu beenden, zu unterbrechen oder ein Absetzen zu erwägen [1, 2, 11, 12]. Sprechen Sie in diesen Fällen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; Warnzeichen, bei denen Sie selbst sofort handeln, stehen im Abschnitt Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen.

  • Blutgerinnsel: Bei Anzeichen oder Verdacht auf ein Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie ist die reine Gestagenpille laut Fachinformation sofort abzusetzen [2]. Bei vermuteter oder bestätigter Thrombose ist laut Fachinformation auch die Kombinationspille abzusetzen [12].
  • Operation und Bettlägerigkeit: Bei längerer Ruhigstellung wegen einer Operation oder Krankheit ist es laut Fachinformation ratsam, die reine Gestagenpille abzusetzen [2]. Bei Kombinationspillen ist es laut Fachinformation ratsam, die Einnahme unter anderem bei längerer Ruhigstellung und größeren Operationen zu unterbrechen, bei einer geplanten Operation mindestens vier Wochen vorher, und erst zwei Wochen nach der vollständigen Mobilisierung wieder aufzunehmen; in dieser Zeit wird anders verhütet [12]. Mehr dazu: Medikamente vor der OP.
  • Neu auftretende Erkrankungen: Tritt während der Einnahme eine Erkrankung auf, bei der die reine Gestagenpille nicht eingenommen werden darf, sieht die Packungsbeilage vor, die Einnahme sofort abzubrechen und die Ärztin oder den Arzt zu informieren. Treten etwa Diabetes oder hoher Blutdruck erstmals auf oder verschlimmern sie sich, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, ob Sie die Einnahme ganz abbrechen müssen, und rät gegebenenfalls zu einer nicht-hormonellen Verhütungsmethode [1].
  • Leber: Bei Gelbsucht muss die Einnahme der reinen Gestagenpille laut Fachinformation sofort beendet werden. Bei akuten oder chronischen Leberfunktionsstörungen muss sie möglicherweise unterbrochen werden, bis sich die Leberwerte normalisiert haben [2].
  • Blutdruck: Entwickelt sich ein anhaltender Bluthochdruck oder spricht ein erheblicher Blutdruckanstieg nicht ausreichend auf blutdrucksenkende Mittel an, ist laut Fachinformation ein Absetzen der reinen Gestagenpille zu erwägen [2]. Bei Kombinationspillen muss die Pille laut Fachinformation abgesetzt werden, wenn der Blutdruck ständig oder deutlich erhöht ist und blutdrucksenkende Mittel keine Wirkung zeigen [12].
  • Migräne bei Kombinationspillen: Werden Migräneanfälle unter der Anwendung häufiger oder schwerer, kann das laut Fachinformation ein Grund für ein sofortiges Absetzen sein [12].
  • Blutungen: Treten Blutungen unter der reinen Gestagenpille sehr häufig oder unregelmäßig auf, ist laut Packungsbeilage und Fachinformation eine andere Verhütungsmethode in Betracht zu ziehen [1, 2]. Mehr dazu: Zyklusstörungen durch Medikamente.
  • Schwangerschaft: Tritt während der Einnahme eine Schwangerschaft ein, muss die reine Gestagenpille laut Fachinformation abgesetzt werden [2]. Bei der Kombinationspille sieht die Packungsbeilage vor, die Einnahme sofort zu beenden und die Ärztin oder den Arzt aufzusuchen [11]. Laut Embryotox erfordert eine versehentliche Einnahme üblicher Kombinationspräparate oder Gestagenpillen bis in die Frühschwangerschaft hinein keine weiterführende Diagnostik [4].

Welche Beschwerden beim Absetzen auftreten können

Beschwerden, die durch das Absetzen entstehen, nennen Packungsbeilagen und Fachinformationen von Slinda und Georgette-30 nicht [1, 2, 11, 12].

Zyklus, Blutungen und Fruchtbarkeit

Einen Zeitpunkt für die erste Monatsblutung nach dem Absetzen nennen Packungsbeilagen und Fachinformationen nicht [1, 2, 11]. Wann sich wieder ein normaler Monatszyklus mit Eisprung einstellt, ist laut BIÖG von Frau zu Frau unterschiedlich. Manche Frauen haben gleich im nächsten Zyklus wieder einen Eisprung und können direkt schwanger werden, bei anderen können einige Monate vergehen, bis sich der Zyklus normalisiert hat. Wie lange das dauert, hängt laut BIÖG nicht davon ab, wie lange die Minipille eingenommen wurde [15]. Auch bei Frauen, die lange mit der Kombinationspille verhütet haben, spielt sich der Zyklus laut BIÖG nach dem Absetzen normalerweise innerhalb weniger Monate wieder ein [16].

Unter der reinen Gestagenpille können Blutungen in unregelmäßigen Abständen auftreten oder ganz ausbleiben [1]. Ungewöhnliche, starke Blutungen aus der Scheide während der Einnahme gehören laut Packungsbeilage zu den Gründen, sich so bald wie möglich an die Ärztin oder den Arzt zu wenden [1].

Wechseljahre

Wie lange in den Wechseljahren noch verhütet wird, beschreibt das BIÖG allgemein: Hat eine Frau über 50 ein Jahr lang keine Regelblutung, kann sie im Allgemeinen auf Verhütung verzichten. Bleibt die Regel schon vor dem 50. Lebensjahr ein Jahr aus, wird zur Sicherheit noch ein weiteres Jahr Verhütung geraten. Erst mit 55 Jahren können Frauen laut BIÖG sicher mit der Verhütung aufhören [17]. Unter der Minipille können Anzeichen der Wechseljahre wie unregelmäßige Blutungen und Schweißausbrüche laut BIÖG überlagert werden. Die Minipille zögert den Beginn der Wechseljahre aber nicht hinaus; ob sie begonnen haben, lässt sich laut BIÖG erst nach dem Absetzen erkennen [15]. Kombinationspillen wie Georgette-30 sind laut Packungsbeilage nicht zur Anwendung nach den Wechseljahren vorgesehen [11]. Mehr dazu: Wechseljahresbeschwerden.

Brustkrebsrisiko nach dem Absetzen

Laut Packungsbeilage der reinen Gestagenpille wurde Brustkrebs bei Frauen, die Kombinationspillen nehmen, etwas häufiger festgestellt als bei gleichaltrigen Frauen ohne diese Pille. Nach dem Absetzen der Kombinationspille wird das Risiko allmählich geringer und ist 10 Jahre nach dem Ende der Einnahme wieder gleich groß wie bei Frauen, die nie eine Kombinationspille genommen haben. Ob der Unterschied auf die Einnahme der Kombinationspille zurückzuführen ist, ist nicht bekannt. Für reine Gestagenpillen wird ein vergleichbares Risiko angenommen, die Datenlage ist aber weniger eindeutig [1].

Wie Ärztinnen und Ärzte beim Absetzen vorgehen

Paar Anfang dreißig, die Frau mit langem dunkelblondem Haar und senfgelber Strickjacke, geht Hand in Hand einen ruhigen Uferweg an einem See entlang
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Ein Ausschleichen beschreiben Packungsbeilagen und Fachinformationen nicht; die Einnahme kann laut Packungsbeilage jederzeit beendet werden [1, 11]. Vor der Einleitung oder Wiederaufnahme der Einnahme erheben Ärztinnen und Ärzte laut Fachinformation eine vollständige Anamnese einschließlich der Erkrankungen in der Familie, schließen eine Schwangerschaft aus, messen den Blutdruck und untersuchen körperlich. Häufigkeit und Art der weiteren Untersuchungen werden individuell abgestimmt [2, 12].

Bei Kombinationspillen weisen sie die Frau laut Fachinformation auf die Informationen zu Blutgerinnseln hin, einschließlich der Anzeichen und dessen, was bei einer vermuteten Thrombose zu tun ist [12]. Die persönlichen Risikofaktoren für Blutgerinnsel, unter anderem Rauchen, Übergewicht mit einem Body-Mass-Index über 30, ein Alter ab 35 Jahren, Ruhigstellung und eine erbliche Veranlagung, können sich laut BfArM im Laufe des Lebens ändern und müssen deshalb regelmäßig neu beurteilt werden. Für das Gespräch gibt es laut BfArM eine Informationskarte, die allen Patientinnen ausgehändigt werden soll [14].

Für einen Wechsel nennen die Packungsbeilagen eigene Regeln: Wer von einer Minipille auf Georgette-30 wechselt, verhütet laut deren Packungsbeilage in den ersten 7 Tagen zusätzlich, etwa mit einem Kondom [11]. Beim Wechsel von einer Kombinationspille auf die reine Gestagenpille ist laut deren Packungsbeilage keine zusätzliche Verhütung nötig, wenn am Tag nach der letzten wirkstoffhaltigen Tablette begonnen wird [1]. Welche Verhütung nach dem Absetzen für Sie infrage kommt, legen Sie gemeinsam mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt fest. Zur Minipille mit einem anderen Gestagen gibt es die Seite Desogestrel absetzen.

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben

Bei der reinen Gestagenpille ist der Schutz laut Fachinformation nicht herabgesetzt, wenn eine Tablette weniger als 24 Stunden zu spät eingenommen wird. Ist eine weiße Tablette mit Wirkstoff mehr als 24 Stunden überfällig, holen Sie sie laut Packungsbeilage nach und verhüten in den nächsten 7 Tagen zusätzlich [1, 2]. Bei Georgette-30 ist die empfängnisverhütende Wirkung laut Packungsbeilage nicht herabgesetzt, wenn die Einnahmezeit einmalig um weniger als 12 Stunden überschritten wurde [11]. Die Regeln im Einzelnen stehen auf der Seite Drospirenon und in der Packungsbeilage Ihres Präparats.

Was Sie tun können

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei der Pille geht es dabei vor allem um den Schutz vor einer Schwangerschaft [1, 11]; besprechen Sie das Absetzen und die weitere Verhütung mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt. Diese Fragen helfen, das Gespräch vorzubereiten:

  • Nehme ich eine reine Gestagenpille oder eine Kombinationspille, und was gilt für mein Präparat?
  • Ab wann bin ich nach der letzten Tablette nicht mehr geschützt, und wie verhüte ich danach?
  • Ich möchte schwanger werden: Worauf achte ich nach dem Absetzen?
  • Steht eine Operation oder eine längere Bettlägerigkeit an, und was gilt dann vorher und für den Neubeginn?
  • Welche Blutungen nach dem Absetzen sollte ich abklären lassen?
  • Ich bin über 40: Wie lange brauche ich noch eine Verhütung?

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, auch bei Beschwerden, die nicht in der Packungsbeilage stehen. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Für Kombinationspillen nennt die Packungsbeilage Anzeichen eines Blutgerinnsels, bei denen Sie dringend ärztliche Hilfe aufsuchen [11]:

  • Schwellung eines Beins oder entlang einer Vene im Bein oder Fuß, vor allem mit Schmerz oder Druckschmerz, Erwärmung oder einer Änderung der Hautfarbe des Beins (mögliche tiefe Beinvenenthrombose, siehe Thrombose) [11]
  • plötzliche unerklärliche Atemlosigkeit oder schnelle Atmung, plötzlicher Husten, bei dem Blut ausgehustet werden kann, stechender Brustschmerz, der beim tiefen Einatmen zunimmt, starke Benommenheit, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag (mögliche Lungenembolie) [11]
  • Brustschmerz, Druck oder Engegefühl in Brust oder Arm, ausstrahlende Beschwerden im Oberkörper, Schwitzen, Übelkeit, extreme Schwäche (möglicher Herzinfarkt) [11]
  • plötzliche Schwäche oder Taubheit von Gesicht, Arm oder Bein auf einer Körperseite, plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Sehstörungen, schwere Kopfschmerzen unbekannter Ursache, Bewusstlosigkeit, auch wenn die Beschwerden rasch wieder verschwinden (möglicher Schlaganfall) [11]
  • plötzlicher Verlust des Sehvermögens oder schmerzloses verschwommenes Sehen, meist in einem Auge (mögliches Blutgerinnsel in einer Netzhautvene) [11]

Holen Sie in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe. Telefonnummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf. Für die reine Gestagenpille stehen die Warnzeichen aus Packungsbeilage und Fachinformation in der Liste unten [1, 2].

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Slinda 4 mg Filmtabletten. Exeltis Germany GmbH. Stand 06/2024. abgerufen am 10.10.2026
  2. Fachinformation Fachinformation Slinda 4 mg Filmtabletten. Exeltis Germany GmbH. Stand 03/2024. abgerufen am 10.10.2026
  3. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Drospirenon. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
  4. Embryotox Embryotox: Kontrazeptiva, orale. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Georgette-30 3 mg/0,03 mg Filmtabletten (Drospirenon und Ethinylestradiol). Exeltis Germany GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 16.10.2026
  6. Fachinformation Fachinformation Georgette-30 3 mg/0,03 mg Filmtabletten (Drospirenon und Ethinylestradiol). Exeltis Germany GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 16.10.2026
  7. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu kombinierten hormonalen Kontrazeptiva, einschließlich Informationsmaterialien: Risiko von venösen Thromboembolien. Zulassungsinhaber in Abstimmung mit EMA und BfArM, veröffentlicht vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 30.01.2014. abgerufen am 16.10.2026
  8. Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu kombinierten hormonalen Kontrazeptiva: Verordnung solcher mit dem niedrigsten Risiko für venöse Thromboembolien und Nutzung des behördlich beauflagten Schulungsmaterials. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 30.09.2021. abgerufen am 16.10.2026
  9. Behörde Die Minipille (Gestagenpille). Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de. Stand 06.10.2025. abgerufen am 16.10.2026
  10. Behörde Die Pille. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de. Stand 06.10.2025. abgerufen am 16.10.2026
  11. Behörde Verhütungsmittel für die Wechseljahre. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de. Stand 30.09.2024. abgerufen am 16.10.2026

Häufige Fragen

Kann ich die Pille mit Drospirenon einfach absetzen?

Laut Packungsbeilage können Sie die reine Gestagenpille mit Drospirenon jederzeit beenden; sobald Sie die Einnahme abbrechen, sind Sie nicht mehr vor einer Schwangerschaft geschützt. Auch Kombinationspillen mit Drospirenon können laut Packungsbeilage zu jeder Zeit beendet werden. Absetzerscheinungen nennen Packungsbeilagen und Fachinformationen nicht. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Wann bekomme ich nach dem Absetzen meine Periode?

Einen Zeitpunkt für die erste Monatsblutung nach dem Absetzen nennen Packungsbeilagen und Fachinformationen nicht. Laut BIÖG ist es von Frau zu Frau verschieden, wann sich wieder ein normaler Zyklus mit Eisprung einstellt: Manche haben gleich im nächsten Zyklus einen Eisprung, bei anderen können einige Monate vergehen. Bei der Kombinationspille spielt sich der Zyklus laut BIÖG auch nach langer Einnahme normalerweise innerhalb weniger Monate wieder ein. Fragen zu Blutungen nach dem Absetzen besprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Wie schnell kann ich nach dem Absetzen schwanger werden?

Laut BIÖG können manche Frauen gleich im nächsten Zyklus schwanger werden, bei anderen können einige Monate vergehen, bis sich der Zyklus normalisiert hat; wie lange, hängt nicht davon ab, wie lange die Minipille eingenommen wurde. Eine Wartezeit nennt die Packungsbeilage der reinen Gestagenpille nicht. Die Packungsbeilage der Kombinationspille Georgette-30 sieht vor, nach dem Beenden die Monatsblutung abzuwarten, bevor Sie versuchen, schwanger zu werden, weil sich so der Geburtstermin leichter berechnen lässt.

Erhöht eine Pillenpause das Thromboserisiko?

Bei Kombinationspillen kann laut Packungsbeilage das Risiko für ein Blutgerinnsel erhöht sein, wenn Sie die Anwendung nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen wieder aufnehmen. Auch das BfArM nennt das erste Anwendungsjahr und den Neubeginn nach mindestens 4 Wochen Pause als Zeiten mit dem höchsten Risiko. Die Pille hin und wieder abzusetzen und eine Pillenpause zu machen, hält das BIÖG bei der Kombinationspille weder für nötig noch für empfehlenswert, weil das Thromboserisiko auch nach einem Neubeginn etwas erhöht ist. Zum Thromboserisiko nach einer Pause machen Packungsbeilage und Fachinformation der reinen Gestagenpille keine Angabe; vor einer Wiederaufnahme fragt die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage nach Ihrer Gesundheit und misst den Blutdruck.

Muss ich die Pille vor einer Operation absetzen?

Bei der reinen Gestagenpille fragen Sie laut Packungsbeilage mindestens vier Wochen vor einer Operation oder absehbaren Bettlägerigkeit Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat; bei längerer Ruhigstellung ist es laut Fachinformation ratsam, die Pille abzusetzen. Bei Kombinationspillen ist es laut Fachinformation ratsam, die Einnahme bei längerer Ruhigstellung und größeren Operationen zu unterbrechen, bei einer geplanten Operation mindestens vier Wochen vorher, und erst zwei Wochen nach der vollständigen Mobilisierung wieder aufzunehmen; in dieser Zeit wird anders verhütet. Was für Sie gilt, legt die Ärztin oder der Arzt fest.

Sollte ich eine Pille mit Drospirenon wegen des Thromboserisikos absetzen?

Für die reine Gestagenpille nennt die Packungsbeilage ein möglicherweise leicht erhöhtes Thromboserisiko. Bei einer Kombinationspille wie Georgette-30 ist das Risiko für ein Blutgerinnsel laut deren Packungsbeilage höher als ohne ein solches Verhütungsmittel; das Gesamtrisiko für ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge nennt die Packungsbeilage gering. Im Rote-Hand-Brief zu Kombinationspillen vom 30. Januar 2014 heißt es, es bestehe keine Notwendigkeit, das Präparat abzusetzen, wenn bei der Anwendung bisher keine Probleme aufgetreten sind. Ob Sie die Pille weiter einnehmen, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Wann kann ich die Pille in den Wechseljahren absetzen?

Allgemein gilt laut BIÖG: Hat eine Frau über 50 ein Jahr lang keine Regelblutung, kann sie im Allgemeinen auf Verhütung verzichten; bleibt die Regel schon vor 50 ein Jahr aus, wird noch ein weiteres Jahr Verhütung geraten, und mit 55 Jahren können Frauen sicher aufhören. Unter der Minipille können Anzeichen der Wechseljahre wie unregelmäßige Blutungen und Schweißausbrüche laut BIÖG überlagert werden; ob die Wechseljahre begonnen haben, lässt sich erst nach dem Absetzen erkennen. Kombinationspillen wie Georgette-30 sind laut Packungsbeilage nicht zur Anwendung nach den Wechseljahren vorgesehen. Den Zeitpunkt besprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Was passiert, wenn ich unter der Pille schwanger werde?

Tritt während der Einnahme eine Schwangerschaft ein, muss die reine Gestagenpille laut Fachinformation abgesetzt werden; bei der Kombinationspille sieht die Packungsbeilage vor, die Einnahme sofort zu beenden und die Ärztin oder den Arzt aufzusuchen. Laut Embryotox erfordert eine versehentliche Einnahme üblicher Kombinationspräparate oder Gestagenpillen bis in die Frühschwangerschaft hinein keine weiterführende Diagnostik. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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