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Prämenstruelles Syndrom (PMS)
Beim prämenstruellen Syndrom (PMS) haben Frauen in den Tagen vor der Regelblutung körperliche und seelische Beschwerden wie Unterleibs- und Kopfschmerzen, Brustspannen, Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen. Was hilft, ist laut IQWiG wenig untersucht; für regelmäßigen Sport deutet eine Auswertung mehrerer Studien auf eine Linderung hin. Bei stärkeren Beschwerden kommen laut IQWiG hormonelle Verhütungsmittel, bei starken psychischen Beschwerden Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI, Schmerzmittel oder bei Beschwerden durch Wassereinlagerungen entwässernde Mittel infrage, fast keines davon ist aber zur Behandlung eines PMS zugelassen; rezeptfrei gibt es pflanzliche Arzneimittel mit Mönchspfeffer-Extrakt. Schränken die Beschwerden Ihren Alltag stark ein, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bei Gedanken, sich das Leben zu nehmen, holen Sie sofort Hilfe.

Beim prämenstruellen Syndrom (PMS) haben Frauen in den Tagen vor der Regelblutung Beschwerden wie Unterleibs- oder Kopfschmerzen, Brustspannen, Reizbarkeit oder Traurigkeit [1, 4]. Bei den meisten sind sie leicht und beeinträchtigen den Alltag kaum [1]. Was gegen PMS hilft, ist laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nur in wenigen aussagekräftigen Studien untersucht. Bei stärkeren Beschwerden kommen unterschiedliche Medikamente infrage; viele davon sind aber nicht zur Behandlung eines PMS zugelassen und können Nebenwirkungen haben [1].
Was ist das prämenstruelle Syndrom?
Als prämenstruelles Syndrom bezeichnet man laut IQWiG ein Bündel aus körperlichen und psychischen Beschwerden, die einige Tage bis zwei Wochen vor Einsetzen der Periode auftreten können [1]. Bei einem starken PMS mit deutlichem Einfluss auf die Psyche, etwa Depressivität und Angstgefühlen, sprechen Fachleute von einer prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) [1, 4].
Die meisten Mädchen und Frauen spüren vor der Regelblutung ab und an einzelne leichte PMS-Symptome, fühlen sich dadurch aber kaum beeinträchtigt. Etwa 20 bis 40 Prozent haben mehrere stärker ausgeprägte Beschwerden, die sie im Alltag spürbar belasten. Bei ungefähr 3 bis 8 Prozent sind die Symptome, vor allem die psychischen, so stark, dass sie das Alltagsleben deutlich stören; dann spricht man von einer PMDS [1, 4].
Die Beschwerden treten in der zweiten Hälfte des Monatszyklus nach dem Eisprung auf. Mit Einsetzen der Regelblutung klingen sie ab und sind spätestens mit dem Ende der Blutung komplett verschwunden [1]. Manche Frauen haben in einigen Zyklen Beschwerden und in anderen nicht, und die Stärke kann sich über die Jahre verändern. Spätestens mit der letzten Regelblutung in den Wechseljahren verschwinden die Beschwerden [1, 4].
Symptome
Viele Frauen haben Spannungsgefühle in den Brüsten und im Unterleib. Möglich sind laut IQWiG auch Kopf-, Rücken-, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Wassereinlagerungen, Schlaf- oder Verdauungsprobleme, Hautunreinheiten und Heißhunger [1]. In seiner Vorlage für ein PMS-Tagebuch nennt das IQWiG außerdem unter anderem diese Beschwerden [3]:
- Völlegefühl im Unterbauch, Blähbauch, Brustschwellung, Akne,
- Appetitveränderungen und Gewichtszunahme,
- Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit, innere Anspannung, Rückzugsbedürfnis, Angstgefühle, Überempfindlichkeit, Wutgefühle,
- Mangel an Energie, schnelle Erschöpfung, Antriebsmangel, kein Interesse an Alltagsaktivitäten, innere Unruhe.
Frauen mit PMS fühlen sich vor der Periode häufig erschöpft, unsicher, niedergeschlagen, lustlos, gereizt oder wütend; manchen kommt es so vor, als ob sie die Kontrolle über ihren Körper und ihre Gefühle verlieren [1]. Ausgeprägte Beschwerden können den Alltag stark einschränken und auch die Beziehungen in der Familie, im Freundes- und Kollegenkreis belasten [1].
Ursachen
Die Ursachen sind laut IQWiG noch nicht abschließend geklärt. Man geht davon aus, dass die hormonellen Schwankungen während des Zyklus eine Rolle spielen [1]. Frauen mit PMS haben nicht unbedingt einen veränderten Hormonspiegel, reagieren aber möglicherweise besonders empfindlich auf Abbauprodukte des Hormons Progesteron, das vor allem in der zweiten Zyklushälfte gebildet wird [1]. Vermutet wird außerdem eine Wechselwirkung von Progesteron mit Botenstoffen im Gehirn, bei der offenbar Serotonin eine besondere Rolle spielt. Wahrscheinlich beeinflussen auch die familiäre Veranlagung und Umweltfaktoren die Entstehung eines PMS [1, 4].
Medikamente als Ursache ähnlicher Beschwerden: Unter GnRH-Analoga, einer Hormonbehandlung, können laut IQWiG PMS-ähnliche Symptome wie depressive Verstimmungen auftreten [2]. Die Packungsbeilage einer Kombinationspille mit Levonorgestrel und Ethinylestradiol nennt zum Beispiel Stimmungsschwankungen, depressive Stimmungslage, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Brustschmerzen oder Empfindlichkeit der Brust und Gewichtszunahme als häufige Nebenwirkungen, also bei bis zu 1 von 10 Anwenderinnen [9]. Mehr dazu auf den Seiten Depressive Verstimmung durch Medikamente und Zyklusstörungen.
Diagnose
Um herauszufinden, ob es sich um ein PMS handelt, fragen Ärztinnen und Ärzte nach den Beschwerden und danach, wann sie auftreten. Dabei geht es auch darum, Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen, etwa eine Depression, Schilddrüsenerkrankungen oder ein Reizdarmsyndrom [1, 4].
Ein Tagebuch kann helfen, die Beschwerden im Zyklusverlauf festzuhalten; am besten notieren Sie darin alle Symptome über mindestens 2 bis 3 Monate [1, 3]. In die Vorlage des IQWiG tragen Sie Beginn und Dauer der Regelblutung sowie Ihre Beschwerden mit ihrer Stärke ein [3]. Fragen für den Termin sammeln Sie mit dem Werkzeug Fragen für das Arztgespräch.
Behandlung ohne Medikamente
Zum Umgang mit PMS-Beschwerden gibt es laut IQWiG viele Ratschläge, etwa sich viel zu bewegen und Sport zu treiben, Entspannungsverfahren anzuwenden und zu meditieren, nicht zu rauchen, wenig Alkohol und Koffein zu sich zu nehmen und sich salzarm zu ernähren [2]. Eine Auswertung mehrerer Studien deutet darauf hin, dass regelmäßiger Sport PMS-Symptome lindern kann. Die Wirkung der meisten dieser Änderungen ist wissenschaftlich nicht gut untersucht; das bedeutet laut IQWiG aber nicht, dass sie nicht helfen [2]. Beschwerden und Gegenmaßnahmen über mehrere Monatszyklen zu beobachten und zu notieren, hilft herauszufinden, ob eine Änderung die Beschwerden beeinflusst [2].
Frauen mit ausgeprägten psychischen Problemen können eine kognitive Verhaltenstherapie ausprobieren; ob sie PMS-Beschwerden lindert, ist laut IQWiG allerdings unklar [1, 2]. Auch der Nutzen von Akupunktur und Reflexzonenmassagen ist noch unklar. Für die Wirkung homöopathischer Mittel gibt es keinen Nachweis [2].
Behandlung mit Medikamenten

Gegen PMS-Beschwerden werden laut IQWiG verschiedene Medikamente eingesetzt, häufig hormonelle Mittel, außerdem Antidepressiva, entwässernde Mittel, Schmerzmittel oder angstlösende Mittel; fast keines davon ist zur Behandlung eines PMS zugelassen. Wird ein Medikament bei einer Erkrankung eingesetzt, für die es keine Zulassung hat (Off-Label-Use), muss die Ärztin oder der Arzt darüber aufklären, und man muss es möglicherweise selbst bezahlen [2]. Mehr dazu im Ratgeber Off-Label-Use. Rezeptfrei gibt es pflanzliche Arzneimittel mit einem Extrakt aus Mönchspfefferfrüchten, die für solche Beschwerden bestimmt sind [5, 6].
| Wirkstoffgruppe | Beispiele | Wie sie wirken | Häufige Nebenwirkungen |
|---|---|---|---|
| Pflanzliche Mittel mit Mönchspfeffer | Trockenextrakt aus Mönchspfefferfrüchten (Agnus castus), rezeptfrei; ein Präparat ist zur Behandlung des PMS bei Frauen ab 18 Jahren bestimmt [5] | Laut Packungsbeilage wird angenommen, dass Mönchspfeffer auf die Hypophysen-Hypothalamus-Achse wirkt, also auf Hirnanhangsdrüse und Zwischenhirn [6] | Häufigkeit nicht bekannt: allergische Hautreaktionen wie Ausschlag und Nesselsucht, Akne, Kopfschmerzen, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Bauchschmerzen, Menstruationsstörungen; schwerwiegende allergische Reaktionen sind möglich [5] |
| Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR | Ibuprofen [7], Acetylsalicylsäure [8]; rezeptfrei laut Packungsbeilage gegen leichte bis mäßig starke Schmerzen wie Kopfschmerzen, das PMS als Anwendungsgebiet nennen die Packungsbeilagen nicht [7, 8] | Laut IQWiG wirken NSAR wie ASS und Ibuprofen entzündungshemmend und schmerzlindernd und blockieren die Bildung von Prostaglandinen [2] | Ibuprofen häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall und Verstopfung sowie geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Trakt [7]. Acetylsalicylsäure, Häufigkeit nicht bekannt: unter anderem Magenschmerzen, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen und Blutungen [8] |
"Häufig" heißt laut Packungsbeilage: bei bis zu 1 von 10 Behandelten. "Häufigkeit nicht bekannt" heißt, dass sie sich auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzen lässt [5, 7, 8].
Mönchspfeffer
Für das pflanzliche Präparat Mönchspfeffer gibt es laut IQWiG schwache Hinweise auf eine Wirkung gegen PMS-Beschwerden [2]. Ein Präparat mit Trockenextrakt aus Mönchspfefferfrüchten ist laut Packungsbeilage ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung des prämenstruellen Syndroms bei Frauen ab 18 Jahren. Empfohlen wird, es über 3 Monate ohne Unterbrechung einzunehmen, auch während der Regelblutung. Bestehen die Beschwerden danach weiter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke [5]. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird die Anwendung wegen fehlender Daten nicht empfohlen [5]. Ein anderes Präparat wird laut seiner Packungsbeilage bei Rhythmusstörungen der Regelblutung, bei Beschwerden vor der Regelblutung und bei Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten (Mastodynie) angewendet. Bei Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten sowie bei Störungen der Regelblutung sollte zur Abklärung zunächst eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden [6].
Sprechen Sie laut Packungsbeilage vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie einen östrogenempfindlichen Tumor haben oder hatten, wenn bei Ihnen früher eine Störung der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) aufgetreten ist oder wenn Sie Dopaminagonisten (etwa bestimmte Mittel gegen die Parkinson-Krankheit), Dopaminantagonisten (etwa bestimmte Mittel gegen Schizophrenie, bipolare Störungen, Übelkeit und Erbrechen), Östrogene oder Antiöstrogene einnehmen [5]. In der Schwangerschaft und in der Stillzeit wird die Einnahme laut Packungsbeilage nicht empfohlen [5]. Das andere Präparat darf laut seiner Packungsbeilage in der Schwangerschaft nicht eingenommen und soll in der Stillzeit nicht angewendet werden [6].
Schmerzmittel
Viele Frauen, die vor der Menstruation oft Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen haben, nehmen laut IQWiG Schmerzmittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie ASS und Ibuprofen ein. Ob NSAR auch bei Beschwerden helfen, die durch PMS verursacht werden, ist bislang kaum untersucht; in Studien zu PMS wurden vor allem Naproxen und Mefenaminsäure untersucht [2]. Rezeptfreies Ibuprofen wird laut Packungsbeilage zur kurzzeitigen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen wie Kopf-, Zahn- und Regelschmerzen angewendet. Ist bei Erwachsenen die Einnahme für mehr als 4 Tage gegen Schmerzen nötig oder werden die Beschwerden schlimmer, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden [7]. Rezeptfreie Acetylsalicylsäure ist für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bestimmt; ohne ärztliche Verordnung nehmen Sie sie laut Packungsbeilage gegen Schmerzen nicht länger als 3 bis 4 Tage ein [8]. Haben Sie starke Monatsblutungen, sprechen Sie laut Packungsbeilage vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke [8]. Welche Mengen die Packungsbeilagen nennen, steht auf den Wirkstoffseiten unter Dosierung bei Ibuprofen und Acetylsalicylsäure. Bei zu häufiger Einnahme können NSAR laut IQWiG auch Kopfschmerzen verursachen [2]. Mehr dazu: Regelschmerzen.
Hormonelle Verhütungsmittel
Häufig wird laut IQWiG versucht, PMS-typische Beschwerden mit hormonellen Mitteln zu lindern, die die Bildung bestimmter körpereigener Hormone unterdrücken und in den Monatszyklus eingreifen; am gebräuchlichsten sind hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille [2]. Zwei Studien liefern laut IQWiG schwache Hinweise darauf, dass eine Kombinationspille aus dem Gestagen Drospirenon und niedrig dosiertem Östrogen bei PMS helfen kann. Die Teilnehmerinnen berichteten aber auch über Nebenwirkungen wie Übelkeit, Zwischenblutungen und Brustschmerzen [2]. Welche der vielen hormonellen Verhütungsmittel bei PMS helfen können, ist noch nicht ausreichend erforscht. Für Frauen, die schwanger werden wollen, kommen sie nicht infrage [2].
Eine Kombinationspille mit Levonorgestrel und Ethinylestradiol ist laut ihrer Packungsbeilage ein Arzneimittel zur Schwangerschaftsverhütung; eine Behandlung des PMS nennt sie nicht [9]. Hormonelle Verhütungsmittel erhöhen laut IQWiG das Risiko für Blutgerinnsel in den Venen (Venenthrombosen) [2]; die Packungsbeilage der Kombinationspille nennt eine leichte Zunahme des Risikos für ein Blutgerinnsel in den Venen und Arterien [9]. Laut Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom 30.09.2021 haben kombinierte hormonale Verhütungsmittel mit den Gestagenen Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat das geringste Risiko für Blutgerinnsel in den Venen (venöse Thromboembolien). Bei jeder Verordnung sollten die unterschiedlichen Risiken berücksichtigt und insbesondere Mittel mit dem niedrigsten Risiko verordnet werden [10]. Mehr dazu: Verhütungsmittel und Thromboserisiko.
Antidepressiva bei starken psychischen Beschwerden
Hat eine PMDS deutliche Auswirkungen auf die Psyche, etwa depressive Verstimmungen, Angstgefühle und Verzweiflung, kommen laut IQWiG auch Medikamente infrage, die üblicherweise gegen Depressionen eingesetzt werden, normalerweise selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Ihr Wirkstoff erhöht die Konzentration des Botenstoffs Serotonin im Gehirn [2]. Studien haben laut IQWiG ergeben, dass SSRI die psychischen Beschwerden bei starkem PMS oder einer PMDS lindern und helfen können, im Alltag besser zurechtzukommen; sie wirken jedoch frühestens im dritten Zyklus nach Beginn der Einnahme [2]. SSRI können zum Beispiel Übelkeit auslösen, zu Schlafstörungen führen und die sexuelle Lust dämpfen (Libido- und Potenzprobleme) [2]. Nicht für PMS zugelassen sind zum Beispiel Sertralin und Fluoxetin: Ihre Packungsbeilagen nennen als Anwendungsgebiete unter anderem Depressionen und Zwangsstörungen, PMS nennen sie nicht [13, 14]. Laut Packungsbeilage von Sertralin können Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, weil diese Mittel einige Zeit brauchen, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger. Wahrscheinlicher sind solche Gedanken laut Packungsbeilage bei Menschen, die schon früher daran gedacht haben, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen, und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre. Es kann helfen, Freunden oder Verwandten zu erzählen, dass Sie depressiv sind, und sie zu bitten, Ihnen zu sagen, wenn sie eine Verschlimmerung oder Veränderungen Ihres Verhaltens bemerken [13]. Mehr zur Gruppe: Antidepressiva.
Entwässernde Mittel
Manche Frauen, die besonders mit Wassereinlagerungen und starken Spannungsgefühlen in den Brüsten zu tun haben, setzen laut IQWiG entwässernde Medikamente (Diuretika) ein. Diuretika können Nebenwirkungen wie Übelkeit und Kopfschmerzen haben. Außerdem kann ein Gewöhnungseffekt eintreten: Setzt man die Mittel wieder ab, kann es sein, dass der Körper mehr Wasser einlagert als vor der Einnahme [2]. Deshalb ist es laut IQWiG wichtig, die Ärztin oder den Arzt zu fragen, ob sich Diuretika eignen, und sie vorsichtig anzuwenden; die in der Packungsbeilage angegebene Höchstmenge sollte nicht überschritten werden, da der Körper sonst zu viel Flüssigkeit verlieren kann [2].
Weitere Hormonbehandlungen
Bei starken PMS-Beschwerden werden laut IQWiG selten auch GnRH-Analoga eingesetzt. Sie senken die Bildung der Hormone in den Eierstöcken stark ab; das kann zu Hitzewallungen und Schlafstörungen führen, auch PMS-ähnliche Beschwerden wie depressive Verstimmungen können auftreten. GnRH-Analoga sollten nicht länger als sechs Monate eingenommen werden. Ob Frauen mit PMS von GnRH-Analoga profitieren können, ist bisher nicht ausreichend untersucht; während der Behandlung ist es nicht möglich, schwanger zu werden [2].
Progesteron-Tabletten sind laut IQWiG nicht für die Behandlung von PMS-Beschwerden zugelassen. In Studien ging es den Frauen, die Progesteron einnahmen, nicht besser als den Frauen mit einem Scheinmedikament (Placebo), und sie berichteten häufiger über eine gestörte Regelblutung [2]. Zugelassen ist in Deutschland laut IQWiG nur ein progesteronhaltiges Gel zur Behandlung prämenstrueller Spannungsgefühle in der Brust; zu Nutzen und Schaden dieses Gels gibt es keine aussagekräftigen Studien [2].
Pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel
Manche Frauen versuchen es mit Kalzium, Vitamin B6, Magnesium, Nachtkerzenöl, Mönchspfeffer, Johanniskraut, Safran oder Ginkgo biloba [2]. Für Kalzium gibt es laut IQWiG schwache Hinweise, dass es PMS-Beschwerden lindern kann, und Vitamin B6 hilft möglicherweise; beides gilt für bestimmte Tagesdosen, die während des ganzen Monats eingenommen werden. Welche Menge für Sie infrage kommt, besprechen Sie vorher in Ihrer Arztpraxis oder Apotheke. Zu Johanniskraut, Safran und Ginkgo biloba sind noch keine sicheren Aussagen möglich, Studien zu Magnesium und Nachtkerzenöl hatten widersprüchliche Ergebnisse [2]. Johanniskraut kann laut Packungsbeilage einer Kombinationspille deren empfängnisverhütende Wirksamkeit mindern oder zu unerwarteten Blutungen führen [9]. Mehr im Ratgeber Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel.
Nebenwirkungen der Medikamente
Mönchspfeffer: Laut Packungsbeilage besteht das Risiko schwerwiegender allergischer Reaktionen wie Gesichtsschwellung, Atemnot und Schluckstörungen. Bei den ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion sollten Sie die Einnahme sofort unterbrechen und unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen [5]. Tritt Schwindel auf, kann die Fähigkeit beeinträchtigt sein, am Straßenverkehr teilzunehmen und Maschinen zu bedienen [5]. Mehr dazu: Arzneimittelallergie und Akne.
Ibuprofen und Acetylsalicylsäure: Bei Anzeichen einer Magen-Darm-Blutung wie stärkeren Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl, schwarzem Stuhl (Teerstuhl), Bluterbrechen oder Erbrochenem, das wie Kaffeesatz aussieht, nehmen Sie Ibuprofen laut Packungsbeilage nicht weiter ein und begeben sich sofort in ärztliche Behandlung [7]. Acetylsalicylsäure erhöht laut Packungsbeilage schon in geringen Dosen das Risiko von Blutungen, auch wenn die Einnahme bereits mehrere Tage zurückliegt; informieren Sie vor einer Operation, auch einer kleinen, Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt. Treten Magen-Darm-Blutungen auf, müssen Sie die Behandlung sofort beenden und Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder einen ärztlichen Notdienst anrufen [8]. Laut Risikoinformation des BfArM vom 27.07.2015 haben Menschen, die Ibuprofen hochdosiert anwenden, ein ähnliches Risiko für Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen wie bei einigen anderen NSAR, mit einem leichten Anstieg des Risikos für Herzinfarkt oder Schlaganfall; bis zur höchsten rezeptfreien Tagesdosis zum Einnehmen sahen die EU-Gremien keine Zunahme dieses Risikos [12]. Mehr dazu: Magenbeschwerden und Blutungen und Blutbild.
Hormonelle Verhütungsmittel: Depressive Verstimmung und Depression sind laut Rote-Hand-Brief vom 21.01.2019 allgemein bekannte Nebenwirkungen hormonaler Verhütungsmittel. Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein allgemein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten und Suizid. Frauen sollte geraten werden, sich bei Stimmungsschwankungen und depressiven Symptomen an ihre Ärztin oder ihren Arzt zu wenden, auch wenn diese kurz nach Beginn der Anwendung auftreten [11].
Haben Sie ein verordnetes Medikament als Auslöser von Beschwerden im Verdacht, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Nebenwirkungen können Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke mitteilen oder direkt dem BfArM melden [5, 7]. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Nebenwirkung melden.
Leben mit PMS
Viele Frauen mit PMS-Beschwerden versuchen laut IQWiG, es in dieser Zeit etwas ruhiger angehen zu lassen und sich bewusst mehr Pausen und Entspannung zu gönnen als sonst, etwa mit einem heißen Bad, einem Spaziergang oder einem ruhigen Abend [1]. Einige finden es hilfreich, mit dem Partner, der Partnerin, Freundinnen oder der Familie über die Beschwerden zu sprechen, um an diesen Tagen mehr Verständnis, Rücksicht und Unterstützung zu bekommen [1, 4].
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Schränken PMS-Beschwerden Ihren Alltag stark ein, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; die Hausarztpraxis ist laut IQWiG meist die erste Anlaufstelle, wenn man bei einem Gesundheitsproblem ärztlichen Rat braucht [1]. Sofort Hilfe brauchen Sie in diesen Fällen:
- Gedanken, sich das Leben zu nehmen: Suizidversuche aller Art sind laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) Fälle für den Notruf 112 [16]. Die TelefonSeelsorge ist Tag und Nacht kostenfrei und anonym erreichbar unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 [15]. Sind die Praxen geschlossen und kann die Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 [16]. Nehmen Sie ein Antidepressivum ein, gehen Sie laut Packungsbeilage bei solchen Gedanken zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder suchen unverzüglich ein Krankenhaus auf [13].
- Zeichen eines Blutgerinnsels unter der Pille: Laut Packungsbeilage suchen Sie dringend ärztliche Hilfe auf, unter anderem bei Schwellung eines Beins oder entlang einer Vene im Bein oder Fuß, vor allem mit Schmerzen, Erwärmung oder Verfärbung des Beins, bei plötzlicher unerklärlicher Atemlosigkeit oder schneller Atmung, plötzlichem Husten, bei dem Blut ausgehustet werden kann, stechendem Brustschmerz, der beim tiefen Einatmen zunimmt, starker Benommenheit, schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag sowie bei sofortigem Verlust des Sehvermögens oder schmerzlosem verschwommenem Sehen in einem Auge [9].
- Allergische Reaktion: Bei Gesichtsschwellung, Atemnot oder Schluckstörungen nach der Einnahme von Mönchspfeffer sollten Sie die Einnahme laut Packungsbeilage sofort unterbrechen und unverzüglich ärztliche Hilfe aufsuchen [5]. Schwere Atemnot ist laut KBV ein Fall für den Notruf 112 [16].
- Stimmungsschwankungen und depressive Symptome unter hormoneller Verhütung: Depressionen können laut Packungsbeilage der Kombinationspille schwerwiegend sein und gelegentlich zu Selbsttötungsgedanken führen; lassen Sie sich dann so schnell wie möglich ärztlich beraten [9], laut Rote-Hand-Brief auch, wenn die Beschwerden kurz nach Beginn der Anwendung auftreten [11].
Quellen
- Prämenstruelles Syndrom (PMS). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 06.04.2022. abgerufen am 18.10.2026
- Behandlung von PMS-Beschwerden. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 06.04.2022. abgerufen am 18.10.2026
- Tagebuch: Prämenstruelles Syndrom (PMS). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 06.04.2022. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Prämenstruelles Syndrom (PMS). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem IQWiG). Stand 21.10.2022. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Agnucaston 20 mg Filmtabletten (Mönchspfefferfrüchte-Trockenextrakt). BIONORICA SE. Stand 08/2021. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Agnucaston Filmtabletten (Mönchspfefferfrüchte-Trockenextrakt). BIONORICA SE. Stand 06/2021. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation IBU-ratiopharm 400 mg akut Schmerztabletten. ratiopharm GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation ASS-ratiopharm 500 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Asumate 30 150/30 Mikrogramm Filmtabletten (Levonorgestrel/Ethinylestradiol). Exeltis Germany GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu kombinierten hormonalen Kontrazeptiva: Verordnung solcher mit dem niedrigsten Risiko für venöse Thromboembolien und Nutzung des behördlich beauflagten Schulungsmaterials. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 30.09.2021. abgerufen am 18.10.2026
- Rote-Hand-Brief Rote-Hand-Brief zu hormonalen Kontrazeptiva: Neuer Warnhinweis zu Suizidalität als mögliche Folge einer Depression unter der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva. Zulassungsinhaber hormonaler Kontrazeptiva in Abstimmung mit dem BfArM; veröffentlicht vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Stand 21.01.2019. abgerufen am 18.10.2026
- Behörde Ibuprofenhaltige Arzneimittel: Kardiovaskuläre Nebenwirkungen (Bescheid im Stufenplanverfahren vom 22.07.2015). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 27.07.2015. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Sertralin-ratiopharm 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 18.10.2026
- Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation Fluoxetin-ratiopharm 20 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 18.10.2026
- TelefonSeelsorge Deutschland (Startseite). TelefonSeelsorge Deutschland. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
- Über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Abschnitte "116117 oder 112?" und "Fälle für die Notrufnummer 112"). Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 116117.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 18.10.2026
Häufige Fragen
Was hilft gegen PMS?
Was gegen PMS hilft, ist laut IQWiG nur in wenigen aussagekräftigen Studien untersucht. Eine Auswertung mehrerer Studien deutet darauf hin, dass regelmäßiger Sport PMS-Symptome lindern kann. Manche Frauen probieren außerdem Entspannungsverfahren, weniger Alkohol und Kaffee oder eine salzarme Ernährung, viele lassen es an diesen Tagen ruhiger angehen; die Wirkung der meisten dieser Änderungen ist wissenschaftlich nicht gut untersucht. Bei stärkeren Beschwerden kommen Medikamente infrage, viele davon sind laut IQWiG aber nicht zur Behandlung eines PMS zugelassen.
Welche Medikamente gibt es gegen PMS?
Bei stärkeren Beschwerden kommen laut IQWiG hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille, bei starken psychischen Beschwerden Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI, Schmerzmittel wie ASS und Ibuprofen sowie bei Beschwerden durch Wassereinlagerungen entwässernde Mittel infrage. Fast keines dieser Mittel ist zur Behandlung eines PMS zugelassen. Bei einem Einsatz außerhalb der Zulassung (Off-Label-Use) muss die Ärztin oder der Arzt darüber aufklären, und Sie müssen das Mittel möglicherweise selbst bezahlen. Rezeptfrei gibt es pflanzliche Arzneimittel mit Mönchspfeffer-Extrakt; eines davon ist laut Packungsbeilage zur Behandlung des PMS bei Frauen ab 18 Jahren bestimmt.
Hilft Mönchspfeffer gegen PMS?
Laut IQWiG gibt es schwache Hinweise auf eine Wirkung von Mönchspfeffer gegen PMS-Beschwerden. Ein Präparat mit Trockenextrakt aus Mönchspfefferfrüchten ist laut Packungsbeilage zur Behandlung des prämenstruellen Syndroms bei Frauen ab 18 Jahren bestimmt; empfohlen wird die Einnahme ohne Unterbrechung über 3 Monate, auch während der Regelblutung. Bestehen die Beschwerden danach weiter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Einnahme nicht empfohlen. Bei Anzeichen einer allergischen Reaktion sollten Sie die Einnahme sofort unterbrechen und unverzüglich ärztliche Hilfe suchen.
Hilft die Pille gegen PMS?
Laut IQWiG liefern zwei Studien schwache Hinweise, dass eine Kombinationspille aus dem Gestagen Drospirenon und niedrig dosiertem Östrogen bei PMS helfen kann; welche hormonellen Verhütungsmittel bei PMS helfen, ist noch nicht ausreichend erforscht. Eine Kombinationspille mit Levonorgestrel und Ethinylestradiol ist laut ihrer Packungsbeilage ein Arzneimittel zur Schwangerschaftsverhütung, eine Behandlung des PMS nennt die Packungsbeilage nicht; als häufige Nebenwirkungen nennt sie unter anderem Stimmungsschwankungen, depressive Stimmungslage und Kopfschmerzen. Hormonelle Verhütungsmittel erhöhen laut IQWiG das Risiko für Blutgerinnsel in den Venen; am geringsten ist es laut BfArM bei Kombinationspillen mit Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat. Welches Mittel für Sie infrage kommt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was ist der Unterschied zwischen PMS und PMDS?
PMS ist laut IQWiG ein Bündel aus körperlichen und seelischen Beschwerden in den Tagen vor der Periode. Bei einem starken PMS mit deutlichem Einfluss auf die Psyche, etwa Depressivität und Angstgefühlen, sprechen Fachleute von einer prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS). Sie betrifft laut IQWiG ungefähr 3 bis 8 Prozent der Mädchen und Frauen; die Beschwerden, vor allem die seelischen, stören dann das Alltagsleben deutlich.
Wann beginnt PMS und wie lange dauert es?
PMS-Beschwerden können laut IQWiG einige Tage bis zwei Wochen vor Einsetzen der Periode auftreten, also in der zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung. Mit Einsetzen der Regelblutung klingen sie ab und sind spätestens mit dem Ende der Blutung verschwunden; nach dem nächsten Eisprung können sie wiederkommen. Wie stark sie sind, kann sich von Zyklus zu Zyklus und über die Jahre ändern. Spätestens mit der letzten Regelblutung in den Wechseljahren verschwinden sie.
Helfen Schmerzmittel bei PMS?
Viele Frauen, die vor der Menstruation oft Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen haben, nehmen laut IQWiG Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR wie ASS und Ibuprofen. Ob sie auch bei Beschwerden helfen, die durch PMS verursacht werden, ist kaum untersucht. Rezeptfreies Ibuprofen wird laut Packungsbeilage zur kurzzeitigen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen angewendet; brauchen Erwachsene es länger als 4 Tage gegen Schmerzen, sollten sie ärztlichen Rat einholen. Welche Mengen die Packungsbeilage nennt, steht auf der Seite Ibuprofen.
Wann sollte ich mit PMS zum Arzt?
Wenn die Beschwerden Ihren Alltag stark einschränken. Erste Anlaufstelle ist laut IQWiG meist die Hausarztpraxis. Bei der Diagnose geht es auch darum, Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerden wie eine Depression oder eine Schilddrüsenerkrankung auszuschließen; ein Tagebuch über mindestens 2 bis 3 Monate kann dabei helfen. Bei Gedanken, sich das Leben zu nehmen, holen Sie sofort Hilfe: bei akuter Gefahr über den Notruf 112, Tag und Nacht bei der TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
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