MedikamenteDetailfrage
Letrozol absetzen
Laut Packungsbeilage brechen Sie die Einnahme von Letrozol nicht ab, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sagt Ihnen, dass Sie das tun sollen. Wie lange die Behandlung dauert, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt je nach Anwendungsgebiet fest; nach einer Brustkrebsoperation sieht die Fachinformation 5 Jahre vor oder die Zeit bis zum erneuten Auftreten des Tumors, je nachdem, was zuerst eintritt. Bei belastenden Gelenkschmerzen sollten Sie laut Krebsinformationsdienst vermeiden, den Aromatasehemmer ersatzlos abzusetzen, und die Beschwerden mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Laut Packungsbeilage brechen Sie die Einnahme von Letrozol nicht ab, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sagt Ihnen, dass Sie das tun sollen. Sie nehmen es so lange, wie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es Ihnen sagt, unter Umständen über Monate oder sogar Jahre [1]. Letrozol ist ein Aromatasehemmer zur hormonellen Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren (Menopause) [1].
Absetzerscheinungen oder ein Ausschleichen beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht [1, 2]. Hintergründe zur Behandlung lesen Sie unter Brustkrebs: Antihormontherapie.
Was Packungsbeilage und Fachinformation zum Absetzen sagen
Haben Sie Fragen dazu, wie lange Sie Letrozol einnehmen sollen, sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Letrozol sollte nur unter enger ärztlicher Kontrolle angewendet werden; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt untersucht Sie regelmäßig, um zu prüfen, ob die Behandlung die gewünschte Wirkung hat [1].
Wie lange die Behandlung laut Fachinformation dauert
- Nach der Operation (adjuvant) und erweiterte Behandlung nach Tamoxifen: Die Behandlung sollte über 5 Jahre fortgeführt werden oder bis zum erneuten Auftreten des Tumors, je nachdem, was zuerst eintritt. Die erweiterte Behandlung ist für Frauen nach den Wechseljahren vorgesehen, die zuvor 5 Jahre lang Tamoxifen erhalten haben [2].
- Im Wechsel mit Tamoxifen: Nach der Operation kann auch eine Abfolge von 2 Jahren Letrozol und anschließend 3 Jahren Tamoxifen in Betracht gezogen werden [2]. Im Abschnitt zu den Auswirkungen auf die Knochen nennt die Fachinformation diese Abfolge als Möglichkeit abhängig vom Sicherheitsprofil der Patientin [2].
- Vor einer Operation (neoadjuvant): Die Behandlung sollte 4 bis 8 Monate fortgeführt werden. Ist die Wirksamkeit nicht ausreichend, sollte die Behandlung beendet und eine Operation geplant und/oder andere Behandlungsmöglichkeiten mit der Patientin besprochen werden [2].
- Fortgeschrittener oder metastasierter Brustkrebs: Die Behandlung sollte so lange durchgeführt werden, bis ein Fortschreiten der Tumorerkrankung festgestellt wird [2].
Welche Dauer für Sie gilt, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Was die Leitlinie zur Dauer sagt
Für Frauen nach den Wechseljahren sollte die unterstützende antihormonelle Behandlung laut S3-Leitlinie zum Mammakarzinom (Version 5.1, Juni 2026) einen Aromatasehemmer enthalten (Empfehlungsgrad B). Eine Aromatasehemmer-haltige Behandlung soll nach einem Statement der Leitlinie mit starkem Konsens mindestens 5 Jahre dauern, bei erhöhtem Rückfallrisiko bis zu 7 bis 8 Jahre [11]. Hat eine Frau 5 Jahre lang Tamoxifen genommen, etwa weil die Behandlung vor oder in den Wechseljahren begann, besteht nach den Wechseljahren laut Leitlinie die Möglichkeit, für bis zu 5 weitere Jahre einen Aromatasehemmer zu geben [11]. Laut Krebsinformationsdienst kann die 5-jährige Behandlung auch im Wechsel erfolgen: zunächst 2 bis 3 Jahre ein Aromatasehemmer, anschließend Tamoxifen, oder umgekehrt [13].
Nicht zusammen mit Tamoxifen
Laut Fachinformation sollte Letrozol nicht gleichzeitig mit Tamoxifen, anderen Antiöstrogenen oder Östrogenen gegeben werden, weil diese die Wirkung von Letrozol vermindern könnten; die gleichzeitige Gabe von Tamoxifen verringert außerdem die Konzentration von Letrozol im Blut deutlich [2]. Mehr zum anderen Wirkstoff: Tamoxifen absetzen.
Schwangerschaft und Eierstockfunktion
Letrozol dürfen Sie nur einnehmen, wenn die Menopause bereits eingetreten ist; in der Schwangerschaft und in der Stillzeit dürfen Sie es nicht einnehmen, weil es Ihrem Baby schaden könnte [1]. Laut Fachinformation gibt es Berichte über Frauen, deren Eierstöcke während der Behandlung wieder zu arbeiten begannen, obwohl zu Beginn eindeutig die Menopause vorlag; die Ärztin oder der Arzt muss dann, wenn erforderlich, eine angemessene Empfängnisverhütung besprechen [2]. Werden Sie trotzdem schwanger, besprechen Sie das weitere Vorgehen umgehend mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr dazu: Medikamente in der Schwangerschaft.
Welche Beschwerden beim Absetzen auftreten können
Beschwerden, die durch das Absetzen selbst entstehen, nennen Packungsbeilage und Fachinformation von Letrozol nicht [1, 2]. Laut Packungsbeilage sind die meisten Nebenwirkungen leicht bis mittelschwer und verschwinden im Allgemeinen nach einigen Tagen bis Wochen der Behandlung. Einige, etwa Hitzewallungen, Haarausfall oder Blutungen aus der Scheide, können auf den Östrogenmangel zurückgehen [1]. Ob und wann Nebenwirkungen nach dem Ende der Behandlung zurückgehen, geben Packungsbeilage und Fachinformation nicht an [1, 2].
Die Knochen während und nach der Behandlung
Letrozol kann durch die Verringerung der Östrogene die Knochendichte senken (Osteoporose); in einigen Fällen kann es dadurch zu Knochenbrüchen kommen. Deshalb kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihre Knochendichte vor, während und nach der Behandlung messen [1]. Laut Fachinformation sollte bei Frauen mit Osteoporose oder Knochenbrüchen in der Vorgeschichte oder mit erhöhtem Osteoporoserisiko vor Beginn der Behandlung nach der Operation die Knochendichte gemessen werden. Diese Frauen sollten während und nach der Behandlung im Hinblick auf eine Osteoporose beobachtet werden; wenn erforderlich, sollte eine Vorbeugung oder Behandlung eingeleitet und sorgfältig überwacht werden [2].
Bei Beendigung der antihormonellen Behandlung soll laut Leitlinie auch geprüft werden, ob eine begleitende knochenschützende Behandlung angezeigt ist [11]. Mehr dazu: Osteoporose durch Medikamente.
Wenn Nebenwirkungen der Grund sind
Sehr häufig sind laut Packungsbeilage Hitzewallungen, erhöhte Cholesterinwerte, Müdigkeit, vermehrtes Schwitzen sowie Schmerzen in Knochen und Gelenken. Beeinträchtigt Sie eine dieser Nebenwirkungen erheblich, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [1].
Gelenkschmerzen, vor allem in Händen, Handgelenken und Knien, sind laut Krebsinformationsdienst typische Nebenwirkungen einer Behandlung mit Aromatasehemmern. Sie können sehr belastend sein. Trotzdem sollten Sie laut Krebsinformationsdienst vermeiden, den Aromatasehemmer ersatzlos abzusetzen oder sich ohne Rücksprache selbst zu behandeln; besprechen Sie die Beschwerden mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt [14]. Mehr dazu: Gelenkschmerzen durch Medikamente.
Bei Schmerzen oder Schwellungen an einer Sehne stellen Sie den schmerzenden Bereich laut Packungsbeilage ruhig und wenden sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; eine Sehnenentzündung ist eine gelegentliche, ein Sehnenriss eine seltene Nebenwirkung [1]. Laut Fachinformation müssen Betroffene engmaschig überwacht und geeignete Maßnahmen für die betroffene Sehne eingeleitet werden, zum Beispiel eine Ruhigstellung [2]. Mehr dazu: Sehnenentzündung und Sehnenriss durch Medikamente.
In einem Statement mit starkem Konsens hält die Leitlinie fest: Behandelte sind eingehend nach Verträglichkeit und Nebenwirkungen zu befragen, Beschwerden sind mit geeigneten Maßnahmen zu behandeln, und ein vorzeitiger Abbruch kann durch einen Wechsel der antihormonellen Behandlung verhindert werden [11].
Wie Ärztinnen und Ärzte beim Absetzen vorgehen

Ein schrittweises Verringern der Dosis beim Beenden sehen Packungsbeilage und Fachinformation nicht vor; Schritte oder Zeiträume nennen sie nicht [1, 2]. Die Wahl der antihormonellen Medikamente und die Dauer der Behandlung richten sich laut Krebsinformationsdienst vor allem danach, wie hoch die Ärztin oder der Arzt das Rückfallrisiko einschätzt, wie der Brustkrebs bisher behandelt wurde und wie gut die Patientin das Medikament verträgt [12].
Wechsel des Medikaments
Grundsätzlich ist es laut Krebsinformationsdienst möglich, das antihormonelle Medikament während der Behandlung zu wechseln [12]. Bei Gelenkschmerzen unter einem Aromatasehemmer nennt er unter anderem einen Wechsel auf einen anderen Aromatasehemmer oder auf Tamoxifen [14]. Ob eine dieser Möglichkeiten für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen. Mehr zu den anderen Wirkstoffen: Anastrozol und Tamoxifen.
Knochengesundheit
Bei Frauen mit erhöhtem Risiko für einen Knochenverlust sollte laut Leitlinie zu Beginn der Behandlung die Knochendichte gemessen werden; abhängig vom Ergebnis und von weiteren Risikofaktoren sollte die Messung wiederholt werden, falls sich daraus eine Änderung der Behandlung ableiten lässt. Bei Frauen nach den Wechseljahren unter einem Aromatasehemmer soll laut Leitlinie geprüft werden, ob eine knochenschützende Behandlung angezeigt ist (Empfehlungsgrad A) [11]. Laut Krebsinformationsdienst empfehlen Fachleute bei einer Behandlung mit Aromatasehemmern eine Knochendichtemessung zu Beginn und danach, abhängig von der persönlichen Situation, in regelmäßigen Abständen [15].
Begleitung in der Nachsorge
Eine antihormonelle Behandlung läuft laut Krebsinformationsdienst parallel zur Nachsorge und wird von ihr begleitet. Fachgesellschaften empfehlen allen Brustkrebspatientinnen, 10 Jahre lang zur Nachsorge zu gehen; die behandelnden Ärztinnen und Ärzte können Abstände und Dauer individuell anpassen. Bei Beschwerden sollten Sie nicht bis zum nächsten Nachsorgetermin warten, sondern sie zeitnah ärztlich abklären lassen [15]. Als wesentlichen Bestandteil der Nachsorge nennt die Leitlinie die stetige Motivation der Patientinnen und Patienten zur regelmäßigen Einnahme der verordneten Medikamente, insbesondere der antihormonellen Behandlung [11].
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben
Ist es fast Zeit für die nächste Tablette, also in 2 oder 3 Stunden, lassen Sie die vergessene Dosis laut Packungsbeilage aus und nehmen die nächste Tablette zum vorgesehenen Zeitpunkt. Andernfalls nehmen Sie die vergessene Tablette ein, sobald Sie daran denken, und die nächste zur gewohnten Zeit. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein [1]. Es fällt laut Packungsbeilage leichter, an die Einnahme zu denken, wenn Sie Letrozol jeden Tag zur gleichen Zeit nehmen [1].
Was Sie tun können
Damit Sie die Behandlung langfristig fortsetzen können, ist es laut Krebsinformationsdienst wichtig, offen über mögliche Beschwerden zu sprechen; gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten lassen sich Lösungen finden [13]. Diese Fragen können Sie in das Gespräch mitnehmen:
- Wie lange ist die Behandlung mit Letrozol bei mir geplant, und was folgt danach?
- Kommt für mich ein Wechsel auf ein anderes antihormonelles Medikament infrage, wenn die Beschwerden bleiben?
- Was lässt sich gegen meine Gelenkschmerzen tun, ohne die Behandlung zu gefährden?
- Wann wird meine Knochendichte gemessen, und brauche ich eine knochenschützende Behandlung?
- Wie geht es mit den Kontrollen weiter, wenn ich Letrozol nicht mehr nehme?
- Muss ich verhüten?
Fragen zur Behandlung beantworten die Ärztinnen und Ärzte des Krebsinformationsdienstes kostenlos am Telefon unter 0800 420 30 40, täglich von 8 bis 20 Uhr, oder per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de [12].
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden [1]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden. Allgemeine Hinweise gibt der Ratgeber Medikamente absetzen.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Bei Zeichen eines Schlaganfalls, einer Herzerkrankung oder eines Blutgerinnsels, bei Infektionszeichen durch einen Mangel an weißen Blutkörperchen, bei dauerhaft stark verschwommenem Sehen und bei einer Sehnenentzündung oder einem Sehnenriss informieren Sie laut Packungsbeilage unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; dasselbe gilt für Anzeichen einer allergischen Reaktion, einer Leberentzündung oder einer Hauterkrankung [1]. Bei jedem Verdacht auf einen Schlaganfall ist es laut gesund.bund.de wichtig, schnell den Notruf 112 zu wählen; typische Anzeichen sind Lähmungen und Sprachstörungen [16].
Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung, schwere Atemnot sowie starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung Fälle für den Rettungsdienst unter 112. Sind Sie nicht lebensbedrohlich erkrankt, können aber nicht bis zur nächsten Sprechzeit warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 [17]. Weitere Nummern finden Sie unter Notfall und Giftnotruf; mehr zu Blutgerinnseln unter Thromboserisiko durch Medikamente.
Quellen
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Femara 2,5 mg Filmtabletten. Novartis Pharma GmbH. Stand 04/2025. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Fachinformation Femara 2,5 mg Filmtabletten. Novartis Pharma GmbH. Stand 04/2025. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Letrozol. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
- Leitlinie S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Langversion 5.1 (AWMF-Registernummer 032-045OL), Empfehlungen 4.143, 4.168, 4.170 und 4.173, Statement 4.148, Hintergrund zu 4.141, Statement 6.24. Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Stand Version 5.1, Juni 2026 (gültig bis 18.12.2030). abgerufen am 16.10.2026
- Hormontherapie bei Brustkrebs. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Krebsinformationsdienst. Stand 11.03.2025. abgerufen am 16.10.2026
- Brustkrebstherapie bei örtlich begrenztem Tumor und Rezidiv (Abschnitt Therapie bei Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs). Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Krebsinformationsdienst. Stand 27.02.2026. abgerufen am 16.10.2026
- Wechseljahresbeschwerden bei Krebs (Abschnitt Gelenkschmerzen). Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Krebsinformationsdienst. Stand 19.06.2023. abgerufen am 16.10.2026
- Brustkrebs: Reha und Nachsorge. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Krebsinformationsdienst. Stand 01.07.2025. abgerufen am 16.10.2026
- Behörde Schlaganfall: Symptome und Behandlung. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 16.12.2022. abgerufen am 16.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitt "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 16.10.2026
Häufige Fragen
Kann ich Letrozol einfach absetzen?
Laut Packungsbeilage brechen Sie die Einnahme nicht ab, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sagt Ihnen, dass Sie das tun sollen. Wie lange Sie Letrozol nehmen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; es kann Monate oder sogar Jahre dauern. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Wie lange muss man Letrozol nehmen?
Das hängt vom Anwendungsgebiet ab. Nach der Operation und in der erweiterten Behandlung nach 5 Jahren Tamoxifen sollte die Behandlung laut Fachinformation über 5 Jahre fortgeführt werden oder bis zum erneuten Auftreten des Tumors, je nachdem, was zuerst eintritt. Vor einer Operation sind es laut Fachinformation 4 bis 8 Monate, bei fortgeschrittenem Brustkrebs die Zeit, bis ein Fortschreiten festgestellt wird. Nach der S3-Leitlinie soll eine Aromatasehemmer-haltige Behandlung nach den Wechseljahren mindestens 5 Jahre dauern, bei erhöhtem Rückfallrisiko bis zu 7 bis 8 Jahre. Die Dauer legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Soll ich Letrozol wegen Gelenkschmerzen absetzen?
Nicht auf eigene Faust. Schmerzen in Knochen und Gelenken gehören laut Packungsbeilage zu den sehr häufigen Nebenwirkungen; beeinträchtigen sie Sie erheblich, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Krebsinformationsdienst sollten Sie vermeiden, den Aromatasehemmer ersatzlos abzusetzen oder sich ohne Rücksprache selbst zu behandeln. Als Möglichkeiten, die Ärztinnen und Ärzte erwägen können, nennt er unter anderem einen Wechsel auf einen anderen Aromatasehemmer oder auf Tamoxifen.
Muss ich Letrozol ausschleichen?
Ein Ausschleichen mit schrittweise kleinerer Dosis beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht, ebenso wenig Beschwerden durch das Absetzen selbst. Wann und wie die Behandlung endet oder auf ein anderes Medikament umgestellt wird, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Was passiert mit den Knochen nach dem Absetzen von Letrozol?
Laut Fachinformation sollten Frauen mit Osteoporose oder Knochenbrüchen in der Vorgeschichte oder mit erhöhtem Osteoporoserisiko auch nach der Behandlung im Hinblick auf eine Osteoporose beobachtet werden; laut Packungsbeilage kann die Ärztin oder der Arzt die Knochendichte vor, während und nach der Behandlung messen. Bei Beendigung der antihormonellen Behandlung soll laut S3-Leitlinie auch geprüft werden, ob eine begleitende knochenschützende Behandlung angezeigt ist.
Kann ich von Letrozol auf Tamoxifen wechseln?
Das entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Nach der Operation kann laut Fachinformation auch eine Abfolge von 2 Jahren Letrozol und anschließend 3 Jahren Tamoxifen in Betracht gezogen werden. Laut Krebsinformationsdienst ist ein Wechsel des antihormonellen Medikaments während der Behandlung grundsätzlich möglich. Gleichzeitig sollten Letrozol und Tamoxifen laut Fachinformation nicht gegeben werden.
Brauche ich unter Letrozol eine Verhütung?
Letrozol dürfen nur Frauen nehmen, bei denen die Menopause bereits eingetreten ist. Weil es laut Fachinformation Berichte über Frauen gibt, deren Eierstöcke während der Behandlung wieder zu arbeiten begannen, muss Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen, wenn erforderlich, über eine angemessene Empfängnisverhütung sprechen. In Schwangerschaft und Stillzeit dürfen Sie Letrozol nicht einnehmen, weil es Ihrem Baby schaden könnte.
Was tun, wenn ich eine Tablette Letrozol vergessen habe?
Ist es fast Zeit für die nächste Tablette, also in 2 oder 3 Stunden, lassen Sie die vergessene Dosis laut Packungsbeilage aus und nehmen die nächste Tablette zur gewohnten Zeit. Andernfalls nehmen Sie die vergessene Tablette, sobald Sie daran denken. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
-
Medikamente Zolpidem absetzenMit Zolpidem sollten Sie laut Packungsbeilage nicht plötzlich aufhören.
-
Medikamente Sumatriptan in der SchwangerschaftZu Sumatriptan bei Schwangeren gibt es laut Packungsbeilage nur begrenzte Informationen.
-
Medikamente Azathioprin absetzenAzathioprin sollte nur unter engmaschiger ärztlicher Überwachung beendet werden.
-
Impfungen Hepatitis-B-Impfung: Nebenwirkungen und ReaktionenDie Fachinformationen der Hepatitis-B-Impfstoffe nennen je Impfstoff unterschiedliche Nebenwirkungen.